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E_1929_Zeitung_Nr.050

E_1929_Zeitung_Nr.050

Zur optisch-akustischen

Zur optisch-akustischen Signalisiermg der Uebergänge wird einheitlich ein Blinklichtsignal in Dreieckform mit drei roten Blinklichtern und einer Warnglocke oder Sirene vorgeschrieben. Die Warntätigkeit dieses Signals soll 30 bis 45 Sekunden vor dem Eintreffen des Zuges auf dem Uebergang beginnen und aufhören, wenn der Schlusswagen des Zuges den Uebergang befahren hat. In der Regel ist beidseits der Bahn je ein solches Signal aufzustellen. Dieses optisch-akustisch© Signal ist im allgemeinen dazu bestimmt, vorhandene Barrieren zu ersetzen; ein mit derartigen Signalen ausgerüsteter Bahnübergang ist somit einem solchen mit Barrieren grundsätzlich gleichzustellen. Zur Kennzeichnung der gänzlich unbewachten Uebergänge ist einheitlich ein Kreuzsignal, dessen Arme einen roten Rand und weisses Feld besitzen, zu verwenden. Beidseits der Bahn ist je ein solches Kreuzsignal, wenn immer möglich in der Anfahrrichtung rechts der Strasse, aufzustellen. Die nämlichen Signale, zum Teil in etwas einfacherer Ausführung oder kleineren Abmessungen, sollen auch bei den Strassen ohne erheblichen Motorfahrzeugverkehr und den öffentlichen Wegen Verwendung finden. Die Erstellungs- und Unterhaltungskosten der an den Uebergängen selbst anzubringenden Signale fallen ausschliesslich zu Lasten der Bahnverwaltungen. In der vorgesehenen Signalisierung findet der Strassenbenützer eine systematische und klare Unterscheidung der bewachten von den unbewachten Uebergängen allein schon durch die Signalform. Die bewachten Uebergänge (Barrieren und signalisierter Bahnabschluss) erhalten einheitlich ein Signal in Dreieckform, die unbewachten (blosse Kenntlichmaehung) ein solches in Kreuzform. Ist am Uebergang ein dreieckiges Signal vorhanden (Dreiecktafel an der Barriere oder automatisches Blinklichtsignal), so weiss der Strassenbenützer, dass er durch die Bahn über die bevorstehende Durchfahrt eines Zuges verständigt wird, sei es durch das Schliessen der Barriere, sei es durch die Warntätigkeit des Blinklichtsignals; die Bahn sorgt also für die (effektive oder signalisierte) Sperrung des Ueberganges, bevor er vom Zug befahren wird. Befindet sich dagegen am Uebergang ein Kreuzsignal, so hat sich der Strassenbenützer selber darüber zu vergewissern, ob er die Bahn ohne Gefahr überqueren kann, da ihm das Herannahen eines Zuges nicht angezeigt wird. Der mit Kreuzsignalen versehene Uebergang wird lediglich als solcher gekennzeichnet, er ist unbewacht, eine Sperung desselben findet nicht statt. Eine grosse Zahl der im Zuge wichtigerer Strassen gelegenen Uebergänge unseres Landes sind bereits durch dreieckige Vorsignaltafeln mit dem international vereinbarten Zeichen versehen, die sich ht einer Entfernung von etwa 150 bis 250 m vor dem Uebergang am Strassenrand befinden und den Automobillenker rechtzeitig auf die bevorstehende Bahnkreuzung aufmerksam machen sollen. Da es sich bei diesen Tafeln um Warnzeichen handelt, die im Sinne von Artikel 9 der internationalen Uebereinkunft über den Automobilverkehr vom 24. April 1926 einen Bestandteil der Strassensignalisierung bilden, deren Erstellung und Unterhalt nicht den Bahnen auferlegt werden kann, beschränkt sich die Verordnung darauf, sie lediglich zu erwähnen und in einer Fussnote festzusetzen, dass vor Uebergängen mit Barrieren und mit optisch-akustischer Signalisierung als Zeichen für den bewachten Uebergang, das Gatter und bei blosser Kenntlichmaehung als Zeichen für den unbewachten Uebergang das stilisierte Lokomotivbild zu verwenden sei. Im übrigen bleibt Erstellung und Unterhalt dieser Vorsignale «auch fernerhin» den Strassenaufsichtsbehörden überlassea Zeichnungen auch dieser Signale ' sind der Verordnung beigegeben. Barrieren und Ständer von Blinklicht- und Kreuzsignalen sollen einheitlich mftt rotweissem Anstrich versehen werden. (Schluss folgt) Zur französisch-schweizerischen Grenzsperre im Gesellschaftswagenverkehr. Nach einer Meldung der Genfer Blätter fand in Divonne (Dep. Ain) anlässlich einer lokalen Feier eine Zusammenkunft einer Anzahl französischer Deputierter und Senatoren unter dem Vorsitz des KriegSministers Painleve statt. Bei diesem Anlass wurde- die Frage des Automobilverkehrs zwischen den ehemaligen Freizonen und der Schweiz eingehend diskutiert. Die Versammlung beschloss, für die Schaffung einer einheitlichen Grenzpassierkarte für Automobile nach dem Muster des Passierscheins für Personen und für die Abschaffung aller Abgaben einzutreten. Der Deputierte Touilloux führte beim Bankett aus, der Haager Schiedsspruch in der Zonenangelegenheit, wie er auch ausfallen möge, dürfe nicht dazu führen, die guten Beziehungen zwischen den Bewohnern der Freizonen und der benachbarten Kantone der Schweiz zu trüben. AUTOMOBIL-REVUE Generalversammlung der A. I. T. Die Alliance Internationale de Tourisme ist für den 10. bis 14. Juni nach München zu ihrer ordentlichen Generalversammlung einberufen. In Abwesenheit des Präsidenten der A. I. T., Herrn Defert, der aus Gesundheitsrücksichten verhindert ist, präsidiert Dr. Henneberg, Präsident desT.C.S., als Vizepräsident der A. I. T. den grossen Münchner Kongress dieser für den Autotourismus bedeutsamen touristischen Allianz. Das Präsidium ehrt nicht nur den T. C. S., sondern auch unser ganzes Land. Die Traktanden. 1. Bericht des Generalsekretärs. 2. Finanzielle Situation und Rechnungsabnahme. 3. Budget. 4. Wahl des Präsidenten für 1929. 5. Wahl des permanenten Bureaus für 1930 bis 1932. 6. Bezeichnung des Versammlungsortes für 1930. Neu aufzunehmende Mitglieder. Folgende Aufnahmen werden vorgeschlagen : Montreal Motorist League (Canada); Touring-Club Equatoriano; Union Cycliste et Motocycliste de Lettonie (Riga); Touring- Club Romania (Bukarest); Touring-Club de Finnlande (Helsinki); Iraq Automobile Association (Bagdad); Motor Touring-Club (Prag); Uniuna Motocyclistor dui Romania (Bukarest). Vorschläge} /. Allgemeine Verwaltung der A.I.T. Austausch von Mitgliederverzeichnissen und Mitgliederkarten unter den verschiedenen Clubs. — Internationale Statistik der Touristik. — Ständiger Kontakt der A. I. T. mit der Hotellerie. — Ausdehnung der kombinierten Billette auf Deutschland und Oesterreich. //. Publikationen. Einheitliche Redaktion der Strassenkarten aller Clubs, welche der A.I.T. angehören; Austausch der darauf bezüglichen Dokumente. Herausgabe einer periodischen Karte über den Zustand der Strassen und Ausbau des Reisedienstes. — Regelmäs- Eine erste Wirkung des 12. Mai. Ein Postulat um Erhöhung des Benzinzollanteils. Herr Ständerat Amstalden in Samen hat folgendes Postulat eingereicht: «Der Bundesrat wird eingeladen, in Verbindung mit der Vorlage eines neuen Automobilgesetzes die Frage zu prüfen und dar r über einzuberichten, ob die Subvention für das Strassenwesen der Kantone (Benzinzollanteil) nicht zu erhöhen und der Verteilungsmodus in einer den Verhältnissen entsprechenden Weise zu ändern sei. Bern, den 6. Juni 1929. Ständerat Amstalden und 11 Mitunterzeichner. Anmerkung der Redaktion: Wir beglückwünschen Herrn Ständerat Amstalden zu diesem mutigen Schritt und hoffen, das Po»- stulat werde vom Bundesrat entgegengenommen werden. Es ist übrigens recht bezeichnend, dass das Postulat um Erhöhung des Benzinzollanteils von 12 StändeTäten, also Vertretern der Kantone, gestellt wird. Während der Kampagne um die Strassenverkehrsinitiative haben wir genügend darauf hingewiesen, wie durch die gegenwärtige Regelung der Benzinzollverteilung vor allem die Gebirgskantone zn kurz kämen. Das Retourbillett. sige Bekanntgabe des Zustandes der Hauptverbindungsstrassen in Europa. — Verkauf der Jahrbücher ausländischer Clubs an die Mitglieder. — Auskunftserteilung über die von den verschiedenen Clubs den Mitgliedern gewährten Vergünstigungen. — Internationale Itineraires (Schweiz. Touring- Club). — Herausgabe einer Broschüre durch die A. I. T., welche die wichtigsten internationalen Bahnverbindungen enthält. ///. Zölle. Vorschlag betreffend Vereinheitlichung der Zolldokumente. — Prüfung des Vorschlages über Ersatz der Triptyks durch die Carnets de Passage. — Verlängerung der Gültigkeitsdauer der Carnets de Passage. — Verantwortlichkeit der Clubs für Ungenauigkeit in den Gewichtsangaben der Triptyks. — Herausgabe von provisorischen Karten mit einer Gültigkeitsdauer von fünf bis zehn Tagen zum freien Verkehr im Innern eines Landes (Office Nationale Suisse du Tourisme). — Zeitlich begrenzte Einfuhr von Automobilen ohne Triptyks. — Ausgabe von Triptyks an Niehtmitglieder. IV. Verkehr, Signalgebung, Steuern. Schaffung von Hilfsposten auf den Strassen. — Internationaler Fahrausweis auf Grund eines nationalen Fahrausweises. — Haftung der Clubs für ihre Mitglieder, die im Ausland einen Schaden verursachen (Touring-Club de France). — Prüfung der Frage der Einführung von Strassenkontrollen. Jede nationale Vereinigung wird eingeladen, diese Frage zu prüfen. — Aufhebung der Transitvisa. — Internationale Versicherung für Zivilschäden. — Bericht über den Hilfsdienst des T. C. S. — Annahme des lateinischen Alphabets für die Signalisation in der Türkei etc. etc. Alle diese Vorschläge gelangen zur Besprechung an den vier Sitzungstagen. Die finanzielle Situation der A. I. T. ist eine günstige. Sie weist 185,000 belgische Franken Einnahmen gegen 178,560 Franken Ausgaben auf. Das Vermögen der A. I. T. beläuft sich auf 123,700 Franken. mg. Vom Generalsekretariat der S. B. B. erhalten wir folgende Zuschrift: In den Nummern 45 und 47 Ihrer geschätzten Zeitung vom 21. bzw. 23. Mai erschienen unter der Rubrik «Aus dem Leserkreis» zwei «Das Retourbillet» betitelte Einsendungen, die das von den Schweizerischen Bundesbahnen bei nicht voller Ausnützung von Bahnbilletten geübte Verfahren unter Anführung konkreter Fälle einer Kritik unterziehen. Es wird bemängelt, dass in den erwähnten Fällen die Rückerstattung des Taxbetrages für die nichtbefahrene Strecke unter Hinweis auf die teilweise Automobilbenützung abgelehnt worden sei. Wir bemerken hierzu, dass die Vorschriften über die Rückerstattung von Fahrtaxen im Falle der teilweisen Automobilbenützung seit dem 11. März 1929 eine wesentliche Milderung erfahren haben. Die Verwaltungen leisten keine Rückerstattung, wenn bei teilweiser Nichtausnützung eines Billets die Fahrt mit der Bahn oder dem Schiff ohne zwingende Gründe (Todesfall, Krankheit, Unfall, Zugsverspätung und Fälle ähnlicher Art) lediglich deshalb aufgegeben worden ist, um die Reise mit einem andern, die genannten Transportunternehmungen konkurrenzierenden Beförderungsmittel fortzusetzen. Ausnahmsweise darf aber, soweit Billette im internen Verkehr der Bundesbahnen in Frage kommen, die Rückerstattung auch dann erfolgen, wenn die Eisenbahnfahrt ohne zwingende Gründe deshalb aufgegeben worden ist, weil sich zufällig Gelegenheit geboten hat, die Reise mit einem Automobil von Familienangehörigen oder Freunden fortzusetzen. Sofern sich der in No. 45 Ihrer Zeitung angeführte Fall wirklich erst in letzter Zeit ereignete, würde demnach, sofern es sich um ein internes Billet der S.B.B. handelt, der Rückerstattung des Taxbetrages für die nichtbefahrene Strecke nichts im Wege stehen. Bei Billetten des direkten Verkehrs ist dagegen das Einverständnis der beteiligten privaten Bahnverwaltungen erforderlich. Die Stationen können in solchen Fällen nicht von sich aus über das Rückerstattungsgesuch entscheiden. Zuvcne» Notizen Die zürcherische Gemeindegutsrechnung gibt auch einen Einblick in die finanzielle Seite des städtischen Omnibusbetriebes. Die Resultate sind, trotzdem es sich um eine Rundlinie handelt, die nur Aussenquartiere unter sich miteinander verbindet und deshalb in ihrer Frequenz nach oben ziemlich begrenzt ist, recht erfreuliche. Sie stellen sich auf alle Fälle besser als die budgetierten Zahlen. Die Einnahmen aus dem Personenverkehr ergaben 281,600 Franken, denen Betriebsausgaben von insgesamt 207,500 Franken gegenüberstehen, wovon rund ein Viertel auf Personalkosten entfallen. Die Gesamtausgaben sind aber höher, da noch die erfolgte Abschreibung, welche 15 Prozent anstatt der vorgesehenen zehn Prozent ausmacht, sowie die Einlage in den Reparaturfonds dazuzuzählen sind, wodurch die Ausgaben um 29,200 Franken überwiegen. Es wurde also kein eigentlicher Ueberschuss herausgearbeitet, wie dies in zahlreichen Tagesblättern gemeldet worden ist. Der Ausgabenüberschuss wird von der Strassenbahn gedeckt und ist übrigens um rund 20,600 Franken geringer als im Voranschlag vorgesehen worden war. Im Betriebsjahre 1928 wurde erst einer von den sechs neu zu beziehenden Omnibussen in Auftrag gegeben, der noch im Laufe dieses Jahres zur Ablieferung kommt. Er soll zur Entlastung bei Stosszeiten eingesetzt werden. Das Betriebsergebnis dürfte sich bei der Ausdehnung des Betriebes und der Befahrung von Routen mit dauerndem und nicht nur stossweisem Verkehr noch wesentlich günstiger gestalten. z. Flugplatz Alpar Bern. Diese Woche hat die Kollaudation des Flugfeldes durch die Instanzen stattgefunden. Das Ergebnis lautet: ideale Lage, guter Zustand, Eröffnung zulässig am 3. Juni für Dienstflüge und am 10. Juni für regelmässige Passagierflüge. Bekanntlich wird damit Bern an das internationale Flugnetz angeschlossen und besitzt schon eine durchgehende internationale Linie als Alpenflug Genf— Wien und vice versa, sodann Lokalverbindung mit Basel, welche mit Landung in Biel dreimal pro Woche geflogen wird. Die Flugzeiten «md folgend« Start Anflu? 8.05 ab Bern. an 15.05 9.10 an Basel ab 140» Basel ab 9.30 nach Paris und Londoa Basel ab 9.50 nach Frankfurt-Hamburg-Kopenhagen u. Köln-Amsterdam Basel ab 13.40 nach Brüssel-Amsterdam 9.30 ab Bern «n 16.45 10.30 an Zürich ab 15.45 Zürich ab 11.15 nach München - Wien - Budapest; nach Stuttgart - Berlin; nach Frankfurt - Köln - Hamburg 9.30 ab Ben* «n 16.45 10.30 an Zürich ab 15.45! Zürich ab 11.00 nach Konstanz - Innsbruck- Salzburg - Wien (Zürich an 14.45) 16.45 an Wien ab 8.30 Nebst den andern Reisebureaus auf dem Platz» verkaufen auch wir die Flugscheine für die regele massigen Kurse, währenddem die Billets für Rund« und Alpenflüge auf dem Flugplatz gelöst werden müssen. Wir geben Interessenten stets bereitwilligst Auskunft. Stand des Automobils für den Flugplatz; Bundesgasse-Ecke Gurtengasse, Die Direktion, VII. Internationales Klausenrennen 1929. Die umfangreichen Vorarbeiten für das am 17. und 18. August 1929 als «Grosser Bergpreis der Schweiz> zum Austrag kommende VII. Internationale Klausenrennen sind bereits sehr weit vorgeschritten. Die Glarner Behörden haben durch ihr weitgehendes Entgegenkommen die Organisation wesentlich erleichtert; die Bewilligung? zur Durchführung des Rennens sowie zur Benützung der Klausenstrasse ist erteilt worden und sieht die Regierung in Ueberein- Stimmung mit den neuen eidgenössischen Bestimmungen von der Erhebung der bisher? üblichen Berg-Taxe ab. Gleichzeitig wirds das Baudepartement für den weitern Ausbau der Glarner Strecke besorgt sein, wobei vor allem der sorgfältige Ausbau von zwei weitern Kehren vongesehen ist Von Urner Seite wurden anfänglich gewisse finanzielle Forderungen gestellt, welche die Finanzierung des Rennens erheblich erschwert hätten. Dank der Bemühungen der dortigen Verkehrs- und Gewerbeverbände» sowie des Urner Bauernvereins, welche in Versammlungen und Petitionen an die Regierung mit Nachdruck auf die eminente» wirtschaftliche Bedeutung dieser Gross- Sports-Tage für den Kanton hingewiesen haben, hat sich die Behörde bereit erklärt, die Angelegenheit einer erneuten Prüfung zu unterziehen. Es besteht deshalb berechtigte Aussicht, dass die in den nächsten Tagen stattfindenden endgültigen Verhandlungen zu einem für beide Teile befriedigenden Ergebnis führen. Die eidgenössische Oberpostdirektion haf auch ihrerseits die Klausenstrasse für die Trainingstage sowie für das Rennen freigegeben und wird ihre Postkurse so verlegen, dass eine störungsfreie Durchführung der Veranstaltung gewährleistet ist Das Reglement für Automobil- und Motorrad-Konkurrenten ist schon Ende April in gegen 2000 Exemplaren an sämtliche Automobil- und Motorradverbände, die einschlägige Industrie, Motorfahrzeughandel nnd-gewerbe sowie die massgebende Tages- nnet Sportpresse des In- nnd Auslandes versandt! worden. Zur wettern wtrlnmgSTonen Propagtenrnjj wird zudem das bereits rom letzten Rennen« her bekannte Plakat des Neuenbunger Künstlers Coulon in grosser Auflage in der Schweiz wie in den ausländischen Staate« zum Aushang gelangen — ferner steht dia Ausgabe eines geschmackvollen Pliant's bevor, der alle wünschenswerten Angaben über die Rennbedingungen, die Klausenstrasse« sowie die reich dotierte Gabenliste enthält« Diese vorzügliche Propagandaschrift wird an gegen 10,000 Inhaber von Rennlizenzen in allen europäischen Staaten zum Versand gelangen. Das Organisationskomitee hat den Beschaffung von Preisen sein besonderes Augenmerk gewidmet und lassen die bisherigen Zuwendungen erwarten, dass der «Grosse Bergpreis der Schweiz> zu den bestdotierten Rennveranstaltungen dieses Jahres zählen wird. Bekanntlich haben die Orion Automöbilwerkstätten in Zürich den «Grossen Bergpreis der Schweiz» im Wert von 4000 Franken gestiftet, der im Automobilrennen die beste Zeit aufstellt. Ein eifriger Sportsfreund und Mitglied der Sektion Zürich des A.C.S. hat zudem einen Barpreis von 1000 Franken zur Verfügung gestellt» welcher demjenigen Konkurrenten, gleichviel ob Automobilist oder Motorradfahrer, zufallen wird, welcher den bisherigen Klausenrekord zu unterbieten vermag. Im weitern haben die Automobilfabrik Adolph Saurert A.- G. in Arbon, , 1000 Franken und die Schweizerische Verkehrszentrale in Zürich 500 Franken zur Verfügung gestellt. Von zahlreichen Firmen und Privatpersonen können weitere Preise erwartet werden. Schon sind eine Reihe von Anmeldungen für die Beteiligung am Rennen eingelangt,

Sn _ 1Q9Q AUTOMOBIL-REVUE unter denen sich bereits Namen von bestem, internationalen Ruf befinden; so ist die Beteiligung von Hans Stuck auf Austro-Daimler, und diejenige von wenigstens acht der bekanntesten Mercedes^Benz-Fahrer sicher-" gestellt, welche durchwegs mit dem neuesten SSK Modell starten werden. Die Farben der Untertürkheimer Fabrik werden unter anderem durch Rosenberger, Caracciola, Merz, Prinz von Leiningen und Rosenstein verteidigt werden. Unter den weitern Anfragen aus dem Auslande finden sich zwei von Fabrikfahrern der Bugatti-Werke. Aus schweizerischen Autosportkreisen kann bereits heute mit der Beteiligung von Strittmatter-Zug auf Bugatti, Stocker-Zürich auf Lorraine-Dietrich, sowie Kessler-Zürich auf Alfa Romeo und Binelli-Zürich auf Nash gerechnet werden. Die weitem vorliegenden Anfragen lassen auf eine erstklassige ausländische Beteiligung schliessen. Dergestalt sind die besten Aussichten vorhanden, dass das VII. Internationale Klausenrennen seine Vorgänger an Bedeutung und Erfolg noch weit überragen wird. Nächsten Sonntag Kriens-Eigental-Bergrennen ! Erstes für die schweizerische Meisterschaft zählendes Rennen. Gegen 25 Fahrer haben für das nächsten Sonntag von der Sektion Luzern des A. C S. organisierte Bergrennen gemeldet. Gegen 25 Fahrer, und dies noch vor Ablauf des zweiten Nennungsschlusses — das ist ein schönes Resultat! Unter den Gemeldeten befindet sich schlechthin eine Klasse internationaler Meister. Wir brauchen nur Namen zu nennen wie Rosenstein auf Mercedes, Probst auf Bugatti, Kessler auf Alfa Romeo, Stuck auf Austro-Daimler, Strittmatter auf Bugatti — wer wollte sich da nicht einer Reihe internationalster Siege erinnern? Aber auch die Sport- und Tourenwagenklassen weisen, wie die nachfolgenden Nennungen zeigen, ein stark beschicktes Feld bester Fahrer auf. Sicher ist, dasä die bestehenden Eigental-Rekorde einen erbitterten Angriff erleben werden. Nach dem letztjährigen glänzenden Erfolge des Kriens-Eigentals konnte man mit Recht skeptisch sein, ob es den Organisatoren wiederum gelingen würde, den internationalen Charakter der Nennungsliste zu wahren. Das Resultat hat alle Erwartungen übertroffen. Und dies in einer Zeit, da die Rennmüdigkeit immer noch spuckt! Haben wir doch erst kürzlich die Absage des Ghaumont- . Rennens melden müssen. Das Programm des Renntages ist in der letzten Nummer veröffentlicht worden, in der man neben einer interessanten Liste der bestehenden Streckenrekorde Profil und Plan der Rennstrecke findet. Der Start ist auf 9 Uhr 30 angesetzt. Die Rennstrecke wird eine Viertelstunde vorher abgesperrt, Das Organisationskomitee. „ Ehrenpräsidium (rotweisae Armbinde ffi. Schleife): Herr A. Duiooxr, Zentndpräeident des A.C.S. fttltnltitfr (rotweiss© Armbinde mit Goldtresse): Herr A. Bartholomai, Präsident des Organisationskomitees. Sportfcommlssära (rotweisse Armbinde: mit Goldtresse): Herr J. Decrauzat, Präsident der Nationalen Sportkommission. Herr E. H. Thommen, Delegierter der Nationalen Sportkommission. Herr A. Chantre, Delegierter der Nationalen Sportkommission. » Herr A. Bartholomai, Präsident der Sportkommission der Sektion Luzern. Offizieller Chronometreur (rotweisse Armbinde mit Goldtresse): Herr E. G. Brieger, Sekretär der Nationalen Sp ortkommission. Rennsekratär: Herr E. Huber, Sekretariat Löwenstrasse 3, Luzern, Tel. 170. Organisationskomitee: Herr A. Bartholomai, Präsident (rotweiss). Herr Dr. 0. Hübscher. Vizepräsident und Empfang (rotweiss). ! Herr R. Geissbühler, Ziel (grün)< ' Herr J. Gloggner, Start (grün). Herr J. W. Schumacher, Wagenabnahine (grün). Herr J. Baumeler, Streckenbewachung (rot). Herr H. Bachmann, Finanzen (orange) Herr Dr. A. Riedweg, Gaben (gelb). Herr Dr. E. Boesch. Sanität (weiss mit rotem Kreuz). Herr E. Galli, Parkplätze (blau)'< Herr 0. Marchi, Presse (weiss). Sportkommission der Sektion Luzern: Herr A. Bartholomai, Herr C. J. Buoher, Herr Dr. 0. Hübscher, Hern J, Gloggner. Die Nennungen. Rennwagen: BtucK Austro-Daimler Rosenstein Mercedes Probst Bugatti Kessler Alfa Romeo ' Stuber Bugatti Strittmatter Bugatti RampineHi Amilear Sportwagen:; Sabatlni Itala Oesterreicfier D. K. W. Favre Alfa Romeo Scheibleü Fiat Willy, Ford Tonrenwagen : WägeJin Chrysler Keller Ceirano • Herbst O. M. Stocker Lorraine-DietricH Steinbuck Fischer (1912), Gaüay Ceirano Zemp Bianchi Klein Lancia Zehnder Austro-Daimler Probst Mathis Gieger Martini Steinweg B. N., C. Das Training. Es sei nochmals daran erinnert, dass auf der Rennstrecke am Freitag von 9 Uhr 30 bis 11 Uhr und am Samstag von 7 Uhr 30 bis U Uhr 30 und 13 bis 16 Uhr trainiert wird und dass daher der übrige Strassenverkehr dort während diesen Zeiten eingestellt werden muss. Ausserhalb der genannten Zeiten ist das Trainieren auf der strengstens verboten. Italienischer Sport. Rennstrecke Letzten Sonntag gelangte bei Verona der Circuito del Pozzo zum Austrage. Die Attraktion des Rennens, das angekündigte Duell Varzi-Nuvolari, blieb aus, da die beiden Rennfahrer nicht am Starte erschienen. Der' Sieger Aloatti auf Bugatti fuhr ein schönes Rennen. Er erledigte die 308,500 km in 2 Std. 12'51%" mit dem prächtigen Stundenmittel von 139,696 km. Zweiter wurde Valpreda auf Delage in 2 Std. 17'48%", Dritter Nenzione auf Maserati in 2 Std. 19'22". Diese Zeiten geben einen Begriff von der scharfen Konkurrenz. An den blauen Gestaden des Comersees wurde die Coppa Belaggio ausgetragen, die der bekannte Lanciafahrer Gildo Strazza gewann. Französischer Sport. Das dominierende Ereignis des letzten Sonntags war der auf der bekannten 24- Stunden-Piste von Le Man bestrittene Grand Prix Bugatti. Das Rennen nahm einen äusserst interessanten Verlauf, gehört es doch zu den Rennen mit «gleichen Waffen», da ja jeder Konkurrent auf der gleichen Marke startete. Ettore Bugatti selbst, der geniale Molsheimer Konstrukteur, gab 15 Wagen die Bahn frei. Bis zum hundertsten Kilometer des über 409 km führenden Rennens lag Bouriat in Front, dann entriss ihm in der zehnten Runde Zanelli (zwei Liter) die Führung, um sie bis zum Schlüsse beizubehalten. Ein Duell um den zweiten Platz lieferten sich Gauthier und Sabipa, das Oauthier mit seinem Zweiliter über den 1^-Liter-Wagen zu seinen dunsten entschied. Auf dem vierten Platze landete Foc. Sämtliche drei siegenden Wagen waren mit Kompressor ausgerüstet. Zanelli hatte bei seiner Ankunft noch zwölf Liter Benzin im Reservoir. Er hatte 49 Kilo gepachtet. Sein Verbrauch betrug also sür die 409 km, die er mit einem Stundenmittel von 127 km erledigte, 14^ Liter pro 100 km. Philipp demonstrierte einen Dreiliter-Tourenwagen, der erst vor acht Tagen aus der Fabrik gekommen, und zwar als absolut serienmässiges Fabrikat, für das Rennen also nicht zufrisiert worden war. Der Wagen bildete die Sensation der Kenner. STUTZ Resultat«: L Zanelfl, 8.13*45" (Stumdenmittel: 126,649 km); 2. Gauthier, 3.16'36"%; 3. Sabipa, 3.19'55";4. Foc, 3.24'3"^; 5. Bouriat, 3.42'5"; 6. Tdtalli, 3.55WK. Neben dem Grand Prix Bugatti gelangte eine ganze Serie zweiklassiger Rennen zum Austrag. In Montlhery massen sich die Damen im dritten Championat Feminin, in dem Mme Leblane den Vogel abschoss. Das Monrepos-Bergrennen bei Bordeaux holte sich Faure auf B. N. C, das Chäteaux-Thierry- Bergrennen Doret auf La Licorne. In diesem Rennen startete Lamberjack, der bekannte Paris-Nizza-Fahrer, auf seinem getreuen Saurer und belegte — wir sind es ja bei ihm nicht anders gewohnt! — den ersten Platz der Kategorie Autocar. Lepicard endlich schlug auf Donnet den Sportwagenrekord. Der bei Nizza ausgefahrene Circuit des Bouches du Loup wurde eine Beute von Marret auf Salmson. Zum Unglücke Gönners in Belgien. Wie wir nachträglich erfahren haben, befand sich während des bedauerlichen Unfalles, der dem Ehepaar Gönner das Leben kostete, nicht der in unserem Berichte genannte Chaufieur Rohrbach aus Bern am Volant, sondern Ingenieur Gönner selbst. Neben Gönner sass dessen Frau, während der Chauffeur sich im Fond des Wagens befand. Die Falschmeldung ist auf einen Irrtum der Agenturmeldungen zurückzuführen, auf die wir, ehe eigene Erkundigungen angestellt werden konnten, eben angewiesen waren. Chauffeur Rohrbach trifft also an dem Unglück keinerlei Schuld. Wie wir erfahren, 'ist Herr Rohrbach, der sich im Spital »Institut Notre-Dame» in Allost, Belgisch-Flandem befindet, ansser Lebensgefahr und sieht seiner Genesung entgegen. Glücklicherweise wird der Unfall für ihn ohne bleibende Nachteile sein. Der 8-Zylinder in Linie ist seit Jahren stets der Wagen des grossten technischen Fortschrittes gewesen und wird als der sicherste anerkannt- Vorzügliche Eignung für schwierige Alpenstrassen — Automatische Verriegelung gegen Rückwärtsrollen — Vierganggetriebe—Servo-Bremse mit (am Instrumentenbrett regulierbarer) Drucksteigerung — Bijour-Zentralchassis-Schmierung durch Fussdruck — Stabilster Wagen mit tiefstem Schwerpunkt — seitlich schützende Stahltrittbretter — klares, splitterfreies Sicherheitsglas. Verlangen Sie Probefahrt bei Oberalppass. Die Strasse auf der Urnerseite von Andermatt bis Oberalpsee ist schneefrei und für den Automobilverkehr geöffnet. Bernische Autofalle. Nach einer Mitteilung in der Genfer Presse wurden letzten Freitag sieben Genfer Automobilisten wegen Ueberschreitung der Höchstgeschwindigkeit bestraft, und zwar alle dank einer versteckten Autofalle bei Moosseedorf. Zu einem Gerichtsfall. In der «Automobil- Revue» wurde seinerzeit ein Bericht publiziert mit Bezug auf einen angeblichen Autodiebstahl am Morgartenring in Basel. Dieser Vorfall wurde inzwischen abgeklärt und es hat sich einwandfrei ergeben, dass von einer Entwendung des Autos nicht gesprochen werden kann. Es handelte sich um einen unüberlegten Bubenstreich infolge zu starken Alkoholgenusses dieser Burschen. Sie hatten das Automobil freiwillig wiederum an seinen früheren Platz verbracht. Eine Strolchenfahrt lag nicht vor. Das nachfolgende Handgemenge war teilweise durch Missverständnis hervorgerufen worden. Eine Spitalbehandlung des Automobilbesitzers war nicht erforderlich und eine Arbeitsunfähigkeit über drei Tage war nicht eingetreten« Nachdem die drei Burschen über ihre unbesonnene Tat aufrichtige Reue gezeigt und auch den Schaden nach Kräften gutgemacht haben, hat sich der Automobilbesitzer entschlossen, den Strafantrag zurückzuziehen, wodurch diese Angelegenheit ihre Erledigung ohne richterliches Nachspiel erfahren hat* Demzufolge darf erwartet wenden, dass den drei jungen Leuten, die sämtlich Familienväter sind, von dem Interessentenkreise nichts nachgetragen und dass ihr Fortkommen in keiner Weise erschwert wird. S.B. Eine vernünftige Stimme. In den Glarner Nachrichten lesen wir : Nicht der Hang zum berufmässigen Jammern ist es, der angesichts des furchtbaren Unglücks in Zürich, wo zwei Brüderchen auf ihrem Trottinett von einem Lastauto zermalmt wurden, uns wieder erneut auf die Gefahren der Strasse aufmerksam machen lässt. Es ist eine dringende und absolut notwendige Pflicht der Eltern und der Schule, ja gegebenenfalls der einzelnen Strassen-? benützer, die Kinder auf die Gefahren unseres heutigen Strassenlebens aufmerksam zut machen. Kinder gehören nicht auf die Fahrbahn der Strassen, gehören nicht auf veri kehrsbelebte Plätze! Die Trottinetts sollten! vernünftige Eltern ihren Kindern öberhaupii nicht schenken. Nicht viel besser steht es uffl die Velofahrerei der Halbwüchsigen, die mit den Frühlingstagen wieder speziell in GlaruS in Schwung gekommen ist. Fangspiele und Rennen werden um alle Haus- und Strassenecken herum arrangiert, Leute ausgepöbelt, Warnende ausgelacht — und weitergefahren wird! Diese Jüngelchen, die dazu noch meistens ohne Fahrbewilligung die Strasse unsicher machen, gehören auf kein Fahrrad, so lange sie noch keinen Begriff vom anständigen Fahren und von den Fahrregeln in ihrem Kopf drin haben. Ins gleiche Kapitel gehört das Hintenaufstehen, das zwar polizeilich; verboten, aber von den (gleichen Schulbuben tagtäglich ausgeübt wird; das Anhängen an Lastwagen usw. Die Polizei dürfte hier ungeniert etwas schärfer zugreifen; sie wäre sicher des Dankes aller Strassenbenützer sicher, wenn sie gelegentlich diese wilden Fahrer etwas beim Ohr nähme. Der Berliner Autosalon In Gefahr. Der Berliner Autosalon, welcher alljährlicH im November stattfand, ist dieses Jahr noch unbestimmt Die Händlerschaft (Reichsverband für Kraftfahrzeughandel und -gewerbe) hatte schon im April dieses Jahres einen ablehnenden Standpunkt eingenommen und dem Reichsverfband eine dahingehende Entschliessung unterbreitet Sie begründete ihre Stellung damit, dass im letzten Jahre der Berliner Salon eine Enttäuschung gewesen sei« Die in frühern Jahren gewohnte Erholung des Geschäfts nach Schluss der Ausstellung blieb völlig aus. Dann kam der unerhört starke Winter, der das Frühjahrsgeschäft um volle zwei Monate hinausschob . Die Händler- Schaft glaubt nun, dass sie besser fährt, wenn der Salon nicht abgehalten wird, da sich alljährlich vor Beginn des Salons ein Zurückhalten der Käuferschaft bemerkbar gemacht hatte. In den übrigen Interessentenkreisen ist man von diesem Beschluss nicht gerade erbaut Besonders jetzt, wo die amerikanische Industrie eine Vormachtstellung auf dem deutschen Automobilmarkt anstrebt, sollte« die deutschen Fabriken jedes Mittel benutzen, um ihre Produkte an den Käufer zu bringen. Der Einwand, dass der Salon eines Verschiebung des Kaufgeschäftes bewirke, wird als nicht stichhaltig angesehen, da das Automobilgeschäft immer ein Saisongeschäft war und deshalb ein Abflauen der Kauftätigkeit im Herbst als durchaus normal za bezeichnen ist. , mg,