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E_1929_Zeitung_Nr.047

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Grosse

Grosse Strassenbauprojekte in der Tschechoslowakei. Die bekannten SkoAawerke in der Tschechoslowakei haben ein grosses Strässenbauprog'ekt ausgearbeitet, das auch, weitere Kreise, interessieion dürfte. Die Strassen der tschechischen Republik sollen demnach in weitem Umfange systematisch ausgebaut werden. Die Gründe, aus welchen die Skodawerke eine solche Aktion in so grossein umfange zu unternehmen gedenken, sind vor allem auf volkswirtschaftlichem Gebiete zu suchen, denn bekanntlich äiaben diese Werke mit grossen finanziellen Anlagen ihre Aaitomobilerzeugung auf grosse Kapazität eingerichtet. Einem Produktionsmaximium scheint aber anscheinend das uoöiberwinidliohe Hindernis der vielen schlechten Strassen entgegenzustehen. — Es sollen nun innerhalb der Skodawerke Gesellschaften gegründet werden, welche einen Antrag auf Rekonstruktion der Strassen ausarbeiten und dem Arbeiteministerium vorlegen sollen. Diese Amtsstelle kann dann, wenn der Antrag genehm ist, die Arbeiten den genannten Gesellschaften vergeben, wobei zwischen dem Staat und den Gesellschaften das normale Verhältnis zwischen Lieferanten und Arbeitsherren eintreten würde. Ueber die finanzielle Grundlage ist bekannt, dass die Skodacwerke, d. h. deren Strassenbaugesellsohaften mit einem Kostenaufwand von mehreren 100 Millionen Techechenkronen rechnen, bei einer vorläufigen Begrenzung der zu reparierenden Strassen mit etwa 1000 Kilometer. Das Strassenbauprogramm der Tschechoslowa:- kei ist aber damit noch nicht abgeschlossen! Es soH sich hier um eine permanente Einrichtung handeln. Zuerst würden — das Einverständnis des Arbeitsmmisteriums vorausgesetzt — die grossen Ausfallstrassen in Angriff genommen werden. Dann würde die Bearbeitung des gesamten Strassennetzes, abschnittsweise, durchgeführt, wobei auch nichtstaatliche Strassen, d. h. Bezirksstrassen, in Betracht fallen würden. * Die Bezahlung der durch die neue tschechische Strassenbauunternehmung geleisteten Arbeiten würde aus den Mitteln des ßtrassenfonds erfolgen. Das Urteil der Fachleute geht dahin, dass die Einkünfte dieses Strassenfonds bei weitem zur Bestreitung der Arbeiten hinreichen, ohne dass dadurch andere Arbeiten vernachlässigt werden müssten. Der grösste Vorteil dieses Unternehmens müsste aber vor allem in der Beschleunigung des Bun««» Chronik Das grösste Lastautomobil der Welt wird, wie aus England berichtet wird, zurzeit in Grossbritannien gebaut und ist von einer nordenglischen Transportgesellschaft in Auftrag gegeben worden. Es soll dafür bestimmt sein, Lasten bis zu 100 Tonnen zu befördern. Vor allem wird dieser Mammut-Lastwagen zum Transport ganzer Eisenbahnlokomotiven von den Werken einer englischen Lokomotivfabrik nach dem Hafen verwendet werden, zu welchem Zwecke eine speziell verstärkte Strasse befahren werden muss. bi. Ungleiche Rechtsprechung... Im «Courrier de Tavannes» 'beklagt sich ein Einsender über zwei Urteile des Richters von Laufen. Er zitiert folgende Fälle: Vor einiger Zeit kollidierte ein unvernünftiger Autolenker, der mit übersetzter Geschwindigkeit fuhr, mit einem von vier Personen besetzten Automobil. Der angefahrene Wagen wurde ernstlich beschädigt und die Insassen kamen nur dank der Geistesgegenwart ihres Chauffeurs mit dem Leben davon. Der Lenker des den Unfall verursachenden Automobils, welcher nicht einmal den Mut hatte, nach dem Unfall zur Stelle zu bleiben und den Verletzten zu helfen, kam mit einer Busse von 30 Franken davon. Einige Wochen später war ein Automobilist angeklagt wegen zu schnellen Fahrens auf blosse Denunziation hin. Derselbe Richter verurteilte in diesem Falle, wo kein Unfall stattgefunden hatte und kein Schaden entstanden war, den Automobilisten zu 100 Franken Busse wegen Uebertretung der Geschwindigkeitsvorschriften. Wir können die Richtigkeit dieser Urteile aus der Ferne nicht überprüfen. Sie stimmt allerdings mit der im Kanton Bern üblich gewordenen Gerichtspraxis überein, gegenüber Unfallverursachern gelinde zu urteilen, Strassenausbaus liegen, und ein vielleicht für dieumso schärfer aber die Bussenschraube anzuziehen, mg. Dauer von 10 Jahren berechnetes Programm könnte auf diese Weise leicht in 4—5 Jahren erledigt werden. Amerika erleichtert den Automobilisten die Die Durchführung dieses Strassenbauprogramms hätte auch einen bedeutenden wirtschafttion (A. A. A.) gab jüngst eine Verfügung der Steuern. Die American Automobile Associalichen Vorteil: bei schlechten Strassenverhältnissen muss man leicht mit einer stark verkürzten nach den Automobilbesitzern das Recht ein- amerikanischen Steuerbehörde bekannt, wo- Lebensdauer Ider Pneumatiks rechnen und auch rlic Wagen werden rascher abgenutzt. Bessere geräumt wird, von der Einkommensteuer bestimmte Ausgaben, welche mit dem Motor- Strassen könnten also auch in dieser Richtung eine grosso Ersparnis bedeuten, und wenn man fahrzeugbetrieb in Zusammenhang stehen, in weiss, dass die Strassen in der Tschechoslowakei Abzug zu bringen. Es dürfen die Ausgaben erstklassig angelegt sind und nur einen besseren für die FahribewMIigung, VerkehrsbewiMigung Unterhalt benötigen, sollte man an die Durchführung dieses grossaügigen Projektes herantreten. und Besitzsteuer abgezogen werden. Femer —ey. wird die Benzinsteuer berücksichtigt, so- AUTOMOBIL-REVUE 1929 - N° 47 fern sie von den einzelnen Staaten als Verbrauchssteuer erhoben worden ist. Aibzugsberechtigt sind weiterhin, und dies dürfte für europäische Verhältnisse besonders ausserordentlioh erscheinen, die laufenden Ausgaben für die Instandhaltung des Wagens sowie 20 Prozent für Abschreibung von der Kaufsumme, wenn das Fahrzeug Geschäftszwecken dient. Sofern bei Beschädigungen irgendwelcher Art die Versicherung nicht für den ganzen Schaden aufkommt, kann auch der Teil bei der Steuererklärung in Abzug gebracht werden, der vom Eigentümer selbst zu zahlen war. Die Steuerbehörde geht sogar noch weiter und gestattet auch den Verlust in die Rechnung einzusetzen, der entsteht, wenn beim Eintauschen eines gebrauchten Wagens gegen einen neuen der Rückkaufspreis für das alte Fahrzeug nicht dem Verkehrswert des Wagens entspricht! So tritt zum Bestreben, den Automobilismus durch möglichst geringe Steuern zu kräftigen, noch die sehr gerechte Absicht, die von den Motorfahrzeugbesitzern gemachten Aufwendungen auch richtig in Rechnung zu stellen. Bei uns gilt der Automobilist vorläufig nur als besonders günstiges und geduldiges Steuerobjekt und seine Leistungen, so beträchtlich sie auch sind, werden geradezu als Selbstverständlichkeit behandelt, so dass von einer Anrechnung dieser Abgaben bei der Festsetzung seiner übrigen Steuerpflichten überhaupt noch nie die Rede war. Wenn die Voraussetzungen für Steuererleichterungen, wie sie Amerika nun vorsieht, auch bei uns nicht te'l quel bestehen, so werden wir doch mit der Zeit erwarten dürfen, dass Kantons- und Bundesbehörden wenigstens durch zweckmässige Verwendung der aus dem Motorfahrzeugverkehr eingehenden Mittel die finanzielle Sonderbelastung der Fahrzeugbesitzer zu würdigen wissen, z. MM* «lesm Le Retourbillete. In Nummer 45 auf Seite 5 war unter dem «Leserkreis> ein erstauntes Schreiben betr. «Retourbillet>. Schon 1928 ist mir das gleiche Missgeschick passiert, und zwar noch in viel drastischerer Weise. Ich hatte Billette (retour) nach Basel und kehrte mit dem letzten Zug von Basel nach Ölten zurück, der in Basel um 0.18 Uhr abgeht und um 1.00 UhT in Ölten eintrifft, aber keine Verbindung via Zürich hat vor morgens 5.16 Uhr. (Vielleicht lagen die Zeiten nach dem damaligen Fahrplan um einige Minuten anders. Ich, d. h. wir. meine Familie war mit dabei, Hessen uns in Ölten vom Wagen abholen, da wir nicht 4 Stunden im Wartesaal sitzen wollten oder in Ölten nächtigen. Am nächsten Tage reklamierte ich die Differenz am Schalter: Olten- Aarau. Es ist ja nur eine Kleinigkeit, aber des Prinzips halber. «Warum haben Sie das Billet nicht ausgenützt?» Als ich dies der Wahrheit entsprechend beantwortete, wurde mir mitgeteilt, dass die SBB. Weisung hätten, niemals mehr Billete zurückzuvergüten, wenn die Reise mit Auto unterbrochen werde. Noch einmal in einem ähnlichen Fall probierte ich die Rückerstattung des Billets zu erhalten. Ich war den Manövern im Briiniggebiet gefolgt, und wurde für die Rückfahrt von einem Bekannten, der zufällig des Weges kam, nach Aarau mitge-» nommen. Auch da wurde mir die Rückvergütung verweigert. Später habe ich überhaupt nicht mehr probiert, vorstellig zu werden. Ich bin nur darüber erstaunt, dass erst heuto diese Frage in der «Automobil-Revue> zur Sprache kommt. Die Verfügung datiert mindestens um ein Jahr zurück, und der gleiche Fall wird Ungezählten passiert sein. Jedenfalls grosszügig ist diese Verfügung der SBB. nicht, und der geduldige Stimmbürger muss sich das eben auch gefallen lassen? M. B. Gesetzliche Schindluderei. Man schreibt uns: Dia löbliche Berner Polizei hängt ihrem modernen Strauchrittertum immer gerne das Mäntelchen der braven Erziehungstante um. Sie will beileibe nicht etwa Geld machen, aber der böse Automobilist muss einfach zur Raison erzogen werden. Das ist sc schön und edel von der braven Polizei und man möchte fast vor Rührung (oder sonst was) weinen: Beweis: Ich fahre am 8. Mai von Biel gegen Ölten. In. Bözingen grosse Kontrolle von einem halben Dutzend glänzender Uniformen. Alles starrt in Waffen, es fehlt nur ein Maschinengewehr. Mir ste-> hen die Haare zu Berge. Meiner Frau nicht, denn die war inzwischen ohnmächtig geworden. Also Kontrolle! — Ich weise den Führerschein meiner Frau vor, alles in schönster Ordnung. Aber ich führe und habe keinen Führerausweisl Ich erkläre« Frau unterwegs von Genf. Hat Grippeanfall, kann, nicht weiter, telephoniert um Hilfe. Ich natürlich sofort Schnellzug, erreiche Biel. Grosse Rührung und Heimfahrt zu zweit. Polizei! — Nun, die Po-i lizei ist grosszügig. Kann ich beweisen, dass ich zu Hause mein Auto und meinen Führerschein habe? — Ja, das kann und will ich! — Also alles gut. Weiter! — Andere Opfer warten bereits. Heute erhalte ich zwei Bussen. Einmal wegen Fahren ohne Ausweis! — Dann wegen 40 Kilometer in Bözingen. Also neben dem glänzenden Aufwand von Uniformen noch eine weniger glänzende Falle* und zwar im gleichen Moment. Ich hätte damals schwören können, keine 40 km in Bözingen ge-» macht zu haben. Meine Frau war krank und ich musste schon deswegen sehr vorsichtig fahreiu Hätte man mich an Ort und Stelle bezichtigt, so hätte ich mich verteidigen können. Die Busse wegen Schncllfahren lautet auf Fr. 5.— Man muss seiner Sache verdammt wenig sicher gewesen sein und dass ich wegen Fr. 5.— nicht nach Biel fahre, um einen ganzen Tag zu verbummeln und doch nichts zu erreichen, das weiss die bTave Bernee Polizei. Die Zeit eines ausgewachsenen Normal« bÜTgers ist halt zum mindesten auch so viel wert wie die eines Berner Polizisten, ob in Uniform odej hinter dem Strauch. 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N° 47 — 1929 AUTOMOBIL-REVUE 15 Zur Automobilstatistik der Schweiz. In Nr. 7 der «Automobil-Revue», Jahrgang 1929, veröffentlichten wir nach den Angaben des kantonal-bernischen Automobilbüros die detaillierten Zahlen über den Stand an Motorfahrzeugen auf Ende des Jahres 1928. Darnach zählte man in der ganzen Schweiz 53,768 Personenwagen, 11,239 Lastwagen, total somit 64,162 Automobile. Daneben errechnete das kantonal-bernische Automobilbüro 40,788 Motorräder. Es ergab dies im ganzen 104,950 Motorfahrzeuge. Auffallend ist, däss nach den wirtschaftlichen und sozial-statistischen Mitteilungen, welche vom eidgen. Volkswirtschaftsdepartement herausgegeben werden^ der Motorfahrfahrzeugbestand der Schweiz nur 101,743 beträgt und zwar 50,168 Personenwagen, 13,143 Lastwagen und 38,432 Motorräder. Nach der Errechnung des eidg. stat. Amtes entfällt somit ein Motorfahrzeug auf 39 Einwohner. Die Differenz der beiden statistishen Aemter dürfte wohl daher rühren, dass das eidgen. statistische Amt die Zählung nach der in einem bestimmten Zeitraum erteilten Verkehrsbewilligungen vorgenommen hat, statt nach der auf einen bestimmten Zeitpunkt im Verkehr befindlichen Motorfahrzeuge. Um zu kehien Verwirrungen zu führen, ist es jedenfalls notwendig, dass sich die betreffenden statistischen Aemter in Zukunft auf einen Zählungmodus einigen. Das eidgen. statistische Amt hat berechnet, dass in den Jahren 1917 bis 1922 die Zahl der Motorfahrzeuge jährlich durchschnittlich um 24,8 Prozent zugenommen hat, währenddem im Jahre 1928 diese Zunahme nur noch 18,3 Prozent betrug. Zugleich betont es aber, dass die Abschwächung der «Automobilisierung» unseres Lands jedenfalls nur auf einem Schein beruhe, da zweifellos die früheren Zahlen über den Automobilbestand infolge Doppelzählungen zu hoch gegriffen waren. Wir werden im übrigen auf die interessante» Ausführungen des eidgen. statistischen Amtes noch zurück kommen, -t. Sonntagssperre am Vierwaldstättersee aufgehoben. Wie wir soeben vernehmen, ist es den umfassenden Bemühungen des Verkehrsvereins Weggis gelungen, die bisherige Sonntagssperre auf der rechtsufrigen Vierwaldstätterseestrasse, welche den Durchgangsverkehr zwischen Küssnacht, Vitznau, Gersau und Brunnen an Sonntagen zeitweise unterbunden hatte, frei zu bekommen, und zwar während des ganzen Sonntags, so dass diese Fahrstrasse inskünftighin keinen Beschränfcungen mehr unterstellt ist. Für den Automobilvenkehr auf jener prächtigen Uferstrasse ist die Freigabe höchst wünschenswert, sie wird besonders den Kurorten Weggis und Vitznau zu statten kommen. Die Automobilisten werden von der Freigabe mit Genugtuung und Freude- Notiz nehmen; es muss aber im Interesse der Anwohnerschaft und der zahlreichen Fremden jenes Geländes dringend rücksichtsvolles und vorsichtiges Fahren verlangt werden. DieVierwaldstätterseestrasse ist bekanntlich schmal und kurvenreich, zeitweise auch sehr stark befahren; sie ist in gutem Zustand und staubfrei, erfordert aber unter den genannten Verhältnissen ein vorsichtiges und rücksichtsvolles Tempo, das sich jeder Fahrer auf dieser Strecke zu besonderen Pflicht machen sollte. T. C. S. AUTOSEKTION ST. GALLEN-APPENZELL DES T. C. S.. Gruppe: Appenzell, Vorderland und Rheinthal. Der Lenz mit seiner Blütenpracht lockt uns wieder hinaus in die Nato! Wir laden deshalb alle unsere Klubkollegen mit ihrem Angehörigen freundlichst ein zur geplanten Bluestfahrt rund um den Bodensee, Sonntag, den 2. Juni 1929. Als Sammelpunkt gilt Hotel Ochsen in St Margrethen, von wo aus die Abfahrt morgens 9 Uhr erfolgt. Die Route führt über Bregenz, Lindau, Tettnang (kurzer Halt im Hotel Krone) nach Ravensburg. woselbst das Mittagessen eingenommen wird. Sodann Weiterfahrt nach Meersburg und. Ueberfahrt mit der Autofähre nach Konstanz. Bei zweifelhafter Witterung telephonische Auskunft durch 310 Oberegg. Bei Regen wird die Tour; auf den nächstfolgenden Sonntag verschoben. Hamdd v. Industrie Essex in der Tour de France. Es hatte überrascht, die amerikanischen Marken in der Tour da France führen und den Hauptgewinn Essex zufallen zu sehen. Andrö Morel auf Essex Roadster 1929 errang für die beste Leistung die Coupe Anealdo. Lamy auf Essex Luxus-Sedan absolvierte die Fahrt ebenfalls strafpunktfrei. An der Tour de France beteiligen sich nurr strikte Serienwagen und die beiden Essex. die daran teilnahmen, wurden erst vier Tage vor Beginn der Tour fahrbereit gemacht. Aus diesem Grunde nahmen sie an den Bergrennen nicht teil. Dennoch, erwarb sich Morel sechs von den neun Coupes regionales. Er war erster bei jedem kalten Start und brachte den 1 Start in der Rekordzeit von 6 % Sekunden fertig. Das ganze Niveau, das die Leistungen in der diesjährigen Tour de France zeigte, wird als sehr hoch beurteilt. Es ist ein schönes Zeichen für den heutigen Stand der Gebrauchswagen. Vorzüglich, sind die Leistungen der beiden Essex. die in dieser Preisklasse nicht erwartet wurden, denn sie plazierten, sich vor Wagen doppelter Stärke und doppelten Preises. ACCUMULATEURS Plus de pannes d'accumulateurs Quelle que soit la marque de votre •ecumulateur, adressez-vous ä 1» Service Station Exide la plus proche. Les electriciens les plus competents l'examineront et vous donneront impartialement leurs conseils. Si votre necumulateur a besoin d'etre revise, ils se chargetont de le mettre en parfait e"tat. Venez donc les consul- |er. 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