Aufrufe
vor 8 Monaten

E_1929_Zeitung_Nr.047

E_1929_Zeitung_Nr.047

18 Das Tischtelephon

18 Das Tischtelephon AUTOMOBIL-REVUE Von Fr. Raff wie ein Mensch quälen und heucheln? Sind am Ende böse Kräfte in ihm? Wie kann er schweigen, wenn ich auf einen Anruf fiebere! Dann hockt er schwerfällig und schwarz vor mir, atmet nicht, verbreitet sein Stummsein lastend im Zimmer, lässt sich anblicken, anbetteln und gibt keinen Laut von sich. Stellt er sich schlafend, ist er wirklich taub oder wortlos? Fürchtet er sich gar nicht, wenn ich nun selbst mit der Hand seinen Hals umfasse, mit fünf ungeduldig empörten Fingern, die dem Feind die Gurgel zudrücken wollen? Nein, es rührt ihn nicht, er liegt in tiefstem Schlafe, im Minutentode, unempfindlich wie ein Fakir. Oder ist es Bosheit, wenn er nun endlich aufheult und meine hoffende Hand den Hörer herunterreisst? Wusste er, dass eine Belanglosigkeit mir ins Ohr schlüpfen würde, die Mitteilung des chemischen Reinigungsinstitutes, der Rock könne jetzt abgeholt werden? Freut er sich an der Mutlosigkeit, mit der ich diese Stimmenfangmaschine, Hörer geheissen, wieder auflege und weiter warte? Kennt er die Kunde von. jenen unglückseligen Botenbringern des Altertums, die getötet werden, weil sie eine verlorene Schlacht meldeten? Aber trotz allem ist er mir unentbehr- Der Tischapparat ist mein Teilhaber, wir leben zusammen, weder von Tisch noch Bett getrennt. Den Tag verbringt er auf meinem Schreibtisch, er hat so seine Launen, Zeiten, Stunden, ist oft sehr geschwätzig, zuweilen auch wieder ganz stumm, in sich versunken. Er steht still, unterwürfig, bereit, mir und anderen zu dienen, ein merkwürdiges" verzaubertes Totem, ein kleiner, unheimlicher Buddha, stundenlang tot, bis er plötzlich aufläutet, schrill, störend und nicht Ruhe gibt, bis ich den Hörer abnehme. Einem wachsamen Hunde gleich, der will, dass man auf den nahenden Eindringling aufmerksam wird. Wie oft hat er mich schon erschreckt! Sein jäher Anschlag ist hart und rücksichtslos, zerreisst Gedankenfäden, kümmert sich nicht um meine Wut, bellt, bellt, lich. Ich trage ihn zur Nachtzeit ins bis ich nachgebe. Der Apparat fühlt das Schlafzimmer, am Vormittag wie ein kleines Kind wieder herüber. Seltsamer Ge- Leben in sich, die gefangene Stimme, die befreit sein will, sein Denken ist naiv, er fährte! Am seltsamsten, wenn er krank ist ein treuer Hund, nicht mehr. Wenn ich ist. Wenn die Muschel wirklich tot bleibt, ihm böse bin, wenn ich zögere, die Fremden ohne Geräusche, ohne Summen, ohne Atem hereinzulassen, versteht er mich nicht, rasselt, ein erbarmungsloser Wecker. Auch einen Störungssucher (vortrefflicher Titel und Pulsschlag. Dann entsendet das Amt kennt er mich, meine Neugier, weiss, dass für derlei Spezialärzte), dann legt dieser ich nicht widerstehen kann, lockt, verspricht, verheisst zarte Stimme, Lotteriegeweide bloss, und ich sehe erschreckt je- Chirurg mit ein paar Kunstgriffen die Eingewinn, Auftauchen, verschollene Freunde, nes Gewirr von Drähten, Schnüren, den grosse Bestellungen, bis ich darauf hereinfalle, mich melde und die Anfrage einer Mirakels, beobachte die sorgfältigen Ein- kunstvollen Organismus des unbegriffenen Firma abnehme, die über die neuesten Errungenschaften auf dem Gebiete der Staub- Und nachher, nacti glücklich verlaufener griffe in den verwundeten Körper. sauger praktische Vorführungen zu. jeder Operation^ freue ich mich über die wieder mir genehmen Zeit anbietet gesunde, schrille Stimme meines auf Gedeih und Verderb mit mir verbundenen Ist der Tisch- und Bettgenosse auch wirklich nur das treue Tier? Kann, er nicht Kameraden. ' Der Trichinenstempel und das Brautpaar. In einem Dörfchen des oberen Maintales ist der Herr Gemeindevorsteher nicht nur Friseur, sondern obendrein auch; Sparkassenrendant und Fleischbeschauer. Dieser vielbeschäftigte Mann hatte kürzlich eine Trauung vorzunehmen. Wie gewöhnlich wurde nach beendetem standesamtlichem Akt unter das Trauzeugnis hübsch säuberlich der amtliche Stempel gedrückt. Der frischgebackene Ehemann faltete das Schriftstück zusammen und ab ging's dann per Droschke nach der anderthalb Stunden entfernt liegenden Nachbargemeinde, wo die kirchliche Trauung stattfinden sollte. Die feierliche Zeremonie begann. Der Herr Pastor hielt eine tiefempfundene Ansprache über die Freuden und Leiden des Ehestandes. Soweit war alles in Ordnung. Als der Geistliche aber nach beendeter Ansprache die eigentliche Trauzeremonie beginnen wollte und sich die standesamtliche Urkunde genauer besah, hätte er seiner Verwunderung am liebsten lauten Ausdruck gegeben. Das ging freilich nicht, denn die Stätte der Handlung gebot, selbst in so sonderbaren Situationen ernst zu bleiben. Auf der standesamtlichen Urkunde befand sich nämlich der Stempel des Fleischbeschauers. Die Prognose Aus einem Tagebach. War da nicht in den letzten Tagen Pfingsten? Du mein Gott, eine trübe Geschichte. Stieg mir ein paar Tage vor dem Fest ein Mensch auf die Bude, so ein Wiläenswüstling mit einem fanatischen Blick, und sagte : « Kuarl (ich heisse zwar Karl, aber das überflüssige u ist der Ausdruck seines Ueberwillens), wir machen einen Pfingstausflug!» Wehmütig ziehe ich meine Finken in die Höhe. •«Was machen wir?» stöhnte ich. «Einen Pfingstausfluig, einen grossen Pfingstausflug, eine Fusstour der Limmat nach, immer der Limmat nach, bis —». Eine weite, umfassende Armbewegung. Sie mochte so viel wie alles bedeuten. Sie roch buchstäblich nach Gletschern. «Du kommst mit, wir wollen gehörig 1 die Brustkästen lüften, wollen Sonne und Wind in uns aufnehmen. Zieh' dich an!« Ich schwieg. «Und dann (sein Kinn hob sich wie ein« steinerner Keil), und dann t Das Wetter; wird gut.» « Also! darum », stöhnte ich. Mein trüber Blick glitt über die pTasÖstfl geformten Wolkenwände, begleitete wehem« tig einen Regenfaden bis zur schwarzdnrch-», weichten Strasse. — So? « Kuarl, es wird gut Das Barometer steigt* das Haarhygrometer —» «Instrumentalschwindel', brummte ich regungslos. Denn in Vernunftsargumenten war ich immer gross. Aber der Willenswüstlins riss eine Zeitung heraus. » Lies!» Audiatur et altera pars. Ich nahm. Ich las, und während ich las, floss mir mein Grosshirn in die Augen. Da stand : «Allgemeine Situation vom 17. Mai: Im NW des Erdteils hat der Luftdruckanstieg des gestrigen atlantischen Minimums (743 Millimeter) sich zu einem Hochdruckkem (755 Millimeter) ausgefüllt. Mitteldruck heute nur noch auf der Linie Ajaccio, Thorshavn, Kautalaks, Wladiwostok, Nowaja Semlja» verspürbar. Der übrige Erdteil wird von Tief-,. Mittel- bis Hochdruck beherrscht. Die Antizyklone der Normalzone trennt die Zyklone der Ost- und Nordseegebiete von der Depression der Pyrenäenhalbinsel (757 mm) * Mir schwindelte. Grüne und rote Ringe* tanzten vor meinen Augen. Eine Windmaschine peitschte den Atlantis. Höllisch ballt© sich die Anticontrazyklone zu einer Deprss* sion bei Wladiwostok. Hochdruckkerne wir-* belten auf, Mittel drückten Tief, Tief drückte» Hoch, Steppen krümmten sich unter Hagel, Eis, Schnee, Sand... Mein Grosshirn floss aus, verdunstete wie Aether in der Sonne* Die Dementia praecox setzte ein : ich wurde» zum Idioten. Ich habe den Piingstausflug nicht mitge* macht. Ich liege im Bett. Ich kann nicht essen» und trinken. Ich bin nur noch eine vegetie* rende Masse. Mein Verstand ist fort, tot* Nachts sehe ich Zyklone am Himmel, tags Antizyklone... lt. IM bedarf als lebenswichtigstes Organ der Schonung. Tag und Nacht, unermüdlich muss es arbeiten. Aufregungen, tägliches Aufpeitschen durch das Coffein im Kaffee können dem Herzen und damit dem ganzen Körper Schaden bringen. Sie meinen vielleicht, der coffeinfreie Kaffee Hag sei teuer. Zu Unrecht! Denn beachten Sie bitte: Kaffee Hag ist garantiert unschädlicher, echter Bohnenkaffee, für Ihre Gesundheit also von unschätzbarem Wert. Aber Kaffee Hag ist nicht allein für jedermann bekömmlich, sondern auch von unübertrefflicher Güte. Ueberzeugen Sie sich, durch einen Versuch, dass Kaffee Hag, der echte coffeinfreie Bohnenkaffee, ein Segen für die Menschheit und, so betrachtet, gewiss nicht teuer ist. Smoking'Anzüge nach Mass Haff hau, war seine Reklame grosszügtg ankündigt: „Rückgang nervöser Herzbeschwerden", Dr. E. Ch. HERf in B. (30063 Ihr Herz vor allem... TAILLEURS Beuevue platt- Rämistrasse S Schönstes Ausflugsziel OCCASIONS- BATTERIEN sorgiältig teridiert, mit Garantie Zuverlässige Reparaturen, Neulieferung »11er Marken L. Rüttner. Zürich 4 BäckentruM 27 SpezialirerkstStte für Akkumulatoren Magenschmerzen eind äosserst unangenehm. Dieselb. rerschwinden aber nach kurzer Zeit beim Gebrauch von Columba-Magenpulver Es ist ein unschädliches, sicher wirkende« Mittel gegen Verdauungsstörungen jeder Art. gegen Appetitlosigkeit, Magenschmerzen, Magenkrampf, Uebelkeit, Erbrechen, Magendrücken, Sodbrennen, Blähungen, Aufstossen, übelriechenden Atem. Preis pro Schachtel Fr. 3.—. Machen Sie einen Versuch .und Sie werden von dessen Güte, wie schon hundert andere Kunden, überzeugt sein. Einzig erhälü. bei der Apotheke zur Taube, Schaffhausen 7. Besutfien Siedasreizende.idyllisch gelegene ftuotaffial MUOTATHAL GASTHAUS z. POST Altbekanntes und bestgefülirtes Haus mit prima Küche und Keller. Fremdenzimmer. TeL5." Peter ßwerder. GASTHAUS z. Empf ehlensw. Landpasthof, prima HIRSCHEN Fischküche. Sehensw. Münzsammlung: u.Altertümer. Geachtr. Betacbard. GASTHAUS Z. OCHSEN Metzgerei, gute Küche Getränke. Gastzimmer. Gesellschaftssaal. und Karl Heln»e. GASTHAUS SONNE Fremdenzimmer. Gute Verpflegung. Grossen neuer Gesellschaftssaat. AloU Imhof. GASTHAUS WILHELM TELL Gute Küche, reelle Getränke, passes. Telephon 26. Am Fusse dea Kieuzi- B. Imhof-ßwerder. BISISTHAL GASTHAUS SCHÖNENBODEN empfiehlt Mittagessen. Feine Weine. Logiergelegenholt. Endstation des Postantos. Ausgangspunkt, herrlicber Bergtonren; zur Klubhütte Glattalp S Standen. Autogarage. Telephon 183 Franss Ulrich. PENSION SCHWARZENBACH 20 Betten. Pensionspreis v. Fr. 9.- an. Ausgangspunkt herrl. Gebirestouren. TeL 18.6. Jos.lmhof. •••••••••••••••••••••••• Inseriert im „Autler-Feierabend" •••• •• MBHB •• •• •• •• • ••«•«••• H 100 abbildungen enthält meine Preisliste no. 51 über alle sanitären hilfsmittel f. hygiene u. körperpflege. bekannt f. grosse auswahl und frische wäre, sanitäts- und gummiwaren-geschäft P. Hübscher, Zürich, Wühre 17. der neue Munkmpp»r*fc für Sport, Beiae n. H*uu 42x30xl6V,onuSohwarnf Kunsuederfibereug Gewioht oa. 7 kg . Preis Fr. 150.— Phonohans HOMOCORD BA8EL1

N° 47 — 1929 AUTOMOBIL-REVUE Die Zukunftswohnung vor einer fundamentalen Umwälzung? Der durch seine Reform/vorschlage bekannte deutsche Architekt Moritz Ernst Lesser hat kürzlich ein phantastisches Zukunftsbild entworfen. Wie man es nicht anders erwarten kann, beschäftigen ihn dabei vor allem Fragen seines Faches. Und dabei geht er vor allem der bisherigen Art zu wohnen ganz gründlich zu Leibe. benötigt. Dieses Minimum wird ziemlich umfangreich sein und ungefähr der Ausstattung des luxuriösesten amerikanischen Hotelzimmers der Jetztzeit entsprechen. Verreisen, heisst dann den Kasten auf ein Automobilchassis setzen, sich selbst in den Kasten, bzw. das Zimmer, das nun zur Karosserie geworden ist und nun einfach dem Ziel seiner Wünsche entgegemdampfen. Oder: den Kasten auf das Dach des aus lauter Kästen bestehenden Hausvo heben — elektrisch, versteht sich — dem bereitstehenden Flugzeug ankuppeln und so das Weite suchen. Ist der Bestimmungsort eine Stadt, nimmt eine aus international normiertem Fächer be- Die Art des Wohnens, findet er, ist entsetzlich •unzeitgemäss. Wir haben wohl all© die- modernen elektrischen Installationen, Lifts, Wasseranschlüsse, Kanalisationen und wir werden wohl in ein paar Jahren auch noch drahtlos© Empfänger für elektrische Kraft, elektrisches Fernsehen usw. bekommen. Aber alles das sind eben doch nur In- stehende Grossgarage den Kasten wieder stallationen. Die Wohnung selbst und dasals Zimmer organisch in sich auf. Bauen sind Jahrtausende zurückgeblieben. Städtebau der Zukunft bedeutet dann Errichtung einer entsprechenden Zahl von Immer noch wird Stein auf Stein gelegt, immer noch fristet der grösste Teil der Menschheit ein unstetes Nomadenleben zwischen einzelnen normierten Fächern zur Aufnahme «Wohnungsgaragen», riesigen Regalen mit Wänden, die nicht ihm gehören! der Zimmer. Auf alle Fälle wird das Hotel Aber eine fundamentale Umwälzung ist auf der Zukunft so aussehen. Und wozu soll man dem Weg. Die nächste Zukunft — vielleicht noch «Geschäftshäuser» bauen, die erfahrungsgemäss doch sofort nach Fertigstellung sind es nur 50 Jähre — muss die im Warenhaus käufliche Eigenwohnung bringen. Die sich als zu klein erweisen? Mit einzelnen, «Wohnung», stellen Sie sich das vor, liebe nach Bedarf neben- oder aufeinanderstellbaren Geschäftszimmern sind die Variations- Leserin: einzelne Zimmer, auf Abzahlung zu erstehen, je nach den finanziellen Verhältnissen, aber alle normiert und deshalb nach Man benötigt plötzlich einen neuen Sitzungsund Ausdehnungsmöglichkeiten unbegrenzt! Lust und Laune- zusammenstellbar, sei es zu saal — was tun? Einfach genug: man hebt einer eingeschossigen Villa oder einem Turmbau von X Stockwerken. Was jeder zum alaus — die darüberliegenden Zimmer sind na- vier Geschäftszimmer aus dem Komplex herlermindesten haben muss: ein Reisezimmer. türlich irgendwie miteinander verbunden — Einen international normierten Kasten mit und die Halle ist fertig. dem Minimum an innerer Ausstattung, das Arbeiterwohnungen sind heute entweder der Mensch dann zum komfortablen Wohnen muffige, lichtlose Löcher in schmutzigen La Mode-Automobile: Jeder Wagen bedingt sein Kostüm . : . on ene nfn Hans Jenny flIII Gemeindehaus- Ulli nlatzin Platz Konzerthaus Uhler St. Gallen HD »DE S IE B TT 0E. EDIEEJQ CPU Jffodernst eingericht, Gesellschaftsbaus am Platz, ff. Küche und Keller. Zürcher Löwenbräu. Günstiger Aufstellungsplatz. Mit höfl. Empfehlung Telephon 81.36 JL. Bommer-Ledercerber. am empfiehlt den verehrten Damen u. Herren seinen neu eingerichteten, grossen Tea Room. ff. Patisserie, Glaces, Ia. Glarnerpasteten, kalte und warme Getränke. Telephon 6.59. Stadtvierteln oder bestenfalls schwer zu er- ! reichende, teuer zu unterhaltende Eigenhäuschen an der Peripherie der Stadt. In Zukunft dagegen wird man eine Fabrik zwingen, für die soundsoviel Arbeiter und ihre Familien, die sie beschäftigt, mindestens soundsoviel Regale in einer grossen Fabrik- Wohnungsgarage bereitzuhalten. Nicht nur der Arbeiter selbst, auch das Verkehrsleben wird dadurch wirtschaftlich riesig gewinnen. Man stelle sich vor, was es für eine Grossstadt bedeutet, wenn das tägliche Hineinfluten von Arbeitskräften zur Arbeitsstelle am Morgen und das Herausfluten am Abend aufhört. Welche Reibungen, Ueberlastungen und Zeitverluste- dadurch vermieden werden können! Ueber wieviel mehr Ungebundenheit die Arbeiter und Arbeiterinnen, die Bureauangestellten, die Ladenverkäufer dann verfügen. Heute sucht man in Grossstädten der unhaltbar gewordenen Verkehrsverhältnisse Herr zu werden, indem man die Strassen in zwei Stockwerken anlegt. Geplant sind sogar noch mehr Stockwerke und dazu Maulwurfgänge unter den Häusern und Strassen durch. Warum denkt man nicht daran, die Ursache: den Stossverkehr zu beheben? Es scheint, dass uns der moderne Verkehr zu einem Götzen geworden ist, den wir blindlings anbeten, obschon er uns tyrannisiert. Das zukünftige intensive Wirtschaftsleben und die modernen, zeitsparenden Reisemethoden werden dazu führen, dass ein Mensch viel häufiger als bisher seinen Aufenthalt wechseln wird. Wenn man dann die fixen Wohnräume auf der Erde nicht verzehnfachen will, besteht kein anderer Ausweg, als dass jeder seine Wohnung mit sich führt. Das Ei des Kolumbus! Mein Gott, da steht uns der Verstand still. Ein Leben in Zellen, ein Mietkasernenstaat, liebe Leserin! Ist das nicht der Grabgesang des Individualismus? Entweder sind alle architektonischen Neurer eingefleichte Kommunisten (ist vielleicht nicht Corbusier Kommunist, natürlich weltanschaulich gesprochen?) oder wir sind unverbesserlich Philister! Und doch: was gilt die Stubenpoesie des Einzelnen gegenüber der Lösung eines Existenzproblemes aller? Wie wird man von unserem Jahrhundert der Technik dereinst sprechen als der «guten, alten Zeit...!». «Warum nennt man uns, das schwache Geschlecht? Bitte, wir Frauen beherrschen Zeit und Raum. Mit diesen kleinen Händen (sie sind tatsächlich entzückend klein und reizend!) regieren wir unseren Wagen, ein Druck mit dem Finger genügt, und der grosse Wagen gehorcht. Sind wir also das schwache Geschlecht?» Rendez-vous der Automobilisten. Butterküche. Stets lebende Fische. Qualitätsweine. GesellschafIssaal, üarage (Einzelboxen). Schädiger Garten direkt ani See. Zimmer mit fliessendem Wasser. E. Guggenbühl-Heer. Telephon 4. Die Mode für den Sport Der farbige Pullover, sei er in Wolle oder Seide, behauptet sich für den Sport. Er wird ärmellos zu einem leiohten Jupe getragen. — Beim Tennis ist natürlich Weiss bevorzugt. Der Baum Von Nichifor Crainic. Wie ein Verträumter, sinn ich hoch im Schweigen Hier zwischen Erd' und Himmel ganz allein. Auch ich entwuchs dem ewigen Rätsel-Sein, Dem aller Dinge Quellen still entsteigen. Dringt Lebenssaft mir in den Schaft hinein: Erbebt -die Tiefe bis zu ineinen Zweigen, Es treibt die Sehnsucht — die dem Boden eigen —* Stets höher mich, dem Himmel nah zu sein. Der Himmel neigt sich, mir -das Haupt zvt krönen, Geheimes Läuten der Unendlichkeit Lässt jedes Blatt wie einen Mund ertöneiu Im rätselhaften Laubgeräusch der Zeit Verweht ein Hauch der Ewigkeit das Stöhnen Der tief-erschöpften Erde weit und breit. Aus dem Rumänischen von Zoltan Fianyöw Küsnacht am Zürichsee Hotel sonne LR? Engelgasse 9 i. stock Fischstube zum WEISSEN KREUZ Toggenburger Stil Butterküche Spezialität: Lebende Bachforellen, Hechtej Fischfilet und Blaufelchen. Thomas Meyer-Funk» Bein tn Gläschen oder gespritzt mit Siphon. Sl.Gallen SONNE--Rotmonten RESTAURANT Cafe Conditorei Schönster Ausflujjspunkt Bekannt gute Küche und Keller. — Gartenwirtschaft beim Wildpark Peter und Paul. — Täglich Konzerte. — Telephon 342. H. Widmer. Zürich „At your Service day and night" gg In zentralster Lage von Zürich, ^g 100 Meter vom Paradeplatz, Üü Talstrasse 11, Tel. Selnau 66.36 • Garage Sdianzenhof == Besitzen Hotel Elite HI beherbergt und pflegt Ihren Waüü gen, liefert Ihnen alles. Ein amüsanter Gesellschafter! Der kleine His Master's Voice hilft mit, Ihre Ausflüge zu verschönern. Um ihn schart sich die Gesellschaft, lauscht klassische Musik, tanzt nach seinen Klängen, wird mitgerissen von den frischen Melodien. —Das His Master's Voice Reisegrammophon erreicht am nächsten die Leistungen der großen Schrankapparate und wird auch im Zimmer den fein empfindenden Musikfreund befriedigen. — Hören Sie es^ an, prüfen Sie die starke Konstruktion, die tadellose Verarbeitung! Preis schwarz Fr. 200.—, farbig Fr. 220.—. Katalog gratis. der angenehme Sommerfreund! HG & C0. f ZÜRICH, Hdmhau. Verkauf auch in den- meisten Se>exial--Ge»cti»ften»