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E_1929_Zeitung_Nr.047

E_1929_Zeitung_Nr.047

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n K«in#«»n4e»n Automobil, und Fahrradverkehr im Kanton St. Gallen. Bekanntlich wurden im Jahre 1928 im Kanton St. Qallen 5170 Motorfahrzeuge gezählt. Es waren insgesant 2722 Personenautomobile, 609 Lastwagen und 1839 Motorräder. Fahrradnummern kamen 56,601 zur Ausgabe. Fahrbewilligungen für Automobilisten wurden 4557 erteilt und für Motorradfahrer 2003. An Taxen für Motorfahrzeuge wurden 1,077,533.90 Franken, also 170,209 Franken mehr als im Vorjahre eingenommen, mg. Nette Zustände... In Beantwortung einer Interpellation betreffend des missbeliebigen Polizeichefs von Baselland antwortete der Polizeidirektor Mosimann, dass auch an andern Orten Polizei-Skandälchen vorkommen. Der Palizeichef habe Fehler begangen und sie auch zugegeben. Er wurde angewiesen, mit den Gemeinden und dem Publikum in einer Art zu verkehren, die keinen Anlass zur Klage bietet. Aber nicht nur der Polizeichef, auch die Polizisten hätten sich vergangen. So z. B., wenn sie mit Automobilisten, denen die Fahrbewilligung entzogen worden sei, eine Spritztour ins Ober-Baselbiet gemacht oder eine solche mit einer Kellnerin unternommen hätten. In der Diskussion wurde gerügt, dass auf unerklärliche Art bei Amtswechsel des Polizeichefs Strafakten gegen Polizisten verschwunden seien. — Mit der Feststellung dieser Tatsachen wurde die Interpellation als erledigt erklärt... gr. Der Tram im Birsiggewölbe. Musfeld ist der Meinung, dass man den Wasserlauf des Birsig mit relativ bescheidenen technischen Mitteln ab- oder umleiten könnte. Der Aushau des Birsigbettes in der Stadt wäre eine kleine Sache. Das Bett würde vom Steinenberg bis zur Heuwage mit einem Gewölbe zugedeckt, dadurch ergäbe sich ein idealer Parkplatz. Die Einführung der Tramlinien in den Tunnel bei der Heuwage bietet nicht die geringsten Schwierigkeiten. Unter dem Marktplatz und unter dem Barfüsserplatz wären grosse Untergrundstationen mit Perron-Anlagen zu errichten. Die Führung der Tramlinien erfordert nur geringfügige Aenderungen. Die Linien 6, 8, AUTOMOBIL-REVUE 9, 18 und 25 würden ihre Route vollständig beibehalten. Die Linien 1 und 4 aber würden vom Bundesbahrihof nicht mehr über den abgelegenen Aeschiplatz, sondern den Steinenvorberg hinunter gerade in den Tunnel fahren, wodurch die Zufahrt Bundesbahnhof- Stadtzentrum wesentlich gekürzt würde. Die tramfreie innere Stadt wäre von den Verkehrskalamitäten erlöst. Bis 50 Prozent der Hauptbelastung der Strassen würden mit dem Tram verschwinden. Der Automobilist wunde nicht mehr durh das Tram gestört und das Trampersonal hätte im Tunnel ein ruhiges, angenehmes Fahren. Die «National- Zeitung», der wir diese Ausführung entnehmen, scheint das Projekt sehr optimistisch zu beurteilen. Sie schliesst ihre Beschreibung des Untergrundbahnprojektes mit dem Satze: «Das Projekt ist so gut, dass auch Vorurteile, welchen solche Dinge immer begegnen, ein ernstes Hemmnis zur baldigen Durchführung nicht mehr abgeben dürften.» Gr. Verkehr mit Motorfahrzeugen im Kanton Baselland. Der Regierungsrat des Kantons Baselland hat im 'Januar der vorberatenden Landratskommission einen Bericht über den Verkehr mit Motorfahrzeugen und Fahrrädern unterbreitet. Diese Kommission hat sich einstimmig mit dem Vorgehen des Regierungsrates als nicht einverstanden erklärt. Diese ablehnende Haltung wird damit begründet, dass dem Landrat für die Regelung des modernen Motorfahrzeugverkehrs kein Mitspracherecht eingeräumt worden ist. Zum bestehenden Konkordat sollte eine Vollziehungsverordnung ausgearbeitet werden, welche alle die Materie betreffenden Punkte enthalten und vorgängig der Weiterleitung an den Landrat den Interessenverbänden zur Stellungnahme zu den darin enthaltenen Richtlinien unterbreitet werden sollte. Der bereinigte Entwurf soll nach stattgefundener Prüfung durch den Regierungsrat dem Landrat zur endgültigen Beratung vorgelegt werden. r. Verschärfte Bestimmungen gegen fahrlässige Autofahrer im Kanton Neuenburg. Bisher betrug die Strafandrohung wegen fahrlässiger Tötung sechs Monat© Gefängnis oder eine Busse bis zu Fr. 1000.—. In den neuen Bestimmungen des Strafgesetzes ist die Strafe auf ein Jahr Gefängnis und Fr. 5000.— Busse erhöht. Die Strafe für Körperverletzungen betrug bisher drei Monate Gefängnis oder eine Busse bis Fr. 1000.—. Sie wurde erhöht auf sechs Monate Gefängnis und eine Busse bis Fr. 3000.—. Im Falle der Urheber der Körperverletzung einen Beruf ausübt, der ihn zu besonderer Vorsicht verpflichtet und er diese ausser acht lässt, kann die Strafe auf zwei Jahre Gefängnis verbunden mit 10,000 Franken Busse erhöht werden. Im Falle wiederholter Uebertretung der Beleuchtungsvorschriften kann die Busse bis auf 1000 Franken erhöht werden, womit Gefängnis bis zu acht Tagen verbunden werden kann. Anderseits wurden die Artikel 74 und 75 des Gesetzes über die Strassen vereinfacht. Der neue Artikel 74 lautet: Der Führer eines Fahrzeuges soll rechts fahren, rechts anhalten und links vorfahren. Artikel 75 befasst sich mit der Parkierang. Er lautet: «Jedes Fahrzeug, welches entge- Verkehr hindert, wird von der Polizei auf Verantwortung und Kosten des Eigentümers an eine geeignete Stelle gebracht Es ist verboten, absichtlich den Verkehr der Fahrzeuge zu hindern.» Man sieht, dass die neue Verordnung sich von modernen Verkehrsprinzipien leiten lässt. Dass die Strafen für fahrlässiges Verhalten erhöht wurden, ist angesichts der in letzter Zeit sich gerade in der welschen Schweiz häufenden Unfälle aus Fahrlässigkeit nicht zu verwundern. mg. Wünsche aus dem Simmental. Die Simmentaler beklagen sich über die Vernachlässigung des Niedersimmentales durch die Spiez-Erlenbach-Bahn. Das Tal enthält in seinem Unterteil verschiedene Industrien (Burgholzfabrik, Zündholzfabrik Brothäusi, Pulverfabrik Wimmis). Da die bisherige Haupterwerbsquelle, die Viehzucht, zum Auskommen der Bevölkerung mehr und mehr versagt, ist es notwendig, durch gute Verbindungen den Leuten die Möglichkeit zu schaffen, von ihrem Wohnorte entfernt arbeiten zu können. Das Memorial des Gemeinderates von Wimmis sagt wörtlich : «In den letzten Jahren sind aus dem Tal begüterte Familien ausgezogen, hauptsächlich, weil passende Verbindungen gefehlt haben ; damit ist aber der betreffenden Gemeinde nicht nur beträchtliches Steuerkapital verlorengegangen, sondern gleichzeitig auch der Gesamtheit spürbarer Schaden entstanden.» In dem Memorial wird auf die Möglichkeit hingewiesen, dass das Automobil anstatt der Bahn den Verkehr übernimmt. Der Hinweis auf Autocarverbindungen als Ersatz der fehlenden Fahrgelegenheit mit der Bahn ist nicht unberechtigt. Und es ist auch gar nicht einzusehen, warum nicht private Initiative einschreiten und der Bevölkerung 1929 - N°« ein ausreichendes Verkehrsmittel zur Vertü-i gung stellen sollte. Man kann von der Tal-: bevölkerung nicht verlangen, dass sie mit-; helfe, eine Luxusbahn zu erhalten, die nicht bereit ist, ihren berechtigten Ansprüchen ent-i gegenzukommen. In einer Antwort auf dle| Eingabe des Qemeinderates von Wimmis, glaubt die Direktion der Spiez-Erlenbach-i Bahn eine vermehrte Belastung durch Ein-I führung einer Spätverbindung Spiez-Erlenbach nicht auf sich nehmen zu können. Mit? Rücksicht auf die Finanzlage der Bahn wurde dem Begehren nicht entsprochen. Wenn die Bahn nicht imstande ist, einen wirtschaftlichen Betrieb durchzuführen mit Berücksich- gen den Vorschriften parkiert ist und dentigung berechtigter Wünsche der Bevölkerung, so hat sie sich eben überlebt und es ist höchste Zeit, dass ein wirtschaftlicheres Verkehrsmittel, nämlich der Autobus, die Lücke ausfüllt. gr. Stand der Alpenstrassen. Touristikbulletiii vom 24. Mai 1929. Gegenwärtig offene Alpenstrassen in der Schweiz! Brünig, Etroits, Finstermünz, Forclaz, Jaun, Julier, Lenzerheide, Ilaloja, Marchairuz, Molendruz^ Montets, Pas de Morgins. Hasses, Ofen, Pillon, Schyn, Wolfgang und sämtliche Juraübergänge. Stand der übrigen Alpenstrassen : Albula: im Albulatal auf der Nordseite bis ober-* halb Preda schneefrei, Südseite bis halbwegs Pass« höhe fahrbar. Bernina: Nordseite offen bis Berninahäuser (2049 m), auf der Südseite ist die Strasse Poschiavo —Berninahospiz ausgeschaufelt. Flüela: im Flüelatal offen bis Tschuggen. (Oeff-. net voraussichtlich erste Hälfte Juni). Furka: auf Umerseite offen bis Hotel Galenstock (2010 m), im Rhonetal ist die Strasse offen bi3 Oberwald. Grimsel: Haslital offen bia kurz oberhalb Hotel «Handeck», Walliserseite unpassierbar. Grosser St. Bernhard: auf der Nordseite bis Can-* tine de Proz. Südseite ab St. Rhemy. Klausen: Glarnerseite offen bis Gasthaus cWil* heim Teil» (1380 m), Umerseite offen bis Seelital« galerie. Lukmanier: Bündnerseite offen bis oberhalb Acla! (1476 m), Tessinerseite offen bis Gamperio (1228 m) 4 8 km oberhalb Olivone. Oberalp: Umerseite schneefrei bis zu den Rüfeten (1867 m) nach den Kehren, Bündnerseite sozusagen schneefrei. St. Gotthard: Nordseite passierbar bis zur Kan* tonsgrenze Uri-Tessin, Südseite frei bis zu den Keh-J ren im Tremolatal. Simplon: öffnete Freitag nachmittag (24. Mai) für den durchgehenden Verkehr. Splügen: bis 6 km oberhalb Dorf Splügen schnee-< frei Ṡan Bernardino: bis zur Tälialp (1923 m), cat 3 km unterhalb Passhöhe, fahrbar. Guroigelbad — Schwefelbergbad — Plaffeien nun-« mehr durchgehend geöffnet. Ibergeregg: seit 22. Mai 1929 passierbar. Patonl-Kurüol-Verdeck ist die letzte Erfindung im Karosseriewesen An jeder Art Karosserie anzubringen! international" der unverwüstliche Traktor für vielseitige Verwendung Patent-Kurbel-Verdeck geschlossen Das Patent-Kurbel-Verdeck wird von einer einzigen Person mühelos durch Kurbeltrieb geöffnet, bzw. geschlossen; es beseitigt mit einem Schlag alle Nachteile der bisherigen % Verdeck - Systeme, bei welchen oft mehrere Personen zum Oeffnen, bzw. 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W>& —~TO9 AUTÖMÖBIE-REVÜF 7 DIE QUALITÄT 6 Cylinder, ventillos Wenn Sie vor Anschaffung eines Automobils vor der Wahl einer Marke stehen, fällt Ihnen der Entschluss nicht immer leicht. Das ist begreiflich. Bei der Anschaffung eines neuen Wagens gibt es vielerlei Etagen zu prüfen — es will manches überlegt sein. Wichtig ist einmal, einen Wagen zu besitzen, dessen Motor so wenig als möglich Ursachen zu Störungen in sich birgt, dann, dass dieser Wagen ein absolut widerstandsfähiges, gut gefedertes Chassis hat, eine leicht zu betätigende Steuerung und eine Kühlanlage des Motors, die bei grösster Sommerhitze auf höchsten Alpenstrassen vollkommen ausreicht. Wenn Sie einen Wagen besitzen, der diesen Anforderungen bei hoher Leistung und geringem Verbrauch entspricht, dann haben Sie gut gewählt. WILLYS KNIGHT heisst die Marke, die solchen Anforderungen entspricht. Zeugnisse von Willys-Rnight-Besitzern zu Diensten Für Auskünfte und Probefahrt halten wir uns bereitwilligst zur Verfügung. Garage Stadtbach - Bern Riesen & Sägesser Stadtbachstrasse 8a — Tel. Bollwerk 36.01 der LASTWAGEN OMNIBUSSE CARSALPINS ist unübertroffen Aktiengesellschaft Adolph Saurer, Arbon Reparaturwerkstätten: ARBON, BASEL, MORGES, ZÜRICH CHRYSLER eauso depart, conduite in- J&ieure, 1928, parf. «tat, peu roule, fr. 6000. Offres s. chiffre L. 78778 X. ä Publicitas, Geneve. 40504 Zu kaufen gesucht leichter 6-Plätzer- Wagen wenn möglich mit Ballon demontable, nicht über 12 Steuer-PS. Ausführl. Off. nnt Chiffre 40497 en die Automobil-Revue, Bern. Zu verkaufen "VC komplette 7937 Enrichtung einer Auto- Reparatur- Werkstätte mit Maschinen, Werkzeugen u. Transmissionen, in gutem Zustand. Ev. Zahlungserleichterung. Off. nnt. Chiffre 10926 an die Automobil-Revue, Bern. PAIGE Modell 1928 fabrikneu, 6 Zylinder, Luxus - Innensteuer - Limousine, prächtiger 7-Plätzer, vornehmer Lnxus-Herrechaftswagen, mit Innen- «eparation, m. zahlreichen •wertvollen Luxusaccessorien und komplett ausgerüstet, sofort zu äusserst günstigen Bedingungen ab- «igeben. — Carrosserie Jean Gyaax A.-G., Biel. Zu kaufen gesucht Coupe I Zweisitzer •en od. tadellos erhalten, bieder gebaut, geeignet z. Anbringen einer Ladebrücke, nicht zu vielSteuer- PS. — Offert, unt. Chiffre Z. 1390 an die Automobil- Revue, Bureau Zürich. Die IIUTERCREDO rechtfertigt Aotokauf mit ratenweiser Bezahlung >•••••»•••>••«•«••»••»»•«••»••»» .... wenn der Wagen geschäftlich gebraucht wird und für sich selbst zahlt durch Erhöhung der Erwerbsfähigkeit. Der Geschäftsmann soll seinen Kredit ausnützen und seine Barmittel schonen. Die INTERCREDO — eine schweizerisch-amerikanische Gesellschaft — arbeitet nach amerikanischen Grundsätzen. IHTTERCREDO Finanzierungspläne für alle Wirtschaftsgebiete >RPORATION^C INTERCREDO DIENT MIT CREDIT Farben- u. Lackfabrik G.LABITZKE ERBEN ALTSTETTEN-Zü RICH Schnall trocknende „ASPECTOU'-Emaillackfarben in allen Farbtönen .... Barzahlung an den Lieferanten für die Finanzierung der Einkäufe und des Wiederverkaufes an Händler, sowie des Verkaufes, auf Abzahlung von Automobilen, Motorrädern, Haushaltungsgegenständen, Geschäftseinrichtungen, Maschinen, Musikinstrumenten etc. „INTERCREDO 11 Sntetnattonale Cretrtt* utttr «Effekten*&ktitn*