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E_1929_Zeitung_Nr.049

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Bern, Dienstag 4. Juni 1929 III. Blatt der „Automobil-Revue" No. 49 Im heutigen „Äutler-Feierabend": Seite Der Heb« Gast 13 Feuilleton 13 Amerikanischer Jazz 14 Shaw über Kindererziehung 15 Dem Genfersee entlang 16 Zur Blustzeit am Untersee 17 Kreuzworträtsel 18 Ganzheit, in der allein der Sinn des Seins gefunden werden kann. Es ist wichtig, dass unsere Zeit am Massstab des Wesens des echten epischen- Kunstwerks festhalte : Objektivität, Unparteilichkeit, Totalität in plastischer Greifbarkeit der äussern Gestalten und Ereignisse, lebendiger Anschaulichkeit der realischen Zustände und Vorgänge, lichtvoller Durchleuchtung der Der liebe Gast umgebenden Welt. Wo der Leser diese Kennzeichen positiv bestätigt findet, kann er unbekümmert sich der Freude des Lesens hingeben : einen guten Roman lesen bedeutet stets glückliche Stunden erleben* sein Leben, sich selbst bereichern... (Aus: Wesen und Bedeutung des Unterhaltungsromans, von H. M. Elster, in der « Kölnischen Zeitung ».) Max Gebhardt war im Hauptberuf gutmütiger Mensch. Daneben betrieb er das jedoch ein Zusammenleben in einem Raum, Reinlichkeit sowie der Zustand ihrer Wäsche mitunter schöne, mitunter gewinnbringende, wenn auch zeitlich getrennt, nicht geraten Die epische Dichtung mitunter anstrengende, stets aber viel auf erscheinen Hessen. So bleiben zwei übrig: Reisen führende Gewerbe eines Bücherverkäufers. Er war recht zufrieden mit seiger Philosoph. Beide waren nette Menschen, eine junge Chemikerin und ein ebenso jun- Nur was vergangen ist, lässt sich auch beschauen. Humboldts Forderung, dass der nem Leben, sofern es ihm Zeit Hess, seinen beide waren (eines Wohnraumes bedürftig, Epiker beschauend-beschaulich ist, erhält Hauptberuf, den gutmütigen Menschen, auszufüllen. Da er durchaus gerecht sein wollte, Hess er beide waren Gebhardt durchaus sympathisch. hier seine Bestätigung. Aber nicht nur für den Erzähler, sondern auch für den Leser: Da er mitunter seine Arbeit nicht in Einklang mit seinen Wünschen bringen konnte, Frau, wandte sich dem Manne zu, der junge das Los entscheiden. Das Glück, als eine auch er nimmt den Roman beschauend-beschaulich auf; auch er steht ihm mit grösserer Ruhe und Distanz gegenüber als etwa sein und er dadurch mitunter Menschen, de- das nicht nur sympathisch, weil der Student weil sein Beruf ihn verhinderte, sesshaft zu Philosoph bezog das Zimmer. Gebhard war dem Drama; er ist eben in jedem Augenblick der Lektüre in der Ueberschau des als er seiner innersten Auffassung nach für er doch selbst seine Unterwäsche nachts in nen er helfen wollte, nicht so viel sein konnte, {von allergrösster Akkuratesse war — legte Ganzen, in jener vorher erwähnten Totalität, nötig erachtet hätte, und da er viel von seiner Heimatstadt, seiner Residenz, abwesend hardts Gastfreundschaft höchstens zwei Wo- Bügelfalten —, sondern auch weil er Geb- die ihm die äussern und inneren Geschehnisse, das Sinnliche und Psychologische, das war, kam ihm die gloriose Idee, seine dortige Bude (zu einer ganzen Wohnung hatten chen in Anspruch zu nehmen vorhatte. von aussen und von innen Gesehene überblickbar und bewusst erhält. Hierin ist die Zwei Monate vergingen, Gebhardt kam, seine vielen Freunde ihn nie gelangen lassen), während er das Land auf Flügeln der epische Dichtung eben einzigartig: weder nach vielen anstrengenden Reisetagen, müde das Drama noch die Lyrik geben ähnliche zurück, begab sich in seine Wohnung und Bahn und der Suche nach bücherdurstigen Möglichkeit zu einer objektiven und totalen freute sich auf die Ruhe seines Zimmers. Seinem Gast hatte er auf alle Fälle von unter- Menschen durcheilte, wohnungsbedürftigeh Ueberschau; weder das Radio noch das Kino Freunden zu überlassen. Da die Nachfrage können als Ohr- oder Augennacheinander jene wegs aus geschrieben, dass er dann und dann der Wohnungssuchenden auch hier das Angebot bedeutend überstieg, hatte er die Aus- Möglichkeit des Zusammensehens von aussen zurückkehre, damit jener, sollte er wider Erwarten noch da sein, seine Abreisedisposi- und innen, von Um- und Innenwelt bieten, wahl unter den Kandidaten und rühmte sich, weswegen der Roman, das epische Buch, tionen treffen könne. War nun diese Nachricht nicht angekommen, war sie von Pinke dass er stets mit unfehlbarem Blick die Bedürftigsten aus der sich bietenden Schar stets etwas Unübertreffliches, Lebensnotwendiges und" den Menschen Unentbehrliches — so hiess der Philosoph — nicht entsprechend gewürdigt worden, kurz, Gebhardt herausgegriffen habe und dass er ausserdem bleibt. Das epische Werk allein bietet dem nie geschädigt worden war. beschauend-beschaulichen Geist die Möglichkeit zur völligen Inbesitznahme der mensch- Eines Tages ging er wieder auf Tour. Er höchste erstaunt und leise empört, dass Geb- fand sein Zimmer besetzt und Pinke war aufs lichen Welt durch die Wortform,..durch die wusste, dass seine Abwesenheit mindestens ärdt an ihn das Ansinnen stellte, sich sofort Wortgestaltung, durch die Sprache. Einmal zwei Monate dauern würde und überlegte eine andere Unterkunft zu suchen. Der ''Hinweis, dass ein müder Reisender sich gerne gibt-es die Innen- und die Aussenwelt in ihrer lange, welchen Kandidaten er mit der Pflege realen Verbindung von Mensch und Erde, seines Zimmers betrauen sollte. Fünf Bewerber hatten sich eingefunden, von denen drei nicht stichhaltig. Er erklärte, man könne seines eigenen Bettes bediene, erschien Pinke Mensch und Zeit, Mensch und Natur, Mensch und Kultur. Zweitens aber gibt es diese Doppeltheit von Menschheit und All zugleich auch menschlichen Qualitäten zwar über jeden inquisitorische Frage, wie er zu dieser Wis- von vornherein ausschieden, weil ihre auch auf dem Sofa recht gut schlafen. Eine stets als eine Einheit, eine Totalität, eine Zweifel erhaben waren, ihre Begriffe von senschaft käme, beantwortete er damit, dass mm BLUSTZEIT er meditierenshalber mitunter das weniger weiche Sofa dem Bett vorgezogen habe. Trotz dieses Hinweises bestand Gebhardt auf seinem Verlangen, was beinahe zu einem Zerwürfnis zwischen den beiden geführt hätte. Pinke entschloss sich schliesslich, das Zimmer zu räumen, mit dem leisen Hinweis, dass das Reisen anscheinend die Nerven überspanne und die elementarsten Regeln der Gastfreundschaft vergessen lasse. Einige Tage später wurde Gebhardt für das Wochenende zu Freunden aufs Land ge-« laden. Da diese ein grosses Haus führten, in dem es sehr elegant zuging, wollte Gebhardt seinen vornehmen kleinen Suit-case mitnehmen, der nur bei besonderen Reisen verwendet wurde. Er ging in die kleine Kammer, in der er seine Koffer aufbewahrte, griff nach dem Suit-case, zog die Hand leer wieder ans Licht des Tages. Der kleine Kof- : Der Fall Cranmore Fortsetzung aus dem Hauptblatt. Sie trat auf ihn zu, ohne die Polizisten zu beachten. «Du wünschtest mich zu sehen, Jim?» Cranimore deutete auf Manderton. «Der Inspektor hier, den du ja von letzter Nacht kennst, möchte einige Fragen an dich richten, Dolores.» Sie setzte sich auf Carmens gelben Diwan mit dem Rücken gegen den Kamin. Manderton holte sich einen Chippendale-Stuhl und Hess sich ihr gegenüber nieder. Dann zog er sein dickes, schwarzes Notizbuch aus der Tasche, öffnete es und hob seine Augen zu dem bleichen Gesicht vor ihm. Aber sie sah ihn nicht an. Den Kopf etwas herabgebeugt, entnahm sie ihrem Täschchen ein feines Batisttuch und fuhr sich damit über die Lippen. Dann erst setzte sie sich aufrecht und begegnete mit ruhiger Gelassenheit dem herausfordernden Blick des Polizisten. «Miss Driscol, wann haben Sie Mr. Quayre zuletzt gesehen?» «Etwa vor einem Monat,» anwortete sie, ohne zu zögern. «Wo war das?» «In der Bondstrasse. Wir sprächen ein paar Worte miteinander. Er erzählte, dass er mein Bild nach einer Photographie male, die ich ihm gegeben hatte.» «Und seitdem haben Sie ihn nicht gesehen?» «•Nein!» «Sprach Mr. Quayre mit Bitterkeit darüber, dass man ihm das Haus verboten hatte?» «Mit Bitterkeit —> nein. Er war bestürzt und fand es ungerecht von meinem Schwager.» «Das sagte er Ihnen, als Sie ihn zum letztenmal trafen?» «Ja!» «Welches waren Ihre Beziehungen zu Mr. Quayre, Miss Driscol?» «Mr. Quayre wollte mich heiraten.» «Waren Sie damit einverstanden?» Dolores nickte, ohne zu sprechen. «Als aber Mr. Cranmore weitere Zusammenkunft zwischen Ihnen und Mr. Quayre verbot, gehorchten Sie seinen Wünschen und hörten auf, Mr. Quayre zu sehen? Verhält sich das so?». «Ja!» ' «Sie sagten, dass Mr. Quayre Ihr Bild nach einer Photographie malte. Sind Sie ihm jemals gesessen?» «•Nein!» «Sehr schön. Sie sagten vorhin, dass Mr. Quayre das Verhalten Mr. Cranmores, der ihm das Haus verboten hatte, verurteilte. Aeusserte er sich im gleichen Sinne auch über Mrs. Cranmore?» «0 — nein!» «Aber er muss es doch unfreundlich von ihr gefunden haben, nachdem sie sich so lange Jahre gekannt hatten, dass sie nicht seine Partei nahm?» «Mr. Quayre hatte die höchste Meinung von meiner Schwester. Er sagte mir oft, sie wäre der bewunderungswürdigste Charakter, den er jemals kennengelernt hätte.» «Ihre Schwester schien aber anders über Mr. Quayre zu denken. Mr. Cranmore hier behauptet, sie habe nichts dagegen gehabt, dass Ihre Beziehungen zu Mr. Quayre abgebrochen wurden?» «Zu mir hat sie sich niemals darüber geäussert!» sagte Dolores hartnäckig. «Haben Sie sie gebeten, sie möchte bei Ihrem Schwager für Sie und Quayre eintreten?» «Nein!» «Warum nicht?» «Es schien, als ob doch nichts dabei herauskommen würde ...» Mandertons Ton war höflich und verbindlich, und er behielt ihn auch bei, als er jetzt fragte: «Was für einen Grund konnte Mr. Quayre gehabt haben, Mrs. Cranmore zu ermorden?» Bei dieser Frage fiel endlich die Maske des Mädchens. Eine grosse Angst sprang in ihren dunklen Augen auf. Sie lehnte sich in die Kissen des gelben Diwans zurück und starrte den Polizisten entsetzt an. «Sie müssen wahnsinnig sein, um so etwas zu behaupten!» brachte sie mit Mühei heraus. «Es ist einfach lächerlich! Wirklich! Julian war ein ergebener Freund von Carmen . . .» Sie wandte sich zu Cranmore. «Das weisst du auch, Jim. Du wenigstens glaubst doch nicht an diese schreckliche Aa-> schuildigung?! Julian hielt so viel von Carmen, und sie waren von jeher so gute Freunde. Und ausserdem ist Julian unfähig, so etwas zu tun. Wenn du ihn auch nicht magst, Jim, musst du doch gerecht sein und zugeben, dass Julian niemals ein solches Verbrechen begehen könnte ... So sag doch etwas, Jim! Sag, dass du es nicht glaubst...!» Ihre Worte überstürzten sich, aber das unheilvolle Schweigen der drei Männer brachte sie allmählich zum Verstummen. Es war Cranmore, der das Schweigen brach. «Liebe Dolores,» sagte er, «unsere arme Carmen wurde im Atelier von Quayre erstochen. Darüber ist kein Zweifel . . .» «Und mit Quayres Messer!» fügte Manderton hinzu und beobachtete lauernd das Mäd j chen. «Es ist grauenhaft,» flüsterte Dolores und bedeckte ihr Gesicht mit beiden Händen. Aber Manderton war noch nicht fertig. «Was hatte Ihre Schwester gestern bei Quayre zu tun. (Fortsetzung folgt.)