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E_1929_Zeitung_Nr.051

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Das Rennen eröffnete

Das Rennen eröffnete traditionsgemäss die Kategorie der Touremvagen, (wobei Alfred Keller auf Ceirano als einziger lAmateur der Klasse 1100 bis 1500 ccm gleich cm so forsches Tempo vorlegte, dass er mit i8'22"% die beste Zeit der Kategorie erjreichte, was wohl niemand erwartete, nachdem die beste Zeit letztes Jahr bereits um ieine ganze Minute verbessert worden war •und da zudem Keller mit einem kleinzylindri- ;gen Wagen fuhr und nach ihm noch verischiedene grösser dimensionierte Wagen istarteten. Unter den Experten fuhr Zemp auf Bianchi als einziger durchs Ziel und belegte damit den ersten Platz, während der alte jKämpe J. Qallay mit seinem treuen Ceirano eufolge Fehlzündungen aufgeben tnusste. Ihn (Hans Stubor-Bern auf Bugatti, schlug in der J\ennwagenkategorie Stucks letztjährigea absoluten Streckenxekord. verfolgte übrigens garstiges Pech von Anfang an, indem er bereits nach dem ersten, [Training in angestrengter Nachtarbeit einen jKolben auswechseln musste, was die Fahrt •am Sonntag an und für sich schon beeinträchtigte, wozu sich dann noch das andere Uebel gesellte. Die folgende Klasse (1500 bis 2000 ccm) sah nur einen Experten, W. Herbst auf O.M., am Start, der in 9'06Vs das Ziel erreichte. Gerade eine Fünftelssekunde mehr (benötigte W. Klein mit seinem Lancia, der [als alleiniger Amateur in Klasse D die Konkurrenz bestritt. Unter den Experten begegneten wir unserem alten Bekannten P. Steinbuck, der sich Jahr für Jahr mit seinem zähen Fischer-Wagen erfolgreich gegen jjüngere Wagen und Fahrer misst und auch jdieses Mal wieder mit 9 r 27%' obenausjschwang. Das Resultat darf sich bei einem JFahrzeug, das auf eine erlebnisreiche Rennjtätigkeit und auf das für Automobil© ehrwür- 'tiige Alter von 17 Jahren zurückblicken kann, fürwahr sehen lassen. Ihm folgte mit 7 4 / 5 " Zeitdifferenz A. Zehnder auf Austro-Daimler und Fräulein Haussener beschloss den Reigen auf Mathis. Als Novice im Rennsport und Der Deutsche Rosenstein, auf Mercedes-Benz> siegte bei den Sportwagen in neuer Rekordzeit eine der beiden Damenfahrerinnen der Veranstaltung, sollte sie gleich bei ihrem Debüt Erfahrungen aller Art und die wechselnde Laune Fortunas kennen lernen: Zufolge Störungen in der Brennstoffzufuhr, die auf das Material einer beschädigten Dichtung zurückzuführen sind, musste sie zweimal während kostbarer Minuten aussetzen, und sie hatte sich bereits zur. Aufgabe des Rennens entschlossen, als sie durch ermunternde Zurufe des Publikums dazu bestimmt wurde, trotz allen Fährnissen die Fahrt zu Ende zu führen. Die Kategorie der Amateure vertrat in der folgenden Klasse C (3000—5000 ccm) die zweite der beteiligten Damen, Frau Ruckstuhl auf Nash, die trotz einer kleineren Odyssade das Ziel erreichte. Während die erste Damenkonkurrentin noch mit denTükken ihrer Wagenpanne kämpfte, startete O. Giger auf Martini zu einer recht versprechenden Fahrt. Bereits im Training hatte er die Zeit auf acht Minuten hinuntergedrückt, so dass man mit einem ebenso erfreulichen AUTOMOBIL-REVUE .Resultat am Sonntag rechnen konnte. Da auf halber Strecke aber die Strasse durch den Wagen von Fräulein Haussener nicht gänzlich freigegeben werden konnte, veranlasste die fürsorgliche Streckenpolizei den 1 » Martinifahrer, sein Tempo auf wenige Kilometer herabzudrosseln, wodurch ihm kostbare Sekunden verloren gingen. Trotzdem blieb er mit 8'26% Sieger der Experten, wobei der Chef der Rennleitung anlässlich der Preisverteilung mit Recht den Sportsgeist Gigers erwähnte, der trotz dem Handicap das Resultat anerkannte und au! irgendwelche Einsprache verzichtete. Nicht weniger Pech hatten seine beiden Mitkonkurrenten. W. Probst, der zweimal startete und in dieser Klasse einen Mathis führ, konnte aus seinem Wagen auch nicht die gewünschte Leistung herausholen, indem eine Bremse sich festsetzte und den Lauf der Maschine gründlich hemmte. Seine Trainingszeit, die unter acht Minuten stand, hätte entschieden einen besseren Ausgang der Partie erwarten lassen. W. Stocker auf Lorraine-Dietrich, startete in erfolgverheissendem Tempo, das den flotten Fahrzeiten der Vortage entsprach, als ein perfider Kurzschluss in der Zündung seinem Rennen ein unverdientes und vorzeitiges Ende bereitete. Die Kategorie der Sportwagen war ebenfalls gut beschickt und Hess die Beteiligung bekannter Fahrer und vorzüglichen Sport erwarten. A. Scheibler führte seine Hausmarke Fiat ins Rennen und drückte die Zeit gleich ordentlich unter den Achtminutenstrich. Mit 7'25% blieb er Sieger der Klasse Alfred Keller-Zürich auf. jCeir&no; fuhr die beste Zeit der Tourenwasen. 1100—1500 ccm, doch hätte er seinen Erfolg noch viel nachhaltiger, (gestaltet, wenn nicht die Kerzen gespuckt und zeitweise, bedenklich ausgesetzt hätten. Sein einziger Mitkonkurrent, .R. Steinweg auf B.N.C., der für die Veranstaltung speziell, von München zugereist war, musste sich ebenfalls einem Kerzendefekt fügen, der ihm dergestalt zuschaffen machte, dass es gerade überraschet musste, als er die Fahrt doch beenden konnte. Bereits am Samstag abend machte sich das Uebel bemerkbar, aber es war dem deutschen Gaste leider unmöglich, sich noch rechtzeitig Ersatz für seine Spezialkerzen zu beschaffen. In der Klasse 1500—2000 ccm nahm erstmals ein Bugatti den Weg unter die Räder, wobei es dem Fahrer E. Lohner gleich gelang, den Klassensieg 1 mit 7'13 an sich zu reissen. Kessler, der nicht, wie in der Freitag-Nummer gemeldet, einen Rennwagen, sondern ein strikte serienmässiges Sportmodell Alfa Romeo fuhr, hatte mit seinem mehrere hundert Kilogramm schweren Wagen einen harten Stand, vermochte aber doch eine sehr respektable Zeit herausuholen. A. Bartholomäi, der verdienstvolle Präsident des Organisationskomitees, dessen Arbeit zu einem beträchtlichen Teil das gute Gelingen des Rennens zu verdanken ist. In der Klasse D leistete Je ein Experte und ein Amateur eine Sölofahrt." M. Favre vertrat dabei mit Alfa Romeo den letzteren Status, während Q. Sabattini auf Itala als Experte konkurrierte. Gleich vereinsamt fuhr P. Wegelin auf Chrysler als Amateur in der Klasse C (3000—5000 ccm) und Th. Willy, der Experte auf Ford, dessen Zeit allgemein recht vorteilhaft kommentiert wurde, benötigte er doch nur T 42%. Die Sensation der Kategorie brachte W. Rosenstein, der auf Mercedes-Benz-Kompressor in brillanter Technik die Strecke in 6'48 3 / B hinter sich brachte. Für einige Zeit schien es, als ob er nicht nur das beste Resultat der Sportwagen gesichert hätte, sondern man bewertete ihn sogar als Anwärter auf die Bestzeit des Tages. Dieser Lorbeer sollte ihm zwar nicht winken, aber seine Leistung, die gleichzeitig einen neuen Rekord der Kategorie darstellt, bleibt ungeschmälert. Sie steht eigentlich erst im richtigen Licht, wenn berücksichtigt wird, dass er den bisherigen Rekord um nicht weniger als 25V5 Sekunden unterbot ! Allmählich hatte sich nun das Wetter etwas verbessert und der Regen machte einem ab und zu schüchtern durch die Wolken blikkenderc Sonnenstrahl Platz, so dass die letzte Phase des Sporttages, das blitzartige Defile der Rennwagen mit «Regenschirm bei Fuss» verfolgt werden konnte. Eeine berechtigte Ueberrasehung bot W; Oesterreicher, der die achtunggebietende Leistungsfähigkeit eines von den Motorenwerken Zschopau hergestellten D.K.W.-Wagens demonstrierte. Es handelt sich um einen Zweizylinder mit dem liliputanischen Zylinderinhalt von 495 ccm. Ein derartiger Vertreter der Rennklasse gehört bei uns zu den Seltenheiten, weswegen Oesterreicher natürlich als Solofahrer die Konkurrenz bestritt, Das Bankett, dem eine illustre Gesellschaft von Ehrengästen und eine zahlreiche freudige Sportgemeinde beiwohnten, wurde dieses Jahr im Palace-Hotel serviert, - wo inmitten einer blumengeschmückten Tafelrunde ein Gabentempel errichtet worden war, der zufolge der zahlreichen wertvollen und äusserst geschmackvollen und gediegenen Preise ungeteilte Bewunderung fand. Am Tische der Offiziellen bemerkten wir dia Herren Decrauzat, Präsident der Nationalen Sportkommission, sowie seine Mitarbeiter in diesem Kollegium, die Herren E. H. Thommen (Bern), A. Chantre (Genf), O. Kofmehl (Solothurn) und E, Brieger, der kompetente Chronometreur des A.G.Si Eine Reihe befreundeter A.G.S.-Sektionen waren durch ihre Präsidenten vertreten, eo St. Gallen- Appenzell durch Hrn. Walser, Thurgau durch Hrn< Dr. Rietmann, Zug durch Herrn Siegenthaler. Zürich hatte ebenfalls eine Delegation, entsandt und weiterhin war die Sektion Waldstätte des T.C.S. durch drei ihrer Vorstandsmitglieder vertreten. Aus Behördekreisen waren anwesend die Herren Dr. Zurgilgen, Chef der kant. Motorfahrzeugkontrolle, der die kantonale Regierung repräsentierte, der städtische Baudirektor Businger für den Stadtrat sowie das Gemeindepräsidium von Kriens, Dr. Hofetetter. Herr Döpfner begrüsst als Vizepräsident der Sektion Luzern die Gäste und bedauert vor allem, dass der erste Vorsitzende, Herr Bucher, durch eine ärztlich verordnete Kur an der Teilnahme verhindert ist, und auch der Zentralpräsident Dufour zufolge Auslandsabwesenheit der Veranstaltung nicht beiwohnen kann. Der Redner gedenkt in treffenden Worten de3 Verdienstes des gesamten. Organisationskomitees, vorab der'Herren Bartholomäi und Dr. Hübscher, um die glänzende Durchführung des Rennens. Er dankt auch den Konkurrenten, welche sich in ihren Leistungen durch da8 Wetter nicht beeinflussen Hessen, und leert sein Glas auf das Wohl des^ schweizerischen Automobilsportes. Den mit regem' Beifall aufgenommenen Ausführungen folgt der Gruss der Stadt durch Herrn Stadtrat Businger. Er gibt einen Ueberblick über all die zahlreichen Aufgaben, die dem Gemeinwesen durch die Entwicklung des Motorfahrzeugverkehrs erwachsen sind. Die Stadt stellt sich ganz in den Dienst der Sache und ist vom besten Willen beseelt, nach Massgabe ihrer Kräfte zur Lösung der vielen Probleme beizutragen. Sein Toast gilt dem guten Einvernehmen zwischen Automobilisten und den übrigen Strassenbenützern sowie dem Wohl des A.G.S, und des Vaterlandes. Dr. Zurgilgen entbietet den Willkomm der kantonalen Regierung. Der Sprechende erinnert an die sich erst in letzter Minute, nämlich Samstag nachmittag, zur Beteiligung in der Rennklasse, obwohl er in seinem schon fünf Jahre alten Bugatti erst einen neuen Motor einmontiert hatte, der noch äusserster Schonung bedurfte. Dass er dehalb nicht das Maximum aus seinem Wagen herausholen konnte, war ihm zum vorneherein klar, allein, um dieser letzten Konkurrenz mehr Gewicht zu verleihen, sagte Probst den Start zu. Zudem langte der Wagen erst so spät in Luzern ein, dass an ein Training nicht mehr zu denken war. Wenn er trotz alledem den zweiten Platz mit nur 6'38 belegte, so spricht das Resultat erneut für die Bravour des Berners, die auch in seinem weiten Freundeskreise gebührende Beachtung fand. J. Strittmatter, Hess sich durch das letztjährige Pech am nämlichen Rennen nicht verdriessen und startete frisch-fröhlich zum heurigen Reigen, den er ehrenvoll mit 6'55 beendete. H. Stuber, der Dritte im Bunde, leistete sich eine Fahrt, die ihn zum unbestrittenen Helden des Tages stempelte. Unter dem kraftschnaubenden Geheul seines Kompressors fegte er wie toll um die Kurven und führte dabei sein Steuer doch mit absoluter Ruhe und Sicherheit. Man war vom Start hinauf bis zum Ziel davon überzeugt, dass sein Resultat etwas Besonderes sein werde. Dennoch war wohl alles gewaltig überrascht, als bekannt wurde, dass er den letztjährigen Rekord nicht nur innegehalten, sondern ihn sogar um eine ganze Sekunde verbessert hatte. Wer bei der Talfahrt die unter dem Regen stellenweise tüchtig aufgeweichte Strasse betrachtete, musste sich tatsächlich fragen, wie ein derart schneidiges Ergebnis überhaupt möglich gewesen war. Bei der Preisverteilung kargte denn die grosse Tafelrunde auch nicht mit dem ehrlich verdienten Beifall und jedermann mochte dem Berner Kollegen von Herzen die prachtvollen Trophäen gönnen, die ihm als dreifachen Sieger zufielen, schwang er doch nicht nur m dieser Kategorie oben aus, sondern stellte damit auch die beste Tageszeit auf und erzielte einen Rekord, der nicht so leicht überboten werden wird. 1929 - N°5I bei der er nur S'23%< durch die doch beträchtli-Diskussionenche Anstrengungen erheischende Strecke be- über die Bewilligung von Rennen gewaltet haben. Er die im Schosse des Grossen Rates stellt mit Befriedigung fest, dass mehrheitlich der nötigte. Die Klasse 750—1100 ccm vertrat Wert solcher Veranstaltungen anerkannt worden Rampinelli auf Amilcar, ebenfalls allein, der ist. Sein Wunsch geht dahin, es möge zwischen in schneidiger Fahrt und mit vielbeachteter den grossen Automobilverbänden und der Regierung Technik eine Zeit von 7' 27 4 / 5 buchte; stets ein gutes Einvernehmen herrschen. Weiter dankt Herr Kofmehl, als Vertreter der Nationalen Das Finale in der Klasse E bestritten drei Sportkommission sowie der anwesenden Sportpräsidenten, der Sektion Luzern für die tadellose Ver- Bugattifahrer. H. Stuck von Villiez. der auf Austro-Daimler den letztjährigen Streckenrekord aufgestellt hatte und dessen Beteilidenen grossen Arbeit. anstaltung und die Bewältigung der damit verbungung man dieses Jahr mit um so grösserem Daraufhin eröffnet Herr Bartholomäi die Preisverteilung mit einer kernigen Ansprache, in welcher Interesse entgegensah, war in letzter Stunde er die grossartigen Leistungen des Tages gebührend an der vorgesehenen Konkurrenz verhindert. würdigt und dabei auch einzelne Resultate ins richtige Licht rückt. Er dankt mit Recht allen Fah- Wie inoffiziell verlautete, wurde ihm von seiner Fabrik die Meldung an einem ausländischen: Rennen nahegelegt;" die ihm alsdann ben, um dem Automobilsport auch bei uns huldigen rern und gedenkt besonders auch der ausländischen Sportkollegen, die alle Unkosten nicht gescheut ha- tocht mehr die : nötige Zeit Hess, um in der zu können. Er gibt alsdann die mit grösster Spannung erwarteten Resultate bekannt, welche von den Schweiz seinen Titel als Rekordinhaber zu Anwesenden mit einhelligem: Beifall quittiert werden. verteidigen. E. Probst stellte sich zum zweiten Mal dem Starter, und zwar unter Umständen, die verdienen erwähnt zu werden. Damit wäre die diesjährige Sportsaison der schweizerischen Automobilisten unter glücklichen Auspizien eröffnet, die uns bekannt- Unser bekanntes Berner «As» entschloss lich noch eine Reihe bedeutender Veranstaltungen bringen wird und deren nächste bereits am kommenden Sonntag folgt. Wenn sie in ihrer Organisation und sportlichem Fazit der Luzerner Ouvertüre gleichen und zudem von freundlicherem Wetter begünstigt sind, dann können wir einer weiteren gedeihlichem Entwicklung des Automobilsportes sicher sein. Den ersten Volltreffer haben die Luzerner für sich. Wer holt sich den näcnV-- sten ? fa Die Rekorde des Eigental-Rennens. Klasse Tourenwagen: Fahim Uwlce Ztlttn 1100 oem Rouviera Fiat 912 6 1500 oom Seheibler Fiat 737'4 ' 2 0 ^ ^ feiler Bignan 7JB3

N°51 — 1929 AUTOMOBIL-REVUE Die Resultate des Kriens-Eigental (9. Juni 1929) Klüse I Konkurrent Fahrer Sektion des A. C.S. Oder Marke -§1 Mm. M Zylinder- Zeiten Bemerkungen « Bun g.s " lnnalt Tonrenwagen: '' 1100—1600 com 1 A. Kener A. Keller A A. C. S. Zürich Ceirano 4 65 110 1460 8.22,4 Beste Zeit aller Tourenwagen (Experten und Ama 1 F. Zemp F. Zemp E T. C. B. Wolhusen Bianchi 4 64 100 1285 10.30,2 teure) und neue Bestzeit seiner Klasse. 1600—2000 com 1 W. Herbst W. Herbst E A. C. S. Luzern 0. M. 6 65 100 1990 9.06,2 2000—3000 com.. ... 1 W. Klein W. Klein A A.C. S. Luzern Lancia 4 75 120 2120 9.06,4 1 P. Steinbuok P. Steinbuck E A. C. S. Zürich Fischer 4 68 120 2780 9.27,4 2 A. Zehnder A. Zehnder E A. C. S. Luzern Austro-Daimler 6 76 110 2990 9.35,2 3 — Mlle Haussener E A. C. S. Bern Mathis 6 65 110 2190 19.04,0 3000—5000 ccm.. «,.. 1 — Mme Buckstuhl A A. C. S. Luzern Nash 6 82.55 114.3 3683 12.20,0 1 O. Giger O. Giger E A. C. S. Zürich Martini 6 88 120 4380 8.26,4 2 W. Probst W. Probst E A. C. S. Bern Mathis 6 86 117 4090 8.34,2 Sportwagen: 1100—1500 ccm 1 A. Scheibler A. Scheibler E A. C. S. Bern Fiat 4 65 110 1460 7.25,4 Rekord etabliert. 1 R. Steinweg R. Steinweg E A. D. A. C. B. N. C. comp. 4 61 95 1440 12.32,2 1600—2000 com 1 E. Lohner E. Lohner E A. C. S. Zürich Bugatti 8 60 88 1988 7.13,0 Rekord geschlagen. 2 Kessler et Jäger J. Kessler E A. C. S. Zürich Alfa Rome"o 6 65 88 1760 7.25,0 2000—3000 com.. . . . I M . Favre M. Favre A A. C. S. Neuenburg Alfa Romeo 6 76 110 2995 7.54,0 Beste Sportwagenzeit der Amateure. 1 G. Sabatini G. Sabatini E A. C. S. Tessin Itala 6 70 100 2310 7.43,0 3000—5000 com;. ... 1 P. Wegelin P. Wegelin A A. C. S. Zürich Chrysler 6 83 127 4100 8.03,2 Neue Bestzeit dieser Klasse* 1 Th. Willy Th. Willy E A. C. S. Luzern Ford 4 98 107 3230 7.42,4 Plus de 8000 ccm.... 1 W. Rosenstein W. Rosenstein E A. C. S. Zürich Mercedes-Benz 6 100 150 9185 6.48,6 Beste Sportwagenzeit. Rennwagen: 350— 500 ccm 1 Fabrique Zschopau W. Oestreicher A. D. A. C. D. K. W. 2 68 68 495 8.23,4 Rekord etabliert. 750—1100 com 1 E. Rampinelli E. Rampinelli A.C.S.Schaffhausen Amilcar 6 66 74 1090 7.27,8 Rekord etabliert. . 1500—2000 ccm 1 H. Stuber H. Stuber A. C. S. Bern Bugatti 8 60 88 1988 6.20,4 Beste Rennwagenzeit und neuer absoluter Streoken- 2 E. Probst E. Probst A. C. S. Bern Bugatti 8 60 88 1988 6.38,0 rekord. 3 J. Strittmatter J. Strittmatter' A. C. S. Zug Bugatti 8 60 88 1988 6.55,0 Bergprüfungsfahrt Gurnigel 1929. Die Sektion Bern des A. C. S. hat die Organisation des am 30. Juni zum Austrag gelangenden Rennens wie folgt bestellt: I. Leitung. Ehrenpräsident: A. Dufour, Zentralpräsident des A.C.S.. Genf. Rennleitung: J. Decrauzat, Präsident der Nationalen Sportkommission, Genf; Dr. Max Schmid, Riehen-Basel, Delegierter der Nationalen Sportkommission; B. Pierrehumbert, Le Locle, Delegierter der Nationalen Sportkommission. Rennchef: E. H. Thommen. Ostermundigen. Rennsekretär: 0. R. Wagner, Bern. Sekretariat: Breitenrainstr. 97, Bern, Tel. Bw. 39.84. Preisgericht: Der Zentralpräsident des A. G. S. — Die Vizepräsidenten des A. G. S. — Die Rennleitung. ^-. Der Kommissär für die 'Wagenabnahme. —. Die Starter. — Der offizielle Chronometreur. — Der Zielkonunissär. — Der Präsident des Polizeikomitees. — Die anwesenden Präsidenten der Sektionen des A. C. S. r-n Das Bureau der Nationalen Sportkommission, II. Empfangskomitee. Präsident: Mende, Dr. E., Brunnadernrain 37, Bern Tel. Bw. 27.97 oder Chr. 42.60 Mitglieder: Hostettier Er.; LütM R. A., Restaurant du ThMtre; Hoffnmnn- Gerber. III. Quartier- und Verpflegungskomitee. Präsident: Lüthi, R. A., Restaurant du ThMtre, Bern, Tel. Bw. 20.27. Mitglieder: Lüthi Gottl.. Hotel Gotthard; Gerber- Dcmmo Ed. IV. Propaganda- und Pressekomitee. Präsident: Wagner, 0. R., Breitenrainstr. 97, Bern, Tel. Bw. 39.84. Mitglieder: Baebler Rene, Debrit Jean, Dr. Greiner, Dr, Kleinert, Landolf Gottl., Vitali Felix. V. Streckenkomitee. Präsident: Itten, Arnold, Architekt, Thun, Tel. 10.18. ^sMitglieder: Pulver Rud, Wiesmann. Paul, Ghiel- ; metti Rene, Marti-Ruf A. VI. Technisches Komifee. Präsident: Thommen, E. H., Ing., Ostermundigen, a) Wagenabnahme: Kommissär: Schmidt, H., Belpstrasse 30 a, Bern, Tel. Bw. 32.33. Kommissär: Schmidt H., Blau W., Pfister Hans, Schaerer Emü b) Training: Kommissär: Dr. Merz W. und Rufener E. U, c) Starter: Kommissär: Herren Rud. und Dr. Merz W< d) Ziel: Kommissär: Haldemann H. und Brägger H« e) Rettungsdienst: Kommissär: Lüps J. W. f) Materialbeschaffung und -Verwaltung: Kommissär: Marti-Ruf • A. VII. Chronometrage. Kommissär: Der offizielle Chronometreur. Mitglieder: Jag. Gsell R. und Hamherger* E. VIII. Verkehrs- und Polizei-Komitee. Präsident: Fortmann, Karl. Greyerzstrasse 79, Bern, Kommandant: Boxer, Polizeihauptmann. Kommissär: Müller, Polizeikommissär, Bern Tel. Bw. 47.29. Mitglieder: Haberer 0., GMelmetti R. a, Bieber A. IX. Wagenstellungs- und Transporfkomitee. Präsident: Büchler, E.. Marienstrasse 8, Bern, Tel. Bw. 17.87. Weher A. jun. X. Gabenkomiiee. Präsident: Hilfiker, Rud., Beundenfeldstr. 31, Bern, Tel. Bw. 26.90. Mitglieder: v. Müller Edgar und Sturzemegger E. XI. Finanzkomitee. Präsident: Huber, W. E., Believuestrasse, 8, Bern. Tel. Bw. 17.35. Mitglieder: Bärtschi G., Biedermann H., Emch W., Dr. Gossweüer K, Hodler Fr. und Walder H. G. XII. Sanitätskomitee. Präsident: Walthard.H., Dr., Monbijoustr. 47, Bern, ( Tel. Bw. 47.59. Mitglieder: Dr. G. DaTdel, Dr. G. v. Gremis, Dr. F. Henny-Streiff, Dr. M. v A Herrenschwand. Dr. A, Laemann, Dr s G. Perlet und Dr a E. Wysa. Vor dem Marchairuz-Rennen. Nächsten Sonntag findet, organisiert durch die Sektionen Genf und Waadt des A.C.S., das Marchairuz-Bergreimen statt, das zum ersten Mal seit 1911 wieder ausgefahren wird. Die Nennungen bringen eine ganze Reihe der erstklassigen Fahrer des Kriens-Eigental wieder an den Start. Der Einschreibetermin ist bis auf Donnerstag, den 13. Juni, 17 Uhr, verlängert worden. Eingeschrieben haben sich die Fahrer: Strittmatter {Zug), auf Buigatti; Escher W. (Vevey und Zürich), auf Bugatti; Petley Ch. (Lausanne), auf Lagonda; Favre M. (Cernier), auf Alfa Romeo; Scheibler Aug. (Laupen), auf Fiat 501; Gadley J. (Biel), auf Ceirano; Pinard (Rolle), auf Lancia; Dr. Farner (Genf), auf Itala; Dr. Guillermin (Genf), auf Peugeot; Dr. Avondet (Genf), auf Bugatti; Oesterreieher W. (A.D. A.C.), auf D. K. W.; Stuber Hans (Bern), auf Bugatti; Dr. H. Köchlin (Genf), auf Panhard; Guido Sabatini (Lugano), auf Itala. Von folgenden Fahrern liegen Startzusicherungen vor: E. Nyffeler (Genf), auf Amilcar; Georg (Lausanne), auf Rally; P. Steinbuck (Zürich), auf Fischer; Lohner (Zürich), auf Bugatti; Gyger Otto (Zürich), auf Martini; RampineJli (Schaffhausen), auf Amilcar. Telephon Nr. 10.80, 10.81, 10.82, Ölten Sie weltrekordelt Die Engländerin Mrs. Bruce schlug am 6. Juni in Linas-Montlhery den 24-Stunden-Weitrekord der Fünfliterklasse, indem sie als Allemfahrerin 3459 km mit einem Stundenmittel von 144,165 km bewältigte! Eldridge, • der frühere Rekordhalter, hielt ein Stundenmittel von nur 116,482 km. Für eine Dame fürwahr eine Parforcejeistumg! Mrs. Bruce fuhr einen Bentley-4,5-Liter-Wagen. 'Zielfahrt nach Wien. Unter grosser Beteiligung fand am 4. Juni in Wien das Festbankett zu Ehren U.S. ROYAL PNEUS Das unübertroffene Standard-Produkt der United States Rubber Company Bessere Reifen gibt es nicht! Erhältlich in allen guten Garagen und Spezialgeschäften ROYAL CORD IMPORT A.-G., ÖLTEN Depot BASEL: Albanvorstadt 42^ Telephon Safran 58.57 Depot GENF: 1, Rue Pierre Fatioj Telephon Stand 40.25 Depot ZÜRICH: Neue Adresse: Florastr.41, Telephon Limmat37.27 der Automobil-Zielfahrt nach Wien statt. Sie war, vom Oesterreichischen Automobilclub veranstaltet worden und stand im Rahmen der Wiener Festwochen. Eine zahlreiche Beteiligung von rfah und fern gestaltete die Zielfahrt zu einem sportlichen Ereignis ersten Ranges. Die ersten drei Preise fielen auf Steyr-Wagen. Hauptsieger war Ingn Hoch, der in Lissabon startete und 3291 km zu-« rücklegte. Im Namen Österreichs dankte der Bundespräsident den Teilnehmern aus aller Welt für, ihr zahlreiches Erscheinen und betonte die völkereinigende Mission des Automobilismus. Der in Genf gestartete Fahrer Steinlechner placierte sich mit 191,79 Punkten. Er ist der einzige, der sich von der Schweiz aus auf die Reise machte« Auch er fuhr Steyr. Eröffnung des Verkehrs auf dem Berner Flugplatz. So bescheiden der erste, fahrplanmässige Start auf dem neuen Berner Flugplatz im Belpmoos für den kleinen Kreis von Vertretern der bernischen Behörden und der Presse anzusehen war, so darf dabei nicht vergessen werden, dass mit dem 10. Juni Bern in das Internationale Flugnetz einbezogen wurde. Diese Tatsache ist für die Bundesstadt gewichtig genug, denn mit diesem Start des ersten Linienflugzeuges startet Bern auch im Wettkampf um die Sicherung eines regelmässigen und lebhaften Flugverkehrs. Wer, die Schwierigkeiten, die über den ersten Bestrebungen der Verkehrsinteressenten von Bern zur Gründung eines Flugplatzes und zum Anschluss an den Luftverkehr unseres Kontinents lasteten und während vielen Jahren nicht weichen wollten, kannte oder wenigstens ahnte, der freut sich ehrlich und vergisst alles, was in den letzten Jahren der Berner Flugbegeisterung einen Dämpfer aufsetzte. Nun ist er da : der Anschluss Berns an die grossen Fluglinien. Mit diesem ersten Start und mit jedem neuen Start wird sich das Zutrauen einstellen. Und wenn das Publikum Zutrauen hat, dann sind die notwendigen Grundbedingungen für eine günstige Entwicklung der Berner Fluglinien gegeben. Dann wird auch das Kapital, das von den ersten Jahren an bis sich der Flugbetrieb selber erhalten kann, grosszügig fliessen muss, unternehmungslustiger. Als am Montag morgen, kurz nach 8 Uhr, das vierplätzige Fokker-Verkehrsflugzeug, ausgerüstet mit einem siebenzylindrigen Sternmotor, bei schwierigen atmosphärischen Verhältnissen sich unter der kundigen Führung des Flugplatzdirektors Pillichody vom Boden loswand und seine erste Schleife zog, da war kein Zweifel mehr, dass die Periode der enormen Anfangsschwierigkeiten ihren Abschluss gefunden hat. Herr Gemeinderat Raaflaub begrüsste kurz nach dem Start den Kreis der rund 30 Eingeladenen und gab einen kurzen Ueberblick über die Bauarbeiten, die derzeit noch in vollem Gange sind. Die Zufahrtstrasse Bern-Wabern-Kehrsatz-Belpmoos wird ausgebessert, erweitert und gewalzt, so dass die Durchfahrt mit Automobilen und sogar mit Omnibussen leicht vor sich gehen kann. Auf dem Platze selber steht ein neuer Hangar der Berner Flugplatzgenossenschaft «Alpar» im Bau, der gut 50 Meter vom Hangar des Berner Flugsportclub entfernt ist. Zwei Dienstgebäude, ebenfalls noch im Bau, haben die Bureaus, die Materialräume undi ein kleines Restaurant aufzunehmen. Die Planie des 400 Meter breiten und 600 Meter langen Platzes konnte erst etwa Mitte März begonnen werden, ist aber beendet. Im Juli wird die Eröffnung des Flugplatzes, der landschaftlich denkbar vonstatten gehen. schön gelegen ist, La.