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E_1929_Zeitung_Nr.052

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8 AUTOMOBIL-REVUE

8 AUTOMOBIL-REVUE 1929 - N° 52 elektrische Verbindung zwischen Dynamo und Batterie, sobald die Dynamospannung unter ein gewisses Minimum sinkt und stellt umgekehrt die Verbindung her, wenn die Spannung genügend hoch ist, um eine Ladung der Batterie zu gewährleisten. Aber noch sind wir nicht ganz am Ziel. Es zeigt sich nämlich, dass bei der nun bestehenden Anlage- das Licht verschieden stark ist, wenn schnell und wenn langsam gefahren wird. Diese Ungleichheit ist auf die ungleiche Tourenzahl der Dynamo zurückzuführen, die wiederum eine ungleiche Stromabgabe bewirkt. Ursprünglich suchte man sich dagegen zu behelfen, indem man komplizierte Tourenregler in den Dynamoantrieb einbaute. Heute wird dagegen die Regelung ausschliesslich auf elektrischem Weg erzielt. Spannungs- und Stromregler. Dabei sind zwei Hauptsysteme zu unterscheiden : Die Regelung durch einen sogenannten Schnellregler und die Regelung durch eine dritte Bürste. Das erste System kommt liauptsächlich bei europäischen, das zweite fast ausschliesslich bei amerikanischen Wagen zum Einbau. Gemeinsam haben beide Systeme, dass die Regelung durch Verändern der magnetischen Erregung erfolgt. Im ersten Fall ist in den Stromkreis der Stator- Elektromagnete eine Art Relais eingeschaltet, wie wir es oben kennen gelernt haben. Dieses Relais arbeitet aber gerade umgekehrt: Es unterbricht den Strom, wenn dessen Spannung ein gewisses Maximum überschreitet, leitet ihn über einen Widerstand und schliesst ihn erst wieder beim Eintritt einer tieferen Spannung. Die Unterbrüche und Schliessungen gehen dabei sehr rasch vor sich, so rasch, dass die Schwankungen am Licht gar nicht mehr bemerkbar sind. Obwohl also die Stator - Elektromagnete abwechslungsweise bald zu viel und bald zu wenig Erregung erhalten, wird gerade dadurch und durch die Schnelligkeit der Unterbrechungen im Rotor ein gleichmässiger Strom erzeugt. Regelung durch dritte Bürste. Das zweite System erkennt man äusserlich daran, dass neben den zwei früher erwähnten Abnehmerbürsten eine dritte Bürste vorhanden ist. Die Abzapfung des Erregerstromes erfolgt an einer der gewöhnlichen und der dritten Bürste. Der Erregerstrom steigt bei dieser Abzapfung aus Gründen, auf die wir hier nicht näher eingehen können, beim Steigen der Ankertourenzahl nur bis zu einem bestimmten Höchstwert und bleibt dann annähernd konstant. Dementsprechend verhält sich dann auch die Stromabgabe nach aussen. Der Höchstwert kann dabei innert gewisser Grenzen beliebig eingestellt werden, indem man die dritte Bürste im Drehsinn des Ankers oder umgekehrt verschiebt. Eine Verschiebung der Bürste in der Drehrichtung des Ankers ergibt dabei eine Verstärkung des Stromes, eine Verschiebung gegen die Drehrichtung eine Verminderung. Von dieser Einstellmöglichkeit kann man unter Umständen Gebrauch machen, um die elektrische Anlage eines Wagens den speziellen Verhältnissen anzupassen. Damit wären eigentlich die Geheimnisse des Elektrizitätswerkes im Auto gelüftet. Die Tatsache, dass der Strom durch Schalter in die richtigen Bahnen gelenkt und durch Sicherungen am Ueberschäumen verhindert wird, ist für Sie ja so selbstverständlich,/ dass weitere Erklärungen überflüssig sind. Der Hauptkunde des Elektrizitätswerkes. Nun jedoch noch kurz etwas über den Anlasser, der zwar nicht zum Elektrizitätswerk gehört, sondern einer seiner Kunden darstellt. Der Anlasser ist ein Elektromotor, nicht «auch> so eine «Dynamo», wie man es oft hört. Er hat nur das Pech, genau gleich auszusehen, so genau, dass ihn soga* der Fachmann nicht sofort von Jener unterscheiden kann. Der Unterschied besteht nämlich nur in der Funktion. Die Dynamo verlangt mechanischen Antrieb und gibt dafür Strom ab. Der Elektromotor verlangt Strom und gibt dafür mechanische Arbeit ab". Eine und dieselbe Maschine kann sogar beide Funktionen erfüLlen, wenn es sein muss. Wie geht das zu? (Schluss folgt.) Gasbefeuchter. In einer der letzten Nummern wurde im Sprechsaalbereits au eine Anfrage hin einiges über diese Apparate gesagt. Beim Motor eines Automobiles wird durch die Bewegung der Kolben im Zylinder durch den Vergaser Luft eingesaugt, die auch das Benzin mit sich reisst. Es entsteht so ein Gemisch von Luft und feinsten Benzinteilchen, welches dann im Zylinder komprimiert und durch einen Funken zur Explosion gebracht wird. Um die beste Leistung zu erzielen, muss der Vergaser so eingestellt sein, dass Luft und Benzin in einem ganz bestimmten Verhältnis zueinander gemischt sind. Da bei verschiedenen Geschwindigkeiten des Motors verschiedene Mischverhältnisse jeweils das beste Resultat ergeben, der Vergaser aber nur fest auf ein bestimmtes Mischverhältnis eingestellt werden kann, so stellt die Einstellung des Vergasers immer nur einen Kompromiss dar. Fügt man nun dem Gasgemisch eine geringe Quantität Wasser bei, so zersetzt sich dieses Wasser im Zylinder infolge der dort herrschenden grossen Temperatur und des hohen Drucks in seine Elemente Wasserstoff und Sauerstoff. Dieses Gasgemisch, Knallgas genannt, ist ein ausserordentlich wirksamer Brennstoff für Explosionsmotoren. Man erhält also in diesem Fall im Zylinder ein Gemisch von Benzin + Luft + Knallgas. Dieses Gemisch hat nun eine höhere Explosionskraft als die blosse Luft-Benzin-Mischung. Die Gasbefeuchter für Automobile lassen nun durch den Kolben feuchte Luft ansaugen, .die sie dem oberen Teil des Kühlers, wo solche immer vorhanden ist, entnehmen. Selbst bei stark erhitztem Kühler ist aber die Menge der Feuchtigkeit, welche die Luft aufnimmt, immer eine sehr geringe, aber gerade genügend, um die gewünschte Wirkung hervorzubringen. Die Luft dient in diesem Falle als Träger für die Wasserpartikelchen. Darum muss beim normalen Gang des Motors (bis zu ca. 35 km.) die Luftzufuhr am Vergaser, reduziert werden, damit das richtige Mischungsverhältnis erhalten bleibt. Kann am Vergaser die Luftzufuhr in einfacher Weise nicht reduziert werden, so muss man die Zufuhr des Benzins erhöhen, so paradox dies klingt, um eine Benzinersparnis zu erreichen. Es erklärt sich dies aber einfach dadurch, dass man die mehr angesaugte Luft durch etwas mehr Benzin ausgleicht, wobei man dann von dem gesamten Gemisch für die gleiche Fahrleistung bedeutend weniger brauchen wird. Man hat gesehen, dass bei höheren Geschwindigkeiten dem Gemisch in den meisten Fällen Luft mangelt, wodurch das Beschleunigungsvermögen (die Rasse) des Motors sinkt. Bei diesen höheren Geschwindigkeiten kann nun der Benzinsparer umgeschaltet werden, so dass er dem Gasgemisch ausser der Feuchtluft auch noch Frischluft zuführt und so den Vengaser korrigiert. Die in dem Motorzylinder eingeführte. Feuchtigkeit hat noch eine sehr angenehme Nebenwirkung, indem sie bei der Verbrennung als Katalysator wirkt und die Entstehung von hartem Russ an Ventilen und Kerzen vollständig verhindert. Ja, in Fällen, wo! (Schluss siehe Seite 10.) Son dernier- modele 10 CV; 6 cylindres; 2 litres aveo chassis surbaose6, resssorts articulea sur bloca cautchouo« jH I IIIVI j\j W l'ingenieur, le mecanicien, le connaia- FASCINE "elegante, le raifme, 1 amateur de lignes nouvellea. .soataiti* Importateurs directsi EXTENSION AUTOS S. A. - GENEVE 7, rue Ver8onnox Telephone Stand 11.07 OPEL organise produit bon marche. AGENT8 DAN3 TOUS LES CANTONS.

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