Aufrufe
vor 5 Monaten

E_1929_Zeitung_Nr.053

E_1929_Zeitung_Nr.053

AÜIOMOBiL.KrVüc

AÜIOMOBiL.KrVüc l:«i» — Vierwaldstätter - See und Umgebung In dlMar Rubrik nrfHmtllcht« Okjekte zahlan «IIM Gebühr von Fr. 10.- tflr «In «InHlUew 60 mm höh« Feld; DopptlMitor, nnltfMltif, Fr. 20.-, drebpittlg Fr. 30.-, {rissen Inserate 45 Cts. pro tlMMlUp S-mm-Zdl«. Bai drelmilipr WMerbolne dar iHmllchen Amtin 10% Rabatt Gelegenheits- Kauf! In BURGDORF ist um ständehalber ein neuerbau tes, freistehendes Einfamilienhaus mit gross., hellem Werkstätteraum und AUTO- GARAGE, 5 Zimm., einer oder zwei Küchen, Badz., Waschküche, Zentralhzg etc. auf beliebigen Termin preiswert zu verkaufen Die servitutfreie Besitzung eignet sich vorzüglich zur Ausübung eines Handwerks oder Gewerbes. Anzahlung 10 000 Fr. Auskunft ort. Paul Dannelet Rütschelengasse 8, Burgdorf (Bern). 40572 VILLA Ravissante PROPRIETE, 8 pieces, dernier confort moderne. Beau jardin et verger. — Construction d'avantguerre. Vue grandiose. Prix interessant. S'adr. C. Locatelli, Cully. Telephone 42.106. 40471 In Arosa ein Chalet zu verkaufen möbliert ... Fr. 52000.- unmöbliert » 45 000.- Offerten sind zu richten an Th. Roman, Erzhorn, Arosa. 40581 Zu vermieten GARAGE in grosser Ortschaft des Kantons Bern, mit Au»- stellungslokal. — Schöne, belle Werkstatt Platz für ca. 30 Wagen. Massiger Zins. — Offerten unter Chiffre 38956 an die Automobil-Revui, Bern. Am Spalenring neu erstelltes, sehr sonniges, modern ausgebautes Ein- eueni. 2-Fam.-Haus mit 9 grossen- Zimmern, Balkon, Erker und gedeckten Terrassen; Bad, gross. Boiler, Zentralheizung. 7 pieces de mattet«, prand confort, 2 ealles de bains, ean conrante eh. «t fr. dans eh. ä coucher, tontes ddp., sarage, jardin. Tue eiendue, ejtu6e dans un des plus .beaox quartiers de Lausanne. —Prix avant*- geux: S'adr. Banque Galland & Co., serrices des gerances, 8, "PL St-Prancois, Lausanne. 7888 An erhöhter, ruh., sonn. Lage-ob Altstetten b. Zeh. ein neues Einfamilienhaus, 5 Zimm., 4 gr. Wandkäst., 2 gr. Balk.i Bad, Küche m. Boiler, Keller, gr. Nutzu. Ziergarten. Platz für Garagenbau, umständehalber sof. bill. zu verkauf. Jlusk. b. J. Meienberg, Rennweg 43, Zürich 1. Automobiles Garage 1 Reparation A vendre ou ä louer dans localite importante, bätiment en' bon etat avec vaste atelier et. places. —• Etüde W. & E. Gillleron, notaires, Oron-Ia-Ville. Mehrfamilienhaus mit Geflügelfarm Sons eatt* raMtju« In objata »nt InMa an arlz da Irs. «.- anr nna eolonna da SO mm da hantMr, sur dan calonnai fit. 20.— at «r trois eolonnai In. 30.-. Annoneu #un »Im crand lornurt « Cta. la llgm de 2 mm * haut Paar trab »arutlens on nkalt de 10%. In grossem, aufblühendem Industrieort der Ostschweiz, Bahnknotenpunkt, Nähe Kantonshauptstadt, ist umständehalber kleinere LIEGENSCHAFT äus- Autoinobil- Reparatur- Werkstatt serst preiswürdig, mit kleiner Anzahlung, zu verkaufen. — Dieselbe eignet sich vorzüglich für Autohändler oder Vertretung, da grosse, massive GARAGE Werkzeug und Maschinen, mit allem erforderlichen und Remise vorhanden ist, nebst schönem Zweifamilien-Wohnhaus. — Die Liegenschaft eignet siclj Zürich, grosser Benzin- an Hauptstr., Ia. Lage bei auch für diverse andere Berufe. verbrauch, per sofort od. Gefl. Anfragen erbeten unter Chiffre 40550 an die später zu vermieten. — Automobil-Revue. Bern. Anfragen an, W. Keller, Bienenstrasse 13, Seebach (Zürich), i 40657 mit Mädchenzimmer und "modernem Komfort. Hervorragend schöne, sonnige Aussichtslage, inmitten grossem, schattigem Garten. 40554 Im Hause eingebaute, famos installierte an der Zollikerstrasse 246 und 250, Zürich 8. Auskunft durch den Ersteller: Th. Haas-v. Egan Architekt, Zollikerstr. 246, Zürich 8. Tel. Limm. 9365 - Im zentral gelegenen ist ein neu renoviertes und entsprechendem Umschwung, gepflegten Obstbäumen und Sträuchern, auf beliebigen Termin zu verkaufen. Sonnige, absolut windgeschützte Lage. Frostfreier Raum kann mit geringen Kosten in zwei AUTOGARAGEN umgewandelt werden. Sichere Rendite. Auskunft und Besichtigung durch den Alleinbeauftragten : Paul Dannelet, Sachwalter, Burgdorf (Bern). 40573 im Kt Bern ausgezeichnet gelegen, mit' nachweisbar guter Kundschaft, 2 Wohnungen, maschinell gut eingerichtet, zu verkaufen. Anzahlung 16—18 Mille. Offerten gefL unter Chiffre 40714 an die Automobil-Revue, Bern. und bietet für einen geschickten Autohändler grosse Möglichkeiten. An bester Verkehrslage (Hauptdurchgangsstrasse) ist ein Fläche zu günstigen Bedingungen zu verkaufen. Das Grundstück, auf dem bereits 12 gut eingerichtete Boxen stehen, eignet sich glänzend als Bauplatz für Ausstellungsräume und Werkstätten. Anfragen unt. Chiffre 40689 an die , Automobil-Revue. Bern. vom bekannten, ideal gelegenen Strandbade zwischen Vinelz u. Lüscherz am Bielersee- 40790 •Auskunft erteilt Max Wyssbrod, Notar, Erlach. LUGANO. Heimel-Villa, Oek. u. Garage, schönste -Aussicht, 1000 Quadratmeter Garten, von Burgmauern umgeb., gr. Bäume und Lokale, w. Wasser, 5 Min. v. Tram. 42 Mille. Auch möbl. zu verkaufen w. Todesfall, auch eine Mill.-Erfind A. Hubner, Villa Elena, 1 Staz. Bre, Grenze ViganeÜo Ruvigliana. 40870 Zu vermieten in Hünibach bei Thun 40845 T»- 1 CHALET **XL bestehend aus 4 Zimmern Küche, Keller, Gas, Wasser u. elektr. (Licht und grossem Garten, zu sehr günst. .Komi. Zu erfragen unt. Chiff. P. 5104 Y bei Publicitas Bern. An bester zentraler Lage der Stadt Biel ist Autogarage 1 und Reparaturwerkstätte mit Wasser- und elektr. Kraft. Flächeninhalt des Areals 1800 m 2 . Eine Garage auf diesem Platze würde von den Automobilisten sehr begrüsst Verkaufspreis im Verhältnis zur Lage sehr vorteilhaft. 40791 Ernsthafte ReflektaÄten bestehend aus ö-T.-Saurer A E. mit Anlasser, Luftr bereifung, grosser Möbelkasten, Allwetterkarosserie, erhalten Auskunft bet, alles in tadellosem Zustand, ist samt allem Zubehör Erfr,: E. Schlachter, umständehalber sofort preiswürdig zu 'verkaufen. Chr. Berger, Baumeister, Allschwilerplatz 9, Basel. ' 40656 fänger sehr günstige Gelegenheit. 40699 Telephon Christ. 17.39. Wagen gelöst, Aufträge vorhanden, dahejr für An- Neuengasse 39. E. Imholz, Autotransport, St. Gallen. Konkordiastr. 17. A vendre belle VILLA LIEGENSCHAFT Neuzeitliche, herrschaftliche 5-Zimmer-Wohniingen Garagen sofort oder später zu vermieten Autogarage Aarau blüht auf BURGDORF Grundstück von 1476 qm Auto-Möbeltransport-Geschäft Dl* zwanrtsstrassen aus aer ganzen Schweiz sind ersichtlich In O. R, Wagner« Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. ÜiissnacM am m g i Hotel du Lac {Seehof) f.ls Schöne Veranda, gr. Garten, direkt am See. Garage. Spezialität in Fisch. UsflügeL Musik. FreundL /immer, massige Preise. Telephon 12. Bes.: Trntmann-Siesrwart flusflugsziel/Veranda, Garten, Garage. Stets leb. Forellen u. fertige Menüs. Pension v. Fr. 7.- an. Prospekte. Tel. 25 HORW-WINKEL Iloiel und Pension toel Luzem An der Brttnig-Route direkt am See. Schöne Zimmer. Vorzflgl. Küche und Keller. Forellen. Pensionspreis Fr. 8.—. Schöne Terrasse. Auto-Garage. Tel. Nr. 18.02. X. WEBER, Besitzer. Hofel-Penslon Löwen Dependance mit ßestaurationsbetrieb. Das ganze Jahr offen. Garage. Tel. Kr. 6. Farn. Gaaser, Bes. AUTOMOBILVERBOT SONNTAGS AUFGEHOBEN fdeales Ausflugs-Ziel! Hauptort v. Nidwald. Historische Stätte m. viel Sehenswürdigkeit. Auf d Wege n. Enge.berg unbed. in Stans Auf en' halt machen, denn manisst gut hier. Bei ein Hrünigtoor einm. d. kl. Umweer- Sarnen- Kerns-Stans-Stansstad nehmen! Landschaftl. sehr lohn. V 1 Juli an prächt. Kundf.: Luzern-Stans- Beekenried- (Autof) Uersau-Luz. STERNEN 140 Betten, fhess. Wasser. Garage. — GRAND RESTAURANT. - Täglich 2 Konzerte oder Dancing. Soienlerte Küche. Spez. Forelle Q. 1030 mü.M.Schöne Fahrstrasse ab Küsanacht, Wundervolle Aussicht Terrasse u. Garten. Penston Fr. 7.— und &—. Garage. Telephon Nr. 2. Bes.: W. Seeholzer - Minder, geL Koch. ii am Vierwaldstättersee, Luftkurort bei Luzern, 870 M. ü. M., 500 Betten. Waldstrandbad, Tennis, Golf, Orchester, Kurarzt, Hutostrasse, Garage. LUZERn Hotel Manopol-Metropol 250 Betten. Gegenüber dem Hauptbahnhof uinallernächsterNähe der Dampfschiffländen. Post u. Telegr. Grosses Cafö-Rest. Appartements m. Bad. Zimmer mit fliess. Wasser. Sitz d. A. C S. Luzern. Tel. 801 u. 802 Garage. A.C.S. T.C.8. Dir.: Wagner (Hm Eingang der Hxenstrasso) Komfortables Haus in prachtvoller Lage am See und Quai. Terrassen- Restaurant, Konzert und Dancing. Ed. Murmann, Besitzer. Hotel Kastanienbaum Vierwaldstattersee. Idealer Sommer-Aufenthalt. Warm- und kaltfliessendes Wasser. Weekend-Arrangements. Autoausflüge. Garage. Hotel 3 Königen und Post Altbekanntes, gntbürgeriiehes Haus mit massigen Preisen. Den Herren Automobilisten bestens empfohlen. Garage im Hause. Telephon Nr. 3. LUDWIG MEYER. WWAVWWWWA A vendre ou ä louer: Zu verkaufen I RjSjllflII iraiRnTHQTfiPi Andermaff Sehr schöne, moderne VILLA de 6 pifeces, avec n grosser Ortschaft des I 01 JJ p "S» B ÖRIROTHSTOCK " i i " ' * " V . - _ _ tout le confort. Facilite K. s Luzern (Marktort) I ^^ Aer Axenstvaane. riOTrllcDONF JKondit.-Gste Blättler Tea Boom An der Kts.-Str.Brünig, Engelberg, Vi Std. v. Luzern. Erstkl. geführte Konditorei. Immer Spezialitäten. Gr. Garten, direkt am See. Bequeme Zufahrt für Autos. Dallenwin^K Pension-Rest. Mühle Preiswertes Haus f ürAutotouristen Autopark, Garage. Garten,Tanzsaal. Gutgeführte Küche, Forellen, Quahtätsweine. Pension von Fr. 7.— an. Tel.196.2. J.ODERMATT,Bes,T.OS. II LA de Daiement '40841 u.V. i . 4 n„ il I AltbekanntesPassantenhaus.airekt »IVAIL.L N K U IN L 1 L •- ** de paiement. 40841 bestbekannte, gut florie- I an der Strssse. Prima Butterküchl - Komfortabel eingerichtetes Hans, mit allem Komfort der p. S ^. resser , F HuB "> rende . 40792 I, FreundL Zimmer. Mässiee Preise. Zimmer mit missendem Wa^er! Neuzeit, in bester T„ Chambesy. " AÜtOrCParatUr-' I Ce 8 ch w . Hedlger. Grosse Restaurants. des Vierwaldstättersees, |||||[|I||||[|||||||||[|||H|||1||[|||||||||[||||[|||||||||||||] iAI«rl/c+öfto I • ä% ' W*. • •• • • m m ai «• »A. . direktem See, mit Boots- A vendre ä champex WerkStatte I VTI;*MCjQH.PaCChfthl* • II I V -Ctfftfflli HÄtOl haus, für sofort oder spa- '... weit "imd. breit •konkur- I IVIU Vldd ITuddl I Wl IW H*W*J* jlUlIUlIl llUlbl "ÖSEsSSSra"Ä=~: : • '-^r*—nsssTSJSSUr*°-~ Wc 5368 Q an Publicitas, sion. - Ventes, achats, an beste t r La |®' v

Bern, Dienstag 18. Juni 1929 III. Blatt der „Automobil-Revue" No. 53 Im heutigen „Autler-Feierabend": Seite Vier junge Mädchen über die Ehe 19 Pariser Gassen 20 Bunte Chronik 20 Sport 21 Aus Heimat und Fremde 22 Sprechsaal 23 Kreuzworträtsel 24 Das schöne Mädchen von gegenüber Von Guarnerius. Wenn ich aus meinem hohen Dachfenster schaue, so muss ich meinen Bück auf zwei Meine Fenster gerade mir gegenüber lenken. Ein anderes Vis-ä-Vis gibt es nicht im Lichthof. (Ich wohne sehr komfortabel.) Das eine dieser beiden Fenster gegenüber ist immer leer. Da sehe ich niemals hin. Das andere ist niemals leer, wenn ich hinaussehe. Meist taucht der Kopf eines Mädchens auf, eines braunäugigen, schwaragelockten Mädchens. Nun, warum nicht? Scheint ein hübsches Mädchen zu sein. Sie weiss es; wenn ich hinübersehe, putzt sie ihre Fingernägel. (Wahrscheinlich ist sie eitel.) Gestern aber traf ich sie auf der Strasse. Es war Abend. Und darum begann ich zu reden (am Tage- schreibe ich: Gedichte in Prosa, und im Nebenberuf: Prosa in Gedichtform). Ich bemühte mich, möglichst neutral zu reden und sagte deshalb: «Fänden Sie nicht auch, dass es begeisternd wäre, jetzt einen kleinen Abendßpaziergang zu zweien zu unternehmen?» «Tun wir das, das wird Ihre Beinmuskeln stärken», antwortete sie. Ich ^blickte betrübt auf meine Bügelfalten •und.'4Chiu£. den Weg ;an die Aare vor. Zuerst freies mir schwer* ein "Gespräch in Gang zu bringen. «Fräulein simd Turnlehrerin?» fragte ich endlich. «Was meinst du?» antwortete das Fräulein. Ich rückte etwas näher. So rasch war ich noch nie befreundet gewesen. Plötzlich aber bekam ich einen furchtbaren Stoss in die Rippen, der mich um mein letztes Gleichgewicht brachte, kollerte die Böschung hinunter und fühlte die erfrischenden Fluten der Aare über meinem Kopf zusammenschlagen Etwas herabgestimmt im poetischen Schwung meiner Gefühle begann ich zu schwimmen. Plötzlich fühlte ich mich gepackt und an's Ufer geschleppt. (Aha, eine Schwimmlehrerin.) Wir standen uns gegenüber und sahen uns an. «Ihrehellen Hosen scheinen etwas mitgenommen», sagte sie. (Ich hatte sie mir von Erich für diesen Abend geborgt.) Sie aber, die Schwimmlehrerin, hatte durch das Bad entschieden gewonnen. Ihr Kleid glänzte in lebhafteren Farben als je zuvor und schien durch die Befeuchtung von besserem Schnitt. Es war im Monat August. Zusammen mit meiner Frau verbrachte ich eine kurze Ferienzeit auf einer der vielen kleinen Inseln vor der kalifornischen Küste, erzählt der Pressephotograph J. H. im «Kopenhagener Motor». Die Urlaubszeit war beinahe verflossen, als ich eine Depesche von einem Beamten der mexikanischen Eisenbahn erhielt, dass ich mich unverzüglich nach Mexiko begeben möchte, wo man verschiedene Aufträge für mich in meiner Eigenschaft als Pressephotograph habe. In Nogales gesellte sich ein junger Mexikaner zu mir, den ich Escobado nennen will, und welcher von der Eisenbahndirektion hingeschickt worden war. Escobado brachte nähere Anweisungen über die Arbeit, welche ich an der Westküste Mexikos der Eisenbahn entlang auszuführen hatte, und zwar in den drei Staaten Sonora, Sinaloa und Navarit. Escobado hatte für' Motorfahrzeuge, Pferde oder andere passende Fortschaffungsmittel zu sorgen. Für die Strecke der Haupteisenbahnlinie von Nogales bis City of Tipie, die Hauptstadt von Navarit, etwa 1000 englische Meilen südlich der nordamerikanischen Grenze, hatte er einen Fordwagen angeschafft, welcher für das Laufen auf Schienen eingerichtet war. Der Führer war ein Mexikaner namens Lemon. Als ich mich nach der Eisenbahnstation begab, um Escobado mit dem Fordwagen zu treffen, lief ich Jose Llarando in die Arme, einem mexikanischen Redakteur, dessen Bekanntschaft ich vor einigen Jahren gemacht hatte. «Ich glaube; ihr habt einen schlechten ZeitpunET für eure Expedition gewählte saffte Llarando ernst. «Es ist soeben die Nachricht eingelaufen, dass die Yaqui-Indianer mal wieder damit beschäftigt sind, Unruhen vorzubereiten. Sie sollen sogar den Anfang schon gemacht haben in der Gegend um Cajeme und Empalme herum.» Dies waren äusserst unangenehme Neuigkeiten. Ich war früher in Kampfzonen gewesen, wo die Yuaqui-Indianer auf Kriegspfad waren und kannte sie als die kriegstollsten der mexikanischen Iridianerstämme. Es war jedoch jetzt unmöglich, irgendeine Aenderung des festgelegten Planes vorzunehmen. «Glaubten Sie, ich könne nicht schwimmen?» fragte ich nun, durch das erfolgreich bestandene Bad ermutigt. Aber sie war auch nicht Schwimmlehrerin. «Wir waren in Gefahr, langweilig zu werden», erklärte sie. «Sie kamen immer näher — du kamst immer näher (wir duzen uns doch, zwischen uns kann das weiter nicht gefährlich sein), wenig fehlte, wir hätten uns umarmt. Ich habe die Situation gerettet. Kehren wir um. Lebenstechnik ist wichtiger als alles übrige. Jedes Ding zur rechten Zeit und am rechten Ort. Man küsst sich auf den Mund, man pufft sich in den Rücken, in der Aare badet man. Küssen tut man zu Hause. Da waren wir auch schon zu Hause. Im Auto durch Revolutionsland. Escobado bekam im Nu sein Gewehr heraus... Als ich am Bahnhof ankam, traf ich Escobado, der mit dem Motorwagen bereits wartete, während der Führer Lemon damit beschäftigt war, einige Kisten aufzuladen, welche mir so vorkamen, als könnten sie Munition enthalten. Selber war ich übrigens mit einem Revolver schweren Kalibers bewaffnet, und den Gürtel hatte ich voll Patronen. Unser erstes ernstes Abenteuer hatten wir etwas südlich vom Dorfe Hermosillo, und dies war nur der Auftakt einer Reihe unangenehmer Geschehnisse, welche uns später ereilen sollten. Der Fordwagen konnte mit .grosser Geschwindigkeit auf den Schienen dahinfahren. Er brachte es leicht auf 90 km in der Stunde und recht angenehm war es nicht, in diesem Tempo dahinzusauson, wenn wir die Verbindungen überfuhren oder starke Kurven nehmen mussten. Ueberäll in Sonora gibt es eine Unmenge wild lebender Tiere. Ich fragte Escobado, ob. so ein Trackmotor nicht ab und zu aus dem Geleise geworfen werden könnte, wenn ein Tier angefahren würde. Aus seiner Praxis wusste er nicht, dass solches vorgekommen sei — aber kaum hatte er diese beruhigenden Worte ausgesprochen, und der. Fordwagen flog aus seiner Bahn heraus. Im selben Augenblick sah ich ein braun gefärbtes Tier den Eisenbahndamm hinunterrollon. Sonderbarer- Der Fall Cranmore Fortsetzung ans dem Hauptblatt. «Ich muss Sie dringend bitten, sich nicht einzumischen, Mr. Cranmore,» fuhr ihn Manderton an. «Es handelt sich jetzt nur um Miss Driscol.» Er wandte sich wieder zu Dolores. «Sie bleiben also bei Ihrer lächerlichen Behauptung, dass Sie zu Fuss — zu Fuss bei dieser Hitze! — vom Sloane Crescent bis zur Hammersmithbrücke gingen, nach meiner Schätzung etwa acht Kilometer?!» «Es ist so!» Die Lippen des jungen Mädchens zitterten. «Wollen Sie mir dann gefälligst erklären,» sagte Manderton und brachte seine rechte Hand zum Vorschein, «wie dieser Omnibusfahrschein von Nr. 33, abgestempelt zwischen halb vier Uhr und vier Uhr 15, in Ihr Handtäschchen gekommen ist?» In seiner rechten Hand hielt er ein kleines blaues Paipierstückchen. «Ich weiss Driscol. nicht...», stammelte Miss «Oder», fuhr Mandertons erbarmungslose Stimme fort, während er mit der Linken ein ähnliches rotes Pappstückchen hervorholte, «wie Sie zu diesem Fahrschein kamen, der für eine Fahrt gestern nachmittag zwischen sechs und sieben Uhr abends gilt ? Wollen Sie vielleicht leugnen, dass die Billette in ihrem Handtäschchen waren, von wo ich sie selbst herausgenommen habe, als Sie's heut morgen zu Hause fallen Hessen? Heraus mit der Wahrheit! Sie sind gestern etwa um vier :*Uhr an der Bortonstrasse aus dem Omnibus gestiegen!» Der Kopf des Mädchens sank herab. Sie führte ihr Taschentuch an die Augen. «Sie bringen... mich so in Verwirrung^ schluchzte sie. «Unsinn! Sie haben mir einen Haufen Lügen vorgesetzt und wenn ich beweise, dass es Lügen sind, fangen Sie zu schauspielern an und behaupten, Sie hätten alles vergessen. Soll ich den Omnibusführer rufen, der Sie an der Bortonstrasse gestern abgesetzt hat? Er steht draussen. Ich sag's Ihnen au! den Kopf zu: Sie waren gestern im Atelier von vier bis sechs Uhr, und dann erst machten Sie sich nach dem Ranelagh auf den Weg. Ist das wahr?» «Nein — nein!» schluchzte das junge Mädchen. Mandertons Bulldoggengesicht wurde langsam blutrot. «Ich werde die Wahrheit.aus Ihnen herausbringen,» knirschteer, «und wenn's die ganze Nacht dauert. Ich weiss sie, aber Sie sollen sie mir sagen. Ich bin noch nicht am Ende mit meinen Zeugen, Miss Driscol. Vielleicht überrascht es Sie ein wenig, zu hören, dass man Sie gesehen hat, als Sie um sechs Uhr das Atelier verliessen!» Jim Cranmore hatte sich halb erhoben. Aber es kam nur ein Wort aus einem enttäuschten, unwilligen, fast entsetzten Tone von seinen Lippen. «Dolores!» «0 Jim!» rief sie kläglich, «o Jim, ich kann's nicht erklären!» Aber Cranmore wandte sich ab. «Ein Arbeiter von dem Holzplatz hinter dem Atelier,» fuhr Manderton fort, «sagt aus, dass er Quayre mit einer jungen Dame genau um sechs Uhr aus dem Garten herauskommen sah. Er ist Katholik, und sie läuteten im Kloster gerade zum Angelus, als die beiden erschienen. Das Spiel ist aus, Miss Driscol! Am besten wär's, Sie sagten endlich die Wahrheit. Sie waren im Atelier?» Das junge Mädchen zuckte verzweifelt die Achseln. «Heraus damit!» drängte Manderton. «Sie gingen ins Atelier, um Ihren Liebhaber zu besuchen?» «Wirklich, Inspektor -, . .!» fiel Cranmor© ein. «... wie Sie jedenfalls schon oft getan hatten, was?» schloss Manderton, ohne die Unterbrechung zu beachten. «Es ist nicht wahr!» schrie das junge Mädchen und stampfte mit dem Fuss. «Niemals war ich vorher allein dort. Ich kam nur für eine Augenblick,« um zu sehen, wie's mit meinem Porträt ging, und Mr. Quayro bat mich, zum Tee dazubleiben . . » «Im Schlafzimmer, Miss DriscoH» Mandertons Stimme war ruhig und 1 leidenschaftslos. Dolores krampfte fassungslos die Hände ineinander. «Es ist empörend,» rief sie. «Ihre Andeu« tungen sind zu ...» «Ich halte mich nur an die Tatsachen!» unterbrach sie der Polizist. (Fortsetzung folgt.)' BRUNNEN (Vierwaldstättersee) ESiDcxletcl.-u.ii.gr Neue ^tosie Resiauvaliomlefpasie aniLL IB^Y-R TIE:^ KLOKTZERT An der Axenstrasse mit modernster grosser Garage Grand Hotel und Hotel Mythenstein.