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E_1929_Zeitung_Nr.053

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St. Morltzer

St. Morltzer Automobilwoche. (Ir.) Dia letzte Zeit bat die organisatorischen Vorbereitungen dieser grössten automobilistischen Veranstaltung der Schweiz am ein gutes Stück vorwärts gebracht. Mit dem Reglement stehen wir soweit, dass es in. allernächster Zeit seinen Weg in die Oeffentlichkeit nehmen kann. Um es anticipando schon hier in seinen Hauptlinien wiederzugeben. Die I. internationale St. Moritzer Automobil- Woche vom 19. bis 25. August, deren Organisation in den Händen der Sektion Gxaubünden des A. C. S. liegt, umfasst folgende Veranstaltungen: 1. Eine Sternfahrt nach St. Moritz am 19. August; 2. einen Kilometer lance auf der Strasse Samaden- ' Point Muraigl (Shell-Strasse) am 21. August; 3. eine Geschicklichkeitsprüfung am 22. August; 4. eine Schönheitskonkurrenz am 24. August; 5. eine offene Bergpriifungsfahrt Poschiavo-Berninapass am 25. August Gegenüber dem ursprünglich Torgesehenen weist das endgültige Programm insofern eine Erweiterung auf, als es noch durch die Einfügung einer Sternfahrt bereichert wurde. Sie eröffnet den Reigen der Konkurrenzen in sehr glücklicher Weise und darf schon aus dem einfachen Grund auf starke Beteiligung zählen, dass die Teilnahme an keine beschränkenden Bestimmungen gebunden ist. Lizenzen werden dafür nicht gefordert. Anspruch auf Bewertung besitzt jeder Fahrer, der am 19. August das Zielband beim Hotel Kurhaus in St. Moritz-Bad überfährt, und zwar zwischen 16 und 19 Uhr. Gefordert wird von den Organisatoren einzig, dass sich der Konkurrent schriftlich anmeldet, dass er den Startort and die Startzeit angebe und keinen grösseren Tagesdurchschnitt als 500 km zurücklege. Als Preise gelangen, je nach der Totaldistanz (in der Luftlinie zwischen dem Start und St. Moritz gemessen), Plaketten mit Bronze-, Silber- und Silber- Goldfassung zur Verteilung. Darüber hinaus wird ein « Grosser Sternfahrtpreis von St. Moritz» geschaffen, der demjenigen Fahrer zufällt, welcher die grösste Luftlinie zwischen Startort und Ziel zurückgelegt hat, ausserdem eine Anzahl von Equipenpreisen. Selbstredend sind für die Sternfahrt sowohl Rennwagen als auch Sport- und Tourenfahrzeuge zugelassen. •. , jctiittljkbtii Das Kilometerrennen wird als «Grosser Prei3 von Pontresina »• ausgeschrieben und steht unter den Bestimmungen des nationalen resp. internationalen Sportreglementes. Es ist für Renn-, Sport- und Tourenwagen offen. In der Strasse Samaden-Punt Muraigl (Shell- Strasse) steht für diese Konkurrenz eine ideale Pisje zur Verfügung. Speziaipreise sind hier gleich schockweise vorgesehen. Ausser dem c Grossen Preis von Pontre- 6ina >, für denjenigen Fahrer bestimmt, der die beste Tageszeit erreicht, werden noch Speziaipreise für die besten Tageszeiten der Renn-, Sport- und Tourenwagen, für die bestklassierte Dame und für die bestklassierte Equipe zuerkannt. Die Geschicklichkeitsprüfung vom 22. August, die sich auf dem Kurhausplatz in St. Moritz-Bad abspielt, umfasst drei Aufgaben, welche die Konkurrenten bei Programmausgabe erfahren. Die Bewertung erfolgt auf Grund der kürzesten Zeit, welche für die Durchführung der Aufgaben benötigt wird. , Die Schönheitskonkurrenz. welche am 24. August, ebenfalls auf dem Kurhausplatz, in Szene gehen wird, ist offen für Renn-, Sport- und Touxenwagen. Eine Lizenz wird für die Zulassung nicht gefordert. Für die Bewertung sieht das Reglement die Einteilung der Wagen in eine ganze Serie von Gruppen vor. Goldene, silberne und bronzene Plaketten winken hier als Preise. Für das Berninarennen, das auf den Namen « Grosser Preis der Bernina > getauft wurde, sind dieselben Vorschriften des nationalen resp. internationalen Sportreglementes massgebend wie für den Kilometer lanoe. Und wie diesen, so hat man auch die Bergprüfungsfahrt mit einer Reihe von Speziaipreisen dotiert, Spezialpreisen für die beste Tageszeit überhaupt, für die beste Tageszeit der Kategorien Renn-, Sport- und Tourenwagen, für die bestklassierte Dame, die bestklassierte Equipe. Die grösste Anziehungskraft jedoch wird unzweifelhaft vom Grossen Preis von SL Moritz ausgehen, der höchsten Trophäe, welche die mit Preisen ohnehin verschwenderisch ausgestattete St. Moritzer-Automobilwoche zu vergeben hat. Die Sache ist nämlich die. dass als c Grosser Preis von St. Moritz > eine zusammenfassende Bewertung jener Teilnehmer stattfindet, welche am Kilometerrennen, an der Geschicklichkeitsprüfung und am' Berninarennen starten. Für die beste Gesamtbewertung in diesen drei Konkurrenzen wird dieser Preis erteilt, und zwar in allen drei Kategorien. Was nichts anderes heisst, als dass je ein < Grosser Preis von St. Moritz» bei den Rennwagen, den Sportwagen und den Tourenwagen erteilt wird. Sie sehen: St. Moritz lässt eich nicht lumpen! Mittlerweile ist nun auch die Aktion für die Aufbringung des erforderlichen Garantiekapitals zu ihrem Abschluss gelangt. Und ihr Erfolg entsprach den Erwartungen, die man auf sie setzte. Ausser St. Moritz, auf das der Löwenanteil entfällt, haben noch Pontresina, Samaden und Celerina dazu beigesteuert. Daran gibt's nichts zu deuteln, dass die St. Moritzer-'AutomobUwoche neben dem Klausen die bestdotierte automobilistische Veranstaltung der Schweiz lepräsentiert. Umfassend, auf breitester Basis, wird die Propaganda organisiert. Otto- Baumberger hat ein in der Farbengebung wie in der Komposition gleich wirkungsvolles Plakat entworfen, das in der Schweiz und im Ausland für die St. Moritzer Grosskampftage werben eoll — und werben wird. Daneben gelangt ein 60 Seiten starkes Programm zur Ausgabe, das ausser einer farbigen Uebersichtskarte über die beiden Rennstrecken auch eine Reihe von Tiefdruckbildern enthält, welche die landschaftlichen Schönheiten von St. Moritz_ und dessen Umgebung schildern. Dass die Komitees alle au complet sind, versteht sich am Rande. Um die Aussichten für die Beteiligung ist es — soviel lässt sich heute schon sagen — erfreulich bestellt. In der Schweiz wie im Ausland begegnet die . St. Moxitzer-Automobilwoche regstem Interesse. So dürfen die beiden Zürcher Escher und Merz jetzt schon als ziemlich sichere Starter selten; aus dem Bernbiet hat sich Graber (Wichtrach) mit einem PanhaTd-Levassor gemeldet. Auch aus anderen Regionen der Schweiz liegen Anfragen vor. Deutschland entsendet zur Schönheitskonkurrenz ein Mercedes-Benz-Team von nicht weniger denn acht Wagen! Ganz besonders' am Heizen gelegen scheint aber die St.,Moritzer-AutomoDilwoche unsern AUTOMOBIL-REVUE 1929 — 53 südlichen Nachbarn zu sein. Kaum dass die Sache rachbar wurde, löste sie bei den rennbegeisterten Italienern ein lebhaftes Echo aus. und heute können wir bereits mehrere Nennungen registrieren, unter- welchen als prominenteste diejenigen von Strazza (Lancia) und Graf Lurani (Alfa Romeo) erwähnt seien. Strazza, dreimaliger Kategorie-Sieger in den 1000 Meilen, zählt zur Elite der italienischen Rennfahrer. Btuntfe» Chronik An der Briinigstrasse werden zwei der schlimmsten Kurven oberhalb Brünigen im Laufe dieses Sommers korrigiert werden. Die Länderwertungen sind bereits erfolgt und die Anbeiten vergeben. *•. Automobilsteuern in Frankreich. Wie die französische Steuerverwaltung mitteilt, haben die Steuereinnahmen aus den Motorfahrzeugen im vergangenen Jahre in Frankreich die Höhe von 686,188,400 Franken erreicht. Die Zahl der besteuerten Personenautos betrug 757,670, der Lastautos 330,680, der Elektroautomobile 26,585, der Fahrzeuge mit Oasantrieb 905, der Motorfahrräder 301,910 und der Motorboote 3930. mg. Eine Autostrasse Qossau-Wil. Im Amtsbericht des Glarner Regierungsrates wird von einem neuen «Felsegger-Projekt» geschrieben. Die neu zu errichtende Strasse, die sich von-Gossau über Niederwil-Bubenthal- Felsegg hinzieht, soll eine Länge von 12 km und eine maximale Steigung von 5 bis 7,5 % erhalten. Die Kosten für die Strassenkorrektion werden mit 2180000 Franken veranschlagt. Das Projekt liegt zurzeit bei den beteiligten Gemeinden zur Vernehmlassung. Man hofft, dass es im Jahre 1930 zur Ausführung gelangen kann. • mg. Der italienische Automobilklub gegen den amerikanischen Import. Der italienische R.A. C.I. veröffentlicht eine Kundgebung, worin angesichts der neuen amerikanischen Zölle, die die italienische Ausfuhr mit einem Minus von einigen hundert Millionen Lire bedrohen, vorgeschlagen wird, die Käufer von ausländischen Automobilen namentlich an einer schwarzen Tafel der Nation anzukreiden. Es sei das vielleicht auch das einzige Mittel, um dahinter zu kommen, weshalb so viele Italiener fremde Maschinen kaufen, da doch die einheimische Produktion anerkanntermassen vorzüglich ' sei. Es müsse die Sache aber nicht auf ein polemisches und platonisches «Referendum> (wörtlich) in den Zeitungen hinauslaufen, sondern es müsse sich handeln um ein offizielles Referendum, das mit strengen Kriterien durchzuführen ist. finden wir unter der Rubrik «Unglücksfall» (Baisthal) die Beschreibung eines Unfalles, der sich zwischen HoMerbank und Langenbruck zugetragen hatte. Ein Radfahrer, der unter ein Lastauto fiel, wunde vom Anhänger des Lastautos überfahren. Den Chauffeur traf keine Schuld; er konnte den Radfahrer gar nicht sehen und hatte den Vorlall nicht beobachtet* An den Bericht über dieses Unfallereignis knüpft der Einsender des «Oltener Tagbtat-» tes> folgende Bemerkungen: «Man erlaube, aus dem Publikum die Frage in Diskussion zu werfen, wieviele Menschenleben noch vernichtet werden müssen, bis der Staat die unsinnigen Anhänger verbietet. Die Eisenbahnen haben mit grossen Schwierigkeiten zu kämpfen, um sich über Wasser zu halten. Das Volk verlangt Heruntersetzung der Tarife. Millionen müssen ausgeworfen werden zur Verbesserung der Strassen. Wäre es da nicht am Platze, Anhänger strikte zu verbieten? Bei dem heutigen Riesenverkehr darf die breite Oeffentlichkeit verlangen, dass in dieser Sache etwas geht. Es fahren sogar schon Autos mit zwei Anhängern. Wie weit soll der Unsinn noch getrieben werden? Da wäre ein Angriffspunkt, wo für die Bahnen etwas zu holen wäre, ohne dass die breite Masse des Volkes etwas dagegen hätte. Wer wagt den Angriff?» Wir finden,

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