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E_1929_Zeitung_Nr.055

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Bern, Dienstag 25. Juni 1929 III. Blatt der „Automobil-Revue" No. 55 Im heutigen „Autler-Feiera bend ": Seite Miss Europa 19 Pilatus 20 Der Autogijrolo 20 Buulu Chronik 21 Tourismus 22 Humor 24 Wie das Menschenantlitz entstand Die-oft so launisch erscheinende Natur arbeitet in Wirklichkeit immer mit konsequentester Zweckmässigkeit. Der Naturforscher erkennt in jeder ihrer Schöpfungen hundert Gründe., und. Ursachen, die einem ,Ding eine ganz bestimmte Form und Gestalt, aufzwingen.. Wo sich verändernde äussere Umstände Mängel im Bau oder in der; Funktion: eines natürlichen- Lebewesens eintreten lassen, organisiert die Natur sofort von sich aus einen den neuen. Bedingungen angepassten Umbau. Man kann hier an das täglich sichtbare Anpassungsvermögen der Pflanzen denken — man kann., aber .auch noch viel gewaltigere Umgestaltungen erkennen. Unser heutiges Antlitz stellt z. B. das Resultat einer etwa 500 Millionen Jahre langen Entwicklungszeit dar. Es hat sich dabei mehrmals auf verschiedene Zwecke umgestellt und wird sich auch in Zukunft, entsprechend den neuen äusseren Bedingungen, noch weiter umgestalten. So wie es heute ist, lehrt ein amerikanischer Forscher, genügt es drei Hauptanforderungen: der Futterung, der Flucht und der Vorausbedachtsamkeit. Ursprünglich hatte es nur der ersten Anforderung zu entsprechen. Es besass Augen und eine Nase zur Futtersuch© und einen Mund zum Futterfressen, sonst aber wahrscheinlich ebensowenig besondere Finessen, wie etwa ein Haifischgesicht. Erst Millionen Jahre später entstanden bewegliche, aus dem Kopf herausstehende Ohren und nach verschiedenen Seiten einstellbare Augen, um der Anforderung nach rechtzeitiger Flucht Genüge zu leisten. Unser Urvorfahr hatte nämlich unterdessen Konkurrenz in Gestalt übermächtig grosser Tiere bekommen, oder gJU^IILILIE Der Fall Cranmore Fortsetzung aus dem Hauptblatt. «Ich habe kein Alibi,» gab der Maler zu. «Ich wanderte zwecklos umher bis gegen Mitternacht. Dann suchte ich einen Freund auf, der in der Teitstrasse mit einem anderen zusammen ein Atelier hat. Wir machten uns Kaffee und sassen die ganze Nacht auf. In mein Atelier kehrte ich erst zurück so etwas nach sechs Uhr, als Sie schon dort waren. > Manderton nickte bedeutsam und betrachtete seine Stiefelspitzen. «Können Sie mir eine Beschreibung von diesem Ramon geben?» «Er ist sehr gross und hat dichtes, schwarzes, graugesprenkeltes Haar. Früher war er glattrasiert. Sein Gesicht konnte ich nicht sehen, da er mir den Rücken zuwandte.» «Ist das die ganze Beschreibung, die Sie mir geben können?> «Es ist ... so lang her, seit ich ihn zum letztenmal gesehen habe. Soviel ich mich erinnere, war er ein hübscher Mensch mit einer Adlernase.» «Seit wann hält er sich in London auf?» er war selbst kleiner und schwächer geworden und musste sich nun auf rechtzeitiges Fliehen verlegen. Der Umstand, dass unsere heutigen Ohren noch aus dem Kopf herausstehen, stellt geradezu einen Beweis dafür dar, dass diese Ohren einmal nach allen Seiten hin einstellbar waren. Noch ein paar Millionen Jahre später hat dann die Eiszeit oder eine andere Epoche der Futterknappheit die Anforderung der Voraussicht gebracht. «Ich wusste nicht, dass er in London ist. Seit 1914 habe ich ihn nicht mehr gesehen.» «Wie war er gekleidet?» «Das habe ich nicht bemerkt.» Manderton legte seine beiden Hände flach auf das Pult. Sie verstehen natürlich die selbstverständliche Schlussifolgerung, die aus Ihrer Aussage hervorgeht?» Quayre blickte ihn neugierig an. «Wie meinen Sie das?» «Nun, dass diese geheimnissvolle Person Ramon der Mörder von Mrs. Cranmore ist!» Er drückte auf die Klingel, worauf die beiden Kriminaler, die Quayre hereineskortiert hatten, wieder erschienen. Manderton rief einen zu sich und gab ihm halblaut einige Instruktionen. Der andere hob inzwischen ein Blatt Papier auf, das unbeachtet auf dem Boden lag. Ein einziger Satz stand in Boulots Handschrift darauf: «Wer war der grosse Amerikaner, der gestern nachmittag in Ihrem Atelier war?» Manderton winkte, und Quayre wurde abgeführt. Unsere jetzt etwa zum Affengesicht avancierte Physiognomie musste befähigt Werden, die Futterknappheit vorauszusehen, sie musste einen neuen Sinn zum Hamstern erhalten. Die Natur entwickelte diesen Sinn im Gehirn, das Gehirn selbst musste sich dazu vergrössern, und so entstand die höhere Stirn, die uns nun — je nach Höhe — zum Menschen minderer oder höherer Geistigkeit stcmpclt.- Antonin sucht den Tod (A la Grande Guignol.) «Moloch! Goldenes Kalb' Magischer Schlüssel, der du die Türen von Palästen und Akademien öffnest!» «Grausamer, bluttriefender Dämon aller Kriege...!» Mit diesen Worten begann das neueste Werk von Antonin Chaumont, eines unbekannten Kandidaten für den Nobelpreis. Eines Morgens verliess Antonin den letzten Verleger, auf den er seine letzte Hoffnung gesetzt hatte. Die Sonne schien und der Frohmut der Passanten weckte Trauer im Herzen des verkannten Dichters. Von einem plötzlichen Gedanken geblendet, erblickte Chaumont die einzige Erlösung: den Tod. Das Pathos eines — nicht alltäglichen Endes lockte ihn. Schon zitierte er die erste Strophe der Ode «An den toten Mond»; da er sich aber des würdevollen Antlitzes des Verlegers Brissot erinnerte, spie er aus. Sich töten! D^ser eigensinnig wiederkehrende Gedanke erfüllte den Dichter mit einer seltsamen Heiterkeit Stolz aufeereckt stand er in seinem schäbigen Rock auf einer Brücke, streckte in befreiender Bewegung die Arme aus.«., Und von Figur Keine Spur . . . Dann nennt man's Mirakel Der Technik und.der Kultur. Doch der ganze Spektakel Ist eine Aeusserlichkeit — (Ich bin für Innerlichkeit) Und wenn das Chassis verheit Nützt alle Garniertheit Keinen Deut. durchs Fenster und treibt sich die ganze Nacht, .von Reue erfasst, umher. Alles ganz einfach, wirklich!» Boulot schüttelte zweifelnd den Kopf. «Ist es wirklich so einfach? In unserem" Beruf, Manderton, gilt die Psychologie doch auch etwas. Woileri Sie mir tatsächlich weismachen, dass dieser gesunde und anscheinend vernünftige junge Mann auf die vorliegenden Indizien hin einen so grauenhaften Mord begangen hat? Ich gebe zu, nichts ist irreführender als der menschliche Charakter. Aber ehe ich einem bescheidenen, ehrlich wirkenden Menschen eine derartige Tat zutraue, muss -ich doch erst ein verständliches Motiv haben .. .!» Manderton zuckte nur die Achseln. «Lieber Freund!» fuhr Boulot fort, «ich bin fünfzehn oder zwanzig Jahre älter als Sie und habe in solchen Mordgeschichten Erfahrung. Denn Frankreich ist, wie Sie wissen, das Land der Affektverbrechen. Als ich sah, dass die-i ser sympathische junge Mann nicht zum Reden zu bringen war, hatte ich gleich den Verdacht, dass er jemand decken wollte. Bei den jungen Leuten geht die Ritterlichkeit immer über den Instinkt der Selbsterhaltung. Und als das junge Mädchen sich in einem Netz von Lügen verstrickte, wusste ich das auch. Darum sah ich mich nach Spuren von einem dritten Beteiligten um: Und ich fand sie. B RU N N EN (Vierwaldstatersee) Eünladung Neue ^po»e Uesiaiupaiionsteppa» le G-RIHiX* TESA : KONZERT : •X^AJSTSE An der Axenstrasse mit modernster grosser Garage Grand Hotel und Hotel Mythenstein.