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E_1929_Zeitung_Nr.060

E_1929_Zeitung_Nr.060

sieht die neuen, nur so

sieht die neuen, nur so aus dem Boden spriessenden Fabriken an, so erhält man eine Ahnung, was über die Entwicklung des brasilianischen Marktes in den nächsten Jahren zu denken ist. Schon heute fabrizieren alle grossen Autofabriken der Welt Autos In Sao Paulo. Sao Paulo, mit ca. 1 200 000 Einwohnern, besitzt heute 16 000 Autos. Es hat seinen Bestand innert einem Jahr um nicht weniger als 60% erhöht. Sao Paulo ist bei weitem die sich am schnellsten entwickelnde Grossstadt Südamerikas. Jede halbe Stunde entsteht ein Haus, der Martinelli-Wolkenkratzer mit nicht weniger als 26 Stockwerken, ist das höchste Gebäude Südamerikas. Die nächstrangige Stadt Brasiliens, in der Tabelle des Verkehrsumsatzes, ist Rio de Janeiro mit ungefähr 12 000 Autos, aber über 2 Millionen Einwohnern. Obschon die Strassen im Staate Sao Paulo zu den besten des Landes gehören, sind sie gegenüber unseren Strassen noch in sehr primitivem Zustande. Dies hängt besonders davon ab, dass das Terrain eine schnelle Entwicklung nicht gestattet. Im Staate Sao Paulo findet man fast ausschliesslich die rote Erde, genannt Terra Roxa. Die Strassen, welche auf dieser Erde erstellt sind, weisen grosse Nachteile auf. Nach der Regenzeit verwandelt sich die rote Erde in Lehm und wird äusserst schwer fahrbar. Die meisten Autos sind dann mit Ketten ausgerüstet wie in der Schweiz im Winter. Immer führen sie Spaten und Schaufeln mit, um den Wagen ausgraben zu können. Im Sommer nach langer Trockenheit wird die Erde zu Sand, nichts weniger als eine ideale Fahrbahn, In einigen Jahren schon werden aber alle diese Strassen asphaltiert sein. Man braucht nur als Beispiel die Strasse des Hafens Santos über die Serra do Mar nach Sao Paulo zu nehmen. Vor 5 Jahren wurde es als eine sportliche Leistung angesehen mit dem Auto von Santos über die Serra zu fahren. Heute ist die Strasse 6 m breit und asphaltiert und kann sich mit jeder Bergstrasse Europas messen. Hunderte von Autos fahren alle Tage nach Sao Paulo. Eine der wichtigsten Strassen ist diejenige von Sao Paulo nach Rio de Janeiro. Bei trockenem Wetter ist die Strasse gut fahrbar, es wird dort sogar ein Rennen ausgetragen. Regnet es jedoch, bildet sie eine einzige lange Pfütze, und es ist vorgekommen, dass Hunderte von Autos und besonders Lastwagen zwischen den beiden Millionenstädten blockiert wurden. Ein Brasilianer, der so einmal gezwungen war, im Freien zu übernachten, sagte mir, die Strasse sei nur für carros de boi (Ochsenwagen) fahrbar. Die Strasse soll nächstens asphaltiert werden. Im Staat Sao Paulo ist der Strassenbau besonders erschwert. Ein Bild davon geben die Städte. Auf wunderbar asphaltierten Strassen findet man oft Löcher von 30 cm Tiefe. Dies rührt davon her, weil sich die Erde gesenkt hat, da keine richtige Unterlage geschaffen wurde. In den meisten Orten des Staates ist es ein wahres Kunststück, ein gutes Steinbett herzustellen, sehr oft fehlen die Rohmaterialien vollkommen. Die Strasse wird in diesen Fällen gewalzt und einige Jahre liegen gelassen, bis man annimmt, sie verändere sich nicht mehr. Sodann wird sie neu gewalzt und asphaltiert. Andere gute Strassen gehen von Sao Paulo über Campinas nach Jahü und Ribeirao Preto. Fahrten nach Schweden. Die nach Schweden fahrenden Automobilisten seien darauf aufmerksam gemacht, dass die schwedische Zollverwaltung ein neues Modell von Triptyks herausgegeben hat, wodurch die alten bisherigen schwedischen Triptyks ab 1. Juli 1929 als ungültig erklärt werden. Wer daher noch ein altes Triptyk für Schweden besitzt, wird gut tun, dasselbe der in Betracht kommenden Triptykausgabestelle zurückzuerstatten und ein neues schwedisches Triptyk zu verlangen, damit er keine Unannehmlichkeiten bei Fahrten nach Schweden in den Kauf nehmen muss. s. AUTOMOBIL-REVUE (929 — N° 60 Automobil-Produktion in den Jahren 1924-1928. Land 1924 1925 1926 1923 * 192» Deutschland 18.000 49.384 37.169 96.640 89.950 England 133.811 176.197 198.699 231.920 208.400 Oesterreich 5.000 4.800 5.290 8.700 9.160 Belgien 4.850 5.639 7.000 6.500 7.000 Kanada 135.246 • 161.970 204.727 179.054 242.382 Dänemark — 75 200 190 200 Spanien — 473 1.050 685 325 Vereinigte Staaten 3.602.540 4.265.830 4.300.934 3.401.326 4.358.748 Frankreich 145.000 177.000 190.000 190.000 210.000 Ungarn — 329 388 282 460 Italien 37.450 39.573 54.760 64.559 55.010 Polen — — — — 320 Schweden — 270 410 1.250 1.362 Schweiz — 450 1.046 1.585 1.700 Tschechoslowakei 2.000 5.000 6.000 10.200 13.150 4.083.897 4.886.990 5.017.673 4.192.791 5.198.167. Vosiltoh» Die Hauensteinstrasse offen. Die seit mehreren Monaten über den obern Hauenstein verhängte Sperre wurde soeben aufgehoben. Die Strecke Olten-Basel befindet sich, von wenigen Ausnahmen abgesehen, nunmehr in tadellosem Zustand und wird ihre wichtige Rolle im Durchgangsverkehr wieder aufnehmen können. Erinnern wir bei dieser Gelegenheit daran, dass auch die Strasse Basel- Liestal-Waldenburg-Solothurn sich in bestem Zustand befindet und für die direkte Verbindung nach der Westschweiz über Biel- Neuchätel-Yverdon-Lausanne mit Vorliebe benützt wird. Auch für die Fahrt Basel-Bern- Berner Oberland wird die Strecke über Waldenburg-Solothurn gerne benützt, leider befindet sich aber eine etwa 12 km lange Strecke zwischen Fraubrunnen und Biberist auf der viel befahrenen Durchgangsstrasse Solothurn-B-ern in sehr bedenklichem Zustand; es ist höchste Zeit, dass sich die beiden Kantone Bern und Solothurn über die rasche Instandstellung dieser Strasse schlüssig werden. A Verkehr auf den Alpenstrassen. Nachdem nun wiederum alle schweizerischen Alpenstrassen dem Verkehr geöffnet sind, sei ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, dass auf den sog. Bergpoststrassen alle Motorfahrzeuge, die einem Postautomobil begegnen, ihre Geschwindigkeit auf Langsamfahrt herabzusetzen haben. In unübersichtliche Strassenbiegungen ist derart behutsam einzufahren, dass das Fahrzeug auch bei Talfahrt auf einen Bremsweg von ca. 6 Meter anhalten kann, wobei wiederholt Signale zu geben sind. Will ein Motorfahrzeug einem Postautomobil vorfahren, so ist besonders zu beachten, dass letzteres stets bergseits ausweicht. Von Seiten des Staatsrates des Kantons Wallis ist ferner wiederum angeordnet worden, dass auf der Grossen St. Bernhardstrasse von 11.15 Uhr bis zur Ankunft des Schlusswagens des 2. Postkurses auf dem, Grossen St. Bernhard, d. h. ca. 12.30 Uhr zwischen Cantine de Proz und dem Hospiz nur bergauf, von 15 Uhr bis zur Ankunft des Schlusswagens des Postkurses bei der Cantine de Proz, d. h. ca. 15.40 Uhr zwischen Hospiz und Cantine de Proz nur. bergab gefahren werden darf. Fahrzeuge, die auf dieser Strasse während den genannten Zeiten in verbotener Richtung fahren,, haben den Postautomobilen bei Kreuzungen d:e Bergseite einzuräumen. Für Lastwagen und Gesellschaftsautomobile ist zu beachten, dass auf Strassen, wo das Bergseitsausweichen der Postautomobile vorgeschrieben ist, diese erstem Fahrzeuge, sofern sie eine Breite für mehr als drei Sitzplätze und Platz für total mehr als 11 Sitzplätze aufweisen, die Postautomobile nur an besonders geeigneten Ausweichstellen kreuzen dürfen. Bezüglich des Bergseitsausweichens der Postautomobile besteht eine Ausnahme darin, dass die Postautos auf der talwärts gelegenen Seite vorbeifahren dürfen, wennsich das andere Fahrzeug derart bergseits aufgestellt hat, dass die Fahrbahn für den Postwagen genügend frei ist. Die Postautos sind auch dieses Jahr derart erkenntlich gemacht, dass die in gelber Farbe gehaltenen Wagen vorn neben dem Motor und hinten je eine Scheibe mit gelbem Posthorn auf schwarzem Grund aufweisen. Sie verwenden zudem das gewohnte Dreiklangsignal, wobei vorgeschrieben ist, dass Mehrklangsignale auf Alpenstrassen nur von den Postautos verwendet werden dürfen. Sofern dem ordentlichen Kurswagen ein Beiwagen folgt, so trägt ersterer vorn neben dem Motor eine rote Scheibe mit weissem Diagonalstrich. Für 1929 sind die nachfolgenden Strassen als Bergpoststrassen, für welche vorstehende Vorschriften gelten, erklärt worden: Graubünden: Reichenau-Flims-IIanz, Hanz-Vals, Ilanz-Vrin, Versam-Safien-Platz, mit Abzweigung nach Tenna. Chur-Tiefencastel, Araschger- Rank-Tsehiertschen, Seewis-Valzeina, Küblis- St. Antönien, Rothenbrunnen-Feldis. Cazis-Präz, Thusis-Obertschappina, Thusis-Bernbardin-Misox, In den Kehren-Avers, Tiefencastel-Julier-SL VERLANGT La meilleure batterie americaine das gute Schweizerfabrikat die Marke der Kenner AutO-PiecesS.Ä., 6, ruedelaBuanderie, GeneVö Representants: Wirth & Co., 6, Petit Rocher, Perroud & Zumkellcr, Av. de Beauregard 12R, Charles Pauli, Garage Mascotte, E. Schenker, Automobiles, E. (üirard, 25, Rue Fritz Courvoisier, Jacquemai Freres, Automobiles, E. Euptcrscbmid, Erlachstr. 7 Grand Garage Capitol u. Auto-Import A.-G., Gebr, Ptenninger, Automobiles, A. Schweizer, Güterstr. 282, A. 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