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E_1929_Zeitung_Nr.060

E_1929_Zeitung_Nr.060

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enen Referat habe ich u. a. wörtlich gesagt: Was haben wir uns vor 10 Jahren vom elektrischen Betrieb der Frauenfeld-Wil-Bahn versprochen und. wie sieht es nun in der Tat aus?» — — und nun die Betriebsrechnungen: Einnahmen Ausgaben Ueberschuss 1. Jahr 1919 265 343 281600 —16 256 2. » 1920 284 459 348 888 —64 428 3. » 1921 289 674 288 122 1551 4. Jahr 1922 357 537 257 622 99 875 5. » 1923 359 425 266 725 92 700 6. » 1924 385 227 292180 93 047 7. » 1925 341816 261520 80 296 8. » 1926 338 367 257 978 80 388 9. > 1927 352 629 261234 91395 10. » 1928 359 401 259 944 99 457 Aus den Betriebseinnahmen des elektrischen Betriebes sind aber in den letzten 7 Jahren noch Kosten gedeckt worden, die aus restierenden Unterhaltungsarbeiten des vergangenen Dampfbetriebes stammen. Es sind folgende ausserordentlichen Ausgaben notwendig geworden: 1922 Fr. (25 500) * 1923 > (25 000) * 1924 1925 1926 1927 1928 27 538 22 600 27 862 17 605 10 200 Fr. 105 805 * Gedeckt aus Materialerlös. Für den kommenden aussergewöhnlichen Unterhalt und besonders die Erneuerungen, sind bis Ende 1928, wie im Geschäftsbericht ausgewiesen ist, 83,748.14 Franken reserviert worden. Nehmen wir wieder die Eingabe an den Bund und die Kantone und errechnen wir an Hand der dort aufgestellten Probe- und Betriebsrechnung das Resultat in 7 Jahren und vergleichen wir die erhaltenen Zahlen mit den tatsächlichen Resultaten, dann bekommen wir das nächste Bild: Einnahmen p. J. 368 000 X 7 = 2 576 000 Fr. Ausgaben p. J. 249 000X7= 1743 000 » Ueberschuss in 7 Jahren Dazu nachgeholter Unterhalt: Rücklagen 833 000 Fr. In der Tat: 1922—1928 : Einnahmen 2 494 402 Fr. Ausgaben 1 857 203 » 637 199 Fr. 105 805 » 83 748 » Eigentl. Ueberschuss in 7 Jahren 826 752 Fr. Projekt Fr. 833 000 In der Tat » 826 752 Minder-Einnahmen Fr. 6 248 = minus 0,75% «Aus den statistischen Ausweisen verdient ganz besonders die Entwicklung des Personenverkehrs erwähnt zu werden. Es sind befördert worden: 1919 181 907 Personen 1920 201 676 » 1921 218156 » 1922 304 944 > 1923 322130 • » 1924 367 967 » 1925 374 249 » 1926 365 336 1927 389 665 » 1928 402 528 > In meiner damaligen Rechnung (Eingabe an Bern) habe ich mit einer Mehrfrequenz von 42 Prozent gerechnet; in der Tat sind es nun 100 Prozent. Dass die Einnahmen nicht Schritt gehalten haben mit der Frequenzzunahme, das ist die Folge der inzwischen durchgeführten Taxreduktionen (Retourbillettes, Gesellschaftsbillettes, vermehrte Ausgabe, von Arbeiterabonnements usw.) Leider hat sich der Güterverkehr nicht im gleich günstigen Sinn entwickelt. In der Proiektvorlage habe ich wörtlich gesagt: «Im Güterverkehr ist eine Erhöhung der Einnahmen nicht eingesetzt.» Das war vor 10 « Lügen Sie mich nicht an ! Ich will das Mädel sehen !» «Ich schwör's bei Gott, sie ist fortgegangen ...» « Wie ? Wohin ? » « Woher soll ich das wissen ? Hab' sie nie im Leben vorher gesehen. Sie klopft uns ehrliche Leute mitten in der Nacht aus dem Bett, und zugleich kommt ihr beide hereingefahren, und in all dem Wirrwarr hat sie sich wieder fortgemacht.» « Das ist nicht wahr! Sie ist hinaufgelaufen, um den Mann in Nr. 17 zu warnen... > « Wie kann sie denn hinauf sein,» mischte sich nun der grosse Mann ein, «wenn Ihr die Stiege die ganze Zeit unter den Augen gehabt habt! Ich kenn das Mädel nicht und weiss so wenig wie ihr, was aus ihr geworden ist. Wenn sie den andern gewarnt hätt\ würd' ich's sagen, hätt' ja doch keinen Sinn, euch was zu verschweigen...» « War sie schon früher einmal hier ? » « Glaub nicht. > « Und was ist's mit dem Mann ? » « Er kam vorige Nacht und verlangte ein Zimmer...» « Wie sah er aus ? » « Grosser Kerl, blass, redete wie ein Amerikaner ...» « Kannten Sie ihn von früher her ? » « Der Blitz soll mich erschlagen, wenn ich ihn schon einmal gesehen hab. » tNamen gab er natürlich keinen an? » Jahren. Ueber die Entwicklung und die Aussichten für den Lastenverkehr — im Zeichen der Automobilkonkurrenz — habe ich mich beteits in den Jahren 1924 und 1926 anlässlich Behandlung des Projektes über die Murgtalautomobilgenossenschaft (M.A.G.) und im Jubiläumsbericht 1926 ausführlich geäussert. Ich glaube deshalb für heute auf dieses an und für sich sehr bedeutungsvolle Kapitel nicht näher eintreten zu müssen. Soviel über den Betrieb, wie er in Aussicht gestellt wurde und wie er sich in der Tat entwickelt hat.» — — «Die Betriebsresultate können als befriedigend bezeichnet werden. Nicht ganz so steht es im Finanziellen. Der Bund verlangt auch heute noch 5 Prozent von uns, 300,000 Franken hat der Bund s. Z. den Kantonen zur alleinigen Tragung überbunden und obendrein müssen die Gemeinden die Verzinsung und Amortisation des Bundesanteiles garantieren. 55,000 Franken müssen wir allem vorweg nach Bern schicken. Und damals haben wir — die eidg. Expertenkommission war ja noch viel pessimistischer eingestellt als unsere Schwarzseher — mit einem Ueberschuss gerechnet, der knapp ausreichen könnte zur Versinsung des Elektrifikationsdarlehens zum gesetzlichen Mindestzinsfuss. Trotzdem die Resultate zeigen, dass ein Mehreres nicht wohl möglich sein kann und die Verhältnisse auf dem Geldmarkte sich ganz wesentlich auf die günstige Seite verändert haben, müssen wir dem Bund immer noch 5prozentige Annuitäten leisten. Unter diesen Umständen dürfte es im Falle der Frauenfeld-Wil-Bahn nicht leicht sein, Gewichtiges zu finden, das auch heute noch Anspruch erheben dürfte, unter die Ueberschrift «Unterstützung» wie diese durch den Titel des Bundesgesetzes vom 2. Oktober 1919 in Aussicht gestellt ist, gesetzt zu werden.» — — «Wie Sie aus den Zeitungen entnehmen konnten, sind den Schweizerischen Bundesbahnen 35 000 000 Fr. zu vergüten für ausserordentliche Leistungen in der Nachkriegszeit. In unserem Verband hat man die Frage der «Rückerstattungen» ebenfalls besprochen und sehr eingehend behandelt. Nationalrat Gnägi wird die Frage der Rückerstattungen an die Privatbahnen in der Bundesversammlung vertreten und wie Sie wissen, haben auch thurgauiscbe und st. gallische Mitglieder der Bundesversammlung die einleitende Aktion in verdankenswerter Weise unterstützt. Hoffen wir von der «Politik», die hier das letzte Wort sprechen wird, das Beste.» Meine Ausführungen habe ich unter dem Titel «Finanzielles» mit den folgenden Worten geschlossen: «Den damals grosszügigen, keine Opfer scheuenden Geldgebern aber, den Kantonen und Gemeinden, möchte ich nur wünschen, dass die Zeit nicht mehr fern liegt, wo Bund, Kantone und Gemeinden gleichgestellt sein werden, so, wie es der Gesetzgeber nicht anders denken konnte, als er das Unterstützungsgesetz vom Jahr 1919 bearbeitet hat. Und der Bahn sollte es endlich auch durch die Bestimmungen des Vertrages ermöglicht sein, die Anlagen und Einrichtungen so zu unterhalten und instand zu stellen, wie es nach Gesetz verlangt ist, damit die Bahn ohne Hilfe auch weiterhin bestehen kann.» Die ausserordentlich schweren — kaufmännisch betrachtet einfach nicht tragbaren — Finanzlasten der Frauenfeld-Wil-Bahn sind in erster Linie bedingt worden durch die in die kostspieligste Nachkriegszeit gefallene Elektrifizierung. Ueber 800 000 Franken betragen diese die Bahnrechnung heute erdrükkend belastenden ausserordentlichen Mehr- « Nein. » Von der Strasse her kam ein Klopfen, und das Paar verzog sich nach unten. Boulot blieb in Gedanken versunken in dem Gang stehen. Dann wandte er sich an Gaston. « Lieber Freund, » sagte er, « mit dem alten Boulot ist's aus. Ich hab einen taktischen Fehler gemacht, den nur ein (glücklicher Zufall wieder auswetzen kann. Als wir ins Haus kamen, hätten wir unsere Kräfte verteilen, müssen. Ich nach dem Mann oben und Sie nach dem rothaarigen Mädel...» « Ich seh noch immer nicht ein...» « Dummkopf, ihr Klopfen war ein Alarmsignal, das sie, weiss Gott wann, unter sich ausgemacht hatten. Zwei kurze Schläge und ein langer. Natürlich brauchte sie sich dann nicht länger hier aufzuhalten. Sie wusste, dass ihre Warnung verstanden worden war, und ging in aller Gemütsruhe fort... Himmelkreuzteufelnocheinmal...!!!» Er fuhr mit der Hand in die Innentasche und zog ein winziges Wattebäuschchen hervor. Darin befand sich das einzelne, lange rotbraune Haar, das er von Carmen Cranmores Diamantbrosche abgelöst hatte. Er legte es auf seine Hand und Üess die Sonne darauf fallen. «Mit welchem Teil des Verbrechens mag das in Zusammenhang stehen ? murmelte er nachdenklich. (Fortsetzung folgt.) AUTOMOBIL-REVUE 1929 - N°tt kosten. Aus diesem Grunde kann ich es nicht verstehen, dass der verehrte Herr Einsender ausgerechnet die an sich gewiss erfreulichen Betriebsresultate der Frauenfeld-Wil-Bahn herausgreift, um damit das gestellte Begehren der Privatbahnen betreffend Rückerstattung eines Teils der ausserordentlichen Kriegs- und Nachkriegslasten als «unbegreiflich» zu taxieren. Frauenfeld, 6. Juli 1929. H. Hürlimann. üus «E«sn Manlonen Das Berner Automobilamt gibt in Verkehrskreisen viel zu besprechen. Die Regierung hat kürzlich eine Ausschreibung vorgenommen, die nach allgemeinem Empfinden der interessierten Kreise vorwiegend auf die Akademiker zugespitzt ist und es den praktischen Verkehrsfachleuten nicht ermöglicht, ihre Meldung einzureichen. In einer soeben von sämtlichen kantonalen Verbänden vertretenen Zusammenkunft wurde eine Eingabe an den Regierungsrat beschlossen und derselbe eingeladen, eine erweiterte Ausschreibung zu wiederholen, damit sich auch die wirklichen Verkehrspraktiker melden können. Die Automobilisten, Lastwagenbesitzer, Motorradfahrer und Radfahrer sind der Auffassung, dass an die Spitze des Amtes ein Mann gehöre, der Automobil, Motorrad und Fahrrad gründlich kennt und vor allem praktisch mit dem Verkehrswesen zu tun hatte. A Der Schaffhauser Autobusbetrieb ist nunmehr durch Beschluss des Stadtrates zur dauernden Institution geworden. Wir haben seinerzeit über den ausführlichen Rapport des Kleinen Stadtrates berichtet, in welchem die Behörde die sorgfältigen Erwägungen, welche sie für die Beibehaltung des Omnibusdienstes bewogen, bekanntgab. Das Plenum des Rates hat in seiner letzten Sitzung mit Einstimmigkeit den Anträger zugestimmt. Schaffhausen hat damit erfreulicherweise den umgekehrten Weg eingeschlagen, indem es nun endgültig auf eine unrentable Strassenbahnlinie verzichtet und den Autobus an seine Stelle setzt, während man bei anderen Gemeindeverwaltungen der Schweiz sich einfach vom Tram nicht trennen kann und sogar Stetsfort neue Linien projektiert! z. s» Bergrennen von Escrinet. Das bei prächtigem Wetter reibungslos abgewickelte Rennen sah Simson auf Bugatti mit 6' 527s" als absoluten Sieger. Er stellte einen neuen Streckenrekord auf. In Monza wird neben dem Grand Prix d'Europe, der nach der erfolgten Verschiebung nunmehr für den 15. September auf dem Programm steht, ein zweites Rennen, ein sogenannter «Preis des Autodroms von Monza» am 14. September ausgefahren. Das Cortina-Bergrennen. Auf der sehr schwierigen Bergstrasse, die von Cortina d'Ampezzo nach dem Passo Tre Croci führt, wurde am Dienstag, im Verlaufe eines Automobil-Meetings, ein über acht Kilometer führendes Rennen ausgetragen. Die H Konkurrenten hatten einen Höhenunterschied von 555 Meter zu bezwingen. Vier Fahrer gaben auf. Vonwiler auf Bugatti wurde in einer Kurve aus der Strecke geschleudert, ohne sich jedoch zu verletzen. Das Rennen wurde von Zironda auf Derby in 9' 15" gewonnen (Stundenmittel 51,854 km). Preis von Dieppe. Als Abschluss des automobilsportlichen Meetings von Dieppe gelangte letzten Sonntag der Preis der Stadt Dieppe zum' Austrag. Die beste Zeit des Tages fuhr Dreyfus auf Bugatti mit einem Stundenmittel von 113,089 km. Dreyfus holte sich auch den Speziaipreis für die schnellste Runde. Resultate : Rennwagen (200 km), bis 2000 ccm: 1. Dreyfus (Bugatti), 1 • 46 • 54,4, 2. du Pouget (Bugatti), 1: 47:47; 3. de l'Epee (Bugatti), 1.50-11.8. — Bis 1500 ccm: 1. Gaupillat (Bugatti), 2 :06:55,2; 2. Delbos (Bugatti), 2:07:53,2. — Bis 1100 ccm: 1. Scaron (Amilcar). 2:01-28,8. Dreiräder bis 1100 ccm: 1. Dhome (Darmont- Morgan), 1:14:36,8 (97,2); 2. Raymond (Darmont), 1 • 26 : 57 500 Kilometer in der Stunde! Der Ehrgeiz lässt keine Ruhe... Nunmehr soll in London bereits ein neuer Weltrekord-Rennwagen nach den Plänen von Louis Coatalen konstruiert werden. Das neue Rennungetüm ist in den Sunbeam-Werken in Arbeit und erfordert nicht weniger als 25,000 Pfund Sterling. Man denkt mit dieser Type die 500-Kilometer-Marke zu erreichen. Theoretisch ist diese Geschwindigkeit wohl möglich, aber man hat in der Kalkulation einen grundlegenden Faktor vergessen : den Menschen. Wird ein Fahrer bei 500 Kilometern einen Wagen noch beherrschen können ? Nach den erst kürzlich in der «A.-R.» veröffentlichten Aussagen von Sir Segrave ist es ein Ding der Unmöglichkeit. Das Spiel mit Menschenleben geht weiter... Die Coppa Schneider, die am 7. September auf der Insel Wight ausgetragen wird, hat dem italienischen Automobilclub Anlass gegeben, eine Fahrt von hundert ausgesuchten italienischen Automobilen zu veranstalten, die über den Mont Cenis nach Paris und von dort nach dem Pas de Calais gehen wird, wo die Wagen binnen zwei Tagen nach Dover übergesetzt werden sollen. «Eine tour de force,» Versicherte dieser Tage der Präsident des R. A. C. I. einem Interviewer, «denn ich kann es aus persönlicher Erfahrung bezeugen, dass die wenigen 10 Kilometer, die England vom Festland trennen, für die Kontinentalen einen wahren Abgrund bedeuten. Als ich mich vor Jahren mit meinem Auto nach London begeben wollte, musste ich fünf Wochen warten, bis ich ein Schiff für den Transport nach Calais fand.» Eine andere Kraftleistung sei gewesen, für die ungefähr Die Bergstrecke Puschlav—Bernina, Scharupiatz des Bernina-Bergrennens, welches im Mittelpunkt der St. Moritzer-Automobilwoche steht. Leon Duray, einer der bekanntesten amerikanischen Rennfahrer und Rekordhalter der schnellsten Runde von Indianapolis, hält sich gegenwärtig in Europa auf. Der Amerikaner besuchte letzten Sonntag das 24-Stunden- Rennen von Spa. Bei seinem «Reisegepäck» befinden sich nicht weniger als drei Rennwagen. Duräy wird in Montlhery einige Rekorde in Angriff nehmen und sich ausserdem an verschiedenen internationalen Rennen beteiligen. — What about the Klausen ? Neue Rekorde. In Montlhery sind mit einem 500-ccm-Graham-Paige, der von den Fahrern Marendaz, Forest und Ashby geführt wurde, folgende Rekorde aufgestellt worden: 4000. km: 43 h 42' 34" 49/100. Stundenmittel: 91 km 513 m. 5000 km: 53 h 44' 21" 44/100. Stundenmittel: 93 km 42 m. '4000 Meilen: 66 h 23' 31" 92/100. Stundenmittel: 60 Meilen 24. 5000 Meilen: 80 h 24' 30" 21/100. Stundenmittel: 62 Meilen 18. 400 Teilnehmer längs der Küste der Insel Unterkunft und Beköstigung zu erlangen, denn weit über eine Million Menschen würden dort zu der Coppa zusammentreffen. Man sehe auch voraus, dass wenigstens 1Q00 Flugzeuge und Lenkballons Besucher aus allen Teilen der Welt zusammenbringen werden. Man habe sich u. a. damit geholfen, dass jeder Wagen für 24 Stunden Proviant mitnehmen muss und dass nicht eine Küstenstadt, sondern London das Quartier der ExDedition ist. Am Wettfliegen beteiligen sich neben den Engländern auch noch die Italiener, die Franzosen und die Amerikaner, während die Deutschen nach längern Unterhandlungen sich zurückgezogen hätten. Der Zweck der Autokarawane sei, den um die Coppa kämpfenden italienischen Fliegern das Gefühl zu geben, dass sie von Freunden aus dem Vaterland umgeben seien und dass Italien von ihnen den Sieg im Wettbewerb erwarte. Bei der Rückreise wird sich die Karawane in Paris auflösen. H

IM — Circuit von Piemont. Das auf der Piemonteser Rundstrecke ausgefahrene Rennen wurde von Morandi auf O. M. klar gewonnen. Die Konkurrenten hatten zehn Runden des 25 Kilometer langen Circuit zurückzulegen. In den ersten Runden lag der Schweizer Caflisch auf Mercedes hart hinter dem führenden O. M.-Wagen. Er wurde aber von d'Ippolito auf Alfa Romeo rom zweiten Platz abgedrängt und landete einen sicheren dritten Platz des Gesamtklassements. Seine Klasse entschied er für sich. Die schnellste Runde fuhr Morandi mit einem Stundenmittel von 86,6 km. Hier die Resultat© : Gesamtklassement: 1. Morandi (OM.) 2:54.10 (85,955 km/Std.); 2. D'Ippolito (Alfa Romeo) 2:56:02; 3. Caflisch (Mercedes) 2:58:35; 4. Sirignano (Alfa Romeo) 3:05:30; 5. Perretti (OM.) 3:14:06; 6. Rosa (OM.) 3:18:19,8; 7. Glaves (Bugatti) 3-21:02,8; 8. N'appo (Alfa Romeo) 3:37:38,4; 9. Fagioli (Salmson), 3:42:45,4; 10. Femiano (Alfa Romeo) 3:46:12,4. Grand Prix de la Marne. Der am letzten Sonntag auf dem acht Kilometer langen Circuit vor den Toren der Stadt Reims ausgetragene Preis erzielte einen vollen sportlichen Erfolg. Die Veranstaltung war den drei Rennwagenklassen 1100 ccm, 1500 ccm und über zwei Liter Zylinderinhalt offen. Die Konkurrenten der ersten Kategorie hatten ein© Distanz von 120 km, d. h. 15 Runden, zu absolvieren. Sie starteten am Morgen. Hier gewann Giraud auf Salmson. Am Nachmittag fand das Rennen der beiden andern Kategorien über 400 km, & h. 50 Runden, statt. Auf den Ausgang des iRennens, das letztes Jahr Chiron auf einem 1500-ccm-Buigatti mit dem Rekord-Stundenmittel von 132,750 km gewonnen hatte '(schnellste Runde 146,938 Stundenkilometer), •war man äusserst gespannt. Trotz Zündungsdefekten gelang es Etancelin auf Bugatti, das Rennen für sich zu entscheiden. Etancelin 'ging schon 1927 aus dieser, zu den grössten Schnelligkeitsprüfungen Frankreichs zählenivV Veranstaltung als Sieger hervor. Resultate : 2 Liter (400 km): 1. Etancelin (Bugatti), 2 h 54' 14" %; 2. Zanelli (Bugatti), 2 h 55' 50" %; 3. Lehoux (Bugatti), 3 hl' 53" %; 4. Gauthier (Bugatti), 3 h 14' 3" %; 5. Cadet (Bugatti), 3 Touren; 6. Mme Derancourt (Bugatti), 5 Touren 1500 ccm (400 km): 1. Tersen (Bugatti), 3 h 38' 24" %; 2. Tedaldi (Bugatti), 6 Touren. 1100 ccm (120 km): 1. Giraud (Salmson) 56' 13" %; 2. Dupont (Amilcar), 58' 22" %; 3. Namon (Salmson), 59' 36" %; 4. Fontaine (Amilcar), 1 Tour; 5. Vinatier (Rosengait 750 ccm); 6. Mme Violette Morris (B.N.G.). VII. Internationales Klausenrennen 1929. In wenigen Tagen werden nun auch in den Personenwagen der Schweizerischen Bundesbahnen kleine Plakate mit dem bekannten C'W von Coulon für das grosse, international© Bergrennen werben. Im weiteren hat sich die Betriebsdirektion bereit erklärt, dieses Jahr zwei Extrazüge von Zürich aus zu führen. Der erste verlässt Zürich am Samstag abend ca: 23.30 Uhr und erreicht Linthal morgens ca. 1.45 Uhr, während der zweite Sonntag morgen ca. um 4.30 Uhr abgeht und 1&. um 6.30 Uhr seinen Bestimmungsort erreicht. Es verbleiben demnach auch den Benutzern des späteren Zuges immer noch volle drei Stunden, um irgendwo längs der Rennstrecke Auftsellung nehmen zu können. Zur teilweisen Deckung der enormen Ausgaben werden auch dieses Jahr wieder Eintrittskarten für Fahrzeuge und Zuschauer verkauft, die für beide Renntage gültig sind. Der Tarif sieht folgende Abstufungen vor: Fahrräder Fr. 1.— Motorräder » io. Motorräder mit Seitenwagen » 13.— Autos, Zwei- und Dreiplätzer » 15.— Autos, vier und mehr Plätze » 20. Von den Zuschauern wird Fr. 1.— pro Person erhoben. Die nämliche Taxe ist auch von den Insassen der Fahrzeuge zu entrichten. De r farbige Pliant mit Illustrationen der Rennstrecke und einer Zusammenstellung aller für Konkurrenten wünschenswerten Angaben ist an alle Rennlizenzinhaber des Auslandes versandt worden. Der Erfolg war überraschend, indem seither täglich eine Reihe von Anfragen aus aller Herren Länder eingehen, so dass den Organisatoren schon heute um die Internationalität der Beteiligung nicht mehr bange zu sein braucht. Das unermüdliche Preiskomitee wurde durch die Automobilwerkstätte Orion, Zürich, welche bekanntlich den Grossen Bergpreis stiftet, mit der Mitteilung überrascht, sie werde die Gabe nicht in der ausschliesslichen Form einer Coupe überreichen, sondern für den Preis selbst Fr. 2000.— aufwenden ^d demselben eine Barspende von 2000 tranken beifügen. Da bereits auch weitere Speziaipreise für den Klausensieger gezeichnet worden sind, winken dem erfolgreichen Konkurrenten, sofern er den bisherigen Rekord noch zu verbessern vermag, Preise im Gesamtwert von rund 8000 Schweizer Fran- ken. Wie gross das Interesse an der bedeutendsten automobilsportlichen Veranstaltung des Jahres überall ist, beweist schon der erfreuliche Umstand, dass das Gabenkomitee bereits über Preise und Barmittel im Betrage von über Fr. 29,000.— verfügt und weitere Zeichnungen von ansehnlichen Mitteln noch in Aussicht stehen. Es sind, wie in den Vorjahren, drei offizielle Trainingstage festgesetzt worden, an welchen zu folgenden Zeiten trainiert werden darf: Mittwoch, den 14. August, von 5—9 Uhr und 18 bis 21 Uhr; Donnerstag, den 15. August, von 5—9 Uhr und 18 bis 21 Uhr; Freitag, den 16. August, von 5—9 Uhr. Es ist demnach den Teilnehmern unter Assistenz des Organisationskomitees reichlich Zeit geboten, um sich mit der äusserst interessanten Strecke, deren weiterer Ausbau bereits an die Hand genommen worden ist, vertraut zu machen. Acht Nationen auf dem Nürburgring. Nächsten Sonntag starten auf Deutschlands grösster Rundstrecke nicht weniger als acht Länder um den Grossen Preis der Nationen. Das Rennen führt über die Gesamtstrecke des Nürburgrings mit seinen 170 Kurven und seinen starken Höhenunterschieden. Es besitzt jetzt von allen Saisonveranstaltungen wohl internationalsten Charakter. 13 Wagenmarken, Alfa Romeo, Amilcar, Bugatti, D. K. W., Fiat,, Hanomag, Imperia, Lombard, Maserati, Mercedes- Ermüden Sie Ihren Körper nicht beim Fahren. - Rüsten Sie Ihren Wagen mit dem elastischen Firestone-Reifen aus, der alle Stösse und Schläge der schlechten Strasse absorbiert. Firestone-Reifen haben sich speziell im gebirgigen Gelände bewährt, wo Steigung und abschüssige Strasse eine widerstandsfähige, mit griffigem Gleitschutzprofil versehene Lauffläche, die für Ihre persönliche Sicherheit bürgt, bedingen. Au 1 umUl>lL,-l\L. v Der Grosse 24-Stunden-Preis von Belgien: Benoist und Marinoin, die prächtigen Alfa-Romeo-Fahrer nach ihrem Siege (links) u. in voller Fahrt (rechts). Benz, Salmson, Talbot und die tschechischen « Z »-Wagen liegen im Treffen. Von den 41 startenden Fahrern sind 21 Ausländer, nämlich : 1 Belgier, 1 Estländer, 5 Franzosen, 7 Italiener, 1 Schweizer — es ist der Luganese Mario Lepori auf Bugatti — und sechs Tschechen. Ein Resultat, das der viel bejammerten Rennmüdigkeit wahrlich Hohn spricht! Nachstehend die offizielle Liste der Konkurrenten : Caracciola, Berlin Kimpel, Ludwigshafen Klimberg, Reval Spandel, Nürnberg Momberger, Frankfurt Rosenstein, Stuttgart Mercedes, Kompr. Mercedes, Kompr. Renault o. Kompr. Mercedes, Kompr. Mercedes, Kompr. Mercedes, Kompr. 1500—3000 ccm : Hittmarm, Brunn Bugatti, Kompr. v. Kalnein, Schi. Domrtau Bugatti, Kompr. Philippe, Paris Bugatti, Kompr. Bouriat Bugatti, Kompr. Lepori, Lugano Bugatti, Kompr. Chiron, Paris Bugatti, Kompr. zu Hohenloho-Jagstberg, Bartenstein Bugatti, Kompr. de Sterlich Maserati, Kompr. Sartorio, Turin Alfa Romeo, Kompr. 750—1500 ccm : Burggaller, Berlin Bugatti, Kompr. Macher Simons Mayer Buthenuth, Hannover Haeberle Kersting, Bremen Prochaska Flieger WMM® Ueber 3000 ccm: D. K. W.-Zweitakt D. K. W.-Zweitakt D. K. W.-Zweitakt Hanomag, Kompr. Hanomag, Kompr. Bugatti, Kompr. « Z » 4 V, Kompr. « Z » 4 V, Kompr. « Z » 6 V., m. 2 Kompr. Firestone-Reifen und gute Bremsen schützen Sie! Lassen Sie sich heute noch den Firestone-Gum-Dipped- Reifen, den sichersten und dauerhaftesten der Welt, zeigen. Karger Urban-Emmerich, Prag Berlin, Berlin Schulze Seibel, Diez. a. L. Broschek, Köln Andre, Namur (Belgien) Marret, Nizza Varzi, Mailand Pirola, Mailand Ruggeri Birven, Köln Stoll, Berlin Scholl, Berlin « Z » 6 V., m. 2 Kompr, Talbot, Kompr. Lombard, Kompr, Bugatti, Kompr. Bugatti, Kompr. Amilcar, Kompr. Bugatti, Kompr. Salmson, Kompr. Alfa Romeo, Kompr. Alfa Romeo, Kompr. Maserati, Kompr. Imperia, o. Kompr. Fiat, o. Kompr. Amilcar, Kompr. Das Training befindet sich, währenddem unsere Zeitung erscheint, in vollem Gang. Schon vor dem ersten offiziellen Trainingstag, am Mittwoch, waren zahlreiche ausländische Fahrer eingetroffen. Als einer der ersten erprobte der Schweizer Lepori seinen Bugatti. Neben Caracciola erregt Chiron mit seinem schnellen Bugatti Aufsehen. In der Mannschaft des D.K.W.-Teams ist in letzter Stunde insofern eine Aenderung eingetreten, als Mayer an Stelle von Oesterreicher den dritten D.K.W.- Wagen starten soll. Wer wird siegen ? Ettore Bugatti, der geniale Molsheimer Konstrukteur, hat nach der ehrenvollen Niederlage durch die Mercedes-Mannschaft 1928 den Nürburgring mit den Worten verlassen: «A la prochaine!» Der nächste Sonntag soll die angekündigte Revanche bringen. Dem Favoriten Caracciola steht der. gefürchtet© Chiron gegenüber. Aber noch eine dritte* Marke wird ihr gewichtiges Wort mitreden;! Alfa Romeo, der Sieger zahlreicher inter* nationaler Rennen dieser Saison. Kein geringerer als Varzi, der am Königspreis von« Rom einen Divo hinter sich wies, ist gemeldet. Neben diesem gewaltigen Dreikampf wird das Rennen der Zweitaktmotoren D. K. W.- und «Z »-Wagen mit besonderem' Interesse erwartet. V. T. C. S.-Hilfsdienst in der ganzen Schweiz. Eröffnung der Dienststrecke Basel-Brugg. Der vom Schweizerischen Touring-Club lancierte Strassenhilfsdienst nimmt immer grössere Dimensionen an. So ist nun auch der Abschnitt Basel-Brugg in den Dienstrayon einbezogen worden. Der Streckendienst wurde in Gegenwart von Generalsekretär Quinclet eröffnet. Der Beamte, dem die Hilfeleistung für diesen Abschnitt anvertraut wurde, ist Herr Handschin. Eine zeremonielle Würdigung der Eröffnung erfolgt nach Rückkehr des Präsidenten und Vizepräsidenten der Sektion Basel, die gegen-, wärtig in den Ferien weilen. Für nächste Woche ist der Dienstbeginn auf der Strecke Olten-Zürich anberaumt. Damit funktioniert der T. C. S.-Hilfsdienst auf der ganzen langen Verkehrsader Zürich- Bern-Genf. Die Tätigkeit der Beamten auf den in Betrieb befindlichen Strecken ist von schönstem Erfolg begleitet. Die Patrouillen werden täglich in Anspruch genommen. Das nächste Jahr soll der Hilfsbereitschaftsdienst besonders auf den Alpenstrassen ausgebaut werden. Am Gotthard verkehrt, wie wir berichteten, bereits ein Beamter. Aaigan Bern Freibarg Freibaig Schwyi Schwyz Schwyz Schwyz St. (lallen St. Gallen Uri Zürich Zürich Kanton Liechtenstein HBJMn Kontrollierte Strassen Frick Licerz Domdidlet DUdingen (Onin) Brücke Balzers-Trfibbach 10 km Gersau Brunnen Strecke Zwischen nach und Schwyz Schübelbach Korscnacb* St; Gtütritr. Katraz Flüelen, Elchtung Azen- Aatbal Obxiagen-Hettlingen Fenerthalen bei Schaff. Bemerkungen ElmnannfcoDtrotle Innerorts Kontrolle Versteckte Polizei. 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