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E_1929_Zeitung_Nr.057

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R AUTOMOBIL-R£VUfi 1929 NO 5? Kesselbergrennen. Das internationale Kesselbergrennen, das ursprünglich anfangs Juni hätte stattfinden sollen, gelangt nun am 21. Juli zum Austrag. Erster Nennungsschiuss Donnerstag, den 11. Juli, 18 Uhr. Nachnennungsschluss (mit doppeltem Nenngeld) Samstag, 13. Juli, 18 Uhr, bei der Sportabteilung des Bayerischen Automobil-Clubs (A. v. D.), München. Schauinslandrennen (4. August). Am diesjährigen Freiburger Bergrekord, der bekanntlich vom A. D. A. C. als internationale Bergprüfung abgehalten wird, wird dieses Jahr zum erste Male der «Deutsche Bergmeister für Wagen» ausgefahren. Neben den alljährlichen Preisen ist für den Deutschen Bergmeister für Wagen ein besonderer Preis von 5000 Mark ausgesetzt worden. Gleichzeitig findet in diesem Jahre eine Sternfahrt mit Spitzenwertung und eine Sternfahrt ohne Spitzenwertung statt. Neue deutsche Autorennstrassen. In Frankfurt a. M. ist die Gründung einer Gesellschaft geplant, die eine Auto-Prüfungsbahn, ähnlich der Avus oder des Nürburgringes, errichten soll. Die Strasse wird bei einer Länge von 7500 m auch für sportliche Veranstaltungen geeignet sein. Ein anderes, ähnliches Projekt wird zurzeit in Hessen von den Staatsbehörden ausgearbeitet. Angesichts des sich ständig entwickelnden und durch seine alljährlichen Rennen eine immer grössere Bedeutung erlangenden Motorsports im Vogelsberg, hat die hessische Regierung die Schaffung einer eigenen Auto- beziehungsweise Rennstrasse in Aussicht gestellt. Grosser Preis von Belgien. Am 6. und 7. Juli gelangt auf dem Circuit von Spa der traditionelle 24-Stunden-Preis des belgischen Automobil-Clubs zum Austrag. Vierzehn Marken haben sich gemeldet, worunter zehn Equipen, nämlich Minerva, Bentley, Chrysler, Lancia, Bugatti, Alfa Romeo, Scap, Amilcar, B. N. C. und Rally. Als Sologänger starten Chenard, Lieorne, Auburn und Geonges-Irat. Nach den Siegen Alfa Romeos im 24-Stunden-Rennen von Brooklands und Bentley's im 24-Stunden-Rennen von Le Mans ist man auf den Ausgang der belgischen Dauerprüfung allgemein sehr gespannt. Die Alfa Ronieo-Equipe hat übrigens sensationelle Nennungen abgegeben: der erste Wagen ist mit Benoit-Marinoni besetzt, der zweite Wagen mit Minoia-Canavesi und der dritte Wagen mit Rigal-Zehender. Kann der Autoschnelligkeitsrekord noch erhöht werden? Englands Schnelligkeitsrekordmann Henry Segrave gab anlässlich seines Berliner Starts mit den beiden Rennbooten «Miss England» und «Miss Alarity», laut deutschen Zeitungen in interessanter Weise Auskunft darüber, weshalb er sich vom Automobilismus dem Motorbootsport zugewandt hat. Für den Rennwagen bietet sich nach Segraves Üeberzeugung nach Erreichung der riesigen Geschwindigkeiten von über 300 Std.-km keine weitere technische Entwicklungsmöglichkeit ausser einer Steigerung der Motorstärke. Eine Verfeinerung der Maschinen, von der allein die Automobilfabrikation profitieren könnte, ist kaum mehr möglich, wie auch eine weitere Steigerung der Rekordgeschwindigkeiten lediglich auf das Fliegen herauskommt. Ein Weiterfahren auf dem Erdboden ist bei grösserer Geschwindigkeitssteigerung unmöglich, da der Auftrieb des Wagens zu gross wird. Trotz einer Schrägstellung sonst wagrechter Flächen bis zu 8 Grad leiden die Wagen noch unter starkem Auftrieb, und das Problem des Unterdirucks ist bei diesen hohen Geschwindigkeiten einfach nicht mehr zu lösen, womit eine sichere Steuerung der Autos zur Unmöglichkeit wird. Segrave ist deshalb zum Motorbootsport übergegangen, wo sich noch allerhand Möglichkeiten bieten. Ausserdem ist die Erreichung von Rekordzeiten auf dem Wasser von 150 Kilometer nicht mit so grosser Gefahr verbunden wie auf dem Lande. Bugatti erstellt einen neuen Rennwagentyp. Mehr als einmal wurden in der letzten Saison und in der laufenden dem Konstrukteur von Molsheim, Ettore Bugatti, die Siege bei bedeutenden Rennen schwer gemacht. Als Bugatti am Grossen Preis von Deutschland 1928 nicht den ersten Platz zu belegen vermochte, verliess er die Piste mit den Worten: «A la prochaine!» Dass diese Worte in bitterem Ernst ausgestossen waren, bezweifelt wohl niemand. Was geschah nun seither? Ettore Bugatti nahm seinen besten Motor nnd überlegte, was er damit machen könne. Es war der Zweiliter, 60 mm Bohrung und 88 mm Hub, den verkürzte er im Hub um 4 mm, auf 84 mm, stellte zwei Motoren in der Längsrichtung nebeneinander und im Entwurf war der neue Motor fertig. Neu ist diese Idee, zwei Motoren miteinander zu kuppeln, ja nicht. Bugatti selbst hatte im Krieg bei Breguet einen sechzehnzylindrigen Flugmotor zusammen mit dem Amerikaner Duesenberg gebaut; Frank Lockharts «Black- Hawk-Speciah, der Rekordwagen, mit dem er in Daytona-Beach verunglückte; der Fiat- Rennwagen von 1927 — alle diese Motoren waren Doppel-Motoren gewesen. Neu aber sind eine Reihe konstruktiver Lösungen, die Bugatti an diesem Motor versucht hat. Zwei Achtzylinder liegen nebeneinander, zwei komplette Motoren, ihre Kurbelwellen sind am Schwungradende durch Stirnräder miteinander verbunden. Jeder Motor hat zwei Zylinderblöcke hintereinander, der Zylinderkopf ist aber für jeden Block gemeinsam. Drei Ventile pro Zylinder — je zwei für Einlass und eines für den Auspuff — werden von obenliegenden Nockenwellen über Schwinghebel gesteuert. Bis hieher sind keine bedeutenden Differenzen gegenüber den früheren Rennmodelten zu verzeichnen. Die Aufgabe für den Konstrukteur lag darin, den Motor, der immerhin 3,7 Liter Hubvolumen hat, so klein als möglich zu bauen, um ihn in ein Chassis zu hängen, dessen Abmessungen nicht grosser sind als die des bisherigen 2,3-Liter-Wagens. Man lagerte deshalb die Kurbelwellen nicht wie üblich im Kurbelgehäuse, sondern in geschmiedeten Stahlträgern, die durch Bolzen mit den Zylinderblöcken verbunden sind. Auf diese Art wurde die Breite des Motors auf etwa 42 cm beschränkt und man kann die Motorhaube in ihren bisherigen Abmessungen belassen. Das bedeutet praktisch, dass eine Vergrösserung des Luftwiderstandes durch den grösseren Motor nicht eintritt. Auch die Länge des Motors konnte durch diese (geistreiche Lösung erheblich verringert werden. Die Kurbelwelle ist neunfach gelagert. Das Mittellager ist wie die Pleuellager ein Gleitlager, die übrigen sind Rollenlager. Die Schmierung erfolgt über ein besonderes System mit drei Oelpumpen: eine Hocbdruckpumpe versorgt die Kurbelwellen- u. Pleuellager, eine Niederdruckpumpe führt der Nokkenwelle und den Nebenantrieben Oel zu, eine dritte Pumpe saugt aus dem Kurbelgehäuse die überschüssige Oelmenge ab. Der Motor hat zwei Kompressoren. Am Ende jedes Zylinderblocks ist ein Roots-Gebläse durch Zahnräder von der Kurbelwell© aus angetrieben. Zwischen den Zylinderblöcken beider Motoren liegen die Einlass- Gasleitungen, die Auspuffleitungen liegen an den \ussenseiten. Zwei Zenithvergaser, je einer au jedem Kompressor, arbeiten als reine Saugvergaser. Bei den Probeläufen hat, wie die «Münchener Telegrammzeitung» ausführt, der erste Motor auf dem Bremsstand 250 PS bei 5000 bis 5200 Umdrehungen in der Minute geleistet. Da der vollständige Wagen nur 1200 Kilogramm wiegt, und die äusseren Abmessungen kleinerer Typs erhalten werden konnten, rechnet man mit einer Höchstgeschwindigkeit von ungefähr 250 bis 260 Kilometern in der Stunde. In Le Mans und am Nürburg-Ring, wo dieser Typ voraussichtlich zum erstenmal starten wird, wird man ja diese Schnelligkeit nicht aussnützen können. Aber die gewaltige Kraftreserve des Motors und das ausserordentlich günstige Verhältnis zwischen Gewicht und Leistung werden diesen Wagen, vom richtigen Mann gefahren, zu einem unerbittlichen Gegner machen, lt. AKTUELLES Der Aufbau des Berliner Forschungsinstituts für den Fremdenverkehr. Der Aufbau des neuen, der Berliner Handelshochschule angegliederten Forschungsinstituts für den Fremdenverkehr ist jetzt soweit fortgeschritten, dass das Institut hofft, anfangs Juli den Studierenden der Berliner Hochschulen das errichtete Archiv und die Bibliothek zur Verfügung zu stellen, zu der die Stadt Düsseldorf die Fremdenverkehrsliteratur der Bibliothek ihrer ehemaligen Hochschule für Hotel- und Verkehrswesen beigesteuert hat. Im Wintersemester wird das Institut auch die Lehrtätigkeit aufnehmen. Für die Studierenden der Handels-Hochschule sind drei Vorlesungen von Professor Glücksmann, dem Leiter des Instituts, geplant; er wird 1. über den Fremdenverkehr, 2. die Sozialökonotnik der Gaststätte, und 3. über die Gaststättenbetriebslehre lesen. In den künftigen Semestern ist dann eine Spezialisierung dieser Themen sowie die Ergänzung durch Uebungen und Seminare (geplant. rdv. Dolomifen-Fahrfen werden, zu besonderem Genuss durch 0. R. Wasner's Dolomiten-Führer mit Karten. Preis Fr. 5.—. Verlag « Automobil-Revue », Bern. Um einem dringenden Bedarfe entgegenzukommen, ist im Jahre 1907 die Erste PnaalikVulkanisi A. ZEITZ, ivorm. Ed. Lohleit), Zürich 8, Dufourstrasse 5, gegründet worden. Pneureparafuren erfordern nicht nur moderne Apparate und Einrichtungen, sondern in erster Linie die sichere Hand ge= schulter, langjährig erfahrener Fachleute. In meinen Werkstätten sind seit Bestehen der Firma weit über 30000 Reifen und über 120 000 Luftschläuche repariert worden. 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Die neue baslerische Verkehrsordnunq ist von der Expertenkommission in 27 Sitzungen fertiggestellt worden. Der vom Polizeidepartement ausgearbeitete Entwurf einer Verordnung über den Strassenverkehr ist durchboraten worden und geht nun an den Regierungsrat. —ey. Für eine Reorganisation des Strassenunterhaltungsdfenstes richtet der Regterungsrat des Kantons Aargau an den Grossen Rat einen längsren Bericht, in welchem u. a. hervorgehoben wird, dass für den Unterhalt der Strassen mit neuzeitlichen Belägen technisch ausgebildete, ständige Aufseher anzustellen seien. Die Strassenwärter für Schotterstrassen sollen nebenamtlich angestellt werden und ihre Arbeitszeit soll hauptsächlich in den Herbst und Frühling fallen. Die neuzeitlichen Strassenbeläge hätten unter anderem den Vorteil, dass mit der Zeit auch das Strassenwärterpersonal reduziert werden kann. ry. An Gebühren für Fahrbewilligungen der Automobile, Motorräder und Fahrräder hat der Kanton Solothurn im Jahr 1928 Fr. 822,632 eingenommen. Für Automobile und Motorräder sind 971 neue Verkehrsbewilligungen und 2742 Erneuerungen erteilt worden. 13 Fahrern wurde, wegen Zuwiderhandlung gegen die Konkordatsbestimmungen, die Fahrbewilligung temporär oder dauernd entzogen. r. Ist es möglich ? Der Berner Stadtprasident Lindt hat sich in einem Vortrag dahin geäussert, dass man mit der Fertigstellung des neuen Bahnhofes in Bern auf das Jahr 1934, d. h, auf den Zeitpunkt der Eröffnung der internationalen Volkskunstausstellung, rechnen könne. Allerdings musste er gleichzeitig bekanntgeben, dass über das Trace für die Einführung der Linien in den Bahnhof noch kein Entscheid getroffen sei. Nach dem bisherigen Tempo der Berner Bahnhof-Angelegenheit darf man diese Versicherung füglich noch mit einem Fragezeichen versehen. mg. Baselland. Im Landrat von Baselland referierte Menz (Birsfelden) über den Bericht der Kommission, die eine Verordnung über den Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr vorzubereiten hat. Durch die Entwicklung der Verkehrstechnik seien immer neue Ausführungsbestimmungen notwendig. Polizeidirektor Mosimann verspricht sich aus der Mitarbeit der Interessentenverbände nicht viel. (Dieser Polizeidirektor scheint die Vorgänge in Zürich und Bern nicht verfolgt zu haben, sonst wüsste er, dass gerade in diesen Städten, wo der Verkehr eine ganz andere Rolle spielt als in Baselland, die Polizei sich über die Mitarbeit der Interessentenverbände sehr befriedigend geäussert hat.) In der weitern Diskussion wurde auch der Schutz der übrigen Strassenbenützer verlangt, was speziell durch die Erstellung von Fussgänger- und Fahrradwegen erreicht werden könne. gr. Eine kleine Parallele. (Einges.) In Bern wird zurzeit der Prozess gegen die Gurtenbauern verhandelt, die einen Sekretär der englischen Gesandtschaft misshandelt haben. Die sonst langsame bernische Justiz hat in diesem Fall mit löblichem Eifer und verhältnismässig rasch gehandelt. Vor 214 Jahren passierte im Rickentunnel das bekannte grosse Unglück, bei dem eine Reihe von Eisenbahnern erstickten. Der Prozess schlummert heute noch, und es bedurfte eines erheblichen « Stupfes » im Nationalrat, um die Antwort zu erhalten, dass jetzt dann « etwas > gehen werde. Warum ist dieser Prozess, bei dem es sich um erstickte Schweizerbürger handelte, wohl weniger rasch zur Verhandlung gekommen als der wegen des Sekretärs der englischen Gesandtschaft ? Und noch eine Frage: Wenn am Ricken ein Autounglück in diesem Umfange passiert wäre, würde der Prozess wohl auch heute noch schlummern ? Dunkel und verworren sind die Wege der Frau Justitia Bluff? AUTOMOBIL-REVUE Vor wenigen Tagen konnte man in allen Zeitungen der Schweiz von einem raffinierten Ueberfall lesen, den kürzlich zwei Automobilisten in Basel einer Frau gegenüber vollbracht hätten. Die ganze Korrespondenz entbehrte des Abenteuerlichen und Schauermärchenhaften nicht. Bis heute ist es nun still geblieben; man hat weder den Namen der zwei Gauner, noch denjenigen der Frau, noch etwas von der Autonummer erfahren können, so dass die ganze Geschichte stark nach Bluff zu riechen kommt, der einzig darauf hinausgeht, den Automofoilistnus zu misskreditieren. Wir erinnern uns an einen ähnlichen Artikel, der vor zwei Jahren in der «Neuen Glarner Zeitung» erschien und über einen Unfall schrieb, der sich im Kanton Solothurn zugetragen haben sollte. Nähere Erkundigungen führten zu nichts; nirgends wollte man von einem solchen Ereignis etwas wissen. Dürften wir im Interesse einer guten Sache unsere Kollegen an den Tageszeitungen bitten, mit solchen Schauermärehen-Nachriehten recht vorsichtig umzugehen, ihr© Her« kunft und ihren Zweck vielleicht näher zu prüfen. Bewahrheiten sich solche Nachrichten, so sollten sich die verantwortlichen Redaktoren zur Pflicht machen, derartige «Räuber» mit Namen der Oeffentlichkeit vorzustellen, um allen übrigen anständigen Automobilisten und Menschen gerecht zu werden, t. Hilft die Bahn nicht...dann hilft das Auto! Die schlechten Verkehrsverbindungen zwischen Biel und Neuenburg sind bekannt, und es sind namentlich die Bewohner der Ortschaffen am linken Bielerseeufer — Tüscherz-Alfermee, Twann, Ligerz und Neuenstadt — sowie des Tessenberges, welche seit langem alle Anstrengungen machen, um bessere Verkehrsmöglichkeiten zu erhalten. Alle in diesem Sinne an die S. B. B. gerichteten Gesuche hatten aber bisher keinen Erfolg, und da die Leute am See keine Gelegenheit haben, manchmal innert 2 bis 3 Stunden weder Richtung Biel noch Neuenburg zu fahren, und auch für Konzertbesucher keine Möglichkeit zur Heimreise besteht, haben die Seebutzen gefunden, dass man da am besten mit dem Automobilverkehr Remediir schaffen könnte. Und der rührige Verkehrsverein von Twann hat bereits diesbezüglich Schritte unternommen und auch der Verwaltungsrat der Drahtseilbahn Ligerz-Tessenberg hat die Betriebskommission beauftragt, mit Biel und den andern interessierten Gemeinden in Verbindung zu treten, um einen den Bedürfnissen entsprechenden Automobilverkehr einzurichten. Auch hier zeigt es sich erneut, dass, wo die Bundesbahnen die Bedürfnisse der Zeit nicht richtig zu deuten verstehen, eben das Automobil aushelfen muss! R. Frederic de Rabours t- In der Nacht vom 27./28. Juni ist Herr Nationalrat Frederic de Rabours von Todeshand erreicht worden. Eine Kämpfernatur hat damit ausgekämpft. Im Jahre 1879 geboren, trat er mit 37 Jahren 1917 in den Nationalrat ein. Hier finden wir ihn als eifrigen und entschlossenen Verfechter des schweizerischen Automobilismus. Mit zäher Energie bekämpfte er die damalige automobilfeindliche Einstellung des.Nationalrates. Er unterlag im Rate, aber, am 15. Mai 1927 gab ihm das Volk dennoch recht, indem es das damalig©- Automobilgesetz bachab schickte. Im Jahre 1928, vom Genfer Volke nicht mehr gewählt, war es ihm beschieden, anlässlich des Todes des Herrn Nationalrat Micheli neuerdings in den Nationalrat einzuziehen. Leider nur für kurze Zeit. Im Augenblick, da das schweizerische Parlament sich aufs neue mit dem Automobilgesetz zu befassen hat, werden ganz besonders die Automobilfahrer die Stimme des Herrn de Rabours schwer vermissen. Auch in der Frage der Benzinzollverteilung hätte er noch ein gewichtiges Wort mitzusprechen gehabt. Der A. C. S. verliert in Herrn de Rabours ein pflichteifriges Mitglied, das sich besonders auf dem Gebiete des Versicherungswesens grosse Verdienste erwarb. Wir entbieten der Trauerfami'lie unser herzliches Beileid. -t. Fesfl^che Anlässe Pressefest in Interlaken. Satastagabend, 6. Juli im Kursaal. Neben froher gesellschaftlicher Unterhaltung bietet das Fest mit dem einleitenden Konzert auch hohen künstlerischen Genuss. Helene Stooss, Sopran, Lausanne, singt Lieder von G, Faure und Debussy; Jean Ernest, Bariton, Bern, bringt die Ballade Arohibald Douglas CCecd Löwe), und «Die beiden Grenadiere» (Schumann) zum Vortrag, am Flügel begleitet von Redakteur Kurt Joss, Bern. Der bestbekaante Jodlerclub Interlaken und das Kursaalorchester ergänzen das Programm. In den für den grossen Ball sommerfestlich dekorierten Räumen des Kursaals wird man sich an einem exquisiten kalten Büffet gütlich tun. In den Verkehrsbureaiis Bern und Thun können Billette im Vorverkauf bezogen werden. 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