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E_1929_Zeitung_Nr.059

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16 Ab i UmUUii--ivt v ÜC iiniiiiiiiiitniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii[iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinniiiiiiiiiii[iiiiiniiiiiiiiin)iiiiiiiiiiiiiiniii ntd Zutahrtsstraasen aus der ganzen ctcnweiz sina •rslohUloh Führer für Automobllfahrer, offiziell» Ausgabe des UMRR Hotel Löwen WUIID Qr. Gesellschaltssaal Zimmer mit laufendem kaltem und warmem Wasser, Bäder, Zentralheizung. Bachlorellen. Grosser Garten. Geheizte Garage. Oel, Benzin. H. Bernhard, Besitzer. Ulasen i./E. Gasthof znm Rössli Bestbekannter Landgasthot: — Neu eingerichtete Fremdenzimmer. Spezialität t Forellen, Guggeli, Bauernschin&en. — Garage. — Telephon Nr. 2. Paul Muster-Schütz; Besitzer. Schönbühl Gasthof SchSnbühl Altrenomm. Gasthof. Gr. schattiger Garten. Gr. u. kl. Gesellschaftss^aL Forellen. Diner. ZVieri. Eig. Metzg. Zimmer v.Fr. 2.50 an. Garage mit Rep.-Werkst. A. Gfrttr-König. Bes. Berken t» Gasthof zum Löwen Altbekannter Landgasthot, direKt an der Aare., Spezialität: Forellen, Güggeli; Burehamme. Tel. 31 K. 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Hafner DUFOURSTR-5 Tel • H o \Y-4-2.09 -4309 Im Hochsommer entstehen tausendfache Wünsche nach Erneuerung abgespannter Lebenskräfte. Beschauliche Wanderfahrten durch unsere herrlichen Alpentäler oder über die Bergpässe gehören,mit zu den Köstlichkeiten dieser Zeit. Schade aber, wenn bei solchen Fahrten Missklänge entstehen, wenn das Reiseprogramm fehlerhaft war. Der Fahrer weiss zwar, dass er an keine Fahrlinien und Fahrzeiten gebunden ist, er kann hier den kürzesten Weg einschlagen, dort einen Abstecher zu einer monumentalen, landschaftlichen oder wirtschaftlichen Sehenswürdigkeit machen. Immer aber soll das nicht spontan, sondern als Ausfluss eines wohlüberlegten Planes geschehen. Wenn es ihm, der am Lenkrad weder nach links noch nach rechts schauen darf, der im Rhythmus des Werktages nur am Wagen und seiner Steuerung selbst Freude Hat, auch unbenommen ist, bei Gesellschaftsfahrten auf Halte oder Endziele bestimmend einzuwirken, so will er Automobilfahrten am Wochenende doch zu allgemeinen Familien-Festen machen. — Höchster Reisegenuss u. anhal-' tende Reiseeindrücke sollen . r den*, Seinen warten. Sollen diese aber nicht hinter der Erwartung zurückstehen , so müssen Hin- und Rückfahrt in ihren grossen und kleinen Zügen festgelegt werden. 0. R. WAGNERS kann von Interessenten auch auf unsern Bureaus in Löwenstrasse 51, und Genf, 12, Croix d'Or bezogen werden. Z u r * • - -•••••! Fahrtvorbereitung 'S und Information während der Tour steht dem Automobilisten ein erstklassiges Orientierungsmittel zur Verfügung. Es ist der-'' Die Schweiz Führer für Automobilfahrer Redaktion: O.R.WAGNER. Was dem seit mehr als 25 Jahren bevorzugten CH-Touring immer wieder die ungeteilte Bewunderung abnötigt, das ist die Beschreibung der Schweiz auf dem Grundakkord der Autotouristik und die planmässige Einstellung dieses meisterhaften Textteiles in das Gesamtwerk. Die im Kartenteil dargestellten Haupt- u. Nebenstrassenzüge der Schweiz werden hier fahrplanmässig in Routenbeschreibungen zusammengefaßt, die an ihnen liegenden Orte kurz charakterisiert und mit fortlaufender Kilometrierung versehen, die wertvoll für die Zeiteinteilung ist. Es fehlt auch nicht der Anschlussvermerk für Abzweigungen. Eine besondere Abteilung gibt in alphabetischer Reihenfolge jede touristisch interessante Auskunft über 1000 Orte der Schweiz. Geschichte, Kultur und Volkswirtschaft werden in prägnanten Zügen berücksichtigt, aber auch der Gaststätten wird gedacht. Abonnenten erhalten Rabatt! ÜMii*l, Adnuuatntioo, Diamk, und Cllctotelti HALLWAO AsQ, flaUanciw üuehdrucktni and .W»pie«cn« £«ri 'SHT^I

Bern, Dienstag 9. Juli 1929 ///. Blatt der „Automobil-Revue 44 No. 59 Im heutigen „Autler-Feierabend": Die Seite der Frau Sei vollschlank! 19 Pariser-Modedynastien 19 Der Sport Schmeling-Paolino 20 Kommende Leichtathleten 20 Gespräch mit einem Freund 21 Das neue Kreuzworträtsel 22 Tourensprechsaal 23 Humor 24 Der gute Ton Von Frank Smetana. In einer kleinen Gesellschaft niest eine Dame und ein Herr wünscht « Gesundheit! » Meint ein anderer: .«Aber das sagt man doch nicht!» Ein dritter ist anderer Meinung : « Warum nicht? Das ist eine Aufmerksamkeit, ausserdem eine gute, alte Sitte.» Ein vierter mischt sich drein : « Papperlapp *— mag alles gut und schön sein, aber es ist •unmodern und unfein, abgedroschen. Zu einem Gähnenden sagt man doch auch nicht .Gute Nacht!'» Die ganze Gesellschaft kam in Streit. Jeder war anderer Meinung, die einen waren dafür, die andern dagegen, einige halb dafür und halb dagegen. Die Debatte dauerte einige Stünden. Es rückte gegen Mitternacht. Endlich schlug eine ^"Dame vor, Professor Stein, den berühmten Aesthefen und Kenner des guten Geschmacks, jenen Verfasser weltberühmter und vielverbreiteter Lehrbücher über den guten Ton, die gute Sitte und feines Benehmen telephonisch zum Richter in dem heissen Meinungskampf anzurufen. Alle waren damit einverstanden. * Und so klingelte bei Professorjstein das Telephon. Er hatte sich gerade, müde vom langen Schreibeü, zu Bett geligt. ÄeTgirllcH über die nächtliche Störung ergriff er den Hörer. «Herr Professor», sagte eine feierliche Der Fall Cranmore Fortsetzung aue dem Hauptblatt. Einen Augenblick später fuhren sich kreuzende Lichtstrahlen ins Zimmer. Zwei triefende Polizisten erschienen und sprangen durchs Fenster herein. Als sie Dolores erblickten, hielten sie ein wenig überrascht an. «Was gibt's, Miss?» fragte der eine. «Wir hörten zwei Schüsse . . .» «Hat scheint's das Licht ausgeschossen,» erklärte der andere. «Und was hat's denn da gegeben . . .?» Er deutete auf den gelben Diwan, der auf der Seite lag und seine klauenbewehrten Füsse ins Zimmer streckte. Eine erschrockene Stimme rief von der Treppe her, was geschehen sei, und Lettice Harbury stürzte in einem etwas sonderbaren Nachtgewand ins Zimmer. «Dolores!» schrie sie, als sie das junge Mädchen erkannte. «Mir ist nichts geschehen, Tante Letty ... ein Einbrecher . . . Wie ein Sturmwind schwang sich Boulot vom Garten her durchs Fenster, nass bis auf die Haut, beschmutzt bis zu den Knien. Er schäumte vor Wut, und es bedurfte einer längern Erklärung, bis sich die feindselige Haltung der beiden Konstabier in Respekt und Untertänigkeit verwandelte. Einer wurde zur nächsten Polizeistation geschickt, um Stimme, «im Namen einer kleinen Gesellschaft, die Sie als den tonangebenden Meister des guten Geschmacks verehrt und schätzt, möchte ich Sie um die Beantwortung einer kleinen aber nicht unwesentlichen Streitfrage Ich bin so aufgeregt, dass ich kaum schreiben kann. Nun habe ich die grösste Erfindung des Jahrhunderts gemacht und ... nur natürlich wegen meiner geradezu grotesken Verliebtheit ist alles wieder.. i ich hänge mich ja auf. Also, ich bin, wie gesagt, zu aufgeregt. Muss mal erst einen Kognak nehmen ... Ja, jetzt geht es besser. Ich bin ein Radio-Amateur, aber ein ganz gediegener. Und ich habe zwei Jahre an einem Apparat gearbeitet, der alles in den Schatten stellt, was es in dieser Branche gibt. Ein Amerikaner hat mir hunderttausend Dollar angeboten ... der Naivling! Für meinen Apparat, mit dem ich. das Zehnfache in den nächsten drei Wochen verdient. Der Apparat ist so gross wie eine Zigarrenschachtel für 100 Stück. Die Sache ist sehr einfach: Wenn jemand die Schachtel aufmacht, dann kann ich von meinem Laboratorium aus mit ihm sprechen und.. ja, jetzt kommt's: ich kann ihn auch sehen. Ist nichts Neues? Doch, in so kleiner Aufmachung schon was Neues. Ich will noch mehr verraten, damit die Redaktion nicht sagt, ich mache den Lesern nur den Mund wässrig. Ich arbeite mit negativen Wellen. Sie verstehen: es gibt normale Wellen, und dann gibt es lange Wellen, und dann gibt es sogenannte Kurzwellen. Das ist alles nichts. Da ist so viel los auf jeder Länge, dass man nichts «Souveränes» mehr für seinen verliebten Privatgebrauch findet!. Daher erfand ich die negativen Wellen. Die also kürzer sind als Null. Z. B., ich; arbeite mit dem • erfundenen Apparat auf ötitiüs 867 öder 896 Möter. Ich will mich Meldung zu machen, der andere begab sich zum Telephon, um Manderton in seiner Wohnung anzurufen. Als sie fort waren, brach Boulots Entrüstung gegen sich selbst von neuem los. «Grosser Gott!» jammerte er. «Fort, verschwunden! Und wenn ich denke, dass ich ihn schon am Kragen hatte, wenn ich nur leise eingetreten wäre! Nie hätte er mir entkommen können! Was für eine Kühnheit und Geistesgegenwart, Donnerwetter...!» «Was wollte denn der Mann?» fragteMrs. Harbury. «Was für eine Entschlussfähigkeit!» rief der Franzose, ohne die Frage zu beachten. «Nicht zwei Sekunden — nicht eine hatte er, um sich zu entscheiden — und pum! schiesst er das elektrische Licht aus — und pum ! kauert er sich nieder, um meinen Sohuss zu vermeiden — und pum! pum! ist er draussen und fort, wie er sich's schon vorher zurechtgelegt hatte! Quel type!» Er brach plötzlich ab, und seine Augen starrten verblüfft auf den umgelegten Diwan. «Sie fragen mich, Madame, was der Halunke wollte. Da haben Sie's ! » Er deutete mit vor Aufregung zitterndem Finger erst auf den Diwan, dann auf den Boden. Dort lag einer der abgeschraubten Füsse. Mit einer schnellen Bewegung griff er danach und zeigte ihn den beiden Damen. Er war hohl. Rund um die Schraube war eine Höhlung ausgeschnitten, gross genug, um als Versteck zu dienen. bitten : Was soll und darf man einem Niesenden zurufen?» Der Professor antwortete mit Donnerstimme : « Rutschen Sie mir den Buckel runter, Sie Idiot!» Meine grosse Erfindung Von Franz Carl Endres. nicht in Einzelheiten verlieren. ' Als ich fertig war, besuchte mich eine Zürcherin, in die ich mich rasend verliebte. Sehr töricht für einen Gelehrten wie mich, aber, wenn Sie das Bild der Zürcherin sehen würden... Auch du, mein Brutus! Aber jetzt ist es zu spät, denn sie liebt mich auch. Ach, vielleicht heute nicht mehr! Ich zeigte ihr den Apparat nicht. Ich wollte sie zu ihrem Geburtstag damit überraschen. Ich sandte den Apparat durch einen Freund per Auto . nach Zürich. Er gab ihn ab. Für Fräulein ... Nein, nein, also den Namen brauche ich der Redaktion doch wohl nicht zu nennen? Nicht wahr? Das tut ja schliesslich nichts zur Sache. Der Freund gibt den Apparat ab. Ich warte — ich wusste die Stunde, wann er ihn abgibt — in meinem Laboratorium vor der Mattscheibe. Nun musste das süsse Bild der Geliebten erscheinen, wenn sie den Deckel abhebt. Nichts erschien! Sollte der Apparat nicht funktionieren? Das war bei der Grosse meiner technischen Leistung unmöglich. Ich warte eine Stunde, noch eine: .'Nichts! Ein dringendes Telephongespräch nach Zürich. Sie ist selbst am Telephon» «Hast du nicht.... Ist er kaput? Warum machst du ihn nicht auf?» rufe ich. «Fehlt Ihnen etwas?» flüstert eine Stimme. Erst dann erkennt sie mich, als ich deutlich ihr den Sachverhalt erkläre. Sie hat ein Paket von mir bekommen. Hat keine Ahnung, was darin ist, meint Schokolade, traut sich aber nicht, das Paket in Gegenwart ihrer auf mich wütenden Elfern zu öffnen. «Ich habe es in meinem Zimmer vetgteckt. Ich sehe es erst heute abend" 1 an, wenn ich im Bett Bin. Vielen Dank einstweilen... hueh!!!... ich höre Mama...» Abgehängt. Schluss! ' Da sass ich. Wann geht das Kind zu Monsieur Boulot schlug sich mit der Hand vor die Stirn. «Oh, ich dreifacher Esel!» schrie er. «Ich Dummkopf. Da haben wir die ganze Erklärung...» Und wie ein Blitz fegte .er aus dem Zimmer. In das Licht der Strassenlatnpen mischte sich schon die Morgendämmerung, als Boulot in einer engen Gasse, sich vorsichtig nach rechts und links umschauend, die Tür eines Barbierladens aufstiess, schnell in einen völlig finsteren Gang trat und sie wieder hinter sich zuzog. Sogleich legte sich aus der Dunkelheit eine Hand auf seinen Arm. • «Was wollen Sie hier?» Die Stimme klang wie die eines Ausländers. «Ich will mich nach Gaston, dem «Eichhörnchen», umschauen.» «Also Freund. Gut! Geh nur bis ans Ende des Ganges, aber mach keinen Lärm, damit die verfluchte englische Polizei...» ! 7&h^ytf glückliches Kästchen! — Bind mit mir plaudert. «Ich danke dir. Oh, das ist reizend, dass wir jetzt ganz geheim miteinander sprechen können...» Sie erzählt mir dies und jenes. Ich höre kaum. Ich sehe nur auf der Mattscheibe ihr entzückendes Gesichtchen und bin verrückt vor Verliebtheit. Ich sehe, während sie spricht," dass sie ausser meinem Kästchen auch eine Photographie in ihr Bett mitgenommen hat. Und ich sehe, dass sie diese Photographie at und zu ansieht, während sie mit mii spricht. Sommerliche Betrach tung Man liegt am Strand und badet sich in Sonne, Betrachtet seinen grossen Zeh. — Man spielt Diogenes — nur ohne Tonne Und träumt vom nächsten 5-Uhr-Tee.. Der Regen kommt, wem* wir ihn nicht erwar« ; ten, - - '' Er ist ja Stammgast tmd hat alles frei. Verzweifelt-schreibt man blöde Ansichtskam ten. Und auch nach-Haus. Und denkt sich nichts dabei. - . (Aus einem Gedicht von M«x Kolpe}!. Der unsichtbare Aufpasser verschwand murmelnd, während Boulot mit vorgestreckten Händen weiterstolperte, bis er zu einer neuen Tür kam. Dann ging's über einen engen Hof zu einer dritten, hinter der ein Gewirr von Stimmen hörbar wurde. Eine Wolke heisser, tabakdunstgeschwängerter Luft schlug ihm entgegen, als er in den schmalen, durch Oellampen erhellten Kellerraum eintrat, tu. dem einige steile Stufen hinabführten. An kleinen Tischen sassen meist einzelne Paare in eifrigem Gespräch. In der Mitte drehten sich ein halbes Dutzend Paare* im Tanz. Boulots Blick streifte über sie hin: eine Auswahl aus dei Gesellschaft, mit der er in, seinenulangen Be« rufsleiben zu tun gehabt hatte. Apachen mit ihren Stierköpfen und schleimigen Augen, entlassene Sträflinge, an ihrer grauen Gesichtsfarbe zu erkennen, geschminkte Dirnen und erfolgreiche Geschäftsveribrecher mii dicken Zigarren im Mundwinkel und einei Flasche Champagner neben sich. An einem Tisch allein sass Gaston, dei Kellner aus dem kleinen französischen Restaurant. Boulot klopfte ihm auf die Schulter. «Ein bisschen spät, aber da bin ich...» Der andere sah auf und warf ihm einen misstrauischen Blick zu. «Was wollen Sie von mir? Ich kenn' Sie nicht.» Boulot setzte sich lachend an den Tisch und nickte wohlgefällig seinem Bild in einem an-der Wand hängenden Spiegel zu, das ihm einen schwarzhaarigen, gutmütig aussehenden Mann von etwa vierzig Jahren zeigte. «Sie haben doch nicht erwartet, dass ich mich den Herrschaften so vorführe, wie sie mich von meinem Amtszimmer her kennen ... ? » Gaston hieb mit der Hand auf den Tisch. «Sie sind einer, Patron! Weiss Gott, da kann man noch immer was lernen. Und jetzt hören Sie: unser Mann war hier letzte Nacht...» INTERNAT. CONCOURS HIPPIQUE 6.-14. JULI : (Fortsetzung: folgt.) AUTOPARK DIE SENSATION DER SAISON: DAS NEUE STRANDBAD Ll DO TANKSTATION