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E_1929_Zeitung_Nr.061

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Ausgabe: Deutsche Schweiz. BERN, Dienstag 16. Juli 1929 Nummer 20 Cts. 25. Jährgang. - N° 61 ERSTE SCHWEIZERISCHE AUTOMOBIL-ZEITUNG Zentralblatt für das schweizerische Automobilwesen ABONNEMENTS-PREISE: Erscheint jeden Dienstag und Freitag Monatlich „Gelbe Liste" Halbjährlich Fr. 5.—, jährlich Fr. 10.-. Im Ausland unter Portoznschlag, sofern nicht postamtlich bestellt. Zuschlag für postamtllche Bestellung 30 ADMINISTRATION: Breitennünstrasie 97, Bern Rappen. Postcheck-Rechnune 111/414 relephon Bollwerk 39.84 Telegramm-Adresse: .Autorevue, Bern INSERTIONS-PREIS: Die achtgespaltene 2mm hohe Grundzeile oder deren Raum 45 Cts. für die Schweiz; für Anzeigen aus dem Ausland 60 Ctg Grössere Inserate nach Seitentarif. Inseralensotims« 4 Tane vor Erscheinen der Nummern Von unserem Automobil-Aussenhandel Erhöhung der Einfuhr — Rückgang der Ausfuhr. Während des zweiten Quartals 1929 erreichte die Einfuhrsumme 28,320,525 Franken. Gegenüber der gleichen Zeitspanne des Vorjahres beträgt somit die Erhöhung 296,422 Franken und gegenüber dem ersten Quartal 1929 10,460,898 Franken. Unsere Ausfuhr sank dagegen im zweiten "Vierteljahr 1929 um 182,520 Franken, verglichen mit dem zweiten Quartal 1928. Der Ausfuhrwert erreichte eine Summe von 4,876,288 Franken gegen 5,058,808 Franken, übertrifft aber die Ausfuhr des ersten Quartales 1929 um 738,843 Franken. Wir erinnern daran, dass die offizielle Statistik die folgenden neun Kategorien unterscheidet : a) Motorzwei- und -dreiräder ohne Lederübarzng; b) andere (also solche mit Lederüberzoir): c) Automobile und Chassis im Stückeewicht von weniger als 800 kg; 3) Automobile und Chassis im Stückgewicht von 800 bis und mit 1200 kg; e) Automobile und Chassis im Stückg«wicnt von 1200 bis und mit 1600 kg; f) Automobile und Chassis im Stückgewicht von mehr als 1600 kg; g) Karosserien aller Art für Automobile: h) Elektrokarren; i) Traktoren ohne Earosseri*. ' Die Einfuhr im "zweiten Quartal .1929 weisf nach" den Herkunftsländern lütgendes "Bild "auf: Stflok q kf wert in Tu Total Deutschland a 166 262.94 244.966 b 6 15.71 15.411 c 31 211.98 92.912 d 116 1407.66 815.266 e 76 1072.36 715.687 f 33 969.68 771.670 g 1.63 1.205 b 4 40.35 22.882 i 2 40.69 17.590 2.697.589 Oesterreich a 38 40.02 37.310 e 6 79.35 62.300 f 9.40 9.182 g 52 190 108.982 Frankreich a 142 204.65 171.606 b 7 15.29 12.957 c 39 278.69 164.595 d 360 4107.87 1.665.837 e 147 2159.71 1.429.746 f 21 821.62 611.607 g 11.05 6.334 i S 58.77 30.260 4.092.842 Italien a 10 17.64 17.320 b 22 150 c 63 482.84 199.575 d 86 826.55 393.155 T O N Der Fall Cranmore ^j^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^B^^^^^^_2 Kriminal-Roman von V. Williams. Copyright 1925 by Georg; Müller Verlag A.-G., München, (23. Fortsetzung) Belgien XXIII. 'Aufklärung. Als Boulot Cranmores Haus wieder betrat, fand er Manderton allein im Wohnzimmer. Der gelbe Diwan lag auf dem Rücken und streckte seine vier verstümmelten Füsse gegen den Himmel. Manderton sass in einem Chippendale-Sessel und rauchte eine dicke Zigarre. Sein Selbstvertrauen schien grösser als jemals. « Nun, alter Freund ! » rief er Boulot zu, « das nenn ich mir einmal ein schönes Schauspielertalent ...! » « Wie ? » fragte der Franzose erstaunt. « Wie meinen Sie das ? » «Schauspielerei, Theater, komische Geschichte ! Was für eine Phantasie dieses junge Mädel hat, weiss Gott...!» Zum erstenmal zeigte Boulot ein Zeichen von Gereiztheit. « Schön ! » sagte er. « Sie misstrauen jetzt sogar dem Zeugnis Ihrer eigenen Augen ? » «Ich misstraue einer zusammengestöppelten Geschichte — wenigstens so lange, fbis ich bessere Anhaltspunkte habe als die (hysterischen Aussagen eines jungen Frauen- Grossbritannien a bcdf g i Vereinigte Niederlande f Tschechoslovakei f Schweden f Ungarn f Dänemark a Stack q kg Weit In Fr. Total 376 5148.27 2.299.883 9 346.99 207.007 2.15 1.502 3.118.592 353 451.18 372.761 1 2.02 1.510 18 196.09 117.360 10 155.47 77.330 3 99.68 72.231 17 93 641.285 1053 1582.82 1.442.927 2 65.62 44.274 4 18.99 13.606 25 23.06 15.800 141.01 307.332 2.04 1.935 6 80 1.825.954 Staaten a 75 135.64 bcdefg 2 18.35 67 529.77 1532 17678.32 686 9964.05 236 5289.03 30.34 1 T*r ttpw t »1837 2694.98 2.411.727 II. Quartal 1929 II. Quartal 1928 5160 46549.08 Zunahme der Einfuhr 124.702 8.150 160.550 6.787.822 5.279.894 3.392.892 17.267 62.614 705 30 519& 410 60 10 135 7n 15.833.981 705 410 60 10 205 b 18 117.21 82.452 •«.•"$04 152247-631.238 d 2114 24239.55 9.795.240 e 1301 18579.21 9.864.840 f 307 7678.49 5.373.076 g 47.90 23-526 h 4 40.35 22.882 i 16 275.39 110.544 28.320.525 5801 55195.35 a 1788 2454.43 2.312.356 b 7 81.98 59.090 0 212 1622.59 747.073 d 1688 18668.72 8.392.500 e 1143 16014.77 9.009.262 f 300 7325.31 5.438.313 g 3 62.75 34.574 h 4 37.74 19.849 1 15 280.79 110.886 26.124.103 2.196.422 Wie gewöhnlich stehen auch diesmal die Vereinigten Staaten an der Spitze der Lieferanten. Ihre Einfuhrquote ist auf 60,6% angestiegen. In der Kategorie der Automobile und Chassis von 1200 bis 1600 kg und mehr ist allerdings ein Rückgang zu konstatieren. Nach den Vereinigten Staaten folgen Frankreich mit 4,09 Millionen, Italien mit 3,11 Millionen, Deutschland mit 2,69 Millionen, Grossbritannien mit 1,82 Millionen Franken. Es sind dies die einzigen Länder, deren Einfuhrwert in die Schweiz die Million übersteigt. An der Einfuhr sind die Motorräder mit 8,8% (9% im zweiten Quartal 1928), die Automobile und Chassis von 800 bis 1200 kg mit 34,5% (32%); von 1200 bis 1600 kg mit 34,8% (34%), von mehr als 1600 kg mit 18,8% (21%) beteiligt, währenddem sich der Rest von 3,9% auf die andern Kategorien verteilt. Unsere Ausfuhr im zweiten Quartal 1929 erreichte 44 Länder; die Tabelle weist folgendes Bild auf: Deutschland a bdf Oesterreich Frankreich Italien. , Norwegen Schweden Tschechoslowakei Niederlande Dänemark Finnland Polen a i britannien a b£ Spanien Portugal Sä Wert in Fr. 1425.52 1.320.183 82 1.081 12.00 11.000 870.08 397.095 49.98 29.336 1.42 1.380 24.47 24.958 1.60 1.600 56.68 92.752 381.91 355.882 101.15 98.435 67.804 65 71.31 125.466 5 522.26 27.31 2.48 1045.57 1.54 57.86 8.89 23.12 12.70 191.91 14.26 2.78 4.64 2.58 3 3.09 8.96 3 94.82 20.64 38.85 8.23 5.59 14.35 295 145 403.010 25.744 2.348 639.709 1.336 30.406 8.838 33.663 13.813 262.472 14.100 1.930 6.386 3.118 100 3.173 10.350 60 169.446 13.829 15.484 18.766 6.924 12.282 119.310 454.317 667.801 31.742 8.838 33.663 276.285 16.030 6.386 3.118 100 3.173 179.856 29.313 18.766 6.924 Zimmers, das sich schon einmal als ein recht so weit in seiner Gefälligkeit, auch das zweifelhafter Zeuge erwiesen hat. Durch Licht auszuschiessen, wenn Sie das nicht mit einen merkwürdigen Zufall befand sie sich Ihrem Schuss taten.» hier um zwei Uhr nachts bei offenem Fenster; infolge eines weiteren merkwürdigen auch das leugnen, was der menschliche Ver- «Ein Trost wenigstens, dass Sie nicht Zufalls stieg ein Einbrecher, der draussen im stand unmöglich wegeskamotieren kann! » Garten Luft schnappte, durch das offene Fenster ein. ,Ein grosser, dunkler Mann', sagte Mann hier durchs Fenster hereinkam. Sie « Oh, wir wissen ganz genau, dass ein sie, ,mit traurigen Augen.' Das ist die ganze können die Eindrücke seiner Stiefel noch auf Beschreibung, die sie geben kann. Komisch, dem Rasen sehen. Aber damit wollen wir nicht ? Fast so wie Quayres Beschreibung nun auch Schluss machen, mein lieber Boulot. von seinem geheimnisvollen Freund Ramon.» darf nicht weiter durch alle möglichen ein nach meiner Meinung ganz klarer Fall « Und der gelbe Diwan ? » Kunststücke verwirrt werden. Sogar Mrs Manderton lachte herzlich. Harbury kommt plötzlich mit einer Geschichte von einem Möbelhändler. So geht « Das junge Mädel arbeitet von rückwärts. Die letzten Worte ihrer Schwester sind ihr das nicht weiter! Ich bin ein alter Jagdhund, mein Lieber, und lasse mich nicht so wieder eingefallen — ausser wenn ihr nicht sonst jemand solche Ideen in den Kopf gesetzt hat...» Der Franzose war einige Male im Zimmer leicht von der Fährte abbringen ! » Er ; warf dem Franzosen einen bezeichnenden Blick zu. nem Kollegen stehen und sah ihn nachdenk- auf und ab gegangen. Nun blieb er vor sei- Boulot seufzte. lich an. « Sie vergessen nur, dass ich selbst dabei «Haben Sie jemals von dem Diebstahl des war,» sagte er freundlich Chamberlain-Halsbandes gehört?» fragte er. «Keineswegs. Aber haben Sie unseren Manderton war seines Gedächtnisses wegen auf der Station berühmt und bildete sich Freund Ramon gesehen ? » « Das nicht. Er schoss das Licht aus, wie nicht wenig darauf ein. ich hereinkam. Oder nehmen Sie an, dass «Gewiss,» antwortete er. «1914 — in einem Hotel in Pittsburg, gerade, ehe der Krieg Miss Driscol und ich uns das nur einbilden ? » ausbrach...» «Ich habe viel zu viel Vertrauen in die «Erinnern Sie sich noch an die Einzelheiten?» Erfindungskraft der jungen Dame, um das anzunehmen. Der Herr, der so liebenswürdig war, die Rolle Ramons zu spielen, ging von einem reichen Pittsburger, war mit ih- «Ich glaube. Mrs. Chaniberlain, die Frau- ; a bf a fff a f Jugoslawien a f Rumänien f Südafrika a Ostafrika a Niederländisch Indien a Belgien a bfafff i Stück 13 15 Kl 15 1 10 13 in Total Ft. 1.760.075 193.335 403.450 Polen b faffff Ungarn Bulgarien Russland Algerien Marokko a f Mesopotamien f Japan f Vereinigte Staaten Columbien Brasilien Argentinien Peru Bolivia Australischer Bund Syrien Philippinen Chile Griechenland Türkei Mexico Lettland Estland Venezuela Uruguay Litauen II. Quartal 1929 II. Quartal 1928 " Stttck k B 67 19.52 29 21.01 7 119.52 4.01 2 2.97 12.50 87 3 96.84 3 1 3 3.92 17.01 195.45 126.50 4.29 4.91 70 6.21 4 39.29 4 33.60 36.90 75 41 16 10 240 5798.61 Abnahme der Ausfuhr Den ersten Rang verdankt Wert in Fr. 600 31.116 465 23.861 226 204.642 7.235 2.739 12.524 1.030 55.624 7.203 7.838 126.249 100.268 3.085 3.960 1.430 8.090 156 15.015 133 17.000 18.500 800 548 852 60 275 Total Fr; 43.998 24.326 226 204.642 7.235 15.263 1.030 55.624 7.203 7.838 126.249 100.268 3.085 3.960 1.430 8.090 156 15.015 133 17.000 18.500 1.348 852 60 275 a 190 2015.60 1.874.056 b 2 5.78 5.959 d 1 12.00 11.000 f 34- 3833.60 2.954.557 g 49.98 29.336 i 1.42 1.380 4.876.288 227 5918.38 ä 158 * r432:79 1.332.490 b 11 IV .10 18.077 d 1 10.00 8.000 f 70 4314.44 3.687.321 g "• • '24.22 12.920 5.058.808 182.520 Deutschland der ziemlich grossen Einfuhr an Motorrädern, die allein 27,1% unserer Totalausfuhr und 75% unserer Ausfuhr nach Deutschland ausmacht. An zweiter Stelle steht Spanien, dessen Quote aber um 30,6% gegenüber dem zweiten Quartal 1928 gesunken ist. Die Ausfuhrwerte nach Frankreich* Grossbritannien, der Tschechoslowakei, Russland; Italien, Belgien, Brasilien, Oesterredch und Argentinien übersteigen die 100,000 Franken.. Der Rückgang unserer Ausfuhr ist darin zu suchen, dass der Ausfuhrwert unserer Automobile und Chassis im Gewicht von über 1600 kg von 72% auf 60,5% gesunken ist. Ein gewisser Ausgleich konnte in der Erhö- rem Mann von ihrem Landsitz in die Stadt gekommen, um an einem Fest teilzunehmen. Sie wollten im Hotel übernachten. Bei dem Bankett trug sie ihr berühmtes Diamantenhalsband, das vier Millionen oder so gekostet haben soll. Während der Nacht verschwand es auf geheimnisvolle Weise ...» «Der Kerl verstand sein Geschäft!» «Und wie!» Mandertons Augen glitzerten. «Jetzt fällt mir alles wieder ein. Sie nahm das Halsband ab und legte es für einen Augenblick auf den Toilettentisch, während sie ins Badezimmer ging. Kaum eine Minute war sie abwesend, und in dieser Minute...» «Und der Dieb?» «Sie fassten ihn in New York eine Woche später. Brady war hinter ihm her — ein Meisterstreich von ihm ...» «Wissen Sie, wie der Dieb hiess?» «Raymond Flagg oder ,der schöne Raymond', der gerissenste Hoteldieb aller Weltteile. Sie müssen ihn doch auch kennen, Boulot. Er arbeitete in Paris...» «Und das Halsband?» «Wurde nie aufgefunden. Die Versicherungsgesellschaft gab Tausende für Nachforschungen aus.» «Und was geschah mit dem .schönen Raymond'?» «Acht Jahre hat er, glaub ich, bekommen.» «Der Diebstahl fand 1914 statt, und heute schreiben wir 1922. Acht Jahre! Und wissen Sie, was Raymond auf spanisch heisst? Ramon! Und de la Bandera ist eine spanische