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E_1929_Zeitung_Nr.061

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dicht hinter mir. Ich

dicht hinter mir. Ich hab' schon geglaubt, dass es mich erwischt, es war ganz nahe an Jennys Schwanz. Ich bin geritten, was Jonny hergab. Bis ich gemerkt habe, dass es ein Trugbild ist, eine Spiegelung. Denn ich sah auch Hütten, und wusste, dass dort niemals welche gewesen sind, es war auch nicht heiss hinter mir, nur eine Spiegelimg. In der Nacht wird's immer kälter. Ich lehne mich an Jonnys Bauch und wärme mich. Im Wald oder in den Bergen wäre so ein Schneesturm ganz schön, aber hier ist es öde. Oben sind die Sümpfe sicher schon lange gefroren. Ewiges Flachland. Seit Wochen mit keinem Menschen gesprochen. Präriegras ist krin anständiges Futter für Jonny Jonny stammt aus dem Hochland. Er ist mein bester Freund. Schade, dass wir Dickie, den Hund, nicht mitnehmen konnten. Auch Bess, das kleine, zahme Reh, war ein gutes Tier. Ach, das ewige Flachland, ganz wahnsinnig macht's einen, und doch habe ich die Prärie gern, ich bin in der Prärie gehören. Wenn das Gras zischt und im Halbdunkel die Koyoten pfeifen, dann ist's genau wie damals, als ich ein kleiner Junge war und Winnipeg nur zweihundert Häuser hatte, elende Blockhütten. Gestern war mein einundfünfzigster Geburtstag. Es ist mir nur gerade eingefallen, weil man sonst nichts zu denken hat. Ich mus3 jetzt das Feuer ausmachen, sonst geht wirklich die Hölle von einem Steppenbrand los. » «... die Stadt drüben muss ich noch erreichen. Ich habe eine einzige Kugel im Fünfundvierziger, sonst nur Schrotpost. Die Stadt blinkt in der Sonne, muss eine grosse Stadt sein. Der Indio, der mir den falschen Weg gezeigt hat — ich könnte ihm die Nase spalten. Kein Wasser. Der Sprit brennt einen kaputt. Hier vom Hügel aus sieht man die Stadt, es sind nur noch drei Meilen bis hinunter. Jonny ist blutig und am Verrecken. Oh mein Gott, nur Wasser. Seit fünf Tagen habe ich nichts Anständiges zu fressen gehabt. Es regnet nicht, die Sonne brennt, aber der Winter steht vor der Tür. » «... Wenn mich wer findet, dann sollen sie mich nicht in Dawson im Goldsuchermuseum ausstellen. Ich bin immer ein anständiger Kerl gewesen, warum also so was ? Sie sollen mich ruhig an meiner Wand hier lehnen lassen. Mädel und Leute habe'ich keine. Was in den Taschen steckt, soll dem Finder gehören. » «Die Stadt ist ein verlassenes Goldsuchernest. Alles leer. Die letzte Kugel aus dem Fünfundvierziger gehört Jonny. Jetzt ist er schon zusammengebrochen. Ich hab' mich vorübergebeugt, dem Alten mit der letzten Kraft eins ins Blatt gejagt. Mein bester Kamerad. Keinen Laut hat er von sich gegeben. Die Sonne sticht. Ich lehne am puren Golderz, die Stadt ist aus purem Erz gebaut. Ich lehne an einer dreistelligen Dollarziffer. Ringsherum sehe ich nichts als Quellen und klares Wasser. Dumme Spiegelungen. Das Messer schneidet auch nicht ordentlich. Kaum dass man sich die Handadern aufreissen kann. Die Pfeife ist nicht so schlecht, aber der Tabak ist zu trocken. Der Schiessprügel will nicht mehr. Wasser. Auf die Welt gekommen in der Südprärie, ins Grab beissen in der Nordprärie. Aber in der Prärie. Alles in allem war's doch schön. Ich bin's zufrieden.» Frank Northmour. Irgendwo in der Nordprärie, am 2. (September 1912. Scoddy Osborne klappte das Buch zu. Aussen klebte ein Zettel: « Zum Falle Frank Northmour, alias Slim Bob, flüchtig wegen Mordes zu Winnipeg seit April 1894. » Zwei Dutzend Trapper, Viehbrenner und Ranchknechte murmelten : « Gottes Segen, Amen.» (Skizze von Arthur Rundt in der Vossischen Zeitung.) Das Gesetz der Zeit Sportskizze von Hans Kunz. Dort, wo der schmale Weg in den finsteren Wald eindrang, lag auf der grünen Lichtung Old Tom Berrys Trainingscamp. Ueber der kleinen Siedlung wölbte sich die Leere eines klaren, blauen Himmels. Der alte Berry sass vor seiner Hütte und war eifrig damit beschäftigt, den ledernen Punching - Bag besser auszustopfen. Der schwere Sack hatte unter den harten Fäusten «Kid» Berrys seine einstige Form eingebüsst. Das konstatierte der Alte mit besonderer Zufriedenheit. « Kid », pflegte er jeweilen zu seinem Sohne zu sagen, « dieser Sack ist Jim Fulton. Verstehst du, Kid? Jener Fulton, der vor vierzehn Jahren deinem Vater die Weltmeisterschaft entriss. Schlag ihn, Kid ! » Kein Laut drang zu dem alten Mann. Der « Kid» war mit den anderen Jungens querfeldein zum Dauerlauf aufgebrochen. Es mochte Mittag werden, bis sie wieder zurück waren und sich dann mit einem Löwenhunger hinter die Schüsseln machten. Tom rückte zur Sonne, deren Strahlen das Lager belichteten. Um ihn herum keimte der Frühling. Nach dem rotbraunen Laub, das der Herbst von den Bäumen genommen, kamen die aufbrechenden Knospen. Das Qrüne begann sein Leben. Die Natur entfaltete ihre jungen Kräfte. Tom aber war alt geworden. Die Muskeln hatten Kraft und Schnelligkeit verloren. Seine Fäuste waren weich geworden. Für den alten Tom war dieses eiserne Gesetz der Natur kein Geheimnis. Seinen Vätern war es gleich ergangen. Damals war Tom Berry noch der kraftvolle, junge und bärenstarke Champion der Westküste, der sich eines Tages übermütig in einen leeren Frachtwagen setzte und nach dem Osten Prospekten ging. « Gentlemen », pflegte sein Manager zu rufen, «wer Tom Berry während drei Runden standhalten kann, erhält fünfzig Dollar». AUTOMOBIL-REVUE 1929 61 Dann schnitt Tom sein unschuldiges Gesicht, machte sich möglichst klein und harmlos, bis sich «wer» meldete, der 50 Dollar verdienen wollte, was aber schon nach den ersten paar Minuten nicht mehr der Fall war. In Newark schlug Tom Berry den Weltmeister « Battling » Johnson, der in der 23. Runde erschöpft zusammensackte. Tom hatte die Jugend, die Kraft und die Ausdauer für sich. Jahre hindurch blieb er der gefürchtete Meister im Faustkampf. Er rollte den schweren Sack zur Seite, horchte, ob die Jungens noch nicht zurückkämen und gab sich wieder seinen Betrachtungen hin. Die Natur machte auch für ihn keine Ausnahme. Tom sträubte sich lange gegen den Gedanken, den Weg aller Wesen nehmen zu müssen. Er dachte an seine Siege und fühlte das Herz schneller schlagen. Als er aber gegen Jim Fulton in der hänfenen Arena stand, war's zu spät. Zwar war Tom anfangs seinem Gegner überlegen. Er zog alle Register seiner reichen Erfahrung. Fulton aber Hess das Gewitter vorüber gehen. Er Hess sich Zeit. Und je länger der harte Kampf andauerte, je mehr verlor Berry von seiner letzten Kraft. Sein Atem ging schwer. Seine Schläge waren kraftlos und verfehlten ihr Ziel. Seine Knie beugten sich. Tom gewahrte, dass er alt geworden. Darauf hatte sein Gegner gewartet. Mit beiden Fäusten ging er nun los. Tom nahm den Rückzug. Nicht immer flink genug. Tom hatte verzweifelt gekämpft. Zweimal war er auf den Boden geschlagen worden und zweimal hatte er sich wieder aufgerafft. Wie ein Orkan stürmte der Junge immer wieder auf ihn los. Tom Berry wankte. Das Gesetz der Zeit kannte keine Gnade. Jim Fultons rechte Faust brachte ihn nochmals nieder... «... vier... fünf... sechs ». Der Schiedsrichter leierte die Sekunden « sieben... acht...» Tom versuchte sich an den Seilen hochzuziehen... « neun ! »... Kraftlos sank der Alte wieder zusammen. Nun, was tat es ? Das lag nun schon vier- ! zehn Jahre zurück. Es war des Lebens Lauf. Sein Sohn, der « Kid », war gross geworden. Stark wie ein Grizzly. Schnell wie der Tiger. Jung wie der lachende Frühling. Tom war alt. Sein Sohn aber war bereit. Und auch Jim Fulton konnte dem Gesetz der Zeit nicht entgehen. Um elfe. " Eines Nachts,' nach Wirtschaftsschluss, reckt sich da mitten auf dem Bahnhofplatz; einer der weithosigen und grosshütigen Hamburger Zimmerleute, gröhlt, jubelt, johlt, bis schliesslich Worte verständlich werden: «Schschön is die wweite Wwelt... sschön. is das blllaue Meeer, schön is die weite Welt, schön is das blaue Meer, fern is . . .»: streckt sich, dehnt seine schwarzbejackteri Arme weit über die besudelte, schlampige Hutkrempe hinaus, hilft der Ekstase mit dem- Fuss, hebt das Bein... «fern is...» und sitzt nun mitten auf dem Platz im strömenden Gewitterregen und singt und johlt vom der schönen Welt und vom blauen Meer und von der Ferne, der blauglücklichen, sommerlichen Ferne. Menschenskind, bist ja ein Hamburger Zimmermann, aber he, bist du glücklich mit deinem Wunsch nach dem blauen Meer und der weiten Welt! s. Die Frau verlangt von der Mode vor allen Dingen, dass sie sie jünger erscheinen lässt. Falls eine neue Mode die Frau nicht verjüngt, veraltet sie. Uebrigens wäre die Mode durchaus geeignet, als Vorbild für die Verbesserung der Zahlungssitten zu dienen, denn sie gleicht ei * nem Wechsel mit kurzem Verfall, der aui keinen Fall prolongiert wird. Die Mode besitzt auch einen hohen finanztechnischen Wert: sie steigert in besonderem Masse die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes. BflHNHOFSTR.62 / ZÜRICH HeilioenDero beim Bodensee HOTEL POST Beliebter Höhenluftkurort. Sehenswürdigkeit I. Ranges. Schloss des Fürsten zu Fürstenberg. Beste Verpflegung bei massigen Preisen. Telephon 8. Erreichbar von Konstanz aus mit Fähre in 1 Stunde. Sehr gute Zufahrtsstrassen. F. BOCHELER. ins Gebirge mit einem Paar handsenähter BERG- SCHUHE Herrenhemden Pyjamas AtiflcrAusflugsziele aus derfflMschweiz] Einerlei 3ürl(fi t Auto oder Bahn aber wenn Sie nach Zürich kommen, dann speisen Sie in den heimeligen, neu renovierten Räumen des iinftliaiises z. Säf fF0I1 - Zürich 1 Küche und Keller sind als vorzüglich bekannt. KARL SEILER, TRAITEUR Tel. 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N» 61 — 1929 EDIEI HDBGE Kleidcrvorordnungon, mögen sie auch noch so scharf und energisch abgefasst gewesen sein, haben noch nie eine Aonderung der Mode zur Folge gehabt. Augenblicklich wird gegen die Frau in Hosen losgezogen, weil die jungen Damen nun auch schon auf dem Tennisplatz im Beinkleid oder eigentlich bloss in einem Fragment davon erscheinen, in England, diesem gleichzeitig so modernen und seltsam prüden Land, wurde sogar ein Verbot gegen die Tennisspielerinnen in Hosen erlassen, den" noch wird die rakettschwingende Dame mit Höschen kanim der Vorordnung zum Opfer fallen. Die Dame im Pyjama gehört zu den selbstverständlichen Erscheinungen des modernen praktischen Lebens. Und die elegante Frau beschränkt sich längst nicht mehr darauf, bloss in ihrem Schlaf- und Frühstückszimmer in diesem Kleidungsstück zu erscheinen, das einmal revolutionierend aruf die Frauentracht gewirkt hat. Man sieht insbesondere während des Sommers die Dame am Strand im Pyjama aus Fro'te. sie trägt es im Schlafwagen aus Seide, und es gehört keineswegs zu den Seltenheiten, im Kurhotel eine Dame auf dem Balkon ihres Zimmers im Pyjama eine Zigarete rauchen zu sehen, selbst wenn dieser Balkon über dem belebtesten Platz des Kurortes liegt. Aus der Pyjamahose schlüpft die Dame morcens in die Turnhose oder in das Badetrikot, zu dem ebenfalls eine Hose gehört. Eine vollkommen anliegende, enge Hose sogar. Keiner Frau fällt es heutzutage mehr ein, die ungeheuer weiten Pluderhosen zu tragen, wie sie modern waren, als das Schwimmen für Damen aufkam. Jede Bewegung im Wasser wurde durch diese seltsamen Schwimmanzüge, die sich bald mit Wasser füllten und eine ungeheure Last bildeten, zur Qual. Aber zu jener Zeit, in der die Veränderung der Frau im Aeussern und Innern erst aufdämmerte, gehörte ja auch noch die Radfahrerin in Pluderhosen zu den emanzipierten Geschöpfen, selbst wenn das Beinkleid so weit geschnitten war, dass man kaum einen Unterschied zwischen diesem Kleidungsstück und einem Rock merkte. Aber damals mussten sich die Damen buchstäblich lieber der Lebensgefahr aussetzen, die mit dem Tragen eines Rockes oder einer viel zu weiten Hose bei der Ausübung eines Sports verbunden war, als dass man ihnen die Benutzung von vernünftig geschnittenen Hosen zugebilligt S 1EB 1T0E. IJ^I Die Hose schlägt den Rock Nicht emanzipiert — sondern praktisch hätte. Die Motorradfahrerin von heute -würde vermutlich jeden auslachen, der ihr zumuten wollte, ein so vorsintflutliches Gewand wie eine Radfahrdress aus den neunziger Jahren des vorigen Säkulums anzuziehen. Die passionierte Touristin unserer Tage denkt gar nicht daran, durch die Benutzung eines Rockes bei der Ausführung ihrer Bergpartien ihre Bewegungsfreiheit einzuengen und ihre Sicherheit zu gefährden, die Rudersportlerin steigt entweder im Badetrikot oder in ihrer Clubdress. zu der ein Beinkleid gehört, ins Boot, die moderne Reiterin reitet im Herrensitz, jede Körperübung, die das freie Spiel der Gliedmassen erfordert, wild von der Dame in Hosen ausgeübt, und sie sieht darin zumeist so ästhetisch aus, dass es, wie es noch immer mitunter geschieht, ganz verfehlt ist, zu behaupten, eine Dame, die sich in Hosen zeigt, sei keine Dame. Die strengen Sittenrichter, die auch heute noch die Dame im Beinkleid so abfällig beurteilen, dass sie mit engherzigen Verboten gegen sie einschreiten, müssten vorerst einmal versuchen, im Rock Tennis zu spielen, zu turnen, eine Bergtour zu machen. Nur derjenige, der den Unterschied kennt, hat die richtige Vorstellung davon, wie unbequem ein Rock bei der Ausübung eines Sportes wird, denn ist er eng, behindert er jeden grösseren Schritt, er bindet die Beine förmlich zusammen, so dass an die Entwicklung einer besonderen Kunstfertigkeit gar nicht gedacht werden kann. Ist er aber so weit, dass die Schrittlänge anscheinend nicht durch ihn gestört wird, dann hebt ihn jeder Windstoss und die Beine verwickeln sich in der Ueberfülle des Stoffes. Es gibt eigentlich keine andere Lösung des Bekleidungsproblems für die sportliebende Dame als die Benutzung des Beinkleides. Daran würde, schreibt ein Wiener Blatt, eine Ver" Ordnung heute ebensowenig ändern wie seinerzeit die böse Predigt eines Abraham a Sancta Clara gegen die damalige Mode. Lippenstift und Rousre in der Steinzeit. Nach den neuesten Forschungen steht unanfechtbar fest, dass der Lippenstift und Rouge, diese unzertrennlichen Begleiter der AUTOMOBIL-REVUE 15 mondänen Dame, seit allen Anfängen menschicher Geschieht© bestanden haben. Bei Ausgrabungen im Nil-Delta fand kürzlich der Altertumsforscher Professor Hermann Junkers unter anderen Gegenständen Farbpaletten und Elfenbeinstäbe, deren sich die Damen der Steinzeit zur Schönheitspflege bedienten. Dass es sich dabei nicht einfach um Malwerkzeugß zu gewerblichen Zwecken handelte, ging daraus hervor, dass sich diese immer in nächster Nähe oder unter dem Schmuck verstorbener Schönen vorfanden. Den Damen war die Wirkung der Steinzeit- Schönheitspflege natürlich nicht mehr anzusehen. Eine heutige Dame wird in 5000 Jahren wohl auch nicht mehr nach Guerlains «Mitsouko» duften! at. „Ich küsse Ihre Hand, Madame" si.und was die Aerzte sagen. Wo man steht, WP man geht... 1 Der süssliche Schmarren, der im weiasen Flieder einen würdigen Nachfolger erhalten hat, klimpert, krakehlet, pfeifet und' summt tagaus, tagein in unseren erbarmungswürdigen Ohrwindungen. Bekanntlich nahm diese neueste Geissei der Menschheit ihren Ursprung in Berlin. Berlin scheint sich nun auch des Unheils, das es angerichtet hat. bewusst zu werden. Der Reichsausschuss für hygienische Volksbelehrung hat eich wenigstens beeilt, auf die eminente Gefahr, die diese Massensuggestion mit sich bringen kann, auf das Händeküssen in natura in einem öffentlichen Appell aufmerksam zu machen. Da die Schlagerinfektion auch die Schweiz erfasst hat, seien die hygienischen Ratschläge hier wiedergegeben: «Wir glauben mit dem Handschlag eine selbstverständliche Höflichkeit zu erfüllen und. mit dem Kuss ein besonderes Zeichen der Herzlichkeit zu geben. Und doch, wie gedankenlos, wie rücksichtslos, ja wie gefährlich ist dabei oft unser Tun! Wir schütteln jemandem, den wir eben erst kennen gelernt haben, die Hand. Wenn man von uns verlangte, dass wir mit ihm aus einem Glase trinken sollten — das würden wir selbstverständlich ablehnen. Die Hand aber ist doch der Teil unseres Körpers, der am meisten gebraucht wird. Wir nehmen Geldstücke in die Hand, die vorher unzählige, wer weiss welche Hände, angefasst haben. Wir fassen mit den Händen alle möglichen Gegenstände an und brauchen die Hände täglich zu unzähligen .Viel bewunderte, extravagante Toiletten an denV Rennen von Auteuil. Erinnert das Kostüm rechts nicht auffallend stark an die Vorkriegsmode ? Verrichtungen. Im Sommer bleiben durch dem Schweiss Schmutz und Bazillen um so fester ani den Händen haften. Es ist daher unappetitlich undi gefährlich, mit jedermann den Handschlag zu wechseln. Wenn durchaus die Hand gereicht werden inuss, dan sei es bei nicht näher Bekannten; "wenigstens die behandschuhte. Aerztlichen Einspruch dagegen erfordert die Sitte des Handkusses. Beim Kuss ist die Gefahr? der direkten Uebertragung von Krankheiten ungleich grösser, besonders beim Kuss auf den Mund* Diphtherie und Mandelentzündung, Tuberkulose, Geschlechts- und andere Krankheiten wurden auf, diesem Wege ahnungslos übertragen. Ganz besonders sollten die Mütter darauf achten, dass unsere Kinder nicht von den Hausangestellten und andern fremden Menschen, aber auch nicht von Verwand-* ten, selbst nicht von uns Eltern und den Geschwistern auf den Mund geküsst werden. Wunderbar im Aroma. Belebend u. erfrischend. Gesundheit!, wertvoll. Fabrikanten : W. u. G. Weisflog & Co., Altstetten-Zch. I gegen Uberarbeitunj Victoria-Apotheke Zu :H. Feinshein vorm.C.Haerlin %wa'Lässiger %stversand. ch 'fii'oschüi'ä kostenlos ßahnhofsrn 71 Tel. Selnau 4028 Trinkt alkoholfreie Trauben- u. Obstweine Hostettler & Co., Bern Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz si nd ersichtlich in O. R. 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