Aufrufe
vor 6 Monaten

E_1929_Zeitung_Nr.063

E_1929_Zeitung_Nr.063

18 AUTOMOBIL-REVUE

18 AUTOMOBIL-REVUE 1929 — 63 längst, längst ein Hut gewesen. Er führte einen Laden, sagen wir das, was man ein Allerweltsgeschäft nennen konnte. Ein Labyrinth von Kisten, Fässern, Tablaren und Schubladen barg alles, vom Gummiabsatz bis zur Fischkonserve. Tee, Heringfässer, Dörrfrüchte, Rasierapparate, Büstenhalter, Schiffszwieback. Und mitten drin hockte der alte Sam selber auf einem Ballen Rohtabak und kaute Gummi. Gewöhnlich las ..er dazu; wenn aber der junge Herriek bei ihm sass, dann legte er die Zeitungen fort. Seit vielen Jahren sassen sie alle Tage eine kleine Zeit beisammen, wenn Harry kam, um in sein Atelier zu gehen, das der alte Neger ihm eingeräumt hatte. Ein gutmütiges schwarzes Gesicht, ein gerader, .aufrechter Charakter. Sam Toberhatte, ein Gesicht, das aussah wie der Koffer eines Matrosen nach dreißigjährigem Seedienst. Harry sass auf einer Seifenkiste und -wippte seinen Schuh hin und her. «Herriek hat mit mir gesprochen vorhin, Sam. Er baut. Er will dein Haus kaufen.» Sam Tober blickte mit seinen braunen Tieraugen ruhig in das Gesicht seines jungen Freundes. «Soll ich verkaufen. Herr Harry?» «Ueberleg es dir noch. Ich gehe nach hinten.» Er stand auf und schlängelte sich zwischen Kisten und Ballen vorbei, einer Türe zu. Der alte Neger blieb sitzen, schob seinen Gummi von einer Backe in die andere, schüttelte den Kopf. Herr Harry schien kurz angebunden. Er kam auch schon wieder zurück. Die Türe schlug zu. • Ich habe es satt, Vorstellung zu geben. Ich mag ihn nicht länger anlügen; immer fragt er nach der Doktorarbeit. Verkaufe, Sam.» «Und Ihr Atelier, Herr Harry?» «Ich werde ein neues haben.» * * Herrick, Seiden en gros, konnte bauen. Merkwürdigerweise war bei dem Querkopf Sam wenig Widerstand: Die hohe. Kaufsumme, hiess ea. habe ihn übertölpelt. So kam alles unter den Hammer, einiges wenige wurde nachts auf einem Karren abgeholt. Der Neger verschwand. Aber nach einigen Wochen war auch Harry, trotz der Doktorarbeit in^Oekonomie, verschwunden. Erst hiess es, auf eine Studienreise nach Europa. Heute weiss man, daäs er ,in 1 •Italien Maler ist und einen alten schwarzen Diener hat. ... G. R. Seh. Rauchen — eine Illusion? Es ist eine bekannte Tatsache, dass das Rauchen im Dunkeln keinen Spass macht. Im Dunkeln, wo der Qualm der Zigarre, der Zigarette oder der Tabakspfeife unsichtbar wird, stellt sich in den Geschmacksnerven des Gaumens eine Art Taubheit ein, so dass auch diese nichts mehr wahrnehmen. Zum Genuss des Tabakrauchs, der zwar durchaus in der Mundhöhle lokalisiert ist, gehört als zweiter Sinn das Auge, obschon das Auge mit den angenehmen Empfindungen des verarschenden Krauts nicht das mindeste zu tun hat, höchstens mit den unangenehmen, insofern die Beize des Rauchs die Tränendüse reizt. Die Tatsache, dass man nicht nur mit dem Gaumen, sondern auch mit den Augen raucht, gibt zu denken. Sie erweist nämlich, darss der Genuss des Rauchens, was den Gaumen anbetrifft, nichts anderes als eine Sinnestäuschung ist. Im Dunkeln weiss der Gaumen überhaupt nicht, ob er raucht, im Hellen müssen, damit die Sensationen des Rauchens entstehen, die Augen nachhelfen. Wie sehr ernst die Augen den Nachweis liefern, dass man raucht und was man raucht, kann ein Das Urteil über den Wohlgeschmack schwankte. Wenn man einem Raucher dreimal eine und dieselbe Zigarette zum Rauchen gab, bezeichnete er sie einmal als wohlschmeckend, das andere Mal als zusagend, das dritte Mal als ohne besonderen Charakter. Weiterhin vermochten die Raucher aus dem Material, dars man sie versuchen liess, nicht die täglich gewohnte Marke herauszuerkennen. Sie vermochten keinen Unterschied zwischen stark und schwach, ja in den allermeisten Fällen zwischen türkischem und amerikanischem Tabak anzugeben. « Old-Gold », eine in Amerika sehr beliebte Zigarette, wurde bei 44 Versuchen nur zweimal richtig genannt. «Camel», eine andere sehr beliebte Zigarette, wurde von einem Raucher, der die Märke jeder bei sich ohne Mühe feststellen, wenn er die im gewöhnlichen Leben nicht ausstehen konnte, Augen arusser Dienst stellt, sich diese also z. B. weil sie in der Kehle kratze, für eine «Lucky verbinden lässt. Er wird nun zwar die Zigarre Strike » gehalten und dementsprechend als vorzüglich gepriesen. Ein anderer Student, der sich seit oder die Zigarette, die er zwischen den Lippen hält, noch 6püren, denn der Mund macht iä atmende Jahren den Luxus erlaubte, eine der teuersten amerikanischen Zigaretten zu rauchen, wusste diese Saug- und Ausstossbewegungen, aber den Bescheid, ob das, was er raucht, gut oder schlecht schmeckt, beim Experiment nicht von der billigsten des Landes zu unterscheiden. ob es das von ihm bevorzugte oder ein anderes Kraut ist, diesen Bescheid zu erteilen sind die Das entscheidende Wort über den Namen und Geschmacksnerven unvermögend. die Qualität einer Zigarette epricht nicht der Sinn, Man hat, wie F. M. Hübner berichtet, den Versuch soeben wieder einmal in Amerika angestellt. aber das Auge, das beim Rauchen überhaupt nicht den die Sache zuerst angeht, der Garumennerv, wohl In der Psychologieabteilung des Red College in beteiligt ist. Anders ausgedrückt: « Bas einzige Verfahren, um unfehlbar eine Zigarette zu erkennen, Portland haben sich zwanzig Studenten einem über mehrere Monate ausgedehnten Experiment unterworfen, welches darin bestand, dass den Studenten ist die, nach der Verpackung zu sehen.» die Augen verbunden wunden und dass sie nun die bekanntesten Zigarettenmarken der Vereinigten Staaten zu rauchen bekamen, wobei sie anzugeben hatten, welche Marke sie rauchten, wie sie ihnen schmeckten, ob es schwere oder leichte Marken seien. Man hatte Studenten gewählt, die sämtlich Gewohnheitsraucher waren, von denen man also annehmen muaste, dass sie sich auch mit verschlossenen Augen unter ihren Lieblingsmarken zurechtfinden würden. Wie der soeben erschienene umfangreiche Rapport über dieses Experiment feststellt, überwogen die Versager bei weitem die Treffer. Es ergab sich, dass überhaupt nur 11,6% aller vorgenommenen Versuche ein zutreffendes Experiment lieferten. Dies bedeutet, dass immer nur ein Raucher unter zehn imstande war, die Zigarette, die er gewohnterweise rauchte, unter einigen anderen Marken herauszufinden. Bei dem Experiment ging man mit wissenschaftlicher Gründlichkeit vor. Den Rauchern wurde jedesmal zwischen zwei Zigaretten ungezuckerter, schwarzer Kaffee verabreicht, um den Nachgeschmack der vorhergegangenen Zigarette auszulöschen. Man verfolgte mit dem Experiment die Absicht, Genaueres über das Wesen des im Gaumen lokalisierten Geschmacksvennögens zu erfahren: nämlich, ab Raucher imstande seien, eine Zigarette rein nach Rauch und Geschmack zu beurteilen, ob von den Rauchern Unterschiede des Wohlgeschmacks gemacht wurden und ob der Geschmackssinn der Raucher starke von schwachen Zigaretten zu unterscheiden vermochte. Das Ergebnis des Experimentes lässt sich, wie aus dem genannten Rapport hervorgeht, dahin zusammenfassen, dass die Raucher mit verbundenen Augen weder einen Unterschied der von ihnen angegebenen Zigarettenmarken noch überhaupt die richtige Marke angeben konnten. Zwischen zwei Zigaretten, die sich äusserlich vollkommen glichen, konnten sie selbst dann keinen Qualitätsunterschied angeben, wenn man ihnen die Augenbinde abnahm. Physiognomik. Lavater, Pfarrer der Zürcher Peterskirche, Begründer der Schädellehre und physiognomischer Forscher, war nicht wenig stolz auf sein Wissen und seine Lehre. Sein grosser Erfolg beruhet darauf, dass er aus den Gesichtszügen der Menschen grundlegende Schlüsse auf den Charakter zog, ja bisweilen sogar Herkommen, Beruf und andere Dinge mit einiger Sicherheit erriet. Einmal fuhr er in der Postkutsche gen Basel. Mit ihm ein würdiger, ernster, gesetzter Mann mit einem freundlichen Gesicht. Lavater legte die Hand auf des Fremden Arm : « Herr Collega, ist's verstattet zu fragen — wie geht es Ihrer Herde ? » Der andere sah ihn befremdet an und erwiderte ein wenig unhöflich: «Ich habe keine Herde, ich bin kein Hirte!» «Nun, nun, ich meine keine Herde von' Gänsen, Ziegen, Schafen oder Kühen, ich meinte es bildlich — eine Gemeinde !» « Auch keine Gemeinde !» , j « Nicht ? Sie sind doch sicher auch Pfafü rer?». ' Der Fremde schüttelte den Kopf. Lavater, der viel von seiner Fähigkeit, Menschen zu durchschauen, hielt, wagte einen letzten Vorstoss: «Möchten Sie mir nicht sagen, was Sie von Beruf sind ? » Der Fremde lächelte: «Wenn Sie es durchaus wissen wollen — ich bin der Scharfrichter von Basel! » g.s. Ein witziges Advokatenstücklein. eYzählt man sich im trockenen Amerika. Zwei Geschäftsleute werden in einer Wirtschaft ertappt, wie sie vor einer Whiskyflasche sitzen. Dummerweise ist es eine richtiggehende, unzweifelhafte Whiskyflasche, die der Polizist auch sofort als Corpus delicti in Beschlag nimmt. Einige Wochen später sitzen die Geschäftsleute vor dem Richter. Jeder hat sich einen tüchtigen Anwalt gekauft, aber die Sache sieht trotzdem brenzlich aus. Der Richter will das Verfahren kurz machen: «Bekennen sich die Angeklagten schuldig der Gesetzesübertretung, begangen durch den Genuss alkoholischer Getränke?» «Entschuldigen Sie eine Frage, Herr Richter», fällt ihm da der erste Anwalt ins Wort. «Steht es fest, dass die Flasche wirklich Whisky enthält und nicht Limonade?» Der Richter: «Hier, versuchen Sie selbst!> Der Anwalt genehmigt einen langen Schluck, setzt eine weise Miene auf, kostet lange und bietet dann die Flasche dem andern Anwalt hinüber, mit der Bemerkung, der Herr Kollege möge doch ebenfalls versuchen. Und auch der Herr Kollege ist einem tüchtigen Schluck nicht abgeneigt. Nach tiefem Nachdenken gibt er schliesslich die Flasche dem Richter zurück. «Nun?» fragt dieser. Der zweite Anwalt: «Ich bin ebenfalls der Ansicht, dass es Limonade war.» Wutschnaubend will sich der Richter selbst vom Gegenteil überzeugen, aber — das corpus delicti ist bis auf den letzten Tropfen ausgetrunken. Mangels Beweisen sollen die Angeklagten freigesprochen worden sein. Si non e vero... at. Die Kurve. In der Nähe von Partenkirchen steht ein Gästhaus in einer sehr gefährlichen Kurve, und manch daherbrausendes Auto versuchte es schon, in das Innere des Gebäudes zu dringen. Vor kurzem hat daher der Wirt eine Tafel mit folgender Aufschrift an seinem gefährdeten Hause anbringen lassen: :: Es ist meinen werten Gästen ausdrücklich untersagt, ihren Wagen ndt ins Haus zu nehmen ! BflHNHOFSTR.52 / ZÜRICH Mein in Gläschen oder gespritzt mit Siphon. | Versuchen Sie heute noch AuflerAusflugsziele aus derMttelschweiz das herrlich schäumende, anregende, weinmundlge Jedermanns - Getränk. Alkoholfrei, gesundheitlich wertvoll. w. lUaldsta Bad Fabrikanten i u. G. Weisflog & Co., Altstetten-Zürich APPENZELLERLAND Grosser Auto-Park Säntisblick Ideale, sonnige Lage. Herrlicher, schattiger Garten. Lebende Bachforellen. Gut gepflegte Küche und Keller. Tel. 5. A. Walz. EUGEN KELLER JSahnbofstrasse 16 ZÜRICH . Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich In O. R. Wagners Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C, S. Kurhaus A. C. S. - Station - T. C S. chlossBrestenberg Der ideale Ort für Ruhe- und Erholungskuren. Automobil- Ausflugspunkt. Garage. Tee- und Abendkonzerte. Elegantes Strandbad, Tennis. Ruder-^und Angelsport, Bitte Prospekt verlangen. Telephon Nr. 31 Bes.i R. Häusermann Unser Ausflugsziel das wunderbar gelegene Gute Küche und Keller. — Benzin, Oel. — Fremdenzimmer. Tel. Vierlinden Nr. 7. Höfl. empfiehlt sieh: J. Daetwyler-Heinkel. Ryburg am Hallwilersee Villmergen Gasthof zum Rössli ftltbek. Landaus thofm.vorzUgl.KUche u. Keller. Qänzl. renoviert. Zimmer m. Kalt- u. Warmwasser. Billardzimmer. Helzb.flutogarage. W. Lfcl)P.r-Boct b. ßheinfelden Gasthof, Sol- u. Kohlensäurebad Gut bürgerliches Haus, bestgrepflegte Küche und Keller (4 Mahlzeiten). Grosse staubfreie Gärten sind den Automobilisten und Ausflüglern bestens empfohlen. Lebende Foreilen, Höflich empfiehlt sich 15. Acliermaim. Laufenburg R Bestbekannter Kurund Ausflugsort Prospekte durch d, Verkehrsverein. Gewinnen Sie den Autler zum Kunden durch den

Junggesellinnen mit eigenem Wagen. Mne selbständige, unabhängige, sympathische, gebildete, energische, geistig bewegliche junge Dame liest die Zeitung. Holla, was findet sie da? «Selbständige, unabhängige, sympathische, gebildete, geistig bewegliche junge Damen werden, verlangt. Möglichst mit eigenem Wagen. Für ganz neuartige Position. Unter der fetten Spitzmarke «Drei Junggesellinnen gesucht». «Damen, die gern •wie ein Mann verdienen.» Ein Inserat up to dato. Klug darauf berechnet, Echo im sportlich trainierten Brustkasten der emanzipierten Garconne-Welt zu wecken. (Bei allen Gesinnungsresten von Weiblichkeit — «wie ein Mann verdienen» appelliert an jede.) Eine selbständige, unabhängige usw. junge Dame, sicher nicht die einzige, setzt sich hin und echreiht dem, der also in die Propaganda-Harfe griff. Wer wird sich melden: Versicherungsfirma, kosmetische Fabrik oder — Heiratsbureau?... Nichts. Ein nicht dummes Projekt tritt zutage. Grundstückgasellschaft, die ihre verlockenden Parzellen durch die Frau an den Mann zu bringen denkt. Wie kommt man an einen Interessenten heran, der durch tausend Vorzimmer. Sekretärinnen, Belästigungsfernhaltungsmethoden geschützt Sporlamazonen. Gräfin v. Einsiedeln, eine der erfolgreichsten Frauen im Autorennsport. (Neuartige Aufnahme). D /&IU ist? Indem man ihm ein wirklich gutes und reelles Projekt zu unterbreiten hat? Keineswegs. Sondern: indem man wuschelblonde Haare hat. Ein kleiner Hinweis bei einer Tasse Tee, einem Löffel Suppe oder einem Glas Likör, ein kleiner Auto-Trip «in eigenem Wagen» zu der erwähnten Gegend, und. — 3 netto Prozent können schon verdient sein. Das ist die moderne psychologische Kundenwerbung. Terraingeschäfte mit «sex appeal», kommentiert die «B. Z. am Mittag», der wir diese Kensationelle Annonce entnehmen. Feine Küche — keine Modesache. Uü Die Mode mischt sich bekanntlich in alle Dinge hinein Aber vor der Küchentür macht sie halt. Nur die Auswahl der Speisen ist ihrem Einfluss unterworfen, nicht deren Ausführung. Laut Ansicht und Erfahrung wahrer «Gourmets» soll an einem vollkommenen Gericht niemals das geringste verändert werden. Sie stehen auf dem richtigen Standpunkt, dass dies nicht nur überflüssig wäre, sondern in jedem Fall nur schädlich. Darum erfinden die grossen Küchengenies wohl neue Gerichte, abeT sie TÜtteln nicht an den in unübertroffener Güte übernommenen. Es gibt, wie uns die «Dame» (Verlag Ullstein- Berlin) in ihrem gewohnt reichhaltigen zweiten Juniheft verrät, natürlich auch Parvenüs der Kochkunst, die durch Anhäufung von Kostspieligkeiten die Qualität zu steigern glauben. Noch ein Pfund Trüffeln, noch ein Liter Sahne, noch eine Gänseleber ... Nirgends aber sind Quantität und Qualität zwei so verschieden abzuwägende Begriffe wie in der Küche. Unerfahrene Hausfrauen schwärmen für die Originalität und «ändern» gern bewährte Rezepte, indem sie zumindest an den Massen rütteln — fast niemals zum Vorteil der Sache. Wahre Feinschmecker erkennen haarscharf, wann ein Gericht den unübertrefflichen Punkt erreicht hat. Dann bekommt es für sie Ewigkeitswert. In einer Novelle, «Das beste Diner der Welt», erzählt Villiers de PIsle-Adam von einem Lebemann, der zu einem Essen von höchster Vollkommenheit eingeladen war. Es Hess ihm keine Ruhe — er wollte seinen Gastgeber übertrumpfen. Nach langer Rücksprache mit seinem Küchenchef, musste er als, echter Feinschmecker zugeben, dass eine Steigerung jener Tafelgenüsse nicht möglich wäre. Und so entschloss er sich, genau dasselbe Essen zu bestellen — um aber doch den anderen zu übertrumpfen, legte er jedem Gast ein Goldstück unter die Serviette. L-at Die Mode des Sommers Links: Sportmantel aus kleinkariertem Wollstoff. Rechts: Apartes Komplet, der Rock aus gestreiftem Tuch, hellfarbige Seidenbluse mit langer Jacke, zum Rock passend. Die Chinesin von gestern und von heute. Die Chinesin früherer Zeiten lernte zu Füssen ihrer Mutter die vier Tugenden, wie sie in der Han-Dynastie vor Lady Tsao aufgestellt wurden. Diese vier Tugenden sind: weibliches Wesen, weibliche Rede, weibliche Erscheinung und weibliche Arbeit. Das Wesen der Frau wird darnach als bescheidene Unbefangenheit und keusche Zurückhaltung, als Anstand und vollendetes Benehmen definiert. Die Frau braucht «nicht so sehr eine kluge Zunge als eine glücklichere Art. sich auszudrücken». Die weibliche Erscheinung besteht nicht hauptsächlich in der Schönheit des Antlitzes, sondern in Reinlichkeit und Ordnung, und die weibliche Arbeit glänzt durch Eifer im Spinnen. Unterlassen müssigen Gekichers und gewissenhaftem Fleiss beim Kochen. Pietät gegen die Eltern. Hingabe an den Gatten und Aufopferung für die Söhne sind die Pflichten der idealen chinesischen Frau. In der chinesischen Dichtung wird die ent-< zückende Dame als winziges, zartes, leichtes Ge-< schöpf dargestellt. Es gibt auch ein Amazonenideal im alten China, die Gestalt des Krieeermädchens Mu Lan, die an Stelle-ihres zu alten Vaters und» ihres zu jungen Bruders Heldentaten für Vaterlands und Kaiser verrichtet, aber nach ihrem Sieg sofort' ins Boudoir eilt und sich mit weiblichen Gewändern^ schmückt. Das neue Ideal der Chinesin, das langsam her-» aufkommt, ist ganz andersartig. Die moderne Fraia lebt nicht mehr ausschliesslich für ihre Eltern, ihren Gatten und ihre Familie, sondern sie tritt in die Oeffentlichkeit, ergreift einen Beruf und! kämpft für das Frauenstimmrecht. Sie verwirft die Keuschheit nicht, aber sie gibt dem Begriff einen! neuen Inhalt; sie wählt ihren Gatten selbst und will nach seinem Tode nicht unbedingt Witwe bleiben. In der Ehe ist sie dem-Gatten treu, solange: er es durch Treue gegen sie verdient; sie duldet keine Nebenfrauen. Sie pflegt atuch ihre Schönheit, aber es ist nicht mehr die zarte Weichheit vom früher, sondern gesunde, kräftige Ebenmässigkeit, die deT Sport veileiht. viel eleganter, praktischer und billiger alsWandregulateure sind meine au der Zürich— Bern-Strasse. Bestbekannt für Küche und Keller. Stets leb. Forellen, ßerner Spezialitäten. Grosser Saal für Vereine. Garage Tel. 7. F. Kitnzli, Bes. TRICOT- WÄSCHE 30S ammswn niA Zutahrtsstrassen aus aer ganzen scnweiz sind ersichtlich In Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. ÜJflRR Hotel Löwen VW Ulli) Gr. Gesellschaitssaal Zimmer mit lautendem kaltem und warmem Wasser, Bäder, Zentralheizung. Bachforellen. Drösser Garten. Geheizte Garage. Oel, Benzin. H. Bernhard, Besitzer. Waseni./E. Gasthof zom Rössll Bestbekannter Landgasthof: — Neu eingerichtete Fremdenzimmer. Spezialität: Forellen, Güggeli, Bauernschinken. — Garage. — Telephon Nr. 2. Paul Muster-Schütz; Besitzer. scftnoitwü s Krone An der Strasse Bern—Solothurn. Altrenomm. Landgasthof, • Prima Küche und Keller. Stets lebende Forellen. Berner Spezialitäten. Gr. Lokalitäten für Vereine. Garage, Tel. 13. Fr. von «unten. Bes. l Berkenbi Gasthof zum Löwen Ritbekannter Landgasthof, direkt an der Kare. Spezialität: Forellen, Güggeli, Burehamme. Tel. 31 K. Kilchenmann, Kittel, d. T. C. S. SCHWARZENEGG „Bären" Altbekannter, gutgef tthrter Landgasthof an der Route Thun— Scnallenberg—Luzern. — Grosser und kleiner Saal. Stets Forellen Bauernschinken, Güggeli Massige Preise. — Garage. SBei. 6. Frau •*. Berger, Bes. Idealer, inmitten prächtiger Tannenwälder gelegener Ausflugsort. Inkl. Etablissement mit 350 Betten. Sommer- und Wintersaison, Juni- September, Dezember-März. Arrangement» für Ferien, sowie Week-End-Aufenthalt. Prospekte durch die Direktion. Gasthot z. LÖWEN Altbekannter Landgasthof. — Vorzügliche Küche u. Keller. Spezialitäten: Stets Forellen u. Schinken. Auto-Garage. — Telephon Nr. 1. X>. Nohnffer-Flueliiscer. HU TW Autohalt - Tel. 5i Angenehmer!/ an dau fernhält. Waldspaziergänge, ruhige Lage, eigener landw. Betrieb. Forellen. Güggeli. Eisenhaltige Heilquelle. Solbäder. Prospekte durch: «ebr. Schär. Schönbühl Gasthof Schöiibiilil Altrenomm. Gasthot. Gr. schattiger Garten. Gr. u. kl. Gesellschaftssaal. Forellen. Diner. ZVieri. Eig. Metzg. Zimmer v. Fr. 2.50 an. Garage mit Rep.-Werkst. A.ßorber-K8nig. Bes. Restaurant Bahnhof Gute Köche • Bachforellen - Reelle Weine. Tel. Hr. 28 F. MEISTER. Sohn. Küchenchef. Krone - T. C. S. - Bestbekannt für Küche u. Keller. Berner Spezialitäten. Rendez-vous d. Automobilisten. Garage. Tel.52. A. linucliol-ZausK, Bes. Mitglied des T.O.S. Herzogenbudisee US. HOTEL SONNE T.G.S. Forellän, Berner Spezialitäten. Heimelige Säle. — Zimmer mit fliess. Wasser. Garage* Telephon 17. OTTO IUHOF, Mitgl. d A. C. S. Besitzer. O. R. CS. SClDM lflfQnnAMO Gatt bei Signau empfiehlt sich bestens: Forellen. Bauemsehinken, reelle Weine, gute Küche. Telephon Nr. 2. — Garage. M.. Zaugg, Besitzer. Worbenbad bei Lyss Hotel Worbenbad T.C.S. Erstkl.Haus, direkt an d. Strasse Lyss- Biel. Yorz.Küche u.Keller. Stets Forellen. Grosser, schattiger Garten. Bäder. Huto-Garage. Oel, Benzin. Tel.Nr.55 O. KBnie-Wüthrlch, Mitgl. desT. C.S. murgemiiai Gasthof Kreuz Langenmal Hotel Löwen flltren. Haus. Bekannt t. gute Küche u. prima Weine. Stets ForeUen. Hähneü. Schatt. Garten. Mod. deutsche Kegelbahn Auto-Garage i. HoteL OeL Benzin. Tel. 61 G. Hurtig, Besitzer HERR GASTWIRT! Der Autler wird gerne bei Ihnen einkehren, wenn Sie ihn dazu einladen Pendulerle in feinster Ausführung und allen Holzarten. Die Uhr für das vornehme Appartement. C Barbier, Interlamm VERLANGEN SIE PREISLISTE Besuchen Sie das reizende,idyllisch c MUOTATHAt- MUOTATHAL GASTHAUS z. POST Altbekanntes und bestgeführtes Haus mit prima Küche und Keller. Fremdenzimmer. Tel. 5. Peter Gwerder. GASTHAUS z. HIRSCHEN Empfehlensw. Landgasthof,primaFischküehe. Sehensw. Münzsammlung u Altertümer. Geschw. Betschard. GASTHAUS z. OCHSEN Metzgerei, gute Küche und Getränke. Gastzimmer. Gesellschaftssaal. Karl Heime. GASTHAUS SONNE Fremdenzimmer. Gute Verpflegung. Grosser, neue. Gesellschaftssaal. Alols Imhof. GASTHAUS WILHELM TELL Gute Küche, reelle Getränke. Am Fusse des Klenzlnasses. Telephon 36. B. Tmhof-Owerder. BISISTHAL GASTHAUS SCHÖNENBODEN empfiehlt Mittagessen. Feine Weine. Logiergelegenheit. Endstation des Postautos. Ausgangspunkt herrlicher Bergtouren; zur Klubhütte Glattalp 3 Stunden. Autogarasre. Telephon 18.5 Frans Ulrich. PENSION SCHWABZENBACH 20 Betten. Pensionspreis v. Fr. 9.- an. Ausgang punkt herrL Gebirgstouren. Tel. 18.6. Jos.lmh«