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E_1929_Zeitung_Nr.063

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schiedenenorts wieder

schiedenenorts wieder eine unglaubliche Bussenpraxis begonnen hat. Wir lehnen uns dagegen mit aller Entschiedenheit auf, dass dem Automobilisten neuerdings die Rolle des Freiwildes zugesprochen wird. An Steuern und Zöllen zahlt er so viel, dass sein Anrecht auf die Strasse auf alle Fälle gesichert ist. Sollten die unerhörten Erpressungsversuche, womit auch im Kanton Uri der Anfang gemacht wurde, zur Tagesordnung werden, so bliebe der schweizerischen Automobilgemeinde kein anderes Mit tel mehr übrig als dasjenige der Selbsthilfe. Ihre Macht ist heute so gross, dass sie den Kampf gegenüber Bevorteilung, rechtlicher Ungleichheit und Verdrängung der Gesetze mit aller Aussicht auf Erfolg aufnehmen könnte. K. Zum Autocar-Konflikt mit Frankreich. «Konzessionen?» Wir verlangen keine Lokal-, sondern eine Generallösung. In der französischen Presse wird folgende Massnahme des Handelsministeriums mitgeteilt. Die Aufmerksamkeit des Handelsministeriums richtet sich darauf, die Ausgabe der Triptyks zu erleichtern. Die Zollverwaltung erhebt beim Eintritt nach Frankreich eine Verkehrstaxe zuhanden der Steuerverwaltung. Es ergeben sich nun Schwierigkeiten, wenn ein Aufenthalter länger in Frankreich geblieben ist, als er beim Uebertritt angegeben hat und die entsprechenden Steuern nicht bezahlt hat. In diesem Falle musste der Automobilist bei der Rückkehr eine Busse bezahlen. Im Falle aber ein Fremder seinen Aufenthalt abkürzt, war er nicht berechtigt, an der Grenze die Rückzahlung der zuviel bezahlten Taxen zu verlangen. Bisher wurde von der Zollverwaltung diese Rückzahlung verweigert. In Zukunft kann die zuviel bezahlte Summe für eine spätere Reise angerechnet werden oder sie muss zurückbezahlt werden. Man sieht, die Konzessionen, die hier gemacht werden, sind sehr unbedeutend. Das einzige, was als positive Erleichterung zu buchen ist, ist die Aufhebung der Busse bei unvorhergesehenem Ueberschreiten der angegebenen Aufenthaltsdauer. gr. Weiter meldet die Depeschenagentur dieser Tage: « Die am Verkehr mit Aütocars interessierten Verbände Genfs haben am Freitag an den Staatsrat ein Schreiben gerichtet, in welchem sie die sofortige Oeffnung der Grenze für schweizerische und französische Aütocars verlangMJ "Voi 4 ü*ei'Monaten ist eine offizielle» Delegation beim Bundesrat vorstellig geworden, um die Abschaffung der «Konzessionen B» auf dem Gebiet des Kantons Genf zu verlangen, da die aus Frankreich eintreffenden Aütocars die beiden von den Schweiz. Bundesbahnen betriebenen Linien nicht konkurrenzieren.» Erinnern wir daran, dass am 16. Mai eine genferische Deputation in dieser Angelegenheit beim Bundesrat vorgesprochen hatte, um die Streitfrage für Genf auf ein erträgliches Mass zurückzuführen. Sie vertrat den Standpunkt, dass. die Schweiz auf genferischem Territorium die Forderungen der Konzession B fallen lassen sollte un dass dementsprechend Frankreich die schweizerischen Privatwagen wie Schwergewichte, in den sogenannten Zonen frei zirkulieren lassen würde. Soviel wir wissen erhielt die Deputation einen abschlägigen Bescheid, indem der Bundesrat nicht gewillt war, für'den Kanton Genf eine Ausnahme zu gestatten. Frankreich macht heute noch keine Miene, mit der Schweiz diesbezüglich wartet es den Entscheid des internationalen Gerichtshofes im Haag ab, er in der Zonenfrage ganz allgemein eine Abklärung bringen sollte. Die beiden Standpunkte sind ja von den Vertretern der beiden Länder in grossen Plädoyers vertreten worden. Ganz besonders hat Nationalrat Logoz in eingehendster und klarster Weise, die Rechtslage, wie sie sich für die Schweiz ergibt, dargelegt. Wir begreifen den Standpunkt des Bundesrates sehr gut, der, um seine Stellung nicht zu schwächen, auf die Begehren Genfs nicht eintreten will. Es gilt heute auch zu Gunsten der Genfer — und wir wissen, dass die genferische Bevölkerung in ihrer grossen Mehrheit gleichermassen denkt — vor dem französischen Nachbar nicht in die Knie zu gehen. So bedauerlich auch die geschlossenen Grenzen für den internationalen Touristenverkehr sein mögen, so ist immerhin zu bedenken, dass auch Frankreich, ganz besonders die P.L.M. unter den gegenwärtigen Zuständen leidet -und alles Interesse hat, dass ihre Regierung dem kleinen Nachbarstaate entgegenkomme und endlich auf das Angebot des schweizerischen Bundesrates eintrete. Eine Antwort auf die diplomatische Anfrage ist as wenigste, was wir verlangen können. Wie wir übrigens zu wissen glauben, ist die Angelegenheit auf gutem Boden, indem Frankreich sich bereit erklären will, für die vond er Schweiz einfahrenden Wagen nur noch einen einmaligen Zoll zu erheben. Das wäre immerhin schon ein gewaltiger Fortsschritt. Daneben ist wie gesagt zu betonen, dass gerade die P.L.M. am Verschwinden des heutigen Zustandes das grösste Interesse hat, da es ihr, so gut wie auch unsern Gesellschaftswagenbesitzern ans Lebendige geht. Es gibt eine Reihe von Gesellschaften und übrigen Touristen, die gerne die P.L.M. benutzen möchten, um damit eine Autofahrt in die Schweiz zu verbinden. Ist ihnen dies nicht möglich, so hat auch die französische Bahngesellschaft das Nachsehen. Wir sind deshalb der Meinung, dass es besser wäre, man würde sich auch nun in Genf gedulden und die Unterhandlungen zwischen Frankreich und der Schweiz ruhig abwarten, um das Vorgehen unserer" Behörden, in die wir in dieser Angelegenheit vollstes Vertrauen haben können, nicht unnötig zu erschweren um in unserer eigenen Reihe keine Uneinigkeit hervorzurufen. t. Ein Auto von einem Zuge erfasst. Zwei Tote. Bei der Tössbahn ereignete sich am Sonntag ein schwerer Unfall. Milchhändler Alfred Weinmann von Zürich 8 wollte mit seinem Personenauto bei Saland einen unbewachten, aber übersichtlichen Bahnübergang passieren, bevor ein eben auf der Fahrt nach Winterthur bgriffener Personenzug daherkam, dessen wiederholte Pfeifensignale der Lenker überhört hatte. Er fuhr mit dem Wagen an die Lokomotive, welche das Auto erfasste und ein© Strecke weit nachschleppte. Weinmann und seine neben ihm sitzende Frau wurden herausgeschleudert und getötet. Zwei mitfahrende Personen erlitten Verletzungen. So die Depeschenagentur. Wir aber fragen: Wie lange noch? Wie lange noch müssen die Bahnübergänge jedem Automobilisten als Todesgespenst im Nacken sitzen? Ohne der gerichtlichen Untersuchung vorgreifen zu wollen, scheint uns der traurige Fall so zu liegen, dass der getötete Autolenker nicht an die Lokomotive, sondern diese an das Auto mobil fuhr. Im fernem fragen wir: War der unbewachte Bahnübergang nach den neuesten Verordnungen des Bundesrates mit Blinklichtsignalen und Warnglocken oder Sirenen versehen? Waren Distanzpfähle und Vorsignale vorhanden? Wenn nicht, so müsste gegen die betreffende Bahn der Vorwurf der fahrlässigen Tötung erhoben werden, da beim heutigen Stand des Verkehrs auch wiederholte Pfeifensignale nicht mehr genügen. -t. Die offene Barriere hätte kürzlich im Tessin wieder schweres Unglück verursachen können, wenn der betroffene Automobilführer nicht seine Geistesgegenwart bewahrt hätte. In einer der letzten Nächte fuhr ein Tuchhändler mit seinem schweren Personenwagen von Lugano nach Bellinzona und zurück. In dem Moment, wo er den offenen Bahnübergang bei Taverne passieren wollte, bemerkte er den von Lugano herkommenden Nachtzug und konnte zum Glück seinen Wagen bremsen und damit zurückfahren. Da ratterte auch schon der Zug vorüber und riss dem Auto die Stossstangen, Scheinwerfer und Kotflügel weg. Zum Glück kamen die Insassen des Wagens, dank der kaltblütigen Haltung des Fahrers, mit dem Schrecken davon. Davon werden auch die Bundesbahnen Kenntnis nehmen und -hoffentlich auch anderswo die Sicherungsarbeiten, die man derzeit erfreulicherweise in Yverdon und Delsberg durchführt, in Angriff nehmen. ry. Die Abschaffung der Niveauübergange. Vor seiner letzten Sitzung am Freitag in Pruntrut besichtigte der Kreiseisenbahnrat I die neuen Anlagen des Delsbenger Bahnhofes, insbesondere die beiden Niveauübergänge, deren Ueberführung noch geplant ist. — Es ist erfreulich, dass die Bundesbahnen nun energisch an die Abschaffung der gefährlichen Niveauübergänge gehen. Das letzte, glücklicherweise ohne grossen Schaden verlaufene Unglück im Tessin beweist wieder, wie gefährlich die Barrierenübergänge für den Automobilisten sind. Ferner gab die Kreisdirektion Auskunft über die am 22. Mai 1929 in Colombier erfolgte Entgleisung. Es waren an der Unfallstelle neue Schwellen eingesetzt worden, die sich noch nicht genügend gesetzt hatten. Unter der Last zweier elektrischer Lokomotiven wurde das Geleise auseinandergedrückt, wodurch die der zweiten Lokomotive folgenden Wagen entgleisten, während die erste Lokomotive auf den Schienen blieb. Es sind Vorkehren (getroffen worden, dass sich keine solchen Vorfälle mehr ereignen können, mg. Die Frage der Unterführung der Bahn in Rothkreuz, unter der Kantonsstrasse, ist dem Zuger Regierungsrat vom Einwohnerrat von Risch zur Prüfung unterbreitet worden, und zwar mit Rücksicht auf die Verkehrssicherheit, -ey. Der Niveauübergang. Bei Windsor (Neu- Schottland) wurde ein Automobil von einem Zuge erfasst. Fünf seiner Insassen wurden getötet. AUTOMOBIL-REVUE 1929 — 63 Bernisches Strassenverkehrsamt und Verkehrsverbände. Wie wir bereits in letzter Nummer berichtet haben, ist man allgemein mit der Ausschreibung zur Besetzung der Stelle des wichtigen Amtes nicht einverstanden. Zur Stellungnahme in dieser Frage fand nun am letzten Montagabend in der «Kornhausstube» in Bern eine neue Konferenz der interessierten Verbände statt, in welcher die Eingabe an die Berner Regierung durchberaten und einstimmig genehmigt wurde. Die Vertreter aller Verbände waren sich darin einig, dass ihre Wünsche seitens der Regierung berücksichtigt werden sollten, das um so mehr, als auch aus dem ganzen Kanton, seitens der vielen lokalen und regionalen Verbände, die Forderung laut, wird, an" diesen wichtigen Posten des Vorstehers des neugeschaffenen Strassenverkehrsamtes einen Mann zu stellen, der nicht bloss Paragraphen kennt, sondern in Verkehrsfragen ein wirklicher Praktiker ist, der das volle Zutrauen aller Verkehrsverbände geniesst. Die gestern .Mittwoch an die Berner Regierung abgegangene Eingabe hat folgenden Wortlaut : «An den hohen Regierungsrat des Kantons Bern, Bern. Hochgeachtete Herren Regierungsräte 1 Die unterzeichneten Verkehrsverbände haben in einer gemeinsamen Aussprache zu der Ausschreibung der neuen Amtsstelle einea Vorstehers des berniechen Strassenverkehrsamtes Stellung genommen. Gegründet zum Zwecke, sich aller auftretenden Verkehrsfragen und ihrer Regelung anzunehmen, haben sie es als in ihrem Aufgabenkreise liegend erachtet, sich zu dieser Frage zu äussern, welche für die weitere Gestaltung der Verhältnisse für sie ebenso wichtig ist wie für die administrativen Organe. Sie sind sich darüber vollständig klar, dass es ganz von dem Ausbau des neuen Amtes abhängt, wie sich das künftige Gegenseitigkeitsverhältnis gestaltet. Es liegt ausserdem im Wunsche der Verbände als Vertreter der verschiedenen Kategorien von Verkehrsinteressenten, dass mit dem neuen Amte von Anbeginn eine loyale und fruchtbringende Zusammenarbeit besteht, zum Wohle des Ganzen, das damit angestrebt wird. Es hängt somit in diesem Moment sehr viel davon ab, wer an dessen Spitze berufen wird, und wir sprechen die Erwartung aus, dass man unsere Stellungnahme zu dieseT Frage nicht als unangebrachte Einmischung auslegen möge. Das soll sie nicht sein, aber auf der anderen Seite werden Sie, hochgeachteter Regierungsrat, wohl verstehen, dass uns die Wahl nicht gleichgültig sein kann. Unsere Stellungnahme ist Ihnen zum Teil aus früheren Eingaben bereits bekannt, und wir müssen im Interesse einer angängigen Lösung des schwierigen Verkehrsproblems in seiner heutigen Gestaltung und voraussichtlichen weiteren Entwicklung an unserem Verlangen festhalten, dass nur eine Persönlichkeit in Betracht ipmmen kann, welche gründlicher Kenner des Verkehrswesens ist, somit auch alle seine Bedürfnisse kennt und versteht und genügend versiert ist» um alle auftretenden Fragen in sachlich einwandfreiex, praktischer Form zu lösen. Wir können uns jedoch des Eindruckes nicht erwehren, dass die Art der Ausschreibung nach dieser Richtung zu eng gefasst und zu sehr nur auf juristische Fähigkeiten zugespitzt war, so dass hierdurch der wirkliche Praktiker, auf den es hier unserer allseitigen Ueberzeugung nach in erster Linie ankommt, hintangestellt wird. Wir sind aus diesem Grunde übereingekommen, dem Regierungsrat nahezulegen, nachdem die erfolgten Anmeldungen bekannt sind und dieselben unseres Erachtens nicht genügen, eine nochmalige Ausschreibung ergehen zu lassen, welche den erwähnten Erfordernissen besser gerecht wird. Einen rascheren Weg zu einer wirklich praktischen Lösung würden wir allerdings in einer Berufung des Herrn Polizeikommissär W. Müller in Bern erblicken, welcher seine Qualifikationen als Verkehrsfachmann bereits mehrfach ausgewiesen hat und das volle Zutrauen der unterzeichneten Verbände geniesst. Wir möchten Ihnen auch diesen Weg nahelegen. In der Erwartung Ihres günstigen Bescheides zeichnen mit vorzüglicher Hochachtung.» Unterzeichnet ist die Eingabe von folgenden Verbänden: Kantonalverband des Automobil-Clubs der Schweiz, Kantonalverband des T. C. S., Sektionen Bern, Seeland und Jura, bernische Kantonalgruppe des Verbandes Schweiz. Motorlastwagenbesitzer. Motorradfahrer-Club Bern, Bernischer Motorradfahrer-Verband (B. M. V.), kantonalbernischer Radfahrer-Verband, Arbeiterradfahrer des Kantons Bern, den Sektionen des Schweiz. Transportarbeiter-Verbandes. Bern, Biel, Thun, den Sektionen Bern, Biel, Thun, Interlaken der Schweiz. Berufschauffeur

N° 63 — 1929 AUTOMOBIL-REVUE den Annahme, dass es sich hier nur um ein zweitweiliges Hilfsmittel handelt, das so lange angewendet wird, bei sich das Gros des Publikums an die Fussgängerstreifen gewöhnt hat. In vielen Städten mit grossem Verkehr funktioniert die Verkehrsregelung an Strassenkreu zungen flott und selbstverständlich auch ohne diese streckenweisen Absperrungen und man sollte meinen, dass es auch die Zürcher Bevölkerung nach einer gewissen Zeit zu einer genügenden Verkehrsdisziplin bringt, welche diesen Mehraufwand nicht dauernd notwendig machen würde. b. Die Nennungen der Internationalen Alpenfahrt 1929 Wir erhalten von der federführenden Leitung des A. v. D., der in der diesjährigen Alpenfahrt eine dominierende Rolle zu spielen hat, folgende erste offizielle Nennungsliste, die aber noch nicht als vollständig anzusehen ist: Deutschland (Einzelfahrer): Edgar Bieber Mercedes Harns Krotoszyner Cadillac Karl Schwabe La Salle W. Cloppenburg Stutz Dr. B. Sprengel Nash Max Prinz zu Schaumburg- Mercedes Lippe Paul Bartmann Hupmobile Dr. L. M.ey Horch Dt. D. Görges Chevrolet P. H. Müller Fiat Hans Lönholdt Chrysler B. Garacciola Mercedes E. E. Leverett Arrol Aster Ernst Magnus Ford Tb. H. Rosthoff Ford C. von Guilleaume Chevrolet Graf PotocM Austro-Daimlcr C. Deiimann Austro-Daimler Chr. Werner Mercedes Dr. Ing. Fritz Hetze! Wanderer A. Graumüller Wanderer Walter Jähnig Hansa Felix Frick Wanderer Frau Tilly Kotte Simson Supra Frau Rose Gumtz Mercedes Roy Franey Riley Leo Karger Z. Josef Mamulai Z. H. Butenuth Hanomas Karl Ha-eberle Hanomae Karl Feldmann Hamomasr E. Launenmühlen Dixi Kari Kulke Dixi L. von Raffay Hanomas Cobianohi ! Ansaldo Ricchetü Bugatti X... Essex Csnestrini lAlfa-Romeo» Brambilla Alfa-Romeo Oester. A. C. (Einzelfahrer): Rieh. Schuh. Iial ßaH« G. H. Sachs Steyr wn Bitzy Austro-Daimler Franz Baumkirchner Mercedes Dipl. Ing. H. Tefesl Mercedes Walter Norden Mercedes Felix Kraus Mercedes Dr. Ernst Pressfreund F. N. A. C. Suisse (Einzelfahrer) : Herbert Rüedi Lancia Deutschland (Teams) : Ob. Ing. Georg Kimpel Mercedes Direktor Wenzel Wilhelm Merck Dr. Robert Krailsheimer Mercedes W. R. Wittich Alfred Hirte Ing. W. Walb Dipl. Ing. Nallinger Obering. Neubauer Eduard Hörbe Mercedes Hansa Fredo Sportkhorst Ew. Sporkhorst G. von Natzmer-Gahry ßtawer Prinz von, der Leyen. V' i Willy Cleer !• Hans Niedlich Brennabor Fritz Backasch Fritz Lehnert H. J. Bernet Wanderer Hennann Atmar Max Mader Carl Kappler E. G. Burggaller Major Gutknecht C. Duttlinger Röhr Hans Fritzo H. E. Vormann Ernst Prochazka Z. Anton Kahle Flieger Wanderer 1929 — ein Jahr der Hochsaison für den Autosporf: Der Start zum Grossen Preis der Nationen. Willy Wagner Paul Koppen Albert Kandt A. C. Italia (Teams): Nazzaro Salamano Pastore Alessandro Valania Appolonio Umberto Carlo Baroni Cagna Manzoni Cappello B.M." Fiat Ford Fiat Kommt die internationale Bergmeisterschaft zustande? In Adenau ist zwischen den zur Organisation der Alpenfahrt zusammengetretenen Delegierten der beteiligten Länder und weiteren anwesenden Sportautoritäten die Frage des Austrages einer internationalen Bergmeisterschaft aufgeworfen worden. Der Gedanke ist keineswegs neu. Schon in früheren Nummern der «Automobil-Revue» finden wir die Anregung zu dieser sicher hochinteressanten autosportlichen Veranstaltung. Für diesen Bergpreis würden ungefähr zehn verschiedene Länder in Frage kommen, die alle ihr eigenes Bergrennen besitzen. Die Schweiz wird mit dem Klausen natürlich an erster Stelle genannt. Oesterreich hätte die Wahl zwischen dem Semmering und dem Arlberg; Deutschland besitzt mehrere Bergstrecken, worunter eine besonders schöne Piste bei Freiburg im Breisgau; Italien würde sich für den Mont Cenis oder den Grossen St. Bernard entscheiden; Frankreich kann, nach der Meinung von Charles Faroux, den Ventoux oder die Turbie in Konkurrenz setzen; England hat es schon schwieriger, wird sich aber mit einer Strecke in Schottland zu helfen wissen; Belgien schliesslich besitzt die einzige Piste, die weniger als fünf Kilometer misst — die Belgier wollen sich aber damit aus der Affäre ziehen, dass sie das Rennen auf der gleichen Strecke dreimal nacheinander austragen lassen. Für den Endlauf der Meisterschaft wird man wohl nicht fehl gehen, anzunehmen, dass der Klausen, dank seiner trefflichen Eignung, der zentralen Lage und seines Namens im internationalen Automobilsport zum Schauplatz des Austrages gewählt werden wird. Es wird allerdings noch manchen Anlaufes und Ansporns bedürfen, bis dergrosse Plan, der nicht nur den Bergrennsport in unigeahnter Weise fördern und popularisieren, sondern auch die beteiligten Länder in fairem und friedlichem Wettkampfe einander näher und damit die Beziehungen der Völker (immer freundschaftlicher gestalten würde, verwirklicht sein wird. Dass diese Ziele keine Utopien sind, beweisen die schönen Erfolge der Internationalen Alpenfahrt. Schweizerfalirl des Bayerischen Aufomobü- Clubs. Der Bayerische Automobil-Club, München, führt in den Tagen vom 13. bis 20. August 1929 eine Schweizerreise durch, «lie den Besuch des Klausenrennens und der Sektion Zürich des A.C.S. bezweckt. Für die Fahrt ist folgendes Programm vorgesehen: 13. August: Fahrt München—Garmisch—Fernpass—Landeck—Martinsbruck—Sehuls. 14. August: Fahrt Sehuls — Zuoz—• St. Moritz, von wo Ausflüge nach Maloja und Berninahospiz (Alp Grüm). 15. August: Fahrt St. Moritz—Julier—Tiefencastel—Thusis—Hinterrhein—St. Bernhardin — Misox—Bellinzona—Monte Ceneri—Lugano. 16. August: Fahrt Lugano—Monte Ceneri—Bellinzona — Biasca.— Airolo — St. Goühardpass — Hospental — Realp—Furka—Gletsch—Grimsel — Handeck—Meiringen—Brienz—Interlaken. 17 August: Interlaken — Brienz — Brünig—Sarnen-—Luzern—Arth—Sehwyz—Brunnen—Flüelen. 18. August: Flüelen—Klausenpass und Besuch des Klausenrennens. Rückfahrt nach Flüelen. 19. August: Fahrt Flüelen—Brunnen—Weggis— Küssnacht a. R.—Luzern—Zug—Albis—Zürich, woselbst Besuch der Sektion Zürich des A.G.S. 20. August: Fahit Zürich—Winterthur—Frauenfeld—Pfyn—Konstanz—Meersburg—Friedrichshafen —Memmingen—München. Die Organisation der Fahrt wird die Sektion Zürich des A.G.S. übernehmen. s. Klasse Fahrer Marke Jahr Zeit Tourenwagen: 500 ccm. Buthenuth Hanomag 1926 Zimber Opel 1926 Lamarche F. N.' 1927 Kessler Ansaldo 1926 Nigg \nsaldo 1927 Gacon Martini 1927 Caraceiola Mercedes 1925 1100 com. 1500 com. 2000 ccm. 3000 ccm. 5000 ccm. 8000 ccm. Mehr als 8000 ccm. Sportwagen: 500 ccm. 1100 ccm. 1500 ccm. 2000 ccm. 3000 ccm. 5000 ccm. 8000 ccm. Kenn wagen: 500 ccm. 1100 ccm. 1500 ccm. 2000 ccm. 3000 ccm. 5000 cein. 8000 ccm. 1922 1923 1924 1925 1927 Die aktuellen Klausenrekorde Caracciola Hoepfner Dugat Schneider Probst Escher Delmar Caracciola Hanomag Derby Bugatti Bugatti Bugatti Steyr Mercedes Buthenuth Morel Bourlier Cbiron Merz (Zürich) Bugatti Hanomag Amilcar Talbot Bugatti Kosenberger Mercfides Merz (Essling.) Mercedes 1927 1927 1927 1927 1927 1927 1927 1927 1926 1925 1927 1927 1927 1927 Die bisherigen Sieger des Klausens. Nieth Hispano Suiza ßutzler Steyr Merz Mercedes Masetti Sunbeam Rosenberger Mercedes ••»€0 Clai 27.22,0 24.03,8 20.15,8 22.04,0 21.03,4 20.35,2 21.25,0 Mercedes 1927 17.43,8 33.12,4 20.30,2 20.04,8 18.51,6 19.05,8 18.15,0 17.35,4 26.27,4 19.15,2 19.21,0 17.28,0 17.23,4 17.17,0 17.31,2 21.43,0 20.24,4 18.48,6 17.28,8 17.17,0 Englische Automobil-Association. Am 17. Juli fand in London, unter Vorsitz des Chairman des Verbandes, Mr. Charles McWhirter, di© 25. Generalversammlung statt. Die Sitzung igab Anlass zu einem Rückblick auf die Entstehung dieses englischen Automobilverbandes, der, sowohl was Entwicklung und Organisation anbelangt, seinesgleichen in Europa suchen dürfte. Der 1905 mit 100 Mitgliedern gegründete Club zählt heute, nach einer ununterbrochenen Erfolgskurve — einzig der Krieg brachte eine gewisse Stagnierung — über 405,000 Mitglieder. Bewundernswert sind die touristischen Institutionen der A. A., von denen der Strassenhilfsdienst, die Nachtpatrouillen, die touristischen Bureaus und Auskunftsstellen, die Strasseamarkierung etc. internationalen Ruf gemessen und bereits in vielen Ländern, nicht zuletzt in der Schweiz, Schule gemacht haben« Die Touristik bildet schlechterdings die Hauptaufgabe des Verbandes. Jährlich bereisen zahlreiche Agenten den Kontinent, um den Autotouristen immer neue Gegenden zu erschliessen. Die gewaltige Entwicklung der Privatfiegerei hat die Leitung der A. A. veranlasst, ein besonderes Departement zur Unterstützung des Flugwesens zu gründen. Der englische Verband hat damit in kluger Voraussicht den Weg in die Zukunft offen gehalten« und nicht zuletzt dadurch ein Geheimnis seines beispiellosen Erfolges verraten. Zug. Auf verschiedene Anfragen hin machen wir die Mitteilung, dass sich das regierungsrätliche Verbot betreffend Befahren der Vorstadtstrasse in Zug nur auf Lastwagen bezieht. Gesellschaftswagen mit Ballonpneus werden von diesem Verbote nicht betroffen. Es darf bei dieser Gelegenheit anerkannt werden, dass die Lastwagenbesitzer im grossen und ganzen dem Verbote Rechnung tragen; es ist im Interesse eines angenehmen Verkehrs zwischen Autofahrern und Behörden zu wünschen, dass die Beobachtung der Strassensperre für die Vorstadt auch fernerhin anhält. Stadpolizeiamt Zug. Mussolini und die Strassen. Wie bekannt, hat sich der Faszismus in allererster Linie der Eisenbahnen angenommen. Er erreichte, dass die italienischen Bahnen gegenüber früher mit grosser Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit betrieben werden. Streckenweise wurde die Bahn elektrifiziert. Nach den Bahnen kamen die Schiffahrtslinien daran. Grosse Schiffe wurden gebaut, die im Betriebe nicht rentieren. Nur die Strassen schienen vernachlässigt zu werden. Nun wurde das aber mit einem Schlage anders. Das Losungswort: « Assalto alla Strada» wurde ausgegeben. Durch das Gesetz vom 17. Mai 1928 wurde eine staatliche autonome Strassenbaugesellschaft ins Leben gerufen. An ihrer Spitze steht ein oberster Verwaltungsrat, ein Generaldirektor und mehrere Unterdirektoren. Diese Gesellschaft beschäftigte im ersten Jahre ihres Bestehens 27 000 Arbeiter. Im zweiten Jahre werden es über 51000 sein. Die Einnahmen belaufen sich auf 180 Millionen Lire im Jahre aus der Staatskasse, aus den Beträgen der Strassen- und Brückengelder und den Automobiltaxen. Das Strassenreglement ist sehr verschärft worden und die Bussen bringen einen ansehnlichen Betrag ein. Die Gesellschaft hat im ersten Jahr ihres Bestehens 179 Millionen Lire für den Unterhalt der Strassen, 74 Millionen für außerordentliche Arbeiten und 316 Millionen lür die Ausbesserung verlotterter Strassen ausgegeben. Nach einem von Mussolini festgesetzten Bauprogramm sollen in den ersten .fünf Jahren 6000 km Landstrassen ausgebessert werden. Die Kosten hierfür sind auf 1 Milliarde 400 Millionen veranschlagt. Man sieht, dass es dem Faszismus auch auf dem Gebiete der Strassenverbesserungen ernst ist. er. AUTOSEKTION ZÜRICH DES T.C.S. Mittwoch, den 24. Juli 1929 veranstaltet die Sektion Zürich des T. C. £>. eine Abendausfahrt nach Horgen, Hotel «Meierhof». Humoristische Vorträge und eine rassige Tanzmusik werden für einen betriebsamen Abend besorgt sein. Automobilisten, die Spanien besuchen, bedienen' sich der Spanienkarte mit Führer von 0. R. Wagner. Dieser ausgezeichnete Wegweiser unterrichtet über alle fahrbaren Strassen, schönsten Gegenden und sehenswertesten Städte jenseits der Pyrenäen. Preis Fr. 6.—. Verlag der , Bern. Der zuverlässigste Wegweiser für Schwarzwaldfahrten ist O. R. Wagners Schwarzwaldkarte. Von der Schweizerischen Rheingrenze bis hinunter nach Heidelberg orientiert sie den Automobilisten in übersichtlicher Darstellung über die Strarssen und Gelände. Preis Fr. 4.—. Verlag der «Automobil- Revue>, Bern. HO - der erstklassige AclltzylMerwagen - erfüllt die höchsten Ansprüche. Zwei Beispiele: Horch 8 hat zwei voneinander unabhängige Bremssysteme; sämtliche Scheiben sind aus splitterfreiem Kinon*Sieherheitsglas> Cfinssabseäifitf&£. 3CHLQHERB£CKlßASEU ZÜRICH,,BERN. -^Verlangen Sie umeÄclliche.fekfehr^