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E_1929_Zeitung_Nr.068

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A. C. S. A. C. S.

A. C. S. A. C. S. SEKTION SCHWYZ. Die Sportkommission hat folgende Veranstaltungen für den Monat August beschlossen: Am 11. und 12. August ein« Schwarzwaldfahrt mit folgender Route: Erster Tag: Kaiserstuhl, Thiengen, St. Blasien, Freiburg, Titisee, Schluchsee; zweiter Tag : Schluchsee, Neustadt, Furtwangen, Triberg, Villingen, Donaueschingen, Schaffhausen. Am 25. August: Pichnickfest auf Gottschalkenberg mit Tanz, Spielen und verschiedenen Wettbewerben. Die Mitglieder werden eingeladen, recht zahlreich an diesen Veranstaltungen teilzunehmen. Die Sportkommission. A.C.S., SEKTION ST. GALLEN-APPENZELL. Picknick auf der St. Luziensfeig. Oben im Engpass zwischen Fläscher Berg und Falknis, hinter der eidg. Festung Luziensteig auf prächtigem, waldumrahmtem Hochplateau stellten sich am letzten Sonntag ausflugsfreudige Clubisten zum Mittagspicknick ein. Den schattigen Waldrand schmückte bald eine •wohlgeordnete Wagenkette von 58 Automobilen, unterbrochen von einer Freibühne, die schon frühzeitig durch eine treffliche Churer Musikkapelle belebt war. Gute oder sogar überreichlich assortierte Menüs für kulinarisch gepflegte Gaumen kamen aus allerlei Behältern und Packen zum Vorschein und lösten mannigfach vergnügte Gesichter aus. Die erst noch vor Tagesfrist ersehnte, wärmespendende Sonne verdrängte nun mit ihrem verschwenderischen Glänze die speisenden Gruppen aus ihrem Bereiche nach Schattenplätzchen im Walde oder hinter dem uralten Kirchlein. Für guten, erfrischenden Trank hatte die Organisation freigebig gesorgt. Unermüdlich spielten, die Musikanten auf, und leicht beschwingt drehte sich bald Paar um Paar auf der halb sonnigen, halb schattigen Tanzbühne. Der Anblick der so belebten Bühne, des Lagerlebens ringsum und des Hintergrundes mit dem malerischen Kirchlein und der äusserst klar erscheinenden Bergkette bot ein Bild, das einem Maler zum Vorwurf für eine Alpstubete hätte dienen können. Stunden frohesten Geniessens vergingen. Gesellschaftsspiele auf der grossen, prächtigen Wiese brachten viel Heiterkeit, Zur Abwechslung kamen auch olympische Spiele zu ihrem Recht, und unter Leitung des Sektionspräsidenten, • Herrn Traugott Walser, der es sich nicht hatte nehmen lassen, schnurstracks von seinem Schiedsrichteramte auf der Internationalen Schönheitskonkurrenz für Automobile in Luzern zu seinen Getreuen zu fahren, fanden Springkonkurrenzen für verschiedene Kategorien statt. Aus einer grossen Zahl von Konkurrenten holten zwei im eidg. Motorwagendienst trailierte Sportler die ersten Lorbeeren. Abends gab's Signal zum Aufbruch durch die schöne Waldpartie nach dem in der Herrschaft gelegenen Städtchen Maienfeld und weiter nach Ragaz, wo sich im Restaurant. Rosengarten weitere Gemütlichkeit entfaltete. Man konnte nur eine Stimme der Freude über den wohlgelungenen Anlass vernehmen, und gerne wird man des schönen Tages noch lange gedenken. E. B. Aus modernsten Auto-Garagen. Nach amerikanischem Muster werden heute die mit allen Neuerungen versehenen Autowerkstätten errichtet, die auch den verwöhntesten Ansprüchen der Kunden gerecht werden. Das Auto auf der «fahrbaren Landstrasse> zur Nachprüfung der Bremsen. Tankwägelchen, das ganz ans Auto heranfährt. A. C.S. SEKTION THURGAU. Clubfahrt. Mit geschlossenem Wagen kann man auch unter dem Regen durch, dachte sich der Präsident der Sportskommission am frühen Morgen des 27. Juli. Es sah in der Tat nicht gerade einladend aus, als sich die Teilnehmer der Oberbayern-Innsbruckfahrt zum Start rüsteten. Aber Feste wie Reisen lassen sich ohne Nachteil nicht gut verschieben und da der AUTOMOBTL-REVUE 1929 - N n 68 seretwegen die Besichtigungszeit um eine Stunde zu verlängern, so dass uns Gelegenheit geboten war, gleich nach Ankunft noch dem Zeugen alter Ritterherrlichkeit unsere Aufwartung zu machen. Der Abend in Hohenschwangen verlief im übrigen bei Tanz und Becher in angeregtester Stimmung, wozu die humorvollen Einfälle derer von Arbon und Affeltrangen nicht wenig beigetragen haben. Am Sonntagmorgen halb 9 Uhr traf man sich am Portal des Schlosses Neuschwanstein ziemlich vollzählig. Diejenigen, welche sich den Schlaf nicht früh genug aus den Augen rieben, haben ein wahrhaft königliches Schloss nicht gesehen. Ludwig II. von Bayern war kein Herrscher, aber ein König. Seine märchenhaften Prachtsbauten lassen ihn als legendäre Gestalt in der Erinnerung des Bayernvolkes fortleben. — Um 10 Uhr war allgemeiner Aufbruch in Hohenschwangnau. Wir mussten heute noch Innsbruck erreichen und vorher das Lustschloss Ludwigs II. in Linderhof besichtigen. Denn so stand es auf dem Programm. Nach dem Picknick in der Gegend von Garmisch erreichte die ganze Kolonne um 2 Uhr das Klosterdorf Ettal bei Oberammergau. Von hier gings per Pferdezug in lH-stündiger'Fahrt nach Linderhof hinein. Die Strasse wäre für Autos gut fahrbar. Aber sie ist nun einmal gesperrt. Es handelt sich um die bayrischen Belange- der Fuhrleute von Ettal und der Enden.' Für die etwas längliche und wenig komfortable Fährt in altmodischen Gesellschaftswagon wurden wir dann durch die prachtvollen Anlagen des Schlösschens Linderhof entschädigt. Es war eine phantastische Idee des Königs Ludwig, in die einsame 1 Berglandschaft diese Oase verschwenderischen, fast erdrückenden Luxus zu pflanzen. Es war einmal ein König... Nach, 8 Uhr abends trafen wir der Reihe nach in kleinen Zeitintervallen in Innsbruck ein. Die Fahrt über Mittenwald am Karwendel und Wettersteingebirge vorbei bot manch, prächtiges Bild. Die Strasse ist. gut, auf der Südseite im Abstieg .von Scharnitz nach Zirl wegen grosser Steilheit nicht ganz ungefährlich. Ersten Gang einschalten 1 In Innsbruck waren wir im Hotel « Arlbergerhof » gut und komfortabel einquartiert. Im Odeon-CabaTet- Dancing wurde der zweite Tag zu später Stunde in fröhlicher Stimmung beschlossen. Am Morgen war leider nur kurze Gelegenheit zur Besichtigung der Stadt Innsbruck. Denn es standen uns noch acht Fahrstunden bevor. Nach 10 Uhr schon verliessen wir die sympathische Hauptstadt des heiligen Landes Tirol Richtung Arlberg. In der Gegend von Landeck hätte das Picknick stattfinden sollen. Der Herr Sportpräsident leistete sich jedoch in Imst einen kleinen Abstecher ins Städtchen hinein, nichts Böses wollend und ahnend, und so fuhr etwa dia Hälfte der Wagen, die gerade nicht aufgeschlossen war, nachher führerlos auf der grossen Heerstrasse davon. Den Picknickplatz der Abtrünnigen von Imst haben sie natürlich nie gesehen. Zwischen Stuben und Bludenz haben sie sich endlich, nachdem der Magen offenbar schon längst sein Recht knurrend verlangt hatte, einen eigenen Picknick-; platz ausgewählt. Es ging auch so. Verhungert ist: niemand, und bald war der generalstabliche Lapsus des Herrn Sportpräsidenten vergessen und verziehen. Nach kurzem Halt in Bludenz ging's dann in einem Zuge über Götzis-Lustenau-Au den heimatlichen Penaten entgegen ins Bad Hörn, wo die flotte Fahrt nach einem guten Nachtessen und einigen Schlusstänzen um 9 Uhr ihren Abschluss fand. Sie wird allen Teilnehmern in angenehmster Erinnerung bleiben. Dem Herrn Präsidenten der Sportkommission wurde durch den Mund des Vizepräsidenten der Sektion im Namen aller der wohlverdiente Dank für die umsichtige und mustergültige Vorbereitung der Fahrt ausgesprochen. Das war eine unvergesslich herrliche Fahrtveranstaltung der Sektion Thurgau, hoffentlich finden wir uns wieder im nächsten Jahre, vielleicht auca noch zu einer ausgedehnteren Clubfahrt. Dr. S. Alpenpostkurse vom 22.-28. JuD 1929. Die Alpenpostkurse verzeichneten in der fünften Betriebswoche einen leichten Frequenzrückgang von 189 Reisenden. Die grössten Mehrfrequenzen notieren dienachstehenden Linien: Martigny-Champex (+377), Maloja (+331)* Chur-Tiefenkastel (+192) usw. Minderfrequenzen wurden auf folgenden Linien verzeichnet: Grimsel (—270), Thusis-Bernardin- Mesocco (—273), Schuls-Pfunds (—261), Martigny-Qrand St. Bernhard (—178), Nesslau- ! Buchs (—172), Sion-Hauderes (—122), Furfc* (—108) usw. Die ungünstige Witterung dk ser Betriebswoche mag dazu beigetragen haben, dass sich auch auf andern Linien, nicht .nur auf den obgenannten, Minderfrequenzen ergaben. Die Summe der in dieser Woche beförderten Reisenden beläuft sich für 1929 auf 28,528, für 1928 26,236 Reisende, wobei aber eine Anzahl Postrouten mitgezählt sind, die letztes Jahr noch nicht im Bulletin figurierten. , lt , Anlasser und Beleudttung von großer Wichtigkeil Unsere Fabrikate sind von bester Konstruktion und fürHödistleistungen bekannt • Verlangen Sie Preisliste. • Sorgfältige Reparatur aller Systeme * Aceumulatoien 'Fabrik OBRL1KON ZÜRICH Bureauxu. WerkstättenMfranz.Schweiz: LAUSANNEPassagedeMonbiondU QENEVE Rue Gowgas 18 auf Luftreifen, mit el. Beleuchtung, neu revidiert, Garantie u. günstige Bedingungen. Anfragen unt. Chiffre Z. 1444 an d. Automobil-Revue, Bureau Zürich. 8149 IhreAuto- Batterie ist für das richtige Funktionieren von FIAT- Ersatzteile liefert prompt ab Lager J. MINIKUS GARAGE Weinfelden Telephon 114 nnto-SclieDien reparieren prompt Hilr. (üesbrecht & Co.. 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Dieter Anhänger Zu verkaufen 4-T.-Kardan- Lastwagen SAURER Wetterbericht nicht schlecht war, wurde das Fehlen der Sonne mit einem blühenden Optimismus aufgewogen, der uns dann in der Folge auch nicht im Stiche liess. Die Besammlung der 11 angemeldeten Wagen mit ihren 34 Teilnehmern hätte um 9 Uhr in Hohenweiler an der bayrisch-vorarlbergischen Grenze stattfinden sollen. Weil aber dort kein Wirtshaus war und einige Teilnehmer, darunter auch der Präsident der Sportkommission, auf sich warten Hessen, wurde mit Akklamation einem Antrag zugestimmt, die Besammlung auf die bei schönem Wetter sicher prächtig gelegene Sommerfrische Scheidegg hinauf zu verlegen, um hier die Nachhut abzuwarten. Sie holte denn auch bald auf, und als die diversen, zum Teil begründeten Entschuldigungen wegen der Verspätung entgegengenommen waren, rüstete man sich schnell zur grossen Fahrt; denn es regnete gerade in Strömen, was baldige Aufheiterung erwarten liess. Und diese wollte man sich nicht entgehen lassen. In flotter Fahrt gings nun über Immenstadt-Sonthofen-Oberjochpass-Tannheim-Reutte nach Füssen, immer so im Pendelverkehr der bayrisch-österreichischen Grenze entlang. Aber wenn die Grenzen nicht so krumm wären, dann müsste man sie erfinden; denn sie bringen von Zeit zu Zeit den Wagen zur Ruhe und den Automobilisten in Bewegung und Tims Geld. Um halb 5 Uhr hatten wir das Ziel des ersten Reisetages, Hohenschwangen bei Füssen, wohlbehalten erreicht. Das Hotel «Schwansee> bot gute Quartiere und Verpflegung. Die Verwaltung des Schlosses Hohenschwangau war so freundlich, un- Spritzmetallisierung o. Vernicklungs•- Anstalt H. Aeschimann, Bern Telephon Chr. 41.26 Dalmazinin lla Rostsichere Vernicklung u. CadmienMQ Motor-Gehäuse -Risse Kalt-Schweis8iing vollständig neu, 1000—1200 kg Tragkraft, Rollenlageraohse, Pnenbereifung 30x5 wird zum Ausnahmepreis von Fr. 16OO.— verkauft. «Toli. XS1XXTI.X>X> 'Fabrikation von Anhängewagen ST. GALLEN.

N° 68 - 1929 AUTOMOBIL-REVUE 17 Neugriindung : Automo, Aktiengesellschaft für Automobilha.riel Und Grand Garage, Bern. Unter dieser Firma wurde mit Fr. 100.000 Aktienkapital eine A.-G. zum Zwecke des Handels in Autos. Motorrädern und Zubehör, Betrieb einer Garage und Reparäturwerketätte, gegründet. Einziger Verwaltungsrat ist zurzeit H. Mosimann, Kaufmann in Bern. Er führt rechtsverbindliche Einzelunterschrift. Geschäftsdomizil: EUen&xrweg. Kapitalerhöhuna: Kugellagerwerke J. Schmid-Roost A.-G., Oerlikon-Zürich. Durch Beschluss der Generalversammlung wird das Aktienkapital von 2.5 Millionen Fr. durch Ausgabe von 1500 Inhaberaktien ä Fr. 1000 auf 4 Millionen Fr. erhöht. Die neuen Aktien sind voll einbezahlt. Der Delegierte des Verwaltungsrates, E. Schmid, bekleidet nunmehr auch das Präsidium. Als Delegierter des Verwaltungsrates wurde neu gewählt J. Schmid in Oerlikon. Der Genannte führt Einzelunterschrift namens der Gesellschaft. Geschäftserweiterung: Muller freres, Auto-Garage National, Luzern. Die Firma verzeigt folgende Geschäftszweige: Garage National und Garage Schweizerhof. Taxameterund Mietfahrtenbetrieb, Reparaturwerkstätte, Autoaccessoires, Pneus. Müller in Luzern Einzelprokura erteilt. Personelles: Garage de Georgette, S. A., Lausanne. Es wurde an 0. Moosmann- Adrien Nano ist aus dem Verwaltunsrsrat ausgeschieden und dessen Unterschrift erloschen. Der einzige Verwaltungsrat ist nunmehr M. Stooss. der Einzel- •wnterschrift führt. Widerruf des Konkurses: P. F. Hess, Autokarosserie, Biel-Madretsch. Zufolge Zustandekommens eines Nachlassvertrages ist der eröffnete Konkurs widerrufen worden und der Schuldner wiederum in die Vermögensverfügung eingesetzt worden. Firmenauflösungen: Moritz Herre, Autoöle, St. Gallen. Die Firma ist infolge Wegzuges des Inhabers erloschen. Gottlieb Weiss, Autogarage, Rheineck. Die Firma ist infolge Aufgabe des Geschäftes und Verzichtes des Inhabers erloschen. Nachlassvertrao: Alfr. Wermelinger, Autotransporte. Thorenberg, Luzern. Eingabefrist bis 16. August. Gläubigerversammlung : 12. September in Littau. Einsicht der Akten bis 2. September. Atlas Polski Continental dla automobilistow, herausgegeben von der Continental Caoutchouc Compagnie in Warszawa. Es ist schon eine Seltenheit, wenn man «ine Automobilkarte aus dem Osten Europas in die Hände bekommt, und wenn man * einmal eine er^ hält, so wird man sie erst noch recht kritisch betrachten. Um so erfreulicher ist >esv ;wenn man etwas so gediegenes erhält, wie den neuesten Atlas das Automobilstrassennetzes von Polen, herausgegeben von der Continental Caöutchouc Gotnpagnie' in Warszawa. In hübschem roten Leinenband und-handlichem Format enthält der Atlas eine Sammlung von 20 Kartenblättern, die im MJassstab 1:1.000,000 das ganze Gebiet von Polen zur Darstellung bringen. In der bekannten klaren Art der Continental Karten wird das Strassennetz wiedergegeben, in welches sich die sorgfältig ausgeführte und ausge^ wählte Schrift bestens einpasst, Dieser Atlas von Polen ist unseres Wissens das erste derartige kartographische Werk, das zusammenfassend das ganze Gebiet in so vorzüglicher automobilistischer Bearbeitung zur Darstellung bringt. Die Continental Caoutchouc Compagnie hat mit dieser Publikation einmal mehr bewiesen, darss sie weder Mühe noch Kosten scheut, dem Automobilisten auch aus weniger bekannten Gegenden gutes Kartenmaterial zu verschaffen. Solche Publikationen haben volkswirtschaftliche Bedeutung, indem sie in ihren letzten Auswirkungen einen staTken propagandistischen Wert für das betreffende Land besitzen. Lthr. Personenkraftwagen und Krafträder. Ausgabe III/1928 der «Deutschen Kraftfahrzeug-Typenschau ». Herausgegeben von E. Meyer, Dresden. Verlag Deutsche Motor-Zeitschrift, G. m. b. H., Dresden A 19. Preis 2 Mark (Voreinsendung) bzw- 2.30 Mark (Nachnahme). — Da die in diesem soeben erschienenen Werk dargestellten Kraftfahrzeuge die Krisen überwunden haben, die Deutschlands Kraftfahrzeug-Industrie durchgemacht hat, ist der hier gegebene Ueberblick (85 Typentafeln) besonders wertvoll. Weil der_moderne Omnibus kein Lastkraftwagen, solidem ein Personengrosskraftwagen ist, wurden die modernen deutschen Omnibusse hier mit zu den Personenkraftwagen gerechnet. Die Personenkraftwagen zeigen im übrigen vor allem den hochleistungsfähigen Luxus- und Sportwagen, z. B. durch Audi vertreten, und den für weitere Kreise bestimmten hochwertigen Gebrauchswagen, besonders durch Adler (Standard 6), Dixi (9/40 PS-Sechszylinder), ,Elite (12/55 PS-Sechszylinder), Hansa (Sechszylinder und Achtzylinder) u. a. m. vertreten. Technisch interessant sind wegen der Anwendung schwingender Achsen vor allem die Tatra-Wagen und -die, Steyr-Wagen. Bei den schweren Krafträdern interessieren besonders die Vierzylinder- Windhoff-Maschine mit Kardanantrieb, die beiden * NSU-Modelle, die Zweizylinder-Wanderer- Type, und -das neue .600-ccm-Schüttoff-Motorrad. Unter den mittelschweren Krafträdern fallen nicht minder die mittlere und die kleine DKW-Maschine, das Mammut-Motorrad und besonders auch das Zündapp-Einheitsmodell auf Bei den Motoren dürften die Diesel-Fahrzeugmotoren, die von Körting und von Kämper gezeigt werden, und die Motorrad-Einbaumotoren von Kühne am meisten interessieren. Gadscha putl, der neue Siamroman von Hans Morgenthaler. Eine gute Nachricht, welche die vielen alten Freunde Hans Morgenthalers sehr erfreuen und dem vorzeitig dahingeschiedenen Dichter-und Original eine stattliche Schar neuer Leser und geistiger Kameraden werben wird: der nachgelassene Siam-Roma» «Gadscha puti — Ein Minenabenteuer», von dem in der schweizerischen Presse nun schon des öfteren die Rede war, liegt als ein schönes, stattliches Buch vor. Ein ungewöhnliches, wertvolles Geschenk für den Schweizer Büchertisch, vom Verlag A. Franoke A.-G. (Bern) vortrefflich ausgestattet und vom Ordner des Nachlasses, Fr. Hegg aus Bern, diskret und liebevoll für den Weg in die Oeffentlichkeit redigiert und mit einem warmherzigen Nachwort versehen. Apart und vornehm wirkt der stahlgraue Leineneinband mit den grossen, inschriftartig strengen Lettern: und ganz im seltsamen Gadscha puti- Stil ist die originelle Zeichnung auf dem Schutzumschlag — eine «Elephantasie» möchte man den spukigen Einfall nennen — die Morgenthaler noch selber für sein Buch entworfen hat. Hegg gibt in 'seinem Geleitwort ein anziehendes Bild von dem eigenartigen Schriftstellertyp «Hamo», der erst durch die nachgelassenen Werke in seiner Ganzheit ersteht: «Jener Hamo, der den Kampf um den grössern und schönern Menschen auf der ganzen Front geführt hat, der umso unbedingter nach dem Schönen verlangte, je zerrissener er war, und der sich, umso mehr im Kampf mit der europäischen und europäisch infizierten Welt und ihren anmassenden Vernünftigkeiten versuchen musste, je mehr er an ihr litt.» In eine heisse, farbige Ferne nimmt uns Hans Morgenthaler mit, in die eisenerzreiche Gegend von Gadscha puti, wo er selber als Geologe arbeitete. Schikanen. Man schreibt uns: Fahre ich da letzten Sonntagabend vom Rhein herkommend gegen Stilli-Siggenthal auf freier, im Moment verkehrsloser Stracke. Auf etwa 500 m Distanz bemerke ich vor dem Dorfeineang eins grössere Menschenansammlung und diverse Fahrzeuge auf der Strasse. Sofort stoppe ich ab, fahre im Fussgängertempo auf den Menschenknäuel zu und \vie ich ihn erreicht habe, erscheint ein jüngerer Zivilist an meiner Wagentüre, den ich frage, was es da gegeben habe. Statt einer Antwort werde ich im bekannten aarg. Polizeitone angehaucht: Polizei, Fahrausweis! Obschon es der Polizist nicht für nötig fand, sich zu legitimieren, zeigte ich meinen in jeder Beziehung in Ordnung stehenden Ausweis vor, worauf mir der Polizist eröffnete, dass ich vorhin (also etwa 500—800 m zurück") zu rasch gefahren sei, was schon die Staubentwicklung (die Strasse ist löcherig, mit einer dicken Staubschicht bedeckt und mein Wagen hat grosse Ballon-Pneus) beweise! Selbstverständlich habe ich sofort bestritten, mit übersetztem Tempo gefahren zu sein und gleichzeitig dem Polizisten die Fähigkeit abgesprochen, das Tempo eines Fahrzeuges, das er nur von vorn sehen konnte, auf so erosse Diatanz abzuschätzen. — Der Herr liess sich aber nicht belehren, sondern stellte mir eine Strafanzeige in Aussicht mit der weitern, unverständlichen Begründung, es sei ein Beweis meines schlechten Gewissens, dass ich auf einmal so langsam gefahren sei! Ich frage: wie soll man sich gegen solche Unvernunft und Vergewaltigung zur Wehr setzen? Es isH denn doch zum Heulen. Ich fahre nun seit 5 Jahren, bin fast alle Tage auf der Strasse und habe noch nicht den geringsten Unfall verschuldet. Auch in vorliegendem Falle habe ich die äuaserste Vorsicht walten lassen. Wie lange soll das noch so weiter gehen und gibt's denn wirklich kein Mittel, sich gegen solche Schikanen zu schützen? K. B. ALPNACH BERN ZÜRICH ÖLTEN Bahnhofplatz Laupenstr. 8 Steinwiesstr. 40 Römerstr. 1 Tel. 7 Tel. Bw. 34.33 Tel. H. 43.81 Tel. 7.88 f.\ LAUSANNE Rue d'Etraz 20 Tel. 22.028 BASEL Rheinlanderstr. 3 Tel. Safr. 23.90 CHUR U. Bahnhofstr. 230-231 1.47 Tel. BIEL Neuengasse 6 Tel. 20.77 FRAUENFELD Sagestrasse Tel. 7.11 LUGANO Corso Pestalozzi Tel. 11.58 5 SITTEN Rue du Midi Tel. 4.61 AADAlf Igelweid 22 Tel. 1S.33 BUICK Brougham 21 PS, in prima Zustand, mit allem Komfort ausgerüstet, 6fache neue Bereifung, sehr preiswürdig abzugeben. — Offerten unt. Chiffre Z. 1447 an die Automobil-Revue, Bureau Zürich. 7632 Erfindergeist Buch mit 1200 Problemen Fr. 1.—. Erf.-Auskunftsbuch gratis. — Joreco Patent Serv., Forchstr. Nr. 114, Zürich. Zu verkaufen: zu jedem annehmbaren Preis, besonders für Miet- (abrten geeignet: BERLIET: fabrikneu,' öfach. bereift, primaBerg- j st«iger, sehr bequemer 6-Plitzer. OPEL: ""« 6faoh bereifV Oojasion, sehr gut 1 erhalten, prima Bergsteiger. 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