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E_1929_Zeitung_Nr.068

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liter von Caracciola bei den Einzehneldungen startet also nicht Weitere Forfaits: Krotoszyner, Berlin, auf Cadillac, Sachs auf Steyr, Norden und Kraus auf Mercedes-Benz, Koppen auf B.JVLW., letzterer infolge seiner am Nürburgring erlittenen Verletzungen. Die Abnahme schloss mit 15 Forfaits, genau die gleiche Zahl wie letztes Jahr. 1928 betrafen die Forfaits ausschliesslich die Einzelfahrer. Dieses Jahr ist auch ein Team dabei: die «Z »-Equipe der Tschechoslowakei. Der Start. München, den 7. August 1929. Mittwoch morgen, 3.30 Uhr schon, versammelten sich die Fahrzeuge vor dem Parkplatz, um geschlossen nach dem Start inRamersdorf zu fahren. Wagen auf Wagen reihte sich in der Folge der Startnummern zu einer gewaltigen Schlange. Genau 80 Wagen fanden sich ein. Die Scheinwerfer beleuchteten die dunkle Masse der Zuschauer. Punkt vier Uhr, im Osten dämmerte der junge Tag, gab die Startleitung dem ersten Wagen, dem schweren Mercedes-Benz Kimpels, die Bahn frei. Der Schein seiner Lichter verlor sich in der Ferne. In Minutenabständen starteten die übrigen Wagen ohne jegliche Zwischenfälle. Um halb sechs Uhr verhallte das Brummen des letzten Motors. Die Alpenfahrt 1929 ist eröffnet! + (Der erste Tag, der über Rosenhdm, Traunstein, Hallein, Radstatt, Tauern, Katschberg, Spittal, Draunburg nach Villach führte (450 km), verlief nach den bis jetzt vorliegenden Meldungen programmässig. Die Markierung der Strecke durch den Bayrischen Automobil-Club fand überall Anerkennung. Kontrollstationen und Zollabfertigung funktionierten einwandfrei mit einem Minimum an Zeiteinbusse. Bei Rosenhelm blieb der Italiener Fragni auf Essex mit Kurbelwellenbruch liegen und musste ausscheiden. Es sind also noch 79 Konkurrenten auf der Strecke, worunter zwei Damen: Tilly Kotte auf Simson-Supra und Rose Gumtz auf Mercedes. Charles Farroux, der bekannte französische Fachjournalist, ist, wie wir vernehmen, von der beabsichtigten Beteiligung an der- Alpenfahrt in letzter Stunde abgehalten worden. — Die Red.) Technische Betrachtungen. Die Internationale Alpenfahrt ist eine Zerreissprobe für Tourenwagen. Die fünf Tagesetappen mit insgesamt über 2518 km in dauerndem Wechsel von Bergfahrt und Talfahrt — in ihrer Gesamtheit wir,d ein Höhenunterschied von 25000 Meter bewältigt —, diese ganz enorme Leistung mit einem Durchschnitt von 42 bis 48 km durchzuhalten, heisst, über die Leistungsfähigkeit von Wagen und Fahrer zu einem klaren Urteil zu gelangen. Die Chancen sind unter den Fahrern nicht gleich verteilt. Viele sind dieses Jahr dabei, die die letztjährige Alpenfahrt ausgetragen haben. Unter den Neulingen stecken wiederum Fahrer, die noch nie oder nur selten eine Bergstrasse unter den Pneus gehabt haben. Ein grossartiger Eindruck der Hochgebirgsnatur wird für diese Fahrer, die um ihren Durchschnitt angstlich besorgt sein müssen, kaum zurückbleiben. Neben der Kurventechnik ist die Fahrt für Wechselgetriebe und Bremsen eine ausserordentliche Belastungsprobe. Zahlenmässig ist die deutsche Industrie am stärksten vertreten, sind doch von den 15 Teams 11 deutsche. Insgesamt sind ungefähr 50% (48 Wagen) aller Konkurrenten deutsche Wagen. Sie vertreten neun deutsche Marken. Das Ausland ist mit 18 Marken beteiligt. Nach Deutschland hat von den beteiligten Ländern Italien das stärkste Kontingent entsandt: fünf MaTken, 14 Wagen (effektiv nimmt Amerika mit acht Marken und 17 Wagen, die natürlich von Konkurrenten der vier beteiligten Länder gefahren werden, den zweiten Rang ein). Es folgen: Oesterreich: eine Marke, zwei Wagen; England: zwei Marken, zwei Wagen; Frankreich: eine Marke, ein Wagen; Belgien: eine Marke, ein Wagen. Die Schweiz ist, wie man weiss, mit vier Wagen vertreten: eine Ford- Equipe mit den Fahrern Th. Willy, P. Messerli und E. Reguzzi, und Herbert Rüedi auf Lancia bei den Individueis. Die Marken sind — da Martini in der Konkurrenz leider fehlt, die nationale Industrie also nicht von der Partie ist — einerseits bei Amerika, anderseits bei Italien aufgeführt. Die Grosszahl der Wagen, ungefähr vier Fünftel, hat offenes Verdeck. Es sind also (auf Grund der letztjährigen Erfahrungen!) weniger Limousinen im Rennen. Ungefähr die Hälfte der Wagen besitzt sechs Zylinder, fast ein Drittel vier Zylinder und ein guter Fünftel acht Zylinder. (Bei obenstehenden Angaben sind die Forfaits nach Möglichkeit berücksichtigt worden.) Der Alpenfahrt kommt hoher propagandistischer Wert zu, fährt doch die Kolonne durch nicht weniger als vier Länder and zieht in diesen Tagen die grösste Aufmerksamkeit nicht nur der durchfahrenen Gebiete, sondern der gesamten Presse und Sportwelt auf sich, namentlich aber aller Automobilisten und in vorwiegendem Masse der Interessenten und zukünftigen Käufer von Automobilen. -f- Die Strecke. Die ganze Strecke ist durch rote Pfeile auf weissem Grunde, die die Fahrtrichtuns angeben, gekennzeichnet. Kontrollstellen: Zur Kontrolle, ob alle Teilnehmer die gleiche vom Veranstalter festgelegte Strasse innegehalten haben, sind auf den Strecken der einzelnen Etappen nachstehende Kontrollstellen eingerichtet: 1. Etappe: Rosenheim ohne Stempel Salzburg » » Stainach mit > Ober-Drauburg > > 2. Etappe: Tuxracher Höhe ohne Stempel Brennero Zollstation Vipiteno ohne Stempel P. d. Giovo » » 3. Etappe: Ganazei ohne Stempel Passo del Pordoi » > Carbonin » » Belluno Agordo mit ohne > » Fiera di Primiero Egna > » » » Trento » » Tione mit » Dimaro ohne » Bolzano » > 4. Etappe: Spondigna mit Stempel Tirano ohne » Corna > » Glusone * » Castro > » IntrobMo > » Bellagio mit > Chiasso Zollstation 5t Etappe: Hospenthal Iselle mit Stempel Zollstation RibeUasca » Ponte Valmara » Borgomanero ohne Stempel Lainaite (Autostradai) » » Die vorstehend nicht fettgedruckten Kontrollstellen können ohne anzuhalten durchfahren wer- AUTOMOBIL-REVUE 1929 — N° 68 den, an denjenigen Kontrollstellen, deren Ortsnamen fettgedruckt sind, muss der Konkurrent halten und sich auf dem täglichen Kontrollblatt von dem Leiter der Kontrollstelle die Durchfahrt bescheinigen lassen. Dies geschieht mittels eines Stempels, dessen Aufdruck den für die betreffenden Kontrollstellen verantwortlichen A. G. Ns. überlassen wird. Die Durchfahrtskontrollstellen werden durch weit sichtbare über die Strecke gespannte blaue Bänder mit der Aufschrift tCoupe Internationale des Alpes-Controle» gekennzeichnet. Die Stempelkontrollen werden ebenfalls durch über die Strasee gespannte blaue Bänder gekennzeichnet mit der Aufschrift «Coupe International© des Alpes-Arret- Gontröle» (die Worte Coupe Int. des Alpes sind abzukürzen). Die beiden Prüfistrecken gemäss Artikel 10 der Ausschreibung sind am Beginn und Ende mit je einem über die Strasse gespannten weiesen Band bezeichnet, das die Aufschrift trägt «Coupe Int. des Alpes Section I» und «Coupe Int. des Alpes Section II». Die Prüfstrecke auf den Passo di Gdovo hat eine Länge von 18 km, diejenige auf den Passo di Pordoi eine solche von 8 km. Die Konkurrenten werden am Anfane der Prüfstrecken nicht neu gestartet, sondern haben sie ohne Aufenthalt zu durchfahren. Am Anfang und Ende der Prüfstrecken nehmen offizielle Zeitnehmer die Zeiten und übergeben die errechneten Resultate dem Schlusswagen mit zur nächsten Etappe, woselbst sie dem Fahrtleiter zu übergeben sind. Die Tagesetappen: Die Tagesetappenziele sind durch über die Straöse gespannte gelbe Bänder gekennzeichnet mit der Aufschrift cCoupe Int. des Alpes-Etap-pe» in blauen Buchstaben. Sobald der Konkurrent das Ziel durchfahren und sein Kontrollblatt und Streckenbuch abgegeben hat, wird er durch einen Funktionär mit seinem Wagen zum Parkplatz geführt, wo er 3 Minuten Zeit hat. um sein Geipäck dem Wagen zu entnehmen, das Verdeck hochzuschlagen und dergl. Naeh 3 Minuten muss er den Parkplatz wieder verlassen haben. Funktionäre. Sportkommission. Als Sportkommissalre fungieren : Vom Automobilclub von Deutschland: Dr. Frhr. von Hirsch. MÜNCHEN Vor dem Start zur Alpenfahrt Die schweizerische Ford-Equipe vor dem Stadthaus in München: Willy (Nr. 35), Messerli (Nr. 36), Reguzzd (Nr. 37), stehend de Loriol, Organisator der Equipe. Die Fiat-Equipe (Italien) mit der neuen Type 525 S: Der berühmte Nazzaro (Nr, 25). Salamano (Nr. 26), Pastore (Nr. 27). Die Brennabor-Equipe (Deutschland): Ina, Niedlich (Nr. 46), Baschkascb. (Nr. 47), Lehnert (Nr, 48). Kotxf&cnii Die erste Etappe (450 km) Vom Reale Automobile Club d'Italia: Grand Officder Artuiio MercantL Vom Oastereichischen Aulomobilclttb: Dipl.-Ing, Schindler-Barnay. Vom Automobilclub de Suisse: J. DecrauzaL Die Alpenfahrt 1928. Ein Rückblick. Die letztjährige Alpenfahrt begann am 12. August morgens 4 Uhr in Mailand. Die fünf Tagesetappen waren folgende: 12. Augast: Mailand, Domodossola, Simplon, Brig, Hospenthal, St Gotthard, Bellinzona, Lugano (366 km). 13. Augast: Lugano, Como, Monaggio, Sondrio, Stilfserjoch, Meran (236 km). 14. August: Meran, Bozen, Mendel, Madonna di Campiglio, Storo, Riva, Trient, Pri-, molano, Belluno (361 km). 15. August: Belluno, Agordo, Primör, Rollepass, Vico, Pordoi, Falzarego-Pass, Cortina, Toblach, Lienz, Kötschach, Hormagor, Villach (391 km). 16. August: Villach, Spittal, Katschberg, St. Michael, Taueriipass, Salzburg, Rosenheim, München (345 km). Die Fahrt führte insgesamt über 1760 km. 80 Teilnehmer waren angemeldet. Die Prüfung, die sehr hohe Anforderungen an die Fahrer, wie an das Material stellte, -hatte eine Reihe von unvorhergesehenen Ereignissen zur Folge. Rekapitulieren wir hier noch einmal die wichtigsten Geschehnisse der Fahrt. — Start in Mailand über die italienischen Autostrasse. Kurz vor der Schweizergrenze fuhr ein Mercedeswagen gegen einen Felsen und wurde gebrauchsuniähig. Ein Wagen aus den Martini-Team, geführt von Butikofer, wuTde an der gleichen Stelle ausser Gefecht gesetzt. An der Simplonstrasse schied eine Dame aus, da sie bei den Windungen von Cremola unfreiwillig die Strasse verliess. Kurz vor Lugano gab es ein weiteres Opfer, ein Alfa Romeo-Wagen erlitt einen Federbruch. Die zweite Etappe führte, abgesehen vom Stilfserjoch, fast ausschliesslich durch ebenes Gelände. Die Fahrer fuhren dank der vorzüglichen Streckenabsperrung mit grosser Geschwindigkeit; die Folga davon war, dass elf Wagen am Abend nicht am Ziel erschienen. Sämtliche elf Wagen waren das Opfer des scharfen Tempos geworden. Bei der Traversierung des Stilfserjochs klagten mehrere Fahrer über mangelhaftes Arbeiten der Brennstoffsauger. Am dritten Tag war die Durchquerung der Dolomiten vorgesehen. Die Konkurrenten waren auf der ränkevollen Piste genötigt, langsam und vorsichtig zu fahren. Keine Unfälle. ' Auf der vierten Etappe galt es, die Dolomiten völlig zu durchqueren. Dreimal ging es in eine Höhe von mehr als 2000 Meter und dreimal wieder auf weniger als 500 Meter hinab. Während der vierten Etappe hatten die Schweizer einen Unfall zu beklagen. 12 Kilometer über dem Kurort Cortina d'Ampezzo kam der Talbotwagen von Bally durch rollenden Kies ins Gleiten und stürzte, sich überschlagend, 10 Meter in die Tiefe. Beide Insassen blieben wie durch ein Wunder vor einem tragischen Ausgang bewahrt. Die fünfte und letzte Etappe führte die Wettbewerber von Villach nach München. Der Katschbergpass stellte die Fahrer vor eine letzte schwere Probe. Ein von einer Dame gelenkter N. A. G.-Protos überschlug sich bei der Talfahrt; die beiden Insassen des Wagens kamen aber ohne schwere Verletzungen davon. Bis Salzburg war die Fahrt vom besten Wetter begünstigt gewesen. Im Endspurt Salzburg-München fiel strömender Regen. Die Presse rühmte allgemein die gute Organisation der Fahrt. In der Schweiz haben die Behörden den Organisatoren mit vollen

N» 68 - AUTOMOBIL-REVUE Verständnis beigestanden. Als Ergebnis der Fahrt war zu buchen, dass von 46 Einzelfahjern 26 das Ziel erreichten, worunter 19 mit der grössten Durchschnittsgeschwindigkeit. Vier Fabrikteams: Adler-Standard, Brennafror, 0. M. und Minerva, erhielten den internationalen Alpenpokal. Unsere Martini-Mannschaft war vom schwärzesten Pech verfolgt; nur der Fahrer Kasper beendete in prächtiger Weise den harten Raid. Die schweizerische Hupmobile-Equipe holte sich die silberne lAlpenfahrtplakette, während Ryffel auf Peugeot als einziger schweizerischer Einzelfahtrer den Alpenpokal errang. Sabatini (Lugano), auf Itala, gewann die goldene Plakette. Die internationale Alpenfahrt war allgemein auf das grösste Interesse gestossen und die Bewohnerschaft der durchfahrenen Qetnete nahm freudig Anteil an der Fahrt. St. Moritzer Automobilwoche. Gültig für die Meisterschaft. (Ir.) Mit Rücksicht auf den Ausfall des Cote du Doubs-Rennens hat die Zentralsportskommission des A. G. S. jüngst beschlossen, u. a. auch das Kilometerrennen Samaden-Punt Muraigl und das Bernina- Bergrennen als für die schweizerische Automobilmeisterschaft 1929 gültig zu erklären. Dieser Umstand bedeutet eine erfreuliche Bereicherung der Teilnehmerliste für die beiden wichtigsten Konkurrenzen der St. Moritzer Automobilwoche. Im Kampf um die schweizerische Meisterschaft liegen heute noch Freuler, Probst, Stuber, Rampinelli, Sabatini, Gyger, Nyffeler, Duval, Galley, Scheibler und Strittinatter. Vom Vorverkauf. Mitglieder des A. C. S. können im Vorverkauf Parkplatzkarten für das Bernina- Rennen zum reduzierten Preise von Fr. 15 beziehen, und zwar beim Sekretariat der Sektion Zürich des A. G. S., Waisenhausstrasse. Vorbestellungen auf Parkkarten zu reduzierten Preisen nimmt auch das Sekretariat der St Moritzer Automobilwoche in St. Moritz entgegen, doch müssen die Karten gegen Vorweisung der Legitimation abgeholt werden. An den Kassen beim Rennen selbst werden keine Karten 'zu reduziertem Preise abgegeben. Di© Leiter der Organisation. Bei Herrn A. Töndury (Zürich) liegt die Rennleitung in besten Händen. Als Sportskommdssäre amten die Herren Decrauzat, Geisshüsler und Töndury. An der Spitze „des Organisationskomitees steht mit Herrn Gemeindepräsident Nater ein Mann, der in organisatorischen Dingen über eine gewaltige Erfahrung und Routine verfügt. Klubfahrten. Die St. Moritzer Automobilwoche bildet übrigens das Ziel von Clubfahrten ausländischer Automobilclubs. So wird der Badische Automobilclub am 20. August in 'St. Moritz eintreffen, um am 21. und 22. dem Kilometerrennen um den Grossen Preis von Pontresina und der Geschicklichkeitsprüfung beizuwohnen. Hotelpreise. Wenn in letzter Zeit da und dort Befürchtungen hinsichtlich der Hotelpreise während der Automobilwoche laut wurden, so entbehren sie jeglichen Grundes. Die Hotelpreise in St. Moritz sowohl wie auch in den umliegenden Kurorten werden sich während der Automobilwoche in absolut normalen Grenzen bewegen. Die englische Tourist Trophy. (14. AugusO Für dieses grosse touristische Rennen, das die cDaily Mail» mit englischer Unverfrorenheit als. «das wichtigste Rennen, das bisher ausgeschrieben worden ist» ankündigt, sind bis zur Stunde 75 Konkurrenten eingeschrieben, worunter 45 englische, 11 französische, 10 italienische, 4 deutsche und 2 amerikanische. Mit grosser Spannung wird von ganz England das neue Zusammentreffen der englischen Marke Bentley mit dem bisherigen Sieger in den Dauerprüfungen von Brooklands und Irland, der grossen italienischen Marke Alfa Romeo, erwartet. Die längste Autobuslinie der deutschen Post. Der Badische Verkehrsverband hat ein bedeutsames Projekt einer regelmässigen Autopostlinie von Norden nach Süden durch den ganzen Schwarzwald ausgearbeitet, das zum nächsten Jahre durchgeführt werden soll. Die Linie sdl von Baden-Baden nach Triberg führen und wöchentlich dreimal nach Freiburg und zweimal auf den Feldberg und nach St. Blasien fortgesetzt werden. Für die gesamte 209 bzw. 233 km lange Strecke, die die längste der Reichspost werden dürfte, ist eine Fahrzeit von 8V£—9 Stunden vorgesehen. Die Linie erschliesst die Schönheiten des Schwarzwaldes und liegt in einer durch schnittlichen Höhe von 900—1000 Meter über M«er, wobei sie im Feldberggebiet mit 1300 Meter ihre grösste Höhenlage erreicht, rdv. Unseren Ausführungen auf Seite 1 in der heutigen Nummer ist noch nachzutragen, dass die Eidgenossenschaft auf die- Erhebung des Konzessionzuschlages von 25 Rp. per Kilometer für im Ausland domizilierte Autocar- Unternehmer verzichtet, unter der Bedingung, dass mit Frankreich bis Ende 1929 die Frage definitiv geregelt werden kann. .Sollte dies nicht möglich sein, so erhält die Schweiz ihre Bewegungsfreiheit zurück. Nach dem Dankestelegramth zu schliessen, das der Grosser Preis von Europa auf Sizilien? Nach dem massigen Erfolg des französischen Grand Prix, der als bisher einziges Rennen dieses Jahres nach der neuen internationalen Verbrauchsformel ausgetragen wurde und ganze elf Wagen am Start sah, haben es die Italiener mit Rücksicht auf das hohe finanzielle Risiko abgelehnt, den ihnen für dies Jahr zustehenden «Grossen Preis von Europa» am 8. September auf der Monzabahn zu veranstalten. Statt dessen schreibt der Automobil-Club von Mailand, wie wir schon gemeldet haben, einen «Grossen Preis von Monza» aus, der am 15. September'nach völlig freier Formel stattfinden soll. Das Rennen wird in drei Ausscheidungsläufen der Kategorien 500, 3000 und über 3000 und einem Endlauf der drei Besten jeder Kategorien bestehen. Jeder Lauf führt über 32 Runden der überhöhten Pista (also nicht des ganzen Autodroms) und hat daher eine Strekkenlänge von 99 km. Als Preise sind nicht weniger als 440 000 Lire ausgesetzt, woraus klar hervorgeht, dass man den «Grossen Preis von Europa», auf dessen Formel man sich in Paris festgelegt hatte, durch dieses Rennen ersetzen will. Es wird schon von einer Teilnahme des amerikanischen Millerfahrers Leon Duray gesprochen. — Der Untergang des «Grossen Preises von Europa» ist damit noch nicht besiegelt. Die Italiener haben diesen Ehrentitel seinerzeit selbst erfunden und würden sich das Rennen nur ungern entgehen lassen. Vincenzo Florio, der Präsident der Sportkommission des R. A. G. von Italien, soll sich mit der Absicht tragen, den «Grossen Preis von Europa» im Dezember dieses Jahres nach der internationalen Verbrauchsformel auf der Rundstrecke von Madonie zu veranstalten, also da, wo sonst die Targa Florio stattzufinden pflegt. Dies würde die Organisationskosten bedeutend verringern und für Sizilien wieder eine neue Attraktion bedeuten. Dagegen erscheint es fraglich, ob es möglich sein wird, die Teilnehmer im Hinblick auf ihren Brennstoffverbrauch auf der Rundstrecke von 108 km Länge zu kontrollieren. Die Presse an der Alpenfahrt. Am Volant Herr Jonasz, Chef des Fressedienstes. Zum Autocar-Konflikt mit Frankreich. Genfer Staatsrat dem Bundesrat übermittelt hat, scheinen nun auch die Genfer mit der getroffenen Lösung befriedigt zu sein. Immerhin ist zu betonen, dass der Gewinn vorerst bei Frankreich liegt, das durch sein Vorgehen wenigstens den Erlass der erwähnten Zuschlagsgebühr erwirken konnte. Es ist zu erwarten, dass bei den endgültigen Verhandlungen die . unmotivierten französischen Tagesgebühren ebenfalls fallen werden, -t. SIND IMMER ZUVERLÄSSIG Wenn Sie genötigt werden, plötzlich anzuhalten und Ihre Bremsen kreischen, wird Ihnen eine innere Stimme dazu raten, Ihren Wagen mit Firestone-Reifen, die besten und sichersten der Welt, auszurüsten. Wenn Sie noch so rasch bremsen oder blitzschnell starten, Ihre Firestone werden immer 100 0 / 0 iere Arbeit verrichten. Lassen Sie sich heute noch den sicheren und ökonomischen Firestone- Reifen zeigen 1 Paul de Bruyn, vom A. V. D., Rennleiter der Internationalen Alpenfahrt. Ausstellungen Internationale Regelung der AutoinobHausstellungen. Der Vorstand der Chambre Syndicale Suisse de 1'Automobile erinnert seine Mitglieder daran, dass sie, weder direkt noch indirekt an einer Ausstellung mit kaufmännischem Zweck teilnehmen können, wenn diese nicht vorher durch das international© Bureau der Automobilkonstrukteure (Bureau Permanent international de construeteurs d'Automobile) autorisiert worden ist. Da die Automobilausstellung in Frauenfeld im Mai 1929 ohne Einverständnis der Chambre Syndicale Suisse abgehalten wurde und als solche nicht autorisiert war, wurden •strenge Massnahmen gegen diejenigen ergriffen, welche entgegen dem Zirkular' vom 3. April 1927 die nicht autorisierte Ausstellung von Frauenfeld beschickt haben. Mit vollem Einverständnis des Bureau International wurden diese Massnahmen aufrechterhalten, jedoch hat der Vorstand der Chambre Syndicale den Schwierigkeiten Rechnung getragen, welche ausländischen Firmen gegenüber ihren Unteragenten erwachsen und in der Sitzung vom 27. Juli beschlossen: Den Gemassregelten wird ein Aufschub ihrer Strafe zuerkannt, in dem Sinne, dass die am 6. Juni 1929 angekündigte Strafe nicht zur Ausführung gelangt, wenn sie sich von da an bis zum 31. Dezember 1932 keiner neuen Uebertretung des Ausstellungsreglementes schuldig machen. Kalender der Motorfahrzeugausstellungen für das Jahr 1930. Das Permanente Internationale Bureau der Automobilkonstrukteure hat in einer Komiteesätzung vom 28. Juni in London für das Jahr 1930 die nachfolgenden Ausstellungen vorgesehen und autorisiert: Automobilsalon von New York: Erste Hälft© Januar. Automobilsalon von Chicago: Ende Januaranfangs Februar. Automobilsalon von Amsterdam: 24. Januar bis 3. Februar. Automobilsalon von Rom: Ende Januar/anfangs Februar. Automobilsalon von Kairo: Erste Hälfte Februar. Automobilsalon von Kopenhagen: Ende Februar/anfangs März. Mustermesse von Wien: Erste Hälfte März. Automobilsalon von Genf: Zweite Hälfte März. Ausstellung von Tel-Aviv: April. Internationale Kolonial- und Marine-Ausstellung, sowie für flämische Kunst in Antwerpen: 1. Mai bis 1. November. Salon von Paris (Tourenwagen): 2. bis 12. Oktober. Salon von London für Tourenwagen: Zweite Hälfte Oktober. Automobilsalon von Prag: Im Oktober. Salon von Paris (Fahrräder): 23. Oktober bis 2. November. Salon von Paris (Schwergewichte): 13. bis 23. November. Automobilsalon von Brüssel: 6. bis 17. Dezember. Das Automobil bei den Beduinen. Allem Anschein nach hat das Automobil nunmehr auch das Kamel in der Wüste entthront, denn nach einer Mitteilung des deutschen Konsuls in Algier nimmt der Handel mit alten Automobilen bei den Beduinen immer mehr an: Umfang zu. Die Beduinen schliessen sich zu zehn und zwölf Mann zusammen und kaufen gemeinsam einen alten Wagen, mit dem sie die Wüst© befahren, * ' Bo.