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E_1929_Zeitung_Nr.068

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AUTOMOBlL-KtV Uli —

AUTOMOBlL-KtV Uli — W"WS Während der Wagenabnahme für die Alpenfahrt: die Kommissäre Schur, Hirsch,Decrauzat,Mercanti und Galli. Eine sensationelle Klausenmeldung 1 Leon Duray, der amerikanische Millerfahrer, mit dem Verhandlungen über die Beteiligung am Klausen schweben. Abwehr. Wir hatten schon kürzlich Veranlassung, auf einen Angriff in der englischen Zeitschrift «Autocar» hinzuweisen, in welchem sich ein englischer Automobilist über schweizerische Zustände beklagte. In Nummer 1760 vom 26. Juli 1929 fand sich nun in genannter Zeitschrift wiederum ein Artikel, gezeichnet «Discobolus», der einen scharfen Angriff gegen schweizerische und 'besonders deutschschweizerische Automobilisten enthält. Ein englischer Autofahrer beklagt sich darin über die bäuerischen Manieren und den totalen Mangel an Kameradschaftlichkeit, den er bei schweizerischen Automobilisten festgestellt habe. Es sei geradezu zu einer Gewohnheit deutschschweizerischer Fahrer geworden, ohne Rücksicht auf einen schnelleren Wagen einfach weiterzufahren, und zwar, wie der Engländer bemerkt, «in einem schrecklich langsamen Tempo». Der Einsender des «Autocar» illustriert seine Klage durch zwei Fälle. Im ersten Fall fuhr er mit seinem 60-HP-Sunbeam vonLuzern nach Brunnen. Er holte etwa fünf Meilen nach Luzern einen Vollbesetzten Autocar mit Touristen ein. Trotz wiederholtem Signal habe sich der Führer des Autocars geweigert, Platz zum Vorfahren zu geben. Der zweite Fall trug sich auf der Landstrasse von Landquart nach Davos zu. Hier sei während einer Stunde ein kleiner geschlossener Wagen (wahrscheinlich ein Erskine) vor ihm hergefahren, und zwar mit einer Geschwindigkeit von weniger als 20 Stundenmeilen (also ca. 35 km). Der Engländer knüpft an diese Vorfälle die Feststellung, dass man nirgends so schlechte Manieren auf der Strasse antreffe wie bei schweizerischen Automobilisten. Er hofft, dass seine Klage zur Besserung der gerügten Mängel beitragen, werde. Auf diese Anwürfe hin hat nun der Administrator des A. C. S. sich mit einem Schreiben an die Redaktion des «Autocars» gewandt, worin dem Bedauern Ausdruck gegeben wird, dass es dem englischen Automobilisten nicht eingefallen sei, die Kontrodlnummern der Automobile anzugeben, die ihm das Vorfahren verunmöglicht haben. Die Fälle Hessen sich dann genauer untersuchen. Im übrigen dürfe man nicht vergessen, dass die Schweiz nicht in der gleichen Lage sei wie die umliegenden Länder, wo andere Strassenverhältnisse und deshalb nicht so strenge gesetzliche Vorschriften bezüglich Einhalten der Maximalgeschwindigkeiten bestünden. Solange eben in der Schweiz die Vorschrift von 18 km, bzw. 40 km auf freier Strecke, Gesetzeskraft habe, könne man dem Automobilisten das Innehalten dieser Vorschrift nicht zum Vorwurf machen. Vor allem auf unsera engen und stark gewundenen Bergstrecken ist das Vorfahren gefährlich und kann zu Unfällen führen. Das Vorfahrenlassen ist auch in der Schweiz ein Gebot der Höflichkeit, das aber nur so weit befolgt werden soll, als man sich dadurch nicht in eigene Gefahr begibt. Wir können die Ausführungen der Zentralverwaltung des A. C. S. nur bestätigen. Wohl ist zuzugeben, dass wir auch in der Schweiz das Ideal der Strassendisziplin und der Strassenhoflichkeit noch nicht erreicht haben. Aber dabei muss doch mit allem Nachdruck betont werden, dass gerade in der Frage des Vorfahrenlassens unser Land eine Ausnahmestellung einnehmen muss. Wozu es führen kann, wenn man dem Drängen ausländischer Fahrer ä tout Prix nachgibt, zeigt ein Autounglück, das sich in den letzten Tagen bei Hospenthal ereignete. Hier wollte ein Schweizer Automobilist an einer engen Stelle einem deutschen Fahrer ausweichen. Der Schweizer Fahrer bremste, Hess den Deutschen durchfahren, obschon die Stelle hierzu denkbar ungeeignet war, verlor die Herrschaft über seinen Wagen und verunglückte. Es gibt aber noch viele Strassen in der Schweiz, welche enger und gefährlicher sind als die Furkastrasse und wo die «Höflichkeit» des Vorfahrenlassens verhängnisvolle Folgen nach sich ziehen kann. Ein interessantes Urteil des Polizeigerichts Glarus. Laut einer Anzeige hatte ein Automobilist die Klöntalerstrasse auf der Strecke Rhodannenberg,-Staldengarten, d. h. talauswärts befahren. Diese Strecke ist für den Automobilverkehr verboten. Wegen Uebertretung der Vollziehungsverordnung zum Gesetz betreffend den Automobilverkehr wurde der Automobilist mit 20 Fr. durch den Einzelrichter gebüsst. Vor dem Polizeigericht gab' der Bestrafte zu, die Klöntalerstrasse talabwärts befahren, bestritt aber, irgendwo eine Verbottafel gesehen zu haben. Das Polizeigericht untersuchte, ob eine vorschriftsmässige Tafel, gemäss Paragraph 39 des Konkordates betreffend den Verkehr mit Motorfahrzeugen, angebracht sei. Danach muss' für alle Motorfahrzeuge angehende Warnungen, einschliesslich des Zeichens für Strassensperrungen, im ganzen Gebiet der Konkordatskantone ein einheitliches Modell verwendet werden. Im vorliegenden Falle wurde vom Gericht festgestellt, dass an der Strecke Rhodannenberg-Staldengarten, in der Nähe des Gasthauses zum Rhodannenberg an einer Stange zwei Tafeln befestigt sind. Die obere Tafel bildet ein Dreieck, auf ihr ist ein Pfeil aufge- Würde so ein Wachtposten Ihren Motor schützen und nur lOOprozentiges Oel zulassen, dann wurden Lebensdauer und Leistungsfähigkeit verdoppelt. Für jedes Fass Mefanol^ das den zum Schütze der Automobilisten durch die Pennsylvania Grade Grude Oil Association aufgestellten Vorschriften nicht entspricht, zahlt die Metanoi Oil Co. 10,000 Franken. 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N« 68 — 1929 AUTOMOBIL-REVUE 'ßEWJE AUTOMOBILE;» OAO/Mü EMHENY SPECIAL [T CONCOUR5 'D 1 ELHörANCB- L U C E 1 9 2 N El BREMEN i Preis malt, der auf die untere viereckige Tafel verweist, welche das Verbot der Talfahrt Rhodännenberg-Staldengarten enthält. Diese Tafel entspricht nun dem Konkordat in keiner Weise. Das Gericht stellt fest, dass sie erstens zu klein ist und dann auch das Verbot der Talfahrt nicht enthält. Der Pfeil auf der dreieckigen Tafel ist dazu angetan, Verwirrung zu stiften, da man durch einen Pfeil im Verkehr die Fahrtrichtung anzugeben IN SPANIEN: pflegt. Es kann — stellte das Gericht fest — bei der grossen Zahl von Tafeln, die an allen Strassen zu Reklamezwecken angebracht sind, dem Fahrer nicht zugemutet werden, alle zu lesen, sondern bloss diejenigen, auf welche zu achten er nach dem Konkordat verpflichtet ist. Der Automobilist wurde freigesprochen und die Busse des erstitistanzlichen Gerichtes aufgehoben. Mit Genugtuung werden unsere Leser von EINIGE SCINTILLA IR ITALIEN: TARGA FLORIO GRAND PRIX DE S. SEDASTIAN la CHIRONAUFBUGATTI INDEUTSCHUND:HAINBERGRENNEN, RUND UM DEN NEROBERG, TAUBEN- SOHLRENNEN, INTERNATIO- NALES KESSELBERGRENNEN !• STUCK v. VILLIER auf AUSTRO-DAIMLER äiesem Urteil Kenntnis nehmen. Es ist allerdings höchste Zeit, dass endlich eine einheitliche Ordnung in das Strassensignalwesen gebracht wird. Man hofft, dass diese Ordnung bald kommen wird, indem am 6. Mai dieses Jahres die Konferenz der kantonalen Baudirektoren einer Signalordnung zugestimmt hat, die geeignet ist, als Grundlage für eine einheitliche Signalisierung im Strassenverkehr zu dienen. Die Vorlage wurde an die kantonalen Baudirektionen weitergeleitet und es ist nun an den Kantonen, für eine möglichst baldige Anwendung dieser einheitlichen Signalordnung auf ihrem Gebiet besorgt zu sein. (Auch hier wieder ein Beispiel für die Erschwerung einer raschen Ordnung und Ausführung von Verkehrsregeln infolge der Dezentralisation unserer Verkehrsgesetzgebung. Wann wird ein eidgenössisches Verkehrsgesetz hier Abhilfe schaffen?) Gr. ••••••••••••••••••••••••••••••EEQti Zur Ferienzeit, wenn das Wetter so launenhaft ist, werden die Automobilisten gerne vernehmen oder sich daran erinnern, dass sich der Vergaser SOLE 2. Minoia auf Bugatti IJ nicht verändert. Einmal reguliert, und das ist 3. und 4. auf Bugatti r ja so einfach, bleibt er es endgültig. Von Anfang an gibt er Ihnen volle Zufriedenheit, ohne je zu enttäuschen. DIVO AUF BUGATTI IN FRANKREICH: GRAND PRIX DE I'A. C. F. IG WILLIAMSaufBUGATTI Welches auch das Wetter sei und die Höhe, werden Sie sioh nie um Ihren Vergaser sorgen müssen. Kann ohne Ausnahme an allen Motoren angebracht werden. Generalvertretung für die Schweiz: Henri Bachmann Biet Bern b» di rnöpltal Üb 8, Flict du hn-Uni ••••••••••••••••BBH