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E_1929_Zeitung_Nr.068

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ÄUTOMOBIL-REVUl 1929 — N» 68 .'''*,*.. ':i±i :X f&i:~t r t SS? r^-jj . ••••2•'** j^t: Sie werden Ihren Wagen nicht mehr erkennen, wenn Sie den leeren Tank des Autos mit ESSO aufgefüllt haben. ESSO, die Riesenkraft, gibt dem Motor den neuen, kräftigen Impuls, der den Wagen sicher und rasch durch den dichtesten Verkehr und das schwierigste Gelände führt. Versuchen Sie bei Ihrer nächsten Fahrt das ESSO, und wenn Sie von Ihrem; Automobil mehr Kraft und Rasse verlangen, werden Sie dauernd ESSO tankeri. der Brennstoff für höchste Ansprüche. ESSQ„erhalten Sie nur bei Standard -Tankstellen aus der plombierten und geeichten 10-Liter- Kanne. ESSO ist rot gefärbt und kann daher, nicht verwechselt werden. .Verlag, Administration, Druck und Qichöri«: HALLWAO A.-0, Sallerscht Bnchdrockuai and W««n»rscho VerlacsaniUlL Bent,

wm II. Blatt BERN, 9. August 1929 68 II. Blatt BERN, 9. August 1929 Eine Viertelstunde Technik Bau von Serienkarosserien. Unter Serienkarosserien versteht man heut© immer solche Karosserien, die möglichst wirtschaftlich in kleineren oder grös-, seren Serien hergestellt werden. Die Massenverbreitung des Automobils und damit die Massenherstellung von Chassis mit Motoren haben im Karosseriebau bedeutende Umwälzungen mit sich gebracht, denn der Karosseriebau musste sich dem Chassisbaii anpassen. Die Schwierigkeit liegt nun darin, dass: beim Karosseriebau im.Vergleich zum Chassisbau bedeutend mehr Handarbeit notwendig ist. Die Handarbeit verzögert aber das Tempo der Produktion und stellt sich naturgemäss in den Kosten höher. Eine weitere Schwierigkeit fabrikatorischer Natur ergibt sich aus der Vereinigung von Holzgerippe und Blechverkleidung, die der Karosseriebau fordert und noch eine Zeitlang fordern wird. Halten wir daran fest, dass die Gestehungskosten eines Automobils im gegenwärtigen Konkurrenzkampf eine wichtige Rolle spielen. Für den Karosseriebau entsteht daraus die Notwendigekit, seine Arbeitsmethoden in ebenso starkem Masse zu vereinfachen, um" den ständig heruntergehenden Preisen im Serienchassisbau zu folgen. Die Vereinfachung der Arbeitsmethoden ist am ehesten möglich, wenn an Stelle von zwei Baustoffen nur ein einziger verwendet wird. In Frage kommt in erster Linie die Ganzstahlkonstruktion. Dann aber spielen die Leichtmetallkarosserien (besonders für unser Land mit seiner entwickelten Aluminiumindustrie) eine hervorragende Rolle. Die Ganzstahlkarosserie erstellt im Stanz-, Press- oder Schweissverfahren ist in Amerika schon 1912 aufgekommen, findet nun immer mehr Verbreitung und bürgert sich gegenwärtig auch bei einigen europäischen Fabriken für Serienwagen ein, bei denen der Preis einen dominierenden Anteil an den Verkaufsvorteilen hat. Stahl hat als Baustoff .gegenüber Holz den Vorteil grösserer Widerstandsfähigkeit, längerer Lebensdauer, erweiterter Konstruktionsmöglichkeiten und was für den Grossserienbau ausschlaggebend ist: rationelleVerarbeitunigsmöglichkeiten.(Die Leichtmetallkarosserie steht der Ganzstahlkarosserie zur Seite und kann durch ihre spezifischen Eigenschaften gleichermassen eine Karosserieart der Zukunft werden.) Inneres einer englischen Karosserie, die nach der Holzblechbauart erstellt ist. Die Karosserie ist der Länge nach aufgeschnitten, um einen Einblick in die Details der, Karoeseriekonstruktionen zu bieten. Die Ganzstahlkarosserie (von der wir nachstehend vorwiegend sprechen wollen) hat nicht den ausschliesslichen Zweck, die Holzblechkarosserien oder die Holzbauarten, wie z. B. die Weymann-Karosserie, zu verdrängen.- Sie kommt nur für die Massenfabrikation zu billigen Preisen in Betracht. Niemand wird Spezial- oder Luxusausführungen von Karosserien rationell herstellen können, da doch für jede Spezialausführun-g neue Pressmatrizen notwendig wären, die den Bau einzelner Karosserien sehr verteuern würden. Zudem wird auch die Grossserien- Holzkonstruktion neben den Stahlkonstruktionen konkurrenzfähig bleiben, und zwar solange, bis die Stahlbauart und ihre Verarbeitung erdrückende Vorteile bietet. Es ist interessant festzustellen, dass enorme amerikanische Karosseriewerke noch heute die Mehrzahl der Wagen mit Holzblechkarosserien versehen: einerseits, weil wohl die, Umstellung kaum erschwingliche Kosten erfordert, anderseits, weil Holz als Baumaterial billig und leicht ist, zwei Vorzüge, die sich auch jetzt noch steigern lassen. Wie steht es mit dem Serienbau von Ka-- rosserien in Europa? Auch hier stellt die Preissenkung im Wagenbau immer schärfere Ansprüche an die Preisgestaltung im Karosseriebau. Das frische Tempo des Chassisbaues -zwingt den Karosseriebau zum Schritthalten. Bei grossen Automobilfabriken mit eigenen Karosserieabteilungen erwies sich der Karosseriebau immer als Sorgenkind, weil doch die sorgfältige Aufmachung einer Karosserie eine geraume Zeit verschlingt. Andere Fabriken aber verzichten aus diesem Grunde bei einem Teil ihrer Chassis auf die Anbringung von Fabrikkarosserien und exportieren die nackten Chassis. In der Schweiz beruht das Aufblühen der Karosserieindustrie, zu einem guten Teil auf der Tatsache, l dass viele Autofabriken ihre Waigen erst im fremden Lande durch den Vertreter, karossieren lassen oder dann den Wagen unkarossiert an den Kunden absetzen, der sich dann an eine einheimische Karosserieiirma wendet. Diese mittleren und kleineren Karosseriewerke erstellen höchstens kleine Serien, be- ALLE 5 MINUTEN ROLLT IN ANTWERPEN EIN NEUER FORD VOM LAUFENDEN Ford-Service garantieren wir auch Ihrem Wagen Wir halten in unserer Reparaturwerkstätte, Hohlstrasse 176 beim Güterbahnhof in Zürich, ein vollständiges Ersatzteillager und fordgeschultes Personal zu Ihrer Verfügung. Ford-Service heisst: in der ganzen Welt durchkommen, also auch bei uns! GARAGE ORELL FÜSSLI HOF A.-G. BAHNHOFSTR. 31 — PETERSTR. 11 ZÜRICH TELEPHON SELNAU 26.13 — 26.14