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E_1929_Zeitung_Nr.066

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AUiÜMObiL-KfcVÜß ESSO

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N° 66 III. Blatt BERN, 2. August 1929 N°'66 III. Blatt BERN, 2. August 1929 Grimselfahrt. Lautlos, in sausender Fahrt, nimmt unser Wagen die Kurven und Kehren der Grimselstrasse. Selbst ein Wunderwerk moderner Technik, soll er uns heute an die Stätten führen, an denen ein anderes Wunder der Ingenieurkunst im Werden begriffen ist: an die Baustellen der Oberhasliwerke. Versuchen wir, während unser Führer uns sicher ans Ziel bringt und überall die Zeugen em- • sigster Bauarbeit uns vor Augen treten, kurz einen Blick auf die Vorgeschichte der Kraftwerke Oberhasli zu werfen. sich warten. Die Vorbereitung reicht ins Jahr 1903 zurück. Damals traten die Bernischen Kraftwerke erstmals dem Gedanken näher, die Wasserkräfte im Oberhasli nutzbar zu machen. Es sollte aber volle 20 Jahre dauern, bis die Ideen sich zu dem baureifen Projekt verdichteten, welches im Herbst 1923 vorgelegt wurde und im Mai 1924 in einem ausführlichen Bericht der Direktion den entscheidenden Instanzen unterbreitet wurde. In dieser langen Zeit wurde zwar der Leitgedanke, das im Sommer überreichlich fliessende Wasser zum Teil in grossen Stauseen zurückzuhalten, um es im Winter zur Enengieerzeugung heranzuziehen, nie verlassen, aber die Ausführung der Idee erfuhr, den Fortschritten der Technik und der Entwicklung der Elektrizitätswirtschaft entsprechend, manche Ueberar- "beitung. In sorgfältigster Weise wurden Terrainaufnahmen gemacht, ununterbrochen Wassermessungen vorgenommen, vorsorgliche Landankäufe durchgeführt, die geologischen Verhältnisse des Gebirges untersucht, die Lawinengefahr an Ort und Stelle studiert, bis in die Gebiete des ewigen Schnees Niederschlagmessungen angestellt und in hunderterlei Kleinarbeit Stein um Stein zu dem Bau zusammengetragen, auf dessen Grund- Jagen sich alsdann das baureife Projekt errichten Hess. Denn was nützen die schönsten Ingenieurberechnungen, wenn sie auf falsche Voraussetzungen aufgebaut sind? Die jahrzehntelange, mühevolle* Arbeit hat sich gelohnt. Als die Bernischen Kraftwerke im Mai 1924 mit ihren Projekten vor eine weitere Oeffentlichkeit traten, hatten sie die Genugtuung, dieselben von allen Fachleuten als richtig anerkannt zu sehen. Es waren Fragen kommerzieller Natur, die damals fast allein noch zur Diskussion gestellt wurden. Die technische Richtigkeit der Projekte wurde nirgends bestritten. Die Gründung der Kraftwerke OberhasU A.-G. liess nach Abklärung der organisatorischen und der Finanzierungsfragen nicht lange auf Angesichts der Grosse der Projekte, ist doch die Ausführung der obersten Staustufe des Kraftwerkes Handeck allein auf Fr. 82,500,000.— veranschlagt worden, beschloss man, die Ausführung und den Betrieb der Kraftwerke einer eigens zu gründenden Aktiengesellschaft mit einem Aktienkapital von 30 Millionen Franken zu übertragen. Die Frage, ob die Unternehmung als gemischtwirtschaftliche oder privatwirtschaftliche Aktiengesellschaft konstituiert werden sollte, erledigte sich durch die Volksabstimmung vom 25. April 1925 im Sinne der ersteren Lösung. Das Bernervolk ermächtigte die Regierung zur Aufnahme eines Staatsanleihens zwecks Zeichnung neuer Aktien der Bernischen Kraftwerke, welche die letzteren in der Höhe von zwölf Millionen begaben, um damit und mit anderen Mitteln das ganze Aktienkapital der Oberhasliwerke zu übernehmen. Am 25. Juni 1925 wurde die Kraftwerke Oberhasli A.-G., mit Sitz in Innertkirchen, gegründet, welche es übernahm, die Wasserkräfte der Aare und ihrer Zuflüsse im Oberhasli nutzbar zu machen und vorerst die Gefällstufe vom Ursprung der Aare bis unterhalb des Handeckfalles auszubauen. Die Gesellschaft liefert an Dritte keine Energie, sondern verkauft ihre ganze Energieproduktion ausschliesslich an ihre Aktionäre, die ihr dafür eine Einnahme garantieren, welche ihr' gestattet, ihre sämtlichen Unkosten, Schuldenzinsen, Steuern etc. nebst einer hinreichenden Dividende zu bezahlen. Bis 1928 waren die Bernischen Kraftwerke die einzigen Aktionäre. Seither ist bekanntlich auch der Kanton Basel-Stadt beigetreten und es ist damals das Aktienkapital auf Fr. 36,000,000 erhöht worden. Sofort nach ihrer Gründung nahmen die Kraftwerke Oberhasli die bisher von den Bernischen Kraftwerken begonnenen Bau- und Vorbereitungsarbeiten mit aller Intensität an die Hand. Noch im Sommer 1925 wurden die Kraftieitungen erstellt, welche den einzelnen Baustellen elektrische Energie zuführen sollten, ebenso ein kleines, provisorisches Kraftwerk, welches noch im Herbst in Betrieb kam. Parallel damit liefen die Arbeiten für den Bau eines Verbindungsgeleises Meiringen-Innertkirchen, welches den Riegel des Kirchet in einem 1,5 Kilometer langen Basistunnel unterfährt und die Vorbereitung, bzw. der Bau einer Luftseilbahn Innertkirchen-Grimselnollen mit Abzweigung nach dem Gelmersee. Ausserdem musste in der Vorbereitungszeit die Grimselstrasse an verschiedenen Stellen korrigiert und vom Sommerloch bis zur ßeeuferegg und längs dem künftigen Stausee neu geführt werden, da die alte Strasse unter Wasser kommen wird. Diente diese Strassenverlegung dem allgemeinen Verkehr, so erstellte man die andern Transporteinrichtungen ausschliesslich zu Bauzwecken. Es gilt, während der Bauzeit Zement, Bauholz, Maschinenteile und ganze Maschinen, Lebensmittel und tausenderlei andere Dinge im Gesamtgewicht von ca. 180,000 Tonnen auf die verschiedenen Baustellen zu schaffen, eine Gütermenge, die einen Güterzug von etwa -125 km (Zürich- Bern) ergeben würde. Es leuchtet ein, dass diese riesige Menge nicht auf der sowieso überlasteten Grimselstrasse transportiert werden konnte. Schwergüter allerdings mussten ab Innertkirchen auf der Strasse weitergeführt werden, so insbesondere die maschinellen Einrichtungen der Zentrale Handeck und die ca. elf Tonnen schweren Rohre, mit welchen der Druckschacht Gelmer-Handeck gepanzert worden ist. Diese schweren, ca. 2,4 m Durchmesser aufweisenden Rohre sind grösstenteils bis zum hoch über dem Haupttal liegenden Gelmersee hinaufbefördert und von dort in den Druckschacht hineingebracht worden. Der Transport zum Gelmersee erfolgte vermittelst der interessanten, mit 106 Prozent steigenden Standseilbahn, die gleichfalls in der Vorbereitungszeit gebaut werden musste.. Von der frühzeitigen Fertigstellung der Transporteinrichtungen und insbesondere der auch im Winter- benutzbaren Luftkabelbahn Innertkirchen-Grimsel hing die Aufnahme der eigentlichen Bauarbeiten auf den Hauptbaustellen ab. AmGrimselnollen, auf dem Plateau des Gelmersees, am Standort der Zentrale unterhalb des Handeckfalles und in Innertkirchen, wo die wichtigsten Baustellen sich befinden, wuchsen imponierende Bauinstallationen empor, entstanden ganze Arbeiterdörfer und entwickelte sich in den kurzen Bausommern eine überaus rege Tätigkeit. Dank dieser intensiven Vorbereitung wurde es möglich, die eigentlichen Bauarbeiten, auf die wir später zu sprechen kommen wollen, überaus rasch zu beginnen. Zürcherlsche Bussenpraxis. An zwei Beispielen sei gezeigt, wie sich selbst im fortschrittlichen Kanton Zürich vereinzelt illoyale Bussenmethoden zu erhalten wissen: Der Autofahrer Z. wurde im Frühsommer 1929 vom Statthalteramt W. mit Fr. 25— gebüsst, weil er. mit semem Personenauto int «schätzungsweisen Tempo von mindestens 50 km» durch die Steigstrasse ausserhalb Töss-Winterthur aufwärts gefahren sei und diese Geschwindigkeit auch bei der Einmündung der unübersichtlichen Dättnauerstrasse (kleine Häusergruppe) nicht verlangsamt habe. — Interessant ist die «Entstehungsgeschichte» dieser Polizeibusse: Als das Auto des Z. bei jener Strasseneinmündung passierte, wurde es von einem patrouillierenden Polizisten, der aus der Seitenstrasse kam, von weitem erblickt. Der Polizist befand sich zu weit von der Hauptstrasse weg, um die Nummernschilder des Autos ablesen zu können. Wohl aber blieb ihm in seiner Erinnerung, dass auf dem Auto drei Milchkannen mitgeführt wurden. Auf Grund dieses Indizes konnte er im benachbarten Restaurant «Schützenhaus» Name und Adresse des Fahrers ermitteln. .Die befragten Drittpersonen ALLE 5 MINUTEN ROLLT IN ANTWERPEN EIN NEUER FORD VOM LAUFENDEN BAND FORD-SER VICE garantieren wir auch Ihrem Wagen Wir halten in unserer Reparaturwerkstätte, Hohlstrasse 176 beim Güterbahnhof in Zürich, ein vollständiges Ersatzteillager und fordgeschultes Personal zu Ihrer Verfügung. Ford-Service heisst: in der ganzen Welt durchkommen, also auch bei uns! GARAGE OMELL FÜSSLI HOF A.*G. BAHNHOFSTR. 31 — PETERSTR. 11 ZÜRICH TELEPHON SELNAU 26.13 — 26.14