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E_1929_Zeitung_Nr.066

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Das Strassenprogramm

Das Strassenprogramm für das Oberland. Ueber das Strassenbauprogramm. des Kantons Bern haben wir in der « Automobil-Revue » schon verschiedentlich gesprochen. Die erste Etappe dieses Programms umfasst ca. 31 % des Qesamtstrassennetzes oder 681 Kilometer. Im Berner Oberland, d. h. im Kreis I, sind für den Ausbau im Programm vermerkt: a) als Hauptdurchgangsstrasse die Strecke Haslikehr- (wo nun die berüchtigte Kurve fachgemäss ausgebaut und angelegt ist) Thun-Spiez-Interlaken und als wichtige Verbindungsstrassen die Strecken Interlaken- Brienz-Meiringen und Balmhof-Brünig, Qwatt- Simmental - Saanen -Vanel, Saanen - Gstaad - Qsteig und Spiez-Wimmis, total 144 Kilometer oder ca. 31 % des Strassen- und Wegnetzes des I. Kreises. Bis heute sind nun folgende Strassen ausgebaut : Die bereits oben erwähnte Hauptdurchgangsstrasse Haslikehr-Interlaken, auf der Strasse Interlaken-Meiringen die Ortsdurchfahrten Goldswil, Ringgenberg, Niederried, Oberried, Ebligen, Brienz-Kienholz und Meiringen, und auf der Strasse Gwatt-Saanen- Gstaad die Ortsdurchfahrten Boltigen, Saanen, Gstaad, Spiezmoos-Spiezwiler, auf der rechtsufrigen Thunerseestrasse die Strecke Hilterfingen-Merligen und daneben noch eine ganze Reihe Ortsdurchfahrten im übrigen Oberland verstreut. Als Belagsarten wurden ganz besonders die gewöhnliche Walzung mit Oberflächenbehandlung mit Teer und Bitumen und der Teer-Asphalt-Beton nach dem Verfahren Walther verwendet. Erfreulich an der ganzen Renovationsarbeit ist, dass Oberingenieur Walther überall eine Fahrbahnbreite von nicht weniger als sechs Metern anstrebt, ungünstige Längenprofile nach Möglichkeit auszugleichen versucht, die grossen Quergefälle auf 2—3 % reduziert und die Fahrbahn in engen Kurven mit richtiger Neigung von 3—6 % ausbildet. Bis zur heutigen Stunde belaufen sich die Kosten für eine Totallänge von 63,6 Kilometer auf 4 665 000 Franken -oder pro Kilometer auf rund 73000 Franken. Neben den erwähnten Ausbauarbeiten mussten aber für Korrektion und Kurvenverbesserung anderer Strassen des I. Kreises ebenfalls grosse Aufwendungen gemacht werden, so dass der I. Kreis seit 1920 bis und mit 1929 total 15 103 000 Franken aufgewendet hat, wofür die Automobilisten einzig an Autosteuern und Benzinzoll über vier Millionen Franken beigesteuert haben. Schotterwerke Balmholz. Unter der freundlichen Leitung des Herrn Ingenieur Frutiger war uns Gelegenheit geboten, die oberländischen Steinbruch- und Hartschotterwerke Balmholz am oberen Thunersee zu besichtigen. Diese Werke liefern das hauptsächlichste Steinmaterial für Strassenumbauten. Der Betrieb ist vorzüglich organisiert, das Material tadellos. Das Werk, das gegenwärtig 90 Arbeiter beschäftigt und damit im Berner Oberland für Verdienst und Arbeit sorgt, liefert sein Material in die ganze Schweiz. Die Gesteine, an den Wänden des Beatenberg-Absturzes gesprengt, werden in den Steinbrechern zermalmt und hierauf sortiert, als Teerschotter verarbeitet, auf die Ledischiffe durch das laufende Band verladen und abstransportiert. Die Werke Balmholz, unter vorzüglicher Leitung stehend, können als musterhaft angesprochen werden und verdienen weitgehendste Beachtung, -t. Verkehrsverbindungen am linken Bielerseeufer. Die schlechten Eisenbahnverbindungen zwischen Biel und Neuenburg sind schon lange sehr unbefriedigende, und nicht nur die Bewohner der Dörfer am See klagen über die ganz unbefriedigenden Verkehrsmöglichkeiten mit Biel oder Neuenburg, sondern auch seitens der vielen Freunde der Bielerseegegend wird darüber Klage geführt, dass keine günstigen Stadt bestehen. Alle Wünsche auf Verkehrsverbesserungen blieben seitens der Bundesbahnen bisher unberücksichtigt, und auch von allen Eingaben, die diesbezüglich eingereicht werden, darf man kaum etwas Positives erwarten. So trat, wie wir in der « Automobil- Revue» bereits gemeldet haben, der rührige Verkehrs verein- von Twann mit anderen Interessenten an die Prüfung der Frage heran, ob nicht durch Einführung eines Autobusver- Manderton telephonierte und Boulot bat, für das Frühstück zu sorgen. Es hatte noch nicht acht Uhr geschlagen, und der Speisesaal war fast leer. Ein paar Reisende tranken vor der Abfahrt hastig ihren Kaffee, eine brasilianische Familie mit zahlreichen Kindern sass in einem Winkel vor einem Haufen Gepäckstücken, und eine einzelne Dame starrte von ihrem Tisch beim Fenster auf die Docks hinaus. Als Boulots Auge auf sie fiel, zuckte er überrascht zusammen. Sie wandte ihm den Rücken zu. Unter ihrem Strohhut quoll eine Fülle braunroten Haares hervor. (Fortsetzung folgt.) kehrs zwischen Biel und Neuenstadt eine Verkehrsverbesserung erzielt werden könnte. Die Gemeinde Biel zeigte hierfür erfreulicherweise grösstes Verständnis und wäre zu weitgehendstem Entgegenkommen bereit, aber recht fraglich ist, ob von der mehr an der Verfechtung der Bahninteressen hangenden Berner Regierung die erforderliche Konzession erhältlich wäre. Zwar muss zu Ehren der kantonal-bernischen Baudirektion anerkannt werden, dass sie gerade in letzter Zeit zur Verbesserung der Staatsstrasse von Biel nach Twann einiges unternommen hat. So hat man auf der Bahnseite bei Vingelz ein Betonmäuerchen erstellt und zwischen Tüscherz und Vingelz verbesserte man, unter Zuhilfenahme, der Dampfwalze, das Strassenbord. Diesen Verbesserungen darf allerdings verkehrstechnisch nicht allzu grosse Bedeutung beigemessen werden; aber immerhin sind sie insofern von Bedeutung, als Fussgänger und Velofahrer dadurch bei den ohnehin schon eingeengten Verkehrsmöglichkeiten den notwendigen freien Raum gewinnen. Auf diesem stark frequentierten Strassenstück sind kleinste Verkehrsverbesserüngen ein Gewinn! Denn der Motorfahrzeugverkehr auf dieser Strecke am linken Seeufer ist ein enormer! Eine staatlich durchgeführte Kontrolle ergab, bei normaler 'Witterung, die fast unglaublichen Zahlen von 600—800 Motorfahrzeugen an Werktagen und 1500—2000 an Sonntagen. Oft kann man in einer Stunde nicht weniger als 200 auf dieser leider recht schmalen Strasse verkehrende Motorfahrzeuge zählen. Und von Monat zu Monat nimmt dieser Verkehr noch immens zu. Ein Beweis dafür, wie schlecht die Verbindungen von Biel am linken Seeufer entlang sind! Zur Behebung dieser Missstände wurde auf letzten Mittwoch den 31. Juli, in den «Bären» in Twann, vom Verkehrs- und Verschönerungsverein eine Konferenz einberufen, zu der sich zahlreiche Vertreter aller interessierten Kreise eingefunden hatten und wo eingehend über die äusserst schlechten Bahnverbindungen gesprochen wurde. Die Sitzung '[ wurde von Herrn Karl Engel, Weinbauer in Twann, präsidiert, und Herr Sekundarlehrer Gsteiger, als Sekretär der Verkehrskonimission, der sich besondere Verdienste im Bemühen, am linken Seeufer bessere Verkehrsmöglichkeiten zu erhalten, anerkannterweise erworben hat» referierte eingehend über die Verhandlungen, die die betreffende Kommission der Interessenten mit der bernischen Regierung gepflogen hat. Bei Herrn Regierungsrat Bösiger fanden die Forderungen vollstes Verständnis und er sicherte bestmögliche Unterstützung zu. Leider stiessen die berechtigten Wünsche der Bewohner am linken Bielerseeufer bei den S. B. B. bisher nicht auf das notwendige Verständnis. Wohl hat man auf dem Bielersee auch einen Dampfschiffverkehr, aber dieser bringt keine ! wesentliche Verbesserung der Verkehrsverbindungen. Alle Redner dieser Konferenz waren sich darin einig, dass man alles einsetzen müsse, um durch die S. B. B. bessere Verkehrsverbindungen zu erhalten, doch war die beste erfolgverheissende Formulierung wohl jene von Herrn Robert Engel in Ligerz, der den Autobus als das beste Mittel zur Besserung der schlechten Verkehrsverhältnisse am linken Ufer des Bielersees empfahl. | Inzwischen wird man den Bahnen neue Wünsche unterbreiten, und wenn den Gesuchen wieder nicht entsprochen wird, dann greift man — ziemlich spät — zum praktischsten Verkehrsmittel : dem Auto, und wird damit einem Uebelstand abhelfen, der ein allgemein kritisierter ist! R. SPORTLICHES AUa Collina Pistoiese. Letzten Sonntag wurde das vom A. C. Pistoia organisierte Rennen zum sechsten-Male ausgetragen. Die best© Tageszeit fuhr Biondetti auf Bu- mit 12' 12" %, was einem Verkehrsmöglichkeiten mit dergatti Stundenmittel von 76,207 km entspricht. Der Rekord Materassis wurde nicht gebrochen. Der Veranstaltung wohnt© der Sportdiktator des faszistischen Italiens, Turati, bei. Der Staat fördert nicht nur die grossen, nationalen Veranstaltungen, sondern lässt seine Unterstützung selbst den kleinen regionalen Events angedeihen, handelte es sich doch hier um ein durchaus zweitrangiges Club-Rennen. St. Moritzer Automobilwoche (19.-25. August). Soeben ist im prächtigen violetten Tiefdruck der in deutscher, französischer und italienischer Sprache verfasst© Pliant herausgekommen. In aller Kürze wird hier auf die sechs Veranstaltungen der Automobilwoche: die Sternfahrt, den Kilometer- Lance, die Geschicklichkeitsprüfung, die Schönheitskonkurrenz, das Bernina - Bergrennen und den Grossen Preis von St. Moritz hingewiesen. Eine Planskizze der Zufahrtsrouten nach dem Weltkurort wirbt neben zahlreichen Bildern, die das einzigartige Szenarium des Engadins entrollen, für die grosse bündnerische Veränstaltuns internationalen Charakters. ' ' AUTOMOBIL-REVUE 1929 — N* 66 Internationale Alpenfahrt Wenige Tage trennen uns noch von dem Auftakt der diesjährigen Alpenfahrt. Mittwoch morgen startet in München das Feld der Konkurrenten zu der fünf Etappen langen Fahrt über 2716,1 km. Wir haben die einzelnen Etappen genannt und die in letzter Zeit getroffenen Aenderungen gemeldet. Wir werden in unserer nächsten unmittelbar am Vorabend der grandiosen touristischen Dauerprüfung über die Pässe der Alpen erscheinenden Nummer eine detaillierte und touristisch wertvolle Beschreibung der einzelnen Etappen veröffentlichen, so* dass es unseren Lesern möglich sein wird, die Konkurrenten im Geiste auf ihrer kühnen Fahrt zu begleiten. Dieser Tage sind nun noch die Ausfuhrbestimmungen :: und die vollständige Nennungsliste, die bereits die Startfolge enthält, erschienen. Wir geben die Nennungsliste in dieser Nummer bekannt, während auf die Ausführbestimmungen erst in der Dienstagnummer noch näher eingetreten sei, zumal keine wesentlichen Aenderungen gegenüber dem letzten Jahre zu verzeichnen sind. Die schweizerische Organisation hat durch die erfolgreichen Verhandlungen von Herrn Brieger, Sekretär der nationalen Sportkommission, ihren Abschluss gefunden, d. h. sie steht in perfekter Bereitschaft. Herr Oftinger von der Öberpostdirektion versprach hinsichtlich der Vermeidung von Ueberholungen zwischen Postwagenkursen und Konkurrenten weitgehendst entgegenzukommen. Anderseits erklärte Herr Girardin von der Oberzolldirektion, die Zollformalitäten für die Konkurrenten wie letztes Jahr auf ein Minimum beschränken zu wollen. Das behördliche Entgegenkommen ist in Automobilsportkreisen freudig aufgenommen worden. Die offizielle Liste der Konkurrenten d6°art " concurrent conductenr marque cmc tewn 1 B Daimler-Benz S.A. Ing. Georges Kimpel Mercädes-Benz 7068 \ A. v. D. 2 „ „ Dir. Wenzler „ 7068 } a „ 3 „ „ W. Merck „ 7068 I 4 „ „ Dr. B. Krailsheimer „ 6240 \ „ 5 „ „ W. R. Wittich „ 6240 } b „ 6 „ „ A. Hirte „ 6240 J 7 „ Edgar Bieber Edgar Bieber „ 6240 — „ 8 „ H. J. Krotoszyner H. J. Krotoszyner Cadillac 6503 — „ 9 C Rieh. Schuh Rieh. Schuh L» Salle 4867 — Oe.A.C. 10 „ Karl Sohwabe Karl Schwabe „ 4867 — A. v. D. 11 „ W. Cloppenburg W. Cloppenburg Stutz 4841 — „ 12 » Max, Prinz zu Max, Prinz zu Schaumburg-Lippe Schaumburg-Lippe Mercedes-Benz & 4624 — „ 13 „ Daimler-Benz S. A. Ing. W. Walb „ ' 4624 ^ „ 14 „ „ Dipl.-Ing. F. Nallinger „ 4624 \ o 15 „ „ Ing. A. Neubauer „ 4624 J „ 16 „ Dr. B. Sprengel Dr. B. Sprengel Nash 4558 — „ 17 „ Paul Bartmann Paul Bartmann Hupmobile 4402 — „ 18 „ „Hansa" Automobil« werke A.-G. Ed. Hörbe Hansa 4324 1 „ 19 „ „ Fredo Sporkhorst „ 4324 d „ ! 20 „ „ E. W. Sporkhorat „ 4324 I 21 „ G. F. Saohs G. F. Sachs Steyr 4014 — Oe.A.C. 22 „ Stoewer-Werke A.-G. vorm. Gebr. Stoewer G. v. Natzmer Stoewer 3974 1 A. v. D. 23 „ „ Prinz von der Leyen „ 3974 \ e „ 24 „ „ Willy Cleer „ 3974 I 25 „ Fiat Soc An. F. Nazzaro Fiat 3740 \ R, A. C. L 26 „ „ Salamano ' „ 3740 \ f „ 27 „ „ Pastore „ 3740 I 28 „ P. Heinz Müller P. Heinz Müller „ 3740 — A. v. D. 29 „ Hans Loenholdt Hans Loenholdt Chrysler 3519 — „ 30 „ Daimler-Benz S.A. R. Caracoiola Mercedes-Benz 3468 — „ • 31 „ E. E. Leverett E. E. Leverett Arrol-Aster 3257 — „ 32 „ Ford Motor Company Aless. Valagna Ford 3236 R.A.C. I. 33 „ „ U. Appolonio „ 3236 g „ 34 „ „ Carlo Baroni „ 3236 „ ! 35 „ Th. Willy Th. Willy „ 3236 A. C. S. 36 „ Th. Willy P. Messerli „ 3236 h 37 „ Th. Willy E. Reguzzi „ 3236 38 „ E. H. Magnus E. H. Magnus „ 3236 — A, v. D. 39 „ Th. H. Rosthoff Th. H. Rosthoff „ 3236 — „ 40 „ C. v. Guilleaume C. v. Guilleaume Chevrolet 3137 — „ 1 41 D Richetti Richetti Bugatti 3000 — R. A. C. L 42 „ A. Hein A. Hein Austro-Daimler 2994 — Oe. A.C. 43 „ Des. v. Bitzy Des. y. Bitzy „ 2994 — ,, 44 „ C. Deilmann C. Deilmann „ 2994 — A. v. D. 45 „ A. Graf Potocki A. Gral Potooki „ 2994 — „ 46 „ Gebr. Reiohstein ! Brennabor-Werke Ing. H. Niedlich Brennabor 2990 1 „ 1 47 „ „ F. Backasoh „ 2990 \ i 48 „ „ F. Lehnert „ 2990 I 49 „ Dr. D. Görges Dr. D. Görges Chevrolet 2768 — „ ! 50 „ F. Baumkirchner F. Baumkirchner Mercedes-Benz 2612 — Oe. A. C. 51 „ Daimler-Benz S.A. Chr. Werner „ 2581 A. v. D. : 62 „ H. Teisel H. Teisel „ 2681 — Oe.A. C. 53 „ Wanderer-Werke A. Gutknecht Wanderet 2540 1 A. v. D. 54 „ „ H. Atmer „ 2540 t „ \ 65 .. .. ' M. Mtder „ 2540 I „ ; 56 „ „ C. Kappler „ 2540 \ „ I 67 „ „ E. G. Burggaller „ 2540 1 ; 68 „ „ H. J. Bernet „ 2640 I 59 D A. Graumüller A. Graumüller „ 2540 — „ ' 60 „ Dr. Ing. F. Hetzel Dr. Ing. F. Hetzel „ 2540 — „ ; 61 „ F. Frick F. Frick „ 2540 — „ i 62 „ V. Fragni - V. Fragni Essex 2500 — R. A. C. L ! 63 „ H. Rüedi H. Rüedi Lancia 2370 — A. C. S. 64 „ W. Jähnig W. Jähnig Hansa 2359 — A. v. D. 65 „ H. E. Vormann H. E. Vormann Röhr 2260 "\ „ 66 „ Hanns Fritze Hanns Fritze „ 2250 Im „ ' 67 ,i Röhr Auto A.-G. C, Duttlinger „ 2250 ( „ 68 E Canestrini A. Dosio O. M. 2000 — R. A. O. I. 69 „ Mme Rose Gumtz Mme Rose Gumtz Mercedes-Benz 1990 — A. v. D. 70 „ F. Krauss F. Krauss „ 1990 — Oe. A. C. 71 „ W. Norden W. Norden „ 1990 — „ ! 72 „ Cobianchi Cobianchi Ansaldo 1980 — R. A. C. L ! 73 „ Mme Tilly Kotte Mme Tilly Kotte Simson-Supra 1968 — A. v. D. i 74 FF. Brambilla F. Bambilla Alfa Romeo 1500 — R. A. C. L 75 „ Riella Riella „ 1500 — 76 „ Dr. E. Pressfreund Dr.,E. Pressfreund F. N. 1450 — Oe. A. C. 77 G Roy Franey Roy Franey Riley 1089 •— A. v. D. 78 „ Cechoslowakische Waffenwerke A.-G. Flieger Z 1004 ^ ,, 79 » » A. Krahle „ 1004 l n " j 80 „ B. Prochazk» „ 1004 / ! 81 „ L. Karger L. Karger „ 1004 „ ; 82 „ J. Mamula J. Mamul» „ 1004 — 83 „ Fiat Soc. An. Cagna Fi»t 990 ^ R. A. C. L 84 » .. Manzonl „ 990 !• o 85 „ „ Cappello „ 990 ] " 86 Gilera Gilera „ 990 — R.A.0.L 87 H Hannoversehe Masohi- H. Butenuth Hwjomtg 749 1 A. T, D. nenbau A.-G. vorm. G. Egestorff (Hanomag) P 88 „ „ K. Haeberle „ 749 „ 89 .. „ K. Feldmann „ 749 _ 90 „ L. v. Raffay L. v. Raffay „ 749 — " 91 „ Bayerische Motoren- P. Koppen B. M. Wi 748,5 v werke A.-G. | 92 .. n Alb. Kandt „ 748,5 f 1 93 » .. W. Wagner " 748!ö > „ 94 „ E. Laupenmühlen E. L*upenmtthlen Dhri 748,5 — 95 „ K. Kulke K. Kulke „ 14&,S - „ en ? a 5 j

N° 66 — 1929 AUTOMOBIL-REVUE Der Stand der Schweiz. Automobilmeisterschaft 1929. « „. , r _.„ Sektion Eau- Kricns- Marchai- Walzen- r. lrn! „ p i Total der Bonner Marko acsA. e .s. morto Eigenthal ruz hausen Gurni S el 4 Rennen Touren wagen: O. Giger Martini Zürich 0.0 94.2 93.6 90.3 98.2 376.3 W. Probst Mathis Bern 0.0 92.8 100.0 0.0 95.3 288.1 B. Duval Chrysler Genf 100.0 0.0 97.5 0.0 0.0 197.5 Sportwagen: A. Scheibler Fiat Bern 89.3 100.0 0.0 94.5 83.3 367.1 B. Nyffeler Amilcar cp. Genf 0.0 0.0 72.3 81.0 81.6 234.9 G. Sabatini Itala Tessin 0.0 88.8 0.0 0.0 0.0 88.8 C. Freuler — — 0.0 0.0 0.0 0.0 0.0 0.0 Rennwagen: H. Stuber Bugatti Bern 0.0 100.0 100.0 100.0 100.0 400.0 J. Strittmatter Bugatti Zug 100.0 91.6 90.5 92.4 0.0 374.5 E. Rampinelli Amilcar Schaffhaus. 0.0 89.1 90.1 96.2 90.7 366.1 W. Probst Bugatti Bern 0.0 95.5 0.0 90.4 0.0 185.9 Der Grosse Preis von Spanien Neuer Sieg Alfa Romeos in den Dauerrennen — Chiron in letzter Stunde geschlagen Wie wir in der letzten Nummer kurz erwähnten, fand am letzten Sonntag als Abschluss des Automobilmeetings von' San Sebastian das 12-Stunden-Rennen um den Grossen Preis von Spanien statt, ein Dauerrennen, das des Grand Prix du Mans, Spa oder Brooklands würdig ist. Immerhin handelt es sich hier nicht um ein 24-, sondern nur um ein 12-Stunden-Rennen. Die Nachtstunden, die an den grossen Dauerrennen das Feld auszusieben pflegen — spielt doch die Beleuchtung eine dominierende Rolle (die Wagen haben vollständig als Privatsportwagen ausgerüstet zu sein!) — diese Nachtstunden kamen am spanischen Rennen beinahe ganz in Wegfall. Der Sieg fiel, wie üblich, demjenigen Konkurrenten zu, der innert den 12 Stunden die grösste Distanz zurücklegte. Die Konkürrenten mussten alle spanisches Benzin benützen, da in Spanien gegenwärtig das Monopol herrscht. 21 Wagen. nahmen um 11 Uhr vormittags den Start, nämlich : Stutz (Leblanc), Chrysler (Stoffel-Bouriat), Lancia (d'Orimont), Lancia (Legrelle), Bugatti (Lepori- Chiron), Bugatti (Palacios), Bugatti (Bourlier), Alfa Romeo (Zehender-Rigal), Alfa Romeo (Varzi- Banavesi), Alfa Romeo (Colombo), Bugatti (N'avarre), Bugatti (Gaupillat-Sabipa), Bugatti (Andre), Tracta (Gregoire), Tracta (Vasena), Aries (Duray- Laly), Rally (Mme Itier). Rally (Baligand), Rally (Moran), Tracta (Bourcier). In der ersten Runde passierte Chiron als Siebenter, in der zweiten schon als Dritter, um in der dritten Runde Tempo und Kommando zu führen. 144 km notierte er für die Runde. Die Zeiten sind ausserordentlich scharf. Knapp nach ihm rast Bourlier* auf Bugatti, darin folgen die Alfa Romeo und Lancia. In der fünften Runde erreicht Chiron eine Geschwindigkeit von 159 km 500. Der Tractawagen von Bourcier muss nach glänzendem Start plötzlich aufgeben. Kurz darauf nimmt auch Varzi seinen Wagen von der Bahn. Er fährt aber, entgegen den erschienenen Meldungen, das Rennen abwechslungsweise mit den Piloten der noch im Rennen befindlichen Alfa Romeo-Wagen zu Ende. Am Ende der 16. Stunde liegen noch 13 Wagen auf der Strecke. Aufgegeben haben die drei Rally von Mme Itier, Baligand und Moran, ein Lancia, ein Alfa Romeo, der Stutz von Le Blanc, der Tracta von Bourcier und der Aries von Duray. Der von Zuniga aufgestellte Geschwindigkeitsrekord ist von Chiron längst ganz gewaltig überboten. Während der 32. Runde legt der Bugatti des Spaniers Palaciö vor den Boxen an und fängt Feuer. Der Fahrer rettet sich mit brennenden Kleidern und zieht sich Brandverletzungen zu. Der Bugatti wird sofort gelöscht und Moreno führt ihn wieder ins Rennen. Inzwischen hat auch der dritte Lancia- Wagen vor dem mörderischen Tempo kapitulieren müssen. Nach der 6. Stunde. ergibt sich folgendes Bild des Rennens : 5 Liter: 1. Chrysler (Stoffel), 102 km 600 Stundenmittel. • 3 Liter: 1. Bupratti (Chiron), 129 km 055 Stunmittel; 2. Bugatti (Palacio), 101 km 027. 2 Liter: 1. Alfa Romeo (Zehender-Varzi), 125 km 666; 2. Bugatti (Bourlier), 113 km 500; 3. Alfa Romeo (Colombo). 1500 ccm: 1. Bugatti (Gaupillat), 95 km 500; 2. Bugatti (Navarro) 81 km 800 Stundenmittel. Chiron behauptet seine Ueberlegenheit und beendet die 60. Runde mit einem Stundenmittel von 151 km. Aber der abwechslungsweise von Rigal, Varzi und Zehender geführte Alfa Romeo hat sich inzwischen mit erstaunlicher Regelmässigkeit nach vorne gearbeitet und liegt nur 17 km hinter dem. Sieger des Grossen Preises von San Sebastian, der einen Vorsprung von sieben Runden vor dem ein prächtiges Rennen fahrenden Chrysler und von nur fünf Runden vor dem erstaunlich sicher rollenden Tracta besitzt. Die wilde Meute ist Chiron auf den Fersen — ein einziger Defekt kann ihm zum Verhängnis werden. Und das Verhängnis kommt! Nach der 60. Runde muss Chiron eme ganze Viertelstunde bei den Ständen halten. Dies genügt Alfa Romeo, beinahe den ganzen Vorsprung des Bugatti-Leaders aufzuholen. In der 63. Runde — es ist die letzte — sind Alfa,Romeo und Bugatti dicht auf dicht Plötzlich streiken die Scheinwerfer des Bugatti. Chiron muss anhalten und der Alfa Romeo-Wagen durchsaust vor dem Bugatti das Ziel. Die italienische Marke gewinnt den Grossen Preis von Spanien. Die Freude über diesen neuen eklatanten Sieg Alfa Romeos war ungeheuer. Das Dauerrennen hat ein grandioses Ringen gezeigt. Italiens siegreiche Marke hatte das Rennen ohne jegliche Störung beendet, während Chirons Rekordfahrt die schlechtere Vorbereitung, die dem forcierten Tempo nicht stand hielt, den Sieg gekostet hatte. Alfa Romeo hat sich mit diesem neuesten Siege endgültig als der dauerhafteste Wagen in den grossen Preisen der Saison 1929 erwiesen. Die Klassierung. 5 Liter: 1. Stoffel-Bouriat (Chrysler). 1217 km 900. 2 Liter: 1. Varzi-Riga] (Alfa Romeo), 1364 km 400; 2. Colombo-Plate (Alfa Romeo), 1320 km 800. 1500 ccm: 1. Gaupillat-Sabipa (Bugatti), 1128 km 600. 1100 ccm : 1. Gregoire (Tracta), 1047 km 200. U.S. Telephon Nr. 10.80, 10.81, 10.82, Ölten II. Internationale Luzerner Schönheitskonkurrenz« Nächsten Samstag den 3. August paradieren auf dem Nationalquai wiederum die schönsten Wagen der Automobilindustrie vor der Jury und der festlich gestimmten Menge. Allen Teilnehmern der letztjährigen Veranstaltung ist das Bild luxuriöser Eleganz und Vornehmheit in frischer Erinnerung. Wieder sind es über 70 Wagen, die sich im Wettstreit um den Titel der Schönheit messen. -PNEUS Das unübertroffene Standard-Produkt der United States Rubber Company Bessere Reifen gibt es nicht! Erhältlich in allen guten Garagen und Spezialgeschäften ROYAL CORD IMPORT A.-G., ÖLTEN Depot BASEL: Albanvorstadt 42, Telephon Safran 58.57 Depot GENF: 1, Rue Pierre Fatio, Telephon Stand 40.25 Depot ZÜRICH : Neue Adresse: Florastr.41, Telephon Limmat37.27 Jahr für Wagen der Automobilindustrie und Wagen von Privaten getrennt, was nach den letzt jährigen Erfahrungen sehr zu begrüssea ist. • * * Wünschen wir der grossen internationalen Veranstaltung mit der erstklassigen Besetzung und dem Fremdenpublikum Luzerns die warme Sonne der Innerschweiz, dann kann es Das Programm, ! nach den getroffenen glänzenden Vorbereitungen am Erfolge nicht fehlen. wenn auch noch nicht definitiv vorliegend, wird, wie wir anhand der bekanntgegebenen Anhaltspunkte kombinieren, wie folgt lauten: Die Meldungen. 8.30 Uhr: Vorprüfung der unbesetzten Gemeldet sind bei Ablauf des ersten Meldetermins total 61 Wagen, und zwar : Wagen durch die Jury, bei guter Witterung auf dem Tribünenplatz des Concours Hippique, beim Hotel Europe, bei ungünstiger 13 französischer > 17 Wagen deutscher Fabriken! Witterung in der grossen Festhalle am 2 » belgischer » Bahnhof platz. 6 » italienischer » 14.30 Uhr: Vorführung der besetzten Wagen bei günstiger Witterung auf dem Natio- 2 » schweizerischer » 2 » österreichischer » nalquai, bei ungünstiger Witterung in der 18 » amerikanischer » grossen Festhalle am Bahnhof. 1 » englischer » 21.30 Uhr: Grosser Ball im Hotel Schweizerhof. Preisverteilung, Gemeldete Marken: Die Preise. Deutschland: Mercedes-Benz, Röhr, Brennabor, Stoewer. Es sei nochmals in Erinnerung gerufen, dass für die prämierten Wagen künstlerisch Frankreich: Delage, Hispano-Suiza, Lorraine-Dietrich, Talbot, Citroen, Bugatti, ausgeführte goldene, silbervergoldete, silberne und bronzene Plaketten ausgesetzt sind, Panhard-Levassor. ebenso wertvolle Speziaipreise in Form von Italien: Fiat, Lancia, Isotta Fraschini, Bianchi. Kunstgegenständen für die bestbeurteilten Wagen. Die Beurteilung geschieht dieses Oesterreich: Steyr. Schweiz: Martini. U. S. A.: Lincoln, Packard, Cadillac, Chrysler, Buick, Stutz, Qraham-Paige, Ausburn, Pieroe-Arrow, Studebaker, Nash, Dodge Brothers. England: Rolls-Royce. Der Automobilverkehr in Kanada. Kanada ist nicht nur eines der bedeutendsten Automobilproduktionsländer der Welt, sondern es gehört auch zu denjenigen Ländern, welche heute im internationalen Automobilismus an der Spitze stehen. Die Anzahl d*er in Kanada eingetragenen Automobile hat im verflossenen Jahre zum ersten Male die Millionengrenze überschritten, was nichts anderes besagt, als dass in jenem Lande zurzejt auf je acht bis neun Personen ein Automobil entfällt. Nur drei Länder in der Welt haben ein noch besseres Verhältnis aufzuweisen, nämlich die Vereinigten Staaten, die Hawai-Inselgruppe und Neuseeland, sofern man unter der Bezeichnung «Kraftfahrzeug» Automobile aller Art, nicht nur, sondern auch Motorräder versteht. Seit Beginn des laufenden Jahres hat die Automobilanzahl in Kanada eine Zunahme um 100,028 Personenkraftwagen und 31,000 andere Kraftfahrzeuge erfahren, eine Steigerung, im Vergleich mit demselben Zeitraum des., verflossenen Jahres, um annähernd 14 Prozent. Die einzelnen Provinzen des Landes haben gegenwärtig die nachstehenden Ziffern aufzuweisen: Anzahl Personenauto Gesamtanzahl Kraftfahrzeugs Ontario 429,426 491,140 Quebec 116,157 148,473 Saskatchewan 102,839 121,615 Alberta 78,302 89,249 British Columbia 70,828 86,244 Manitoba 63,384 71,163 Nova Scotia 30,327 35,256 New Brunswick 25,064 28,072 P. E. Island 4,952 5,430 Yukon 116 177 Vom Standpunkt des Automobilverkehrs als staatliche Einnahmequell© ergibt sich für das verflossene Jahr eine Zunahme der Kraftfahrzeugsteuereinnahmen von 2,344,000 Dollar gegenüber der Ziffer des vorhergehenden Jahres in der Höhe von 18>916,000 Dollar. Ueberdies erbrachte die Benzinsteuer im verflossenen Jahre die Summe von 12,547,000 Dollar, was gegenüber dem vorausgegangenen Jahre einer Steigerung von nicht weniger als 57 Prozent entspricht P,