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E_1929_Zeitung_Nr.069

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zwei aufgegeben, so dass

zwei aufgegeben, so dass für die dritte Etappe von 630 km über die Dolomitenpässe 68 Fahrer im Rennen bleiben. Einzelresultate : TEAMS: Gruppe I und II (Wagen über 3 Liter und von 1100 ccm bis 3 Liter Zylinderinhalt), auf den ersten Platz klassiert mit einer Totalzeit von 56 h 53', für die drei Wagen sind folgende Equipen: HEtape.H.Etappe n n a« r"1 ~*TV M» j/*a i m Fiat (Nazzaro, Salamatoo, Pastore); Mercedes (Walb, Merz, Caracciola); Stoewer (Natzmer. Van de Leven, Cleer); Ford I (Valagna, Appollonio, Baroni); Ford II (Willy, Messerli, Reguzzi); Brennabor (Neidlich, Bockorsch. Lehnert; Wanderer I (Gutknecht, AtmeT, Meder); Hansa (Horbe, Sporkhorst F., Sporkhorst E. W.) in 56 h. 59'; Wanderer 11 (Kuppler, Burggaller). Gruppe IM (Wagen bis zu 1100 ccm), auf den ersten Platz klassiert mit einer Totalzeit von 65 h 09' für die drei Wagen ist folgende Equipe: 1. B.M.W. (Bucher, Kandt, Wagner). EINZELFAHRER: Gruppe I (Wagen über 3 Liter Zylinderinhalt) ex-aequo: Kimpel (Mercedes-Benz); Wenzler (Mercedes-Benz); Merck (Mercedes-Benz); Krailsheimer (Mercedes-Benz); Wittich (Mercedes-Benz); Hirte Mercedes-Benz); Bieber (Mercedes-Benz); Schwabe (La Salle); Cloppenburg (Stutz); Sprengel (Nash); Barmann (Hupmobile); Müller (Fiat); Rostholff (Ford); Guillaume (Chevrolet); Richetti (Bugatti); Magnus (Ford) in 19 h 18'; Schuh (La Salle) in 19 h 28'; Leonhold (Chrysler) in 19 h 37'. Gruppe II (Wagen von 1100 ccm bis 3 Liter Zylinderinhalt) ex aequo : De Bizzy (Austro-Daimler); comte Potocki (Auetro-Daünler); Werner (Mercedes-Benz); Graumüller (Wanderer); Hetze] (Wanderer); Frick (Wanderer); Ruedi (Lancia); Jahnig (Hansa); Dosio (0. M.); Cobianchi (Ansoldo); Mme Kotte (Simson Super); Brambilla (Alfa Romeo); Riella (Alfa Romeo); Worman (Hansa) in 19 h 02'; Baumkirch-, ET Etape, JE.E appe Kopfverletzungen, Maders (Nr. 55) schied mit verbogener Vorderachse aus. Den schwersten Unfall des Tages erlitt der italienische Alpenfahrt-Kommissär Mercanti. Beim Misurina-See sprang sein Wagen aus der Kurve und überschlug sich am Abhang. Mercanti wurde in das Spital überführt, wo er bei vollem Bewusstsein ist, bisher aber die Sprache noch nicht wiedergefunden hat. t El Mercanti hatte schon letztes Jahr einen Unfall an der Alpenfahrt. Noch ein zweiter Wagen, der Ford eines Italieners, purzelte, sich unaufhörlich überschlagend, am Karerseepass dem tiefen Abgrund zu. Glücklicherweise wurde die Besatzung herausgeschleudert. Schliesslich fing ein Baum den rollenden Wagen auf, der wunderbarerweise in fahrbarem Zustande wieder auf die Strasse gebracht werden konnte. Der Mechaniker musste mit einer Beinverletzung in den nächsten Spital gebracht werden. Im Gefälle des Pordoj-Joches sackte der Mercedes von Wittich (5) in den Strassengraben und verbog seine Vorderachse. Der knapp darauf passierende Wanderer von Frick (Nr. 61) rannte beim Vorbeifahren, da die Strasse von Leuten, die den Mercedes umstanden, eingeengt war, ebenfalls an. Auch er blieb mit verbogener Vorderachse liegen. Wüst sah es am Abend bei den Equipen aus. Das Mercedes-Nürburg-Team ist durch die endgültige Ausscheidung von Walb (Nr. 13 !), der gestern, wie gemeldet, einen Un- AUTOMOBIL-REVUE 1929— N°69 holdt (Nr. 29). Auch hier verbogene Vorderachse. Später erfuhren wir, dass der Wagen die Etappe noch rechtzeitig erreicht hat. Ausgeschieden ist noch der Riley- Wagen von Roy Franey (Nr. 77). Er hatte am Falzarego-Pass Störungen. Die Zahl der Ausscheidungen in der heutigen Etappe beläuft sich auf neun. Für die morgige, über Europas höchsten Berg- pass, das Stiliserjoch, führende Etappe bleiben nur noch folgende Equipen kontakt: Ford-Schweiz, Hansa, B. M. W. und Hanomag. Die Schweizer haben sich alle, wie man sieht, grossartig gehalten. Bis zur Stunde hatte noch kein Schweizer nennenswerte Schwierigkeiten. Interessant ist es, einmal die Reihenfolge der Konkurrenten auf der Strecke festzuhalten. Wir geben nachstehend ein Verzeichnis der Durchfahrt in Predazzo. Man wird darin unsere Ausführungen über die Spitzenführer bestätigt finden. Bemerkt sei noch, dass die ganze Durchfahrt von 10 Uhr 30 bis 13 Uhr dauerte. Kimpel (Mercedes-Benz — 1), Nazzaro (Fiat — 25), Pastore (Fiat — 27), E. W. Sporkhorst (Hansa — 20), Dosio (0. M. — 68), Caracciola (Mercedes-Benz — 15), Werner (Mercedes-Benz — 51), Dr Krailsheimer (Mercedes-Benz — 4), Nal- Iinger (Mercedes-Benz — 14), Sailamano (Fiat — 26). Fred Sporkhorst (Hansa — 19). Richetti (Bugatti — 41), Valagna (Ford — 32), Hirte Mercedes-Benz — 6), Bieber (Mercedes-Benz — 7), Rüedi (Lancia — 63), Riella; (Alfa-Romeo — 75), Merck (Mercedes-Benz — 3), Brambilla (Alfa-Romeo — 74), Ka-ppeler (Wanderer — 56), Prince von den Leyen — 23). Appolonio (Ford — 33), 39. Th. H. Rosthoff Ford 40. C. v. Guilleaume Chevrolet 41. Richetti Bugatü 43. Des. v. Bitzy Austro-Daimler 45. A. Graf Potocki Austro-Dairaler 47. F. Backasck Brennabor 48. F. Lehnert Brennabor 51. Chr. Werner Mercedes-Benz 53. A. Gutknecht Wanderer 54. H. Atmer Wanderer 56. C. Kappler Wanderer 59. A. Grauinüller Wanderer 60. Dr.-Ing. F. Hetzel Wanderer 63. H. Rüedi Lancia 64. W Jähnig Hansa 65. H. E. Vormann Röhr 67. C. Duttlinger Röhr 68. A. Dosio O.M. 72. Cobianchi Ansaldo 73. Frau Tilly Kotte Simson-Supra 74. F Bralbilla Alfa-Romeo 75. Riella Alfa-Romeo 87. H. Buthenuth Hanomag 88. H. Haeberle Hanomag 92. Alb. Kandt B.M.W 93. W. Wagner B.M.W. 95. K. Kulke Dixi 91. P. Koppen B.M.W. Landschaftlich bot die heutige Etappe mit dem wildromantischen Panorama der Dolomiten wohl bisher die schönsten Eindrücke. Die Fahrer werden davon allerdings nicht zuviel gesehen haben. Ueber das Stilfserjoch nach Lugano. Lugano, den 10. August 1929. Trotz den 120 Kilometer eine rauhe Strapaze. Es regnete den ganzen Tag in Strömen bis zur Ankunft in Lugano, die bei Blitz und Donner erfolgte. Die Serpentinen des Stilfserjoches, die Aprica, die langen Strecken und engwinkligen Dörfer waren für forciertes Tempo ein heimtückischer Parcours. Drei Ausscheidungen, wovon wir eine gestern schon zu früh genannt haben, und acht verspätete Konkurrenten zeichnen die heutige Etappe. Nazzaro, der nach menschlichem Ermessen nach seinem Unfall als ausgeschieden zu betrachten war, erreichte gestern Abend mit ^•»A ner (Mercedes-Benz) in 19 h 10'; Mme Rosa Guntz (Mercedes-Benz) in 20 h 59'; Preussfreund (F. N.) in 20 h 49'; Gönges (Chevrolet) in 20 h 54'. Gruppe III (Wagen bis 1100 ccm), ex-aiequo: Franey (Riley); Kulke (Dixi) in 21 h 43'. Am Abend fand ein Empfang der Stadtbehörden und des Automobil-Club von Meran statt. Von der Stadt Meran erhielten die Alpenfahrtteilnehmer eine Plakette. rr Eine mörderische Dolomitenfahrt. Meran, den 9. August 1929. Die heutige Etappe, ein Abstecher in die Felswelt der Dolomiten, war bis jetzt der dunkelste Tag der Fahrt. Die vielen Ausscheidungen sind aber nicht der Härte der Strecke, sondern dem Tempo der Konkurrenten zuzuschreiben. In der Spitzengruppe geht es um ein eigentliches Rennen. Die schweren Mercedes und roten Fiat des berühmten italienischen Rennfahrer-Triumvirates rasen was das Zeug hält. Leichtverständlicherweise hinterlässt dieses Bombentempo den Zuschauern, die in den Ortschaften wie eine Mauer die Strecke säumen, einen nachhaltigeren Eindruck als die Durchfahrt eines Wagens, der das geforderte Stundenmittel einhält. Aber die Rennerei steht dem eigentlichen Zweck der Alpenfahrt doch sehr fern. Kein Mensch wird zweifeln, dass manches Team, das heute und in den beiden ersten Etappen zerrissen worden ist, in einer richtigen Regelmässigkeitsfahrt glatt durchgehalten hätte. Unfälle, wie sie geschehen sind, werfen eine Marke ausser Kurs, ohne sie eigentlich bewertet zu haben. Man versteht: die Ausscheidung ist hier eine Folge des Tempos, ja der eigentlichen Manöver des Fahrers. Das Tückische ist, dass diese Hetze das ganze Feld ansteckt. Auch diesen Abend erreichten die grossen Wagen ein bis eineinhalb Stunden vor ihrer Zeit die Kontrolle. Das Tempo hat denn auch wieder eine arge Spur zurückgelassen. Die Etappe brachte zwei ernstere Unfälle : Zirka 20 Kilometer vor Meran prallte ein Motorradfahrer, der einem ihm entgegenkommenden Wagen zu wenig Raum liess, mit dem Wanderer des Equipefahrers Maders zusammen. Der Wagen schlug gegen eine Telegraphenstange, während das Motorrad in einem Wassergraben verschwand. Der Sozius des Motorradfahrers erhielt schwere fall erlitten hatte, heute morgen nach spatem Start aber noch ganz wacker fuhr, bis ihn vor Belluno sein Schicksal erreichte, nunmehr als solches ausser Konkurrenz gesetzt. In San Martino di Castrozza sass Cleer (Nr. 24) mit hängendem Kopf vor seinem Stoewer : Benzin-Pumpendefekt. Also existiert auch das Stoewer-Team nicht mehr. Als dritter Leidensgenosse kommt TimeSSS noch das Fiat-Team hinzu, das durch den Zusammenstoss Feiice Nazarros (Nr. 25) mit einem Fuhrwerk infolge Vorderachsenverkrümmung alle Chancen verlor. Drei Teams mit den grössten Aussichten auf den Alpenpokal, ausgesprochene Favoriten Deutschlands und Italiens, haben damit die Waffen strecken müssen. Alle drei, namentlich Fiat und Mercedes, sind das Opfer ihres Tempos geworden. Der Vierte im Bunde ist die Brennabor- Equipe. Durch einen Zuschauer behindert, jagte Niedlich (Nr. 46) knapp vor dem Ziel der zweiten Sonderprüfung, die heute am Pordoj-Pass durchgeführt wurde, gegen eine Mauer, wobei er an der Lenkung Defekte erhielt und, als er.kurz darauf infolgedessen wieder an einer Mauer lag, zur ISTEtape ff.E appe Natzmer (Stoewer — 22), Cloppenbuig 1 (Stutz — 11), Schwabe (La Salle — 10), v. Bitzy (Anstro- Daimler — 43), Hörbe (Hansa — 18). Wenzler (Mercedes-Benz — 2), von Guilleaume (Chevrolet — 40), Lehnert (Brennabor — 48), Cobianchi (Ansaldo — 72) Graumüller (Wanderer — 59), Messerli (Ford — 36), Reguzzi (Ford — 37), Bartmann (Hupmobile — 17), Willy (Ford — 35), Mme Tilly Kotte (Simpson-Supra — 73). Backasch (Btennarbor — 47), Dr Hetzel (Wanderer — 60), Jähnig (Hansa/ — 64), Müller (Fiat — 28), Rost- Aufgabe gezwungen war. Unterhalb dem Karerseepass stand der Chrysler von Leonhoff (Tora — 39), Walb (MerceMee-Benz — 13), Comte Potocki (Austro-Daimler — 45). Im Rennen sind noch: Start- Nr. Fahrer Marke 1. Obering. Gg. Kimpel Mercedes-Benz 3. W Merck Mercedes-Benz 4. Dr. R. Krailsheimer Mercedes-Benz 6. A. Hirte Mercedes-Benz 7. Edgar Bieber Mercedes-Benz 10. Karl Schwabe La Salle 14. Otto Merz Mercedes-Benz 15. Rudolf Caracciola Mercedes-Benz 17. Paul Bartmann Hupmobile 18. Hörbe Hansa 19. Fredo Sporkhorst Hansa 20. E. W. Sporkhorst Hansa 22. G. v. Natzmer Stöwer 26. Salamano Fiat 27. Pastore Fiat 32. Aless. Valagnai Ford 33. U. Appolcnia Ford 35. Th. Willy Ford 36. P. Messerli Ford 37. E. Reguzzi Ford seiner verbogenen Achse die- Etappe in letzter Minute. Die Fahrtleitung gestattete ihm die Weiterfahrt unter der Bedingung, vorerst zu reparieren. Zwei Stunden arbeitete der berühmte Rennfahrer in Meran wie im Fieber. Auf dem Stilfserjoch traf er nach den B.M.W. ein. Um Lugano rechtzeitig zu erreichen, musste er ein ganz phantastisches Tempo vorlegen. Und er fuhr und fuhr. In Bergamo war die Strasse durch einen schweren Lastwagen blockiert. Nazzaro riss das Steuer im letzten Augenblick herum und lag an der nächsten Mauer. Diesmal war es die Hinterachse. Er reparierte, sauste wieder los. Aber in Chiasso merkte er, dass er nicht mehr durchhalten konnte und gab auf. Die rote Fiatequipe war endgültig gesprengt! Zwei weitere Equipen haben ihre Anwartschaft auf den Alpenpokal durch Verspätungen verloren. Heute am Abend der vorletzten Etappe bleiben nur noch zwei Equipen im Feuer: unsere schweizerische Ford- Eqnipe und die B,M.W. -Equipe. Unsere Mannschaft hat sich bewundernswürdig gehalten, besonders Willy, der schon 900 km mit defektem Ventilator bewältigt hat und dabei weiss der Kuckuck was für Mittelchen immer wieder anzuwenden wusste, um seinen Motor zu kühlen. Nun, die heissen Motoren hatten in der polaren Temperatur des Stilfserjochs auch ihr Gutes. Willy traf vier Minuten vor Ablauf seiner Zeit ein. Im Kriegslager der Konkurrenten ist man begreiflicherweise auf das Abschneiden der letzten zwei Equipen sehr gespannt. Welch' trauriger Rest nach vier Etappen! Die Ausscheidungen haben insgesamt gegen 50% erreicht. Das ist ein ganz ungeheurer Ausfall, der von den Härten der Strecke, noch mehr aber von der falschen Art, sie in Angriff zu nehmen (ich meine das Tempo!) beredtes Zeugnis gibt. Ein anderes Uebel, das sich bemerkbar macht, sind die abgefahrenen Pneus. Magnus auf Ford (Nr. 38) rollte nur es w 6 (V ee ms ms SiZ

N° 69 — 1929 AUTOMOBIL-REVUE 3 LUGANO GOSSO. noch auf den Felgen. Er hat jetzt aufgegeben. Auch Messerli, dem Fahrer unserer Fordequipe, sitzt das Pneu-Gespenst im Nakken. Er hat nicht weniger als dreimal flikken müssen. Weiter hat Prinz von Leyen, Stoewer (Nr. 23) aus noch unbekannten Gründen den Wagen aus dem Wettbewerb genommen. Ein Blick in den geschlossenen Park lässt uns erkennen, wie sehr es Zeit ist, dass die Monsterprüfung zu Ende geht. Da ist kein Wagen, der nicht irgendwie angefahren ist. Es sieht ziemlich schlimm aus. Nachstehend die acht Konkurrenten, die nicht mehr innert der vorgeschriebenen Zeit eingingen: Wenzler (Mercedes-Benz); Cloppenburg (Stutz); Müller (Fiat); Loenholdt (Chrysler); Graumüller (Wanderer); Fressfreund (F. N.); Feldmann (Hanomag); Raffay (Hanoinag). Ex-aequo klassiert haben sich noch : Kimpel (Mercedes-Benz); Merk (Merc&des- Benz); Krainsheimer (Mercedes-Benz); Hirte (Mercedes-Benz); Biber (Mercedes-Benz); Schwabe (La Salle); Merz (Mercedes-Benz); Caracciola (Mercedes-Benz); Bartmann (Hupmobile); Sporkborst (Hansa); Natzmer (Stoewer); Salamano (Fiat); Pastore (Fiat); Valagna (Ford); Appolonia (Ford); Willy (Ford); Messerli (Ford); Reguzzi (Ford); Rosthoff (Ford); Guillaume (Chevrolet); Richetti (Bugatti); Bitzi (Austro- Daimler); Potocki (Austro-Daimler); Backascb (Brennabor); Lehnert (Brennabor); Werner (Mercedes-Benz); Gutknecht (Wanderer); Atmer (Wanderer); Kappler (Wanderer); Graumüller (Wanderer); Rüedi (Lancia); (Jähnig (Hansa); Vormann (Röhr); Tuttlinger (Röhr); Dosio (0. M.); Frau Guntz (Mercedes-Benz); Cobianchi (Ansaldo); Bralbilla (Alfa Romeo); Riella (Alfa Romeo); Buüionnth (Hanomag); Feldmann (Hanomag); Kandt (B.M.W.); Wagner (B.M.W.); Kulke (Dixi). uomoifosso/3277 Canobtö braveffong. ^ MJLANCMslcm. Heute abend begrüsste in den eleganten Räumen von Huguenin die Stadt Luga.no Alpenfahrer und Organisatoren auf Schweizerboden. Neben dem Sindaco Velladini, dem Regierungsrat Martignoni bemerkte man den deutschen und italienischen Konsul. Die letzte Etappe. Die letzten 485 Kilometer des Endspurtes der diesjährigen Alpenfahrt führten durch unser Land. Die Konkurrenten hatten den Gotthard, die Furka und den Simplon zu bewältigen. Kontrollen und Absperrdienst auf dieser schweizerischen Etappe waren hervorragend vorbereitet. Zahlreiche Zuschauer umsäumten di© Strecke. Leider war unser© schweizerische Ford-Equipe in letzter Stunde von schwärzestem Pech verfolgt. Vier Tage lang hatten unsere drei Fahrer Willy, Messerli und Reguzzi den Tücken des Rennens getrotzt. Das nahe Ziel, Como, vor Augen, steigert© der bekannte Luzerner Fahrer Willy das Tempo. Da erreichte ihn das Verhängnis. An einer übersichtlichen Stelle schleuderte er aus der Bahn gegen eine Mauer und musste liegen bleiben. Dieses Pech ist, ganz abgesehen davon, dass die glänzende Leistung der Equipe damit vernichtet worden ist, um so schwärzer, als Willy zur Erreichung des Zieles noch volle drei Stunden vor sich gehabt hätte. In Como begrüsste eine grosse Zuschauermenge die Alpenfahrer. Yl apz o Schaft den Alpenpokal errungen hätte. Sicher ist, dass die Schweizer — mit einer einzigen Ausscheidung — hervorragend abgeschnitten haben. Da die Fahrtleitung zurzeit des Redaktionsschlusses noch mit der Ausscheidung der Resultate beschäftigt ist, kann ein klares Bild nicht gewonnen werden. Immerhin gibt die Beschreibung des Fahrtverlaufes einen charakteristischen Einblick in die diesjährige Alpenfall. Der gewaltige Ausfall der Konkurrenten ist das typischste Ergebnis. Den Grund dazu haben wir genannt. Vielleicht, dass sich die Organisatoren nach den erzielten Erfahrungen doch entschliessen, für nächstes Jahr eine Schnelligkeitslimite anzusetzen. Das scheint uns die gross© Lehre der Fahrt. Das Reglement nennt als Zweck der Alpenfahrt die Prüfung des serienmässigen Tourenwagens, enn man dieses Ziel erreichen will, müssen die Grenzen gezogen werden, um aus dem jetzigen Alpenrennen eine Alpen-Regelmässigkeitsfahrt werden zu lassen. Die Red. Wir erhalten in letzter Minute folgenden telephonischen Sonderbericht aus Cernobbio: Die genauen Resultat© stehen zur Stunde noch aus. Unser Sonderberichterstatter meldet, dass einzig und allein die B.M.W.-JVtannklassiert worden ist, bleibt, nachdem doch Hörbe in einer Etappe Strafpunkte erhielt, noch abzuwarten. Die Red.) Einzelfahrer. Den Alpenbecher erhalten : Klasse b : Kimpel, Merk, Krailsheimer, Hirte, Biber (alle Mercedes-Benz). Klasse c : AI. Schwabe (La Salle), Merz, Caracciola (beide Mercedes-Benz), Bartmann (Hupmobile), Netzmer (Stoewer), Salamano, Pastore (beide Fiat), Valagna, Appolonio (beide Ford), die beiden Schweizer Messerli und Reguzzi (beide Ford), Rosthoff (Ford), von Guillaume (Chevrolet). Klasse d : Rigetti (Bugatti), Bitzi (Anstro- Daimler), Backasch, Lehnert (beide Brennabor), Werner (Mercedes-Benz), Gutknecht, Atmer, Graumüller, Kappler, Hetzel (alle auf Wanderer), der Schweizer Rüedi (Lancia), Jähnig (Hansa). Klass© e: Dosio (O. M.), Gobianchi (Ansaldo), Frau Kotte (Simson-Supra). Klasse f : Brambilla und Riella (beide auf Alfa Romeo). Klasse h: Buthenuth (Hanomag). Die Alpenplakette erhalten : Klasse b : Wentzler (Mercedes-Benz). Klasse c: Cloppenburg (Stutz). Klasse d : Potocki (Austro-Daimler). Klasse f: Pressfreund (F. N.). Klasse h : Haeberle (Hanomag). Die Erinnerungsmedaille erhalten: Klasse c: Müller (Fiat), Loenholdt (Chrysler). Klasse d : Vormann (Röhr), der Schweizer Duttlinger (Röhr). Klasse h: Raffay (Hanomag), Kulke (Dixi). Glänzender Nennungserfolg. Wie wir in letzter Stund© vernehmen, liegen für das diesjährige Klausenrennen 134 Wie erinnerlich, hat Nationalrat Carnat in Delsberg in einer, in der Sommersession eingereichten kleinen Anfrage den Bundesrat ersucht, der Tendenz, die Postautokurse zum Schaden der Pferdeposten zu vermehren, Einhalt zu tun und namentlich auf kurze Strecken der Pferdepost zur Entlastung der Gemeinden und im Interesse der schweizerischen Pferdezucht den Vorzug zu geben. Der Bundesrat betont in seiner Antwort, dass die Umwandlung von Pferdeposten in Autokurse nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen erfolgte, sondern vor allem auf den ausdrücklichen Wunsch der abseits wohnenden Bevölkerung, die mit Autopost besser und billiger bedient werden kann als mit dar Pferdepost. Zudem bildet diese gute Verbindung abgelegener oder schwer zugänglicher Gegenden einen Teil der freiwilligen Hilfeleistung für die Bergbevölkerung. Durch die Einführung der Automobilkurse werden die Gemeinden nicht belastet, soweit es sich um zwei Fahrten in jeder Richtung handelt. Für die Pferdezucht spielt die Verwendung von Postpferden keine Rolle, denn es werden nur noch 198 Pferde für Postkurse in Anspruch genommen, d. h. 0,14 Prozent des schweizerischen Pferdebestandes von 130 000. Das Dokument des Bundesrates ist insofern wertvoll, als unseres Wissens zum ersten Male von oberster Stelle aus die Wirtschaftlichkeit des Automobils erkannt und dessen Bedeutung für die Bergbevölkerung hervorgehoben wird. Tatsachen, auf welche die «A.-R.» schon dutzendemale hingewiesen, die aber von bahnamtlicher und autofeindlicher Seite immer wieder in Abrede zu stellen versucht wurde. D (Ir. — Telegramm) Die Liste der Teilnehmer an der ersten internationalen Automobilwoche von St. Mo* *i.e IM« Olli 9-4SI »tf 2.71 w 32 SS «0 203 4U4K» Nennungen vor, wovon 70 Automobile und ritz wächst Ton Tag za Tag. Für sämtlich« 64 Motorräder. Es ist noch mit einigen weitern Nennungen zu rechnen. nungen eingegangen, die Gewähr dafür bie- Konkurrenzen sind in letzter Zeit neue Nenten, dass sich das St. Moritzer Touraier zu Die Urner Behörden am Klausen. Auf Einladung des Org.-Komitees des 7. internalen Charakters gestalten wird. Soviel steht einem automobilistischen Ereignis internationationalen Klausenrennen wurden die HH. bis zur Stunde fest, dass sechs Staaten Landesstatthalter Lusser und Baudirektor daran vertreten sein werden : die Schweiz, Gehrig zu der Veranstaltung vom 17. und Deutschland, Oesterreich, Italien, Polen uad 18. August abgeordnet. Frankreich. Den Bemühungen der Organisatoren ist es gelungen, die Teilnahme CMrons, Besserung im Befinden Stucks. Der Zustand des beim Internationalen Rennen um endgültig sicherzustellen. Ihm wird in Rosen- des Siegers im Grossen Preis der Nationen, den A.DA.C.-Bergrekord verunglückten Austro-Daimler-Fahrers Hans von Stuck hat senrekordes, ein gefährlicher Gegner ersteberger, dem gegenwärtigen Inhaber des Klau- sich wesentlich gebessert. Di© nach der Einlieferung in di© chirurgische Klinik in Frei- und das Bernina Bergrennen mit einem hen. Rosenberger bestreitet den Kilometer burg vorgenommene ärztliche Untersuchung 4,5-Liter-Grand Prix-Mercedes. Unter den ergab ausser einem Rippenbruch und dem schweizerischen Fahrern, die sich neu gemeldet haben, sind besonders zu erwähcien: Bruch des Nasenbeines keine weiteren Verletzungen. Der Kranke befindet sich ausser Probst, Nyffeler und Sarbach. Lebengefahr. Eine mondäne Gelegenheit verspricht Nach inzwischen wiedererlangtem Bewusstsein gab Stuck die Erklärung des Un- die Schönheitskonkurrenz zu werden. Mercedes-Benz beschickt sie mit mindestens falles. Danach handelt es sich nicht um einen 10 Wagen und Adler hat jüngst 7 Fahrze.ige Reifenschaden des rechten Vorderrades. dafür gemeldet. Unter den weiteren Nennungen begegnet man den Namen von Preisträ- Beim Einbiegen in di© Kurve stellte der Fahrer fest, dass der Gashebel blockierte, gern an andern internationalen Schönheitswettbewerben. weshalb es ihm nicht mehr möglich war, die Geschwindigkeit zu vermindern. Für den Tag des Berninarennens be-* absichtigt die Berninabahn, eine Anzahl von Entlastungszügen zu führen. 1 Die Resultate. Y.E appe Equipen. Den Alpenpokal erhalten die Equipen B. M. W. (Fahrer Kandt, Wagner und Koppen) und Hansa (Fahrer Hörbe, F. Sporkhorst und E. Sporkhorst). (Warum die Hansa-Equipe Klausenrennen 1929. Pferd und Auto. St. Moritzer Automobilwoche. WERNER RISCH ZÜRICH