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E_1929_Zeitung_Nr.072

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AUTOMOBIL-REVUE der

AUTOMOBIL-REVUE der Schweizermarke Nationales Rennen der Tourenwagen, 17. August 1929 Berte Zeit t- -r; Klasse 3000-5000 cem 1. Gacon auf MARTINI in 20 Min. 15,2 Sek. 2. Caspar auf MARTINI in 21 Min. 18,8 Sek. 3. Giger auf MARTINI in 21 Min. 44,6 Sek. d. Berli auf MARTINI in 21 Min. 48,2 Sek. Internationales Rennen der Sportwagen, 18. Aug. 1929 1. Gacon auf MARTINI in 20 Min. 07,6 Sek. 2. Caspar auf MARTINI in 20 Min. 54,4 Sek. 3. Giger auf MARTINI in 20 Min. 54,6 Sek. 4. Berli auf MARTINI in 21 Min. 31,6 Sek. 4 MARTINI am Start 4 MARTINI am Ziel MARTINI, der Wagen für unser Land Neue Automobil-Aktiengesellschaft Martini, St. Blaise

N°72 II. Blatt BERN, 21. August 1929 Automobil-Revue II. Blatt BERN, 21. August 1929 In der letzten Zeit ist so viel für und wider die Bedeutung der reinen Geschwindigkeitsrennen geschrieben worden, dass es sich wirklich verlohnt, diese umstrittene Frage vom technischen Standpunkt aus zu beantworten. Die Antwort ist die Bilanz des technischen Gewinnes aus bisherigen Rennveranstaltungen und führt, das sei vorausgesagt, zu einer glänzenden Rehabilitierung des Ansehens der reinen. Geschwindigkeitsrennen. Es soll hier kein Loblied auf die auch nach Ansicht des Technikers zu 99 Prozent überflüssigen Bestrebungen uneigennütziger Rennfahrer gesungen werden, die unter allen Umständen mit praktisch doch unbrauchbar grossen Maschinenaggregaten die Geschwindigkeits-Welthöchstleistung über 1 km oder 1 Meile an sich reissen wollen. Aber wie sehr europäische, internationale und nationale Rennen der Entwicklung des Motorfahrzeuges genützt haben, kann den Gegnern des Rennsportes nicht deutlich genug vor Augen gehalten werden. Da gibt es Verfechter der Ansicht, dass allein die Zuverlässigkeitsfahrten und der neue Wirtschaftlichkeits- und Gebräuchssport ihre Berechtigung haben, dass Rennen, aber eine gefährliche und überflüssige Sache sind. Die Ansicht ist natürlich zu extrem, denn die Zuverlässigkeits- und Wirtschaftlichkeits-Prüfungen verlangen den relativ zum Hubvolumen seines Motors schnellen Wagen. Kommt es bei der verlangten Durchschnittsgeschwindigkeit der Zuverlässigkeitsfahrten — der Durchschnitt wird von Jahr zu Jahr gesteigert! — nicht darauf an, einen Wagen zu besitzen, der eine grosse Beschleunigung aufweist, der möglichst ohne zu schalten und ohne Geschwindigkeitsverlust die Berge erklettert? Um das verlangte pünktliche Eintreffen an den Kontrollen einhalten zu können, um Zeitverluste durch Reifenpannen, geschlossene Bahnschranken und Umwege infolge Strassensperrungen usw. wieder aufholen zu können, muss man ein möglichst schnelles Fahrzeug besitzen. Fragen Sie doch unsere Konkurrenten an Zuverlässigkeitsfahrten, ob nicht manche Etappe in einem aufs äusserste gesteigerten Renntempo gefahren werden musste, um fahrplanmässig die Kontrolle zu passieren! Der Unterschied ist nur der, dass Rennen auf Bahnen ausgefahren werden, die für den allgemeinen Verkehr gesperrt sind, und dass derjenige Sieger ist, der in seiner Klasse der schnellste ist, während Zuverlässigkeitsfahrten von den in Verspätung geratenen Wagen ein gefährliches Rennen auf einer nicht gesperrten Strasse verlangen und . . . , dass Strafpunkte erteilt werden. Dass aber eine Zuverlässigkeitsfahrt wertlos ist, wenn der verlangte Durchschnitt einem Spazierfahrtstempo gleichkommt, hat man klar erkannt und versucht deshalb mittels eingeschobener Geschwindigkeitsprüfungen am Berg oder in der Ebene dem schnellen Fahrzeug vermehrte Chancen zu geben. Es verdient Anerkennung, wenn man heute •den Wirtschaftlichkeits- und Gebrauchssport propagiert und fördert, aber hier werden, hie und da noch, an den serienmässigen Gebrauchswagen. Forderungen gestellt, die für den Rennwagen in ganz erhöhtem Masse von Bedeutung sind. Da wird zum Beispiel festgestellt, wie schnell der Wagen von seinem Standort aus unter Durchschalten sämtlicher Gänge eine Strecke von beispielsweise 300 m zurückgelegt, wie schnell der Wagen sich im direkten Gange beschleunigen lässt, die Elastizität -des Motors usw. Bedarf es der Erwähnung, dass alle diese Eigenschaften in erheblich gesteigertem Massstab für Rennwagen verlangt werden, dass nur der hochtourige Motor in der Lage ist, einen Wagen im direkten Gang sowohl im Fussgängertempo als auch mit 80 km Geschwindigkeit pro Stunde vorwärts zu treiben, wenn nicht der Motor Dimensionen annehmen soll, welche die Wirtschaftlichkeit von selbst ausschliessen? Wir ersehen daraus, dass der Rennwagenbau zuerst den Anreiz zu Verbesserungen aller Art gibt, dass aber der Wirtschaftlichkeits- und Gebrauchssport feststellt, in wel- Von Jokkmökk nach Torpedo Limousine Fr. 8500.— Fr. 8900.— BUREAU UND AUSSTELLUNG: Badenerstrasse 313. Telephon Selnau 80.44 3-Plätzer, in neuem Zuetand. Vorteilhafter Preis. Offerten unter Chiffre 11011 an die 6864 Limousine, 1928, aus erster Hand, garant. nur 11000 km gefahren, sorgfältig eingefahren, Steuern pro 1929 bezahlt. — Offerten unt. Chiffre 41701 an die Automobil-Revue, Bern. 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Und das sind die Firmen, die heute die Bedeutung des Rennsportes verkennen, es sei denn, sie verlassen sich darauf, sich später die Erfahrungen anderer, den Rennwagenbau unterstützender Fabriken zunutze zu machen. Den Vorsprung aber, den letztere haben, holen sie nie auf. Der Wirtschaftlichkeits- und Gebrauchssport fördert den billigen Wagen (das ist dei leichte, weil er am wenigsten Materia] fordert), fördert den Wagen, der bei geringstem Gewicht den kleinsten und sparsamsten Motor besitzt (das ist der hochtourige Schnellläufermotor), fördert bei der Bremsprüfung den Wagen mit Vierradbremse, gleichzeitig unter Beachtung des Schleuderns den Wagen mit niedrigstem Schwerpunkt, bezüglich Betriebsstoffverbrauch den Wagen mit niedrigstem toten Gewicht. Also alle Bedingungen, die der Rennwagen gelöst hat. verlangt man heute vom Gebrauchswagen. Der Rennwagen ist und bleibt der Pionier des Gebrauchsfahrzeuges. Sehen wir davon ab, dass Rennen eine nationale Angelegenheit sind, von ihrem werbewirksamen Wert für eine Automobilmarke im In- und Ausland, dass Rennen von internationaler Bedeutung sogar ein Massstab für den Hochstand der Industrie eines Landes sind, so bleibt wegen des allein durch Rennveranstaltungen gegebenen Anreizes zu neuen mehr oder weniger gewagten Konstruktionen die Bedeutung der Rennen eine enorme. Heute ist es Selbstverständlichkeit, dass der Gebrauchswagen so niedrig gebaut wird, 'wie es Wege- und Strassenverhältnisse gestatten, dass jeder Wagen auswechselbare en I. PREIS! 8/35 PS ADLER-FAVORIT-WAGEN in 10 Tagen ohne Störung zurück. Adler Favorite 10 HP Adler Automobile A.G., Zürich DONNET 7 PS Automobil-Revue, Bern. Grosse OCCASION! BUICK Lancia Lambda Zwei serienmäßig hergestellte Zu verkaufen AUTOMOBIL Automobil-Revue. Bern. Seltene Räder besitzt. Es erregt keinerlei Bewunderung, wenn ein Motor 3000 oder 4000 Touren dreht, ja, selbst Stossdämpfer und Vierradbremse verlangt der Käufer als serienmässiges Attribut zu seinem Wagen. Vor Jahrzehnten dachte keine Firma daran, die Räder auswechselbar zu gestalten, aber der Rennfahrer verlangte es, denn der Sieg hing davon ab. Der Wunsch, ja das Muss, Höchstleistungen mit geringstem Hubinhalt zu erzielen, verschaffte uns durch den Rennwagen den schnellaufenden, leichten, sparsamen und elastischen Motor, gab Anlass zu Versuchen mit. Leichtmetallkolben, verbesserte die Schmierung, die für die hohen Drehzahlen nicht mehr ausreichte. Rennen waren •es, die die Konstrukteure zwangen, das Wagengewicht herabzusetzen und die Stahlwerke anzuspornen, immer wieder noch widerstandsfähigere Stähle zu legieren, die heute im Autobau gäng und gäbe sind. Wo ist das Ende der Entwicklung, wer will behaupten, dass die Technik die Grenzen erreichte? Aber dieser mächtigste Ansporn, die Rennkonkurrenz, muss nach wie vor Leben in die Automobilkonstruktion bringeil. Noch vor wenigen Jahren konnte man bedeutende Konstrukteure sagen hören: «Der Rennwagen ja, der Tourenwagen aber braucht doch- keine Vierradbremse. Sie ist kompliziert und teuer. Bei den Geschwindigkeiten der Tourenwagen genügen die auf die Hinterräder wirkenden Bremsen vollkommen.» Und heute! Die ganz alleine dank der so geschmähten Geschwindigkeitsrennen möglich gewordene grosse Reisegeschwindigkeit moderner Tourenwagen verlangt die Vierradbremse, als selbstverständlich. Selbst Lastwagen und Autobusse sind damit ausgerüstet. Unnötig ist es, anzuführen, wie befruchtend die Rennen auf die Zubehörindustrie, Kugellagerfirmen, Hersteller der Brems- und Kupplungsbeläge, die Gummireifen-Fabriken usw., einwirken. Stellten doch vor kurzer Zeit die Rennen auf dem Nürburgring die Gummifabriken vor die Aufgabe, einen Reifen herzustellen, der solch ungeheuren Beanspruchungen gewachsen sein musste, wie sie noch nie vorher verlangt wurden und denen bis dahin kein Reifen standhalten konnte- Die Lösung der Aufgabe und die gewonnenen en Automobilwerke Franz A.G., Zürich SERVICE UND BESTANDTEILLAGER: Badenerstrasse 329. Telephon Uto 26.07. MATHIS Chrysler 65 4 Zyl., 6 PS, 4-Plätzer, mit kleiner Brücke, hat billig abzugeben 41707 W. Minder, Chauffeur, Schnottwil (Solothurn). A vendre AMILCAR conduite interieure, 7 CV, couleur noire, en parfait etat. Occasion exceptionnel. Prix tres avantageux. — Faire offres sous chiffre 11012 ä la 7192 Revue Automobile, Berne. Sedan, 4 portes n'ayant jamais roule", a ceder cause maladie. Ecrire sous chiffre 41724 ä la Revue Automobile, Berne. TAUSCH od. VERKAUF! CITROEN 5 HP, 2pl., Torpedo, in best. 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