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E_1929_Zeitung_Nr.072

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12 AUTOMOBIL-REVUE

12 AUTOMOBIL-REVUE 1929 — 72 Die Zuf«hrt88trassen aus der ganzen Schweiz sind ersiohtlioh In O. R. Wagner« Führer für Automobllfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. 8. Höngg-Zürich Restaurant Kreuzungen • • Gut geführte Küche« Ia Weine. Grosse Gesellschaft»-Räume für Hochzeiten etc. — Autogarage» 404. Telephon 15. Sehmld. ErlenbachJL HOTELKREUZT Coach, Vierradbremsen, tadelloser Zust. Fr.-4500. Offerten unter Chiffre 11010 an die 6864 Automobil-Revue. Bern. 4-T.-DAIMLER- Lastwagen In gutem Zust., wird, wegen Anschaff. eines grössern Wagens billig- verkauft. Anfragen u. Chiffre R. 6059 Lz. an die Publicitas, Luzern. 41688 f. Bierdepot sehr geeignet. Sofort, ev. per Neujahr abzugeb. z. Preise von Netto Kassa. Anfragen unter Chiffre 41625 an die „Automobil-Revue", Bern. Hochzeiten. Reelle Weine, säle. Telephon Hochzeiten. — Gut gepflegte Küche und Kellen Schone Gesehschafts-Zimmer, Garage. Tel. 680. Familie labhart. 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In Art 34 des Konkordates werde mit aller wünschbaren Deutlichkeit gefordert, dass der Führer eines Fahrzeuges den Lauf verlangsame und nötigenfalls sofort anhalte, wenn das Fahrzeug Anlass zu einem Verkehrshemmnis oder einem Unfall bieten könnte. Diese Verkebrsvarschrift gelte nicht nur für den Automobilisten, sondern auch für den Velofahrer und die «Zumutung an die Verletzte» stamme m. a. W. nicht von der Verteidigung des Angeklagten, sondern vom Gesetzgeber selbst f Hätte die Verletzte auch nur mit einiger Sorgfalt und Ueberlegune gehandelt, so wäre ihre Kollision Lauschige Ecken im Schweizerland. Rtchttt Zörlchsttuftr. Eines der beliebtesten Sonntags-Atisfluggebiete der Zürcher Automobilisten ist unzweifelhaft das rechte Ufer des Zürichsees mit seinen blühenden Dörfern, die sich in langer Reihe, fast unmerklich ineinander übergehend, längs dem Seeufer hin ausbreiten. Da wäre vor allem Küsnacht zu nennen, das ja von Zürich in kürzester Frist erreicht werden kann und noch als Fahrtziel für einen kleinen abendlichen Ausflog in Betracht kommt. Weiter seeaufwärts sind ganz besonders hervorzuheben Männedorf und Stäfa, die Werktags und Sonntags sehr viel von Automobilisten besucht werden. Es ist eigentlich fast überflüssig, noch speziell der Roiensladt zu gedenken, denn wer das rechte Zürichseenfer befährt, wird in Rapperswil doch meistens Station machen. Das alte Schloss, das Wahrzeichen von Rapperswil, lockt schon von weitem,, dieser durch die ganze Schweizergeschichte eine Rolle spielenden Stadt einen Besuch abzustatten. Die Verkehrsstellung dieser Stadt ist aber auch einzig, indem sieh hier eine Menge von Strossen schneiden. Quer durch den See verläuft der Damm mit der Strasse, der nur auf relativ kurser Strecke durch eine Brücke mit dem andern Ufer verbunden ist, und hier herüber kommt die Strasse aus der Innerschweiz. Von Zürich, aus dem Zürcher Oberland, vom Ricken und vom Glarnerland her treffen die Strassenzüge in Rapperswil zusammen, Grund genüg, um diese Stadt zu einem bedeutenden ostschweizerischen Strassenknotenpunkt zu machen. Wallensee. Stall aus den blatten Fluten aufragende Felswände, nur hie Und da auf einem BadhstJhuttkegTel *täniK Platz füf eine Siede!tm» lassend, ausgenommen an den beiden Enden des Sees, das ist das Charakteristikum der Walenseeufer. Nur an seinem Südufer führt eine Autostrasse hin, die die beiden Endpunkte Weesen und Wallenstadt miteinander verbindet. Auch die Bezeichnung < Strasse am Südufer > ist nicht wörtlich zu nehmen, sondern sie führt von Weesen aus in Glarnerland, um bei Mollis dann anzusteigen gegen den Kerenzerberg. Auf dieser prächtigen Bergterrasse verläuft siei und man hat immer einen prachtvollen Blick hinunter auf den tiefblauen See. Vorteilhaft wird man in Obstalden, das prächtig in den Obstbäumen drin gelegen ist, einen kürzeren oder längeren Aufenthalt einschalten. Man übersieht auch von nirgends das ganze Kurgebiet des Wallensee so schön wie von hier: links unten das liebliche Weesen, das besonders im Frühling und im Herbst sich ganz ausserordentlich gut für einen Kuraufenthalt eignet, gegenüber auf ausgedehnter Bergterrasse Amden, der immer bekannter werdende Bergkurort. Wenn man von Obstalden Weiter fährt, so windet sich die Strässe in Kehren abwärts nach Mühlehorn, von wo aus man, ständig dem Seeufer folgend, nach Wallenstadt gelangt. Gerade als Standquartier für Ausflüge ist Wallenstadt empfehlenswert, indem man von hier aus das Seeztal aufwärts nach Sarirans und Ragas kann oder dann hinauf in die heute vielbesuchten Flumserberge und in entgegengesetzter Richtung über den schon erwähnten Kerenzerberg. Also Ferien am Wallensee notiere sich jeder Automobilist ins Merkbuch. L. Sommerwochen am Vierwaldstättersee. Droben in Engelberg, am Fusse des schneefirstigen Titlis haben eich diesen Sommer zwei bedeutungsvolle Begebenheiten zugetragen: zum ersten wurde als Denkmal für den Sänger des Tales, Konrad Ferdinand Meyer, ein Brunnen eingeweiht und damit dem Crescendo der Beliebtheit Engelbergs ein Markstein gesetzt; zum andern aber wurde in weitsichtigerFürsorge ein famoses Schwimmbad erbaut Und dem Betrieb übergeben. Derartige Begebenheiten bedeuten für einen Bergkurort allerhand; sie sind Schrittmesser der Entwicklung und Zeugen vorwärtsschauenden Sinnes. Wenn gegen Ende des Sonnenmonats August über den Bergen die kühlen, klaren Herbsttage aufzuziehen beginnen, wird sich das Wogenspiel der Verkehrswellen wieder vermehrt um die freundlich «um gütigen See blickenden Uferorte kräuseln. Auf diese Zeit rüstet die milde Bucht am Fusse des Rigi ihren vollen Zauber herbstlicher Schönheiten. In Vitznau und Weggis wird man noch -wochenlang milde Badetemperatur und brennende Uferlager finden, wenn droben in den Bergen -schon frühe Kaminfeuer angezündet werden müssen. Auch drüben am flachen Sandstrand von Stansstad wird das Badeleben bis in den Herbst hinein andauern, denn der besondere Vorzug dieses Strandbades liegt in dem weit in den 1 See hinaus leitenden seichten Sandbande, über dem das Wasser rasch Lufttemperatur annimmt und wo bei völliger Gefahrlosigkeit ein Do rado für grrasse nnd kleine Wasserratten aufgeht. Luzern seiher, dessen Türme und Zinnen die blaue Bucht beherrschen, nimmt mit seinem herrlichen neuen Strandbad lebhaftesten Anteil am Kurbetrieb der VierwaldsÄtterseegegend. Ueberdies vermag das reiche Sport- und Unterhaltungsprogramm dieses grössten schweizerischen Fremdenkurolatzes jedem Beiucher so viel Abwechsjung zu Tourismus mit dem Personenautomobil undenkbar gewesen. Jedenfalls aber habe dabei das an sich zwar konkordatswidrige Placieren des Bierautos keine entscheidende Rolle gespielt. Das Urteil des Obergerichts ist in hohem Masse erfreulich. Es zeigt sich darin das Bestreben, auch den Nichtautomobilisten daran zu erinnern, dass für ihn auf der Strasse die nämlichen Sorgfaltspflichten gelten wie für den Lenker eines Motorfahrzeuges und dass auch er kein Recht besitzt, sich eine Passage, die zum Teil versperrt ist, kurzerhand zu erzwingen und allfällige Hindernisse einfach zu ignorieren, um bei Eintritt eines Schadenereignisses die Verantwortung dem Automobilisten zuzuschieben, lediglich deshalb, weil dieser die Strassenversperrung veranlasste. Dr. L. bieten, dass selbst verwöhnte Globetrotter gerne immer wieder in die Stadt am See ziehen, wo es im späten Sommer und frühen Herbst eo mild und lieblich nach Himmelsblau und Sonnengold duftet. Im tatinengrünen Toggenburg. * Mein Tal, du bist so still und schon. Bist mehr als das, mein Heimattall Drum grüss ich deine Bergeshöhn, Und grüsse dich viel tausendmal! So singt J. Stauffacher sehnsuchtsvoll ober sein tannengrünes Toggenburg. Früher eine von der übrigen Welt abgeschlossene Gegend, hat sie sich zufolge der sich von Wll an aufwärts ausdehnenden Strassennetze zu einer bekannten Kurlandschaft entwickelt, die heute ihrer wirklich abwechslungsreichen Naturschönheiten wegen zum Tummelplatz der naturliebenden Feriengäste geworden ist. Da Tal zieht sich rechts und links der Thur entlang, von WH bis zum 1100 m hoch gelegenen Wildhaus; die Flurplätze sid bis hoch in die Berge hinauf bespickt von Wohnstätten in Gestalt charakteristischer Holzhäuschen, die die weite Gegend nicht einsam machen und dem Wanderer auch Unterschlupf bieten. Schon vom Hoüberg bei Wil erblickt man in grösserer Entfernung das Säntismassrr mit den schroffen Brustpanzern nnd rechts davon die sieben Häupter der Churfirsten, d!e sich teils in müdfrscheinender Haltung 1 , teils aber keck nnd trotzig in Reih und Glied stellen. Die 7 Cfcurfirsten sind neben dem Speer — dem «Rigi der Ostschweiz> — die HauptbeTge des Toggeriburgs, wozu sich linker Hand die Säntismassive gesellen, die alle zusammen besonders das Obertoggenburg wie eine Schutzmauer umschliessen. Daneben ragen noch viele kleinere Berge vor, alle besät von dunklen Tannenwäldern, die zu Spaziergängen und Luftkuren einladen. Der Thur entlang selbst erhebt sich eine Ortschaft ander andern; das einzige Städtchen ist das 700- jährige Lichtensteig, doch besitzt das Toggenburg noch eine Anzahl grösserer Ortschaften, die sich alle, dem Naturbild entsprechend, charakteristisch in Bau und Art der Landschaft anpassen. Schon dies macht das Toggenburg ungemein heimelig. Der Zufahrtwege sind heute gar viele. iDie Autostrassen sind ausgezeichnet und zweigen von allen Seiten her in die Hauptstrasse ein. Durch das ganze schöne Tal schlängeln sich anmutig die Wasser der Thur. Das Schauen der Berge lockt zum Besteigen. Wie die Landschaft, so sind auch die Menschen. Sie sind einfach in ihrem Aeussern, im Auftreten und im Verkehr, leiben ebenso einfach, aber lebensfroh und ungezwungen; ihnen hat der oft alles zerfressende Modernismus noch nichts anhaben können. Viele alte Volkssitten leben noch heute ungemindert fort, manchmal sieht man sogar noch die sehr originelle «Brautfudertragete», der Alpaufzug in Sennentracht besteht noch immer, und die Bergkinder legen besonderen Wert darauf, ihre typische Toggenburgertracht zu tragen. Weitest bekannt ist die grosse Gastfreundschaft und die schlichte, aufrichtige Herzlichkeit des Toggenburgers, der übrigens auch ein grosser Sängerfreund ist, was in den zahlreichen Jodlern und Jauchzern, die er im Freien, zu Hause während der Arbeit oder in Gaststätten immer wieder hören lässt, zum Ausdruck kommt. Seit einer Reihe von Jahren ist nun das Toggenlburg begehrter Kuraufenthalt für alle jene, die Erholung und Freude suchen, die Ruhe und Freiheit wünschen und die gleichzeitig mit massigen Preisen rechnen. F.B. Zweierlei Recht. In der

N° 72 — 1929 AUTOMOBIL-REVUE 13 Anfragt 811- Fahrbewilligung. Mein Sohn, welcher siel» seit einer Reihe von Jahren in Amerika aufhält und das amerikanische Bürgerrecht besitzt, wird dieses Jahr nach der Schweiz kommen. Da er gewohnt ist, viel mit seinem Auto zu fahren, mochte er dies auch hier ausüben. Wollen Sie mir gefl. sagen, was er zu tun hat, um die Fahrbewiuigung zu bekommen. In Milwaukee arbeitet er In der Fabrik Na3h, ebenfalls seit einer Reihe von Jahren. Muss er wohl ebenfalls die Fahrprüfung machen oder könnte er von dieser dispensiert werden auf Grund eines entsprechenden Zeugnisses von Milwaukee ? Dr. B. in R. Antwort: Zur Führung eines Motorfahrzeuges bedarf es der Bewilligung der zuständigen Behörde des Wohnsitzes. Im Kanton Bern ist das kant. Automobilbureau diese zuständige Behörde. Die Fahrbewilligung wird nur erteilt, wenn sich der Bewerber darüber ausweist, dass er befähigt ist, einen Motorwagen ohne Gefährdung der öffentlichen Sicherheit zu führen. Der Kanton Bern verlangt nun immer eine solche Prüfung, gleichgültig, ob der Bewerber schon andernorts die Fahrbewilligung gehabt hat Die Bedingungen und namentlich Anforderungen an die Fahrer sind eben überall andere und das kant. Automobilbureau behält sich die Nachprüfung vor. Angenommen, es erhält ein Automobilist in einer kleinen Kantonshauptstadt ohne Verkehr die Fahrbewilligung, «o ist damit noch lange nicht gesagt, dass er in verkehrsreichen Städten, wie Zürich, Bern, Genf sicher fahren kann. Wenn allerdings ein Fahrer aus einer amerikanischen Grossstadt in die Schweiz kommt, sollte angenommen werden, dass er ohne weiteres mit genügender Sicherheit fahren könnte. Die Verkehrsvorschriften sind aber nicht überall dieselben, weshalb eben auch aus diesem Grunde eine Nachprüfung am Platze ist. In der Regel beschränkt sioh diese auf ein kurzes Fahren in Begleitung des kant. Automobilexperten. * Anfragt 812. Gebühr für dit Verkehrrtewilllgung. Eines meiner Auto, welches ich bis zum letzten Neujahr drei Jahre gefahren habe und dafür auch jedes Jahr die Versicherung sowie die kantonale Taxe bezahlt habe, nehme ich dieses Jahr erst mit dem 1. Juli in Gebrauch. Die alte Versicherung habe ich gekündigt und nur eine solche für Juli und August abgeschlossen. Nun verlangt mir der Beamte auf dem Polizeibureau die Taxe für das .ganze Jahr, mit der Begründung, dass mit dem Art. 42 der ganz neuen Verordnung die «Meinung» sei, diese gelte nur für Autos, welche neu in den Kanton eingeführt werden. Ich glaube denn doch, dass für den Automobilisten Gesetz und Verordnung, wie diese vom Kantonsrat durchberaten und angenommen wurden, massgebend sind und man sich an diese auf alle Fälle zu halten hat und nicht an eine «Meinung», welche nachträglich entsteht Es steht doch unzweideutig darin, dass ein Auto gebührenpflichtig wird und weiter die Gebührenpflicht beginnt mit der Ingebrauchnahme des Fahrzeuges; dass damit nur die neu in den Kanton eingeführten Autos gemeint sind, ist kein Wort darin. P. R. in S. Antwort: In Ihrem Falle ist nicht nur Art. 42 der obwaldnerischen Verordnung über den Mo- , t^rwagen- und Fahrradverkehr vom 13. April 1929 zu berücksichtigen, sondern auch Art. 4, Alinea 8 des zitierten Erlasses, welches lautet: «Die Verkehrsbewilligung wird auf ein Kalenderjahr ausgestellt und ist alljährlich zu erneuern». Wenn Sie nun der zuständigen Behörde auf Ablauf des letzten Kalenderjahres mitteilten, dass das betreffende Auto während eines halben Jahres aus dem Verkehr genommen wurde und Sie deshalb die Verkehrsbewilligung bis zu diesem Zeitpunkt zurückgeben, sowie die Kontrollnummernschilder, so ist zweifellos Art. 42 anwendbar, da die Gebührenpflicht bis zur «Ingebrauchnahme» ruht und nicht schon mit der Einfuhr des Wagens in den Kanton beginnt. Aus Ihrem Schreiben ist allerdings nicht ersichtlich, ob Sie der zuständigen Behörde auf Ablauf des Kalenderjahres diese Mitteilung zukommen Hessen, doch müssen wir annehmen, dass Sie in diesem Falle nach allgemein üblicher Praxis der zuständigen Amtestelle entweder aufgefordert worden wären dies nachzuholen, oder deswegen eine Busse erhalten hätten. In beiden Fällen hätten Sie aber wahrscheinlich bei der zuständigen Behörde vorgesprochen und ihr den Sachverhalt erklärt und dann die Kontrollschilder deponiert. Wir glauben daher für die Beantwortung Ihrer Frage annehmen zu dürfen, dass Sie den Vorschriften über die Verkehrsbewilligung und Kontrollnummernschilder genügten und dass es sich einzig noch um die Taxe handelt. Der Ausdruck «Ingebrauchnahme» des Fahrzeuges drückt aber deutlich aus, dass der Augenblick gemeint sei, wo das Auto in den Verkehr tritt, in Ihrem Falle also ab 1. Juli 1929. * JUHASZ Der Vergaser mit unverstellbarer Dusenein8tellung (Register). 1. Höchste Tourenzahl des Motors. 2. Progressive, geschmeidige und rasche Beschleunigung (selbst bei direktem Gang und kleinen Geschwindigkeiten). 3. Unvergleichlicher Leerlauf. 4. 15—40% Benzinersparnis bei allen Modellen. 5. Rasches Anfahren selbst bei niederen Temperaturen. Anfrage 813. Haftung aus Kaufvertrag und Mietvertrag. Im letzten Frühjahr kam mit meinem Klienten, nachdem mir derselbe seit 2 Jahren öfters versicherte, nur von mir einen Wagen zu kaufen, ein Kaufvertrag für einen neuen Wagen zustande. Der zu liefernde Wagen war damals noch nicht erhältlich und im Kaufvertrag war stipuliert, dass die Lieferung in der Reihenfolge der eingegangenen Kaufverträge zu erfolgen habe. Mündlich war sodann vereinbart, dass dem Käufer ein früheres Modell gleicher Marke bis zum Eintreffen des neuen Modells in Miete gegeben werden sollte. Zuerst kam ein Phaeton in Frage, mit 15 Rappen pro Kilometer Mietgeld, für die Dauer der Benützung. Hernach wünschte der Käufer einen Sedan und ich übergab demselben einen neuen Sedan, der nur einige Male «u Vorführungen gebraucht wurde. Kurz bevor der neue Wagen von der Fabrik eintraf, kaufte mein Klient von einem andern Verkäufer einen neuen andern Wagen. Da ich vorderhand genügend Abnehmer für meine neuen Wagen hatte, drang ich nicht daiauf. dass mir der Käufer den" bestellten Wagen sofort abnehmen müsse, unfl behielt mir freie Verfügung über den Wagen vor. Anfangs September letzten Jahres ersuchte ich um Zustellung des in Miete gegebenen Wagens, unter Angabe der Zahl der gefahrenen Kilometer. Erst nach wiederholten Reklamationen wurde mir der Wagen per Bahn in schmutzigem, verlottertem Zustande unfrankiert zugestellt. Ich muss bemerken, dass der Wohnort des Käufers zirka 130 km von mir entfernt liegt, und daher der Wagen aussei meiner Kontrolle stand Nachdem ich den gemiöteten Wagen reparierte, stellte ich meinem Klienten Rechnung für abnormale Abnützung des Wagens und eine Mietentschädigung pro Tag, da der Kilometerzähler längst nicht mehr funktionierte. , TJeber die Entschädigung der Miete konnten wir uns nicht einigen, für abnormale Abnützung will der Käufer nichts bezahlen. •• , Ich möchte gerne Ihre Ansicht hören ob ich: 1. Berechtigt bin, eine Entschädigung für den mir nicht abgenommenen Wagen zu verlangen, eventuell wie hoch die Entschädigung sein dürfte? 2. Ist die Entschädigung für die Miete eines 4plätzigen Sedan pro Tag zu Fr. 8.—, oder 20 Cts. pro Fahrkilometer, für normale Abnützung und Amortisation eines neuen Wagens angemessen? 3. Dürfen ausserordentliche Abnützung, wie z. B. Beschädigung der Karosserie, Zerreissen der Polsterung, unsachliche Behandlung einzelner Maschinenteile nicht extra verrechnet werden? J. K. in Z. , Antwort: 1. Wenn der Käufer den durch den Kaufvertrag bestellten Wagen, trotzdem er ihm birinen der vorgesehenen Frist zur Lieferung angeboten wird, nicht abnimmt, so müssen Sie ihm durch Charg§-Brief mitteilen, der Wagen stehe veitragsgemäss zu seiner Verfügung, und wenn er ihn nicht binnen einer angemessenen Zeit abhole (hier genaue Angabe, binnen wievieler Wochen), so werden Sie sich vorbehalten, entweder Erfüllung und Schadenersatz wegen verspäteter Abnahme ödet Schadenersatz allein zu verlangen, oder dann den Rücktritt vom Vertrage zu erklären. > Holt Ihr Käufer nicht binnen der angesetzten Frist den Wagen ab, so stehen Ihnen folgende drei Möglichkeiten offen: i a) Sie klagen darauf, dass Ihnen der Käufeiden Wagen abnehme und bezahle nebst Schadenersatz wegen verspäteter Abnahme. Dieser Schadenseraatavumfasst: die durchs die,; Verspätung :erwarilsenen Auslagen, z. B. dass Sie die betr. Box in der Garage nicht vermieten konnten. Diesen Schadeh müssen Sie aber belegen können. , * 1 b) Sie verzichten auf die Zahlung des Kaufpreises, behalten Ihr Auto und verlangen Schadenersatz für entgangenen Gewinn (Provision) und allen Schaden, der Ihnen nachweisbar durch die Nichterfüllung des Vertrages entstanden ist. c) Sie erklären nach Ablauf der angesetzten Frist, sofort den Rücktritt vom Vertrage mit eingeschriebenem Brief an den Käufer und verlangen Ersatz für den aus dem Dahinfallen des Vertrages resultierenden Schaden, d. h. Sie liefern dann den bestellten Wagen nicht und fordern Ersatz desjenigen Schadens, der Ihnen nicht entstanden wäre, wenn Sie nie in ein Vertragsverhältnis mit dem Käufer getreten wären, also z. B. die Auslagen des Vertragsabschlusses, alle weitern Kosten, welche Ihnen bereits dadurch entstanden sind, dass Sie den Vertrag erfüllen wollten etc. < 2. Ob eine Miete von Fr. 8.— pro Tag, d. h. zirka 20 Rp. pro Fahrkilometer, für normale Abnützung und Amortisation eines neuen vierplätzigen Sedans angemessen ist, kann Ihnen am sichersten ein Autoexperte sagen; denn diese Frage fällt aus dem Rahmen des juristischen Sprechsaals. Ohne den Wert des fabrikneuen Wagens zu wissen, kann keine Schätzung des Mietpreises erfolgen. 3. Der Mieter einer Sache ist verpflichtet, bei dem Gebrauche der Sache mit aller Sorgfalt zu verfahren; fügt er der Sache dauernden Schaden zu, so kann der Vermieter Schadenersatz verlangen, soweit es sich nicht um die aus der vertragsmässigen Benutzung der Sache resultierende Abnützung handelt. •-., * Ueberzeugen Sie sich wir liefern Ihnen einen Apparat 10 Tage zur Probe, kostenlos und unverbindlich! Bei Kauf macht sich der Apparat rasch bezahlt, nicht nur durch die beträchtliche Ersparnis an Benzin.sondern auch durch die erhöhte Leistung und Geschmeidigkeit des Wagens. 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