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6 News & Fakten

6 News & Fakten diabeteszeitung · 3. Jahrgang · Nr. 1/2 · 28. Februar 2018 Kritik an der »Pseudo-Ampel« Vorstoß von sechs großen Lebensmittelkonzernen überzeugt Foodwatch nicht BERLIN. Wer ernährungsbewusst einkaufen will, hat bei industriell hergestellten bzw. verarbeiteten Lebensmitteln seine Mühe. Nährwertangaben auf den Produkten sind oft nur mit einer guten Brille zu entziffern. Und was als gesund beworben wird, ist nicht immer gesund, sondern zu fett oder zu süß. Hinweise in einem Ampel-System könnten für Transparenz sorgen. Die Industrie prescht vor, die Politik macht langsam. Lobbyisten der Lebensmittelhersteller haben 2010 eine EU-weit verbindliche Ampelkennzeichnung zum Nährwertgehalt bei verarbeiteten Lebensmitteln erfolgreich verhindert. Im November 2017 jedoch haben Mars, Mondelez, Nestlé, Coca Cola, Pepsico und Unilever der Europäischen Kommission einen gemeinsamen Vorschlag zu einer einheitlichen Kennzeichnung in Europa vorgestellt. Es geht also doch verbraucherfreundlich und transparent? Mitnichten, warnt die Verbraucherorganisation Foodwatch. „Was für ein fieses Lobby-Manöver: Nestlé, Coke & Co. kapern die eigentlich sinnvolle Idee einer verbraucherfreundlichen Nährwertkennzeichnung und führen sie mit ihrer Pseudo-Ampel ad absurdum“, empört sich Oliver Huizinga, Leiter Recherche und Kampagnen bei Foodwatch. Kriterien für ein Ampelsystem soll nicht die Industrie festlegen Anstatt Zuckerbomben und fettige Snacks zu entlarven, lasse die Industrie-Ampel die Produkte gesünder aussehen als sie es in Wahrheit seien. »Ernährungsminister lehnt jede Ampel ab« Steueränderung kann beim gesunden Einkaufen helfen Übergewicht und Adipositas gelten als das größte Gesundheitsrisiko weltweit. Auch deutsche Ernährungs- und Diabetesexperten fordern deshalb seit Langem eine Lebensmittelkennzeichnung, die Verbraucher vor hohen Anteilen an Zucker, Fett und Salz in Lebensmitteln warnt. Auch eine höhere Besteuerung von ungesunden Lebensmitteln könnte Ernährungsverhalten, Körpergewicht und Gesundheitskosten beeinflussen, wie eine Studie von Privatdozent Dr. Tobias Effertz, Universität Hamburg, zeigt. Steuer-Studie: http://bit.ly/2zQ1ULg „Das darf nicht zum europäischen Standard werden.“ In der offiziellen Präsentation ihrer Ampel-Idee argumentieren die sechs großen Lebensmittelkonzerne, dass die in den 28 EU-Staaten dominierenden Angaben zu Fett, gesättigten Fetten, Kohlenhydraten, Zucker, Eiweiß und Salz nur in Schwarz-weiß auf den Verpackungen nachlesbar sind. Sie sollten jedoch aussagekräftiger und leicht zu verstehen sein. Das vorgeschlagene Ampel-System überzeugt Foodwatch jedoch nicht. Es habe viel zu lasche Kriterien und sei irreführend. Die Kriterien für Nutella mit einer vorgesehenen Portionsgröße von 15 Gramm müsste zu mehr als 90 % aus Zucker bestehen, damit die Industrie-Ampel Rot zeigt. Foto: Foodwatch eine Ampel sollten nicht von der Industrie, sondern von unabhängigen Experten bestimmt werden. Foodwatch verweist auf das erstmals 2007 von der britischen Lebensmittelbehörde FSA konzipierte Original-Ampelsystem. Im Vergleich dazu würde mit der Industrie-Ampel viel Rot verschwinden. Möglich werde dies durch einen Trick: „Die Originalampel der FSA berechnet die Ampelfarbe auf Grundlage von einheitlich 100 Gramm. Sie springt zum Beispiel beim Zuckergehalt auf Rot, sobald ein Produkt mehr als 15 % Zucker enthält.“ Hersteller-Farbgebung basiert auf kleineren Portionen Im Gegensatz dazu, mahnt Foodwatch, berechne die Industrie-Ampel die Farbgebung auf Basis von Portionsgrößen, welche die Hersteller selbst festlegen. Das bedeute: Je kleiner die Portion, desto kleiner werde natürlich die Prozentangabe %-Angaben bezogen auf die Referenzmenge lt. EU-Richtlinie zur Lebensmittelinformation (LMIV) Verbraucherschützer raten: Mach den Ampelcheck! In Hamburg bietet die Verbraucherzentrale gemeinsam mit der Gesundheitsbehörde eine Ampel-Checkkarte fürs Portemonnaie. Auf dieser sind die Grenzwerte für Zucker, Fett und Salz pro 100 Gramm angegeben. Im Vergleich mit den 100-Gramm- Nährwertangaben auf der Verpackung lassen sich Zuckerbomben oder Fettfallen schnell erkennen. Die Nachfrage ist groß. Weit über 50 000 dieser Ampel- Checkkarten sind bereits ausgegeben worden. und damit der Anteil an der empfohlenen Verzehrmenge pro Tag. Bei allen Portionen bis zu 60 Gramm zeige die Industrie-Ampel erst dann Rot, wenn mehr als 13,5 Gramm Zucker in einer Portion steckten. EU- Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis hat allerdings bereits 2017 klargestellt, dass er die freiwilligen Vorschläge der Industrie für nicht ausreichend hält, berichtet der AOK-Bundesverband. Schmidt: Nährwerttabelle ist besser als eine Ampel Der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Christian Schmidt will grundsätzlich keine Nährwertampel auf den Verpackungen sehen. Dabei hat der Ernährungsreport 2018 seines Ministeriums gezeigt, dass sich etwa zwei Drittel der Menschen beim Einkauf über die Zusammensetzung von Lebensmitteln informieren. In der „Nürnberger Zeitung“ sagte Schmidt: „Die Nährwerttabelle hat doch eine viel höhere Aussagekraft als eine dreifarbige Ampel.“ kol http://bit.ly/2DnDWLs http://bit.ly/2EP7DSF Richtige Weichenstellung BfArM bietet Startups frühe verfahrenstechnische Beratung BONN. Das Innovationsbüro beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) unterstützt Startups im Medizinproduktebereich mit einem niedrigschwelligen Informations- und Beratungsangebot. Angesprochen werden dabei primär kleine Unternehmen und Forschungszentren, die sich mit ihrem Produkt in einer sehr frühen Entwicklungsphase befinden. Das Innovationsbüro ergänzt damit die bereits etablierte wissenschaftliche und verfahrenstechnische Beratung für Arzneimittelentwickler. „Wir können Unternehmen helfen, Informationslücken zu schließen und frühzeitig die Weichen für regulatorische Prozesse richtig zu stellen“, erklärt BfArM-Pressesprecher Maik Pommer zur Startup-Beratung. Ziel sei es, dass wirksame und sichere Innovationen auch den Patienten erreichten und nicht an vermeintlichen Hürden im Zulassungsund Zertifizierungsbereich vor der Markteinführung scheiterten. Wie Pommer berichtet, trifft das Angebot des Innovationsbüros auf positive Resonanz. „Zugleich erleben wir häufig, dass viele Unternehmen aus dieser Branche überrascht sind, »Positive Resonanz« diesen Service von einer Bundesbehörde angeboten zu bekommen.“ Medizinprodukt oder nicht? Kick-off-Meeting hilft Laut BfArM ist eine Medical App ein Medizinprodukt, wenn sie u.a. folgenden Zweck erfüllt: • Erkennung, Verhütung, Überwachung, Behandlung oder Linderung von Krankheiten • Linderung oder Kompensierung von Verletzungen oder Behinderungen • Untersuchung, Ersetzung oder Veränderung des anatomischen Aufbaus oder eines physiologischen Vorgangs • Empfängnisregelung Konkret eröffnet das Innovationsbüro die Möglichkeit, sich im Rahmen eines sog. Kick-off-Meetings zum geplanten Produkt beraten zu lassen und Kontakt zum passenden BfArM-Experten aufzunehmen. Die Beratung ist gebührenpflichtig. Die Basis dafür bildet die Verordnung über Gebühren und Auslagen für Amtshandlungen nach dem Medizinproduktegesetz (Medizinprodukte-Gebührenordnung). Seit 2015 findet man auf der BfArM- Webseite die Orientierungshilfe „Medical Apps“. Sie unterstützt Interessierte bei der Abgrenzung der Programme: Handelt es sich um ein Medizin- oder ein anderweitiges Produkt (z.B. Arzneimittel, Kosmetikum)? Und falls es ein Medizinprodukt ist, welcher Risikoklasse im „Anhaltsfunktionen“ für eine Einstufung als Medizinprodukt können etwa sein: • Berechnung z.B. von Medikamentendosierungen (im Gegensatz zur reinen Wiedergabe einer Tabelle, aus der sich der Anwender die Dosierung selbst ableitet) • Überwachung eines Patienten und Datensammlung z.B. durch Messwerterfassung, sofern die Ergebnisse Diagnose oder Therapie beeinflussen Sinne des Medizinproduktegesetzes muss es zugeordnet werden? kol E-Mail: innovation@bfarm.de Telefon: 0228 99 307-4053 www.bfarm.de/innovation

2-fach und 3-fach bewährt Fixkombinationen im Fokus • Starke Blutdrucksenkung • Mehr Patienten auf Zielwert 1,2 • Verbesserte Adhärenz 3 • Nachgewiesener Gefäßschutz unter Olmesartan 4–6 1 Im Vergleich zu einer Bluthochdrucktherapie mit zwei Monopräparaten (RAAS-Blocker plus Calciumantagonist). Modifiziert nach Ram C.V.S. et al., The Journal of Clinical Hypertension 2012; 14 (9): 601– 610. 2 Im Vergleich der 3er- Kombination zur 2er-Kombination nach Oparil S. et al., Clinical Therapeutics 2010; 32 (7): 1252–1269. 3 Im Vergleich zu einer Bluthochdrucktherapie mit freier Kombination von zwei oder mehr Monopräparaten. 4 Fliser D et al., Circulation 2004; 110: 1103–1107. 5 Smith RD et al., J Am Hypert 2008; 2: 165–172. 6 Stumpe KO et al., Ther Adv Cardiovasc Dis 2007; 1: 97–106. Vocado ® 20 mg/5mg-, Vocado ® 40 mg/5mg-, Vocado ® 40 mg/10 mg Filmtabletten. Wirkstoffe: Olmesartanmedoxomil/Amlodipin. Zusammensetzung: Eine Filmtablette enthält 20 mg bzw. 40 mg Olmesartanmedoxomil und 5 mg bzw. 10 mg Amlodipin (als Amlodipinbesilat). Sonstige Bestandteile: Vorverkleisterte Maisstärke; Mikrokristalline Cellulose, Siliciumdioxid beschichtet; Croscarmellose-Natrium; Magnesiumstearat (Ph. Eur.); Poly(vinylalkohol); Macrogol 3350; Talkum; Titandioxid (E 171); Vocado ® 40 mg / 5 mg zusätzl.: Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E 172); Vocado ® 40 mg / 10 mg zusätzl.: Eisen(III)- hydroxid-oxid x H2O (E 172); Eisen(III)-oxid (E 172). Anwendungsgebiete: Essenzielle Hypertonie bei Erwachsenen, wenn der Blutdruck mit Olmesartanmedoxomil oder Amlodipin als Monotherapie nicht ausreichend kontrolliert werden kann. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gg. die Wirkstoffe, Dihydropyridinderivate oder einen der übrigen Bestandteile, 2./3. Schwangerschaftstrimester, stark eingeschränkte Leberfunktion, Gallenwegsobstruktion, schwere Hypotonie, Schock (incl. kardiogener Schock), linksventrikuläre Abflussbehinderung, hämodynamisch instabile Herzinsuffizienz nach akutem Myokardinfarkt, gleichzeitige Anwendung mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml/ min/1,73 m 2 ). Nebenwirkungen: Häufig: Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Ödeme, periphere Ödeme, eindrückbare Ödeme. Gelegentlich: Hyperkaliämie, verminderte Libido, Hypästhesie, Lethargie, Parästhesie, Lagerungsschwindel, Schwindel, Palpitationen, Tachykardie, Hypotonie, orthostatische Hypotonie, Husten, Dyspnoe, Obstipation, Diarrhö, Mundtrockenheit, Dyspepsie, Übelkeit, Oberbauchschmerzen, Erbrechen, Ausschlag, Rückenschmerzen, Muskelspasmen, Schmerzen in den Extremitäten, Pollakisurie, Erektionsstörung/Impotenz, Asthenie, Erhöhung v. Kreatinin im Blut, Erniedrigung v. Kalium im Blut, Erhöhung v. Harnsäure im Blut, Anstieg von Gamma-GT. Selten: allerg. Reaktionen/Arzneimittelüberempfindlichkeit, Synkope, Gesichtsrötung, Urtikaria, Gesichtsödeme. Weitere Nebenwirkungen sind für die jeweiligen Monotherapien bekannt (siehe Fachinformation). Verschreibungspflichtig. Weitere Einzelheiten enthalten die Fach- und Gebrauchsinformation, deren aufmerksame Durchsicht empfohlen wird. MENARINI INTERNATIONAL OPERATIONS LUXEMBOURG S.A. Mitvertrieb durch BERLIN- CHEMIE AG, 12489 Berlin. In Lizenz von DAIICHI SANKYO EUROPE GmbH. (Stand 10.2015) Vocado ® HCT 20 mg/5 mg/12,5 mg-, Vocado ® HCT 40 mg/5 mg/12,5 mg-, Vocado ® HCT 40 mg/10 mg/12,5 mg-, Vocado ® HCT 40 mg/5 mg/25 mg-, Vocado ® HCT 40 mg/10 mg/25 mg Filmtabletten. Wirkstoffe: Olmesartanmedoxomil/Amlodipin/ Hydrochlorothiazid. Zusammensetzung: Eine Filmtablette enthält 20 mg/40 mg/40 mg/ 40 mg bzw. 40 mg Olmesartanmedoxomil u. 5 mg/5 mg/10 mg/5 mg bzw. 10 mg Amlodipin (als Amlodipinbesilat) und 12,5 mg/12,5 mg/12,5 mg/25 mg bzw. 25 mg Hydrochlorothiazid. Sonstige Bestandteile: Vorverkleisterte Maisstärke; Mikrokristalline Cellulose, Siliciumdioxid beschichtet; Croscarmellose-Natrium; Magnesiumstearat (Ph. Eur.); Poly(vinylalkohol); Macrogol 3350; Talkum; Titandioxid (E 171); Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E 172). Vocado ® HCT 20 mg/5 mg/12,5 mg, - 40 mg/10 mg/12,5 mg, - 40 mg/10 mg/25 mg zusätzl.: Eisen(III)-oxid (E 172); Vocado ® HCT 20 mg/5 mg/12,5 mg zusätzl.: Eisen(II,III)-oxid (E 172). Anwendungsgebiete: Essenzielle Hypertonie bei Erwachsenen. Als Zusatztherapie, wenn der Blutdruck mit der 2er-Kombination von Olmesartan und Amlodipin nicht ausreichend kontrolliert werden kann; Als Substitutionstherapie, wenn der Blutdruck mit der Kombi. Olmesartanmedoxomil, Amlodipin, Hydrochlorothiazid (2er-Kombination und 1 Monopräparat) ausreichend kontrolliert wird. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gg. die Wirkstoffe, Dihydropyridinderivate, gg. and. Sulfonamid-Derivate oder einen der sonstigen Bestandteile; stark eingeschr. Nierenfunktion; therapieresist. Hypokaliämie, Hyperkalzämie, Hyponatriämie und symptomatische Hyperurikämie; stark eingeschr. Leberfunktion, Cholestase, Gallenwegsobstruktionen; 2./3. Schwangerschaftstrimester; Schock (incl. kardiogener Schock); schwere Hypotonie; linksventrikuläre Abflussbehinderung; hämodynamisch instabile Herzinsuff. nach akutem Myokardinfarkt; gleichzeitige Anwendung mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml/min/1,73 m 2 ). Nebenwirkungen: Häufig: Infektionen der oberen Atemwege, Nasopharyngitis, Harnwegsinfektionen, Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Palpitationen, Hypotonie, Übelkeit, Diarrhö, Obstipation, Muskelspasmen, Gelenkschwellungen, Pollakisurie, Asthenie, periphere Ödeme, Müdigkeit, Erhöhung v. Kreatinin, Harnstoff bzw. Harnsäure im Blut. Gelegentlich: Hyperkaliämie, Hypokaliämie, Lagerungsschwindel, Präsynkope, Schwindel, Tachykardie, Hitzegefühl, Husten, Mundtrockenheit, Muskelschwäche, Erektionsstörungen, Erniedrigung v. Kalium im Blut, Anstieg v. Gamma- GT, ALAT bzw. ASAT. Weitere Nebenwirkungen sind für die jeweiligen Monotherapien bekannt (siehe Fachinformation). Verschreibungspflichtig. Weitere Einzelheiten enthalten die Fach- und Gebrauchsinformation, deren aufmerksame Durchsicht empfohlen wird. MENARINI INTERNATIONAL OPERATIONS LUXEMBOURG S.A. Mitvertrieb durch BERLIN- CHEMIE AG, 12489 Berlin. In Lizenz von DAIICHI SANKYO EUROPE GmbH. (Stand 10.2015) 180126_AnzZwillinge_DiabetesZeitung_286x390_RZ.indd 1 26.01.18 17:42

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