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E_1929_Zeitung_Nr.077

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE 1929 - 77 Ted. II. Antwort 7328. Hilfsfedern für starke Belastung. Im techn. Sprechsaal Ihres Blattes, Ausgabe vom 24. August a. c, Frage Nr. 7328, erkundigt sich ein Abonnent nach Hilfsfedern für starke Belastung. Wir sind in der Lage, auf diese Frage die gewünschte Auskunft zu geben. Bei den vom Fragesteller erwähnten Hilfsfedern dürfte es sich um" die zylindrischen Druckfedern handeln, die zur Verstärkung der Blattfedern eingebaut werden. Diese Hilfsfedern werden als Zusatzfedern für die Blattfedern verwendet in Fällen, wo die letzteren sich für die in Frage kommende Belastung als zu schwach erweisen. B. inR. II. Antwort 7331. Destilliertes Wasser. Zum Nachfüllen meiner Akkumulatorenbatterien verwende ich seit 20 Jahren sauberes Regenwasser, ohne dass deswegen Kapazität oder Lebensdauer jemals im- geringsten gelitten hätte. Wie bei Verwendung von destilliertem Wasser muss natürlich von Zeit zu Zeit Batteriesäure nachgegossen werden, damit sich die Flüssigkeit auf die Dauer nicht zu sehr verdünnt. R. in L. Frage 7348. Doppelvergaser für Sechszylindermotoren. Ich konnte bei einer Veranstaltung unserer Sektion kürzlich einen Seehszylindermotor mit Doppelvergaser sehen. Als Laie bin ich mir nicht recht klar, wozu eigentlich für einen Sechszylinder ein Doppelverf,aser notwendig ist, und bitte daher um Aufschluss. H. P. in U. BH3KI Ss» Antwort: Die Leistung des Motors ist von der Vergasung direk! abhängig Sie haben vielleicht schon beobachtet, dass zwei Wagen, die sonst in den Zylinderdimensionen und in der Belastung ganz wenig differieren, doch in ihrer Leistungsfähigkeit sehr verschieden sind Diese Tatsache rührt zum Teil aus einer bessern Vergasung her In der Regel sind erst die Achtzylindermotoren mit Doppelvergasern versehen, aber auch bei einem Sechszylinder kann ein Doppelvergaser die Gaszufuhr günstiger gestalten. Es gibt sogar Sechszylinder, die mit zwei Vergasern versehen sind, die je einen Teil der Zylinder gesondert bedienen. Auch der Doppelvergaser garantiert eine zweckmässigere Vergasung, da er eben die aussen liegenden Zylinder (vermöge einer direkten Ansaugleitung) besser bedienen kann. wlt. Frage 7349. Verwendung von alten Schläuchen. Ich habe kürzlich im Sprechsaal die Kontroverse über die Verwendung von alten Schläuchen als Schwimmgürtel gelesen und mir auch die ev. Bedenken gemerkt. Immerhin glaube ich auch, wie der zweite Einsender, dass geflickte Schläuche, die im Wasser geprüft worden sind und nachher nicht an der Sonne unnötig liegen gelassen werden, gute Dienste leisten. Bei dieser Gelegenheit ist mir der Gedanke gekommen, man könnte ältere Schläuche auch als eine Art Wassereimer verwenden. Es ist ein Fehler in der Ausrüstung vieler neuer Auto-, mobile, dass der Wassereimer, der doch zum Nachfüllen des verdampften Kühlwassers benötigt wird, gewöhnlich nicht vorhanden ist. Ein Segeltuchwassereimer, wie er zum Beispiel beim Miltär verwendet wird, versperrt sicherlich keinen grossen Platz und ist auch nicht schwer. Nun bleibt die Möglichkeit, sich einen besonderen Eimer zu kaufen oder sich von alten Schläuchen ein Füllgefäfis herzustellen. Ich nehme an, dass Sie vielleicht schon ein solches gesehen Haben und über die günstigste Form Bescheid wissen und ersuche Sie um nähere Angaben, welche Form ich wählen eoll. G. H. in M. Antwort: Die Herstellung eine« Wassereimers aus einem alten Schlauch bietet keine besondere Schwierigkeiten. Sie schneiden den Schlauch, nachdem er vorher richtig geflickt wurde mit einem scharfen Messer so zurecht, wie das Ihnen unsere Abbildung zeigt. Die beiden Griffe versehen Sie mit einem Holzstück, damit ein besseres Einfüllen möglich ist. wlt. Trage 7350 Elektrische Uhren. Dürfen wir Sie bitten uns mitzuteilen, wer die elektrischen Uhren « Nerka » fabriziert und in der Schweiz vertreibt ? St und St in B Frage 7351. Oel. Von welcher Firma ist das Oel • Spitaleme T > oder € Spidoleine T • erhältlich V R R-0 in L Frage 7352, Ausarbeitung von Schmiernuten. Sind in Pleuellagerschalen, Federbolzen usw. die Uebergangsstellen von der Schmiernute zur Lagerfläche kantig auszuarbeiten oder abzurunden ? R. G. in G. Antwort: Selbstverständlich müssen die üebergänge angerundet werden. Nur so ist Garantie geboten, dass das Schmiermittel in genügender Menge auf die Lagerfläche gelangt. Der Oelaustritt aus der Nute auf die Lagerfläche hängt geradezu von der Keilwirküng der Abrundung ab. Durch die Bewegung muss gewissermassen em Oel- ST. noßiTz: keil zwischen die beiden bewegten Flächen geschoben werden. Werden dagegen die Üebergänge kantig ausgeführt, so wirken sie wie Schaber und halten das Oel fast ganz zurück, wenn das Lager nicht sehr viel Spiel hat. Von einer reichlichen Schmierung der Lageratelle kann jedenfalls bei dieser Ausführung der Nuten keine Rede sein. Allerdings trifft man in der Praxis die kantige Ausführung noch ziemlich oft an. Es gibt auch Mechaniker, die sie wissentlich propagieren, mit der Begründung, der Öelyerbrauch sei dann kleiner. Das trifft zwar in den meisten Fällen auch zu. Nicht das Oel ist es jedoch, das die Hauptkosten verursacht, sondern die Abnützung, at H«an«lc»l u. Industrie Automobilwoche in St. Moritz 1929. Bei dem am 21. August 1929, anlässlich der Automobilwoche in St. Moritz stattgefundenen Internationalen Flachrennen wurden die Spitzenleistungen der Touren-, Sport- und Rennwagen wiederum auf Continental- Reifen erzielt Auch das am 25. August 1929 aufgefahrene Internationale Bergrennen brachte für die erwähnte Reifenmarke einen vollen Erfolg, insofern als die. beste Zeit aller Fahrzeuge und die beste Zeit der Sport- und Rennwagen auf Continental-Reifen erzielt wurden. Autolampen In Tageslichtausführung. Bei der Fabrikation von Autolampen ist es eine eigenartige Erscheinung, dass bei dem Publikum immer wieder die Frage nach einer Lampe mit hellem, weiatsem Licht aufkommt. So ist man seinerzeit vun Autolampen in Vakuumausführung, die verhältnismässig gelbes Licht verbreiten, zu der viel weisseren gasgefüllten Lampe übergegangen. Es ist allgemein bekannt, dass eine Erhöhung der Temperatur des Glühfadens eine Verkürzung der Lebensdauer der Lampe mit sich bringt, so daas wir nicht ohne weiteres die Temperatur des Glühfadens noch höher bringen können, als dies bisher der Fall war. Es gibt jedoch noch ein anderes Mittel, um zu einem weissen Licht zu gelangen, das bei der ersten Betrachtung einigermassen negativ erscheint. Man kann nämlich durch einen gut konstruierten Lichtfilter einen Teil der roten Strahlen aus dem Lichtstrom der Lampe ausfiltrieren, so dass das restierende Licht eine weissere Farbe erhält. Diese Lampe nach vorerwähntem Prinzip konstruiert und mit einem blaugefärbten Ballon versehen ist im Handel als Tageslicht bekannt. Die grössere Weisse des Lichtes ist also nicht mit einer Vergrösserung der gesamten Lichtstärke verknüpft, vielmehr mit einer kleinen Verringerung derselben. Er hat sich nun bei Proben auf dem Weg erwiesen, dass die Führer unerwarteterweise dem weisseren Licht den Vorzug geben und auch gern den höheren Preis für eine solche Lampe bezahlen Gerade weil dies einigermassen paradox klingt, wurden sehr viele Fahrproben mit diesen Lampen vorgenommen und musste festgestellt werden, dass man bei weniger Licht den Eindruck bekommt, besser wahrnehmen zu können. Es liegt jedoch nicht auf dem Wege eines lichttechnischen Laboratoriums, dieses Problem zu lösen. Falls hier eine Lösung gegeben werden kann, müsste dies a'if physikalischem oder vielleicht auf physiologischem Weze geschehen. Die nachstehenden 3 Punkte sind jedoch als feststehend zu betrachten: 1. Alle Wahrnehmungen beruhen auf Kontrasten. Der bestimmte Wert der Beleuchtung spielt eine geringe Rolle. 2. Das an roten Strahlen arme Licht ist qualitativ weniger Wendend als das an roten Strahlen reiche Licht. 3. Für einigermassen ermüdete Personen ist das an roten Strahlen arme Licht angenehm und mindert die Müdigkeit, während der menschliche Geist im allgemeinen frisch und aktiv bleibt. Betreffs Punkt 1: Ein bei Nacht fahrender Führer erkennt die sich auf dem Weg befindlichen verschiedenen Gegenstände an den Kontrasten, die sie zu der Umgebung bilden. Dieses Erkennen wird bequemer sein, wenn die Kontraste denen, die er. tagsüber.gewöhnt ist, gleich sind. Dass zuweilen das Aussehen eines Gegenstandes bei einer anderen Farbe der Beleuchtung gänzlich verändert, ist durch folgende einfache Probe festzustellen: Wenn man eine Streichholzschachtel beim Licht einer roten Dunkelkammerlampe betrachtet,, so erscheint die Reklame-Zeichnung ganz anders als bei Tageslicht. Die Differenz ist sogar so stark, dasa man den Eindruck bekommt, eine ganz andere Marke Streichhölzer in der Tasche zu haben. Betreffs Punkt 2: Bei den Untersuchungen einer Beleuchtungskommission, der in Holland, unter Leitung des Chefingenieurs des Technischen Dienstes der Reichs-Küstenbelenchtun?, hat sich gezeigt, dass das blauere Licht qualitativ weniger blendend als das an roten Strahlen reiche Licht ist, Unter qualitativ ist zu verstehen, dass eine bestimmte Lichtmenge, wobei eine bestimmte Wahrnehmung noch geschehen soll, in blau weniger Blendung als in rot ergibt. Die Prohen des Herrn Ing. v. Soest sind auf sehr sinnreiche Weise und streng wissenschaftlich ausgeführt worden. Hierfür wurden mit einer grossen Anzahl Personen Versuche angestellt, so dass das gefundene Resultat als wissenschaftlich .absolut .feststehend betrachtet werden kann. Betreffs Punkt 3: In dem « Journal of the Optical Society of America and Review of Scientifie Instruments », unter der Ueberschrift «Note on the relative comfort in reading by artificial DayHght and unmodified gasfilled tungsten lamps » wird mitgeteilt, dass man durch verschiedene Proben an mehreren Personen betr. Ermüdung bei Tageslicht, künstlichem Tageslicht oder normalem elektrischem Tageslicht oder normalem elektrischem Glühlicht festgestellt hat, dass das Tageslicht oder das künstliche Tageslicht bevorzugt wird. Durch ein eingehendes Studium kommt der Verfasser zu der Annahme, dass das Tageslicht oder das künstliche Tageslicht eine Beleuchtung höSerer Qualität ist als das normale elektriehe Glühlicht, so dass Personen, deren Augen durch Ermüdung oder dergleichen sich nicht in dem besten Zustand befinden, direkt den Unterschied zwischen diesen beiden Beleuchtungsarten bemerken und dem natürlichen oder künstlichen Tageslicht den Vorzug geben. Menschen mit* durchaus scharfen und absolut unermüdeten Augen scheinen den Unterschied weniger zu bemerken. Es ergibt sich deshalb — obgleich für ein physiologisches Studium noch genug Arbeit übrig bleibt, dass das Tageslichtglas sehr besondere Vorteile hat. 1 STEYR DER PREISTRÄGER Falkenstrasse 4 Tel. Limmat 23.12 KILOMETER LANCE Kategorie Sport 3000-5000 cem 1. PREIS BERNINA-BERGRENNEN Kategorie Sport 3000-5000 cem 1. PREIS SCHÖNHEITSKONKURRENZ GOLDENE MEDAILLE Steyr-Werke Verkaufsgesellschaft A 4 für die Schweiz Falkenstrasse 4 Tel. Limmat 23.12 CREDIT Fr0her nannte man es Luxusauto und dachte an etwas Überf lassiges, das sich nur die Reichsten leisten können. Heute sagt man Personenauto und denkt an ein Werkzeug, das weiten Kreisen im Beruf unentbehrlich geworden ist. Ein Reisender schleppt auf sonniger Strasse seine schweren Musterkasten. Warum kauft er sich kein Auto? Er hat das Geld nicht dazu, doch will er sparen, in zwei Jahren hat er genug beisammen. Klüger wäre, er würde sich sagen: Kaufe ich ein Auto, kann ich doppelt, ja dreimal so viel verdienen wie ohne. Mit einem Teil des Mehrgewinnes zahle ich die Raten, und nach einem Jahr Ist der Wagen, der mir jetzt schön verdienen hilft, mein eigen. — Er kauft sioh das Auto auf Kredit. ZÜRICH IM BORSENGEBXUDE TELEPHON UTO 3*93 GENF: 10 RUE PETITOT TELEPH. STAND 241«

77 — 1929 AUTOMOB L-KEVUE It Der Bau der Berner Lorrainebrücke Die Ausführung einer Hochbrücke unter Berücksichtigung der neuesten technischen Errungenschaften bietet immer viel Interessantes. In Nr. 180 vom 21. Mai wurde bereits über die Entstehung der Brücke und den Stand der damaligen Arbeiten in der «National-Zeitung» berichtet. In der Zwischenzeit sind die verschiedenen Arbeiten mächtig gefördert worden. Am 25. April wurde das Gewölbe des grossen Hauptbogens fertig erstellt (rund 82 Meter Weite und 40 Meter Höhe). Am 25. Mai wurde auch das stadtseitige kleinere Gewölbe fertig. Zurzeit sind die grössern Arbeiten schon weit vorgerückt: Inställationsarbeiten zu 98%, Aushub zu 100%, Fundamente zu 100%, aufgehende Betonarbeiten zu 100%, Eisenbeton zu 60%, Contexbehandlung zu 55% und die Lehrgerüstarbeiten zu 98%. Die ganze Brücke soll auf den 30. Juni 1930 fertig werden. Die Arbeiten .sind aber soweit fortgeschritten, das voraussichtlich der ganze Brückenbau zirka 3 Monate früher als vorgesehen übergeben werden kann. Es ist dies der guten Organisation neuzeitlicher Baumethoden und auch der zuverlässigen Arbeit aller Beteiligter zuzuschreiben. Die Anwendung neuer, moderner Bauweisen, die man bei frühern ähnlichen Bauten nicht, oder doch nicht in dem Masse anwenden konnte, hat viel dazu beigetragen, dass die Brücke schneller fertig wird, dass bedeutende Kosten erspart werden konnten und dass man Erfahrungen sammeln kann, die fernerhin für andere grosse Arbeiten von Nutzen sein werden. Das Lehrgerüst z. B. wurde in einer bedeutend einfacheren und leichteren Art ausgeführt als dies sonst der Fall war. Anstatt der vorgesehenen Zeitdauer "von 6 Monaten wurde es schon in wenig mehr als einem Monat fertig erstellt. Zudem, und das ist kein unwesentlicher Punkt, konnten allein an diesem Lehrgerüst im Verhältnis zu früher üblichen Konstruktionen 150000 Franken eingespart werden. Aeltere Ingenieure, die vor Jahrzehnten grosse Arbeiten ausgeführt haben, zweifelten an der neuzeitlichen Konstruktion und prophezeiten ein schlechtes Ende. Nun ist der grosse Bogen fertig ohne den geringsten Zwischenfall. Der Arbeitsvorgang war folgender: Ueber das Lehrgerüstgewölbe wurde abwechslungsweise je 1 Betonblock, sodann 2, wieder einer und so fort verlegt, bis dieser schmale Gürtel sich zu einem Bogen schloss. In diesem Moment trug er sich auch selbst und das Gerüst wurde entlastet. In die so entstandene Zahr nung der Blöcke wurde dann jeweils ein neuer Ring eingefügt, bis so die ganze Breite des Brückenbogens erstellt war, Dadurch hatte das Lehrgerüst im Grund nie mehr Last aufzunehmen als einen schmalen Gürtel, der sich im Moment des Schliessens selbst trug. So war die leichte Konstruktion des grossen Lehrgerüstet begründet. ; Eine weitere Neuheit, die ausgiebig benutzt wurde, bestand in der Anwendung des sogenannten Contex-Verfahrens. Es betrifft die Behandlung der Ansichtsflächen. In früheren Zeiten verkleidete man die Sichtflächen von Brücken vielfach ffift Hartsteinplatten (Granit usw.), was immer eine kostspielige Sache war,-oder man verputzte die Betonwände, was nicht ssbr dauerhaft und solid ist; manchmal versah man auch die Aussenwände mit Vorsatzbeton. Auch bei dieser Behandlung besteht die Gefahr vorzeitigen Zerfalls öder Abbröckelung. Das Contexverfahren besteht nun darin, dass der Beton auf der Aussenseite aus hartem, verschieden körnigem Material (in diesem Fälle Solothurner- Kalk und Walliser-Grünstem) gemischt wird. Die Schalbretter werden ,mit der Gontexmasse bestrichen, so dass die äussere Schicht des Betons einige Tage nicht, abbindet. Die Schalung wird nach zirka 3 Tagen entfernt und. der Beton dann abgebürstet oder mit dem Hydranten abge-, spritzt. Bei diesem Verfahren kommt nun das harte, schön wirkende Korn des Steinmateriäls zum Vorschein und gibt dem Bau ein gutes Aussehen. Die Sichtflächen werden nach dieser Behandlung äusserst solid und dauerhaft. An Kosten wird bedeutend gespart. Ebenfalls neu für die Schweiz ist die Anwendung des sogenannten Vibrationsverfahrens. Dies stammt aus Frankreich und wird an dieser Brücke erstmals in diesem Ausmäss angewendet. Während bisher der nasse Beton zwischen den Schalbrettern von Arbeitern gestampft werden musste, wird nun der Vibrator dazu benutzt. Es ist ein kleiner Appart, der mittels Drucklufthämmer starke Erschütterungen hervorruft.. Er wird oben an der werdenden Mauer angebracht und in Bewegung gesetzt. Unter starkem Lärm erschüttert er den. eingefüllten Beton derart, dass nach einiger Zeit das in der Betonmasse befindliche Wasser sich freimacht und an die Oberfläche tritt. Durch das Verfahren werden Arbeitskräfte eingespart und die Qua-r lität des Betons gewinnt. Einzig die Brüstung der Brückenfahrbahn wird aus Granitplatten, die von der Grimsel herkommen, erstellt. Ferner werden die Trottoirs mit ebensolchen Platten 'abgedeckt, ' Darunter sind Hohlkanäle zur Aufnahme der Gas- und eventuell anderer Leitungen. Dieser Grimselgranit, von grünlicher Färbung, ist sehr hart Für die Fahrbahn war ein Hartgussasphalt vorgesehen gewesen. Gestützt auf die neuesten Erfahrungen wird nun die Fahrbahn in Beton ausgeführt. Dieser Betonbelag hat dem Hartgussasphalt gegenüber den bedeutenden Vorteil der grösseren Billigkeit. , Ganz allgemein ist zu. sagen, dass steinerne Brücken ein viel längeres Alter haben und bedeutend weniger Unterhaltungskosten beanspruchen als Eisen- Brücken. Die Kornhausbrücke z. B. wurde vergangenes Jahr neu gestrichen. Diese Arbeit allein hat 137 000 Franken gekostet! Eine' enorme Summe, wenn man erst noch -in Betracht zieht, dass nach zirka 12 Jahren der Anstrich jeweils erneuert werden •muss. Gegenwärtig ist die Lorrainebrücke auf der Stadtseite, ohne die Fahrbahn, bereits fertigerstellt, während auf der andern Hälfte noch ganze Wälder von Eisenstangen in die Luft ragen, für den Laien scheinbar ein unentwirrbares Chaos. Täglich werden bis 400 Säcke Zement verarbeitet, ein Zeichen, dass noch lebhaft an der Fertigstellung des Bauwerkes gearbeitet wird. Voraussichtlich wird die Bxücke selbst schon, dieses Jahr beendet, während; so schreibt ein Fachmann in der «Nat.-Ztg.»„ die notwendigen Arbeiten zur Instandstellung der Zufahrtsstrassen noch bis zirk Mai des nächsten Jahres dauern werden. Kontrollierte Strassen Kanton Streck« BemerknafM Aargao Elken . Kontrolle Jütrmn Mohlln Kontrolle Baselland Backten Vtnudrt» Koetroll« Bern Bergstraase Fruöno-Adel- StoppahrkontraU* boden Bern Mülenen rontrolle Bern Ligen. Dortaatfang, mm Vtntaekt* Kontroll» Bahnhof Bichtong Blei Glarus Olaras tmerorts-Kontrolle Neuenburg Cheurd Versteckt« Kontroll« auf 200 VeUr Hldwalden Emmettem .Zwifdwn Stoppuhr-KoBtrofli Schützenhaus and Pott, 200 m : •• Obwalden Langem, vom Elbacb anl 250 m Im Dorf Stoppohrkontroll« durch ZlTÜisteo Schwyz Sohwyj Schwyz Reichenboif • [nnuorlxkontroUe 8toppahrkontroU« 8chwyi Seewen Station Hl Bahn- Kontrolle 300 m mit ubercanc feien Iower- Stoppuhr Schwy» lersee Löwen Amwortt vtntecM« Stoppohikontroll* St. Gallen Nendort-OoMan InntrotU Moppotu» kootroUe Thurgau Zag Welnfelden Baar Eontroll« Versteckt« Kmatort*. ' . kontrolle M der Einfahrt InBaar von Zag her Zürich Balttmwil Auf 400 m aüK»hend T. 4. AmUrt Ha. mamrinatroU« Zürich Adllswfl Elmmnnkontroü« Zürich Zürich Oehrlingen Ünter-Wetzikon KontroU« Kontrole a«f Stwek«, die j«ta AatomobllM «Ji «nmrortt tilacm anJfaart Zürich 8«fa ~ Kontrolle bnacorii Zürich Grienbach UobtkontroUe Ein sater Fahrer braucht die Bremsen so wenig als möglich. Er reguliert die Geschwindigkeit mit dem Gaspedal und erkennt durch angestrengte Aufmerksamkeit die Gefahren immer zur rechten Zeit. 46S $4($-/YUh.vn&-A(u.*jil- it. rfhfitote utAcl /ftlaJa&XvUM, Io>i4t*i luh. *&utc ^fcJtAt du,^k*/ Ztfpdwi AKTIENGCSCLLSCHAfT GXP tÜJGEUAGEP, ZQBJCtt t HEDCIHIf EU HENKEN Hier haben Sie einen Wagen, der absolut geräuschlos im direkten Gang bei 6 oder 7 km Stundengeschwindigkeit fährt. • ve n PICtPIC Magnlflque conduite Interieure, 6—7 places, entlirement revlsec, 6 pnens btllon, oonviendrait ponr Service pcwtal, location oa antre. HTtdresser ehe» A. PFI8TER & Cle., Atlto-Reparations, 60», rne de Genöve, LAUSANNE. Tötephone 25.196. 4184» Gebrüder A.&P. 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