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E_1929_Zeitung_Nr.077

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III. Blatt BERN, 6.

III. Blatt BERN, 6. September 1929 N° 77 III. Blatt BERN, 6. September 1929 Der Automobilverkehr Im Lichte der Statistik. Im statistischen Jahrbuch des eidg. statistischen Amtes für das Jahr 1928 ist auch

14 AUTOMOBIL-REVUE 1929 - W» 77 nehmer selbst persönlich nicht derart finanziell gestellt war, dass er die Uebertrüfe decken konnte. Dieses Moment hat die Veranlagung gegeben, dass im Gesetz die Minima der Versicherungssummen erhöht wurden. Die neuen Versicherungssummen und bezüglichen Vorschriften sind im § 20 enthalten Ḋarnach sind die Versicherungssummen heraufgesetzt worden: Für Personen-Schaden bei Motorwagen: von Fr. 20,000 auf Fr. 30,000 für Einzelpersonenscharden; von Fr. 50.000 auf Fr. 100,000 für ein mehrere Personen betreffendes Ereignis. Für Sachschaden bei Motorwagen: Es blieb die Minimalversicherunpssumme bei Fr. 5000. Meines Erachtens wäre es für den Automobilisten nur von Vorteil gewesen, wenn auch hinsichtlich des Sachschadens die Minimalsumme um einige tausend Franken erhöht worden wäre. Für Motorräder fanden die Erhöhungen statt: auf Fr. 30,000/Fr. 50,000 und Fr. 3000. Noch höhere Minimalversieherungssummen sind gesetzlich festgeleg t für Lastwagen, die Personentransporte ausführen. Eine Aenderung besteht auch darin, dass das neue Gesetz keinen zwingenden Selbstbehalt mehr kennt. Die übrigen Bestimmungen blieben gleich. sicherungs-Geselschaften in die Zwangslage ka- über kurz oder lang eine Prämienerhöhung Das neue Gesetz bringt &\&o wesentliche Aen-menderungen. Mit diesen Aenderungen haben sämtliche eintreten zu lassen. Sämtliche Versicherungsgesellschaften hatten in den letzten Jahren im Automobil- Kraftfahrzeugbesitzer bis zum 1. Januar 1930 ihre Policen in Einklang zu bringen oder mit andern, Worten: Die Versicherungsnehmer haben geschäft grosse Defizite. Sie konnten diese nur mit Eine erfolgreiche Erfindung gegen Auto-Diebstähle. Eine Erfindung, die beim Diebstahl eines geparkten Automobils die Entwendung öffentlich bekannt gibt, wurde von einem australischen Erfinder. Mr. Jackson, gemacht und zum Patent angemeldet. Das Geheimnis liegt in einem Kästchen, das in der Nähe des Zünders angebracht ist. Versucht ein Unberufener ein Auto in Bewegung zu setzen, springen weithin sichtbar vor dem Kühler die Buchstaben des Wortes « gestohlen » auf und verraten die unreohtmässige Besitzergreifung. den Versicherungsgesellschaften neue Haftpflicht- Versicherungsverträge abzuschliessen. die den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen. Wer das nicht tut, wird für das Jahr 1930 die Verkehrsbewilligung nicht erhalten. II. Welchen Standpunkt nehmen nun .anderseits die Versicherungsgesellschaften ein ? Der bisherige Tarif der Versicherungsgesellschaften datierte vom Jahre 1912. Er war aufgebaut auf die Erfahrungen, die in der Automobilversicherungsbranche vor 1912 gemacht worden waren. Seither hat sich nun sehr vieles geändert. Die Zahl der Motorfahrzeuge hat sich verzehnfacht. Der Verkehr ist viel reger geworden. Daneben trat eine Geldentwertung ein. Wenn zur Deckung eines Schadens im Jahre 1912 vielleicht Fr. 1000 notwendig waren, so müssen heute für den gleichen Schaden Fr. 1600 ausgelegt werden. Die Löhne und damit die Verdienstausfälle, die Materialpreise, Heilungskosten usw., alles ist seither wesentlich gestiegen. Ebenfalls ist als wesentlicher Faktor zu berücksichtigen, dass sich seit damals die Gerichtspraxis in der Automobil-Haftpflcht schärfer entwickelt hat. Schon alle diese Momente allein brachten es naturnotwendig mit sich, dass die Haftpflicbtver- decken durch die Ueberschüsse, die ihnen in andern Versicberungszweigen zuflössen. Aus diesem Grande intervenierte denn auch bereits das eidgenössische Versicherungsamt als oberste Aufsichtsinstanz aller Versicherungsarten in der Schweiz bei den Versicherungsgesellschaften und verlangte Prämienerhöhungen. Die Erhöhung der Prämien erfolgte indessen noch nicht, und zwar mit Rücksicht auf das eidg. Automobilgesetz, das in Aussicht stand, denn die Annahme des eidg. A.-G., das ja bekanntermassen eine Verschärfung der Haftpflicht gebracht hätte, hätte eine abermalige Umgestaltung sämtlicher Haftpflichtpolicen notwendig gemacht. Der Fall des eidg. A.-G. zwang daher die Versicherungsgesellschaften, ihre Prämien auf der Grundlage der heutigen Verhältnisse neu zu berechnen. Diese Berechnungen wurden meines Wissens von der «Zürich» und der «Winterthur» durchgeführt und führten zum sosenannten Tarif 1928 Jedenfalls haben sämliche übrigen schweizerischen Haftpflichlgesellscha-ften diesen Tarif 1928 ebenfalls übernommen. Die Prämienerböhung ist also unabhängig vom neuen k. Automobilgesetz eingetreten. Der Tarif 1928 gelangt nun seit dem 1. Januar 1928 allgemein in Anwendung. Er unterscheidet sich vom Tarif 1912 in folgendem: 1. Die Grundprämienansätze haben eine Erhöhung von nur 15 Prozent erbalten. 2. Unabhängig von den einzelnen kant. Bestimmungen zur Errechnung der Steuerpferde berechnen die Versicherungsgesellschaften jetzt durchwegs die PS. nach der Formel 0,4. Damit ist eine Gleichbebandlung der Risiken in allen Kantonen srewährleistet. Das Telephon Im Dienste des Strassenhilfsdiensfes. Auf der Strecke Berlin-Leipzig sind in einem Abstand von je vier Kilometern an einem drei Meter hohen Mast verschlossene Streckentelepbone angebracht. Die Sprechstellen, die in unmittelbarer Verbindung mit der nächsten Hilfsstelle stehen, sind durch grün-rote Kreuze kenntlich gemacht. Jeder Fahrer erhält gegen einen verhältnismässig geringen Jahresbeitrag von der Autohilfe den Schlüssel zu den Telephonkästen. 3. Langjährige Policen, insbesondere solche von 10 Jahren, werden überhaupt nicht mehr abgeschlossen. Sie waren ja sowieso zum Teil illusorisch, weil in den seltensten Fällen ein Automobilist seinen Wagen 10 Jahre behielt. ni. Mitten in dieser Umgestaltung der Prämien tritt nun noch das neue kant. A.-G. in Kraft mit seinen erhöhten Minimal-Versicherungssummen. Fünf verschiedene Arten von Verhältnissen sind heute möglich zwischen dem Automobilisten und seiner Versicherungsgesellschaft: 1. Ein Automobilist schliesst heute eine neue Haftpflichtversicherung ab. In diesem Falle wird ihm die Prämie auf Grund des Tarifes vom Jahre 1928 berechnet. Ein Rabatt für Selbstbebalt wird ihm nicht abgezogen, da der Selbstbehalt durch das Gesetz aufgehoben worden ist. Die Versicherungssummen müssen mindestens Fr. 30,000 für Einzelpersonen-Schaden. Fr. 100,000 für mehrere verletzte Personen in demselben Ereignisse und Fr. 5000 für Sachschaden betragen. Die Versicherung haftet für diese ganzen Beträge ohne Verkürzung. 2. Der Automobilist hat im Jahre 1928 eine Versicherung abgeschlossen mit Versieherungssum- von Fr. 30,000, Fr. 100,000, Fr. 5000 oder mehr. Die abgeschlossenen Versicherungssummen von. 30/100/5 entsprechen also den Minimalvorschriftea des Geseztes. Hierfür bezahlt der Versicherungsnehmer bereits die Prämien gemäss Tarif 1928. Als einzige Aenderung ist hier der Wegfall des Selbstbehaltes zu verzeichnen, weil das neue A.-G. dies verlangt. Der gewährte Rabatt von 15 Prozent fällt also weg, und die Prämien erhöhen sich um diese 15 Prozent. Es ist nun klar, dass man den Versicherungsgesellschaften die Tragung des erhöhten Risikos, das mit dem Wegfall des Selbstbehaltes eintritt, nicht zumuten kann, und dass der Versicherungsnehmer diese Erhöhung am sich zu tragen hat. 3. Ein Automobilbesitzer hat im Jahre 1928 eine Versicherung abgeschlossen mit Versicherungssummen von 20/30/5. Diese Police entspricht in allen Teilen den Minimalforderungen des alten Gesetzes. Sie entspricht aber nicht mehr dem neuen A.-G. Es muss eine neue Police abgeschlossen, oder es kann die alte ergänzt werden. Die Versicherungssummen müssen mindestens auf 30/100/5 erhöht werden. Ebenso fällt der Selbstbehalt weg und damit auch der gewährte Prämienrabitt von 15 Prozent. ffetetsUnion der •Rolsitgttl-Cord QualitätS'Pneu Generalvertretung für die Schweit B. VON AESCEL, ZÜRICH Konradttraue 12-H Telephon Setnau 89Ji Fiat-Besitzer lasst Eure Fiat - Vertreter ausführen. — Rasche Bedienung. Massige Preise. (Umänderungen von Fiat 501. 502. 503 zu Sport- oder Rennzwecken werden ausgeführt. Fiat-Garage Laupen Telephon 2 AUG. SCHEIBLER Telephon 2 ESSO, ein Jungbrunnen der Automobile Wenn die Leistungsfähigkeit Ihres Wagens seit dem Ankauf nachgelassen hat, wenn er nicht mehr kräftig ist und nur mit Mühe und mit Klopfen «teigt, geben Sie dem Wagen neue Energie, füllen Sie den leeren Tank mit Esso auf. Lassen Sie sich wie andere Automobilisten davon überzeugen, dass Esso mehr Kraft und bessere Leistung gibt* Sie erhalten Esso bei Standard-Tankstellen aus der plombierten und geeichten 10 Liter Kanne. 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