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E_1929_Zeitung_Nr.077

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Ausgabe: Deutsche

Ausgabe: Deutsche Schweiz. BERN, Freitag 6. September 1929 Nummer 20 Cts. 25. Jährgang. — N° 77 ERSTE SCHWEIZERISCHE AUTOMOBIL-ZEITUNG Zentralblatt für die schweizerischen Automobil- und Verkehrsinteressen ABONNEMENTS-PREISE: Halbjährlich Fr. 5.-, Jährlich Fr. 10— Im Ausland unter Portozuschlag, sofern nicht postamtlich bestellt. Zuschlag für postamtliche Bestellung 30 Rappen. Posteheck-Rechnung 111/ 414 Dem Automobil freie Bahn .. Der Schweizerische Autostrassen-Verein gegründet. Dem Automobil freie Bahn! Mit diesen Worten schloss Regierungsrat Wenk aus Basel als Vorsitzender des neugegründeten schweizerischen Autostrassen-Vereins die Versammlung, welche am 4. September 1929 im « Aarhof» zu Ölten stattgefunden hat und die für die zukünftige Entwicklung unseres Strassenwesens und damit des Automobilismus von entscheidender Bedeutung sein dürfte. Der im Jahre 1927 gegründete Verein «Autostrasse Basel-italienische Grenze», der sich zum Ziele setzte, das Verbindungsstück in der Schweiz zwischen der deutschen, noch zu bauenden Hafraba-Strasse und den italienischen Automobilstrassen herzustellen, hat sich an diesem Tage eine neue zweckentsprechendere Arbeitsbasis geschaffen, hat sich den schweizerischen Verhältnissen anzupassen gesucht und sich deshalb in Form eines neuen Statutes ein neues Kleid gegeben. Vom 26. November 1927 bis zum 4. September 1929 liegt eine geraume Zeit. Sie wurde jedoch nicht unbenutzt gelassen. Der provisorische Ausschuss befasste sich hl mehreren Sitzungen mit dem Aktionsprogramm, wobei er scMussendlich zur Ueberzeugung gelangte, es sei die Lösung des Autostrassen-Problems nach gesamtschweizerischen>. Gesichtspunkten—am- ehesten «.aufdem: Wege möglich, wenn der Verejfi alle Bestrebungen fördere, welche die Anpassung des schweizerischen Hauptstrassennetzes an die Bedürfnisse des wachsenden nationalen und internationalen Automobilverkehrs bezwecken. Demzufolge musste der ursprüngliche Gedanke, eine Nur-Automobilstrasse Basel-italienische Grenze ins Auge zu fassen, wobei das Trasse Basel-Zürich-Gotthard- Chiasso im Vordergrunde stund und sich damit die bernische und westschweizerische Gruppe zum vorneherein benachteiligt fühlte, fallen gelassen werden. Man wird sich noch an die stürmische Generalversammlung des Novembers 1927 erinnern, da sich die ostschweizerische und die westschweizerische Gruppe in Kampfstellung gegenüberstunden und eine Einigung nicht erzielt werden konnte. Durch die Umwandlung des Hafraba-Vereins, um ihn kürzehalber so zu nennen, in einen Schweizerischen Autostrassen-Verein Patent No. 2002. Kriminalroman von Ludwig Peter. Es war an einem Märzabend des Jahres 1928. Die letzten Strahlen der noch hellgoldenen Sonne tanzten auf dem Fluss und Hessen das Spiel der Wellen um so munterer erscheinen. Am Ufer standen die Bäume und Sträucher und harrten auf den Ruf der Natur, wieder neues Leben zu treiben. Einzelne Blumen hatten dem Drängen der Jahreszeit nachgegeben, und blühten in voller Pracht. Es war einer jener Vorfrühlingstage, die zum Nachsinnen anregen, wo alles Gute wach wird und das Schlechte für immer überwunden scheint. Ingenieur Max Keller hatte strenge Wochen hinter sich, tags im Betrieb, nachts bei seiner Erfindung. Nun ging er ruhigen Schrittes dem Ufer des Flusses entlang, seiner Wohnung in der Stadt entgegen. Der Spaziergang in der schönen Landschaft hatte ihm Distanz gegeben von der Gegenwart. In Gedanken hatte er sich zurückversetzt in die Kindheit und Studentenjahre. Durch den frühen Tod des Vater waren ihm zeitig schon schwere Pflichten gegenüber Mutter und Schwester auferlegt worden. Jetzt stand er in der Mitte der vierziger Jahre. Bis dahin füllte harte Arbeit sein Leben. Heute war er an einem Wendepunkt angelangt. So hoffte ist der glückliche Wurf gelungen, die äuseinanderstrebenden Interessen wiederum 'auf gemeinsamer Basis zu vereinigen und sie :za glücklicher Zusammenarbeit zu führen. Der Gedanke der Nur-Autostrasse ist damit kei^ neswegs zu Grabe getragen worden. Jedenfalls aber liegt es dem Interesse unsere^ Landes näher, nach Möglichkeit dem nationalen und internationalen. Automobil verkehr ein zweckmässig angelegtes Hauptstrassenr netz zur Verfügung zu stellen und erst hernach aus der Verkehrsfrequenz heraus abzuleiten, welche Strecken, dieses StrassennetzeS als Nur-Autostrassen noch weiter auszubauen und anzulegen sind. Ohne irgendwie dem Gedanken der Nur- Autostrasse irgendwelchen Abbruch tun zu wollen, halten auch wir dafür, dass für uns aus wirtschaftlichen, touristischen und miii-, tärischen Gründen das Nächstliegendere .diö] Förderung des Ausbaues unseres schweizerischen Hauptstrassennetzes ist. das selbstverständlich auf gute Anschlüsse an die internationalen Hauptverkehrsstrassen und auf die Schaffung guter Durchgangsverbindungen durch die Schweiz Bedacht zu nehmen, hat. Einmal soweit, wird sich dann die Ausgestaltung von eigentlichen Äutoniobilstrassen, wie sie Dr. Marcel |}y.f|p|er, jj| ä§efnef wertvollen .ArfKüf « Die Wirtschafiltehkeitei? nes schweizerischen Antomobilstfässennetzes » betont, von selbst ergeben. Es ist übrigens Ja absolut nicht ausgeschlossen, dass Hand in Hand mit dem Ausbau des Durchgangsstrassen netzes gewisse Teilstücke von vorneherein als Nur-Autostrassen in Betracht fallen dürften. Wenn die Redaktion der «Automobil-Revue» von Anfang an gegenüber dem Projekte einer ausgesprochenen Automobilstrasse Basel-italienische Grenze eine reservierte Haltung einnahm, so deshalb, weil sie immer wieder aus den angeführten Gründen das Hauptgewicht auf den Ausbau des gesamten schweizerischen Durchgangsstrassennetzes legte und die Schwierigkeiten gegenseitiger Einigung voraussah, weiche dann tatsächlich auch eingetroffen smd. Wir zweifeln keinen Augenblick daran, dass der neugegründete Schweizerische Autostrassen- Verein auf weiteste Sympathien stossen wird. Für uns liegt sein Hauptwert darin, er zuversichtlich und mit Grund. Nach unermüdlichen Versuchen hatte er es dahin gebracht, einen Apparat zu verbessern, der für die heutige Volkswirtschaft von eminenter Bedeutung ist. Wenn er das Patent nur einigermassen der wirtschaftlichen Wichtigkeit entsprechend gut verkaufen konnte, so war für ihn und seine Lieben gesorgt. Ein grosses Dankbarkeitsgefühl überkam Max Keller und in freudig gehobener Stimmung grüsste er die hinter den Türmen des Münsters versinkende Sonne. Bald war er daheim. Er zog sich um und ordnete noch dies und das in seinem einfachen aber behaglichen Junggesellenheim. Er bewohnte das Parterre, Mutter und Schwester den ersten Stock des väterlichen Hauses. So wohnten sie beieinander und doch wurde ej durch den Haushaltungsbetrieb nicht gestört. Es ging nicht lange, da fuhr die elegante Limousine des Bankiers Fritz Kraft vor. Keller hatte seine intimen Studienfreunde zu einem Aperitif zu sich geladen. Nachher wollten sie sich ins Restaurant begeben. Kraft fuhr heute seinen Wagen selber. Als die Maschine mit sanftem Ruck zum Stehen gekommen war, öffnete er den Schlag und " i i \ . Er»cheint Jeden Dienstag und' Ft*lUf Monatlich „Gelbe List«« ADMINISTRATION: Breftenrainstrasse 97, Bern Telephon Bollwerk 39.84 , ,,' T«legramm-Adre»se: Autorevue, Bern dass damit eine schweizerische Zentralstelle für das Strassenwesen, geschaffen wurde, die sich zum Nutzen des Ganzen interkantonal wird auswirken können. Der Verein hat sich seih .neues Kleid gegeben. Damit kann er sefae Tätigkeit nun endlich beginnen. Als eines seiner wichtigsten Postulate dürfte die Revision der Benzinzoll-Verteilung sein. Es sind heute wohl alle kantonalen Behörden von deren Notwendigkeit überzeugt; denn ohne vermehrten Zuschuss aus den sich jährlich .steigenden Benzinzollgeldern wird es den kantonalen Instanzen nicht möglich sein, ihre ; Strassen, hauptsächlich ihre wichtigsteh Durchgangsstrassen, so herzustellen, wie es der Schweizerische Autostrassen-Verein : sich zur Aufgabe gestellt hat. Die eigentlichen Verhandlungen Kurz nach 2 Uhr eröffnete Regierungsrat Wenk aus Basel mit einem einleitenden Wort die Versammlung. Er konnte dabei feststellen, dass das Interesse für eine eigentliche Hafrabam in der Schweiz kein allzu grosses sei. und dass die bis heute herrschenden Interessen-Gegensätze die Mitgliederwerbung des Vereins erschwerten. Heute beträgt die Zahl der Mitglieder 101. Im ferneren wies er darauf hin, dass in der Presse eine wohl von der/ schweizerischen Mittelpresse lancierte irreführende; Nachricht den Weg in die Zeitung gefunden habe, die behauptete, dass das Projekt der reinen Autostrasse im Anschluss an* di* deutschte Häfraba preisgegeben wor- Ile'n sei. Das stimme nicht, sondern der'Ge- 'danfce werde demjenigen eines Ausbaues des gesamten schweizerischen Hauptstrassennetzes nur koordiniert. * Herr Stadtpräsident KWH aus Zürich schilderte in einem kürzen Rückblick die Vorgeschichte des Vereins, indem er auf eine erstmalige Besprechung zwischen Vertretern der Hafraba, der Städte Basel und Zürich und des italienischen Strassenfachmannes Puricelli zti sprechen kam, welche sich entschlossen, eine Studiengesellschaft mit der Losung Gotthard' zu gründen. In dem Augenblicke aber, da der Basler Regierungsrat auch die Vertreter Berns und Solothurns einlud, bekam die ganze Sache ein anderes Gesicht, indem eine Gesellschaft gegründet wurde, in der zwei rivalisierende Gruppen einesteils für den Gotthard, andernteils für den Simplon plädierten. Die zweite Generalversammlung im November 1927, in der beide Gruppen ihre Angst vor Majorisierung bekundeten und es dabei zum Abzug der Berner kam, da die zog spassend vor seinen aussteigenden Freunden den Hut, mit zurückhaltender Liebenswürdigkeit, einen gut gedrillten und seiner Stellung bewussten Chauffeur nachahmend. Mit Kraft kamen zugleich der Anwalt Dr. jur. Paul Fischer und der Arzt Dr. med. Kurt Beck. Sie begrüssten freudig den Gastgeber und traten ein. Keller offerierte Zigirren und die gewünschten Getränke. Ueber der ganzen Gesellschaft lag die behagliche Stimmung des Feierabends, die fast etwas von Weihe hat, als Keller seinen Freunden auseinanderzusetzen begann, warum er sie hergebeten habe. Er erzählte von seiner Jugend, von Pflicht und Arbeit und fuhr fort: «Ihr drei lieben Menschen habt die schönste Zeit meines Lebens mit mir geteilt, meine Studienjahre; ihr habt später regen Anteil genommen an meinen Schwierigkeiten und oft haben meine Schilderungen derselben drückend auf eurer treuen Freundesseele gelastet. Nie habt ihr die Geduld verloren und mit Rat und Tat seid ihr mir beigestanden. Darum ist es auch nichts als recht und billig, wenn ich euch als den ersten, meine Angehörigen wissen noch nichts, von meinem Glück, berichte.» «Du, der will sich gewaltsam irgendwo unter einen Pantoffel zwängen», sprach lachend der eingefleischte Junggeselle Dr. Beck. «Nein, mein Glück ist mehr geistiger als seelischer Art. Ihr kennt den Riesenaufschwung des Automobils, ihr wisst, welches grosse Kapitel der Begriff Automobil umfasst. Denkt an die Ströme Benzin, die jährlich von Millionen von Wagen in Kraft umgesetzt werden. Leider war bis heute der Nutzeffekt ein kleiner; nur 25 % der in dem köstlichen Nass enthaltenen Kalorien konnten nutzbringend verwendet werden; 75 % gingen verloren. Es.ist mir nun gelungen, INSEPTIONS-PREIS: Die achtgespaltene 2 mm hohe Grundzeile oder deren Raum 45 Cts. für die Schweiz; für Anzeigen aus dem Ausland 60 Cts. Grössere Inserate nach Seitentarif. Inseratenschluss 4 Tage vor Erscheinen der Nummern Zürcher Gruppe entsprechend einer Abstimmung im Vorstand auch die entsprechende Vertretung verlangte, hinterliess eine recht verworrene Situation. Es schien beinahe un. wahrscheinlich, dass man zu einem positiven gemeinsamen Ziel gelangen konnte. Immer* hin bekam der provisorische Ausschuss den Auftrag, noch ein halbes Jahr im Amte zu bleiben, ein neues Arbeitsprogramm auszuar* beiten und eine Verständigung herbeizuführen. Der Rank wurde gefunden und die Aufgabe des Vereins in folgender Form neu umschrieben : «Der Verein zum Studium des Ausbaues des Schweiz. Hauptstrassennetzes (Schweiz. Auto» Strassenverein) hat zum Zwecke, durch Studien und durch Vorschläge bei den Behörden dahin zu wirken, dass dem wachsenden natio~ nalen und internationalen Automobilverkehr ein zweckmässig angelegtes Haupt strassennetz zur Verfügung gestellt wird. Er macht sich im besonderen auch zur Aufgabe, die Schaffung reiner Autostrassen in technischer, wirtschaftlicher und rechtlicher Hinsicht zu prüfen.» Der Ausschuss kam des ferneren zur Ueberzeugung, dass die Nur-Autostrasse erst dann wirtschaftlich gerechtfertigt und verkehrsnotwendig ist, wenn das allgemeine Hauptdurchgangsstrassennetz den Anforderungen nicht mehr genügt. Auf diese Erkenntnis gestützt und davon überzeugt, dass auf dieser Gründlage ein fruchtbares Zusammenarbeiten möglich ist, verdienen die neuen Statuten, welche vom Ausschuss einstimmig vorgeschlagen werden, ungeteilte Annahme« Der Vorsitzende verdankte den Vertretern Zürichs und Berns ihre Bereitwilligkeit zur Schaffung einer gemeinsamen Arbeitsbasis. Zur Eintretungsdebatte über den Statutenentwurf wurde das Wort nicht verlangt. Mit wenigen Abänderungen und einer teilweisen Ergänzung wurde der Revisionsentwurf von der Versammlung einstimmig angenommen.. Nie Neuumschreibung des Zweckes haben wir bereits oben angeführt. Aus den neuen Statuten sei das wichtigste hervorgehoben : Der Verein hat seinen Sitz und seine Hauptgeschäftsstelle in Basel. Er wird in das Handelsregister des Kantons Baselstadt eingetragen. Mitglieder des Vereins können öffentlich rechtliche Korporationen, juristische und natürliche Personen werden. Für Kantone und Gemeinden beträgt der Mitgliederbeitrag je einen Rappen pro Kopf, mindestens aber 100 Franken; für die am Strassenverkehr in« durch eine genauere, automatische Regulie-i rung des Verhältnisses von Gasgeschwindigkeit zur Weite der Benzindüse und des Luftstutzens wesentlich günstigere Resultate zu erzielen. Die Leistung des Wagens steigt bei stark vermindertem Benzinverbrauch. Ich habe bereits mit verschiedenen Marken meine Versuche angestellt, indem ich von einer Taxameteranstalt immer auf eine Woche einen Wagen mietete, meinen Versuchsvergaser einbaute, ausprobierte und nachher wieder entfernte; alle acht Tage an einer andern Marke. Die Resultate übertrafen meine Erwartungen bei weitem. Ich bin nun so weit, dass ich meine Erfindung zum Patent anmelden kann, sobald ich noch einen letzten Versuch an einem ganz schnellen Sportwagen gemacht habe.» «Ich biete dir meinen neuen Kompressorwagen als Versuchskarnikel an,» sagte begeistert der Bankier, «heute kommt er in der Ebene auf 180 km Schnelligkeit, vielleicht bringst Du ihn auf 220, so dass ich derjenige sein werde, der zu danken haben wird», wehrte er liebenswürdig den freudig ergriffen auf ihn zukommenden Keller ab. Die Gäste schüttelten dem Ingenieur in aufrichtiger Bewunderung die Hand. Dieser öffnete seinen Schreibtisch und entnahm ihm ein gelbes Couvert, das die Zeichnungen und Berechnungen des neuen Vergasers enthielt Der Erfinder erklärte seine Arbeiten und bat seine Freunde, tiefstes Stillschweigen darüber zu bewahren. . (Fortsetzung folgtj

teressierten Landesverbände mindestens 200 Franken; für andere juristische Personen wird der Beitrag von Fall zu Fall vom Vorstand festgesetzt. Er beträgt jedoch mindestens 50 Franken. Natürliche Personen haben einen Jahresbeitrag von 20 Franken zu entrichten. Ueber die Höhe des zu leistenden Jahresbeitrages von Amtsstellen des Bundes, der Bundesbahnen und ihren Institutionen bleiben besondere Vereinbarungen vorbehalten. Die Organe des Vereins sind : die Mitgliederversammlung, der Vorstand, der leitende Ausschuss, die Fachkommission, die •Kontrollstellen. Die Mitgliederversammlung tritt ordentlicherweise wenigstens einmal jährlich im ersten Halbjahr zur Erledigung der ordentlichen Vereingeschäfte zusammen. Bei der Zusammensetzung des Vorstandes sind sämtliche Mitgliederkategorien nach Massgabe ihrer Bedeutung und der Höhe ihrer Jahresbeiträge angemessen zu berücksichtigen. Dabei sollen die verschiedenen Landesgegenden eine angemessene Vertretung erhalten. Auf Antrag von Stadtpräsident Lindt in Bern wurden in zwei weiteren Paragraphen die Frage der Auflösung und der Geltungsbereich des Zivilgesetzbuches näher fixiert. Der Vorstand. Bei der Wahl de's Vorstandes stellte der Vorsitzende fest, dass noch nicht alle Kan- . tone ihren Beitritt erklärt haben, dass aber nach dem neuen Stand der Dinge mit einer Teilnahme zu rechnen sei. Die Mitgliederzahl des Vorstandes wurde auf 38 festgesetzt und dem neuen Vorstand die Kompetenz überwiesen, sich je nach Eintritt neuer Mitglieder bis auf diese Zahl zu ergänzen. An Hand eines Vorschlages des provisorischen Ausschusses wurden auf eine dreijährige Amtsdauer folgende Herren in den Vorstand gewählt: a) Als Vertreter der Institutionen des Bundes : Vizedirektor Robert Hohl (Sesa), Dr. Grüebler (Schweizerische Verkehrszentrale). b) Als Vertreter der Kantone : Regierungsrat Maurer (Zürich), Regierungsrat Bösiger (Bern), Regierungsrat Erni (Luzern), Regierungsrat Bettschart (Schwyz), Regierungsrat Canevascini (Tessin), Regierungsrat Hefti (Glarus), Regierungsrat Knüsel (Zug), Ingenieur Dubuis (Wallis). c) Als Vertreter der Städte: Stadtpräsident Dr. Klöti (Zürich), Stadtpräsident H. Lindt (Bern), Stadtpräsident Dr. Zimmerli (Luzern), .Regierungsrat Wenk (Baselstadt), Vizesyndaco Marazzi (Lugano). d) Für die schweizerischen Landesverbände : Kantonsingenieur Mean, Neuenburg (Vereinigung schweizer. Strassenfachmänner); Kantonsingenieur A. Schläpfer (Schweizer. Ingenieur- und Architektenverein); W. Imhoff (für den Schweiz. Automobilclub, eine zweite Vertretung bleibt noch zu bestimmen); F. Meyer, Basel, und A. Kündig, Genf (Verband Schweizer. Motorlastwagenbesitzer). Weitere Sitze bleiben offen für die Oberpostdirektion, für die Kantone Solothurn, Freiburg, Aargau, Neuenburg und Waadt, für den Schweiz. Touringclub und für andere juristische Personen, die ohne Zweifel sich in Bälde dem Vereine anschliessen werden. Als Mitglieder der Kontrollstelle beliebten die Herren Kantonsbuchhalter Jung in Bern, Finanzinspektor Ehinger in Zürich und als Suppleant Ingenieur Kästli in Bern. In kurzen Zügen referierte Regierungsrat Wenk über die bisherigen Arbeiten der deutschen Hafraba und über deren Schwierigkeiten. Herr Regierungsrat Bösiger teilte noch mit, dass er' die westschweizerischen Baudirektoren über die Neuorganisation des Vereins orientiert habe und dass mit ziemlicher Sicherheit auf die Mitarbeit dieser Kantone gerechnet werden könne. Im fernem dankt er im Namen der bernischen und westschweizerischen Gruppe für die geschaffenen Grundlagen, die eine gemeinsame erspriessliche Arbeit nun ermöglichen würden. Kurz nach 6 Uhr konnte Herr Regierungsrat Wenk die für unser Wirtschafts- und Verkehrsleben bedeutende Gründungsversammlung schliessen. Eine Reminiszenz. Dem Automobil die Bahn frei! Das war das Losungswort des baslerischen Regierungsrates. Möge es zum geflügelten Worte im ganzen Schweizerlande werden ! Heute scheint es, als ob der schweizerische Automobilismus die grössten Hindernisse überwunden habe und nun auf das erfreuliche Verständnis bereits zahlreicher kantonaler Regierungen gestossen sei. Ein erfreuliches Omen für die kommende schweizerische Automobilgesetzgebung. Noch eine kurze Zeit beharrlicher Arbeit und wir werden auch auf dem. Gebiete der Benzinzollverteilung, wel- In dieser Nummer beginnt unser neuer Kriminalroman ' PATENT Nr. 2002. ehe ja mit dem Ausbau des Strassenwesens in engstem Kontakt steht, weitere Fortschritte erzielt haben, um so mehr, als nach dem provisorischen Bundesbudget für das Jahr 1930 die vorgesehenen Einnahmen der Eidgenössischen Post-, Telegraphen- und Telephonverwaltung eine Ueberweisung von 100 Millionen Franken an die eidgenössische Staatskasse als möglich erscheinen lassen. In diesem Falle dürfte Herr Bundesrat Musy mit seinen 12 Millionen Franken Benzinzoll auskommen und die übrigen 18 Millionen Franken füglich den Kantonen abtreten; K. Dem eidgen. Automobilgesetz entgegen. Am 3. September besammelte sich in Herisau die Konferenz der kantonalen Polizeidirektoren. An ihr nahmen auch Teil die Herren Bundesrat Häberlin und der neue Chef der eidgenössischen Polizeiabteilung, Dr. Rothmund. Im Vordergrund der Verhandlungen stunden Fragen der schweizerischen Automobilgesetzgebung, was beweist, dass auch die massgebenden kantonalen Stellen nun von der Dringlichkeit einer schweizerischen Regelung überzeugt sind. Entsprechend der rapiden Verkehrsentwicklung wurden auch verschiedene Punkte bereits von einem ganz neuen Gesichtspunkt aus behandelt. Die Wiederaufnahme der eidgenössischen Automobilgesetzgebung steht in voller Vorbereitung. Den Vertretern der Kantonsregierungen war Gelegenheit geboten, ihren Standpunkt genau zu dokumentieren. Das eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement bereitet eine Umfrage vor, welche den verschiedenen Interessenverbänden Gelegenheit geben soll, sich zu dem zu Fall gekommenen früheren Gesetze zu äussern. Die Konferenz fasste folgende Resolution: «Nach Anhörung von Referaten der Herren Bundesrat Häberlin und Dr. Rothmund, Chef der Polizeiabteilung, hält die Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren die baldige Ausarbeitung eines Bundesgesetzes über den Automobilverkehr für höchst wünschbar. Sie anerkennt und begrüsst die vom eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement zur Verwirklichung dieses Postulates geleistete Vorarbeit und erklärt sich mit dem vom Departement vorgelegten Fragebogen zuhanden der interessierten Verbände und Amtsstellen einverstanden.» , Wir anerkennen mit Genugtuung* 1. dass die Vorarbeiten für. ein,neues schweizerisches Automobil-Verkehrsgesetz geleistet sind; 2. dass die kantonalen Polizeidirekt.oren die baldige Realisierung eines solchen' Gesetzes selbst für dringlich halten und am gegenwärtigen zweiundzwanzigfachen Schisma keine Freude mehr erleben; und 3. dass den interessierten Verbänden. die Gelegenheit zur; Mitarbeit geboten werden soll. Es ist nun zu wünschen, dass sich diese Mitarbeit nicht nur auf die Beantwortung eines Fragebogens beschränkt, sondern auch weiterhin den Verbänden die Gelegenheit gegeben werde, sich zu den einzelnen Gesetzesparagraphen zu äussern, bevor sie vor das Forum der eidgenössischen Räte gelangen.. Es fällt uns auf, dass in den Mitteilungen der Presse prononciert nur von einem Automobilgesetz gesprochen wird. Es ist immerhin zu erwarten, dass auch unter dem Namen eines schweizerischen Automobilgesetzes der sämtliche Strassenverkehr, inklusive Fuhrwerke und Velos, geregelt werden wird. -t. den K- Der Benzinzoll im Kanton Waadt. Durch die Neuregelung des Benzinzollanteils an die Kantone hat der Bund an die 22 kantonalen Staaten verschiedene Nachzahlungen zu entrichten. Leider gibt es viele Kantone der Schweiz, welche diese Rückzahlungen nicht ganz ihrem Zwecke entsprechend verwenden, indem sie diese Gelder nicht der Strasse, sondern ihrem Finanzsäckel zufliessen lassen, um auf Kosten des Automobilisten Staatsschulden zu tilgen oder andere, mit dem Strassenwesen nicht in Zusammenhang stehend« Arbeiten, ausführen zu lassen. Wir brauchen bloss an das Vorgehen Genfs zu erinnern. Weitsichtiger arbeitet der waadtländische Staatsrat. Er empfiehlt dem Grossen Rate, mit den erhaltenen Summen, einen sogenannten «Benzinfonds» anzulegen,' aus dem geschöpft werden soll, wenn'die im Budget für Strassen - Instandstell ungsarbeiten vorgesehene Summe nicht ausreich, um damit in Fällen, wo eine ausserordentlich rasche Hilfe geleistet werden muss, mit nötigen Mitteln bei der Hand zu sein. Der Grosse Rat AUTOMOBIL-REVUE 192» — hat sich dieser Auffassung angeschlossen. Der auf den Kanton Waadt für die letzten vier Jahre, also 1925—1928, entfallende 1 Anteil an dem zurückerstatteten Benzinzoll beträgt 2,116;135 Fr. Die Anteile aus den Jahren 1925—1927 in einer Höhe von 1,391,967 Franken sollen diesem Benzinfonds zufliessen. Dem Anteil aus dem Jähre 1928, welcher 724,168 Fr. beträgt, sollen 400,000 Fr. entnommen werden, um damit Nachträgskredite für Strassen-Wiederinstandsetzungen zu decken. Die eventuell später aus dem Benzinfonds erfolgten Entnahmen sollen jeweils bei den Budget-Beratungen wiederum berücksichtigt und zurückerstattet werden. Die aus dem Fonds hervorgehenden Zinsen sind der Kasse des Departementes für öffentliche Arbeiten bestimmt. D Eine Genfer Verkehrs-Voiksinitiative. Eine stark besuchte Versammlung, die von der Liga der Strassenbenützer einberufen worden war, beschloss dieser Tage in der Völkerbundstadt die Einbringung einer Volksinitiative, in der die Expropriation des Gebäudes der 'Schweizerischen Kreditanstalt am Bel-Airplatz verlangt wird. Die Behörden sollen ersucht werden, mit der Bank eine friedliche Lösung zu finden. Die Bel-Airplatz-Angelegenheit ist heute in der Tat ein Problem, das die Genfer Oeffentlichkeit stark beschäftigt Die Volksinitiative ist also keineswegs, wie man glauben möchte, Sache eines begrenzten Kreises von Interessenten. Seit Wochen geht der Meinungskampf durch • die Zeitungen. Die Schlage ist folgende: Das früher am Bel- Airplatz gelegene Gebäude der Schweizerischen Kreditanstalt wurde niedergerissen mit dem Zwecke, auf dem Grundstücke des alten Immeuble einen Corbusier-Palast aufzurichten. Schon über diesen Betonbau ist nicht wenig geschrieben worden. Schliesslich erteilten die städtischen und kantonalen Behörden die umstrittene Baubewilligung. Der Touring-Club hat nun — etwas spät allerdings — beim Chef des Baudepartements Schritte um Rücknahme der Baubewilligung unternommen, da der am Bel-Airplatz zusammenfassende enorme Verkehr den durch Abriss des alten Gebäudes entstandenen Raum im Interesse der Verkehrssicherheit und Verkehrsbeschleunigung beanspruchen müsse. Ob die Volksinitiative den Neubau des Credit Suisse verhindern kann, ist schon deshalb zweifelhaft, da die Besitzer des Grundstückes ihren Boden (wenn sie sich tatsächlich dazu bewegen Hessen diesen wohl wertvollsten Platz der Stadt herzugeben!) nur unter einem ganz enormen Preis abtreten würden. Man nennt allerwenigstens drei Millionen. Die.., Summe würde aber, zweifellos... in erster Linie . auf den Steuerzahler zurückfallen. Wir wollen hoffen, dass .die Volksinitiative bezwecken rhöge, dje Bauherren zu veranlassen, dem Verkehr an. diesem ausgesprochenen Engpässe, der Zirkulation im weitesten Sinn© Rechnung zu tragen — dann ist ein Teilerfolg der .Initiative nicht ganz aussichtslos. In welcher Schublade? (Eing.) Den dringenden Bedürfnissen, entsprechend hat der Gemeinderat der Stadt Bern von kundiger .Hand sich eine neue Verkehrsordnung aufstellen lassen. Man. kann diese Arbeit als direkt vorbildlich bezeichnen. Nicht umsonst haben sich alle- Strassenverkehrsverbände hinter sie gestellt und sie allen massgebenden Stellen ^empfohlen. Jedermann kennt nun aber die Schwierigkeiten, die dieser Verordnung 1 von: Seiten der kantonalen Instanzen; entgegengesetzt wurden. Schlussendlich musste das Bundesgericht entscheiden. Das Urteil fiel nicht zu Gunsten der bernischen Regierung aus. Seither sind Wochen und Monate verstrichen, von der stadtbernischen Verkehrsordnung aber war nichts mehr zu hören! Eine -grosse Stille ist eingetreten, trotzdem gerade die zwei letzten Monate mit gesteigerter Verkehrsfrequenz angefüllt waren, welche die Notwendigkeit einer modernen Verkehrsordnung deutlich genug demonstrierte. In welch grüner Schublade liegt die stadtbernische Verkehrsordnung begraben? Wann gedenkt man sie ans Tageslicht zu ziehen und den städtischen Behörden den Weg freizugeben? Die amtliche Verzögerung zum Schaden unseres Verkehrs und damit unserer Bevölkerung ist länger nicht mehr zu verantworten. Die eingeschlagene Praxis im herrischen Regierungsgebäude mutet mehr als : sonderbar an...' Berner Ballonverfolgung. Die Sektion Bern des A C. S. organisiert gemeinsam mit dem Aero-Club Bern auf Sonntag, den 8. September eine Ballonverfolgungsfahrt. Der Ballon wird um 8 Uhr beim Gaswerk Bern losgelassen und bleibt bis 13 Uhr in der Luft. Die Landung vollzieht, sich an einem Ort, der höchstens 80 km von Bern entfernt ist. Die konkurrierenden Automobilisten besammeln sich an der Sandrainstrasse und beziehen ab 7.45 Uhr beim Starter ihre Startkarten. Jeder Automobilist hat die Aufgabe, den Landungsplatz sp rasch als möglich zu erreichen und einen der. vier Wimpel vom Korbe wegzureissen. Der erste Preis wird für den weissen, der zweite für den roten, der dritte für den blauen und der vierte für den grünen Wimpel verabreicht. Die Preisverteilung ist auf abends 9 Uljr im Clüblok'al festgesetzt." Ueber die Abhaltung der Ballonverfolgung erteilt das Gaswerk Bern (Teli Bollwerk 35.15) am Sonntag, den 8. September, ab morgens 7 Uhr Auskünfte. lt. Autobeförderung Romanshorn-Friedrichshafen. Vom 2. September 1929 an werden für die Beförderung von Personenautomobilen bis zu sieben Sitzen und Motorrädern mit Beiwagen auf Trajektschiffen zwischen Romanshorn und Friedrichshafen oder umgekehrt folgende Taxen eingführt: Einfache Hin- n. Rdctf. Fahrt Innerhalb 10 Xi für einen Wagen Personenwagen mit 1—2 Sitzen Fr. 6.— Fr. 9.— Personenwagen mit 3—i Sitzen > 8.— » 12.— Personenwagen mit 5—7 Sitzen » 10.— » 15.— Motorräder mit Beiwagen » 5.— » 7 50 Der Führer des Fahrzeuges wird gebührenfrei mitbefördert. SPORTLICHES Caracciola wird am nächsten Semmering- Rennen, das auf den 15. September anberaumt ist, seinen Streckenrekord auf Mercedes-Benz verteidigen. Circulto delle Tre Provlncle. Das über 128,500 km führende Rundrennen nahm unter der Aegide des A. C. Bologna einen schönen Verlauf. Obwohl die kurvenreichen und schmalen apenninischen Strassen. schnelle Tempi nicht zuliessen, erzielte der Sieger Morandi auf O. M. eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 60,707 km. Er bewältigte die Strecke in 2 Std. 7'. Zweiter wurde Fagioli auf Maserati in 2 Std. 15*31". Die Klasse bis 1500 cem gewann Adami auf Alfa Romeo in 2 Std. 19', während die kleinste Klasse von Cappello auf Fiat in 2 Std, 27' %" entschieden wurde. Mercedes in Monza! Wie die italienische Presse mitteilt, haben sich der Deutsch-Italiener Caflisch und die beiden deutsche Extraklassen vertretenden Meister des Volants, Rosenberger und Momberger, für den Grossen Preis von Monza eingeschrieben. Die Meldung löste in Italien eine Sensation aus. Namentlich Rosenberger, der Exrecordmann des Klausens, wird viel .genannt. Das Zusammentreffen der siegreichsten deutschen Marke mit Alfa-Romeo, Talbot, Maserati und den beiden Packard-Cable-Wagen gibt dem Bahnrennen von Monza eine ganz besondere Bedeutung. Unter den bis jetzt bekannten Gegner der drei Mercedes- Leute können genannt werden Brilli Peri, Varzi und Duray. Von Bugatti werden Nennungen noch erwartet. Gerüchte lassen verlauten, dass der zweite Packard-Wagen — Duray hat bekanntlich zwei Maschinen genannt — von keinem geringeren als Meister Chiron ins Feuer geführt werde. Der Sportkalender 1930. Nach den diesjährigen grossen Erfolgen der nationalen und internationalen Klausenrennen stand es ausser Zweifel, dass der grosse Bergpreis der Schweiz im nächsten Jahre wieder ausgetragen werde.. Nach Fühlungnahme zwischen A. C. S. und U. M. S. ist im Schosse der nationalen Sportkommission beschlossen worden, die Tage vom 9. und 10. August 1930 für das grösste Bergrennen der Schweiz belegen zu lassen. Auch die Wiederholung der famosen Sankt Moritzer Automobilwoche ist für nächstes Jahr bereits beschlossene Sache. Als Datum der internationalen Veranstaltung kommt "wiederum der August in Frage und zwar sehr wahrscheinlich vom 17. oder 18. bis ungefähr zum 24. Die Erfahrung hat gelehrt, dass zwischen Klausen und St. Moritzer Automobilwoche eine Pause gelegt werden muss, um den Fahrern Gelegenheit zu geben, nach der Zerreissprobe des Klausen ihre Wagen in Ruhe für den neuen Strauss vorzubereiten. Neben diesen beiden internationalen Veranstaltungen wird die nationale Sportkommission für den 23. März plädieren, um anlässlich der Eröffnung des Salons das traditionelle Genfer Flachrennen durchführen zu können. Ob es sich um ein Kilometer Lance, Arrete oder um eine Halbkilometer-Angelegenheit handeln wird, ist noch nicht entschieden. Alle diese Fragen kommen am 23. September während der Sitzung der Internationalen Sportkommission in Paris zur Sprache. Die Internationale Bergmelsterschalt. bildet nach wie vor ein bedeutender Programmpunkt des kommenden Jahres. Wir haben in Nummer 63 über die Fühlungnahme zwischen den Repräsentanten der nachbarstaatlichen Automobil-Clubs berichtet. Die Anregung war unseren Lesern ja nicht unbekannt. Der Initiative von Sportpräsident Decrauzat ist es zu verdanken, dass die Verwerklichung des grossen Planes für das nächste Jahr ernstlich in Betracht gezogen wird. Die Strecken, auf denen die internationale Bergmeisterschaft ausgetragen wird, unter denen bekanntlich der Klausen als Finale do« miniert, sind von uns bereits genannt worden. Positiv ist zu melden, dass Oesterreich sich als erstes Land angemeldet hat und sich mit dem Semmering-Rennen beteiligen will.