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E_1929_Zeitung_Nr.075

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N°75 - AU'l'UMUBiL-Kt V

N°75 - AU'l'UMUBiL-Kt V ÜG Ein merkwürdiger Vorschlag. Di© Axenstrasse hat in letzter Zeit nicht nur in Wirklichkeit, sondern auch in der Presse starken Staub aufgeworfen. Als einzige Zufahrtstrasse zum Gotthard weist sie natürlich mit jedem Jahr einen stänkeren Automobilverkehr auf. Dass dies für den Fussgänger nicht gerade angenehm ist, sei zugegeben; ganz besonders dann nicht, wenn die Strasse sich in einem schlechten Zustand befindet. Gegenwärtig kann mit Recht von einer Staubplage gesprochen werden, die nicht nur den Wanderer, sondern auch den Automobilisten tatsächlich um die Genüsse der herrlichen Landschaft zu bringen vermag. Dringende Abhilfe tut somit unbedingt not. Eine internationale Durchgangsstrasse, als welche die Axenstrasse erkannt werden "muss, sollte unbedingt mit einem modernen Belag versehen werden. Wenn dies bis jetzt noch nicht der Fall war, so scheint der Grund in den mangelnden Finanzen des Kantons Uri zu liegen. Mit der jetzigen Benzinzollverteilung wurde den Urkantonen eben ein schlechter Dienst erwiesen. Sie kamen offensichtlich zu kurz. Es wird deshalb Aufgabe der zentralschweizerischen Kantonsrogierungen sein, in allererster Linie beim Bunde vorzusprechen, damit ein neues Benzinzollverteilungssystem den Bedürfnissen der Gebirgskantone besser Rechnung trage. Trotzdem die Automobilisten der betreffenden Kantone den Staatskassen jährlich einen grossen Obolus zu entrichten haben, langt es für die Durchführung grosser, unbedingt notwendiger Strassenbauten und Strassenkorrektionen nicht. Wir leben leider nicht in Mussolinien, wo prächtige Staatsstrassen, hauptsächlich zu strategischen Zwecken gebaut, nur so aus dem Boden spriessen. Allein, für die gegenwärtigen Zustände auf der Axenstrasse die Automobilisten verantwortlich machen zu wollen, ist denn doch nicht angängig. Besonders eigentümlich mutet uns ein Vorschlag an, den wir kürzlich in der Saisonchronik der «Neuen Zürcher Zeitung» zu lesen bekamen und worin ein Einsender den Vorschlag macht, die Axenstrasse zu bestimmten Tageszeiten, z. B. von 13—17 Uhr, für den Automobilverkehr vollständig zu sperren. Mit solch hinterwäldnerischen Vorschlagen lässt sich nun allerdings der moderne Verkehr nicht mehr regeln. Man male sich einmal die Folgen einer solchen Strassensperre für nur vier Stunden aus und England schafft ein einheitliches Zeichen für Brennstoffstationen. Das. englische Per troleum Filling Statipns Commfttee wurde kürzlich zusammenberufen unter dem Vorsitz von Sire Lionel Earle, um über die Errichtung eines einheitlichen Zeichens für Abfüllstätion^n zu beraten-. Das Zeichen soll so beschaffen sein, dass es landschaftliche Schönheit und Plätze von historischem Interesse nicht stört. Das Zeichen soll im ganzen Lande Anwendung finden. Die Grundfarbe der Buchstaben soll Silber oder weiss sein, mit einem schwarzen Emailgrund, oben eine rote Figur mit vergoldeten Flügeln. Das Zeichen wird auch mit einer Beleuchtung und mit reflektierenden Körpern versehen. gr. Herabsetzung der Automobilzölle in Amerika. Der Finanzausschuss des amerikanischen- Senators hat die Herabsetzung der Zölle auf ausländischen Personenwagen von 25 Prozent auf 10 Prozent bewilligt. Praktisch ist diese Herabsetzung bedeutungslos. Nach den Verträgen, die Amerika mit den meisten Staaten hat und die auf dem System der Meistbegünstigung beruhen, erhebt Amerika auf Personenwagen dieselben Einfuhrzölle, die das betreffende Land erhebt. Ein Engländer auf dem Kontinent. In der englischen Fachzeitung «The Motor» gibt ein englischer Automobilist namens E. Maney •einige Erfahrungen auf einer Europatour zum besten. Ueber die Strassen sagt er allgemein, dass sie in Deutschland und Frankreich gut seien, in Belgien aber sehr schlecht. Die Hauptstrassen seien dort alle infolge Reparaturen gesperrt gewesen und die Strassen zweiter Klasse in einem unmöglichen Zustande. Erstaunt war er über die grosse Anzahl amerikanischer Wagen in Deutschland. Auf der ganzen Reise durch Frankreich, die Vogesen, den Schwarzwald, das Rheinland und Belgien zählte der Engländer vierzehn englische Wagen. gr. Zollwesen. Die französische Zollverwaltung hat verfügt, dass bei Automobilen, deren Fahrgestell- und Motormerkmale auf einer ersetzbaren Plakette eingetragen sind, in Zukunft, zwecks Verhinderung eventueller Unterschiebungen, Zollplomben' angebracht werden müssen.* DasiBlei, welches^ aiü d.e# Lagerstellen des Motors zu. fixiereniis^f||S rechtigt zu. einer Gebühr von franz. FfeSlS UND FREUDE, IM NEUEN Ein Wagen mit harmonischen Linien and vollkommenem Luxus bis In die kleinsten Einzelheiten, bequem, auffallend gut ge. federt, sehr leicht zu führen. 3 Typen-8eehszyllnder, siebenfach gelagerte Kurbelwelle, Doppelzundung, Zentralschmierung, hydraulisch» Stossdlmpfer, lautlos arbeitender Motor mit geschmeidigen und schnellen Reprisen. Sehr kleiner Lenkradius, Extra tief gelagertes Chassis, daher vorzüglich« Strassenhaltung. LERNEN SIE DIESE VORTEILE KENNEN, INDEM SIE EINE PROBEFAHRT VERLANGEN. QENFl 8. A. Perrot; Duval * Cle. GENF: Grand Garage de l'Atheneej 8. A. LAUSANNE: Garage Wirth & Cle. FREIBURQ: Garage de Perollea LUGANO: Garage Central LA CHAUX-DE-FONDS: C. Peter *Cle.; S.A. LIESTAU Konrad Peter & Ole.; A.-Q. BIEL: Konrad Peter * Cle.; A.-Q. BAAR

XVII. Internationales Semmering-Rennen 1929. Zum ersten Nennungsschluss wurden 51 Nennungen abgegeben: 32 Motorräder und 19 Automobile. Im Verhältnis zum ersten Nennungsschluss des Vorjahres ein ausseist günstiges Ergebnis. Mit Rücksicht auf die zahlreichen Anfragen und avisierten Nennungen, wird die Zahl der Nennungen beim definitiven Nennungöschluss wohl auch die im Vorjahre erreichte Ziffer übersteigen. Es handelt sich hiebei fast ausschliesslich um Privatnennungen. Unter den Automobilen, sind nachstehende Marken vertreten: Mercedes-Benz, Steyr, Bugatti, Amilcar, D. K. W., Hupmobile, Austro-Daimler und B. N. G. — Von den Fahrern : sind zu nennen: Prinz Anton Esterhazy, Lobkowicz, Baron Andreas Wolfner, Koloman BaTSony, Max Graf Arco-Zinneberg, Direktor Wenzler, Graf Potocki, Dr Ing. Imhof, Hartmann, de Strasser, Oestexreicher-Dresden, v. Morgen-Berlin, Dr. Hellmann, K. Berger, Baumkirch-' ner, B. Ackerl, E. Fra-nkl, Schmidt-Jägerndorf etc. Das diesjährige Internationale Semmering-Rennen wird, wie im Vorjahre, durch die Standard- Filmgesellschaft, die offizielle Filmstelle des Oe. A. G. verfilmt. Al6 besonders interessante Neuerung wäre die durch die Selenophon Ges. m. b. H. gemeinsam mit der Standard - Filmgesellschaf t durchgeführte Tonfilmaufnahme des Rennens, sowie als Novum die Radio-Berichterstattung über das Rennen durch die Ravag zu nennen. Letzteres wird durch Aufstellung mehrerer Mikrophone auf der Rennstrecke, so z, B. beim Start, in Aussichtskurven und beim Ziel und durch Berichterstattung aller im Verlaufe des Rennens wahrgenommenen Eindrücke, sowie durch Verlautbarung der offiziellen Resultate allen Radiohörern ein lebhaftes Bild des Rennens vermitteln. Definitiver Nennungsschluss: 31. August 1929, 18 Uhr. Telegrammadresse: «Automobüclub Wien», Telephone U 43-0-95 Serie. Am Rekordtag von Arpajon, der alljährlich von der französischen Zeitung «Le Jour- mehr griffen. Ich probierte den kleinsten Vor- eine Kette bei sich und zieht mich ganz ein- terräder meines Wagens plötzlich nicht machen, im besten Fall hat er sogar nal» organisiert wird, wurden zahlreiche internationale Rekorde geschlagen. Die beste — vergebliche Mühe — immer tiefer geriet hat) en. Weit gefehlt! «Avezwärtsgang, dann rückwärts mich zu salvieren fac h aus dem Dreck. Ein schönes Trinkgeld muss er dafür Zeit des Tages fuhr der gegenwärtig in ich in den Morast. Eine Panne, wie sie im vous une chaine ? » fragt er. Nein, das hatte Frankreich lebende Amerikaner LeonDuray Buche steht, zwar in wirklich schöner Land- ich n un leider nicht. «Alors, je regrette». Und fort ist auf einem Packard - Wagen, der auf derschaft und wärmendem Sonnenschein, aber er : erster Gang, zweiter Gang, drites war doch nicht zu vergessen, dass man te r Gang, tütü, tata! Ich stand da. Eine ge- schmalen Piste das glänzende Tempo von linde 230 km erreichte und damit dem Rekord von mich am Abend am untern Limmatstrand er- Wut am Kopfe. Nichtsdestoweniger rufe Benoist mit 236 Stundenkilometern sehr nahe wartete. Was tun? Sieh' da, 500 Meter weiter ich noch nach: Merci, mille fois! Man kam. Bei den Motorrädern überschritten zwei Konkurrenten die 200-km-Grenze. Der Tag war ein voller Erfolg. Ein Irrtum. Die in Nr. 72 der «A.-R.» erschienene angebliche Photographie von Clerici (Salmson) ist diejenige des bekannten Zürcher Fahrers Schneider auf Derby, der am Klausenrennen in der 1100-ccm-Klasse den gemeldeten schönen Sieg erstritt. Der Italiener Clerici startete in der gleichen Klasse bei den Rennwagen und ist in Nr. 74 in der Karikatur erschienen. Section de Eaumorte Eigenthal ruz hausen Garnigel Klausen Samaden Knens- Marchai- Walzen- Courcur Marque l'A. C. S. Bernina Tourisme: 0. Giger W. Probst R. Duval Sport: A. Scheibler E. Nyffeler Z. Freuler 6. Sabatini Course: H. Stuber J. Strittmatter E. Eampinelli W. Probst Martini Mathis Chrysler Fiat Amiloar op. Steyr Itala Bugatta Bugatti Amilcar Bugatti Zürich 0.0 Beine 0.0 Geneve 100.0 Berne 89.3 Geneve 0.0 Zürich 0.0 Tessin 0.0 Berne 0.0 Zoug 100.0 Schaffhouse 0.0 Berne ., ! 0.0 94.2 92.8 0.0 96.2 0.0 0.0 88.8 100.0 91.6 89.1 95.5 93.6 ,100.0 97.5 0.0 72.3 0.0 0.0 100.0 90.5 90.1 0.0 90.3 0.0 0.0 94.2 81.0 0.0 0.0 100.0 92.4 96.2 90.4 98.2 95.3 0.0 83.3 81.6 0.0 0.0 100.0 0.0 90.7 0.0 Herrenfahrer, minutes », tönte mir noch in den Ohren. Bitte, man Dnctontn Phoiiffanp unrl würde sich eben selber helfen. Ich winde rusiauio-unauueur unu dfe Hinterachse hoch und schiebe ein starkes Bauern. Brett unter das linke Hinterrad. Man schreibt uns : Da kommt von' oben her, tütii, tata, ein Es fuhr ein Mann von Les Diablerets nach Postauto, schon ist es da. Ich entsinne mich Gsteig und geriet in den Sumpf. Die rollen- dunkel, irgendwo gelesen zu haben, dass die den Brüder der Strasse sahen ihn, wunderten Postauto-Chauffeure von der Behörde angesich und Hessen ihn liegen. Nein, gar so arg wiesen seien, bei der Bergung von Fahrzeuwar es denn doch nicht, ich will fein sauber- gen an die Hand zu gehen. Ich grüsse höflich lieh bei der Wahrheit bleiben. Eine zeitge- «nd schon hält der Wagen. Wirklich! Ich mässe Lehre ergibt sich auch so aus der denke : nun wird mir der Führer mit seinem Geschichte. Also: Beim Parkieren ä cheval der praktischen Rat helfen können, vielleicht an- Strasse des Col du Pillon gegen Gsteig geriet erbietet er sich, in Gstaad oder Saanen einen ich auf trügerischen Grund, so dass die Hin- Automechaniker mit dem notwendigen Gerät mobil zu 93.1 88.9 0.0 0.0 0.0 0.0 0.0 92;0 0.0 0.0 0.0 '82.4 0.0 0.0 69.7 0.0 79.6 0.0 0.0 0.0 0.0 0.0 100.0 0.0 0.0 0.0 0.0 87.4 0.0 100.0 0.0 0.0 0.0 386.0ch 377.0 197.5 363.0 ch 234.9 167.0 88.8 400.0 ch 374.5 366.1 185.9 noch gnädig ab mit einem Donnerwetter wegen Landschaden oder einer platonischen Be. grüssung mit den oft gehörten Kosenamen. Nichts von alledem; der Aetti bringt auch Bretter und Pickel und Schaufel und macht sich stillschweigend und nicht ohne Fachkenntnis ans Werk. Und eh' man sich versieht stehen drei, vier andere Sennen da und greifen nach stummem Nicken der Begrüssung mit starken Armen zu. Da sassen sie, ihre Sonntagsruhe geniessend, vor ihrer Hütte, schnupperten plötzlich leisen Oelhauch und schon waren sie da und freuten sich sichtlich über die willkommene Abwechslung. Kurzum, es dauerte nicht lange und mein Wagen war auf der Strasse geborgen. Da, noch eine Ueberraschung. Als ich meinen Helfern danken wollte, da sagten sie, sie hätten mir gern geholfen und das sei ja ganz selbstverständlich und immer so, und man wünsche mir gute Reise und hier seien noch die Stricke, die sie gleich in der Nähe gewaschen hätten. Mit Mühe nur war der Aetti zu bewegen, zur Verteilung an all die unbekannten Helfer meine silberne Barschaft anzunehmen. Heute noch denke ich nicht ohne innere oben an der Strasse hielten zwei Wagen, um is * doch schliesslich gut erzogen worden, sich über Mittag gütlich zu tun und so ganz Aber da naht auch schon der Retter in der nebenbei auch ein Rad zu wechseln. Ich gehe Not. Ein frischer, intelligent aussehender Bewegung an die freundliche Hilfsbereitschaft, die ich oben am Col du Pillon gefun- also hin und bitte die Leute in meinem besten Bauernbub kömmt her, fragt gar nicht lange: Französisch — es waren Waadtländer Herr- sagt, er wolle mir helfen und es sei nicht das den habe, und sollte einer meiner Helier zufällig diese Zeilen zu Gesicht bekommen, schatten — mir bei der Bergung des Wagens erste Mal, dass da oben am Pillon einer stekbehilflich zu sein. Mit freundlichster Miene ken bleibe. Holt Bretter und seinen Aetti in möge er allen andern nochmals meinen herzlichsten Dank sagen. Ich selber habe mir vor- sagte man mir zu, doch müsste ich mich fünf der unweit gelegenen Sennhütte. Doch bevor Minuten gedulden. Ich wollte das gerne tun der erscheint, kann ich mich eines leisen Gruund suchte inzwischen in der nahegelegenen selns nicht .erwehren im Gedanken an diein der Welt herumzufahren und noch mehr genommen, in Zukunft weniger pharisäerhaft Alphütte nach Brettern zum Unterlegen. Als:; bekannten Gurtenbauern. Im übrigen habeich als bisher bei Pannen anderer meine bescheidene Hilfe anzutragen. ich damit zu meinem Wagen zurückkam, wa*j gerade diesmal den Browning für die Notren meine Helfer verschwunden. «En cinq wehr nicht bei mir. Aber vielleicht geht's REIHT SICH ZUR AUTOMOßlL-RüV Uß Das Endklassement der Schweizerischen Meisterschaft 1929. * * * DIE SIEGE AN DEN GROSSTEN EUROPÄISCHEN AUTOMOBILRENNEN TARGA FLORIO GRAND PRIX DE L'A. C. F. GRAND PRIX DE S. SEBASTIAN ADAC BERGPREIS INTERN. KLAUSENRENNEN 1 . CHIRON AUF BUGATTI (HEUER REKORD) I. u. 2. AUF MARTINI (NATIONALES RENNEN) BERNINA-BERGRENNEN 1. STUCK AUF AUSTRO-DAIMLER BEWEISEN DIE ÜBERLEGENHEIT DER SCINTILLA APPARATE Ce que signifie F. IV. La plns gründe gloire d'anc voilure rst d'enthouslanmer les condoctcors exp£- 'rim.entes. n s vous diront qne les mots Ine sont pas suffisants poor celebrer le» qnalites d'une bonne voitnre. (F. IV. evoque, , poor le 8 connaissenrj l'agrement d'nne auto rapide, blen au potnt, dans laqaelle von« ne ressentex aacune fatigae, meine apres de longncs randonnees. F. IV. evoque aussl les avan* tages f d'nne | machine • economiqne et' solide, snsceptible d'endorer sans d£f aillance, les «preuves ' les • plus penibles^ Tont ce qul est F. IV. est synonyme de «olidite et de secnrit« absolue. NOS AGENTS KJN SÜ1SSE: Disteli, Aarburgerstrasse, 39, Ölten ExcoIIicr & Bovy, Bv. G. Favon, 26, Genere Favre & Fils, Avenue de la Gare, Sion Strasscr, Grossgarage, Flawil Wiedmer, Aeschengraben, 32, Bale