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E_1929_Zeitung_Nr.076

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U» 76 —

U» 76 — 1929 AUTOMOBIL-REVUE 'Absicht des im wesentlichen von der Administration der staatlichen Bahnen abhängigen Instituts, die Güter auch in den entlegensten Gegenden mobil zu machen für den Bahnverkehr, aber eben unter weitestgehender Verwendung des Autos als Transportmittel. Der genannte Gewährsmann sagt dem Institut eine grosse Zukunft voraus, nicht nur im Interesse von Ackerbau, Verkehr und Industrie, sondern auch für höhere Zwecke des Staates, «wobei es nahe liegt,» auch an militärische Ziele zu denken. Dabei stösst übrigens das Institut an einem Wagen, der schon von selber lustig läuft. Ende letzten Jahres hatte Italien 73,000 km Autolinien, wozu noch 12,000 km zeitweilige Touristenlinien kommen, und es waren über 8000 Gemeinden direkt oder indirekt von diesen Linien bedient. H. SPORTLICHES Das Lwow-Rennen, die letzte für die nationale Meisterschaft zählende Prüfung des polnischen Automobil-Clubs, wurde über 20 Kilometer ausgetragen. Das Rennen gewann der Fahrer Zawidowski auf Bugatti 2300 ccm, der den bestehenden Rekord schlug und mit 27 Minuten 53,21 Sekunden eine neue Bestzeit aufstellte. Sein Stundenmittel betrug 1152,105 km. Die Automobilmeisterschaft für Polen 1929 gewann Jean Ripper vor Zawidowski. Diiray in Monza. Der gegenwärtig in Europa weilende berühmte amerikanische Rennfahrer Duray hat sich für den Grossen Preis von Monza mit zwei*Packard-Cable-Wagen [(8 Zylinder, 1500 ccm) eingeschrieben. Während er selbst den einen Wagen fahren wird, beabsichtigt er, die Führung des zweiten einem französischen Rennfahrer anzuvertrauen. Duray hat mit seinem Renner, den die Amerikaner «the black Devil», den schwarzen Teufel, nennen, in Indianapolis über vier iRunden ein Stundenmittel von 190 km herausgefahren und erst kürzlich in Montlhery eine Serie von internationalen Rekorden aufgestellt. Grosser Preis von Monza. Die Organisaloren der Monzabahn überraschten uns mit »einem Reglement, das sage und schreibe in ^deutscher Sprache verfasst, dieser Tage auf unseren Tisch flog» Das Rennen wird in verschiedenen Klassengruppen gestartet, wobei die Sieger, d. h. Erst-, Zweit- und Drittklassierte, jeder Gruppe in einem Endlauf um die entgültige Entscheidung streiten. Das Rennen führt sowohl in den Gruppen als auch im Endlauf 122 Mal über die Bahn, was eine Gesamtlänge ivon 99 Kilometern ergibt. Zugelassen sind die iWagen der Rennkategorie von der Klasse 750 bis zur Klasse über 8000 ccm. Die Renngebühr beträgt 1Ö00 Lire pro Wagen. Die "•(Anmeldungen haben bis spätestens um Mitternacht des 7. Septembers bei der Societä lAutodromo di Monza (Corso Venezia 69, Mailand) einzutreffen. Das Rennen ist mit «iner Geldsumme von insgesamt 54,000 Lire dotiert. Neben diesen Geldpreisen sind noch (Ehrenpreise in Form von Pokalen und Medaillen ausgesetzt. Der Sieger der Gruppe erhält jeweilen 40,000 Lire, der Zweite 20,000, der Dritte 15,000 und der Vierte 10,000. Der Sieger des Endlaufes erhält 50,000 Lire, der Zweite 20,000 Lire, der Dritte 12,000, der ; [Vierte 10,000 und der Fünfte 8000 Lire. Ausserdem werden für die einzelnen Runden- Bestzeiten in den einzelnen Gruppen Beträge bis zu 25,000 Lire ausgegeben. Der Grosse Preis von Monza, für den bereits schöne Nennungen einigegangen sind, zählt zu den bestdotierten Veranstaltungen des Jahres. Polen. Aehnlich wie in Italien sind nun auch polnische Städte dazu übergegangen, den Gebrauch elektrischer Hupen innerorts zu verbieten. Automobilreisende nach Polen und durch den polnischen Korridor tun daher gut, eine Handhupe mitzunehmen. Eine Langstreckenfahrt für Tourenwagen. Am 29. September veranstaltet der A.D.A.C. auf dem Nürburg-Rinjr eine Gebrauchsprüfunff für kompressorlose Tourenwagen, zu der nach den bereits jetzt vorliegenden Meldungen recht viele Nennungen zu erwarten sind. Nachdem der Nürburgring als Versuchsstrasse bisher schon von den meisten deutschen Automobilfirmen zu Prüfungsfahiten benutzt wurde, deren Ergebnis aus begreiflichen Gründen in den meisten Fällen als «Fabrikgeheimnis» streng gehütet wurde, wird jetzt zum ersten Male eine solche Versuchsfahrt, deren sportlicher Charakter auf dem Nürburgring unbestritten sein dürfte, in aller Oeffentlichkeit ausgetragen. Fabrik- und Herrenfahrer werden also h|er zu zeigen haben, was sie selbst an Beherrschung ihres Fahrzeugs und an körperlicher Disziplin, was ferner ihre Wagen an Ausdauer und Leistungsfähigkeit hergeben können. Die A.D.A.C.-Langstreckenfahrt für kompressorlose Tourenwagen über acht Stunden hat den Zweck, unter Beanspruchung der Höchstleistung die Zuverlässigkeit und Gebrauchsfähigkeit serienmässiger Tourenwagen bzw. Gebrauchswagen, wie solche unter dieser Bezeichnung im Handel erhältlich sind, zu prüfen. K'ennungsberechtigt sind alle Inhaber einer internationalen Bewerberlizenz für 1929 sowie der internationalen Fahrerlizenz für 1929. Zugelassen sind nur serienmässige, kompressorlose Tourenwagen, soweit diese Fahrzeuge an jedermann als Tourenwagen in Grosserie geliefert werden. Unter dem Begriff «serienmässige Tourenwagen» versteht der Veranstalter TourenfahTzeuge, die in ihrer Konstruktion, Ausstellung und ihrem Gewicht den Typen der Hauptserie in allen Teilen gleich sind. Die Sportkommissäre können auf Grund der von den Abnahmekommissären vorzunehmenden Feststellungen entscheiden, ob das gemeldete Fahrzeug einem allgemein bekannten im Handel befindlichen serienmässigen Tourenwagentyp entspricht. Die siegreichen Fahrzeuge werden noch einer Schlussabnahme unterworfen. Ergeben sich hierbei irgendwelche Abweichungen von der serienmässigen Ausführung, so wird der betreffende Bewerber für preisverlustig erklärt. Die Einteilung der Fahrzeuge ist folgende: I bis 1155 II 1155—2100 III 2100—3150 IV 3150—5250 V über 5250 Verlangt. Durch» schnitt In Std.-km 48 52 58 62 64 Zahl der Bandes für geachli 14 16 17 18 19 offene 15 16 18 19 20 Der Nennungsschluss ist am 23. September, mittags 12 Uhr. Das Nennungsgeld beträgt für Einzelfahrer Rm. 20, für Fabrikteams Rm. 100. Von jedem Fahrer wird die für sein Fahrzeug vorgeschriebene Maximaldurchschnittsgeschwindigkeit verlangt; höhere Geschwindigkeiten werden nicht gewertet. Die Durchschnittsgeschwindigkeit wird jedoch für vier Runden bewertet, die Restrunden entsprechend, Preisträger ist der Fahrer. Jeder strafpunktfreie Fahrer eThält die «Grosse goldene A.D.A.C.- Medaille>, jeder Fahrer mit weniger als 20 Strafpunkten die «Kleine goldene A.D.A.C.-Medaille», Fahrer mit weniger als 40 Strafpunkten die «Grosse silberne*.' mit weniger als 60 Strafpunkten die «Kleine silberne A.D.A.G.-Medaille>. Für Fabrikteains gibt es noch besondere Preise, und zwar erhalten die Fabrikfahrer eines Teams mit weniger als 30 Punkten einen Team-Ehrenpreis und ein Diplom, bei strafpunktfreier Beendigung der Fahrt erhält der Nennende ausserdem noch die «Grosse A.D.A.C.-Medaille>. Die Gabenspenden des Klausenrennens. Folgende Spenden waren im offiziellen Programm nicht aufgeführt: Sektion Thurgau des A. C. S.; Sektion Wallis des A. C. S.: Motorwagenfabrik «Berna A.-G.». Ölten; Garage Orell-Füssli Hof A.-G., Zürich; Valvoline Oel A.-G., Zürich; Andr6 Dewaid, Zürich; Gebr. Vogel, Stadthof-Post-Hotel. Zürich; Zürcher Hotelier-Verein, Zürich; Fritz Moser, Motorradfabrik, St-Aubin; Anton Taborelli, Hotel Commercio, Zürich; Haefliger & Ceresole, Bern; Familie Arnold, Löwen, Altdorf; Richard Berger, Zürich 2; D. Luberles, Basel; Perfectol, Brack & Eich, Aararti: Anton Waltisbühl & Co., Zürich; Burger-Kehl & Co., PKZ. Zürich: Theophil Spörri, Tapeten, Zürich: Robert Aebi, Maschinenfabrik, Zürich; Jean Kellenberger, Briefmarken, Zürich. 24 Stundenfahrt über 13 Bergpässe. Wir hahaben in Nr. 72 der A.-R. über die denkwürdige Fahrt der Herren Direktor Eberhard und Lanz mit einem Monastella der Marke Renault ausführlich berichtet. Bedauerlicherweise schlich sich in den Text ein Setzfehler ein, der aber von jedem Leser von selbst korrigiert worden ist, der je ein Auto geführt und vom BetriebsstoffveTbrauch eines Wagens eine Ahnung hat. Der Satz hiess : « Das Oelniveau war vorschriftsmässig und der Oelverbrauch stellte sich auf 10 Liter für 661 km oder, auf 100 km bezogen, einen Verbrauch von 1,51 Liter.» Es ist daraus leicht ersichtlich, dass bei den Oelverbrauchsziffern das Komma um eine Stelle verschoben ist. Richtig soll der Satz heissen : «Das Oelniveau war vorschriftsmässig und der Oelverbrauch stellte sich auf 1 Liter für 661 km oder, auf 100 km bezogen, einen Verbrauch von 0,151 Liter.» lt. » AmIS*«« Das Auto am Zürcher Blumenfest. R. V. Die Autosektion Zürich des T. G. S. hatte schon seit längerer Zeit die Absicht, in den Mauern der Stadt einen Lampion-Korso durchzuführen. Im Verlaufe der Vorbereitungen tauchte dann der Gedanke auf, dass dieser Korso im Zusammenhang mit dem Blumenfest abgehalten werden sollte. Es hat sich gezeigt, dass der Gedanke sehr glücklich war, und zwar in mehrfacher Beziehung. Zunächst einmal konnten die Touring-Clübler von dem fabelhaft guten Wetter profitieren, das der Himmel anscheinend dem Zürcher Blumenfest ein für allemal reserviert zu haben scheint. Beide Veranstaltungen zogen insofern aus dem Zusammengehen grossen Nutzen, als zahlreiche Gruppen und Bilder vom Blumenkorso für den Lampionkorso übernommen werden konnten und umgekehrt auch der Blumenkorso bereichert wurde durch Schmuck, der in erster Linie auf den Lampionkorso hin angelegt worden war. Man kann daher die eine Veranstaltung nicht gut besprechen, ohne auch der anderen Erwähnung zu tun. Der am Samstag und am Sonntag durchgeführte Blumenkorso war in sehr hohem Grade eine automobilistische Veranstaltung. Denn bei weitem der grösste Teil der Fahrzeuge die vorüberzogen bestand aus Automobilen, wenn auch häufig unter pflanzlichen Dekorationen riesigen Ausmasses die Natur des Fahrzeuges kaum mehr zu erkennen war. Ganz allgemein sei gesagt, dass man sehr schöne Wagen zu sehen bekam und dass die meisten es verstanden haben, ihrem Fahrzeug einen recht hübschen, gelegentlich sehr originellen Blumenschmuck zu verleihen. Trotz allem, was da geboten worden ist, muss der Schreiber dieser Zeilen bekennen, dass ihm eigentlich die verhältnismässig einfache Dekoration der Touring-Club-Gruppe am besten gefallen hat — verhältnismässig einfach war sie insofern, als sie auf die Verwirklichung c ausgefallener » Ideen verzichtete, die gar nichts mit dem Wesen des Automobiles zu tun hatten, sondern in sehr geschmackvoller Weise ihre einheitlich gelbe Dekoration den charakteristischen Formen und Konturen der Wagen anzupassen verstanden hat. Das hob die Automobile sofort aus der Reihe der anderen sehr vorteilhaft heraus, und man spürte, dass man Leute vor sich hatte, die für das Wesen des Automobils das richtige Gefühl haben. Die Farbe war gegeben durch das gewählte Motiv: « Die gelbe Gefahr der S. B. B. » — eine Satire auf i die Angst der Bundesbahnen vor der Automobilkonkurrenz, wobei es wohl nicht ohne Absicht geschah, dass man die Gefahr in der Farbe der unserer gleichen Bundesverwaltung unterstehenden Postautomobile malte I Nur nebenher* sei bemerkt, dass die Gruppe bei der Preisverteilung nicht besonders gut davongekommen ist. Nach dem Geschmack, den im übrigen die Jury bewiesen hat, wäre den Touring-- Clüblern eine bessere Placierung zu wünschen gewesen — das Urteil der Oeffentlichkeit über die Schönheitsideen der Jury war zum mindesten sehr geteilt, so sehr, dass beispielsweise bei Vorführung der Blumenkönigin am Sonntag durch Lautsprecher besonders zur « Begeisterung» angefeuert weiden musste, und das mit nur wenig Erfolg. Es ist bedauerlich, dass man das im Zusammenhang mit dem sonst wohl in allen Teilen ausgezeichnet gelungenen Blumenfeste sagen muss — aber man muss der Wahrheit die Ehre geben, damit ähnliche Missgriffe in Zukunft vermieden werden. Gegen Abend des Sonntags wurde überall an den Strassen, durch die der Lampion-Korso des T. G. S. fahren sollte, eine Menschenmauer um die andere gebildet. Der Blumen-Korso wird schwerlich so viele Zuschauer gehabt haben wie der Lampion- Korso der Touring-Clübler. Es war ein glücklicher Gedanke, dass die wunderhübsch mit Lichtern geschmückten Autos sich nicht auf eine kurze Route in einem Villenviertel Zürichs beschränkten, sonrn ( ihre Fahrt auch durch die Arbeiterquartiere ausdehnten. So haben viele, viele, die für « das Fest der Reichen » entweder kein Geld oder innere Ablehnung hatten, doch Gelegenheit gehabt, den Lampion-Korso zu schauen, und dafür, dass sie es mit Freude und Genuss tun konnten, sorgten die ausserordentlich hübschen Dekorationen der meisten Wagen. Einige wenige begnügten sich damit, hie und da ein Lampion ihrem Fahrzeug anzuhängen; lie meisten Fahrer hatten sichtlich nicht nur keine Mühe, sondern auch die Kosten nicht gescheut, um eine schöne Licht- und Farbenwirkung zu erzielen. Wie schon eingangs erwähnt, kamen viele Autos in der Gewandung, in der sie im Blumen-Korso mit- gefahren •waren, •und es zeigte eich, dass die Kombination von Blumen und hübschen Lampions nicht nur an Gartenfesten, sondern auch bei höchst modernen Verkehrsmitteln wunderschöne Bilder abgeben kann. Die Gruppe, die im Blumen-Korso die « gelbe Gefahr der S. B. B. * vorgeführt hatte, war natürlich auch mit von der Partie — so hübsch das Bild war, man hatte den Eindruck, dass die Zuschauer hier Sinn und Zweck der Dekorationen nicht immer erfassten, da sie offenbar den Blumen-Korso nicht gesehen hatten und das Motiv daher nicht kannten; schliesslich aber kam es hierauf weniger an. Die Wagen dieser Gruppe fuhren ausser Wettbewerb, die Besitzer erhielten dagegen eine Gedenkplakette vom Vorstand der Sektion. Bei der Bewertung und der nachfolgenden Preisverteilung wuTde nach zwei Gruppen unterschieden, indem man zunächst die Privatwagen, d. h. die ohne Reklamezweck geführten Wagen für sich nahm und hernach auch für die eigentlichen Reklamewagen eine gesonderte Rangordnung aufstellte. Es ergab sich hiernach die folgende Rangliste : Privatwagen: 78 Punkte Sachlichkeit, E. Pfister, Zürich 6; 72 P. Geschwindigkeitsteufel, Dr. W. Elsener; 67 P. Libelle, J. Fehrenbach; 64 P. Lampionprinzessin, F. Hug; 56 P. Bonzo, mein Freund, Frl. H. Baumgartner; 55 P. Gesammelte Werke, Hans Rummele; 54 P. Japanischer Tempel, F. Ruckstuhl; 52 P. Sonnenblumen, A, Wyss; 51 P. Sommernacht, E. Masson; 50 P. Alpen-Idyll, J. Hasler; 49 P. Venezianische Gondel, Joh. Hauser; 48 P. Im Zeichen des T. C. S., W. Held; 47 P. Venezianische Gondel, A. Meyer; 47 P. Blume, F. Behnik; 46^ P. Clubhaus, Jak. Hirzel; 46 P. Blumenlaube, J. Oppenheim; 45 i4 P. Blumen am Fenster, H. Liebherr; 44 P. Türkisches Teehaus, E. Muhl; 43 P. Weekendhouse, A. Trachsel; 42 P. T. G. S.-Abzeichen, G. Pfeiffer; 4234 P. 4 Buren, Wirteverein; 41 P. Farbige Kugeln, Frau Dr. Weidenmann; 40^ P. Titel des Clubblattes, J. Langsbach; 40 P. Bunte Kugeln, O. Hauser; 39 P. Das Auge des Gesetzes, P. Häberli; 38 P. Japan, V. Bossi; 36 P. Venezianische Nacht, Salmson; 32 P. Mondscheinfahrt, H. Schwär» zenbach; 30 P. Jassbrüder, P. Richter, Reklamewagen: 63 Punkte Benhur fährt Goodrich, Goodrich- Pneumatik; 59 P. Mode, E. Ludescher; 51 P. Es tut dem Gaumen wohl, E, Rymann; 44 P. Esso, Standard A.-G., 30 P. Reklame, A. Walpert; 27 P, Enka, ESWA, Zürich. St. Gallen. Die Erhebung von Gemeindestrassen zu Staatsstrassen. Um eine Reihe von Gemeinden, die mit Strassenunterhaltungskosten stark belastet sind, zu entlasten und mit Rücksicht auf die Beanspruchung der Automobil- und Fahrradsteuern und des Benzinzollanteils zugunsten der Staatsstrassen, beauftragt der Regierungsrat des Kantons St. Gallen das Baudepartement mit den Gemeinden zu verhandeln. iEs wird die Erhebung dieser Strassen zu Staatsstrassen vorgeschlagen und durch den Kantonsingenieur eine Mängelliste aufgestellt, um im Falle der Einigung mit den Gemeinden dem Regierungsrat Bericht und Antrag zuhanden des Grossen Rates einbringen zu können. Die Gesamtlänge der zur Umwandlung vorgemerkten Strassenstrecken beträgt 75,2 Kilometer, gr. Der unbewachte Bahnübergang und das «mörderische Auto». Nach einer Agenturmeldung wurde am Sonntagmorgen in der Nähe des Bahnhofes Murten ein alter Mann namens Jean Anderset von einem Zuge der Linie Freiburg-Murten überfahren. Das Unglück ereignete sich an einem unbewachten Bahnübergang, als der schwerhörige und halblahme Greis, über das Geleise ging. Der Ueberfahrene war sofort tot. Die Unfälle an Bahnübergängen mehren sich. Ebenso wie eine gewisse Tagespresse speziell der Chronik der Autounfälle ihre ganze Aufmerksamkeit widmet und dies mit ominösen und irreleitenden Titeln bekräftigt, wäre eine Chronik über die durch die Eisenbahn verursachten Unfälle berechtigt. So belebt es z. B. dem «fortschrittlichen> Organ des Berner Oberlandes, dem «Oberländer- Tagblatt», eine spezielle Unglückschronik unter dem Titel «Das mörderische Auto» zu führen. Mit demselben Recht könnte man schliesslich von der «mörderischen Eisenbahn» oder vom «mörderischen Flugzeug» schreiben. Es wäre an der Zeit, dass diese äppischen, stehenden Titel aus der ernstzunehmenden Presse verschwinden würden mg mit dem genialen Achtzylindermötor Paul Daimlers erfreut jeden Kenner durch seine ausgereifte Konstruktion. Seit Jahren konzentrierten sich die Horchwerke erfolgreich auf die Vervollkommnung dieses einzigen Wagentyps, Generalvertreter G SCHLOTTER BECK, BASEL .ZÜRICH, BERN., - 'Verlangen Sie unverbindliche Probefahrt*

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