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E_1929_Zeitung_Nr.081

E_1929_Zeitung_Nr.081

Ausgabe: Deutsche

Ausgabe: Deutsche Schweiz. BERN, Freitag 20. September 1929 Nummer 20 Cts. 25. Jährgang. - N*> 81 ERSTE SCHWEIZERISCHE AUTOMOBIL-ZEITUNG Zentralblatt für die schweizerischen Automobil- und Verkehrsinteressen ABONNEMENTS-PREISE: Erscheint jeden DIenstaa und Freitag "Monatlich „Gelbe Liste" Halbjährlich Fr. 5.—, jährlich Fr. 10.—. Im Ausland unter Portozuschlag, sofern nicht postamtlich bestellt. Zuschlag für postamtliche Bestellung 30 ADMINISTRATION: Breitenrainstrasse 97, Bern Rappen. Postchcck-Rechnung 111/414 Telephon Bollwerk 39.84 Telegramm-Adresse: Autorevue, Bern INSERTIONS-PREIS: Die achtgespaltene 2 mm hohe Grundzeile oder deren Raum 45 Cts. für die Schweiz; für Anzeigen aus dem Ausland 60 Cts. Grössere Inserate nach Seitentarif. Inseratenschluss 4 Tage vor Erscheinen der Nummern Ein Verteilungsvertrag und ein Postulat In seiner Sitzung vom 17. September 1929 hat der Verwaltungsrat der schweizerischen Bundesbahnen die neuen, zwischen der Ge- , ueraldirektion der Bundesbahnen und der Lötschbergbahn abgeschlossenen Verteilungsverträge betreffend den Güterverkehr der Lötschbergbahn für die Strecken Thun-Spiez- Brig, Spiez-Interlaken-Ost und Münster- Lengnau genehmigt. Die kantonal-bernische Fisenbahndifektion hat der Presse über die Bedeutung der Verhandlungen und des Abischlussses ein grösseres Communique zur Verfügung gestellt. Was uns Automobilisten, ganz speziell die Berner Automobilisten* am Abschlnss der langwierigen Verhandlungen interessiert, ist kurz folgendes : Prinzipiell möchten wir erwähnen: Die Erstellung der Berner Alperibahn hat sich als ©in© Notwendigkeit aufgezwängt. An ihr waren nicht nur der Kanton, sondern auch weitere (grosse Landesteile interessiert. Pflicht der Bundesbahnen wäre es gewesen, diese Verkehrslinien selbst zu erstellen. Die Zurückhaltung des schweizerischen Eisenbahndepartementes und die zunehmende Begeisterung der Berner für eine grosse Sache haben die Berner Alpenbahn' als eidgenössisches Unternehmen leider nicht erstehen lassen. Die Berner bauten ihre Bahn und luden sich damit zugleich eine ungeheure Finanz- Jast ,au! den Buckel, eine Last, welche schwere Rückwirkungen auf den Finanzhaushalt des Staates Bern zeitigte und die Steuerschraube ganz bedenklich anziehen Hess. Die erwartete Rentabilität der Lötschbengbahn setzte nicht ein und der Staat Bern hat für sein kühnes Unternehmen, wofür er ein A2- Millionen-Anleihen aufbrachte, den jährlichen 'Jahreszins von 1,680,000 Franken zu entrichten, ein Betrag, der bei jährlichen Staatseinnahmen von Tund 30 Millionen Franken etwas bedeuten will! Wohl einigten sich Bundesbahnen und Lötschbergbahn auf eine gewisse Teilung des Verkehrs. So aber, wie diese Verkehrsteilungsverträge nach Artikel 21 des Tarifgesetzes vom 27. Juni 1901 abgeschlossen wurden, bedeuteten sie eine folgenschwere Hemmung der finanziellen Entwicklung der Lötschbergbahn, hatte letztere doch für den Güterverkehr auf der Strecke Scherzligen- Brig 33% Prozent des erzielten Reingewinnes und für den Güterverkehr auf der Strecke Münster-Lengnau 30 Prozent des Patent No. 2002. Kriminalroman von Ludwig Peter. (4. Fortsetzung) erzielten «Reingewinnes» an die S. B. B. zu entrichten. So hatte die Lötschbergbahn das schmerzliche Vergnügen, den Schweizerischen Bundesbahnen, nach, richtiger -Auffassung, eine eigentliche Bruttogewinnabgabe von zehn Millionen Franken abzuliefern, quasi als Dank dafür, dass der Kanton Bern für ein grösseres Gebiet der Schweiz einen Alpendurchstich erstellt hatte, dessen Erstellung, wie gesagt, Aufgabe der Bundesbahnen gewesen wäre. Nun ist es zu einer begrüssenswerten Verständigung gekommen, der die Berner jedoch nicht restlos befriedigt gegenüberstehen werden, die aber andernteils wohl nur durch die wohlwollende Haltung des eidgenössischen Eisenbahndepartementes- erreicht wurde. Nach den erzielten Ermässigungen betragen die Rückerstattungsbeträge noch ll x / 9 Prozent für den Güterverkehr auf der Strecke Thun-Brig und 10 Prozent für den Güterverkehr der Strecke Münster- Lemgnau. Für die Lötschbergbahn tritt demzufolge eine Entlastung von einer halben Million Franken ein, die aber nicht genügt, um deren Selbsterhaltung sicherzustellen. Wenn zweifellos ein Erfolg auf Berner Seite zu buchen ist, so halten wir andernteils doch dafür, dass am 17. September 1929 das letzte Wort über den Lötschberg und das Verhältnis zu den Bundesbahnen nicht gesprochen wurde. Auch der heutige Zustand bleibt unbedingt unbefriedigend. Eine eventuelle Verpachtung der Lötschbergbahn an die Bundesbahnen kann unserer Ansicht nach kaum in Frage kommen. Eine endgültige and saubere Lösung wird nur der Verkauf des Lötschberges an den Bund bringen. Auf dieses Ziel hinzutendieren haben nicht nur die Automobilisten, sondern sämtliche Bürger des Staates Bern allen Grund. Schwer genug lasten noch die übrigen Dekretsbahnen auf dem Berner Fiskus und auf dem Berner Volke. Die bernische Eisenbahnmisere — wir dürfen dies wohl so bezeichnen — ist der ausschlaggebende Grund der hohen Steuerlast, einer sich damit immer mehr bemerkbar machenden Kapitalabwanderung aus dem Kanton Bern und des bis zur heutigen Stunde noch nicht durchgehend hergestellten bernischen Strassennetzes. Darauf hinzuweisen ist unsere Pflicht. Neben dem Schienenwege besitzt der Kanton Bern das weitverzweigteste und grösste Strassennetz, für dessen Instandhaltung er Dr. Fischer stand vom Nachtessen auf und lud seine Frau ein, mit ihm am Radio zuerst den Vortrag über «Methoden moderner Verbrecher und deren Bekämpfung durch unsere Polizei» und nachher das Konzert der Donkosaken anzuhören. Frau Dr. Fischer läutete und*bat, den Tee um neun Uhr auf der Veranda zu servieren, vorher aber nicht zu stören, sie würden auch keine Gäste empfangen an diesem Abend. Das Mädchen möchte die Fenster schliessen, es beginne zu regnen. Dann legten sie sich voll gespannter Erwartung die Kopfhörer um. Das Mädchen tat wie befohlen und ging in die Küche, um der Köchin beim Abtrocknen zu helfen. Sie klatschten über alles mögliche, über ihre Liebhaber und wann sie heiraten könnten, über die Herrschaft und deren Vorzüge und Fehler. «Der Herr ist in letzter Zeit sehr oft gedrückt gewesen und hat sehr schlecht ausgesehen, sicherlich hat er einen Kummer. Ach, die beiden haben es eigentlich recht schön, sie sind glücklich verheiratet und reich, und doch habe ich in den letzten Wochen mich oft eines dumpfen Gefühls nicht erwehren können, als ob etwas ganz Schlimmes im Anzug sei; ich habe auch von weissen Blumen geträumt, das ist ein böses Zeichen. Ein Käuzchen hat alle Nacht im Garten geschrien. Horch, jetzt kommt das Gewitter schon unheimlich nahe, das ist ein richtiger Schlag. Marie, es ist mir so unheimlich zumute, diese Dunkelheit und das Gewitter. Die drückende schwüle Luft.» Die Uhr schlug neun. «Bring jetzt den Herrschaften den Tee, Clara.» Das Zimmermädchen nahm das Tablett und ging damit ins Esszimmer. Hier herrschte völlige Finsternis und Totenstille. Durch das offene Fenster hörte man die Regentropfen auf die jungen Blätter fallen und ein betäubender Duft von Blumen drang herein. Die Schwüle war durch den rauschenden Regen nicht gewichen. Ein matter Lichtschimmer spielte von der Strassenlaterne in die Veranda und beleuchtete undeutlich und geheimnisvoll die beiden Gestalten in den bequemen Klubsesseln. «Frau Doktor, darf ich zum Servieren das Licht anzünden?» Die Frau antwortete nicht. «Darf ich andrehen, Frau Doktor?» Wieder keine Antwort. «Frau Doktor, ums Himmelswillen!» Hell flammten die grellen Lampen auf. Das Mädchen sah die beiden blass, mit über die Lehnen herabhängenden Armen, lang ausgestreckt und unit weit aufgerissenen, däser- Im Jahre 1928 allein Fr. 6,225,827.99 auszugeben hatte. Die notwendigen Verbesserungen des bernischen Strassenwesens wären aber dem Staate rein unmöglich gewesen, wenn die Baudirektion nicht einzig aus der Motorfahrzeugsteuer 2,900,862.75 Franken gezogen hätte, um mit 90 Prozent dieses Geldes die Staubbekämpfung, den Ausbau der Hauptstrassen sowie gewisser Dorfdurchfahrten durchzuführen. An die sechs Millionen Franken betragende Gesamtaufwendung des Staates für das Strassenwesen leisten somit die Motorfahrzeugbesitzer nicht weniger als 50 Prozent, wobei zu betonen ist, dass in diesem Steuerbetrag nur derjenige Teil inbegriffen ist, welcher der Baudirektion zugesprochen wird. Die Automobilsteuern ständig zu erhöhen, auch wenn die Strassenlast von Jahr zu Jahr grösser werden sollte, geht jedoch nicht an. Der Staat Bern muss hierfür noch andere Quellen bereithalten. Eine solche Quelle erschlösse sich sofort, wenn einmal der über 1,5 Millionen Franken betragende Jahreszins für die Lötschbergbahn dahinfiele. Es bedeutete dies für den Kanton Bern nicht nur eine finanzielle Erholung, sondern der frei werdende Betrag müsste, wenigstens zumgrössten Teil, wenn er fernerhin zweckentsprechend angelegt werden sollte, unbedingt der Baudirektion und dem bernischen Strassenwesen zur Verfügung gestellt werden. Heute fitesst der Betrag in einen Danaidensack; einmal die Lötschbergbahn Bundesbahn geworden, könnte der betreffende Betrag .zu "einer sich rentierenden Kapitalanlage werden. Unser Postulat muss deshalb mit aller Folgerichtigkeit dahin tendieren, die Berner Alpenbahn so rasch als möglich den Schweizerischen Bundesbahnen abzutreten, wohin sie schon lange, oder besser gesagt, von Anfang an, hingehört hätte, und wenigstens den frei werdenden Zinsenbetrag zur Instandhaltung des bernischen Strassennetzes zu verwenden. K. Aus dem Berner Grossen Rat. Nach etwas stürmischen Debatten über landwirtschaftliche und militärische Fragen glitten die Verhandlungen in ruhigere Bahnen, als bei der Behandlung des Staatsverwaltungsberichtes Fragen der Baudirektion in den Vordergrund gerückt waren. Dass im Berner Grossen Rate die Auseinandersetzungen über das Strassenverkehrswesen immer länger werden, deutet auf die nen Augen. Sie schrie vor Entsetzen, die Köchin eilte herbei, befühlte zögernd die welken Gesichter. «Sie sind tot, grosser Gott, telephoniere sofort Herrn Dr. Beck.» Clara eilte zum Apparat. Dr. Beck war nicht zu Hause. Er war zu einer Geburt weit aufs Land gerufen worden. «Dann rufen wir Herrn Dr. Ritter.» Ritter war zu Hause. «Ich komme sofort, lassen Sie die Stellung der Toten, überhaupt das ganze Zimmer unverändert, ich werde die Polizei mitbringen.» Nach einer Viertelstunde hielt der Wagen vor dem Hause. Die bestürzten Mädchen öffneten die Türe und führten die drei Herren ins Zimmer. Sofort wurde eine genaue Untersuchung vorgenommen. Die Toten hatten an den Ohren, unter den Kopfhörern, kleine aber deutliche Brandwunden. «Das Gewitter», sagte der Gerichtsarzt. Dr. Ritter und der Polizeioffizier waren der gleichen Ansicht: Tod durch Blitzschlag. Die Herren setzten sich und entwarfen gemeinschaftlich das Gutachten über den Fall Fischer; dann verliessen sie das Haus. Weithin über>die Gärten erklang der eintönige Ruf des Käuzchens. Nachdem Dr. Beck seinen Freund Kraft verlassen hatte, besuchte er die andern Patienten und kam müde um sieben Uhr nach Hause. Das Mädchen servierte ihm das Zeichen der Zeit. Schon Grossrat Weber, der im Namen der Staatswirtschaftskommission referierte, wies in einem emdrücfclichen Votum auf den gegenwärtigen Stand des bernischen Strassennetzes und seiner Verkehrsdichtiigkeit hin. Ganz besonders betonte er, dass es mit der Herstellung der Strassen nicht getan sei, sondern dass der nachherige Unterhalt ebenso bedeutungsvoll wäre. Der Kanton Bern gibt jährlich für den Unterhalt der Strassen pro Kilometer 1343 Franken aus, eine bereits schöne Summe, wie wir hinzufügen wollen, die aber leider nicht langt, um alle Bedürfnisse zu befriedigen. Ganz besonders gehen wir mit dem Referenten der Staatswirtschaftskommission dahin einig, dass sich die Regierung in vermehrtem Masse mit den aus dem Verkehr entstehenden Problemen wird befassen und ihr Augenmerk in allererster Linie nun auf die Wegnahme der Bahnen von der Strasse wird richten müssen. Es ist dies eine Forderung, welche die «Automobil-Revue» schon seit Jahren unterstreicht. Die Schiene gehört nicht mehr auf die Strasse, die Bahn hat ihr eigenes Trasse zu suchen. In diesem Zusammenhange möchten wir auch unsererseits die stadtbernischc Verkehrsordnung in Erinnerung rufen. Es wäre wahrlich nicht verfrüht, wenn ihr endlich Gesetzeskraft verliehen würde. Dass von verschiedener Seite auch die Frage der Bahnübergänge in Diskussion gezogen wurde, ist mehr als erfreulich. Herf Dr. Mosimann kritisierte die unbewachten Bahnübergänge und stellte das Begehren, solche unbedingt mit elektrischen Warn- Apparaten auszurüsten. Herr Wey verlangte die örtliche Bedienung des gefährlichen Ueberganges der Gürbetalbahn bei der Hol- Iigenstrasse, die heute noch durch Fernleitung geschehe. Die Gefahr sei zu gross, dass Fuhrwerke zwischen zwei Barriere« auf dem Trasse eingeschlossen würden. In dieser Auffassung wurde er von Dr. Meyer unterstützt, der in der Lage war, aus eigener Erfahrung die Gefährlichkeit automatischer Bahnübergänge, bei denen leicht Automobilisten eingeschlossen werden können, zu belegen. Jedenfalls wird die bernische Eisenbahndirektion gut tun, sich ihrerseits des nähern mit der Frage der Bahnübergänge zu befassen und für nötige Abhilfe Sorge zu tragen. Begehren für Strassenverbesserungen blieben nicht aus. Herr Notar Keller verlangte eine- Verbesserung der Strassen im Emmental und Herr Meuri trat für das Strassennetz der Ajoie ein, deren Hauptverbindungi mit Frankreich (Strasse nach Beifort), er ganz besonders kritisierte. Herr Brahier Nachtessen. Nachher brachte sie wie jeden Abend den schwarzen Kaffee mit den Zigarren zum Diwan. Behaglich streckte sich der Arzt aus und rauchte. Wie mochte es heute abend dem Bankier ergehen? Anscheinend besser, sonst hätte er berichtet. Sie schienen in Gefahr zu sein, die vier Freunde. Das Resultat der Untersuchung des Mageninhaltes war dem Arzt bereits bekannt. Arsenik war gefunden worden. Man musste also annehmen, dass ein Anschlag auf das Leben des Bankiers durchgeführt, dass aber glücklicherweise kein nennenswerter Erfolg erzielt worden war. Ob er, Beck, wohl dem Feind erliegen würde? Es war so schwer, gegen etwas Unbestimmtes anzukämpfen, einen unbekannten Feind unschädlich zu machen. In diese Gedanken hinein schrillte das Telephon. Es war neun Uhr. Eine tiefe Männerstimme war am Apparat: «Herr Doktor, ich telephoniere im Auftrag von Dr. Auer. Er ist seit zwei Stunden schon bei meiner Frau. Die Geburt geht nicht vorwärts. Wir wohnen auf einem Gehöft. Fahren Sie bitte nach Oberkirch; bei der Wegkreuzung am Ostausgang des Dorfes erwarte ich Sie, um Ihnen den Weg zu weisen.» «In vierzig Minuten werde ich bei der Wegkreuzung sein», antwortete der Arzt und legte den Hörer zurück. Er nahm seine Geburtstasche, gab dem Mädchen die nötigen Instruktionen und holte den Wagen in der Garage. Er glitt durch die Nacht, ein Dorf

verlangt© die Verbesserung der Hauptstrasse durch die Freiberge, welche das Laufental mit dem Kanton Neuenburg verbindet. Den verschiedenen Begehren kann die Berechtigung nicht abgesprochen werden. Immerhin ist zu betonen, dass der Ausbau und die Instandstellung des bernischen Strassenwesens nur nach' Massgabe der vorhandenen Gelder durchgeführt werden kann. Mit dem Aufstellen von Begehren ist es deshalb keineswegs getan. Sie sind erst dann als ernst aufzufassen, wenn zugleich für vermehrte Mittel gesorgt wird. Die Automobilisten mit ihren mehr als drei .Millionen Franken'Automobilsteuern zahlen genug. Auch die Flut der Bussenzettel hat leider noch nicht abgenommen. Ist man nicht für ein neues Strassenanleihen zu haben, so kann eventuell nur durch einen zweckentsprechenden «Verkehrs-Verteilungsplan» innerhalb der Regierung der Baudirektion vermehrte Mittel zugeführt werden. Auch der Ruf nach einer Verkehrsregelung äst nicht ausgeblieben. Darin sind wir mit Herrn Ritter einverstanden. Wir hoffen, einmal das bernische Verkehrsamt in Funktion, dass eine bessere Verkehrsregelung, welche ganz besonders den Interessen des Automobilismus Rechnung tragen wird, Platz greifen werde. Dagegen darf die Behauptung des Herrn Ritter nicht unwidersprochen bleiben, als würden die Unglücksfälle zwischen Bahn und Automobil meistens durch Unvorsichtigkeit der Automobilisten verursacht. Richtiges Bedienen der Barrieren, gut sichtbare Verkehrstafeln, rechtzeitig funktionierende elektrische Warn-Apparate und ganz allgemein ein grösseres Anpassen der Bahn an den Strassenverkehr dürften die Zahl der Kollisionen zwischen Automobil und Bahn wesentlich mindern. Aus der Antwort des Baudirektors, Herrn Regierungsrat Bösiger, ging übrigens hervor, dass an zuständiger Stelle nach wie vor dem Ausbau des heroischen Strassenwesens die grösste Aufmerksamkeit geschenkt wird. Ganz besonders möchten wir die an die bernischen Vertreter im Nationalrat ergangene regierungsrätliche Aufforderung unterstützen, sie möchten ihrerseits dafür eintreten, dass an Stelle des Benzinzollviertels mindestens doch die Hälfte des Benzinzolls an die Kantone gelange. Nur durch vermehrte Mittel, die dem Kanton einzig noch aus dem stets wachsenden Benzinzoll herfliessen können, wird man den verschiedenen Begehren Folge leisten können. Den speziellen Bieler Wünschen wird übrigens in der Weise entgegengekommen, dass zwischen Biel und Neuenstadt ein Weg durch das Rebgelände als Entlastungsstrasse geplant ist. Ferner gedenkt man für bestimmte Zeiten am Bielersee den Eingangverkehr einzuführen, wie er bereits in der «Automobil-Revue» angeregt und vorgeschlagen wurde. Fussgängerwege» In der Sitzung vom 18. September des Grossen Rates begründete Dr. La Nicca seine Motion, worin er anregt, dass angesichts der durch den Automobilverkehr vollständig veränderten Verhältnisse auf den Strassen überall, wo irgend nur möglich, Fussgängerwege anzulegen seien. Der Motionär hat eine Idee aufgegriffen, die ganz besonders eingehend von Herrn Dr. Gubler in seiner Broschüre «Radfahrerwege in der Schweiz» behandelt worden ist. Jedenfalls verlangt der zunehmende Automobilverkehr, dass bei Umbauten oder neuen Anlagen von Strassen wenn immer wie möglich auf Ausscheidung von Fussgänger- und Radfahrerstreifen Bedacht genommen werde. Ist überall einmal Einsicht und Wille dazu vorhanden, so wird sich die Frage nach einheitlichen Grundsätzen lösen lassen. Jedenfalls lohnt sich am Rande der Stadtgebiete, wo der Ausflugsverkehr besonders gross ist, eine grosszügige Lösung. nach dem andern hinter sich lassend, die Ebene dehnte sich weit, in der Ferne sah man die Konturen des Gebirges; dort oben irgendwo erwartete man ihn, ein leidender Mensch brauchte ihn und ein Kollege wünschte seine Unterstützung. Da waren die Lichter von Oberkirch, schon lag das Dorf hinter ihm, hier die Wegkreuzung und der Mann, der auf ihn wartete. Er trug eine blaue Brille und einen dunkeln Vollbart. Der Arzt bat ihn, einzusteigen. Die Männer begrüssten sich. Der Fremde bedauerte, dass er den Herrn Doktor habe stören müssen, aber «meine Frau liegt in Kindeswehen und Dr. Auer möchte den notwendig gewordenen Eingriff nicht allein ausführen; so habe ich mir erlaubt, Sie herzubitten.» Dr. Beck brummte gutmütig. «Darf ich Ihnen eine Zigarette offerieren Herr Doktor?» «Sehr gern, Herr...?» «Winkler ist mein Name.» Sie waren von der grossen Strasse abgekommen und näherten sich dem Wald, der langsam gegen das Gebirge anstieg... 'Fortsetzung folgtJ Herr Regierungsrat Bösiger konnte in seiner Beantwortung darauf hinweisen, dass die bernische Baudirektion bereits im Sinne der Motion vorgehe und auch den Schutz der Fussgänger nicht ausser acht lasse. In der Umgebung von Bern und von grössern Gemeinden bestünden bereits Trottoirs und auch an mehreren andern Strassen seien neben der Fahrbahn Fussgängerwege hergestellt. Was der an und für sich guten Idee am meisten im Wege steht, ist natürlich die Frage des Landerwerbes, der nicht so einfach durchzuführen ist. Die Motion La Nicca wurde vom Grossen Rate gutgeheissen; damit ist Gewähr geboten, dass man im Kanton Bern die Frage weiter verfolgen und studieren wird und dass, nach Ausführungen der zuständigen Direktion, der Staat im Rahmen der verfügbaren Mittel nach Verwirklichung dieser unbedingten Notwendigkeit trachten wird. Hervorheben möchten wir noch, dass nicht nur die grosse Automobilistengemeinde, sondern alle Strassenbenützer Herrn Regierungsrat Bösiger dafür dankbar sein werden, wenn er nach wie vor für eine zweckentsprechende Verwendung der Automobilsteuer und des Benzinzollanteils im bernischen Staatshaushalte Sorge trägt. Zusammenfassend können wir betonen, dass die Diskussion im Grossen Rat einen erfreulichen, fortschrittlichen Geist zeigte, aus dem die wachsende Erkenntnis über die Bedeutung des Strassen- und Automobilwesens deutlich hervorging. Ein Erfolg der Automobil-Revue. Die unermüdliche Aufklärungsarbeit der «Automobil-Revue» beginnt ihre guten Früchte zu zeitigen. Währenddem die allgemeine Presse bis zur Stunde an den selbstverständlichsten Postulaten vorbeigeschrieben oder blindlings darüber hinweggegangen ist, hat die Redaktion der «A.-R.» immer und immer wieder auf die wachsende Bedeutung der Strasse und die damit im Zusammenhange stehenden automobilistischen Fragen hingewiesen. Dass die augenblicklich zu Recht geltende Benzinzollverteilung gänzlich ungenügend ist, haben wir bei jeder Gelegenheit immer wieder zu betonen gewusst. Im Kampf um eine gerechtere und bessere Benzinzollverteilung werden wir nicht müde werden. Vorerst muss wenigstens die Hälfte des Benzinzolles, als Minimalforderunig, den Kantonen zufliessen. Bei steigender Verkehrsentwicklung und weiterer Erhöhung der Benzinzolleinnahmen werden wir aber den Kampf auch noch weiter vorzutragen wissen. .., :- -f. Eine hässllche Erscheinung. Eine Agenturmeldung durchlief dieser Tage die gesamte schweizerische Presse, die nicht dazu angetan ist, die Sympathien für den Automobilismus zu fördern. Nach der betreffenden Meldung wurde am Dienstag abend nach 19 Uhr in Rapperswil ein zwölf Jahre altes Mädchen von einem unbekannten Automobilisten gewaltsam entführt. Selbstverständlich konnte sich eine gewisse Presse, die für das Automobil noch nicht viel übrig hat, giftiger Bemerkungen nicht enthalten. «Schandtat eines Automobilisten» wurde fettgedruckt als Titel gewählt. Der Zweck ist klar. Ein an und für sich trauriger Einzelfall wird sofort automobilfeindlich ausgewertet. Die Gelegenheit ist günstig, greife man fröhlich zu, wenn einem sonst triftige Gründe gegen das Automobil ausgegangen sind. Solch journalistische Praxis gilt es einfach tiefer zu hängen! Der traurige Fall wird selbstverständlich von jedem anständigen Automobilisten aufs schwerste bedauert. Es wird leider immer Wüstlinge geben, die sich zur Vollführung einer Untat mit Freude und Geschick des Automobils bedienen werden. Solche Unmenschen haben in den Reihen der Automobilisten nichts zu suchen und dürfen mit ihnen nicht ohne weiteres identifiziert werden. Dagegen erneuern wir mit aller Entschiedenheit unser Begehren, die kant. Polizeidirektoren möchten nun endlich einmal ihre Organe in Uniform auf die Strasse stellen und sich weniger mit den nach den veralteten Konkordatsvorschriften zu schnell fahrenden Automobilisten als mit den Strassenrowdis befassen. Es ist ganz klar, dass eine richtige, von uniformierter Polizei durchgeführte allgemeine Strassenbewachung solche Strassendelikte, wie sie in letzter Zeit vorgekommen sind, verunmöglichen wird. Die Wiederbelebung der Landstrasse verlangt nun nach ganz anderen Gesichtspunkten geleiteten polizeilichen Ordnungsdienst, als wie er bisher hinter Büschen und Häusern in Szene gesetzt wurde. • Glücklicherweise ist es gelungen, den Verbrecher in der Person des 39jährigen Mechanikers Karl Bosshard aus Chur am Mittwoch nachmittag gegen 3 Uhr bei Rüthi zu verhaften. Während Bosshard am Vormittag auf die Ausführung einer Reparatur wartete und mit dem Mädchen spazieren ging, hatten die AUTOMOBIL-REVUE 1929 - N° 81 Bewohner des Ortes Verdacht geschöpft, da sie mittlererweile von der Entführung in der Zeitung gelesen hatten. Die gerichtliche Untersuchung wird über die Motive der frevelhaften Tat Aufschluss geben. Hervorzuheben ist noch, dass sich an den fieberhaften Nachforschungen nicht nur zürcherische Polizeiautomobile und die Feuerwehr, sondern auch zahlreiche Rapperswiler Automobilisten beteiligt haben. Eine neue Automobil- Durchgangsstrasse. Korr. ,Für den Ost- und Westverkehr kommen in der Ostschweiz vor allem drei Strassenzüge in Betracht. Einmal jener durch das Thurtal über Weinfe'.den-Frauenfeld-Winterthur, der in den letzten Jahren in ganz hervorragender Weise ausgebaut worden ist; dann der Strassenzug über Rorschach-St. Gallen-WH, der im Kanton St. Gallen wenigstens für die Strecke St. Margrethen-Rorschach-St. Gallen und teilweise auch bis Gossau ausgebaut ist und schliesslich die Durchgangslinie via Walensee, die heute noch über den Kerenzerberg führt, aber schliesslich in einer besondern Autostrasse am Nordufer des Sees ihre Anpassung an die neuen Forderungen des Verkehrs wird finden müssen — ein Projekt, das vorlaufig auf 7 bis 10 Millionen Franken veranschlagt ist. Kurz und bündig wurde nun dieser Tage aus dem st. gallischen Regierungsgebäude gemeldet, der Regierungsrat beantrage dem Grossen Rate die Korrektion und den teilweisen Neubau der Staatsstrasse Gossau-Oberbüren- Wil im Kostenvoranschlage von insgesamt 2,180,000 Franken. Wie wir von zuständiger Stelle vernehmen, handelt es sich bei diesem Projekte um die Verwirklichung eines Vorschlages, den der Regierungsrat des Kantons St. Gallen bereits vor Jahresfrist in seinem Berichte über den Ausbau des kantonalen Strassenwesens und dessen Finanzierung gemacht hat, der damals nicht ohne Kritik aufgenommen wurde, wob" vor allem eben das Verbindungsstück Gossau-Wil Gegenstand lebhafter Diskussion wurde. Zwei Routen sind es, die zwischen Gossau und Wil als Durchgangsstrasse in Frage kommen: einmal jene über Oberbüren, dann diejenige über Flawil, der namentlich aus der zunächst interessierten Gegend das Wort geredet wurde, wobei man vor allem an eine neue, ungefähr dem heutigen S. B. B.-Trasse ä Niveau folgenden Verbindungsstrassen Gossau-Flawil dachte. Von diesen beiden bestehenden Strassenzügen entspricht keiner den Anforderungen des heutigen Verkehrs, und für einen Ausbau kommt nach Meinung der technischen Berater des kantonalen Baudepartements in erster Linie die Strasse Gossau-O&er&üren-Wil in Betracht. Die Route über Flawil weist einerseits einen so grossen Lokalverkehr auf, dass es richtiger erscheine, den Durchgangsverkehr über Oberbüren zu suchen.Anderseits wäre ein Ausbau der Strasse übet Flawil viel kostspieliger und zudem würde er nicht jene Vorteile bringen, wie dies bei einer Linienführung über Oberbüren der Fall wäre. Die neu projektierte Strasse nach Wil durchschneidet von Gossau bis Wil die dazwischen liegenden Ortschaften Niederwil, Oberbüren, Sonnenthal nicht mehr, sondern berührt sie nur noch. Die Strasse erhält im allgemeinen kein grösseres Gefälle als 5 Prozent; nur zwischen Niederwil und Oberbüren ist es notwendig, ein kurzes Maximalgefälle von 6 % einzulegen. Sehr wichtig ist dabei die Beseitigung des Oberbürer- und des Brübacherstiches mit Maximalgefällen von 11 Prozent und scharfen Kurven und weiter die Umgehung der Ortschaften. Der Verwirklichung dieses wichtigen Projektes wird dann jene eines noch wichtigeren folgen müssen : der Neubau einer Sitterfahrbrücke bei Stocken. Der bauliche Zustand der heutigen Fahrbrücke mit ihrer unglückseligen Einmündudng in den steilen Stockener-Stich ruft unbedingt nach möglichst baldiger Remedur, die wohl nur in einer neuen Niveau- Brücke zwischen Stocken-Brugen und Krätzern-Winkeln gefunden werden kann. Gerade auf dieser Strecke hat der Kanton St. Gallen seinen dichtesten Automobilverkehr und schon im Jahre 1927 wurden hier 2147 Einheiten pro Tag gezählt (Tonneneinheiten), heute sind es wohl über 2500, eine Annahme, die kaum zu weit geht, hat sich doch nach amtlichen Zählungen der VeTkehr im Jahrzehnt 1919—1929 im Kanton St. Gallen um über 400 % vermehrt. Der alte Unfug einer hinterwäldlerischen Autokontrolle ist, wie es scheint, im lieben Schweizerland nicht umzubringen. Man schreibt uns: «Ich mache Sie hiermit auf folgende mir bekannten Automobilfallen aufmerksam: Kanton Baselland: Birsfelden, innerorts, 200 Meter, Stoppuhr; Kanton Schwyz: Seewen, vom Bahnhof bis Bahnübergang, ohne Stoppuhr, zwei Mann notieren die Autonummern nach Gutdünken. Ich habe mich persönlich von der Unzulänglichkeit dieser Kontrolle überzeugt; Lowerz: Der Gemeindepolizist in Zivil, allein, notiert sich nach altem Muster die Autonummern ohne Stoppuhr.» Solches Gebaren spottet einfach jeder Beschreibung. Jeder Automobilist merke sich diese Orte und ziehe seine Konsequenzen! Ein «zuvorkommendes» Budget Der Verwaltungsrat der Schweizerischen Bundesbahnen hat in seiner Sitzung vom letzten Dienstag den Voranschlag für das Jahr 1930 genehmigt. Auf Grund der letztjährigen Betriebsergebnisse weist der Betriebsvoranschlag erheblich günstigere Zahlen auf, als für das Jahr 1929. An Einnahmen sind 413,7 Millionen Fr., an Ausgaben 283,2 Millionen Fr. vorgesehen, so dass mit einem Einnahmenüberschuss von 130,5 Millionen Fr. gerechnet werden darf. In der Gewinn- und Verlustrechnung rechnet man allerdings nur mit einem Einnahmenüberschuss von Tund 2,5 Millionen Fr. Immerhin ist die Situation derart, dass die Weiterführung der Elektrifikatlon der im zweiten Elektrifikationsprogramm zunächst genannten Linien im Betrage von rund 5,7 Millionen Fr. vorgesehen wird und dass daneben beträchtliche Anschaffungen an Rollmaterial, sowie grössere Geleisearbeiten für den Ausbau auf Doppelspur in Aussicht genommen werden können. Gestützt auf diese Tatsachen müssen wir einen diesbezüglichen Bericht im « Bund », —• ob er noch in andern Blättern erscheinen wird, wissen wir nicht — als sehr «zuvorkommend» bezeichnen, der in der Art der bekanntgegebenen Zahlen und der ganzen Aufmachung wohl offensichtlich dahin tendiert, die Lage der Bundesbahnen in keinem allzu rosigen Licht erscheinen zu lassen. Es werden merkwürdigerweise Vergleiche mit dem Jahre 1928 gezogen, die Transporteinnahmen auf 385,4 Millionen Fr. berechnet, was gegenüber dem genannten Jahre allerdings eine Minderhöhe von 6,3 Millionen Fr. ausmacht. Ebenso wird mit einem Rückgang im Personenverkehr gegenüber 1929 gerechnet und hervorgehoben, dass im Güterverkehr der vorgenommene Tarifabbau für Wagenladungen und Getreidetransporte einen Einnahmenausfall zur Folge habe, der gegenüber 1928 auf 14 Millionen Fr. gegenüber 1929 auf 8 Millionen Fr. geschätzt werde. Eine allfällige Reduktion der Gepäck- und Stückgut-, taxe ab 1. Januar 1930 würde einen weitern Ausfall von 2 Millionen Fr. zur Folge haben, daneben würden aber die Betriebsausgaben voraussichtlich um 14. Millionen Fr. höher zu stehen kommen, als im Jahre 1928. Rund 6 Millionen Fr. sollen dabei auf wachsende Personalausgaben fallen. Man merkt die Absicht und wird nicht verstimmt. Allerdings muss hervorgehoben werden, dass das Schlagwort der «Automobilkonkurrenz» endlich von der Bildfläche zu verschwinden beginnt. Weder für Industrie, Handel, Landwirtschaft und Gewerbe noch für den simplen Bürger kann es jedoch zum Tröste gereichen, dass wir nach wie vor sozusagen die teuersten Eisenbahnen Europas unser eigen nennen dürfen. Ganz besonders belastend für die Bundesbahnen wirkt die neue Getreideverordnung, worauf wir ja bereits in Nr. 45 (1929) der «Automobil-Revue» hingewiesen haben. Das staatliche Brotmonopol von ehemals unterstützte das staatliche Frachtmonopol. Das Brotgetreide konnte zu einem hohen Einheitssatz verfrachtet werden, die Getreideverwaltung sicherte den Bundesbahnen Transporte und hohe Einnahmen. Da die S.B.B. nach wie vor dieses Frachtmonopol beizuhalten gedenken, haben sie nun auch die vermehrten Kosten zu buchen. Die Verantwortung über dieses Verlustgeschäft tragen die verantwortlichen Organe und es wäre nicht angezeigt, wenn ob einem selbstverschuldeten bedeutenden Einnahmenausfall die wirtschaftliche Notwendigkeit eines Tarifabbaues auf Jahre hinaus verzögert werden müsste. D Alpenpostkurse vom 9. bis 15. September. Die zwölfte Betriebswoche der Alpenposten schliesst mit einer Mehrtransportziffer von + 4189 ab. Es wurden in dieser Woche .17.761 (12.147) Personen befördert Grosse Mehrfrequenzen verzeichnen die nachgenannten Strecken: Thusis-Bernhardin-Mesoeco + 377, Chur-Tiefenkastel -f- 369, Grimsel +330, Flüela +237, Ragaz-Vättis + 229, Reichenau-Waldhaus-Flims + 218, usw. Auf der Strecke St. Moritz ist eine Minderfreauenz von —1106 zu melden, lt