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E_1929_Zeitung_Nr.080

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AUTOMOBIL-REVUE - N°80

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80 — 1929 AUTOMOBIL-REVUE Notizen Die Freihaltung der Durchgangsstrassen bei Märkten und Festen bildet den Gegenstand eines Kreisschreibens • der zürcherischen Polizei- und Baudirektion an die Gemeinden des Kantons. Es wird darin auf die einschlägigen Vorschriften verwiesen, laut welchen die Gemeindebehörden angewiesen sind, die nötigen, das Strassengebiet und den .Verkehr sichernden Massnahmen zu treffen und dafür zu sorgen, dass den Strassenverikehr gefährdende Vorrichtungen oder Handlungen unterbleiben. Aus diesen Bestimmungen ergibt sich vor allem für die Gemeinden eine Verpflichtung bei Märkten und Dorffesten, bei welchen die öffentlichen Strassen für die Durchführung der Veranstaltung besonders beansprucht werden,dafür zu sorgen, dass der übrige und vorab der Durchgangsverkehr nicht gehemmt oder gar unterbrochen wird. Mit grosser Berechtigung wird betont, dass die Vorschriften, welche aus den Neunzigerjahren stammen, nie grössere Berechtigung gehabt haben als in der heutigen Aera des intensiven Fern- und Schnellverkehrs und deshalb ganz besondere Beachtung durch die massgebenden Gemeindeinstanzen verdienen. Aus den Vorschriften betr. Freihaltung der Staatsstrassen bei Jahrmärkten u.festlichenAnlässen kann zudem eine weitgehende Haftpflicht der Gemeinden abgeleitet werden, so dass eine sorgfältige Verkehrsregelung an solchen Tagen schon an und für sich im wohlverstandenen Interesse der Gemeinden liegt. Es gilt nach dem Kreisschreiben also vorab, alle Durchgangsstrassen und das anstossende Gebiet soweit als möglich von Menschenansammlungen freizuhalten. Die Aufstellung von Schaubuden, Marktständen etc. auf solchen Strassen oder in zu geringer Entfely^ftng davon, sollte nicht erlaubt werden. Die Veranstaltungen, welche eine Menge iVolk anziehen, sollten an Oertlichkeiten verlegt werden, welche den Durchgangsverkehr nicht hemmen können. Wenn dennoch eine Staatsstrasse benützt werden muss, so ist durch geeignete Massnahmen, wie gänzliche oder teilweise Umleitung des Verkehrs oder persönliche Leitung des Fahrzeugverkehrs an gefährdeten Stellenn durch die Polizeiorgane, die Unfallgefahr möglichst einzuschränken. Verkehrsumleitungen sind vom Gemeinderat rechtzeitig dem zuständigen Kreisingenieur bekanntzugeben und dafür zu sorgen, dass unmittelbar nach Beendigung der Veranstaltung das Strassengebiet wieder gehörig instand gestellt wird. Die Motorfahrzeugführer werden der Regierung ob diesen Weisungen Dank wissen, bieten sie doch eine Gewähr für eine minimale Verkehrsregelung an örtlichen Festtagen, die bislang noch ab und zu zu wünschen übrig Hess. Es fehlt in unserem Lager gewiss nicht am nötigen Verständnis für ländliche Feste undAniässe, in denen ein guter Teil der gesunden Tradition verankert ist, aber die Belagerung der Hauptstrassen durch die Festbummler wurde mangels genügender verkehrspolizei- Üicher Vorkehren vielfach zu einer Kalamität und bedenklichen Gefährdung von Leib und Leben für Passanten und Wageninsassen. Geschickte Verkehrsumleitungen werden hier wohl am besten den gewollten Zweck ' erreichen und der Fahrzeuglenker nimmt einen kleinen Umweg gern in Kauf, wenn dadurch eine entsprechend weitergehende Strassen- und Verkehrssicherheit geboten wird. Voraussetzung dazu sind natürlich übersichtliche Orientierung, sorgfältige Organisation und möglichste Kürze des Umweges. z. . Bunte Chtonik Die Haftpflicht der Elsenbahn bei einem ^Automobilunfall. Am 8. November vorigen LJahres wurde in der Nähe von Schmerikon am obern Zürichsee der Automobillenker Vinzenz Küster, der mit einem schwerbeladenen Lastauto den Bahnübergang querte, von einem Schnellzug der Bodensee-Toggen- Iburg-Bahn erfasst und tödlich verletzt. Die Hinterlassenen des Verunglückten, Frau Küster und die Kinder, klagten gegen die B.T.B. auf Unfallentschädigung. Nach einem Urteil des Kantonsgerichtes St. Gallen wurde die iToggenburg-Bbahn grundsätzlich als haftpflichtig erklärt, wobei aber ein starkes Mitiiverschulden des Verunglückten angenommen wurde. Dieses Mitverschulden wurde auf drei Vierteile bemessen, so dass nur ein Vieritel Entschädigung zugesprochen wurde. Die Ihinterlassene Witwe erhält eine Jahresrente von 300 Franken und jedes Kind eine solche gierungsrat auf den Antrag des Truppenkommandog gestützt auf § 5 des Dekretes vom 10. März 1914 betr. das interkantonale Konkordat über den Verkehr mit Motorfahrzeugen und Fahrrädern wie folgt: 1. Am genannten Tage sind die nachstehend bezeichneten Strassen für den Motorfahrzeugverkehr gesperrt: Von 6.30 bis 9 Uhr: Von der Bern-Wohlen-Aarbergstrasse die Strecke von Radelfingen bis Aarberg:. Von der Bern-Meikixch-Aarbergstrasse die Strecke von Seedorf bis Aarberg. Die Strasse von Lyss bis Aarberg. Die Strasse. Werthof-Kanpelen-Aarberg. Die Strasse Bellmund-Bübl-Aarbetg und Bühl-Walperswil-Aarberg. Die Dammstrassen beiderseits der Aaro zwischen Hagneck und Aarberg. Die Römerstrasse zwischen Kallnach und der Aare. Von 6 bis 9 Uhr: Die Strassen und Wege, die von Kerzers und Wileroltigen nach Niederried führen. 2. Motorfahrzeuge, die vor 9 Uhr von Bern her den Defileplatz erreichen wollen, haben die Strasse über die Gümmenenbrücke-Kerzers-Kallnach zu benützen, Motorfahrzeuge, die von Biel und Solothurn herkommen, die Strassen über Täuffelen-Hagneck- Brücke und Siselen. 3. Der Fuhrwerk- und Fahrradverkehr ist frei unter Vorbehalt vorübergehender Absperrung der Brücken während des Ueberganges der Truppen. 4. Nach dem Defile wird der Zugang zu den Brücken von Aarberg während wenigstens 1 Stunde für den Motorfahrzeugverkehr gesperrt. Das für die Dauer der Manöver verbotene Ueberholen von Truppenkolonnen ist nach dem Defile wieder gestattet für Strassen, die genügend Raum bieten. Immerhin ist eine stark gemässigte Fahrgeschwindigkeit innezuhalten. 5. Die Fahrzeugführer haben den Anordnungen der militärischen und zivilen Polizeiorgane unter allen Umständen -unverzüglich Folge zu leisten. 6. Widerhandlungen gegen diese Vorschriften werden mit Busse von Fr. 1.— bis Fr. 500.— bestraft. Lastwagenparks nordamerikanischer Unternehmen. Aus einer Statistik für 1928 ergeben sich folgende Zahlen über die Anzahl Handelsunternehmungen mit mehr als zehn Lastwagen, über die Gesamtzahl der Lastwagen für die einzelnen Gruppen und über die eigenen Stationen, die einem «Dienst am Auto> übernehmen können: Handelsgruppe Unter- Last- Station, nehmen t wagen Automobilindustrie 44 834 36 Handwerker 7 98 4 Bäcker 512 17 744 416 Brauer und Selbstabfüller 279 6 369 220 Baustoffe 376 7 535 292 Chemikalien 57 95949 Konditoren 31 679 22 Bauunternehmer 280 5 625 213 Warenhäuser und Kleinhändler 314 10 783 229 Strassenbauer 252 5 277 195 Landwirte 41 74629 Bund, Staat, Grafschaft, Stadt 479 28 940 344 Oeffentliche Unternehmen 534 30 269 400 Lebensmittel und Getreide 55 1175 47 Lebensmittelfabrikate 117 4166 75 Brennstoffe - • " 471 11030 368 Möbel 84 1684 67 Kolonial-u. Materialwarenhändler 406 11452 290 Hotels und Vergnügungslokale 25 42220 Wäscher und FäTber 555 11978 380 Leder 3 87 2 Holz 248 4280 167 Maschinenfabriken 20 347 18 Verschiedene Fabriken' 183 3 798 129 Marine 5 62 5 Fleischer 284 10456 213 Metalle 45 94940 Milch und Milcherzeugnisse 698. 21586 548 Papier und Druckereien 123' 3230 98 Personentransport 41 1419 36 Erdöl 610 38 078 379 Gummi 16 559 14 Schulen und Kirchen 22 492 9 Textil und Pelze 24 383 17 Lastwagen-Fuhrunternehmer 1457 31038 1143 Miets-Lastwagen 11 761 9 8984 282 568 6736 Neun Unternehmungen haben je über 50 Fahrzeuge. Die New Yorker Bäcker verwenden 1271 Liefer- oder Lastwagen und 23 grosso Warenhäuser 571 derartige- Fahrzeuge. Automobilstrasse Bern—Thun. Am 12. und 13. September tagte das Initiativkomitee für eine Automobilstrasse Bern- Thun in Bern und Thun. Der Donnerstag war internen Verhandlungsgegenständen gewidmet, von denen insbesondere die Ergänzung des Komitees durch die Gemeinden Bern und Thun hervorgehoben sei. Der zweite Tag war einer Begehung des für die Trasseführung in Betracht fallenden Geländes längs des rechten Aareufers gewidmet. Die wesentlichen Punkte des im Entstehen begriffenen baureifen Projektes sind an Ort und Stelle unter Zuzug von Experten festgelegt worden. — An der Tagung waren auch die kantonale bernische Baudkektion, die S.-A. Puriceili Mailand, die Schweizerische Vereinigung für Innenkolonisation und der Automobilclub der Schweiz vertreten. Die Bundesbahnen im ersten Halbjahr 1929. Die Betriebsausgaben der S. B. B. be- im ersten Halbjahr 1929 129,489,000 von 200 Franken. — Die Bemessung dertrugen (Verschuldensfrage ist eine Ermessenssache Franken gegen 127,797,000 im Jahre 1928 und des Gerichts. Hier hat man den Eindruck, 131,471,000 Franken im Voranschlag für 1929. dass die Bahn, die doch als mitschuldig erklärt wurde, gut weggekommen ist. mg. Besoldungserhöhungen auf 1. Januar 1929, Mehrausgaben wurden verursacht durch die , Regelung des Automobilverkehrs während! des vermehrte Anschaffung von Drucksachen, Oefiles der 2. Division am 19. September 1929 in grössere Kosten für' Beleuchtung und Heizung der Dienstlokale, vermehrte Ausgaben Bargen-Aarberg. — Zur Erleichterung der Konzentration der Truppen der 2. Division für das Defile vom 19. September 1929 beschliesst der für Wagenmieten, für Transportentschädi- Re- gungen und für Einlagen in die Pensionsund Hilfskasse. mg. Aadorf Aarberg Bern Bruggen-St.G. Glarus Kreuzungen Langenthai Langanne Luzern LASTWAGEN OMNIBUSSE CARS-ALPINS Zu jeder Zeit und in allen Dingen gilt Schweizerö'n und gut. — arbeit als preiswert, seh Auch folgt Leis diesem Prinzip und erreicht damit hohe tungen bei absoluter Zuverlässigkeit. 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