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E_1929_Zeitung_Nr.082

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N° 82 —

N° 82 — 1929 AUTOMOBIL-REVUE EDIEEIDQ HDBOE Miss Amelia Earhart gibt in ihrem in Europa noch nicht bekanntgewordenen Buch f«20 hrs. 40 min.», in dem sie ihren Flug über den Atlantischen Ozean in dem dreimotorigen Fokker-Flugzeug «Friendship» beschreibt, ein Kapitel, «Die Frauen in der Luftfahrt», das so interessant ist, dass es auszugsweise wiedergegeben werden soll. Was ihren, in der « Kölnischen Zeitung » gewürdigten Ausführungen besonderes Gewicht iverleiht, ist, dass sie ihrer ganzen fliegerischen Tätigkeit nach ernst genommen werden muss — sehr im Gegensatz zu der andern amerikanischen Ozeanfliegerin, die mit dem « Ruhm » des missglückten Transatlantikfluges in Kabaretten posierte — und dass aus ihrem Buch ein aufrichtiger Mensch zu •uns spricht, der weder sich noch andern blauen Dunst vormachen will. Der Flug wurde auch nicht ihretwegen unternommen. Sie sprang nur für die Qeldgeberin des Unternehmens, die Gattin des englischen Staatssekretärs für Luftfahrt im frühern Kabinett MacDonald, des Hon. Frederick Guest, ein, als diese aus verschiedenen Gründen nicht Selbst mitfliegen konnte. Ihre Teilnahme wurde erst bekannt, als die Friendship vom •4. bis zum 17. Juni 1928 in Trepassey (Neufundland) wegen schlechten Flugwetters festlag. Persönliche Reklame auf Grund des Fluges hat sie stets abgelehnt. Daher hat sie selbst während des Ozeanfluges, der vom 17. zum 18. Juni 1928 von Trepassey nach Burry Port in Wales führte, keine Minute selbst am Steuer gesessen, obwohl sie seit 1920 Fliegerin ist, viele hundert Stunden in der Luft verbracht und mit ihrem eignen Flugzeug (mit einem Motor von nur 60 PS) den Welthöhenrekord für Frauen aufgestellt hat. Das Wichtigste, was die Frau nach Miss Earharts Ansicht für die Luftfahrt tun kann, ist, sie zu begünstigen, wo sie nur kann. Am besten wäre es natürlich, wenn möglichst viele Frauen selbst fliegen lernten. Aber diejenigen, denen das nicht möglich ist, sollten das Flugzeug für ihre Reisen und für die Versendung von Post und Fracht benutzen. Dass die Frau etwa körperlich .oder geistig S (EBTTHE EFEQ/O&IIU Die Fliegerin ungeeigneter für fliegerische Betätigung sei als der Mann, bestreitet Miss Earhart ganz entschieden. Allerdings muss man sich von dem Eindruck freimachen, den manche unerwünschte Erscheinungen hier wie in andern Tätigkeitsgebieten hervorrufen: «Zu oft wur- Die moderne Frau: Miss Blanche JYoyes Gleveland beim Anwerfen des Propellers für den Start zu einem Derby in Kalifornien. de, glaube ich, von unfähigen Frauen das Geschlecht als Vorwand benutzt, indem sie sich und andere glauben machen wollten, nicht ihr Nichtskönnen, sondern ihre Eigenschaft als Frau hindere sie am Erreichen von Volleistungen.» Allerdings ist die Fliegerei bis heute noch eine Männerangelegenheit. Die Frau fühlt sich als Eindringling. Das ist ein ethischer Nachteil, der hier wie in andern, z. B. den ärztlichen und juristischen Berufen nur durch die Erzielung wirklicher Leistungen überwunden werden kann. Ausserdem ist es für die Frau immer noch schwieriger, in die Fliegerei hineinzukommen, als für den Mann. Vor allem ist man hier noch nicht für die Frau eingerichtet, alles ist für den Mann gedacht und berechnet. Miss Earhart sagt z. B., es Frau am ehesten für die Fliegerei gewinnen sollte, ist die Möglichkeit, sich ihrer als In- des Friedens bedienen zu können. gebe noch keinen Fallschirm — den Ret-strumentungsring des Fliegers — dessen Bauart auch Mit den folgenden Worten klingt ihr Kapitel für die weibliche Körperbeschaffenheit geeignet ist. sonderung erzeugt Misstrauen und Meinungs- über die Luftfahrt und die Frauen aus: Ab- Dass die Flieger ihren weiblichen Kameraden irgendwelche Vorurteile entgegenbringen, gen verringern kann, zerstört die Absondeverschiedenheiten. Alles, was die Entfernun- glaubt Miss Earhart nicht. Früher allerdings rung und bringt die Teile der Welt und die war es anders, da wurden sogar weibliche Völker einander nahe. Ich glaube, dass die Fluggäste mit Misstrauen betrachtet. Eine Luftfahrt die Möglichkeit hat, innigere Berührung, gegenseitiges Verständnis und welt- entsprechende Anekdote, die Beschreibung ihres ersten Flugs als Fluggast im Frühjahr weite Freundschaften zu fördern. 1920, gibt sie gleich zu Beginn ihres Buches: «Der Pilot nickte einem andern Flieger zu: Im September sind die Frauen am schönsten. Der wird mitfliegen. Warum? fragte ich. Die Ms. Helena Rubinstein, die Inhaberin des beiden grinsten sich an. Da verstand ich. Ich grössten New Yorker Schönheitssalons, war ein Mädchen — eine nervöse Dame. Ich stellte kürzlich in einem Vortrag fest, dass könnte hinausspringen wollen. Es musste jemand da sein, um mich am Knöchel zu erwi- am schönsten sind. In den Wintermonaten, der September der Monat sei, wo die Frauen schen, wenn ich über Bord ginge.» Ein merkwürdiges Erlebnis, das in ähnlicher Weise vielleicht auch Fliegerinnen in andern Ländern haben können, war folgendes: Mehrmals wurde Miss Earhart von unbekannten Leuten angerufen und gefragt, ob sie Lust habe, sich an einem gewinnbringenden und für sie vollständig gefahrlosen Unternehmen zu beteiligen — Alkohol- oder Rauschgiftschmuggel. Sie käme als Dame ja überall ohne weiteres durch, wo andere angehalten und durchsucht würden. Was in dem Buch über die noch ziemlich hohen Unterhalts- und Betriebskosten eines Privatflugzeuges gesagt ist, gilt für Männer genau so wie für Frauen und kann daher hier unberücksichtigt bleiben. Erwähnt sei nur, dass die nicht berufsmässige Fliegerin vielleicht, genau so wie die Automobilistin, weniger gern als ihr männlicher Kamerad die Pflege und Instandhaltung ihrer Maschine und besonders des Motors selbst übernehmen wird. Ein Flugzeug erfordert aber mehr Sorge als ein Auto, und die kleinste Vernachlässigung kann sich bitter rächen: 3000 Meter hoch in der Luft gibt es noch keine Ausbesserungswerkstätten und eine Notlandung ist immerhin eine heikle Sache. Die weitverbreitete Meinung, dass die Frau mehr Angst vor den Gefahren des Fliegens hat als der Mann, glaubt Miss Earhart nicht als ganz unrichtig bezeichnen zu dürfen, denn seit der Urzeit ist durch Vererbung, Erziehung und Umwelt bei gefährlichen Unternehmungen die Frau immer in den Hintergrund gedrängt worden. Was aber nach Miss Earharts Meinung die Dezember, Januar und Februar, würden die Züge durch die Kälte hart; in den Frühlingsmonaten, März, April und Mai, würde die Haut unrein, in den Sommermonaten dagegen fettig und die Augen matt. Im Herbst aber lebe der Körper auf, als durchglühe ihn ein neues Feuer. Die neuen Kleider täten ein übriges und die Spannung, was die Saison bringen wird, verleihen der Frau im September das schönste Aussehen. 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Schöne Ecken des Schweizerlandes Von Zürich bis zum Bodensee. Eine hübsche Tour läsßt sich bewerkstelligen, wenn man von Zürich aus, statt der geraden Route über Winterthur und Frauenfeld zu folgen, einen etwas weiteren, dafür aber eehr lohnenden Weg einschlägt: Dem rechten Züriehseeufer entlang, dessen Schönheiten wir nicht erst hervorzuheben brauchen, durch die reizend gelegenen Ortschaften Küsnacht. Erlenbach, Herrliberg, Meilen, Männedorf und Stäfa führt der Weg nach der Blumenstadt Rapperswil, von dort dem Obersee entlang und damit die Hauptstrasse verlassend bis nach Uznach und weiter nach Kalibrunn. Dort biegt die Strasse scharf ab, um über den Ricken nach Wattwil zu gelangen. Von dort aus gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten, die beide sehr lohnend sind: Entweder fährt man durch das St. Galler-Land in der Richtung über Lichtensteig nach Wil und dort abzweigend nach Flawil und Gossau bis zur Hauptstadt St. Gallen, um von dort a:us auf kürzestem Wege Rorschach und damit das Endziel der Fahrt zu erreichen. Wenn man aber die Hauptstrasso vermeiden -will, so lässt eich prächtig ein Ausflug durch das Appcnzelierlamd damit verbinden, indem man von Wattwil nach Urnäsch zu abbiegt und von dort über das bekannte Jakobsbad und Gontcn Appeniell erreicht. Von dort führt eine gute Strasse nach 6ais und weiter nach Teufen und Speicher, vorbei an dem bekannten Schlachtet und Ausflugsziel Vögolinsegg nasch Trogen, von wo man über Heiden auf steiler, aber guter Strasse rasch den Bodensee und Rorschach erreicht. bt. Ragaz. Es gibt wenige Orte, deren Verkehrslage so günstig ist wie diejenige von Ragaz. Es ist das richtige Einfallstor ins Bündnerland, und zwar im Winter, wenn Schnee die Alpenpässe deckt, ist es. überhaupt die einzige Zufahrtsmö?lichkeit nach Graubünden. Ragaz hat schon seit alters her Weltberühmtheit erlangt, seiner heilkräftigen Quellen wegen. Zudem liegt es in einem Gebiet, das auch landschaftlich äusserst reizvoll ist. Auch wenn man nur auf der Durchreise begriffen ist, sei es ins oder vom Bündnerland, so fahre man nicht einfach durch, sondern schiebe eine längere oder kürzere Rast ein. Ganz besonders gut eignet es sich für längere Aufenthalte im Frühling, und worauf jetzt vor allem hingewiesen sei, im Herbst. Eine Men?e schönster Ausflüge können von Ragaz aus unternommen werden, sei es nun per Auto oder zu Fuss, und wer nur in allernächster Nähe sich ergehen will, dem stehen der prächtige Kurgarten und der Giessenseepark zur Verfügung. th. Splügen. Splügen, der Hauptort des Rheinwaldtalcs, hatte schon zur Zeit der Postkutschen eine bedeutende Stellung als Strassenknotenpunkt. Von Norden herkommend durch die Viamala und über Andoer, teilte sich hier der ganze Verkehr, indem ein Teil über den San Bernardino ins Misox und Tessin, ein anderer über den Splügen ins italienische Chiavenna geleitet wurde. Die Stellung als Verkehrsknotenpunkt ist aber mit dem Zeitalter des Automobils" eine noch viel bedeutendere geworden. Tausende von Autos kommen jährlich hier durch, wohl die wenigsten aber worden einfach durchfahren, sondern die meisten werden durch flcti heimeligen Ort verleitet, einen Aufenthalt hier ttot$ einzuschieben. Splügen eignet sich auch ganz vorzüglich als Ferienort und es fehlen nicht mancherlei Sehenswürdigkeiten, so die alte, von 1690 stammende Pfarrkirche und die «Burg», ein alter Turm der ehemaligen Strassenbefestigung. Dass ausgezeichnete Gaststätten dem Reisenden zur Verfügung stehen ist selbstverständlich und er wird einen Aufenthalt hier oben sicherlich nie bereuen. ' r. Savognin. Wer Savognin noch nicht als Kurort kennt, dem ist es doch sicherlich bekannt als langjähriger Aufenthaltsort von Segantini. Durch seine wunderbaren Bilder ist manches Motiv aus der näheren und weiteren Umgebung Savognins weit in der Welt herum bekannt geworden. Dass der Künstler gerade diesen Ort für seinen Aufenthalt wählte, zeigt am deutlichsten, wie viel Schönes es hier zu sehen gibt. Vergessen wir nicht die besonders für den Automobilisten günstige Lage des Ortes. An der Julierstrasse gelegen, Hauptort des Oberbalbsteins, steht es eigentlich gerade im Mittelpunkt des internationalen Durchgangsverkehrs, der von Nord-Süd verläuft. Wer hier seine Ferien verbringt, hat in kürzester Zeit St. Moritz erreicht, ist auch bald in Chur, und zudem lassen sich von hier aus eine ganze Menge der prächtigsten Rundfahrten durchs Bündnerland unternehmen. L. Ein zu wenig bekannter Ferienort Man sollte gar nicht glauben, dass es so etwas überhaupt noch gibt, denn jeden Sonntag ziehen die Autos in langen, ununterbrochenen Zügen zu diesem Week-end-Ziel par excellence. Hotels und Gasthöfe sind von Fremden überfüllt. Und doch liegt am linken Seeufer das idyllische Oertchen Faulonsee, etwas abseits der Bahnlinie und der grossen Hauptstrasse, und darum woh'l auch weniger besucht. Gerade deshalb stellt es arber ein herrliches Ruhefleckehen dar für denjenigen, der wirkliche Erholung sucht. Das modern angelegte Strandbad bietet Abwechslung und sportliches Training, die dieses Jahr neu eröffnete Dampfschiffstation gestattet es, auch Fahrten auf dem See zu unternehmen. Für den Autler ist übrigens auch Spiez und Interlaken in kürzester Frist erreichbar, wo alle möglichen Unterhaltungen seiner harren. Und so bildet das liebliche Fleckchen einen idealen Ferienort, der alles bietet, was man sich wünschen kaenn : Eine herrliche Natur. Ruhe, Sport und, in nächster Nähe, mondäne Vergnügungen. wr. Um Ihre Schuhe, Taschen, Hüte, überhaupt alle Artikel in Leder, ^ . VfB ^L^^^^ Holz ±*\HZt und UHU. Metall UlKslKbll zu AU ICU färben. VCSXl« /Vl* En gros MARCEL RICHNER Das hochwertige Präparat vorm. A. Barbieri 16, rae da Cendrier, GENF AUTOMÜßlL-RfiVUE 192» — N" »2 Zum Gurnigel. Nicht nur zum bekannten alljährlichen Rennen lohnt für den Autler eine Tour zum Gurnigel, es ist auch sonst einer der schönsten Sonntagsausflüge, die sich denken lassen. Ohne die geringste Anstrengung erreicht man auf der ausgezeichneten Autostrasso über Schwarzenburg das 1159 Motor hoch gelegene Gurnigelbad, das Ziel der kurzen, aber um so lohnenderen Fahrt. Als Kur- wie als Parssantenhaus gleichcrmassen bekannt und geschätzt, laden seine grossen Terrassen zum längeren Verweilen ein; einen prachtvollen Ausblick geniesst man von hier aus über die Kette der Voralpen — einen Aueblick, der noch viel herrlicher wird, wenn man den Abstecher noch unternimmt bis zur Höhe des Seelibübl Dort öffnet sich der Blick tief hinein in die Ketto des Stobkhorns, dessen Höhen man hier oben ja schon zu zwei Dritteln erklommen hart. Alle Kleinlichkeiten, alle Mühen des Alltags fallen hier von einem ab, freier und leichter atmet man. Das ist ja das herrliche Wunder unserer Berge, dass sie den Menschen weit über sich selbst emporheben; erfrischt und neugestärkt kehrt man hernach wieder in unsere Niederungen zurück, erfüllt vom reinigenden Odem der Berge. Weiter lässt sich der Ausflug noch ausdehnen, wenn man vom Seelibühl aus den Weg verfolgt zum .Schwefelbergbad und von dort ins Sensetal, wo man von Plaffeien aus entweder Freiburg oder wieder über Schwarzenburg Bern erreicht. hs. Herbstferien am Genfersee. Jetzt wo die Tage kürzer und kühler werden, wo die Bäume sich färben, die Trauben reifen, jetzt ist die beste Gelegenheit da zu einem Herbstaufenthalt am milden Genfersee, wo die Sonne noch warm und freundlich scheint und wo in kurzem die Winzer und Winzerinnen ihre rege Arbeit entfalten werden. Gerade der Genfersee bietet so viel der Abwechslung und der Möglichkeiten, dass er jedem Geschmack Rechnung zu tragen weiss. Für denjenigen, der lebhaften Betrieb und moderne Vergnügungen, Sport und Geselligkeit sucht, ist natürlich Montreux der geeignetste Aufenthaltsort. Von dort aus lassen sich auch sehr hübsche, kleinere oder grössere Ausflüge machen, sei es nun nach Ciarens, Vevey und den Mont Pelerin, sei es in die Höhe von Gaux, oder sei es auf weiterem Wege über Chätel-St-Denis nach Bulle, von wo aus ein kleiner Abstecher nach dem hübsch gelegenen Broc oder auch durch die freundliche Gegend des Greyerzerlandes sehr zu empfehlen ist. Prachtvoll lässt sich hier eine erweiterte Tour tief in die Berge hinein nach Ghäteau d'Oex anschliessen und von dort durch das Vallee d'Etivaz und über den Col des Mosses hinunter nach Aiglo im Wallis, von wo man rhoneabwärts über Villeneuve wieder Montreux erreicht. Schön sind natürlich auch Ausflüge dem See entlang, nach Lausanne und weiter durch die freundlichen Städtchen Morges, Rolle und Nyon gegen Genf zu. Auch als festen Ferienort lassen sich gerade Städtchen wie RoDe trefflich wählen, wenn man mehr ein stilles Plätzchen zum Ausruhen sucht als lebhaften Betrieb. Ein ganz idyllisches Fleckchen ist das kleine Oertchen Bellevue unweit Genf, oder ebenso das auf der andern Seeseite liegende Bellerive, das direkt am See und abseits der grossen Hauptstrasse nach Savoyen einen hübschen Ausflugsort bietet. H. Kodisöiulß Kurhaus Walöiwil Beginn des nächsten Kurses 20. Okt. bis 20. Dez. Beste Gelegenheit, die einfache und feine Küche gründlich und selbständig zu erlernen. Familienleben. Referenzen und Prospekte durch A. SCHWYTER, Küchenchef. Unferwallis. Auch ins Wallis locken die schönen Herbsttage noch einmal, denn gerade hier gehört die Herbstzeit zum Schönsten, das sich denken lässt. Die nachstehenden Ausflüge sollen nur eine Auswahl unter vielen prächtigen Touren darstellen, die sich nach Belieben auch vereinigen lassen. Nehmen wir z. B. Martigny als Ausgangspunkt, so lassen sich von dort aus gar schöne Touren in die verschiedenen Seitentäler der Rhone unternehmen; wundervoll ist der Weg durch das Drancetal h'nauf bis Orsieres, von dort weiter entweder dem Laufe der Drance folgend bis nach Bourg-St- Pierre, oder aber in das noch romantischere Val Ferrez zn dem 1600 m hoch liegenden La Fouly. Ein anderer Weg führt durch das Val Champez hinauf nach Champez, am gleichnamigen, tief in die Felsen- eingebetteten Bergsee. Für einen ganz kurzen, aber lohnenden Ausflug ist von Martisnyle-Bourg aus der Weg nach Chemin und auf die Höhe von Les Planches zu empfehlen. Der Hauptstrasse folgend, abwärts dem Lanf der Rhone entlang, gelangen wir nach St. Maurice, von dort aus zweigen wir ab nach Monthey und durch das Val d'Illiez bis nach Chambery, oder aber durch das Val de Morgins nach dem kleinen, herrlich gelegenen Badeort Morgins. Die Strasse von Monthey aus lässt sich auch weiter verfolgen über Vionnaz bis nach Revereulaz, wo man eine prächtige Rundsicht geniesst. Um nicht auf gleichem Wege zurückzukehren, können wir von hier aus nach Aigle und über Bex zurück zum Ausgangspunkt. Von Bex aus lässt sich auch ein sehr lohnender Abstecher zu dem viel besuchten Ferienort Gryon ausführen. Etwas längere Touren, diesmal rhoneaufwärts, führen uns erstmals nach Sitten, der Hauptstadt des Wallis, wo uns die beiden Schlösser Tourbillon und Valere von weither grüssen. Wohl der schönste Weg von dort aus leitet ins Val d'Hereni nach dem weitbekannten Ferienort Evolene und noch weiter hinauf und näher den Gletschern entgegen bis nach Les Hauderes. Immer weiter rhoneaufwärta erreichen wir Sierre, wo das herrliche Val d'Anniviers abzweigt, durch das wir nach Ayer oder auf einem Seitenwege bis zur Höhe von Grimentz gelangen. Beliebig lassen sich alle diese Touren erweitern, denn noch viele herrliche Wege bietet das Wallis, die auch mit dem Auto leicht erreichbar sind. cm. Touren-Antworten T. A. 352. Gotthard. Es kann mit grosser Wahrscheinlichkeit damit gerechnet werden, das3 Sie am 15. Oktober noch mit dem Auto über den Gotthard fahren können. Allerdings sind Wettersturz« zu dieser Jahreszeit immer möglich, und es kann der Pass von einem Tag zum andern für den. Durchgangsverkehr gesperrt werden. In diesem Falle können Sie aber immer Ihren Wagen durch den Gotthard per Bahn schicken. Die Taxe für den Bahnverlad beträgt von Göschenen nach Airolo per Frachtgut Fr. 18.—, per Eilgut Fr. 42.—. M. L. in B. "< Echtes Henniez Mineralwasser Alkalisches Naturwasser von ausserge-wöhnlicher Klarheit. Ueberall erhältlich. öiasca HOTEL-PENSION SUIS TEiSSIN Altbekanntes Geschäft, an der Gotthardstrasse gelegen Gute Küche Prima Weine. Gr v ereinssaaL. Besitzer: A. JLienhard-Sater. 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