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E_1929_Zeitung_Nr.082

E_1929_Zeitung_Nr.082

wo er die Leitung des

wo er die Leitung des eidg. Post- und Eisenbahndepartementes übernahm. Hier entfaltete Herr Bundesrat Haab eine ausserordentlich gewaltige, umsichtige und erfolgreiche Tätigkeit. Die Reorganisation der Bundesbahnverwaltung, die Kodifikation des Beamtenrechtes, die Vollendung der Telegraphen- und Postgesetzgebung können als sein grosses Werk angesprochen werden. Eine überaus hohe Intelligenz, diplomatisches und parlamentarisches Geschick, rastloser Arbeitswille, der nur das Beste für unser Schweizervolk im Auge behielt, sind die Kennzeichen dieses hervorragenden schweizerischen Staatsmannes, mit denen er sich in die Annalen unserer Schweizergeschichte unvergesslich eingeschrieben hat. Trotz seiner Eigenschaft als Eisenbahnminister war er der modernen Bewegung des Antomobilismus nicht • verschlossen. Dessen hohe Bedeutung für unsere Volkswirtschaft war ihm vollständig klar. Er war der erste Staatsmann, der ausdrücklich vor der Auffassung warnte, als ob der von den Automobilen bewältigte Verkehr ohne diese ganz einfach wieder den Bahnen zufliessen würde. Unser Wunsch geht dahin, die Vereinigte Bundesversammlung möge von allen kleinlichen Parteiinteressen unbeschwert für das verwaiste Departement einen gleich äquivalenten Kopf finden, der als schweizerischer Verkehrsminister die hohe Bedeutung des Automobilverkehrs in ihrer für unser Land ganzen Tragweite erfassen wird. Dem abtretenden Herrn Bundespräsidenten Haab wünschen auch wir im Namen der ganzen grossen schweizerischen Automobilgemeinde ein gesegnetes otium cum dignitate. K. Es tagt vor dem Walde. Im bernischen Grossen Rat hat Herr Meister mit 16 Mitunterzeichnern eine Motion eingereicht, welche zur Bekämpfung der vielen Unfälle die Einführung eines Verkehrsunterrichts in den bernischen Primär-, Sekundar-Schulen und Progymnasieu verlangt. Wir möchten "Herrn Meister zu seinem Schritte gratulieren. Es ist dies ein Postulat, das wir seit langem propagieren. Wir finden allerdings in vielen Schulen bereits Anfänge eines Verkehrsunterrichts. Jedenfa'ls aber geht die Behauptung nicht zu weit, dass noch ein bedeutendes Mehr geleistet werden kann. Der Verkehrsunterricht sollte in allen bernischen Schulen nach einheitlichen Grundsätzen und Ansichten erteilt werden. Wir werden später Gelegenheit haben, auf diese wichtige Frage erneut zurückzukommen. Hauptsache ist, dass es in allen Köpfen zu tagen beginnt. -t. Verkehrsunfälle werden bei der sich steigernden Motorisierung der Strasse leider nie mehr ganz aus der Welt zu schaffen sein. Selbstverständlich haben alle Kreise die Pflicht, das ihrige beizutragen, um Verkehrsunfälle und den Tod auf der Strasse zu verhüten. Erst vor einigen Tagen ereignete sich wieder ein solch schwerer Verkehrsunfall, indem an der unübersichtlichen Stelle der Strassenkurve beim Greisenasyl Bern ein in übersetztem Tempo daherfahrender Motorradfahrer das Tram überholen wollte und dabei direkt in ein Automobil fuhr, das durch die entgegenkommende Strassenbahn nach links auszuweichen genötigt war. Wie einwandfrei festgestellt wurde, trifft den Automobilisten in keiner Weise die Schuld. ner Liebhaberei. Er hatte schon viele verworrene Fälle geklärt. Sein Ruf war weit über die Landesgrenze hinaus gedrungen. Er sass am Schreibtisch, in die Morgenblätter vertieft. Die beiden Unglücksfälle fielen ihm auf. Beide Opfer hatte er gekannt. Sie waren einige Jahre jünger als er. Dr. Steinmann wusste, dass die Verstorbenen befreundet, gleich alt und in der gleichen Verbindung gewesen waren : ein eigentümliches Zusammentreffen. Es klopfte, das Mädchen meldete Herrn Kramer, Schriftsteller. Uebernächtig, verstört betrat der junge Mann das Zimmer. Er riss das Schnupftuch aus der Tasche, sich den Schweiss von der Stirne zu wischen. Eine blaue Brille fiel auf den Boden, unbehilflich hob er sie auf. Kramer machte den Eindruck eines Menschen, der an der Grenze der Zurechnungsfähigkeit steht. Hastig erzählte er, wie er aus den Schriftproben ersehen habe, dass Unheil über seine Freunde komme, wie •er seine Besorgnisse dem Polizeichef mitgeteilt, aber nur ungenügendes Verständnis gefunden habe. «Um mich von meinen quälenden Gedanken zu 'befreien, habe ich eine Reise gemacht. Seit gestern nachmittag ist aber mein Angstzustand unerträglich geworden, ich befürchtete Es sind uns in den letzten Tagen verschiedene Einsendungen zugekommen, die ihren Unmut darüber aussprechen, dass die bernisclie Verkehrsordnung immer noch im bernischen Stiftsgebäude ihrer Auferstehung warte. Jedenfalls wäre diese Verkehrsordnung dazu angetan, einmal in Kraft gesetzt, den Verkehrsunfällen hartnäckig auf den Leib zu rücken, indem diese Schrift zugleich ein prächtiges Lehrbuch für alle unsere Schulen bildete, an Hand dessen unsere Lehrerschaft eine interessante und fruchtbringende Belehrungstätigkeit entfalten könnte. Die weitere Behandlung in allen Verbänden und Verkehrsorganisationen wäre dazu angetan, die Leute derart aufzuklären, dass diese Aufklärungsarbeit sich unbedingt lohnen müsste. Allein die Verkehrsordnung für die Stadt Bern liegt wohlverwahrt, kein Mensch scheint sich mehr um sie zu kümmern, sie träumt versonnen in irgend einer grünen Schublade und fragt sich, ob denn ihre Geburtshelfer die bernischen Verkehrsverbände und ihr nächster Pate, der städtische Gemeinderat, sie gänzlich vergessen hätten... D Zum kommenden Automobilgesetz. Das eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement hat am 21. September 1929 den sich interessierenden Verkehrsverbänden einige Bemerkungen zum Entwürfe für ein neues schweizerisches Automobilgesetz mit daran sich anschliessendem Fragebogen zugestellt. Der Fragebogen vor allem dürfte die Unterlage zu einer reiflichen und ausgiebigen Diskussion werden. Zu den gestellten Fragen hat das Departement zur bessern Beleuchtung der sich stellenden Probleme noch erklärende Bemerkungen beigefügt. Sie dürften als Wegleitung von gutem Nutzen sein. Das Departement bittet, die Beantwortung der Fragen möglichst rasch zu vollziehen; als letzten Termin setzt es den 31. Dezember 1929 fest und begründet diesen Termin damit, dass der Erlass eines Automobilgesetzes ziemlich allgemein und auch vom Departement als äusserst dringlich betrachtet werde, da der heutige Zustand von allen Seiten, und ganz besonders von der kompetenten Polizeidirektoren-Konferenz, als unerträglich bezeichnet werde, der mit den bisherigen Mitteln nicht zu heilen sei. In den Bemerkungen zum Entwurf für ejn neues Automobilgesetz hebt das eidgenossi4 sehe Justiz- und Polizeidepartement mit Recht hervor, dass die quantitative und qualitativ© Entwicklung des Automobil- und Fahrradverkehrs seit Ausarbeitung des ersten Entwurfes vom April 1922 dem Gesetzgeber eine etwas freiere Bewegung gestattet. Die Popularisierung des Automobils habe den Nebenerfolg gebracht, dass man einander mehr gegenseitiges Verständnis und auch grössere Hilfsbereitschaft entgegenbringe. Aus diesem Grunde glaubt das Departement, sich im kommenden Entwurf eines Bundesgesetzes noch mehr als früher auf Wegleitungen grundsätzlicher Art konzentrieren zu dürfen, die dann zum Teil erst in der nachfolgenden Verordnung ihre technische Ausführung finden werden. Das Departement hofft, damit zugleich eine flüssigere und kürzere parlamentarische Beratung des Gesetzes zu erhalten und eine Unmasse neuer Reibungsflächen aus dem neuen Gesetz eliminieren zu können. Für die allfällige Volksabstimmung sei alles auszuschalten, was der Vorlage gefährlich werden könnte, da eine nochmalige Verwerfung die unvermeidliche Folge nach sich ziehen müsste, dass die Aus- das Schlimmste und habe den Nachtschnellzug benützt, um Zeit zu gewinnen und Sie zur Hilfe aufzufordern.» Ernst nickte der Detektiv. «Sie kommen zu spät, lesen Sie.» Er gab Kramer die Zeitung und betrachtete die Wirkung der Nachricht auf dem Gesicht des Lesers. Starr blickte der Schriftsteller geradeaus. «Durch Unfall umgekommen? Ich habe ein Verbrechen geahnt,» sagte er halblaut, wie zu sich selber. «Herr Doktor, verfolgen Sie die beiden Fälle, ich glaube dem Zeitungsbericht nicht.» «Ich muss gestehen,» erwiderte der Detektiv, «mir kommen die beiden Fälle reichlich seltsam vor, und ich witterte sofort einen Zusammenhang. Wer kann mir über die nähe/n Verhältnisse und Beziehungen am raschesten Aufschluss erteilen?» «Die intimsten Freunde der Verstorbenen sind der Ingenieur Max Keller und der Bankier Fritz Kraft.» «Ich kenne die beiden Herren. Mit Beck und Kraft habe ich noch studiert, d. h. ich war junger Assistenzarzt, als die beiden die Kliniken besuchten. Kraft oder Keller, wen kann ich sofort sprechen?» Kramer dachte nach und sagte: AUTOMOBIL-REVUE 1929 — N° 82 führung des Art. 37bis B. V. nicht mehr durch ein umfassendes Automobilgesetz, sondern nur noch durch Teilvorlagen: Automobilhaftpflichtgesetz, Automobilverkehrsordnung, Fahrradordnung usw. etappenweise erfolgen könnte. Das alte, falsche Lied. Der Verband schweizerischer Transportanstalten lässt der Öeffentlichkeit durch i eine Agenturmeldung mitteilen, dass er | letzten Sonntag in Luzern seine Herbstkonferenz abgehalten habe. Wie mit ziem- , hcher Sicherheit vorausgesetzt werden durfte, hat dieser Verband sich wiederum mit dem Automobilverkehr befasst. Er hat dabei neuerdings «krasse Ungerechtigkeiten» festgestellt. Was der Verband schweizerischer Transportanstalten nur schwer | ertragen kann, ist die «ungleichmässige Behandlung» in der Arbeitszeit. Die Bahnen seien einer strengen und starren Arbeitszeit-Gesetzgebung unterworfen, während ihr schärfster Konkurrent, der freie Automobilverkehr, gar keinen Beschrän- ! kungen der Arbeitszeit unterstellt sei. Selbst bei den Personenautomobilfahrten als regelmässigen Gesellschaftsfahrten sei die gleiche Behandlung mit dem Eisenbahnverkehr nicht vorhanden, indem die Chauffeure trotz verantwortungsvollem Dienst am Lenkrad zehnstündige Arbeitszeit hätten... Dieser in der ganzen schweizerischen Presse lancierten Behauptung gilt es ent- sehen Berufschauffeurvereinigung abgeschlossen. Danach richtet sich die Arbeitszeit nach dem Fabrikgesetz oder nach Gesamtarbeitsverträgen und ist auf alle Fälle derart geregelt, dass dem Arbeitnehmer täglich eine zusammenhängende Ruhezeit von zehn Stunden gesichert ist. Sollte der Chauffeur auf zehnstündige Arbeitszeit kommen, so sind hierin jedenfalls die Stunden zur Einnahme der Hauptmahlzeiten mit inbegriffen, so dass faktisch der Automobilchauffeur in seiner Arbeitszeit dem Fahrpersonal um nicht viel zurücksteht. Wenn im übrigen die Arbeitszeit nicht so starr und streng geregelt ist wie bei unseren Bahnen, so dürfen wir uns darob nur freuen. Es ist absolut nicht gesagt, dass auch noch das freie Gewerbe der schabionisierten Arbeitszeit unterliegen müsse. Dass die Nebenbahnen in starre Fesseln geschlagen wurden, ist wahrlich nicht Schuld des Automobils. Es nur deshalb in gleich starre Paragraphen einzwängen zu wollen, um damit die sogenannte Konkurrenz unterbinden zu können, ist wahrlich nicht nur kleinlich, sondern auch kurzsichtig. Der Standpunkt, dass, wenn es einem schlecht gehe, es unbedingt auch dem lieben Nachbar schlecht gehen müsse, ist nicht nur egoistisch, sondern volkswirtschaftlich direkt unsinnig. Man lasse dem Automobil die freie Bahn, las^e P

N°82 - Darauf wird mit offenem Geschwindigkeitsmesser •weitergefahren über Hersberg, Nusshof. Wintersin- Fast bis Sonnenuntergang dauerte das frohe gen, Mägden, Rheinfelden, Hotel des Salines in einem Durchschnittstempo von 28 km. Auf der Strecke worden ist! Darauf gab Herr Dr. Schmid, Präsisen beiden geduldigen Automobilen alles zugemutet 'Treiben auf dem Kasernenhof, obwohl sich die Konkurrenten, dank einer flotten Organisation, in Liestal bis Wintersingen darf nicht angehalten werden (geheime Kontrolle). sammenstellung der Aufgaben zu verdanken ist, dent der Sportko-mmission, dem die originelle Zu- kürzesten Zeitabständen folgten. Ueber den Ausgang des Wettkampfes war man sich, was wenigstens die ersten Ränge anbetrifft, bis spät am Nachdeckten mit Schrecken die verschiedenen Aufgaben, Böhmer* Mitglied der Jury und tätiger Vergnü- Wir begannen die Fahrt um 2 Uhr und ent- die Reihenfolge der Sieger bekannt, die von Herrn mittag noch nicht im klaren. Vor der Mittagspause die da dem « Zuverlässigkeitsfahrer » zugemutet gungsminister des Abends, ihre Preise in Empfang hatten rund dreissig Teilnehmer ihr Pensum absolviert, wovon keiner das Resultat von Herrn H. gar nicht immer erstklassige Strassen führte, muss- l. Frau V. Imhoff 126 Punkte wurden. Ausser der Fahrt, die durch winklige und nehmen durften. Es waren die Damen : Gübelin zu verbessern vermochte, der mit 212 Punkten bis dahin unbestritten an erster Stelle stand. reim «Drei Franken das Gedeck» (das bezieht sich H. Müller 185 » te man noch ein Gedicht verbrechen mit dem End- 2 » M. Böhmer 148 » 3. Es schien, nach den übrigen Ergebnissen zu urteilen, auch als kaum wahrscheinlich, dasa er noch von 7 Fr. von 3 Fr. die Rede war), man musste 5. G. Weisser 201 » auf einen Druckfehler in der Einladung, wo statt Dr. Schmid 188 » unterboten würde. Der Wiederbeginn der Konkurrenz am Mittag brachte aber gleich die Ueberra- wer den Automobilkalender und den Automobil- 7 Frl F Brand 274 » die Abzeichen von 28 Ländern kennen (glücklich 6. H. Schlumpf 214 » echung, indem Herr H. Büchler in schmissiger führer bei eich hattel) ja man musste eine Rechnung über den Literinhalt eines Wagens mit 6 Zy- 1. Herr Dr. Treu 89 Punkte und die Herren : Fahrt die Aufgaben löste und mit nur einem Fehler den Stand der Punkte auf 201 hinunterdrückte. lindermotor 63 mm Bohrung und 92 mm Hub ausrechnen! Diese Preisaufgaben waren schon in Lies- 2. Dir. Thomi 94 (bestes Resultat des Tages). Man sah daraufhin in ihm den Sieger des Tages, bis Herr W. Jenny, ein unseres Wissens bezüglich tal abzuliefern. 3. P. Schulthess 112 Sektionsanlässen noch unbeschriebenes Blatt, den Bis Dornachbrugg bot die Strecke keine Schwierigkeiten. Dann aber hiess es aufpassen, denn es 5. Dr. Brunner 135 4. A. Blättler 134 Vogel abschoss und den Parcours vollständig fehlerfrei und gleichwohl in sehr guter Zeit hinter ging nun in kleinere Nebenstrassen mit bedeutenden Steigungen. Prächtig war die Fahrt durch die 7. Dr. Tobler 139 6. Dr. Salathe 135 sich brachte, so dass sein Merkblatt nur 181 Punkte aufwies. Verschiedene Teilnehmer vereinigten die steilen Waldkehren vor Gempen. Dort machte die 8. Dr. Setelig 142 nämliche Punktzahl auf sich, so dass sie in ihren Strecke eine Spitzkehre — die wir natürlich glalt 9. Dr. Böckli 164 respektiven Rängen ex aequo figurieren. Die Herren Friedrich und Bodmer gaben sich damit aber eingetragen haben mochte. Ueber Hochwald-Seewen Das beste Gedicht aber erhielt den Schillerpreis verfehlten — und die manchem etwas Zeitverlust Fr. Schwitter 169 nicht zufrieden und einigten sich dahin, den friedlichen Wettstreit bis zur letzten Ausscheidung aus- und Wiesen in aussichtsreicher, flotter Fahrt. Nur die über die acht besten Gedichte zu urteilen hatte, ging's weiter gegen Liestal. Immer durch Wald des A.C.S.: es war dies nach offener Abstimmung. zutragen, weshalb die beiden sich gegenseitig nochmals ein Tournier lieferten, das zugunsten von sam. Unser Führer behauptete, die 30 km Ge- als Beispiel baslerischen Witzes hier verewigt: nicht zu schnell fahren... aber auch nicht zu lang- der Vierzeiler von Herrn Nicolas Passavant. Er sei ersterem ausging. Die Berichterstattung wäre schwindigkeit «im Gefühl» zu haben ..; leider aber « Nai mini Herre — druckt ischt druckt ebenso unvollständig wie ungalant, wenn nicht auch waren da noch andere Faktoren, mit denen man Nochträglig wird jetz nimme g'muckt der erfolgreichsten unter den Damen gedacht würde. nicht gerechnet hatte. Kurz vor der Einfahrt in Drum dank i jetz aifach «lack » Frau P. Merz, welche im Gesamtklassement schon Liestal stoppte uns eine Barriere und nun hiess I zahl nur «drei Franken das Gedeck >. an 22. Stelle steht, zeigte «ich einmal mehr als eine es eben warten, warten und die kostbaren Minuten Nach der Preisverteilung kam der Tanz zu seinem Recht. Zu den Klängen des Kurorchesters eigentliche Meisterin des Volants und sicherte sich gingen verloren. Wir konnten sie nicht mehr einholen und hatten uns bis zum Kontrollhalt in Lies- wurde gefoxtrottelt und gewalzert bis in recht vor- mit beträchtlichem Vorsprung die beste Punktzahl aller Vertreterinnen des beau sexe. Wie sehr sich tal eine ansehnliche Zahl Strafpunkte geholt. In gerückte Stunden. Ganz besonderen Genuss boten übrigens bei den automobilfahrenden Damen der Liestal — bei der Brauerei Ziegelhof — wurde aber die tänzerischen Darbietungen des « A.C.S.- flotte Sportgeist geltend macht, bewies u. a. auch nun kontrolliert: Zeit, Kilometerzähler. Abgabe der Hausballets » der beiden Damen Thelen und Drixi Frau Beyer, welche frisch und fröhlich am Wettbewerb teilnahm, obwohl sie erst vor wenigen Wo- Manchen machten sie grosses Kopfzerbrechen, bezug des Königs Anjam-Ullah». Eine kleine Probe Beilage mit den Aufgaben. Ja. diese Aufgaben! Haass. Ihren Gipfelpunkt erreichten sie im « Einchen die Prüfung abgelegt hatte. sonders das Gedicht mit dem schwierigen Endreim! davon, was alte Baster Fastnachtstradition zuwege Endlich sei auch noch des Fliegerbesuches gedacht, den Herr Ingenieur Tschudy, ein Mitglied Angst dem Nachbarn über die Schulter guckten ... allen Mitwirkenden und vor allem dem veranstal- Man sah auch solche, die «spickten» und in der bringt. Es war ein froher, gemütlicher Abend und des A. G. S. und des Zürcher Flugclubs, samt einem ganz wie vor Zeiten in der Schule, wie Herr Imhoff später in seiner Tischrede humorvoll bemerkte. Wiedersehen an der nächsten Zuverlässigkeitstenden Vorstand gebührt der herzlichste Dank. Auf Passagier, dem Feste abstattete und in zahlreichen eleganten Kurven seinen luftigen Gruss entbot. Nach dem Aufenthalt ging es nun mit offenem fahrt ! Gr. Zur Preisverteilung versammelte sich am Abend Geschwindigkeitsmesser weiter. Man hatte natürlich unterdessen die Zeit ausgerechnet; die man $ •> O I C im Gotthard eine frohe Runde, die von Herrn H. Hürlimann, dem Vize-Präsidenten der Sektion, begrüsst wurde. Herr F. Frey ging sodann zur Preis- Höhen Von Hersberg-Wintersingen gegen Mägden. Ecce-Homo-Rennen. Das am Sonntag in brauchen durfte. Eine •sehr hübsche Fahrt über die verteilung über, anlässlich welcher den ersten 35 Prächtige Fernsicht in grüne Täler und über waldige Höhen, durch stille Dörfer und ausgedehnte Der Tschechoslowakei bestrittene traditio- Konkurrenten prächtige G&ben übergeben werden konnten. Ein Novum, wonach die mit Preisen Bedachten, ihr Angebinde nach freier Wafal bezeichmässig — einmal so, dass man auch einen Genuse auf Austro-Daimler in 5'18" gewonnen. Das «Hostetten». Dabei war das Tempo nun — zwangsnell© Ecce-Homo-Rennen wurde von Stuck nen konnten, wurde allgemein begrüsst. Eine ungezwungene und animierte Tanzrunde hielt die Gäste Rheinfelden vor dem Hotel des Salines vor. von der Fahrt hatte. Um 4 Uhr 45 fuhren wir in Rennen führte über 7750 Meter. alsdann noch manche Stunde beisammen. Hier hatte unterdessen schon der zweite Teil der In Brooklands kamen letzten Samstag einige Handicap-Rennen zum Austrag, aus Resultate: Fahrt: die Geschicklichkeitsprüfunn, begonnen. Punkte Fröhlich zu sehen, wie die Konkurrenten vorsichtig denen folgende Konkurrenten als Sieger hervorgingen: 1. Jenny W., Zürich 181 über die Wippe fuhren (mit einem Fordwagen 2. Büchler H.. Zürich 201 neuen Modells), wie das Rückwärtsfahren durch Handicap 6,5 Meilen: 1. Gardner (Amilcar), 3. Gübelin H., Zürich 212 aufgestellte Kegel absolviert wurde. Hier konnte 137,633 Std.-km. Handicap 6,5 Meilen: 1. Spero 4. Friedrich E., Bülach, ex atetnio 217 man die Fahrkunst der Damen bewundern — die (Austin), 126,805 Std.-km. Handicap 6,5 Meilen: 5. Bodmer C, Zürich, ex aequo 217 teils mit Schwung aus der Bahn herausfuhren, 1. Gobb (Delage), 180,851 km. Handicap 6,5 Meilen: 6. Gübelin H., Zürich 222 dass die Kegel nur so flogen, anderseits aber auch 1. Grant (Bugatti), 162,348 Std.-km. Handicap 9 7. Fromm H., Winterthur, ex aequo 231 mit grosser Sicherheit und feinem Gefühl eich hindurchschlängelten. Andere dachten «mit nahls,h 9 Meilen: 1. Marendaz (Paige), 145,131 Std.-km. Meilen: 1. Paul (Benz), 167,336 km. Handicap Meier J., Zürich ex aequo 231 8. Sträuli A., Zürich 239 gwinnt» und warfen auch den siebenten und achten Handicap 9 Meilen: 1. Dunfee (Ballot), 164,60 Std.- 9. Friedrich E., Bülach 249 Kegel um, so dass die Bahn oft wie ein Schlachtfeld aussah, gespickt mit Umgestürzten Kegeln. Das 175,34 Std.-km. km. Handicap 9 Meilen: 1. Dunfee (Sunbeam), 10. Karrer J., Dr., Zürich 250 Speziaipreis für die beste Damenfahrerin: heikelste war aber doch die dritte Aufgabe, das Frau P. Merz, Zürich 309 Fahren mit einem alten Fordauto — einem wahren Internationale Rekorde werden gegenwartig wieder auf der bekannten Rekordpiste Veteranen — Vorwärtsfahren, Anhalten, Rückwärtsfahren und Anhalten am alten Platz in maxi- von Montlhery ausgefahren. Einem Hotch- * * * Aufnahmen von der gelungenen Veranstaltung erscheinen in der nächsten Ahnung, wie maTi mit solchem Ding fährt, das für Bestzeiten zu erzielen. Der abwechslungsmal 2 Minuten. Da geschah «ein allgemeines Schütteln des Kopfes», denn die meisten hatten keine kiss-Wagen gelang es, eine Reihe von neuen Nummer. Vorwärts- und Rückwärtsgang etc. nur ein Pedal hat. Schalthebel gibt es keine, es muss alle« mit Zuverlässigkeitsfahrt dem Pedal gemacht werden. Und wenn man's der Sektion Basel des A. C. S. falsch macht, so tut der Ford plötzlich einen Hopser und fährt in die Zuschauer hinein, zur grossen Samstag den 21. September 1929, Verblüffung von Fahrer und Zuschauern. Ja, es Nachmittags um halb 2 Uhr starteten die ersten war nicht leicht und mancher merkte plötzlich, dass der 35) Teilnehmer an der Glubfahrt der Sektion er doch noch nicht aufofahren kann. Basel Der Berichterstatter fuhr ungefähr in der iMitte der ganzen Reihe, im Wagen von Herrn Riesen, der in freundlicher Weise einen Platz zur Verfügung gestellt hatto. Den Umschlag mit den Aufgaben und der Strecke der Fahrt durfte man erst bei Beginn der Fahrt öffnen. Die gestellten Aufgaben zerfielen in: 1. Die Zuverlässigkeitsfarbrt mit kniffliger Strecke und einigen verschärfenden Spezialaufgaben; 2. Die Geschicklichkeitsprüfung in Rheinfelden. Die Fahrstrecke war folgendermassen vorgeschrieben : Es muss die Strecke Sekretariat, Münchenstein, Dornachbrugg, Oberdornach. Gempen, Hochwald, Seewen, Buren, Liestal in einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 30 km mit verdecktem GeschwindigkeitsmesHr gefahren werden. In Liostal ist ein halbstündiger Koutrollhalt. AUTOMOBIL-REVUE Gegen sieben Uhr waren die Prüfungen alle durchgefahren und man konnte zum wohlverdienten Bankett übergehen. In den vornehmen Räumen des Hotels des Salines wurde ein festliches Essen serviert — zwar nicht für drei Franken das Gedeck — aber ausgezeichnet und dem festlichen Anlass angepasst. Von vielen Reden blieb man verschont, dafür hörten alle mit Spannung die Ansprache von Herrn Präsident Irahoff, der nach Begrüssung der Clubmitglieder und des Vertreters der «Automobil-Revue» in launiger Weise einen Rückblick auf die kniffligen Aufstaben der heutigen fahrt warf. Besonder« die konkurrierenden Damen wurden lobend erwähnt, sie hatten die teilweise recht schweren Aufgaben glänzend bestanden. Ein Wort des Dankes gebührt dem Vertreter der Fordwerke in Basel, Herrn Direktor Iten, dor die beiden Fordwagen zur Verfügung stellte. Man muss sagen^ nicht jeder Wagen hätte das ausgehalten, was die- weise von den vier Fahrern Cervaia, Delguette, Tschernousky und Vasselle bemannten Wagen ist seit fünf Tagen ununterbrochen in Fahrt. Er hat schon 10,000 Meilen= ca. 16,000 km zurückgelegt, und zwar in 139 Std. 29'07,02" was einem Stundenmittel von 115,377 km entspricht. Ein Voisin-Wagen (12-Zylinder) unternimmt dieser Tage ebenfalls Dauerrekordversuche und hat dabei in 43 Std. 32' 45" die 4000-Meilen-Grenze erreicht, das sind 147,817 Kilometer pro Stunde. Auch der 5000-Meilen- Rekord (8048,210 km) ist zu Fall gebracht worden. Die Durchschnittsgeschwindigkeit dafür betrug 146,728 km. Die Fahrer des Voisin-Wagens sind die beiden bekannten französischen Rennfahrer Morel und Marchand sowie Kiriloff und Leroy de Pre"sale. Les Routes Pavees. Neben dem eklatanten Siege Alfa Romeos am Grossen Preis von Monza blieb der zweite Erfolg der italienischen Marke an dem französischen Pflasterstrassenrennen, das am gleichem Sonntag stattfand, Unverdientermassen beinahe unbeachtet. Der bekannte Alfa-Romeo-Fahrer Zehender fuhr mit 631,303 km die grösste Distanz und schuf damit einen neuen Rekord. Während er die Rennwagenklasse für sich entschied, siegte Louis Rigal auf Alfa Romeo bei den Sportwagen. Auch die 1500- ccm-Klasse dieser Kategorie wurde eine Beute von Alfa Romeo, indem hier Mme Deprez erfolgreich blieb. Nachstehend die genauen Resultate: Resultate: Grösste Distanz : Zehender (Alfa Romeo, 2 1): 631,303 km (Mittel 105,217 km); neuer Rekord. Rennwagen aller Kategorien: Zehender (Alfa Romeo 2 1) : 631,303 km (Mittel 105,217 km). Sportwagen: Louis Rigal (Alfa Romeo 2 1): 591^53 km (Mittel 98,558 km). Rennwagen : 1100 cem: 1. Michel Dore (B.N.C), 519,856 km (Mittel 86,642 km). 1500 cem: 1. Pluquet (Bugatti), 479,568 km (Mittel 79,928 km). 2 Liter : 1. Zehender (Alfa Romeo), 631,303 km (Mittel 105,217 km); 2. Clercx (Bugatti), 512,620 Kilometer. 3 Liter : 1. Boyriven (Omega-Six), 555,129 km (Mittel 92,521 km). Sportwagen : 1100 cem : 1. Treunet (B. N. C), 506,415 km (Mittel 84,402 km). 1500 cem: 1. Mme Deprez (Alfa Romeo), 540,143 km (Mitte 90,023 km); 2. Ufa (S. C. A. P.), 444,591 Kilometer. 2 Liter: 1. Louis Rigal (Alfa Romeo), 591,353 kilometer (Mittel 98,558 km); 2. Baronesse d'Elem (Bugatti), 503,425 km. j&ux d