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E_1929_Zeitung_Nr.083

E_1929_Zeitung_Nr.083

als genügend

als genügend anzuerkennen. Das Departement hebt hervor, dass die Fassung des Artikels dem Bundesrat gestatten würde, neben dem internationalen Ausweis den nationalen Ausweis für Angehörige von Konventionsstaaten als genügend zu erkären, so z. B. für Nachbarstaaten, deren Ausweise in einer unserer Landessprachen ausgestellt sind. Es wäre dies auf alle Fälle eine Massnahme, die der Vereinfachung des internationalen Verkehrs dienen würde, sofern die betreffenden Staaten Gegenrecht hielten. (Fortsetzung folgt.) Der Benzinzoil im Nationalrat. Nationalrat Meuli postuliert 50 Prozent des Benzinzolles. Entsprechend dem Postulate Amstalden im Ständerat hat nun auch im Nationalrate Herr Dr. Meuli, Sekretär des A. C. S. Graubünden, folgendes Postulat eingereicht: «Der Bundesrat wird eingeladen, die Frage zu prüfen und darüber Bericht zu erstatten, ob nicht mit Rücksicht auf die ausserordentliche Zunahme des Benzinzollertrages einerseits und den Ausgaben der Kantone für die Instandstelhmg des Strassennetzes anderseits, Artikel 2 des Bundesbeschlusses betreffend die Ausrichtung von Bundesbeiträgen an die Kantone für die Automobilstrassen dahin abzuändern sei, dass der Anteil der Kantone am erhöhten Benzinzoll auf mindestens die Hälfte (statt Ü) festgesetzt werde und ob nicht gleichzeitig der in Artikel 3 niedergelegte Verteilungsmodus jetzt schon einer Revision zu unterziehen sei.» Wir beglückwünschen Herrn Nationalrat Dr. Meuli zu seinem Postulate. Es freut uns ganz besonders, dass die berechtigte Forderung gerade von dieser Seite gestellt wurde. Der Kampf um die Strassenverkehrsinitiative war also doch nicht umsonst. Er bedeutet© einen gewaltigen Vorstoss für die Beseitigung des nicht genügenden Benzinzollviertels und für die Verwirklichung des den modernen Bedürfnissen besser entsprechenden kommenden Automobilgesetzes. Initiativen, auch wenn sie unterlagen, waren immer die bedeutenden Schrittmacher des Fortschrittes. So auch hier. Wir glauben, dass ganz besonders durch die unermüdliche Aufklärungsarbeit der « Automobil-Revue » die Ansichten im ganzen Schweizerlande, nicht zuletzt aber auch in den kantonalen Räten und in der Bundesversammlung soweit abgeklärt sind, dass die Notwendigkeit einer Revision der heute zu Recht bestehenden Benzinzollverteilung unumstritten sein dürfte. Es bleibt nur z.u wünschen übrig, dass sich der Bundesrat der Angelegenheit ohne Verzug annimmt, damit keine köstliche Zeit verloren geht und den Kantonen raschmöglichst der Segen der neuen Benzinzollerträge zugute kommen kann. Dabei erachten wir es als unbedingt selbstverständlich, dass auch der Verteilungsmodus einer Revision unterzogen wird, damit den Bedürfnissen der finanzschwachem Alpenkantone besser und gerechter entsprochen werden kann. Das vitale Interesse unserer Volkswirtschaft erheischt die sofortige Anhandnahme der Revisionsarbeit. Die Lösung der Frage ist so dringend wie jedes ander© Geschäft des schweizerischen Parlamentes, -t. Verbreiterung der Strasse durch die Klus von Baden. Der Regierungsrat des Kantons Aargau hat der Baudirektion die Abtragung des Martinsfelsens bei Baden beantragt, um damit Raum zu schaffen für die Verbreiterung der Fahrbahn und die Anlage eines Trottoirs an der Strässe durch die Klus. mg. mann hatte sich ins Haus von Dr. Beck begeben. Er Hess sich die Leiche des Arztes zeigen und begab sich darauf in di© Garage. Nicht die kleinst© Einzelheit am Wagen entging seinem geübten Auge. Am Boden vor dem Führersitz fand er eine halbabgebrannte Zigarette. Sorgfältig verwahrte er diesen Stummel in der Brieftasche. Der Heizungskörper war tatsächlich nicht mehr mit der Rohrleitung verbunden. Steinmann notierte alle Einzelheiten. Dann begab er sich ins Haus und Hess sich den Hergang der Ereignisse erzählen. «Ich weiss nur, dass der Herr Doktor um neun Uhr von irgendwo auf dem Lande angerufen worden ist, er möchte zu einer Gebärenden kommen, Dr. Auer verlange seine Hilfe. Nach einigen Stunden kamen dann der Bezirksstatthalter und Dr. Auer mit der Leiche des Herrn. Herr Dr. Auer wollte nichts wissen, Herrn Dr. Beck bestellt zu haben. Er sei an diesem Abend auch bei keiner Geburt gewesen.» Der Detektiv dankte für den Bericht und liess sich mit Dr. Auer in Oberkirch telephonisch verbinden. Er fragte den Arzt, ob er mit ihm und eventuellen Zeugen den Ort aufsuchen könnte, wo der Wagen von Dr. Beck gefunden worden sei. Dr. Auer war Die Gemeindeammänner des Kantons Aargau haben dem Strassenlärm den Krieg erklärt. Am 23. September haben sie in Wohlen getagt und sich in ziemlich energischer Sprache gegen den Lärm der Motorfahrzeuge gewandt. Einige unter ihnen möchten am liebsten ein Nachtfahrverbot. Sie rücken nun dem Regierungsrat auf den Leib und fragen ihn über das Schicksal der letztes Jahr von 120 Gemeindeammännern eingereichten Eingabe an betreffend Massnahmen gegen Belästigung der Strassenanwohner durch den Lärm der Autos und Motorräder während der Nachtzeit. Sie stellen ihrer hohen Regierung sogar in ultimativer Weise eine Interpellation im Grossen Rate in Aussicht, ja, wenn nötig, sogar eine Volksinitiative! Wir wissen nicht, welch grossen Eindruck diese Versammlung der 70 Gemeindeoberhäupter auf die Regierung gemacht hat. Auf alle Fälle hat tags darauf die aargauische Polizeidirektion die «starke Hand» gezeigt und neue verkehrspolizeiliche Weisungen erlassen. In diesem Erlass heisst es: «Nachdem in der letzten Zeit wiederum berechtigte Klagen über die Missachtung der Verkehrsbestimmungen durch Motorfahrzeugführer und Radfahrer eingehen, sieht sich die Polizeidirektion veranlasst, folgende Weisungen, die an die Polizeiorgane ergangen sind, öffentlich bekanntzugeben : 1. Alle Führer von Motorfahrzeugen, die durch lärmendes Fahren die Ruhe der Bevölkerung stören, sind zur Anzeige zu bringen. Den Beanzeigten ist überdies die Fahr- und Verkehrsbewilligung abzunehmen. 2. Jedem Führer eines Motorfahrzeuges und jedem Radfahrer, der als Lenker eines Motorfahrzeuges oder Fahrrades in betrunkenem Zustande betroffen wird, ist die Fahr- und Verkehrsbewilligung abzunehmen. Das Fahrzeug ist in polizeiliche Verwahrung zu nehmen. 3. Die Fahr- und Verkehrsbewilligung ist ferner abzunehmen, wenn der Lenker eines Motorfahrzeuges im Innern von Ortschaften oder auf verkehrsreichen und unübersichtlichen Strassenstrecken die Verkehrsvorschriften, speziell auch die Geschwindigkeitsvorschriften, offensichtlich in krasser Weise verletzt und dadurch Veranlassung zu Verkehrsgefährdungen gibt. 4. Motorfahrzeugführer und Radfahrer, deren Fahrzeuge absichtlich beschmutzte Kontrollschilder tragen, werden dem Strafrichter überwiesen. Defekte Kontrollschilder werden polizeilich beschlagnahmt. » Die aargauischen Gemeindeoberhäupter haben demnach einen ersten Erfolg zu buchene Wir dagegen halten diese Weisungen in zwei Punkten für allzu weitgehend und zu einseitig. Ganz selbstverständlich wird jeder Motorfahrzeugbesitzer, jeder Automobilist, die Nachtruhe so hoch schätzen wie jeder andere Mensch. Dagegen sind es nicht nur Automobilisten und Motorradfahrer, welche die Ein neuer Rücktritt im Bundesrat? Kaum ist di© Kunde durchs Land geklungen, dass auf Ende des Jahres Herr Bundesrat Haab zurückzutreten gedenke, so wird gerne bereit, einen der jungen Männer, welche den traurigen Fund gemacht hatten, zu bestellen und den Detektiv um vier Uhr in seinem Hause zu erwarten. Auf die Anfrage bei der Zentrale, ob Dr. Beck, Nr. 5324, von Oberkirch aus angerufen worden sei, bekam Steinmann die Antwort: «Oberkirch wird automatisch bedi©nt, es ist aber möglich, dass der Arzt von Hochau aus bestellt worden ist, ich werde Sie mit dem Bureau Hochau verbinden.» Dieses meldete sich sofort. Der Detektiv nannte seinen Namen. «Ist Nr. 5324 gestern abend von Hochau aus verlangt worden?» Die Telephonistin antwortete: «Ja, diese Nummer ist am Freitag abend um neun Uhr bestellt worden, von der öffentlichen Kabine aus.» «Haben Sie den Sprecher gesehen?» «Ja.» «Wie sah er aus?» «Er trug einen schwarzen Bart und eine blaue Brille.» «Was war der Inhalt des Gesprächs?» «Ich darf keine Gespräche belauschen.» «Ich danke», sagte Dr. Steinmann und legte den Hörer zurück. Um vier Uhr hielt sein Wagen vor dem AUTOMOBIL-REVUE 1929 - N° 83 Was geht im Kanton Aargau vor? Nachtruhe der Bevölkerung stören können. Wenn schon von amtlicher Seite für diese Ruhe gesorgt werden soll, so geschehe das in umfassender Weise und unter Miteinbezug aller grölenden Nachtbuben und Wirtshaushocker, die zwischen 11 und 1 Uhr die Nacht zum Tage machen und jedenfalls ihre Mitmenschen ebenso stark, wenn nicht stärker belästigen als die Führer von Motorfahrzeugen. Durch die Weisung 1 werden Automobilisten und Motorradfahrer zudem der Willkür der örtlichen Polizeiorgane ausgesetzt, da «lärmendes Fahren» ein sehr dehnbarer Kautschukbegriff ist. Wir laden die aargauischen Gemeindeoberhäupter samt der aargauischen Polizeidirektion ein, selbständig jede Instanz für sich, den Begriff «lärmendes Fahren» näher zu definieren. Die Antwort dürfte sehr interessant sein. Dass, bei einem derart fragwürdigen Delikt dem Beanzeigten überdies die Fahr- und Verkehrsbewilligung abgenommen werden darf, ist offensichtlich eine viel zu weitgehende und willkürliche Verfügung, die bei Ausführung zu schweren Komplikationen führen muss und die zudem im Widerspruch zu Artikel 16 des Konkordates steht, der den Entzug der Fahrbewilligung nur bei wiederholter Uebertretung oder bei schwerer Verletzung der Verkehrsbestimmungen vorsieht. Bei Tage wird zudem die « Ruhe der Bevölkerung» nicht gut berücksichtigt werden können, wenn der Automobilist infolge schlechter Strassendisziplin anderer Strassenbenützer zur Signalgebung gezwungen wird. Ebenso kautschuckartig ist die Weisung unter Punkt 3. Auch sie öffnet der Willkür Tür und Tor, denn niemand wird in der Lage sein, zu bestimmen, wo Geschwindigkeitsvorschriften offensichtlich oder wo sie nicht offensichtlich in krasser Weise verletzt wurden. Zudem weiss man, dass die Geschwindigkeitsvorschriften des Konkordates schon längstens überholt sind und dass es gerade nur zu oft im Interesse der Verkehrssicherheit liegt, wenn die berühmten 18 km eines trabenden Pferdes nicht innegehalten werden. Dass bei einer Uebertretung der Geschwindigkeitsvorschriften, sofern der betreffende Polizeimann diese als « offensichtlich in krasser Weise verletzt» betrachtet, Fahr- und Verkehrsbewilligung abgenommen werden dürfen, geht ebenfalls und zwar hier .bestimmt offensichtlich zu weit. Wir nehmen an, dass die aargauischen VeTkehrsverbände sich mit diesen Weisungen der aargauischen Polizeidirektion noch ein wenig näher befassen werden und hoffen, dass bis zur Abklärung der Geister diese äusse'rt jovial' gehandhabt werden. Ein Nachtfahrverbot für den Kanton Aargau dürite im gegenwärtigen Augenblick wohl ernsthaft nicht in Frage kommen. Es wäre denn, der alte Fortschritts- und Kulturkanton hätte mit der Zeit nicht mehr Schritt halten können ... K in den Couloirs des Bundeshauses, wo sich unsere Herren Bundesväter jeweils von grosser Arbeit im gemütlichen Schwatz ausruhen, das Gerücht herumgeboten, dass auch Bundesrat Häberlin gesundheitshalber auf Ende dieser Legislaturperiode als Bundesrat zurückzutreten gedenke. Dieser Ballon eines voreiligen Reporters ist natürlich mit aller Vorsicht aufzunehmen. Bundesrat Häberlin steht im 61sten Altersjahr, gehört seit 1920 dem Bundesrate an und hat noch viel «Werch an der Kunkel.» Da ©r mitten in den Vorarbeiten des neuen Automobilgesetzes steckt und jedenfalls dies© Arbeit noch selbst beenden möchte, glauben wir annehmen zu dürfen, dass eventuelle Rücktrittsgedanken noch nicht in absoluter Form vorliegen. Anderseits ist zu hoffen, dass das Automobilgesetz in der gegenwärtigen Legislaturperiode unter Dach gebracht werden kann» Bereits tauchen die ersten Nachfolgernamen für Herrn Bundesrat Haab auf. Zweifellos wird der Stand Zürich auf den Bundesratssitz Anspruch erheben. Schwieriger dürfte sich die Frage des Nachfolgers gestalten. Es wird u. a. auch vom derzeitigen Stadtpräsidenten, Dr. Klöti, gesprochen, der sich auch in der Hafraba-Bewegung einen Namen gemacht hat. Bevor jedoch diese Nomination in den Vordergrund rücken kann, muss sich die sozialdemokratische Partei zuerst grundsätzlich über die Beteiligung in der Bundesregierung schlüssig machen. Eine andere Nomination, die in gewissen Kre sen ebenfalls in Erwägung gezogen wird, ist diejenige des Herrn Direktor Tobler, dem ehemaligen bekannten und beliebten zürcherischen Regierungsrates, der sich auch infolge seiner Tatkraft, seiner Initiative und grossen Energie im Nationalrate einen guten Namen zu sichern verstund. Als Präsident der nationalrätlichen Finanzkommission hatte er Gelegenheit, sich im ganzen Bundeshaushalte gut zu orientieren, so dass ihm bundesrätliche Arbeitsweise in keiner Weise fremd wäre. Als Automobilist und heutiger industrieller Führer brächte er den nötigen frischen Zug ins Bundeshaus mit. Bereits die nächsten Wochen dürften übrigens in der Frage der Bundesratsnachfolge nähere Abklärung bringen. • Das Automobil im Berner Grossen Rat. Unerfreuliches und Erfreuliches. Anlässlich der Behandlung des Staatswirtschaftsberichtes musste anlässlich der Debatte über die Polizeidirektion und der Unterrichtsdirektion das Automobil folgerichtig wiederum in Diskussion gezogen werden. Mit nicht geringem Befremden werden die Automobilisten sowohl von der Erklärung des Referenten der Staatswirtschaftskommission als auch des Polizeidirektors Kenntnis nehmen, dass man auf der bernischen Polizeidirektion von den sogenannten Autofallen nicht glaubt Umgang nehmen zu können. Dass man selbst von offizieller Seite aus den Begriff der «Autofalle» aufnimmt und damit das Unmoralisch© der ganzen Institution ausdrücklich als gesetzlich erklärt, ist mehr als bedauernswert. Eine Falle ist an und für sich unmoralisch. Die Verwendung unmoralischer Mittel, um einem Gesetze Nachachtung zu verschaffen, ist aber von Seiten der Behörden ganz besonders verwerflich. Wohin müsste eine solche Praxis führen, wenn auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens sich die Regierung zu einer Fallentaktik herabliesse? Auf jeden Fall könnte sich das Volk ein derartiges Regiertwerden, das jeder Ehrlichkeit spottet, nicht gefallen lassen. Auch im Regieren sollt© Fairness oberster Leitgedanke bleiben. Jede Regierung hütet sich deshalb begreiflicherweise wohl, der Umgehung der Gesetze mittelst eines Fallenbetriebes steuern zu wollen. Nur den Automobilisten hält man noch für vogelfrei. Ihm glaubt man, die Falle stellen zu dürfen und freut sich, des ihm auf solche Weise abgenommenen Geldes. Gegen diese unwürdige Behandlung legen wir nachdrücklich und des entschiedensten Protest ein. Wir hoffen, dass die neugegründete bernisch© Verkehrsliga keine Mittel unversucht lassen wird, um diesen das Ansehen des Kantons schädigenden «Betrieb» endlich einmal abzustellen. Erfreulicherweise hat Grossrat Keller aus Langnau die rechten Worte gefunden, um diese versteckten Kontrol'en tiefer zu hängen. Der anständige Automobilist will sich nicht der Kontrolle entziehen, doch solj sie absolut einwandfrei und korrekt Doktorhaus© in Oberkirch. Der Arzt war rechts fünf Millimeter, links vier Millimeter sehr zuvorkommend und erklärt© sich bereit, dem Detektiv nach Kräften zu helfen. Stollen von vier Millimetern und links einen betrug, hinten rechts einen Continental mit Der junge Fritz aus Hochau war schon mit Michelin Cable mit Stollen von drei Millimetern. Wortlos kehrte der Detektiv zu seinem Rad eingtroffen. Die drei Männer fuhren sofort im Wagen Steinmanns an die den andern zurück. Sie fuhren nach Oberkirch. Dort bestieg Fritz sein Rad, und die Waldkurve. Fritz erzählte : beiden Herren trennten sich. In ruhigem «Wir hatten getanzt und wollten zu viert Tempo fuhr Dr. Steinmann in die Stadt. Er heimkehren, da fanden wir den Wagen mit gliederte das, was er bis jetzt gefunden und der Leiche. Meine Braut und ich blieben beim ordnete es ein in das Mosaik, das ihm, wenn Toten. Plötzlich erschien ein dunkelbärtiger das Bild vollständig war, die Lösung des Mann mit dunkler Brille, sichtlich erschreckt schvvierieren Falles bringen musste. Kaum darüber, dass wir zugegen waren. Er fragte war er zu Hause, schrillte das Telephon. Di© nach dem Weg nach Oberkirch und nach Dienstmänneranstalt meldete, der im Fluss dem letzten Zug. Nachher haben wir aus vermutete Gegenstand sei gefunden. Steinman war auf dem rechten Wege. In seinem nicht sehr grosser Entfernung ein Automobil in der Richtung Oberkirch davonfahren Arbeitszimmer verlangte er die Verbindung gehört.» mit dem städtischen Physikat u. fragte, wer Steinmann entfernte sich und durchstreifte in den letzten Wochen einen Giftschein für den Wald. Etwa vierhundert Meter unterhalb der Kurve bückte er sich. Ein Waldweg Beamte gab an, ein Chemiker namens Klein, Arsenik verlangt habe. Der stellvertretende zweigte hier gegen Norden ab. Sein lehmiger Boden zeigte deutliche Spuren eines weg, habe als Letzter Arsen zu Studien- wohnhaft bei Fräulein Bleuler am Garten- Automobils. Dr. Steinmann mass den Radstand und die Spurweite. Er zeichnete getektiv, dass er es mit einem überaus rafzwecken gewünscht. Nun wusste der Denau die Abdrücke der Pneus und kam zu finierten und sehr gefährlichen Verbrecher folgendem Schluss: Der Wagen trug vorne zu tun hatte. * beidseitig Firestone mit Stollen, deren Dicke Fortsetzung folgt)

NO »3 _ 192» sein. Die Automobilisten Jm Kanton Bern zahlen an den Staat jährlich derart hohe Beträge, dass sie mindestens auf eine anständige Behandlung Anspruch erheben und die Beseitigung der versteckten Kontrollen, welche, wie gesagt, von offizieller Seite aus. und bezeichnenderweise als Autofallen deklariert werden, verlangen dürfen. Anlässlich der Behandlung der Unterrichtsdirektion wurde vom Referenten, Herrn Grossrat Strahm, die Motion betreffend Einführung des Verkehrsunterrichtes angezogen. Er betonte, dass dem Problem von Seite der Regierung volle Aufmerksamkeit geschenkt werde und dass bereits Konferenzen zur Belehrung der Lehrer über diese Frage veranstaltet wurden. Ob solche Konferenzen genügen, ist eine Frage für sich. Dem Verkehrsunterricht sollte schon in den Seminarien volles Interesse geschenkt werden; nur ein systematischer Verkehrsunterricht in allen Schulen dürfte von Erfolg gekrönt sein. Jedenfalls ist das Mittel des Verkehrsunterrichtes weit besser geeignet, die Strassendisziplin zu fördern und die Zahl der Verkehrsunfälle zu mindern, als dasjenige der ominösen Autofallen. D Ein Montmartre-Rennen. In Paris langte am letzten Sonntag, unter Andrang einer belustigten Volksmenge, das Montmartre- Schneckenrennen zum Austrag. Sieger wurde, wer die Steilstrecke zwischen der Rue Leplc und der Rue Abbesses zur Place du Tertre ohne zu bremsen und ohne anzuhalten in der längsten Zeitdauer zurücklegte. Bei den Wagen siegte Ferraut auf Graham- Paige, bei den Motorrädern Sterny auf San Sou Pap. England verteidigt den Weltrekord. Es werden Einzelheiten über einen zurzeit in Wolverhampton in Bau befindlichen Rennwagen bekannt, mit dem der englische Rennfahrer Kaye Don im Februar in Daytona r (Florida) den Weltschnelligkeitsrekord verv eidigen wird, da Amerika bereits angekündigt hat, den Versuch machen zu wollen, den. von Segrave auf 371,679 Std.-km gebrachten Rekord zu brechen. Der Wagen, ein Sunbeam, besitzt zwei Motoren von insgesamt 4000 PS, während der berühmte Golden Arrow von Segrave nur 1000 PS hat. Diese Riesenmotoren mit 24 Zylindern werden in einem Wagen untergebracht werden, der nicht grösser, aber bedeutend niedriger ist als ein Familienauto. Der Wagen selbst ist der Grosse des Fahrers Kaye Don vollständig angepasst tmd hat Stromlinienform, Man hofft, eine Geschwindigkeit zwischen 450 und 480 Kilometer-Stunden mit ihm zu erreichen. Der Rekordstnrz der letzten Woche hält an. In Montlhe'ry hat der Hotkisswagen die r;5,000-Mei'len-Grenze in der Weltrekordzeit Von 217 h. 39' 23 58/100" (Stundenmittel 110 km 909 und die 25,000 Kilometer in 225 h. 10' 16 86/100" (111,026 Stundenkilometer) bewältigt. Auf der gleichen Piste erzielte der 12 Zylinder-Voisin die beiden folgenden Weltrekorde: 20,000 Kilometer in 116 h. 3' 8 92/100" (136,990 Stundenkilometer), 15,000 Meilen in 175 h. 26' 9 60/100" (137,600 Stundenkilometer). In England hat auf der Brooklarrdsbahn Kay Don an Bord eines 12 Zylinder-Sunbeam zur gleichen Zeit sieben internationale Rekorde der Fünfliter-Klasse aufgestellt. Wir geben die Stundenmittel an: 50 Kilometer mit 199 Stundenkilometer, 50 Meilen mit 198,8 Stundenkilometer, 100 Kilometer mit 200,200 Stundenkilometer, 100 Meilen mit 197,900 Stundenkilometer, 200 Kilometer mit 194,600 Stundenkilometer, 200 Meilen mit 184,800 Stundenkilometer, eine Stunde mit 193,280 Kilometer. Die Tagung der Internationalen Sportkommission in Paris. Der internationale Sportkalender 1930. Die internationale Sportkommission vereinigte sich am 23. September in den Räumen des A. C. F. unter Vorsitz von Chevalier R. de Knyff. Die Länder waren durch folgende Herren vertreten: Fritsch (Deutschland), Baron Nothomb (Belgien), Resines (Spanien), Hogan (U. S. A.), P6rouse (Frankreich), O'Gorman (Grossbritannien), Chevalier FJorio (Italien), Decrauzat (Schweiz). Die Versammlung beschliesst, Herrn Mercanti, der immer noch an den Verletzungen von seinem Unfälle an der Internationalen Alpenfahrt darniederliegt, ein Telegramm mit den herzlichsten Genesungswünschen zu übermitteln. Der Sportkalender 1930 für die grossen internationalen Rennen wurde wie folgt festgesetzt: 30. Mai: Grand Prix von Indianapolis. 8. Juni: Grand Prix von Frankreich. 5.-6. Juli: Grand Prix von Belgien (24- Stunden-Rennen). 13. Juli: Grosser Preis von Deutschland. 20. Juli: Grosser Preis von Europa in Belgien. 27. Juli: Grand Prix von Spanien. 23. August: Grosser Preis von England. 7. September: Grosser Preis von Italien. Von den acht genannten Grand Prix behalten noch zwei die Gebrauchsformel bei, während die übrigen nach der freien Formel ausgefahren werden. Wie man aus der Datumverteilung ersieht, wird es möglich sein, das Klausenrennen anfangs August zum Austrag zu bringen. Das Weltchampionnat für die ablaufende Saison wurde nicht vergeben. Das Reglement für die Weltmeisterschaft 1930 bleibt das bisherige. Clubs, die eine Aenderung oder Verschiebung der im internationalen Kalender festgelegten Daten wünschen, haben sich inskünftig unter sich zu verständigen unter Berücksichtigung der vom internationalen Sportcode festgelegten Bestimmungen. Der Rückzug der Nennungen hat wie folgt zu erfolgen: Nennungsschluss 14 Tage vor einer Veranstaltung, eventueller Rückzug mindestens acht Tage vorher. Betrifft speziell die Grands Prix. Die Zulassung von Ersatzfahrern im ietzten Moment wird den Bestimmungen der einzelnen Rennreglemente überlassen. Der internationale Sportcode ist dahin abgeändert worden. Die Rekorde über 24 Stunden werden anerkannt, doch müssen neue Höchstleistungen den alten Rekord um mindestens 24 Stunden übertreffen. Das Maximum v. 30 000 Kilometern für Distanzrekorde kommt dadurch in Wegfall. Der Beschluss ist gültig und rückwirkend ab 1. September 1929. Die strittige Frage um die vier Plätze bei den Spiders und Roadsters ist einer Unterkommission zur Prüfung zugewiesen worden. Die Propellerautos und Raketenwagen werden von den Automobilrekorden ausgeschlossen. Die Internationale Sportkommission beschloss, dass Rekordbescheinigungen unverzüglich ausgestellt werden können, sobald die Rekorde verifiziert und als Tichtig anerkannt worden sind. Das Reglement der Tourenwagen-Kategorie des italienischen Automobilclubs ist einer Unterkommission zum Studium zugestellt worden. Der belgische Automobilclub ist beauftragt worden, einen Brennstoff ausfindig zu machen, der einen Schalldämpfungsstoff enthält und bei Grand-Prix-Rennen Verwendung finden könnte. AU'lUMUlüi.-iv'iüVUfc, V^wl*dmw Linksufrige BieJerseestrasse; Motorfahrzeugverkehr an den Lesesonntagen. Gestützt auf Art. 13 des StrassenpoJizeigesetzes vom 10. Juni 1906, das Abänderungsgesetz vom 14. Dezember 1913, •§ 1, Art. 40, Ziffer 1, des Dekretes betr. Abänderung und Ergänzung des Konkordates über den Verkehr mit Motorfahrzeugen vom 24. Novembre 1927, beschüesst der Regierungsrat: Der Verkehr mit Motorfahrzeugen auf der Strecke Biel-Twann der linksufrigen Bielerseestrasse wird an den sogen. Lesesonntagen im September und Oktober, d. h. an den fünf auf den eidgenössischen Bettag folgenden Sonntagen, in der Zeit von 13 Uhr 30 bis 18 Uhr 30 den nachstehenden Beschränkungen unterworfen: Die genannte Strassenstrecke darf nur in der Richtung Biel-Twann befahren werden. Die maximal zulässige Geschwindigkeit wird auf 25 km in der Stunde festgesetzt. Das Ueberholen fahrender Motorfahrzeuge ist verboten. Widerhandlungen gegen diese Vorschriften werden gemäss § 7 des zitierten Gesetzes vom 14. Dezember 1913 mit Busse von Fr. 1.— bis 500.— bestraft. Der Beschluss gilt bis zu seiner Abänderung. Die Anregung in der Automobil-Revue, es einmal mit dem Einbahnsystem zu probieren, hat demnach den gewünschten Erfolg erreicht. Wir freuen uns dessen. Sonntags-Verkehrsvorschriften. Es ist noch eine besondere Eigentümlichkeit der Schweiz als Reiseland par excellence, dass mit dem 1. Mai jedes Jahres die meisten Kantone gewisse Einschränkungen für den Sonn- und Feiertagsverkehr erlassen. Zwar handelt es sich hierbei erfreulicherweise nicht mehr um eigentliche Fahrverbote, wie sie früher in grosser Zahl bestanden, sondern um die zu- 18 RVE DE BOf »^LAV/A^NE lässigen Geschwindigkeiten einschränkende Bestimmungen. Mit dem 30. September fallen nun die meisten dieser Geschwindigkeitsreduktionen im Sonntagsverkehr dahin, so in den Kantonen Aargau, Appenzell A.-Rh., Freiburg, Genf, Neuenburg, St. Gallen, Schwyz, Solothurn, Tessin, Thurgau, Waadt und Zug, während in andern Kantonen diese Sonntagssondervorschriften während des ganzen Jahres in Kraft bestehen. So sind denn auch ab 1. Oktober 1929 folgende Spezialvorsehriften für den Verkehr an Sonn- und Feiertagen zu beachten : Baselland: Geschwindigkeitslimiten während des ganzen Jahres und während des ganzen Tages an Sonntagen und staatlich anerkannten Feiertagen (Neujahr, Karfreitag, Ostermontag, Auffahrt, Pfingstmontag und Weihnachten): 30 km auf freiem Feld und 18 km in Ortschaften. An folgenden Stellen ist die Geschwindigkeit auf 10 km zu reduzieren: Strassenkreuzung an der Kantonsgrenze beim Margrethenstich (Binningen), Strassenkurve beim Binninger Schloss (Binningen), Birsbrücke, Schänzli (Muttenz), Birsbrücke Birsfelden, Strassenkurve bei der Lachmatt (Pratteln), Ergolzbrücke Äugst, Strasse vom « Falken» bis « Engel» in Liestal, Strassenkurve bei der Haltestelle Lampenberg, Strassenkurve in Thürnen, Strassenkurve in Buus, Strassenstück beim «Rebstock» in Maisprach. Bern: Geschwindigkeitslimiten an Sonntagen und Feiertagen (Neujahr, Karfreitag, Auffahrt, Weihnachten) während des ganzen Jahres und während des ganzen Tages : 40 km auf freiem Feld und 25 km in Ortschaften. Glarus: Geschwindigkeitslimiten an Sonntagen während des ganzen Jahres und während des ganzen Tages: 30 km auf freiem Feld und 18 km in Ortschaften. Uri: Geschwindigkeitslimiten an Sonn- und Feiertagen während des ganzen Jahres und während des ganzen Tages: 30 km auf freiem Feld und 20 km in Ortschaften, auf der Axenstrasse und auf Bergstrassen. Zürich: Geschwindigkeitslimiten an Sonnund Feiertagen (Neujahr, Karfreitag, Ostermontag, Auffahrt, Pfingstmontag, Weihnachten) während des ganzen Jahres und während des ganzen Tages: a) Personenautos und Motorräder: 30 km auf freiem Feld und 18 km in Ortschaften; b) Motorlastwagen für Personenbeförderung .und Autobusse: 12 km für Fahrzeuge mit Vollgummireifen und 20 km für Fahrzeuge mit Luftschlauch-Bereifung. Die Umgestaltung des Bahnhofplatzes in Zürich. Nach dem Bericht des Preisgerichtes sind im Ideenwettbewerb für die Neugestaltung des Bahnhofplatzes 74 Entwürfe einge-J liefert worden. Folgende grundsätzlichen Aenderungen werden vom Preisgericht als Ergebnis seiner Prüfung beantragt: Die Bahnhofstrasse ist das Rückgrat des StrassenbahnverkehTs und auch die wichtigste Strasse für den durchgehenden Fahrverkehr und Fussgängerverkehr. Sie ist den drei Verkehrsarten Fahrverkehr, Strasenbahn und Fussgänger noch für längere Zeit gewachsen. Später muss die Fahrbahn sukzessive auf 11 Meter verbreitert werden. Auch sollen alle Strassenbahnhaltestellen Inseln erhalten. Man wird sich damit abfinden müssen, dass an kritischen Stellen die Bäume beseitigt werden und die Trottoirbreite an den Haltestellen der Strassenbahn auf vier Meter herabgesetzt werden muss. Für die Verkehrsführung auf dem Bahnhofplatz, dem Bahnhofquai, der Bahnhofbrücke und der Löwenstrasse ist die beste Lösung diejenige, welche die Strassenbahn in der Mitte, den übrigen Fahrverkehr auf beiden Seiten der Geleise, als Richtungsverkehr durchführt. Der Einbahnverkehr an der Löwenstrasse und auf der Bahnhofbrücke wäre nicht zweckmässig, vielmehr sei hier der Durchgangsverkehr in beiden Richtungen zu leiten. Die Anlage von vier Geleisen der Strassenbahn wird abgelehnt. Kein Entwuri stellt nach der Ansicht des Preisgerichts eine einwandfreie Gesamtlösung dar, deshalb wurde von der Erteilung eines ersten Preises abgesehen. er. Neugestaltung des Kasinoplatzes in Bern. Wie verlautet, wird die freisinnige Stadtratsfraktion folgende Interpellation im Stadtrate einreichen: «Der Gemeinderat wird um Auskunft darüber ersucht, wie weit die Vorarbeiten für die Neugestaltung des Kasinoplatzes (Durchführung Amthausgasse - Kesslergasse und Kasinoplatz-Theodor Kochergasse) gediehen sind und in welcher Richtung die von den zuständigen Behörden angestrebte Lösung sich bewegt.» Man erinnert sich, dass vor ungefähr Jahresfrist eine Konkurrenz über die Neugestaltung des Kasinoplatzes stattgefunden hat. Seither hat man nichts mehr gehört in dieser für die Verkehrsgestaltung der Stadt Bern sehr wichtigen Frage. mg. Bauarbeiten an der Staatsstrasse Wabern« Kehrsatz. Die Strassenbenützer werden darauf aufmerksam gemacht, dass zwischen der Gemeindegrenze Wabern-Kehrsatz und dem Dorfe Kehrsatz die Staatsstrasse vollständig umgebaut wird, daher schwer passierbar ist und nur mit grösster Vorsicht befahren werden kann. Die Strasse ist daher im Interesse der Fahrer und der Fahrzeuge wenn immer möglich zu meiden.