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E_1929_Zeitung_Nr.084

E_1929_Zeitung_Nr.084

Während in den

Während in den eidgenössischen Räten die Herren Amstalden und Meuli eine Erhöhung der Benzinzollverteilung postulieren, hat sich nun der schwyzerische Kantonsrat als erste Behörde direkt an den Bundesrat gewandt, um ihm folgendes Gesuch zu unterbreiten: a) Es sei der Anteil der Kantone am Benzinzollerträgnis zu erhöhen. b) Es sei der Verteilungsmodus für das Benzinzolltreffnis der Kantone in angemessener Weise abzuändern. c) Es sei dem Kanton Schwyz ein grösserer Betrag aus dem Ausgleichsfond zu verabfolgen. Die drei Begehren werden in der Eingabe ausführlich begründet. Wir nehmen daraus einige Rosinchen: «Der Bund wird durch den Automobilverkehr nicht belastet. Es rechtfertigt sich daher, dass von dem auf dem Betriebsstoff des Automobils erhobenen Zoll soviel an die Kosten des Unterhalts und der Verbesserung der Automobilstrassen abgegeben wird, als der Finanzhaushalt des Bundes gestattet. Wir glauben, dass der heute erfreuliche gefestigte Finanz-Zustand des Bundes so tragfähig geworden ist, dass er eine Erhöhung des Benzinzollanteils der Kantone erlauben würde... Der bestehende Verteilungsmodus ist um so ungerechter, als die durch ihn am meisten begünstigten kleinen Städtekantone Baselstadt und Genf im Verhältnis zur Ausdehnung ihres Strassennetzes ganz ungewöhnlich grosse Einnahmen an Motorfahrzeugtaxen haben. Das bestehende System huldig dem Motto: «Beati possidentes!» Es schöpft den reichen Kantonen im Ueberfluss zu, während es den bedürftigen die unerlässlich notwendigen Mittel zum Strassen- digende Lösung gewährleistet. Andererseits dürfte es sowohl für die Regierung als den Vorsteher des neuen Verkehrsamtes statt einer getrennten Anhörung jedes einzelnen Verbandes angenehmer und bequemer sein, gewisse Angelegenheiten des Verkehrs mit den Delegierten der zusammengefassten Verbände, wie sie sich nunmehr in der kantonalbernischen Liga vereinigt finden, zu behandeln und damit gleichzeitig auch die Instanz zu kennen, an welche sie sich bei neu auftretenden Fragen zu wenden haben. Die unterzeichneten Ligaverbände möchten daher dem Grossen Rat die Anregung unterbreiten, zu beschliessen, es sei dem kantonalen Strassenverkehrsamte eine ausserparlamentarische Kommission mit konsultativem Charakter mit entsprechender Einbeziehung der an die Liga angeschlossenen Verbände der verschiedenen Verkehrskategorien beizugeben, welcher alle Verkehrsfragen, die einer weiteren Abklärung bedürfen, zur jeweiligen Mitäusserung unterbreitet werden, wobei nicht nur Neuregelungen, sondern auch die zweckmässigste Handhabung bestehender Vorschriften mit einzubeziehen wären. Unseres Erachtens würde dadurch ein nicht zu unterschätzendes Mittel geschaffen, jeweils auf einfachstem Wege zu einer raschen Verständigung eu gelangen und damit allen Mitinteressierten in angängigster Form zu dienen. Wir ersuchen den verehrlichen Regierungsrat um baldige Unterbreitung unseres Ansuchens an den Grossen Rat und um Ihre wohlwollende Intervention, um in kürzester Zeit eine Entschliessung herbeizuführen. Mit der Versicherung unserer vorzüglichen Hochachtung, Für die kantonal-bernische Strassenverkehrsliga: (folgen die Unterschriften der Vertreter der diversen Verbände.) » Es wird für die inskünftig© Verkehrsregelung und namentlich auch für die Lösung der vielen Verkehrsfragen von grösster Wichtigkeit sein, dass sich auch die löblichen Behörden zur Schaffung dieses gewünschten ständigen, festen Kontaktes mit der Verkehrsliga geneigt zeigen. Nur so lässt sich eine erspriessliche Arbeit im Interesse aller durchführen! — Viel Zeit in Anspruch nahm an dieser zweiten Vorstandssitzung die Besprechung verschiedener kantonaler und stadtbernischer Verkehrsangelegenheiten und es zeigte sich, ausbau vorenthält. dass es nicht an wichtigen Aufgaben fehlt, die zum Teil sogar der dringenden Lösung bedürfen. Vorläufig soll an den Regierungsrat, zuhanden der zuständigen Departemente, eine Eingabe gerichtet werden, in welcher nach dem Verbleib der Verkehrsordnung für die Bundesstadt gefragt wird und Vorschläge für die Signalisierung und die Erstellung von Radfahrerstreifen und den sorgfältigeren Ausbau der Trottoirs, damit diese für die Fussgänger auch benutzbar sind — gemacht werden. Aber auch sonst kamen über ziwej Dutzend "verschiedene andere mit dem. Verkehr im Zusammenhang stehende Fragen zur zwanglosen »Besprechung, und die Art des Vorgehens soll von Fall zu Fall vom Bureau, das alle diese Eingaben der verschiedenen Verbände schriftlich entgegennimmt und prüft, bestimmt werden. An Aufgaben fehlt es also nicht, auch nicht am guten Willen der Verkehrsverbände, diese befriedigend lösen zu helfen! Hoffentlich findet man eine gleiche Einstellung nicht nur bei der kantonalen Baudirektion, die ihren guten Willen erfreulicherweise schon verschiedentlich bewiesen hat, sondern auch bei der kantonalen Polizeidirektion und allen anderen in Frage kommenden Instanzen, vor allem aber auch beim Vorsteher des kantonalen Strassenverkehrsamtes, dann wird es in der Verkehrsregelung bald erfreulichere Zustände geben und manche Verkehrsfrage wird enne befriedigende und nützliche Lösung finden! R. Autostrasse Bern—Thun. Opposition aus der Gemeinde MurL Im «Bund» wendet sich neuerdings ein Einsender gegen die geplante Automobilstrasse Bern-Thun. Hauptsächlich wird die Führung der Strasse durch das Gebiet der Gemeinde Muri beanstandet und den Initianten der schärfste Kampf in Aussicht gestellt. Es wird auf die Versammlung vom 1. März dieses Jahres in Muri hingewiesen, wo Herr M. Nyffeler «die Stichhaltigkeit der in Wahrung vitaler Lokalinteressen erhobenen Einwände» anerkannt und eine Rücksprache mit den Gemeindebehörden in Aussicht gestellt habe. Diese Rücksprache scheint unterblieben zu sein. «Die einzige Antwort, die wir erhielten, waren die roten Markierungspfähle, die trotz allem beiMuri- Bad beginnen.» Die Bewohner von Muri betrachten, nach dem betreffenden Einsender, das Vorgehen der Gemeinde gegenüber als eine Herausforderung. Man wird sich bei der Anlage der projektierten Strasse allerdings nicht so ohne weiteres über die Einsprachen einer durch die Strasse stark in Mitleidenschaft gezogenen Gemeinde hinwegsetzen können. Wir nehmen an, dass dies auch gar nicht beabsichtigt war, sondern dass die bis jetzt vorgenommenen Absteckungen als Vorbereitungsstudien anzusehen sind, die noch keinen abschliessenden Charakter haben. Zuerst müssen die verschiedenen möglichen Lösungen studiert werden, bevor man eine nützliche Rücksprache mit den Behörden haben kann. Sicher verschliessen sich auch Der Durchgangsverkehr ist in hervorragender Weise daran interessiert, dass es dem Kanton möglich wird, seine Durchgangsstrassen in absehbarer Zeit den Anforderungen des sehr intensiven Automobilverkehrs auszubauen... Wir möchten beiläufig noch darauf hinweisen, dass während die Initianten der Autostrasse Bern-Thun nicht den berechtigten Einwendungen. Dass die Strasse im Interesse der Entlastung des städtischen Verkehrs besser nicht über die Kirchenfeldbrücke geleitet wird, ist wohl auch den Initianten klar. Ob aber eine Führung über die Aare — beim Belpmoos "— und durch den Sandrain im Bereiche der fr--! nanziellen Möglichkeit liegt, werden efst eingehende Studien erweisen. Jedenfalls ist die angebliche Aufregung in der Gemeinde Muri nicht begründet, solange die Vorstudien für die Strassenführung nicht zu einem definitiven Projekt gediehen sind. Von einem solchen hat man aber seit der Versammlung im März nichts gehört. mg.. Die Sektion Genf der Autocarbesitzer hatte letzthin eine Versammlung, an welcher eine Resolution bezüglich des Autocar-Konfliktes gefasst wurde. Die Sitzung wurde präsidiert von Herrn Dr. Paul Randon und man beschloss, nach Anhörung von Referaten der Herren Kündig, Albaret, Trabold, Pelichet, Dupuis, Perroud, Tinguely und Schneider, einstimmig folgende Mitteilung an die Presse: Ueberzeugt von der wirtschaftlichen Notwendigkeit des ungehinderten Grenzverkehrs mit Autocars beschloss die Versammlung der. Genfer Sektion der A. S. P. A. folgende Resolution : 1. Der Vorstand wird beauftragt, unverzüglich bei den Bundesbehörden und den kantonalen Behörden vorstellig zu werden, dass eine definitive Lösung des Grenzverkehrs mit Autocars erfolge. 2. Die Lösung muss im Einklang mit den französischen Interessen auf dem Grundsatz absoluter Freiheit beruhen. 3. Die Frage der französischen Verkehrstaxen ist unabhängig von der Frage der Autocamions zu lösen und hat mit der Konzession B nichts zu tun. 4. Die gesetzliche Ordnung bezüglich Einfahrt der Autocamion muss auf dem Grundsatze der freien Grenzüberschreitung mittels Triptyks oder Versicherungskaution basieren. 5. In den demnächst beginnenden Zonenverhandlungen soll der freie Verkehr der eenferischen Autocamions in der sardinischen Zone verlangt werden. Wie man sich erinnert, hat der Bundesrat im Interesse der Genfer AutocargeselP Schäften eine provisorische Lösung mit Frankreich angebahnt. Es wurde ausdrücklich festgelegt, dass dieses Abkommen provisorischer Natur sei und mit dem 31. Dezem- AUTOMOBIL-REVUE 1929 — N° 84 Zur Benzinzoll-Verteilung Eine Eingabe des schwyzerischen Kantonsrates an den Bundesrat. Neues zum Autocarkonfllkt. der letzten Jahre die Hilfe für die Gebirgskantone in der Bundesversammlung immer und immer wieder als eine der dringendsten Staatsaufgaben hervorgehoben wurde. Die bereits beanstandete Art der ersten Verteilung des Benzinzollanteiles unter die Kantone erscheint als bittere Ironie zu diesem schönen Staatsgedanken. Wenn die wenigen Vergünstigungen, die den Bergkantonen bereits gewährt worden sind, dadurch wieder aufgehoben werden, dass man ihnen an den Ausbau und den Unterhalt ihrer Durchgangsstrassen dreissig und mehrmal weniger aus dem Benzinzolltreffnis der Kantone verabfolgt als andern, wohl situierten Ständen, so müsste dies das Vertrauen in die ganze Aktion schwer beeinträchtigen. Wir sind überzeugt, dass der beanstandete Verteilungsmodus des Benzinzollanteiles der Kantone gar nicht beschlossen worden wäre, wenn man zum voraus dessen ungerechte Auswirkung zahlenmässig bestimmt vor Augen gehabt hätte. Wir unsererseits brauchen obige Sätze nicht weiter zu kommentieren. Es freut uns, dass man endlich in einer kantonalen Kanzlei eine offene und ungeschminkte Sprache gefunden hat. Leider, wir müssen dies beifügen, ein wenig zu spät. Die Redaktion der «Automobi!-Revue> hat seit Jahren den erhöhten Benzmzoll postuliert, hat auf den ungerechten Verteilungsmodus aufmerksam gemacht und speziell damit im Zusammenhang auf die Hilfe an die Gebirgskantone hingewiesen. Lange Zeit schien es, als ob sie wirklich tauben Ohren predigen würde. Nun scheinen aber doch die Geister zu erwachen. Vielleicht findet das Beispiel des Kantons Schwyz Nachahmung. Weitere kantonale Eingaben an den schweizerischen Bundesrat müssten ganz speziell Herrn Bundesrat Musy darauf aufmerksam machen, dass es an der Zeit ist, von den 30-MiIHonen-BenzinzolIsäckeln herunterzusteigen und die Hälfte wenigstens freundeidgenössisch den Kantonen abzutreten. K. ber 1929 ablaufe. Im übrigen behielt sich der Bundesrat vor, in der Frage des Grenzverkehrs und der Konzession B in den kommenden Verhandlungen mit Frankreich bezüglich der französischen Verkehrstaxe freie Hand zu wahren. Niemand fand diese Haltung unrichtig, zum wenigsten die Genfer. Es war ein Entgegenkommen Frankreichs zu erwarten. Anderseits erklärte sich die Schweiz bereit, völlig auf die Zuschlagtaxen für ausländische Autocars gemäss Konzession B zu verzichten, wenn Frankreich seinerseits sein© Verkehrstaxen gegenüber schweizerischen Automobilen aufhebe. Umsomehr erstaunt es nun, dass die Sektion Genf der A. S. P. A. erklärt, die Frage des Grenzverkehrs für Autocamions habe mit der Konzession B nichts zu tun und [ müsse unabhängig davon gelöst werdendDieses" Vorgehen ist zum mindesten sehr undiplomatisch. Das Verlangen der A. S. P. A. ist ein Schuss in den Rücken des Bundesrates. Man erschwert diesem seine Aufgabe und es besteht die Gefahr, dass die bisherigen Verhandlungen, die in mühevoller Weise die automobilistischen Interessen der Schweiz zu wahren suchten, nutzlos werden. Das Vorgehen der Sektion Genf ist auch keineswegs im allgemeinen automobilistischen Interesse. Es wäre besser gewesen, die Genfer Vereinigung der Autocamionneure hätte sich zuvor mit den andern Interessenten in Verbindung gesetzt. Unsere Behörden dürfen verlangen, dass in dieser wichtigen Frage alle Interessenten einig hinter ihnen stehen; nur dann besteht die Aussicht, dass die kommenden Verhandlungen erfolgreich zum Ziele geführt werden. Gr. Einheitliche Strassensignale wirklich ein Ding der Unmöglichkeit? Die Förderung nach einheitlichen Strassensignalen scheint etwas so Selbstverständliches, dass man sie nicht noch extra zu postulieren braucht. Und doch haben wir es in unserem kleinen Land nicht fertig gebracht, uns auf die gleichen Signale in Kantonen und Städten zu einigen. Es stehen sich gegenüber einerseits die Vorschläge des Städteverbandes (die auch mit den vom Völkerbund vorgeschlagenen internationalen Strassensignalen übereinstimmen, anderseits die von der kantonalen Baudirektorenkonferenz am 6. Mai dieses Jahres angenommene Signalordnung, die in einigen wichtigen Signalen von den Vorschlägen des Städteverbandes abweicht. Insbesondere betrifft dies die Einführung rechteckiger Signale, die vom Städteverband abgelehnt wurden, als zu Verwechslungen mit Reklametafeln Anlass bietend. Nun ist soeben eine Verordnung über Strassensignale des st. gallischen Regierungsrates erschienen (Amtsblatt vom 27. September 1929), die sich auf die Verschlage der kantonalen Baudirektorenkonferenz stützt Damit ist der Anfang zum Chaos in der schweizerischen Strässensignalgebung gemacht. Man muss sich wirklich fragen: war es nicht möglich, dass sich.Städteverband und kantonale Baudirektoren auf einen einheitlichen Vorschlag einigen konnten? Um so mehr, als ein Vorschlag da war, der durch die Verkehrskommission des Völkerbundes auch internationale Anerkennung gefunden hat. Die Vorschläge des Städteverbandes und des «Comite permanent de la circulation routiere» gingen nur bezüglich dreier geringfügiger Variationen auseinander, während die Signale des Städteverbandes und der kantonalen Baudirektorenkonferenz wichtige Unterschiede aufweisen (so z. B. die von der Baudirektorenkonferenz geplante Einführung rechteckiger Singaltafeln). Die Verordnung des st. gallischen Regier rungsrates wird nicht mehr rückgängig zu machen sein. Es ist aber zu hoffen, dass die andern Kantone dieses Vorgehen nicht nachahmen, sonst wäre viele Arbeit umsonst getan und die so dringend wünschbare Einheit-* lichkeit der Strassensignale für Jahre hinaus in Frage gestellt gr. * * • Italiens grosszügiges Sportprogramm. Man muss es dem Automobil-Club von Italien und mit ihm dem Präsidenten seiner Sportkommission, Herrn Cav. Vincenzo Florio, lassen, dass sie sich mit prächtiger Initiative und seltenem Elan des Automobilsportes annehmen und mit allen Mitteln darnach zu traohten suchen, der sich in den letzten drei Jahren allerorts geltend gemachten Rennmüdigkeit zu begegnen. Und es ist auch zu sagen, dass die diesjährigen italienischen Automobilsportveranstaltungen, angefangen bei der Targa Florio in Sizilien bis zum Grossen Preis von Monza stets eine sehr schöne Beschickung erhalten und prächtige sportliche und propagandistische Erfolge davongetragen haben. Es sei hier ausser den beiden genannten Veranstaltungen nur an das 1000-Meilen-Rennen, den Grossen Königspreis von Rom, die Rundstrekkenrennen von Alessandria, Cremona, Livorno etc. erinnert. Wenn diese bemerkenswerten Resultate auf automobilsportlichem Gebiet in Italien erzielt werden konnten, so waren hierbei zwei Faktoren ausschlaggebend. Einmal die rechtzeitig erfolgte Konzentration der offenen Automobilveranstaltungen auf eine kleinere Anzahl von Rennen und dann die Dotierung der einzelnen Konkurrenzen mit Geldpreisen von stattlicher Höhe. Schon die Sportkalender Italiens der letzten zwei Jahre wiesen nur noch eine beschränkte Zahl offener Automobilveranstaltungen auf, was selbstverständlich die zahlreichen Unterclubs des italienischen Automobil-Clubs nicht hinderte,, ausserdem noch kleinere geschlossene Veranstaltungen durchzuführen, denen aber rein lokale Bedeutung zukam. Durch diesen Abbau der Zahl der offenen Veranstaltungen wurde bewirkt, dass die Fahrer nicht zu sehr mit solchen Konkurrenzen überlastet und übermüdet wurden, und anderseits wurde durch den vorgenommenen organisatorischen Ausbau der grossen Rennen deren Bedeutung erheblich erhöht. So weist denn auch der italienische Automobilsportkalender pro 1930 nur 16 offene Veranstaltungen auf, worunter nur ein Bergrennen figuriert. Die meisten anderen Konkurrenzen betreffen Rundstreckenrennen, die sich in Itaien grosser Beliebtheit erfreuen, zumalen sie auch mit Geldpreisen reich dotiert sind. Eine 2^4-Millionen-PreIssumme. Die vorgenannten 16 offenen italienischen Rennen repräsentieren nämlich eine Preissumme von nicht weniger als 2,500,00 Lire* wobei es sich nur um Geldpreise handelt Für jedes Rennen hat die Sportkommission des R. A. C. I. die Höhe der Geldpreise zum vorneherein festgestellt und so den einzelnen Rennen eine grosse Anziehungskraft gesichert. Auch das italienische Bergrennen — es handelt sich hierbei nicht um das klassische Susa-Mont Cenis-Rennen, sondern um das Bergrennen Cuneo-Colle della Maddalena — ist mit 100,000 Lire Barpreisen bedacht worden und dürfte daher auf die Fahrer eine besondere Anziehungskraft ausüben. Ueber die genaue Rennstrecke dieses Bergrennens ist Definitives noch nichts bekanntgegeben worden, doch soll dasselbe derart ausgestaltet werden, dass es in die erste Reihe der schweren europäischen Bergrennen gesteh werden muss. Als Startort ist Vinadio auf einer Höhe von 910 m in Aussicht genommen, derweilen sich das Ziel auf dem Maddalena-Pass, 1996 m ü. M., befinden würde. Die Totaldistanz würde ca. 32 km betragen. Die Steigung wäre somit keine sehr starke (durchschnittlich 3,5 Prozent) und dürfte daher der Parcours sehr hohe Geschwindigkeiten gestatten. Ob die Italiener beabsichtigen, dieses Rennen später zum Grossen Bergpreis Italiens zu ernennen, steht heute noch nicht fest. Angesichts der geringen Steigungsverhältnisse wird man sich vielleicht noch überlegen müssen, ob nicht Susa-Mont Cenis oder der Grosse St. Bernhard oder die Westseite des Stilfserjoches für ein schweres Bergrennen nioht besser geeignete Prüfungsstrecken abgeben würden.

|p 84 — 1929 AUTOMOBIL-REVUE _J> Die ausgesetzte Barpreissumme von an- Das Meeting VOI1 CremOlia. Zürdier Notizen zehn Jahren zählte man bereits 3588Pferdeaähemd 2% Millionen Lire wird zweifellos Neue ^eItreko rda - - — — — - — — - Dmschke- h, zehn^ Jahrer> hat:»£ a£o auf die In- und Ausbndsfahrer eine beson- dem Beteiligung der erössten Abnahme der Verkehrsunfälle in Zürich. JSfadrt* Verkehrsfahrzeuge der© Anziehungskraft ausüben. Man hat ja it_ Iien { Schen Rennfahrer ausgefahrenen 10- Nach der Unfallstatistik des statistischen UJ '* UIV *" U nun auch im Automobilsport den Weg be- g S ^ S v m CrernoS, eine Amtes der Stadt Zürich ist für das erste Um die Jahrhundertwende zähtte die deutgehen müssen, den andere Sportarten, und | « « J ««^ CamSri schonletztes Jahr Vierteljahr 1929 eine erhebliche Abnahme f he Hauptstadt mit ihren zwei Millionen zwar auch in der Kategorie Amateure der- J^ndeLSel vo7u*ef 215 km herauf- der Strassenverkehrsunfälle zu verzeichnen. Einwohnern rund 8000 Droschken. Dazu kaselben, schon längst bestritten haben: Die Jeholt ta^danTes^rScdS mit ei- Diese sind von 592 im ersten Vierteljahr des men *«> seit den Sechzigenahren von vier Aussetzung namhafter Barpreise, die auch ^m jtoserati S DurchSSesSwin- Jahres 1928 auf 470 zurückgegangen. Die Gese ischaften eingeführten Omnibushmen. von Herrenfahrern akzeptiert werden dür- JXttoTäökm zu STDteMTIS- Zahl der verletzten Personen beträgt 170 f. p*n mit 300 Ommbussen wurden befen, ohne dass dieselben durch deren An- ^nTbZtltläZ neuen Weltrekord über gegenüber 216 im selben Zeitraum des Vor- * nebe 2; * fun J ^f ml koonte f. n t nähme ihrer Amateureigenschaft verlustig *JKmSer Wrzi der Auto-S Motor- Jahres. der Potsdamerbrücke bis zum Bahnhof gehen. Auch in der Schweiz ist man beim %**£%?.£a'iÄÄal Als Ursachen dieses erfreulichen Rück- ^fSST^ «^sÄE Klausenrennen und in der Folge bei der literklf sse auf Alfa Romeo ebenfalls die neue ganges der Zahl der Verkehrsunfälle sind ^ h n r e *? u^ ig« eröffnete ach KilonSer ^ " Ä J Ä ^ S ? wtrd aS vln Rekordgeschwindigkeit von 223 km. eine bessere Verkehrsdiszipiin der Strassen- Z^LSVn'lZl^ S£i5£S5 SSÄS^^^^ktei^; Ein Schweizer rerletzt. SncheT St^KÄS" Leo": war «"• erste deutSche Pferdebahn öb€r " feher noch weiter ausbauen müssen. Im Training zum 20pntw iWii nr A. C. Brescia für Sportwagen. Preissumme Die Resultate. Vorjahr ein erheblicher Rückgang zu ver- S ^ gn uemscae * eicn ' L. 250,000. Wir geben nachstehend die Resultate der zeichnen. Die Zahl der an den Unfällen be- Dj e jüngste Entwicklang des AutomobH- 20. April: Rundstreckenrennen von Ales* beiden Renntage Cremonas von Samstag teiligten privaten Personenautos ist von 322 j, a u e s in K ana d a Vom Dominon Bureau ot sandria des A. C. Alessandria für Renn- und Sonntag. Die angeführten Stundenmit- auf 245, diejenige der Motorräder von 48 auf statistics in Ottawa ist dieser Tage der offiwagen. Preissumme L. 150,000. tel zeigen sowohl im Schnelligkeitsrennen 31 und diejenige der Fahrräder von 183 auf zieij e Bericht über die Entwicklung der ka- 27. April: Rennen rund durch Sizilien des als auch im 200-Meilen-Rennen ganz her- 97 zurückgegangen. Die Zahl der an Unfäl- nadischen Automobilindustrie im verflosse- A. C. Sizilien für Sportwagen. Preissumme vorragende Leistungen. Das 200-Meilen- L 15 ?;°?°V » • *• i- «• r, ? e o n ? ^W-! m ! PrUli P /fL auf A 113^0" 160 len beteiligten Lastautomobile ist mit 207 nen j a ]j re veröffentlicht worden welchem «??. n Ü ber 204 im Y or }^T 5 iemlich konstant wir die nachstehenden, interessanten Einzel- 4. Mai: Targa Flono in Sizilien für Renn- in Rekordzeit, knapp gefolgt von Varzi, eben- geblieben, was jedenfalls der notwendigen heiten entnehmen wagen (Preissumme L. 250,000), veranstaltet falls auf Alfa Romeo, der die schnellste Verwendung der Lastautomobile zuzuschrei- rj; e Gesamterzeugung der kanadischen Auvom A. C. Sizilien. Runde fuhr. ben ist, während die Personenautomobile tomobilindustrie, welche nach derjenigen der 18. Mai: Rundstreckenrennen des A. C. Schnefligkeifcrennen ßbw 10 km: i. BorzaccMni. eben infolge der Kälte weniger stark im Vereinigten Staaten die zweitgrösste der Napoli bei Caserta, für Sportwagen. Preis- auf Maserati 4000 com, Mittel beider Fahrten 2:26 Verkehr Standen. gr. \XAPU Hm-stPiit hat «siVh im verflossenen lahre summe T 120 000 30/10 °- Stundengeschwindigkeit 246,069 km. 2. Welt dars 1t, Hat Sied lffl VOTOS5 nen JW T M , - . r';l v -.rcwc mn T>, Brim-Peri auf Alfa-Romeo 2000 ccm, 2:41 20/100, m ..-^ . m ^. n auf einen Wert von 162.867.495 Dollar belau- 25. Mai: Grosser Komgspreis von Rom stundenmittel 223,325 km. 3. Varä auf Alfa- A U S L A N D fen im Vergleich mit einem solchen von •des A. C. Roma, für Rennwagen. Preis- Romeo 2000 com. 2:41 50/100. Stundenmittel 222,910 mmmmm^mmmmmmmmmm^mmmmmmmmam 128 700 514 Dollar im vorgehenden Jahre Mit summe L. 200,000. km- 4. Nuvolari auf Bugatti 2000 ccm, 3:19 80/100, ... _ . , ,, . _ „ „ , , OAOCKI A,ttnmohf!pn im W 240 ' 300j 350 ' wendig erachtet hat. Interessant ist auch, ^gS^s»»*w8P sen, 135.416 geschlossene Tourenwagen, dass Italien bei seinen Rennen die Zweitei- /^^^^MK^K et 720 lit min I7 - 527 Lastkraftwagen und 48.431 Chassis, lang in Amateure und Experten definitrv A A M R H H H K n 1 1. T. / ü- 1. »• J X- insgesamt 242.054 Einheiten, welche einen Pour la branche fallen gelassen hat und in der Klassierung IHHHRBilli automobile et 1 Industrie. Verkaufswert (fob Fabrik) von 149.176.999 zwischen diesen zwei Fahrerklassen keinen W^ml^Biil^^a — Pour le gonflage, lavage de VOltures, Dollar darstellen. Die Produktion des Vor- Unterschied mehr macht. ^mmXilm^Sä «Am*,,« oT, e+ rt if+ Mn iahres hat sich auf 37.585 offene Touren- P P «DADV« . ^ « ^ ^ ^HHSlB ' wagen ' "- 705 «eschtossene Tourenwagen, ^-Sl-S»J»_f-_«« • c: H ^ S JiiBifi^Nil Service continu jusqu'ä 8 atm. Service in- 29.603 Lastkraftwagen und 12.161 Chassis oder ^ ^ ^ ^ ^ ^ ^ ^ " ' HBHWHHHKfprmHipnt iusnii'ä 90 atm et nlii^ — 9an« ^s^SSLm t 179 - 054 Einheiten belaufen ZUrchir Gymkhana des A.C.S. Der Zweitllas- BiBfl iSHIlHi 1 1 JUSqua ^U atm. et plUS. — bans jm Qesamtwert von 128.700.514 Dollar, merte der erfolgreichen Veranstaltung ist Herr ^^WJ«"**^ ^KLJ refroidissement ä eaU. ——- B 1TOrde ü c h l e r T i n d n i c h t H e r r B u c h l i , w i e g e m e l d e t " ^ « . . . .. « , , « , , . - Minimum dencombrement et dentreüen. Alpenpostkurse vom 16.—22. September. T^£?££££ä2?i2& Brevew * fabpiqu4 en Sul8M - 1 480 Mitte , der %£2&?2%Säl&££S. Nürburgrinjr der B. M. W.iFahrer Heine. Die Zunahme beträgt gegenüber der entsprev ' ., chenden Woche des Vorjahres (unter Abön schwarzes Rennen. Am Schwaben- ÄflFNT 5 ! fifiNfiRAUX« rechnung einiger Postkurse, die 1928 imBulberg-Rennen, das letzten Sonntag über 5,1 U W H - A A U A . letin noch nicht verzeichnet waren) +3052. ftUCllWÖ Kilometer ausgefahren wurde, ereigneten —. 2 - Ä — ^ ^ . ^ M . . ^ » . _ Auf den nachgenannten Postlinien wurden sich zwei schwere Unfälle. Am Samstag AIITfl DIE.OI.C © Jt P L U L I I L die Kurse im Verlaufe der Woche eingestellt: stürzte im Training Graf Esterhazy auf Bu- IIU I U-T IC.IjC.O ml.M.. 1IC.I1EIIIC. Martigny-Champex (15. IX.), St. Moritzgatti und wurde schwer verletzt. Am Ren- " • w • •••WBMW ^#BH«J V^ •••«••••• Suvretta (18. IX.), Umbrail 20. IX.). Die w nen selbst fuhr Szenasi auf Bugatti in das ß D lf ~ J„ l a Rnon/iAi'i*» Tei^nlion*» 4S 400 grössten Mehrfrequenzen entfallen auf die zum wurde Publikum. Teil Stuck schwere Gegen auf Austro-Daimler Verletzungen. acht Personen in — 3M erlitten Sieger 1,6". H- I b, Kue ' de la "•" ÖUanöene . ieiepMone 4Ö.WU ^ Castasegna Strecken: Thusis-Bernhardin-Mesocco Grimsel-f-419, +386, Chur-Tiefencastel St. + Moritz-Maloia- 260 usw. +298, 1t