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E_1929_Zeitung_Nr.086

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE 1929— N p 86 Von Stand zu Stand (Fortsetzung von Seite 8) Cadillac und La Salle. Cadillac und La Salle sind Brüder. Sie entstammen den gleichen- Werken und weisen die gleichen Konstruktionsprinzipien auf, d. h. der jüngere, der La Salle, ist nach dem Vorbild seines altern Bruders entworfen worden. Es liegt viel zähe und stille Arbeit in diesen Wagen drin, die ihnen zu dem heutigen Weltruf verholfen haben. Die ersten Baupläne des Wagens waren so genial, dass sie seit vielen Jahren im Prinzip beibehalten werden konnten. Sie stellen heute vollkommene Luxuswagen allererster Klasse dar, wie sie nur von ganz verwöhnten Automobilkennern gefordert werden. Die General Motors haben ihren interessantesten Wagen der Vollkommenheit so weit genähert, als es nach dem heutigen Stande der Technik überhaupt möglich und zweckmässig ist. In der Wirkungsweise dieses prächtigen Achtzylindermotors in V- Form kann man in erster Linie eine absolute Vibrationsfreiheit bei allen Tourenzahlen erkennen, eine Tatsache, die vor allem auf die aperiodischen Kraftimpulse infolge der V-Stellung der Zylinder zurückzuführen ist. Cadillac, der grösser dimensionierte der beiden Wagen, zeigt im gemeinsamen Stande ein transformables Phaeton, fünfplätzig, in grüner Farbe uriö einen siebenplätzigen Innenlenker in Bordeaurot. Die mechanische Ausrüstung dieser Wagen, die ja seit vielen Jahren in den wesentlichen Zügen festgeblieblieben ist, bestätigt ihre Vollkommenheit neben Wagen gleicher Klasse auch dieses Jahr. Mit einem auserlesenen Komfort, einem Motor, der den geräumigen Wagen auf Verschiebbare Sitze, die nun auch bei billigen Kleinwagen verwendet werden. mehr als 135 km bringen kann, und einer Eleganz in der Karosserie, die amerikanisch klassisch und zugleich vorbildlich ist, zählt sich die Marke zu den Aristokraten der Automobilbaukunst. Wir erinnern daran, dass Cadillac der Meister der Achtzylinderkonstruktion in V- Form und, kurz zusammengefasst, die nachstehende Charakteristika aufweist: Typ 353, Bohrung 85,72 mm, Hub 125,41 mm, Zylinderinhalt 5780 ccm, drei Geschwindigkeiten, Synchromesh-Getriebe. Der Radstand von 3,55 m und die Spurweite des Wagens von 1,50 m erlauben die denkbar grössten Freiheiten in der Karosseriegestaltung. Wir finden auch beim Cadillac den Salon im wahren Sinne des Wortes. Der La Salle besitzt einen geringem Zylinderinhalt als der Cadillac, 4,97 Liter, und ist am Salon durch ein Torpedo-Spider in brauner Farbe neben einem Innenlenker in taubengrauer Farbe repräsentiert. Beide Wagen vereinigen Vornehmheit und majestätische Ruhe. Die Dimensionen von Motor und Chassis sind bei La Salle etwas geringer als bei Cadillac. Der Motor des La Salle, ebenfalls ein Achtzylinder-V-Motor in rechtem Winkel, zeigt eine Bohrung von 79,4 mm und einen Hub von 125,41 mm, was den obengenannten Inhalt von 4,97 Litern ergibt. Der Radstand beträgt nur 3,40 Meter und die Spurweite 1,45 Meter. Besondere Erwähnung verdient bei diesen Wagen das Synchomesh-Getriebe, bei dem vor dem Schalten auf eine zwangsläufige Weise die automatische Synchronisation der miteinander in Eingriff zu bringenden Zahnräder erreicht wird. Das Schalten wird damit ein geräuschloses Kinderspiel. Renault. Renault ist ein Meister der französischen Automobilindustrie, einerseits durch die vorzüglichen Modelle, die den verschiedensten Bedürfnisseni der französischen und ausländischen Käuferschaft entsprechen, anderseits durch seine konstruktiven Eigenheiten, worunter wir nur die Stellung des Kühlers erwähnen. Renault baut Vierzylinder-, Sechszylinderund Achtzylinder-Modelle. Er ist einer der ältesten Sechszylinder - Konstrukteure, da seine ersten Sechszylinderwagen schon vor zwanzig Jahren auf französischen Strassen zirkulierten. Die Marke überrascht dieses Jahr mit ihren neuen Kühlern, die sich nun beim kleinsten wie beim grössten Modell vor dem Motor befinden, aber eine schiefe Stellung halten, die der charakteristischen Motorhaube von Renault entspricht. Es ist bekannt, dass die Marke.schon letztes Jahr an seinem Modell Reinastella den Kühler nach vorn versetzte und damit die Tradition der Marke brach. Immerhin gelang es ihr, bei der Reinastella die eigenartige Motorhaubenlinie in vollendeter Form zu wahren. Da nun der Versuch mit der Reinastella durchaus befriedigte, wendet nun Renault diese Konstruktion für samtliche Modelle 1930 ohne Ausnahme an. Die Serie der ausgestellten Modelle ist sehr reichhaltig. Sie umfasst einmal den 10-PS- Vierzylinderwagen, dann den kleinen ökonomischen und schnellen Sechszylinder mit 1J4 Liter Zylinderinhalt, genannt der Monasix, und sein Schwestermodell, die Monastella, die sozusagen eine Luxusausführung des Monasix bei gleichen Dimensionen ist. In die höhern Leistungsklassen gehören der Vivasix und die Vivastella, zwei verschiedene Ausführungen eines 3-Liter-Sechszylinderchassis. Die Vivastella ist sowohl durch ihren Motor, als durch die grossen Dimensionen der Karosserie für Tourenfahrten über Land und an Bergstrassen bestimmt. Im Innern haben bequem fünf bis sieben Personen Platz. Die Marke Renault verzeichnet in ihrem Fabrikationsprogramm auch einen Pullmann der Landstrasse, den Achtzylinder Reinastella. Er ist die Krönung der typischen französischen Konstruktionsprinzipien der Marke, denn auf einem überaus leistungsfähigen Motor mit einem günstig dimensionierten Chassis baut sich eine geräumige und ausserordentlich komfortable Karosserie auf. Wir finden in dem weiten Stande der Marke folgende Wagen ausgestellt: Ein 12-PS-Chassis, zwei Monasix in Dunkelgrün und Rot- als Innenlenker und Faux-Kabriolet, ein Vivastella in brauner Tönung und ein Innenlenker in Königsblau auf dem gleichen Chassis. Schliesslich finden wir noch einen Renastella als Innenlenker in Schwarz und ein Luxus- Kabriolet in schöner grüner Farbe, ebenfalls auf dem Achtzylindef-Chassis aufgebaut. Für die überragende Stellung von Renault im Verkehr der französischen Hauptstadt spricht die Tatsache, dass seit dem 1. Oktober 1928 mehr als 2500 Taxis, Modell Monasix, eingestellt worden sind. * * * Geschäfts-Eröffnu P. P. Hiermit beehren wir uns, Ihnen die Eröffnung unserer Spezial-Reparaturwerkstätte für Elektrische Anlage?! aller Systeme sowie die Uebernahme der SCI NTI LLA-Vertretung anzuzeigen Es wird unser Bestreben sein, durch sorgfältige, fachmännische Arbeit und prompte Bedienung uns Ihr Vertrauen zu erwerben und wir bitten um Ihre freundliche Berücksichtigung bei Bedarf. u Laupenstrasse 17 OCCASION! Aeusserst billig ZD ver-wikaufen : tie, ev. würde kleinerer neu, mit jeder Garan- Wagen in Zahlung genommen. — Offerten unter JORDAN Chiff. Z. 1492 an d. Automobil-Revue, Bur. 8-Zylinder-Limousine Zürich. GÜDEL & CO.. BERN Tel.BoIlwerk71.17 langjähr. Werkstättechef der bish. Süntilla-Vertretung FRAU MUNSTERSTRASSE 17 MONBIJOUSTRASSE 17 DIic IMI KAkorur on Grosse Gelegenheit! 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86 — 1929 AUTOMOBIL-REVUE 11 T. C. S. Zürcher Ballon-Fuchsjagd mit Autoverfolgung. cy. Die vom Ostschweizerischen Verein für Luftschiffahrt und dem Schweizer Touringclub durchgeführte Ballon-Fuchsjagd hat am vergangenen Sonntag, also auf den eisten Hieb, bei recht günstigem Wetter abgehalten werden können. Die offizielle Programmliste verzeichnete vier Ballons, nämlich: üto (Fuchs) 1680 m* Inhalt, mit Pilot OberstL W. N. Gerber; Helvetia, 2200 m» Inhalt, mit Dr. Bachmann als Pilot; den Militärballon tK 8», gesteuert von Oberlt. H. Oertli, mit 1200 m» und schliesslich die