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E_1929_Zeitung_Nr.090

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12 AUTOMOBIL-REVUE 1029

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N» 99 III. Blait BERN, 18. Oktober 1929 Rixol^toXiolc auf die diesjährige schweizer, und internationale Automobil-Rennsaison Nach einem im Badio Bern gehaltenen Vortrage von F. A. Vitaü, Sportredaktor der „Automobil-Revue" Charakteristisches. drei härtesten Bergprüfungen der diesjährigen Saison, Alpenfahrt. Klausen- und Bernina-Rennen hat Als ich in der Frühe des 18. August von der erwiesen, dass die Art des Auftretens der Beanspruchungen und ihre proportionale Verteilung fast Höbe der Vorfrutt zum Tal niederbückte, dessen Schatten unter den Strahlen der aufsteigenden genau den Verhältnissen entsprach, wie sie im täglichen Betrieb eines Gebrauchswagens auftreten. — Sonne Gestalt annahm, flammte es im Urnerboden auf, wie von einem Wasserspiegel: Tausende von Die ablehnende Einstellung verschiedener Fabriken Autoscheiben blitzten im Lichta Wagen, Wagen aus gegen die Rennen ist darauf zurückzuführen, dass allen Teilen der Schweiz, aus Deutschland. Üesterreich, Frankreich. Italien, Wagen, die gekommen schlingt und dass die neuen technischen Erkennt- die Bestreitung von Rennen eine Unmenge Geld ver- waren, dem Internationalen Klauaenrennen beizuwohnen. 1928 hatte der Grosse Bergpreis der nisse nach kurzer Zeit Allgemeingut werden, also Schweiz nicht stattgefunden. Bangenden Herzens sah man nach dem einjährigen Unterbruche dem Austrag entgegen. Und nun : In einer endlosen Staubfahne hatten wir den Berg erklommen, von der ersten bis zur letzten Kehre, an ganzen Menschentrauben vorbei, an Mauern von Menschen. Der Klausen erlebte einen Rekordtag; über 35,000 Zuschauer wurden gezählt, trotzdem am gleichen Tage in Zürich die internationalen Radmeisterschaften ausgefahren wurden. Panem et circenses — Brot und Zirkusspiele ! Wem mag nicht beim Anblick der gewaltigen Felsarena visionär das Rund eines römischen Zirkus' aufgetaucht sein mit einem Meer von fiebernden Menschen. Der Antike waren die Gladiatorenkämpfe ein Spiel. Neben dem leiblichen das geistige Futter des Volkes. Die Moderne will mehr. Die Automobilrennen sind nicht nur ein grandioses Schauspiel im Pulsschlage unserer Zeit, sondern verfolgen darüber hinaus einen Zweck von volkswirtschaftlicher Bedeutung Der Sport war von jeher der PionieT des Automobilismus. Und das Automobil ist heute ein Pionier unserer Zeit, längst schon in Handel und Industrie, mit einem Wort im gesamten Wirtschaftsleben. Vergessen wir es nicht: Amerika, das mächtigste Land der Welt, ist das Land des Automobils! Es ist über den Werf der Rennen schon immer viel gestritten worden. Einwandfreie Tatsache ist, dass den Rennen als Höchstprüfungen für den Wagen grösste Bedeutung beizumessen ist. Wohl sind in letzter Zeit Prüfinstitute geschaffen worden, aber ihr Erfolg muss unbedingt hinter den Erfahrungen der Piste zurückbleiben. Schliesslich wird das Auto für die Strasse gebaut, soll also auch dort geprüft werden. Rennen sind aber nicht nur Prüfungen, sondern eigentliche Zerreissproben. Jede Prüfung stellt an jeden einzelnen Bestandteil eines Wagens, namentlich an die Motoren, die Kupplungen, die Getriebe, die Bremsen, die Reifen usw. ein Maximum von Anforderungen. An einem Rennen zeigen Neukonstruktionen ihre Bewährung, an ei-' nein' Rennen werden die schwachen Teile eines Wagens gekennzeichnet. Eine interessante Statistik der auch der Konkurrenz zugute kommen. Nun, wer holte gerne für seinen Rivalen die Kastanien aus dem Feuer ? Man hat in den letzten Jahren viel über die spürbare Rennmüdigkeit gezetert. Sie ist, mit Ausnahme weniger Länder, nicht eingetreten, vor allem nicht bei uns in der Schweiz Das Jahr 1929 war ein belebtes Rennjahr und für uns Schweizer ein Jahr des Aufschwunges. Mit den schweizerischen Erfolgen sind auch die Unkenrufe der Schwarzseher verstummt. Der Technik, um gemäss ihrer Bedeutung mit der Wertfrage der Rennen zu beginnen, hat die hinter uns liegende Saison zweifellos bedeutende Erfahrungen gebracht. Charakteristisch ist, wie sich der Kompressor bei den Renn- und Sportwagen das Feld erobert hat und bereits auch bei den Tourenwagen anzusetzen beginnt. Zur Förderung des Vorderradantriebes und der Zweitaktmotoren, brennende Probleme im heutigen Automobilbau, wurden eigentliche Rennen veranstaltet. Daneben beobachtete man zahlreiche Neukonstruktionen mit doppelter Zündung und Brennstoffzufuhr durch zwei Vergaser. Die Zylinderzahl schwankt durchwegs zwischen sechs und acht, bereits aber tauchen auch Wagen mit zwölf, ja sogar sechzehn Zylindern auf. Immer mehr kristallisieren sich beim Zylinderinhalt zwei Tendenzen heraus : einerseits der möglichst ökonomische, anderseits der möglichst leistungsfähige Zylinderinhalt. Eine erstaunliche Entwicklung hat in den letzten Jahren die Reifenfabrikation genommen. Während man früher an Rennveranstaltungen sehr oft von Reifenschaden hörte, kamen in dieser Saison sehr wenige Defekte vor Ihre höchste Widerstandsprobe erzielte die Reifenindustrie bei der Verbesserung des absoluten Schnelligkeitsrekordes für Automobile durch Major Segrave auf seinem 1000 PS Sunbeam, der die phantastische Geschwindigkeit von 372.56 Stundenkilometer erreichte. lismus unerwähnt lassen, die unter dem charakteristischen Titel « Sport ohne Publikum » zusammengefasst werden könnten. In verschiedenen Ländern .namentlich in Deutschland, wird für den Automobilsport nach Neuland gesucht. An Stelle der Geschwindigkeitsrennen treten Veranstaltungen, die die praktische Bewährung des Gebrauchsfahrzeuges bezwecken. Die Prüfungen beschränken sich hier nicht auf die Feststellung des schnellsten Wagens, sondern werten vor allen Dingen die Geschicklichkeit und Fahrtüchtigkeit des Konkurrenten, seine Fähigkeit mit einer bestimmten Brennstoffmenge wirtschaftlich fahren zu können, sogenannte Verbrauchsprüfungen, seine Regelmässigkeit, seine Fin* digkeit im Kartenlesen usw Diesem Zwecke dienen die Gymkhanas, Ballon- und Flugzeugverfolgungen und,,in ganz erhöhtem Masse, die Sternfahrten. Eine besondere Rolle spielen hierbei die sogenannten Veranstaltungen «mit gleichen Waffen» bei denen alle Konkurrenten mit ein- und derselben Warenmarke starten. Während bei den Rennen Fahrer und Marke im Treffen liegen, entscheidet sich der Kampf hier vorwiegend zwischen den Fahrern. Die Geschwindigkeitsrennen — um wieder auf sie und damit auf das Thema zurückzukommen — werden in Italien, Frankreich, England. Irland, Belgien, Spanien hauptsächlich auf Rennhahnen oder — und in zunehmendem Masse — auf. sogenannten Strassen-Circuits ausgefahren. In Deutschland, Oesterreieh und Ungarn steht das Bergrennen schon im Vordergrund. Die Schweiz kann indessen als das eigentliche Mutterland der Bergrennen angesprochen werden. Amerika kennt sozusagen ausschliesslich die ausgebaute Rennbahn. Die schweizerische Automobilsaison 1929. Die Schweizerische Sportsaison 1929 war eine der geschlossensten und schönsten seit dem Kriege. Wir können heute von einem ganz grossen Erfolge reden. Dieser Erfolg ist auf zwei Hauptmomente zurückzuführen: auf die Anpassungsfähigkeit an die besonderen Erfordernisse unseres Landes und auf die organisatorische Arbeit. Von jeher hat die Schweiz die Bedeutung des Tourenwagens einzuschätzen gewusst und als eines der ersten Länder an ihren Rennen eine besondere Tourenwagen- Kategorie gestartet. Die Bewährung der Tourenwagen an unseren grössten Bergprüfungen ist für die Automobilindustrie von grundlegender Bedeutung. Die Möglichkeit, einen Tourenwagen zu melden, hat das Feld unserer besten Fahrer srossgezogen. Beinahe ausnahmslos haben sie alle ihre ersten Rennen auf einem Gebrauchs wagen gefahren. Dieser Umstand hat. in vorwiegendem Sinne unseren regionalen Veranstaltungen zum Durchbruch verholfen. Wie sehr sich die Befeilietme der TourenfaTir. Obwohl mich das heutige Thema an die. Rennsaison bindet, an den sogenannten «Sport mit Publikum», wie wir es zu nennen pflegen, möchte; ich doch nicht jene sportlichen Tendenzen im Autöttiobizeuge bewährt hat, beweist die Tatsache, dass neuerdings auch Italien in seinem nationalen Reglement die Einführung dieser Kategorie plant, ja selbst die internationale Sportbehörde der Association Internati jnale des Automobile-Clubs Reconnus, die ihren Sitz in Paris hat und die höchste und allmächtige sportliche Behörde des Automobilismus darstellt, trägt sich, gestützt auf die schweizerischen Erfolge, ernstlich mit dem Gedanken, die Kategorie der Tourenwagen dem internationalen Code sportive einzugliedern. Bis zur Stunde anerkennt das internationale Reglement nur die beiden Kategorien Sport- und Rennwagen Der gigantische Aufschwung des Automobil-Tourismus in aller Welt, eine Entwicklung, die in der Schweiz als Fremdenland par excellence von jeher weitgehendste Unterstützung fand, rückt den Tourenwagen immer mehr in den Mittelpunkt d=s Automobilsportes Die erwähnten Sternfahrten, Regelmässigkeits- und Verbrauchsprüfungen, Ballon- und Flugzeugverfolgunsen, Gymkhanas usw. sind typische Tourenwagen-Angelegenheiten. Wir haben von einem organisatorischen Erfolge gesprochen. Die schweizerischen Automobilrennen, unter der Aegide des A. C. S., gemessen seit.Jahrea den Ruf von Musterveranstaltungen. Der Name, den sich das Klausenrennen — um nassere internationalste Veranstaltung zu nennen — ia aller Welt erworben hat, muss in erster Linie auf den umfassenden und sich aller modernen Schikanen bedienenden Organisationsapparat zurückgeführt werden. Wir haben an unseren grossen Rennen nicht uur den elektrischen Meldungsdraht und das elektrische Warnsignal in unsern Dienst genommen, sondern auch das Glück gehabt, Männer von hervorragendem Talent an die Spitze zu stellen. Die Bedienung der Presse an unseren Rennen gilt als einzigartig und findet alljährlich bei den zahlreichen ausländischen Journalisten, die den schweizerischen Rennen beiwohnen, ungeteilte Bewunderung Die Tatsache, dass unsere ganze diesjährige Saison ohne einen einzigen ernstlichen Unfall abgelaufen ist haben wir nicht zuletzt der peinlichen Instandstellung der Rennstrecken und den strengen und grosszügigen Warnvorricbtungen und Absperrmassnahmen zu verdanken Das Resultat der seriösen sportlichen Auffassung, die Vorbereitung und Durchführung der schweizerischen Rennen auszeichnen, konnte nicht ausbleiben • Von Jahr zu Jahr wäcrst das Interesse der Oeffentlichkeit und der Behörden an unseren Veranstaltungen und von Jahr zu Jahr vergrössert sich die Zahl der ausländischen Beteiligung. So sind Klausen- und Berninarennen wrhl die internationalsten aller Bergpfeise des internationalen Kalenders 1929 überhaupt gewesen. Dann ist N" 90 III. Blatt BERN. 18. Oktober 1029 der volkswirtschaftliche Wert der Rennen unbestritten 30.00 Personen wutden: am Klausen gezählt. Sie kamen aus allen Teilen der Schweiz und ans unseren Nachbarstaaten. Mi&r. ist das Beste gut genug fcgents et sous-agents sont en permanence au Service de nos clients. Partout du personnel competent sp€cialis6 depuis de nombreüses annees dans l'entretien de nos modeles. .Dans les principales villes, stock complet de pieces de rechange de tous modeles. 3 mois de Service gratuitassures par contrat sur chaque voiture neuve. FIA Ts le maximum securitöm de S.0.I7T) Der moderne Automobil-Motor verlangt vom Oel das Höchste, es soll das Metall durch einen widerstandsfähigen Film vor Hitze und Reibung beschützen. 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