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E_1929_Zeitung_Nr.090

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sehe Sprache gleich

sehe Sprache gleich meisterhaft — auf exponierte und angesehene Posten gebracht. Der internationale Auto-Tourismus war dort sein Leitmotiv. Die Persönlichkeiten der A. I. A. C. R., die Autorität in ihm erkennend, wählten ihn zum Präsidenten der Internationalen Tourismuskommission. Seiner Initiative ist das Internationale touristische Bureau in Genf zu verdanken. Für alles hatte er sich eingesetzt, was bestimmt war, dem Automobil freie Bahn über die Landesgrenzen hinweg zu schaffen. Die Hemmnisse der Zollschranken, Erleichterung im Verkehr von Land zu Land, einheitliche Verkehrsregelung, internationale Strassenorientierung, all diesem galt sein starkes Interesse. Anton Dufour war von jeher einer der schärfsten Verfechter eines allgemeinen Schweiz. Verkehrsgesetzes. In Dutzenden von Konferenzen, in hundert Besprechungen mit gesetzgebenden Körperschaften und führenden Männern suchte er einem .modernen Verkehrsgesetz den Weg zu ebnen. Als schliesslich im Frühjahr 1927 das «Bundesgesetz für Automobi!e> herauskam, da war Dufour der stärkste Faktor der Ablehnung und Bekämpfung dieses Gesetzes; seine klare Beurteilung der Materie erkannte in jenem Gesetz schwere Hindemisse für eine gesunde Entwicklung des Automobilverkehrs und es lag für ihn eine gewisse Tragik in der Tatsache, dass gerade er als treibende Kraft für ein Schweiz. Einheitsgesetz, dieses Bundesgesetz bekämpfen musste, weil es wohl eine einheitliche Regelung gebracht, dafür aber den Fahrer und das ganze Verkehrswesen mit schweren Nachteilen belastet hätte. Anton Dufour war einer der stärksten Verfechter der These: «Der Benzinzoll gehört auf die Strasse». Als seinerzeit Bundesrat Musy seinen Beutezug auf die Taschen der Automobilisten inszenierte, fand er in Dufour einen starken Opponenten und nur die Zusicherung von damals, dass der Benzinzoll «keine fiskalische Massnahme des Bundes» sei, dass er Sternfahrt nach Barcelona. Von den 40 in Genua gestarteten Konkurrenten erreichten 37 im Laufe des Nachmittages des 14. Oktobers das Ziel. Sie wurden von den Leitern der Weltausstellung empfangen. Stucks obligater Sieg. Letzten Sonntag beteiligte sich Stuck auf Austro-Daimler am süditalienischen Bergrennen Vermicino-Madonna del Tufo. Einmal mehr gewann er das Rennen in neuer Rekordzeit. Ausser ihm fuhr in der gleichen Klasse auch der bekannte deutsche Mercedes-Fahrer Graf Arco Zinneberg, der sich als Dritter hinter dem vorzüglichen Maserati-Fahrer Pastore placieren konnte. Die vierte Coppa delfe MHfe miglfa ist, wie schon mitgeteilt wurde, auf den 13- April nächsten Jahres angesetzt. Das Organisationskomitee von Brescia hat nicht nur die Preise auf 250,000 Lire erhöht, sondern auch bewirkt, dass die Städte, durch weiche das Rennen geht, Extrapreise aussetzen für besondere Leistungen ausserhalb des offiziellen Sportprogrammes. Neben den französischen und amerikanischen Maschinen werden auch die deutschen konkurrieren und man erwartet insbesondere Mercedes. Am Grossen Preis von Tunis, der am 17. November ausgefahren wird, beteiligen sich Fahrer von Ruf. Frankreich hat Etancelin, Lehoux, den Engländer Williams und sehr wahrscheinlich auch Chiron genannt, während Italien den Sieger von Monza, Achille Varzi, und Borzacchini ins Treffen schicken wird. Die Franzosen starten auf Bugatti. Varzi auf Alfa Romeo und Borzacchini auf dem Maserati-16-Zylinder-Rekordwagen von Cremona. Sternfahrt nach Monte Carlo. Die klassischste aller Sternfahrten wird vom 29. 31 Gaisbergrennen. 24 Tatra-Rundstreckenrennen. Januar bis 2. Februar 1930 dauern und hat 31. Bersrennen Chamonix-Montblanc. heute schon ihr Programm ausgearbeitet, Sentember: das sich in wesentlichen Punkten an die früheren Veranstaltungen hält. Vorgesehen sind nach dem Empfang in Monte Carlo wiederum eine Regelmässigkeitsfahrt. ein Concoursde Confort, das Bergrennen am Mont des Mules und ein Defile der Konkurrenten. An Preisen sind 100.000 Francs ausgesetzt- Einschreibungen haben an den Internationa! Sporting-Club von Monte Carlo zu erfolgen. Das Reglement ist erschienen. Die Sportsaison 1930. Der internationale Kalender. Februar: 1. Bererennen am Mont des Mulea (Iftzza). 8. Winterrennen in Schweden. März: 2 Estfrel-Rundstreckenrennen (Nizza). 23 Internationales! Kilometerrennen in Genf. 33. Turbie-Bererennen (Nizza). in irgend einer Form der Entwicklung des Verkehrswesens zu gut kommen würde, hat Dufour bewogen, sich vorläufig mit dem hohen Benzinzoll abzufinden. Seither galt sein Bemühen, einen möglichst grossen Teil dieser Benzin-Millionen den Kantonen für ihre Strassenzwecke zuzuführen. August: 3. Montenero-Rund.-treckenrennen. 4 Rennen in Brooklands 9—10 Internationales Rlausenrennea. 17 Coppa Aeerbo 17. Grand Prix von Comminaes. 17 A D A C-Bersrekord in Freiburz L B. 17—23 Internation Automobilwoche in St.Moritz 23 Britische Tourist Troptay 24 Bererpnnen am Mont Ventoux. 7. Drösser Preis von Italien. 13.—14 Pfla^terstrassenrennen in Nordfrankreich 14 Semmerine-Berfirpnnen 14 Bergrennen am Grand Sasso. 20 Seehs-Stunden-Rennen in Brooklands. 21 Grosser Preis des A C. von Frankreich. 21 Brünner Rundstreckenrennen 21 Rundstreckenrernen von Cremona. 21 Schwabenbers-Rennen (Ungarn). sich hier um eine private Autostrasse handelt, deren Benützung allerdings in zuvorkommender Weise auch der breiten Oeffentlichkeit gestattet sein wird. Diese neue Autostrasse soll von Küssnacht lediglich bis zum Rigi-Känzeli geführt werden. Da diese neue Strasse also an einem peripheren Punkte des Rigis endet, kann doch im Ernste wirklich Eine Verkehrsmotion Im Stadtrat. Die Stadtväter Berns befassten sich in ihrer Sitzung vom 11. Oktober mit Verkehrsproblemen. Von einer prinzipiellen noch systematischen Stellungnahme war zwar nicht die Rede. Es fielen lediglich mehr oder weniger glückliche Anregungen. Von gewisser Bedeutung ist die sozialistische Interpellation Harbin, die folgenden Wortlaut hat: «Der Gemeinderat wird um Auskunft darüber ersucht: 1 ob nicht vorgän?ig der Einführung der neuen städtischen Verkehrsorduung an verkehrsreichen Tagen beispielsweise an Markttagen (Dienstag und Samsttg). der Einwegverkehr in der Schauplatzgasse, Neuen?asse. Aarbergergasse, Speichergasse und eventuell andern Strassen der Stadt eingeführt werden könnte: 2 ob nicht bei den Hauptverkehrsadern (Bubenbergplatz. Bärenplatz, Zeitglocken) in den Stosszeiten der go-and-stop-Verkehr (zuerst in einer Richtung verkehren lassen, dann stoppen, um Gegenrichtung freizugeben) an Stelle der individuellen Verkehrsregelung eingeführt werden könnte; 3 auf welchen Zeitpunkt die im Interesse einer reibungslosen Verkehrsrb^elung nach dem Kirchenfeld absolut notwenaige Umgestaltung des Kasinoplatzes und der Durchbruch der Theodor Kochergasse durchgeführt werden kann.» Punkt 1 und 3 der Interpellation sind Fragen, die schon eingehendes Studium fanden. Ein Hindernis des Einwegverkehrs ist das Fehlen einer Parallelstrasse für die Amthausgasse. Der Durchbruch der Theodor-Kochergasse bis zur Brücke wird hier erst Abhilfe bringen. Einen zweiten Haken hat der Plan des Einwegverkehrs am Bubenbergplatz. Dort verunmöglicht die Tramlinie 3/4 den Kreiselverkehr. Man wird also an eine Verlegung der Linie, zum mindesten aber der Haltestelle denken müssen. Den Go- and Stop-Verkehr für Bern bezeichnete Polizeidirektor Schneeberger mit Recht als lächerlich. Praktisch würde es bei der gegenwärtigen Verkehrsdichte doch auf die bisherige individuelle Verkehrsregelung hinauslaufen. Vielleicht überlegt man sich's, den Qo- and Stop-Verkehr bei ausserordentlichen Anlässen, die einen ungeheuren Stossverkehr mit sich bringen, anzuwenden. Schon Zürich und Genf haben mit dem Go- and Stop-Verkehr nur Theater gemacht. Und zwischen Bern und den beiden genannten Städten ist punkto Verkehrsdichte noch allerhand Unterschied. Da scheint uns der Vorschlag, wonach zu Zeiten des Sfossverkehrs keine verkehrshindernden Fuhren ausgeführt werden sollten, schon ungemein bedeutender. Schaue sich einer die Kornhausbrücke an, wenn (ausgerechnet!) mittags 12 Uhr eine Fuhre Langholz von zwei lammfrommen Pferden und einem Aus «f«*n I4>«an#«»n4&n Fuhrmann, der an Langmut seinen vierbeinigen Freunden nicht nachsteht, mit einem fast Das Projekt einer Automobilstrasse auf die Rigi nid gsprängt über die Brücke kriecht! Sonst 500 Meter langen Schwanz von Automobilen. Tramwagen, Bähnchen und Radfahrern nume hat im Verlaufe weniger Wochen an der legen ja die Fuhrleute Immer um \2 Uhr die Presse viel zu reden gegeben. Man vernahm Zügel aus der Hand! Aber auch das Militär da Aeusserungen in zustimmendem" und ab-pfleglehnendem Sinne. Jedenfalls werden die die keineswegs zu breit geratene Kornhaus- mit Vorlieb« um \2 oder 6 Uhr über wichtigsten Argumente der Gegner dieses brfleke zu paradieren. Ob hier nicht irgendwie Projektes hinfällig, wenn man weiss. dass es «verkehrsregelnd» eingegriffen werden könnte? Sicher wird die neue Brücke Entlastung bringen. Denkt man hier vielleicht an einen Sens unique : Kornhausbrücke landwärts, neue Brücke stadtwärts? Immer bestimmter werden im Stadtrate Stimmen nach der städtischen Verkehrsordnung laut. Man kennt ja das Abenteuer dieser Verordnung: Von der Regierung abgewiesen, Anton Dufour hat schon vor Monaten seinen Freunden im Zentralkomitee erklärt, nicht von einer «Verschandelung des Ber-voges» oder von einer Autoraserei über den sollte man meinen, es stehe nichts mehr im dem Bundesgericht gerechtfertigt. Nun dass er eine Wiederwahl naclt Ablauf seiner jetzigen Amtsperiode Ende 1929 des be-Bergkamstimmtesten ablehne. Nicht etwa aus Inter- Einige Gegner des Projektes glaubten hier der Verordnung auch eine materielle Seite der Rigi die Rede sein! Wege. Weit gefehlt! Die Regierung hat an esselosigkeit oder gar aus einer verärgerten vor einer Spekulation mahnen zu müssen. entdeckt und prompt ist auch schon die Lupe Stimmung heraus, sondern in der Erkenntnis, dass, nachdem unter seiner Leitung der einen praktischen Wert haben und in diesem Es fielen noch allerhand kleine Wünsche Selbstverständlich soll auch diese Strasse gezückt! Ja, gut Ding will... Club über alle Fährnisse der Krise hinweg Sinne ist der Bau jeder Strasse eine Spekulation. Aber der Vorteil für die Oeffentlich- uns hier schenken können. lokalen und sehr lokalen Charakters, die wir war und eine frische, zielbewusste Entwick- V. lung einsetzte, nun füglich ein anderer das Szepter führen könne. Kaum hat der Verstorbene dabei mit Krankheit oder gar ernster Gefährdung seines Lebens gerechnet; er fühlte sich beim Entschlüsse des Rücktrittes geistig und körperlich in voller Frische, vielleicht zog ihn seine alte Neigung wieder mehr in das geschäftliche und industrielle Schaffen hinein, vielleicht aber schlummerte im Unterbewusstsein die Vorahnung, dass seinem Lebenswerke bald ein Ziel gesetzt sein werde. Hunderte stehen an der Bahre dieses verdienstvollen Mannes, tausende in allen Teilen unseres Landes werden seiner in Trauer. Verehrung und Sympathie gedenken. Ein reiches und erfolgreiches Leben findet einen vorzeitigen Abschluss. Wir haben uns mit dem Walten einer höheren Macht abzufinden, wenn wir im Geist letztmals jenem die Hand drücken, der nach ernstem Schaffen still von dannen ging. Den Angehörigen des teuren Toten wird die hohe Anerkennung, Verehrung und Liebe des seltenen Mannes jenen Trost bringen, der sie den Schlag des Schicksals leichter überwinden lässt. W. Beerdigung. Die Beerdigung von Anton Dufour findet am Sonntag nachmittag in Genf statt. April: 12.—13. 1000-MeiIen-Rennen. 13. Grosser Preis von Marokko. 13. II. Grand Prix von Monaco. 20. Pietro-Bordino-Preia in Alessanäriii. 21 Garoupe-Rundstreckenrennen. 21. Rennen in Brooklands 26.-27. VL Rundfahrt um Sizilien. Mai: 4. XXI. Targa Florio in Sizilien. 9.—10. Zwölf-Stunden-Rennen in Brooklands. 11 Zbraslay-Jiloviste-Bergrennen (Tschechoslow.). 16.—17 Arcole-Rundstreckenrennen (Oran). 18. Rundstreekenr«nnen von Camp bei Marseille 18. Caserta-Rundstreckenrennen. 23.-24 Irischer Grand Prix. 25. Konigspreis in Rom 25.—29 Wiesbadener AutomoMI-Tournier. 30. Indianapolis-Reiinen (Amerika). Juni: 1 —7. Rumänische Tourenwaeenprüfung. 7.—8 Rundstreckenrennen von Balaton-Metra (Ungarn) 8 Rundstreokenrennen in Belgien. 8. Circuito Chianti (Italien) 8 Rabassada-Bererennen bei Barcelona. 9. Rennen in Brooklaads. 15. Circuito PenJÄina. 15 Grosser Preis von Lyon. 15. Kesselbererennen. 21—22 Rennen über 24 Stunden in Le Mans. 22.—29 Polnische Tourenwagenprüfung. 25.—29 Automobil-Tournier in Baden-Baden. 29. Grosser Preis der Marne. Juli: 5. Sternfahrt zur Hohen Tatra (Tschechoslowakei) 5.—6 Großer Preis von Belgien (24 Stunden). 6 Grosser Preis des Prinzen von Piemont 6 Toul-Nancv. 13 Grosser Preis von Deutschland. 20 Grosser Preis von Europa in Belgien. 25 Grosser Preis von Spanien. 25 —28 Venediger Autorennen. 27 GrosÄer Sport wasen preis in San Sebastian. 30. Juli bis 4. August Internationale Alpenfahrt. AUTOMOBIL-REVUE - No 90 keit besteht in diesem Falle in der Erschliessung der Rigi für einen grösseren Verkehr und dies wird von beiden Teilen, sowohl den Bewohnern des Rigigebietes, als auch den Besuchern dieses prächtigen Aussichtsberges, begrüsst werden. Daneben werden ohne Zweifel auch jene Landbesitzer bedeutend profitieren, deren Liegenschaften an die neue Strasse zu liegen kommen, denn diese Grundstücke werden doch infolge der neuen Zuund Abfuhrmöglichkeiten eine entschiedene Aufwertung erfahren! Diese neue Strasse wird die unerlässliche Vorbedingung für die Entstehung von Villen, Chalets, Erholungsheimen für den Daueraufenthalt in der sommerlichen Alpenluft und in der nebelfreien Z.one der Wintersonne und des Wintersportes schaffen. Es ist vollständig falsch, wenn man befürchtet, dass durch diese Strasse die Kuranten oder die sonstigen Besucher der Rigi vertrieben werden. Das Gegenteil davon wird der Fall sein! Durch die Erschlossenheit des Rigigebietes wird der Zustrom der Besucher anwachsen und eine der schönsten Aussichtsstrassen der Schweiz und der Welt wird sowohl dem Auto- und dem Fussgängerverkehr zugänglich gemacht werden. R. zm>www Noft'zen Bei Unfällen Gewissenhaftigkeit. Kürzlich wurde in Bern ein Fussgänger von einem Personenauto angefahren und zu Boden geschleudert. Auf Veranlassung eines kurz nachher nachfahrenden Radfahrers wurde der am Boden liegende Mann von dem in der Nähe wohnenden Arzt in Behandlung genommen und nach Hause verbracht. Der Mann erlitt beim Anprall einen doppelten rechten Armbruch und sonstige Verletzungen am Körper. Der Autofahrer glaubte, einen Stos« verspürt zu haben, hielt etwas weiter oben an, und da er auf der Strasse nichts bemerkte, fuhr er weiter« Als er später sein Auto besichtiste. sah er am hinteren rechten Kotflügel eine Beschädigung und am Griff der Wagentür ein Taschentuch Er machte nun sofort der Polizei Mitteilung Die Ursache des Unfalls ist dem herrschenden Regenwetter und dem. unvorsichtigen Ueberschreiten der Fahrbahn durch den Fussgänger zuzuschreiben. Der Automobilist hat. von dem Augenblick an, da er einen Unfall vermutete, weder die Spuren zu verwischen gesucht, noch den Kopf verloren. Er tat das einzig Richtige : er meldete seine Beobachtungen der Polizei- Dadurch bekundete er seinen Willen, was auch geschehen sei, zu verantworten und sicherte sich die öffentliche Achtung. Solche Fahrer leisten dem Automobilismus einen schönen Dienst. Schweizerische Alpenposten. Zunahme der Beförderung. Die Schweizerischen Alpenposten haben auf den bereits im Jahre 1928 bestehenden Linien in der Zeit vom 24. Juni bis 29. Ser> tember 1929 291,332 Personen befördert, im Vergleich zum Vorjahre (274.332 Personen) bedeutet dies eine Zunahme von 6 Prozent Während des Jahres 1929 wurden folgende Linien neu in die Statistik aufgenommen: Chäteau d'Oex—Les Mosses—Sepey—Leysin, Gstaad—Pillon—Diablerets, Troistorrents— Morgins, Samen—Melchthal, Einsiedeln—« Oberiberg, Schuls—Fetan Diese wurden von 28,343 Personen frequentiert, so dass mit Einschluss der neuen Linien die Zunahme in der Beförderung durch die Alpenposten im Jahre 1929 zirka 11 Prozent betrug. Betriebsänderungen. Folgende Saisonkurse sind in Jahreskurse umgewandelt worden: Brünig—Haslebers—• Reuti, Chur—Tschiertschen, Lenzerheide—« Tiefencastel—Mühlen. S. V. Z. Die Berliner Polizei kämpft gegen die Verkehrsunfälle. Im Berliner Polizeipräsidium fand kürzlich eine Besprechung statt mit den verschiedenen Organisationen der Verkehrsinteressenten. Der besondere Zweck dieser Besprechung war, das Problem der Verhehrsunsicherheit zu erörtern und Massnah men gegen rücksichtslose Fahrer zu erwägen. Nach der Statistik ereignen sich In Berlin täglich 90—100 Verkehrsunfälle. Es ist festgestellt, dass ein Grossteil der Verkehrsunfälle auf Autofahrer zurückzuführen ist, die sich systematisch über alle Verkehrsregeln hinwegsetzen. Die Polizei beschliesst nun folgende neue Massnahme: Jede polizeiliche Verwarnung, gleichviel ob schriftlich oder mündlich erfolgt, soll einer polizeilichen Zentralstelle durch eine kurze schriftliche Meldung mitgeteilt werden. Die Zentralstelle trägt dann die Verwarnung auf ein Kartenblatt ein, das für jeden Motorzeugfahrer angelegt wird. Bei jedem Unfall wird nun diese Personalkarte nachgesehen und wenn sich bei der Prüfung: herausstellt, dass einer der am Unfall beteiligten Fahrer schon früher von der Polizei verwarnt wurde, so wird die Vermutung seiner Schuld gefolgert. Eine bestimmte Anzahl von Verwarnungen wird automatisch die Verhängung einer Strafe nach sich ziehen. Mehrere Bestrafungen führen zum Entzug des Führerscheins. Einem Automobilisten, der dauernd die Verkehrsvorschriiten übertritt, kann der Führerschein auf Lebenszeit entzogen werden. gr. Nachschrift der Red.: Das Berliner Polizeipräsidium legt sich hier ein recht bequemes Instrument zu. das unserer Ansicht nach jedoch sehr zweifelhafter Natur ist und auf alle Fälle zwischen Fussgängern und Automobilisten zweierlei Recht schafft

TV m — 1!»?» Baron de Zuylen, Präsident der A. I Ä. eeit 1904, wurde in Paris herzlich gefeiert. Die Tourismus-Kommission der A. I. A. Wir haben in der letzten Nummer in kurzen Zügen von der Sitzung der internationalen Tourismus-Kommission anlässlich der Jubiläumstagungen der A. I. A. C. R., kurz A. I. A. genannt, berichtet Mit ausserordentlichem Bedauern nahm die Kommission Kenntnis von der schweren Erkrankung ihres Präsidenten, Herrn A. Dufour, Zentralpräsident des A. C. S. Obwohl Dufours Erkrankung die schwersten Befürchtungen zulässt, hat die Kommission ihren verdienten Präsidenten einstimmig wiedergewählt. Als Stellvertreter amtet Senator Crespi (Italien). Einen gewichtigen Rang nahm in den Pariser Verhandlungen der touristische Dienst der A. I. A. in Qeni ein. Das unter der fachmännischen Leitung von Herrn L. F. Empeyta stehende Bureau hat die eTste der beiden gestellten Aufgaben, die persönliche Fühlungsnahme der angeschlossenen Clubs zum Zwecke der Belebung des Tourismus auf weitester Basis, erfolgreich abgeschlossen. die nächsten Aufgaben des kommenden Jahres zu sprechen. Den Ausbau der Staats- Die zweite grosse Aufgabe des Bureaus, die regelmässige Bedienung der A. I. A. mit touristischen Kartenwerken, mit touristischer ner Grenze hält er als dringlich und die Verstrassen von der Glarner bis zur Graubünd- Literatur, touristischen Auskünften, ist be-hältnissreits in ein aktives Stadium getreten.. Nicht saniert werden. Bereits im laufenden Jahre sollen hier so rasch als möglich weniger als vier Länder, nämlich Italien, seien in Ragaz zwei wertvolle Korrektionen Oesterreich, Spanien und Frankreich (ohne dl« Schweiz erwähnen zu wollen) stehen mit Genf in reger touristischer Korrespondenz. Auch Deutschland interessiert sich um den Genfer Dienst. Alle bisherigen Arbeiten sind ohne jegliche Doppelspurigkeit mit Paris, wo sich bekanntlich die unter P£ron stehende touristische Zentrale befindet, abgewickelt worden. reibungslos Jlkuss£elluns£c»n Der New Yorker Salon. Die nationale Automobilkammer von Amerika ladet während dem New Yorker Automobilsalon, der vom 4.—11. Januar 1930 dauert, zu einem internationalen Tag ein, der mit einem grossen Bankett im Hotel Commodore in New York beschlossen werden soll. Erweiterung des Genfer Salons? Wir haben kürzlich berichtet, dass der Staat Genf durch den Beschluss des Regierungsrates die Garantie für ein Anleihen der «Soci6t6 Anonyme du Palais des Expositions» in der Höhe von 3 500000 Franken übernommen hat. Wir entnehmen dem betreffenden Bericht einige Angaben, die für die Gestaltung des Salons 1930 von Bedeutung sind: Die Ausstellungsleitung erkannte die Notwendigkeit, den verfügbaren Ausstellungsplatz sowohl für den Salon, wie auch für andere Anlässe zu vergrössern. Sie gelangte daher an den Staat Genf mit dem Gesuch, die Garantie für ein Hypothekaranleihen zu übernehmen, wobei entweder eine Vergrösserung der bisherigen Räumlichkeiten oder dann der Bau neuer Hallen in Aussicht genommen werden darf. Der gegenwärtige Bau hat der Ausstellung seit 1926 grosse Dienste erwiesen. Er wurde für die Salons von 1927, 1928 und 1929 benützt, ferner für Concours Hippique von 1926, 1927 und 1928, für Konzerte der Garde Röpublicaine, für gymna stische Veranstaltungen, Musikausstellungen. Jubiläum des Roten Kreuzes, Gartenbauausstellung usw. Der Ausstellungspalast stand der Stadt Genf gratis zur Verfügung und fand für behördliche und wie auch für sportliche Veranstaltungen regen Zuspruch. Bei den verschiedenen Anlässen wurde festgestellt, dass der Palast dank seiner An Jage für Ausstellungen, Concours Hippique und sportliche Veranstaltungen sich als günstig erwies, hingegen für Konferenzen, Konzerte und für Festspiele sich weniger eignete. Anderweitig spielt der Ausstellungspaiast speziell in der Entwicklung des schweizerischen Automobilsalons eine grosse Rolle. Erinnern wir daran, dass letztes Jahr die verschiedenen Motorfahrzeugausstellungen in zwei Serien abgehalten wurden und dass hierauf die Ausstellungsleitung die grössten Anstrengungen unternahm, um für den kommenden Salon den nötigen Platz zu finden, sämtliche Ausstellungen wiederum in einer einzigen zu vereinigen. Der Automobilsalon spielt eben im wirtschaftlichen Leben von Genf eine eminente Rolle. Beim Studium der Erweiterungsfrage des Salons erkannte der Verwaltungsrat der «S. A. du Palais des Expositions», dass neue Anbauten nur unvollkommen ihre Aufgabe erfüllen. Er gelangte zur Absicht, eine neue grosse Halle in der Art eines Amphitheaters mit einer Galerie erstellen zu lassen. Ein solcher Saal würde nicht nur dei Automobilausstellung dienen, sondern auch andere Ausstellungen nach Genf ziehen, die mangels geeigneter Lokalitäten in einer andern Stadt oder gar nicht abgehalten werden konnten. Die neue Halle würde sich, so gut es heute vorauszusehen ist, besser bezahlt machen, da ja allein das Organisationskomitee des Automobilsalons eine Mehrmiete von 70000 Franken für zehn Tage Benützung übergeben wird. Im Finanzprogramm ist nun folgender Voranschlag vorgesehen: Terrainankauf Fr. 300 000.—; Neubauten Fr. 2 045 000.—; Anleihe- und Konversionskosten Fr. 50 000.—; was zusammen Fr. 2 395 000.— als Voranschlag ergibt. Das neue Anleihen würde auf Fr. 3500 000 festgesetzt. Der genferische Regierungsrat hat angesichts der Wichtigkeit dieses Baues und angesichts seiner wirtschaftlichen Möglichkeiten dem Grossen Rat die Annahme des Kreditgesuches empfohlen. lt ÄTJTOMOBTL-PrVUr! Ausbau des st. gallischen Staatsstrassennetzes. Geschaffenes und Geplantes. (ed-Korr.) In seinen Ausführungen an die Adresse der Widersacher gegen die durchgehende Automobilstrasse Gossau-Wil kam der st. gallische Regierungsrat u. a. auch auf durchgeführt worden und nächstes Jahr werdie die Strasse von Ragaz bis und mit Sargans durchwegs einen harten Belag erhalten. Die Walenseestrasse Mühlehorn-Wallenstadt sei durch die Ortschaften ebenfalls schon mit einem harten Belag versehen und im übrigen Teil verbreitert worden. Im Jahre 1930 soll auf der ganzen Strecke Sargans-Wallenstadt- Mols ein staubfreier Belag geschaffen werden, soweit ein solcher nicht bereits schon vorhanden ist. Damit glaubt man dem Oberlande gegeben zu haben, was es heute verlangen kann; die Frage einer durchgehenden Automobilstrasse längs dem Walensee ist ein Thema zu späterer Verwirklichung. Desgleichen ist beabsichtigt, nächstes Jahr aus dem Kredit für ausserordentliche Verbesserungen der Staatsstrassen die Churerstrasse von Sennwald bis Buchs zu teeren. Von Rorschach bis und mit Oberreit ist sie mit Ausnahme der Strecke auf dem Gebiet von Balgach und Marbach, welche Gemeinden sich zur Leistung des ihnen zugemuteten Beitrags von 55 Rappen per Quadratmeter bisher noch nicht haben entschliessen können, bereits mit einem staubfreien Belag versehen, -so dass weder das Rheintal noch, das Oberland sich ober eine stiefmütterliche Behandlung von Seiten des Staates beklagen können. Die Durchgangs-Autostrasse Gossau—Wil. c Man» opponiert. (er.-Korr.) Nachdem das regierungsrätliche Projekt auf Schaffung einer durchgehenden Automobilstrasse Gossau-Wil in der Presse Gegenstand der verschiedenartigsten Oppositionen geworden ist, beschäftigt sich der Regierungsrat in seiner eben erschienenen Botschaft um so einlässlicher mit den gegen diese « Luxusstrasse» erhobenen Einwänden, die einesteils aus der Gegend von Flawil kommen, das mit Stentorstimme einer Unterführung der Staatsstrasse am Ostein- Regierungsrat veranlasst, die sofortige Inangriffnahme des Strassenbaues Gossau-Wil zu beantragen, ist die Tatsache, dass die alte Strasse über Oberbüren, trotz des nunmehrigen guten Zustandes der Flawilstrasse, immer noch so stark befahren wird, dass sie mit dem gewöhnlichen Flicksystem nicht mehr in befriedigendem Zustande erhalten G®m*mvmm wimm& halfen die Sfrasse Wenn Sie beim plötzlichen Bremsen Infolge Schleuderns Ihres Wagens knapp einer Gefahr entronnen sind, kommt es Ihnen zum Bewusstsein, wie dringend die Auswechslung Ihrer Reifen geworden Ist. Warten Sie nicht, bis ein Unglück geschehen ist. Alle Reifen der Welt sind nicht wert, dass Sie Ihr Leben riskieren. Verwenden Sie künftig Firestone- Reifen mit dem weltberühmten Gleitschutzprofil. Sie sind die sichersten Im Gebrauch und liefern am meisten Kilometer zum niedrigsten Preis. werden kann; sie müsste deshalb mit einem harten Belag versehen werden, was auf den Steürampen mit elf Prozent Gefälle jedoch nicht zweckmässig ist. Ein anderes Mittel, auf diesen Strecken eine gute Fahrbahn zu erhalten, kennen aber die Fachleute zurzeit noch nicht. Abgesehen davon, müsse auch erwogen werden, ob es sich vom wirtschaftlichen Standpunkte aus rechtfertige, eine Strasse, die wegen ihrer ungünstigen Richtungs- und Steigungsverhältnisse über kurz oder lang doch ersetzt werden müsse, noch einmal mit einem teuern, 400,000 Franken verschlingenden Strassenbelag zu versehen. Und dann weist die Botschaft auch noch auf ein verkehrspolitisches Moment hin: Der Thurgau sei nämlich in jüngster Zeit mit dem Ausbau seiner Durchgangsstrassen in grosszügiger Weise vorangegangen und schon mache sich die Abwanderung des Verkehrs über sein Gebiet bemerkbar. Aber auch die Verhältnisse im St. Galler Oberland werden in der regierungsrätlichen Botschaft nicht übergangen und auch für jene Strassenzüge wird eine baldige Remedur in Aussicht gestellt. Die durchgehende Automobilstrasse Gossau-Wil wird nach dem bereinigten Projekte 11,849 Meter lang werden, wovon 1978 Meter in der Gemeinde Gossau, 6068 Meter in der Gemeinde Oberbüren, 2883 Meter in Honaii und 920 Meter in Zuzwil liegen. Die Fahrbahnbreite ist auf 6,5 Meter vorgesehen; vort den nahezu 12 Kilometern Länge liegen über 7300 Meter oder nahezu 62 Prozent in der Geraden. 8446 Meter haben eine Steigung bis zu 3 Prozent und nur 2645 Meter eine solch« bis zu 5,7 Prozent; das maximale GefäJe von 5,7 Prozent hat nur eine Länge von 322 Metern. Der Bau soll in zwei Etappen erfolgen; im ersten Ausbau, für den sich der Kostenvoranschlag auf 2,180,000 Franken stellt* würden die Einschnitte ausgehoben und die Dämme aufgeschüttet, das Steinbett von gang des Dorfes ruft, anderseits aus dem20 cm Dicke eingelegt, eine 10 cm tiefe Rheintale und vor allem aus dem Oberlande, Schotterschicht aufgebracht und die Verkehrsschutzmassnahmen durchgeführt. Wenn die einem rascheren Ausbau der in ihrem Gebiete liegenden bereits bestehenden Staatsstrassen rufen. Der Hauptgrund, der die Dämme sich gesetzt haben und der Schot- den ter eingefahren ist. käme dann der weitere Ausbau mit der Verbreiterung des Steinbettes in den Einschnitten und der Anlage eines harten, staubfreien Fahrbahnbelages; die Kosten für den zweiten Ausbau sollen dann später aus dem Kredit für künstliche Strassenbeläge bestritten werden. An grössern Brücken und Durchlässen sind deren fünf vorgesehen; die Thur wird bei der Weberei Felsegg mit einer gewölbten Brücke mit vier Oeffnungen zu je 20 m Lichtweite und zwei Oeffnungen zu je 14 m Lichtweite überwölbt. Ueber die Beiträge an die Gemeinden aus dem Automobilsteuer-Ertrag und aus dem kantonalen Anteil am Benzinzoll hat der Regierungsrat des Kantons Schaffhausen eine Verordnung erlassen. Der Anteil der Gemeinden an der Steuer und am Benzinzoll, die beide zur Anpassung der Land- und Vizinalstrasse an den neuzeitlichen Verkehr zu verwenden sind, soll 20 Prozent des Betrages nicht übersteigen. Die Stadt Schaffhausen erhält jährlich 33 Prozent von dem den Gemeinden zugewiesenen Anteil, Neuhausen 8 Prozent und die Stadt Stein a. Rhein 3 Prozent. Die übrigen Gemeinden erhalten an die durchgeführten Verbesserungen ihrer inneror's gelegenen Durchgangsstrassen einen Beitrag von maximal 30 Prozent der tatsächlichen Aufwendungen. Auch an die Kosten der Signalisierung der innerorts gelegenen Durchgansstrassen 'eistet der Kanton eine Subvention von maximal 50 Prozent, vorausgesetzt, dass dies© Signalisierung den geltenden Vorschriften entspricht und von der Baudirektion genehmigt wurde. Diese Verordnung über die Verwendung der Automobilsteuer und den Benzinzoll an die Qemeinden im Kanton Schaffhausen tritt rückwirkend auf 1. Januar 1929 in Kraft. _ey. Die neue Rheinbrücke Flaach-Rüdlingen, mit deren Arbeit im Juli begonnen wurde, geht nun allmählich der Vollendung entgegen. Seitlich der alten Brücke wurde zuerst ein Fussgängersteg gebaut, dann wurden die alte Brücke und hernach die Pfeiler abgebrochen. Der neue, verstärkte Mittelpfeiler ist nun fertiggestellt. Die Brückenarbeiten wurden von den Regierungen der Kantone Schaffhausen und Zürich gemeinsam vergeben und sie werden unter der Leitung des Tiefbauamtes des Kantons Zürich ausgeführt. Die neue Brücke wird zwei Meter breiter als die alte. Sie erhält eine Fahrbahn von 4M> Metern, dazu zwei Trottojrs. Die Tragkonstruktion wird aus Eisen und die Fahrbahn aus Eisenbeton mit Hartasphaltbelag erstellt. Die neue Brücke wird auf dem Strassendamm bei Rüdlingen montiert und dann von dort abteilungsweise auf die Pfeiler vorgeschoben.