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E_1929_Zeitung_Nr.090

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AUTOMOBIL-REVUE Bewährt

AUTOMOBIL-REVUE Bewährt durch die Zeit anerkannt von Tausenden! Auf fünf Chassis-Typen gebaut, bietet GRAHAM-PAIGE auf einer breiten Preisskala vielfältige Karosserie-Modelle an. Mit Ausnahme des Modells 612 sind alle Graham-Pei?t-Wagen mit Vier-Gang-Getriebe ausgestattet. Das zeitbewährte GRÄHÄM-PÄIGE-Schnellganggetriebe hat dem Publikum einen neuen Masstab gegeben, an welchem die moderne Ausführung eines Wagens zu messen ist. Sanft, geräuschlos und schnell im Verkehr, bewirkt das Graham- Paige-Schnellganggetriebe trotz geringer Motordrehzahl grosse Fahrgeschwindigkeit, längere Lebensdauer und grösste Ersparnis beim Fahren. Erproben Sie den Reiz von zwei direkten Gängen heute in einem GRftHÄM-PAlGE Sechs- oder Acht-Cylinder. Jeder Verkäufer wird Ihnen gerne einen Wagen zur Verfügung stellen. Kt Aargau KL Appenzell Kt. Basel (Basel-Stadt und Basel-Land) Kt Bern Kt Freiburg Automobiles Paige A.-G., Generalvertretung, Badenerstr. 313, ZÜRICH A. Frei, Automobiles, HERISAU Camllle Zerr, Automobiles« Schützenmattstrasse 12, BASEL Automobiles Paige A.-G, Generalvertretung, Badenerstr. 313, ZÜRICH Garage de Georgette S. A., Avenue Beile-Fontaine, 2, LAUSANNE Kt Genf Kt Glarus Kt Luzerff Kt Neuenburg Kt Schaffhausen Kt Sehwyz UNSERE VERKAUFS.ORGANISATION: Motor-Import S. A., 6, Cours de Rive, GENEVE Automobiles Paige A.-G., Generalvertretung, Badenerstr. 313, ZÜRICH Franz Koch, Automobile, Hofstrasse 1 a, LUZERN A. Galla, Garage du Parc EPAGNIER-Neuchätel Automobiles Paige A.-G„ Generalvertretung, Badenerstr. 313, ZÜRICH Franz Koch, Automobile, Hofstrasse 1a. LUZERN Kt. Solothurri Kt. St Galten Kt Tessin KL Thurgau Kt Unterwalderi Kt Uri Max Moser & Cie.. ÖLTEN und H. Fasler, Autos, GRENCHEN E. Baumann, Automobiles, WATTWIL A. Ponti, Automobiles; LUGANO E. Ruckstuhl, Automobiles, AADORF Franz Koch, Automobile, Hofstrasse 1 a, LUZERN Franz Koch, Automobile, Hofstrasse 1a, LUZERN KL Waadt Kt Wallis Kt Zug Kt Zürich Seegemefnderi am ZOrichsee Platzvertretung Winterthur Garage de Georgette S. A* Avenue Belle-Fonialne, 2, LAUSANNE Garage de Georgette S. A, Avenue Beile-Fontaine, 2, LAUSANNE Automobiles Paige A.-G.» Generalvertretung, Badenerstr. 313. ZÜRICH Automobiles Paige A.-G, Generalvertretung, Badenerstr. 313. ZÜRICH J. Faul. See-Garage, HORGEN H. Roos, Automobiles, Paulstr. 12. WINTERTHUR GENERAL-VERTRETUNG FÜR DIE SCHWEIZ: AUTOMOBILES PÄIQE - Aktien-Gesellschaft - ZÜRICH Badenerstrasse 313 Telephon Selnau 54.65 Verlag, Administration, Druck and Cücbene; HALL WAG A.-Q, liaüersche ßuchdruckerei und Wasnerscha Verlagsanstaü, Bern.

II. Blatt PRN. 18. Oktober 1029 N°90 II. Blatt BERN. 18. Oktober 1929 Technische Rundschau Der Wagen der Zukunft Jede Entwicklung erfordert ihre Zeit. Blikken wir auf die Entstehungsgeschichte des Automobils zurück, so erkennen wir, dass auch dieses Werk menschlichen Geistes nur nach und nach die Gestalt angenommen hat, die uns heute selbstverständlich erscheint. Es gilt das sowohl für sein äusseres Aussehen, wie für die Durchbildung des Mechanismus. Beim Versuch, die Weiterentwicklung des Automobils vorauszusagen, müssen wir deshalb jede sprunghafte Veränderung von vorneherein ausschliessen. Die Weiterentwicklung wird ebenso kontinuierlich vor sich gehen wie die bisherige Entwicklung. Das verhindert aber nicht, dass uns heute noch das als revolutionär erscheint, was vielleicht schon in einigen Jahren zuf Selbstverständlichkeit geworden sein wird. Auch hier fehlt es ja nicht an Beispielen: Vierradbremsen und Aluminiumkolben, die heute allgemein angewandt werden, begegnete man noch vor wenigen Jahren mit ausgesprochenem Misstrauen, zum mindesten hielt man sie für überflüssig. Eine Tendenz, die schon heute deutlich zur Auswirkung gelangt und in den nächsten Jahren sicher noch deutlicher zur Geltung kommen wird, besteht in der Anwendung noch kleinerer Motoren mit zunehmender dermotoren ausrüsten. Auch hier sind die ersten Anfänge schon gemacht. Motoren der Zukunft Die Vermehrung der Zylinderzahl und die damit Hand in Hand gehende Steigerung der Motor-Elastizität wird in vielen Fällen eine !«[«! Eine Entwicklungsmöglichkeit besteht in der Anwendung der Gasturbine zusammen mit einem unendlich variablen Getriebe. Reduktion der Getriebe-Uebersetzungen gestatten. Das viergängige Getriebe wird bei ganz starken Wagen durch ein bloss zweigängiges Getriebe ersetzt. Der Anwendung von Getrieben mit dauernd im Eingriff befindlichen Zahnrädern, Getrieben also, die ohne jede Schwierigkeit geschaltet werden können, steht dann nichts mehr im Wege. Sehr wahrscheinlich kommt es dann gleichzeitig zur Einführung von Gangwählern, die die gewünschte Uebersetzung automatisch mit dem Niederdrücken des Kupplungspedals einspringen lassen, nachdem ein kleiner Wählerhebel am Lenkrad in die entsprechende Lage gebracht worden ist. Nicht ausgeschlossen ist ferner, dass nicht auch das Zweigang-Planeten-Getriebe, wie ren die einfache Turbine den komplizierten bisherigen Motor vollkommen verdrängt haben wird. Zwar ist gegenwärtig die Gasturbine immer noch nicht über das Experimentierstadium herausgekommen. Aber die Schwierigkeiten liegen einzig mehr in der Beschaffung genügend hitzebeständiger Materialien. Und bei den immer grösseren Fortschritten der modernen Metallurgie ist die Hoffnung berechtigt, dass die notwendigen Materialien über kurz oder lang zur Verfügung stehen werden. Gasturbinen? Die Turbine würde dann allerdings eine radikale Abänderung der bisherigen Kraftübertragung erfordern, denn mit ihrem vollen Wirkungsgrad arbeitet sie nur bei sehr hohen Tourenzahlen. Es müsste ein Getriebe mit unbegrenzt variabler Uebersetzungszahl gefunden werden, das zuliesse, dass sich die Turbine trotz der verschiedenen Wagengeschwindigkeiten immer annähernd gleich rasch dreht. Die Grundlagen für solche Getriebe sind bereits vorhanden; wir brauchen unsere Leser nur an die seinerzeit beschriebenen Getriebe von Constantinesco und Sen* saud de Lavaud zu erinnern. Das einspurige Strassentorpedo der Zukunft. Mit Turbinenantrieb würde die Maschinenanlage eines Wagens auf alle Fälle äusserst Ford es an seinem alten Modell hatte, eine kompakt. Das bisherige «Maschinenhaus» Die Entwicklung im Automobilba-u tendiert zur Verkleinerung der Motorwi und Vermehrung der Zy-einfacher Bedienbarkeit vorbildlich. unscheinbaren Maschinenabteil zusammen- Renaissance erlebt. Dieses Getriebe ist an vor der Karosserie würde zu einem kleinen, linderzahl. Ein anderes Problem taucht auf, wenn wir schrumpfen, und dementsprechend würde Zylinderzahl. Bereits hat je der Sechszylinder den Vierzylinder überflügelt, bereits ist sigen Wagenantriebes befassen. Als ideale ändern. uns mit der Frage des möglichst gleichmäs- sich auch das Aussehen des ganzen Wagens in Amerika der Achtzylinder im Begriff, dem Antriebsmaschine schwebt da dem Techniker Zwischen dem Rundfunk und dem Automobilbetrieb besteht scheinbar noch kein Zusam- Sechszylinder den Rang abzulaufen. Teurere seit jeher die Gasturbine vor. Niemand vermag heute zu sagen, ob nicht in ein paar Jahmenhang. Sollten sich aber die Träume 1 Wagen wird man in Zukunft mit Zwölfzylin- ver- schiedener Wissenschafter verwirklichen, so erleben wir vielleicht noch bald einmal den rundfunk betriebenen Wagen. Ein simpler, anspruchsloser Elektromotor im Wagen bezieht dann elektrische Energie direkt aus der Luft, um sie als mechanische Arbeit an die Räder des Wagens abzugeben. Phantasiebild eines Wagens mit drahtlosem elektrischem Antrieb. Drahtloser, elektrischer Antrieb? Je kompakter die Antriebsmaschine sein wird, um so grösser ist die Wahrscheinlichkeit einer vollständigen Umorganisation in der Anordnung'der einzelnen Wagenteile. Die heutige Anordnung t des Motors vorn im Chassis bleibt nur so lange gerechtfertigt, als man einer intensiven Kühlung, bedarf und den Motor wegen seiner Empfindlichkeit gut zugänglich halten muss. Stehen einmal' kleine, leichte, hinsichtlich der Kühlung und Pflege-anspruchslose Motoren zur Verfügung, so wird man sie zweifellos ohne Zögern über oder hinter der Hinterachse einbauen. Allerdings scheint dem die heutige starke Tendenz zum Vorderradantrieb zu widersprechen. Die Neuanordnung des Motors und