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26 Im Blickpunkt

26 Im Blickpunkt diabeteszeitung · 3. Jahrgang · Nr. 1/2 · 28. Februar 2018 Innovative Spendenprojekte Typ-2-Diabetes dringend gesucht! Bewerben Sie sich jetzt mit Ihrem Vorschlag für die Diabetes-Charity-Gala 2018 Berlin. diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe unterstützt seit knapp zehn Jahren innovative Projekte, die über die Risiken von Diabetes aufklären, einer Erkrankung vorbeugen oder die Versorgung von Menschen mit Diabetes verbessern. Auf der Diabetes-Charity-Gala im Oktober werden jährlich zwei Spendenprojekte vorgestellt, für die im Durchschnitt pro Projekt 40 000 Euro an dem Abend eingesammelt werden. Leider sind in den letzten Jahren die Einreichungen für Spendenprojekte, die sich der Prävention oder der Versorgung von Menschen mit Typ-2-Diabetes widmen, stark zurückgegangen. Wenn Sie selbst ein solches Projekt planen oder bereits durchführen und an einer Förderung durch diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe interessiert sind, dann reichen Sie bitte Ihre Projektskizze bis zum 15. März 2018 ein: diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe e.V. Geschäftsstelle, Dr. Gaby Allrath Albrechtstr. 9, 10117 Berlin allrath@diabetesde.org Ob ein Projekt gefördert wird, entscheidet der Vorstand von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe aufgrund des Votums einer beratenden Kommission. Was sind die Voraussetzungen für eine Förderung? diabetesDE – Deutsche Diabetes- Hilfe ist eine gemeinnützige und unabhängige Organisation. Gemäß Satzung verfolgt der Verein den Zweck, Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung sowie das öffentliche Gesundheitswesen im Zusammenhang mit dem Krankheitsbild des Diabetes mellitus zu fördern. Alle Mittel dürfen nur satzungsgemäß verwendet werden. Das bedeutet, dass nur solche Projekte unterstützt werden können, die dazu beitragen, diese Satzungsziele zu verwirklichen. Dazu gehören insbesondere: • Projekte zur Aufklärung über den Diabetes und zur Prävention der Krankheit und ihrer Folgeerkrankungen • Projekte, die die Versorgung von Menschen mit Diabetes verbessern • Projekte zur Erforschung der Krankheit, ihrer Ursachen und Therapie sowie zur Versorgungssituation in Deutschland Die ausgewählten Projekte sollten nachhaltig dazu beitragen, die Lage der Menschen mit Diabetes in Deutschland zu verbessern. Sie verfolgen innovative Ansätze. Es handelt sich immer um Projekte für einen größeren Personenkreis. Es werden konkrete Projekte gesucht, keine Ideen Eine Unterstützung von Einzelpersonen ist leider grundsätzlich nicht möglich. Aufgrund begrenzter Ressourcen kann diabetesDE nicht selbst bei der Umsetzung der Projekte aktiv mitwirken. Es werden daher keine Ideen gesucht, sondern konkrete Projekte, die durch den Projektträger selbst oder seine Partner umgesetzt werden. Projektvorschläge einreichen – was ist zu beachten? Wenn Sie Förderung beantragen wollen, dann reichen Sie uns eine kurze Projektbeschreibung (max. 10 Seiten) ein. Folgende Fragen sollten beantwortet werden: • Was ist das Ziel des Projekts? Handelt es sich ggf. um ein Pilotprojekt, das dann zu einem späteren Zeitpunkt auf weitere Zielgruppen ausgerollt werden kann? • Wer führt das Projekt durch (Projektleiter, ggf. Kooperationspartner)? • Gibt es bereits finanzielle Unterstützer und sonstige Förderer? • Welche Vorarbeiten gibt es, auf die das Projekt aufbaut? Gibt es evtl. schon Zwischenergebnisse? • Auf welche Zielgruppe (Diabetes- Typ, Alter, Begleiterkrankungen/ Zeitraum seit Diagnose/sonstige Merkmale) ist das Projekt ausgerichtet? • Welche Methodik wird eingesetzt? • Welcher Zeitrahmen ist für das Projekt vorgesehen? • Gibt es Pläne zur Fortführung des Projekts nach Förderungsende? Bitte erstellen Sie außerdem ein Budget für das Projekt. Bei groß angelegten Projekten (Fördervolumen > 50 000 Euro in zwei Jahren) sollten Sie erläutern, ob und ggf. in welcher Form die Förderung eines Teilprojekts möglich ist. diabetesDE – Deutsche Diabetes- Hilfe freut sich auf innovative Projektvorschläge! Nicole Mattig-Fabian Geschäftsführerin diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe Medical RepoRt Verträglichkeitsprofil von empagliflozin bestätigt Gepoolte daten für den SGlT2-Hemmer von mehr als 12 600 Patienten mit Typ-2-diabetes liefern solide datenlage Rund die Hälfte aller Diabetiker stirbt an kardiovaskulären erkrankungen. 1 trotz kardiovaskulärer und antidiabetischer therapien haben patienten mit typ-2-Diabetes und bestehender kardiovaskulärer erkrankung* ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko. Sie benötigen zusätzlichen Schutz. empagliflozin (Jardiance ®2 ) kann dazu beitragen, diese Lücke zu schließen. Zusätzlich hat eine Analyse gepoolter Sicherheitsdaten von mehr als 12 600 patienten dem SGLt2-Hemmer ein gutes Verträglichkeitsprofil bestätigt. 3 Koronare Herzkrankheit, periphere arterielle Verschlusskrankheit, Myokardinfarkt, Schlaganfall: insbesondere bei Typ-2-diabetikern mit assoziierten Gefäßerkrankungen muss das kardiovaskuläre Risiko betrachtet werden, um weitere Herz- Kreislauf-ereignisse möglichst zu vermeiden. das ergebnis der eMPa-ReG OUTcOMe ® -Studie 4 sorgte für aufsehen: 7020 Typ-2-diabetespatienten mit bestehender kardiovaskulärer erkrankung* wurden in dieser placebokontrollierten doppelblindstudie zusätzlich zu einer antidiabetischen und kardiovaskulären Standardtherapie entweder mit empagliflozin oder Placebo behandelt (s. abbildung). Standardmedikation in eMpA-ReG ® oUtCoMe Metformin Sulfonylharnstoff Insulin Lipidsenker ACe-Hemmer/Sartane (thrombozyten-)Aggregationshemmer 43 % 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 Quelle: mod. nach Zinman B et al. N engl J Med 2015; 373 (22): 2117-2128 Blutzuckersenkende und kardiovaskuläre Standardtherapie im Rahmen der eMpA-ReG oUtCoMe ® (Anteil patienten in %). innerhalb der im Mittel etwa dreijährigen Beobachtungszeit führte die zusätzliche Behandlung mit empagliflozin zu einer relativen Reduktion des kardiovaskulären Risikos: Kardiovaskuläre Todesfälle als Bestandteil des kombinierten primären endpunktes waren im Vergleich zu Placebo um 38 % reduziert. dies führte zu einer bislang für orale antidiabetika einmaligen Zulassungserweiterung: Gemäß Beschluss der europäischen Kommission kann empagliflozin (Jardiance ® ) bei Typ-2-diabetes sowohl zur Blutzuckersenkung als auch zur Senkung der kardiovaskulären Mortalität angewendet werden. *2 48 % 74 % 75 % 80 % über 90 % MT-Grafik Weiterhin konnten nephrologische endpunkte in der Studie eMPa-ReG OUTcOMe ® verbessert werden.** ein für den Behandlungsalltag ebenfalls sehr wichtiger aspekt, denn rund die Hälfte aller Typ-2-diabetiker hat eine Form von Nierenerkrankung. 5 Zudem ist diabetes weltweit die häufigste Ursache für die initiierung von Nierenersatztherapien, beispielsweise einer dialyse. 5 empagliflozin reduzierte das relative Risiko für ein Neuauftreten oder für eine Verschlechterung einer Nierenerkrankung um 39 % (kombinierter sekundärer endpunkt: neu auftretende oder sich verschlechternde Nierenerkrankung – bestehend aus: Neuauftreten einer Makroalbuminurie, Verdoppelung des Serum-Kreatinins, initiierung von Nierenersatztherapie und Tod aufgrund einer Nierenerkrankung). das relative Risiko für initiierungen einer Nierenersatztherapie wurde um 55 % reduziert. das heißt, empagliflozin hat das Potenzial, bei diesen Patienten* zusätzlich zur Standardtherapie die Nierenfunktion bzw. Progression von Nierenbeeinträchtigungen zu verbessern.** 6 Gepoolte Daten: Nutzen-Risiko-profil bestätigt die analyse der gepoolten Sicherheitsdaten der mehr als 12 600 Patienten unter empagliflozin (Jardiance ® 10 mg oder 25 mg) hat ein insgesamt relativ günstiges Verträglichkeitsprofil bestätigt. 3 auch die Teilnehmer der eMPa-ReG OUTcOMe ® -Studie sind in diesem datenpool berücksichtigt. die Gesamtinzidenz der Nebenwirkungen bewegte sich auf Placeboniveau. die häufigste angegebene Nebenwirkung in Kombination mit einem Sulfonylharnstoff oder insulin war Hypoglykämie. empagliflozin ist jedoch mit keinem substanzeigenen Hypoglykämie-Risiko assoziiert. 8 Häufiger als unter Placebo traten – in der Regel einmalige und leicht bis moderat verlaufende – genitale infektionen Fazit für die praxis Patienten mit Typ-2-diabetes und bestehender kardiovaskulärer erkrankung* haben trotz kardiovaskulärer und blutzuckersenkender Therapien ein hohes kardiovaskuläres Risiko. empagliflozin beachtet diese Komorbiditäten und kann dazu beitragen, die lücke im medizinischen Bedarf dieser Patienten zu schließen – bei gleichzeitig gutem Verträglichkeitsprofil.** auf. 7 das Risiko für schwerwiegende Nebenwirkungen wie Ketoazidosen, amputationen der unteren Gliedmaßen oder Knochenbrüche war unter Studienbedingungen nicht erhöht. auch gab es keine klinisch relevante Verschiebung der Serumelektrolyten. 3 * Erwachsene Patienten mit Typ-2-Diabetes und koronarer Herzkrankheit, peripherer arterieller Verschlusskrankheit, vorangegangenem Myokardinfarkt oder Schlaganfall (Ereignis > 2 Monate) 2,4 ** Empagliflozin/Jardiance ist nicht zugelassen zur eigenständigen Behandlung von Nierenerkrankungen 1. Franco OH et al. Associations of diabetes mellitus with total life expectancy and life expectancy with and without cardiovascular disease. Arch Intern Med 2007; 167: 1145- 1151; 2. Fachinformation Jardiance®; Stand: Januar 2018; 3. Kohler S. Adv Ther. 2017; 34 (7): 1-32; 4. Zinman B et al. N Engl J Med 2015; 373 (22): 2117-2128; 5. Thomas MC. National Review of Nephrology 2016; 12 (2): 73-81; 6. Wanner C et al. N Engl J Med 2016; 375 (4): 323-334; 7. Kim G et al. American Diabetes Association (ADA) 73rd Scientific Sessions, 21-25 June 2013 (Poster 47-LB); 8. Gallwitz B et al. 2015 Diabetologie 2015; 10: 247-265 IMpReSSUM • Idee und Konzeption: inter Medical Sonderpublikationen • Redaktion: Ulrike Viegener • Leitung Corporate publishing: Hannelore Schell • Mit freundlicher Unterstützung der Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG und der Lilly Deutschland GmbH • diabetes zeitung 1-2/2018 – 28399 • Die Herausgeber der Zeitung übernehmen keine Verantwortung für den Inhalt dieser Seite.

diabeteszeitung · 3. Jahrgang · Nr. 1/2 · 28. Februar 2018 27 Medizin & Markt Foto: iStock/AzmanJaka Risiko für Hypoglykämien begrenzen Real-World-Daten für hochkonzentriertes Basalinsulin bei Typ-2-Diabetes Ü Presseveranstaltung – Sanofi BERLIN. Gleichmäßige Blutzuckerspiegel über den Tag bei einem geringen Hypoglykämierisiko – das sind die Anforderungen an eine moderne Basalinsulintherapie. Insulin glargin 300 E/ml wurde nun unter Real-World-Bedingungen getestet. Die fortschreitende Betazelldysfunktion bei Menschen mit Typ-2-Diabetes erfordert in vielen Fällen im Verlauf eine Insulintherapie. Den Beginn Typ-2-Diabetes: weniger Blutzuckerschwankungen im Alltag durch hochkonzentriertes Basalinsulin. Foto: fotolia/6okean macht meist ein Basalinsulin, mit dem Ziel, den Nüchternblutzucker (NBZ) zu senken. Durch einen normnahen NBZ unter 100 mg/dl werden die Betazellen entlastet, was die Insulinantwort nach den Mahlzeiten verbessert, erinnerte Dr. Carola Lüke, in Schönhausen niedergelassene Diabetologin. Auf der anderen Seite gilt es, Hypoglykämien zu vermeiden. Insulin glargin 300 E/ml (Toujeo®) ist durch eine langsame und lang anhaltende Insulinfreisetzung gekennzeichnet. Dadurch kommt es zu einer stabilen Wirkung über 24 h mit geringen BZ-Schwankungen. Ein weiterer Pluspunkt ist die im Vergleich zu Insulin glargin 100 E/ml und anderen Basalinsulinen geringere Hypoglykämierate bei ähnlicher BZ-Senkung. In den retrospektiven DELIVER-Studien konnte gezeigt werden, dass die geringere Hypoglykämierate auch unter Real-World-Bedingungen Bestand hat. In DELIVER-2 wurden mittels Propensity-Score-Matching Patienten mit Typ- 2-Diabetes verglichen, die bereits mit Basalinsulin behandelt und auf Insulin glargin 300 E/ml oder ein anderes Basalinsulin umgestellt wurden. Bei vergleichbarem HbA 1c -Rückgang war die Hypoglykämie-Inzidenz unter Insulin glargin 300 E/ml nach sechs Monaten signifikant geringer im Vergleich zu anderen Basalinsulinen (-25 %). Dies setzte sich auch in eine geringere Rate an medizinischen Notfällen um. Zudem zeigte die Subgruppenanalyse, dass ältere Patienten mit Typ-2-Diabetes (≥ 65 Jahre) ein um 48 % geringeres Hypoglykämie-Risiko sechs Monate nach Umstellung auf Insulin glargin 300 E/ml aufweisen. MW Presseveranstaltung „Modernes Diabetesmanagement: Die Highlights des Jahres 2017“; Veranstalter: Sanofi Deutlich weniger Blutzuckerspitzen nach dem Essen Nicht stärker oder kürzer wirksam, sondern einfach schneller verfügbar Ü Symposium – Novo Nordisk Mannheim. Die beiden zugesetzten Hilfsstoffe Nicotinamid (Vitamin B 3 ) und L-Arginin sind es, die die Wirksamkeit von Insulin aspart beschleunigen. Dr. Erik Wizemann, niedergelassener Diabetologe aus Herrenberg, berichtete über seine Erfahrungen mit der scheller wirksamen Insulinaspart-Formulierung (Faster aspart) in der Behandlung von Menschen mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes. Während Nicotinamid eine schnellere anfängliche Insulinresorption bewirkt, dient L-Arginin als Stabilisator für das Insulinmolekül. Studien zur Pharmakodynamik und -kinetik zufolge ist Faster aspart (Fiasp®) dank dieser Hilfsstoffe doppelt so schnell erstmals im Blut nachweisbar wie Nach Angaben der unternehmen. Die Herausgeber der Zeitung übernehmen keine Verantwortung für den Inhalt dieser Seiten. das ursprüngliche Insulin aspart (NovoRapid®). Darüber hinaus ist die Insulinkonzentration in den ersten 30 min nach der Applikation doppelt so hoch und die Insulinwirkung um 74 % höher. Dr. Wizemann erklärte: „Dieses Insulin ist nicht stärker oder kürzer wirksam, sondern einfach schneller verfügbar.“ Für seine Patienten beider Diabetestypen kommt es unter Faster aspart zu deutlich weniger postprandialen Glukoseauslenkungen. „Etwa 70 % meiner behandelten Patienten mit Typ-1-Diabetes und die Hälfte derer mit Typ-2-Diabetes bemerken geringere Glukoseanstiege“, betonte Dr. Wizemann. Voraussetzung für diese Beobachtung ist allerdings, so der Experte, dass die Patienten postprandiale Blutzuckermessungen durchführen bzw. ein System zur kontinuierlichen Gewebeglukosemessung nutzen. Postprandiale Glukosespitzen lassen sich mit der schneller wirksamen Formulierung erfolgreich und sicher korrigieren. Durch den schnellen Wirkeintritt ist eine Gabe bis zu 2 min vor und bis zu 20 min nach Beginn einer Mahlzeit möglich. Vorsicht ist allerdings bei fettreichen Mahlzeiten geboten, so Dr. Wizemann: „Besonders bei Typ- 1-Diabetikern mit hoher Insulinempfindlichkeit kann es nötig werden, den Bolus erst kurz nach Beginn der Mahlzeit zu spritzen.“ Teilweise ist nach Dr. Wizemanns Erfahrung bis zu 10 % weniger prandiales Insulin notwendig, nur in seltenen Fällen benötigen seine Patienten eine höhere Insulindosis als zuvor. In der Insulinpumpentherapie muss er nur selten die Verteilung oder Menge der Basalrate anpassen, „gelegentlich benötigen die Patienten am frühen Vormittag etwas höhere Basalraten.“ thie Symposium „Moderne Diabetestherapien im Praxischeck“ im Rahmen der 11. Diabetes Herbsttagung; Veranstalter: Novo Nordisk Online-Portal erleichtert Therapie-Management Qualitätsgesicherte Infos jederzeit abrufbar Ü Pressegespräch – Berlin-Chemie BERLIN. Die Digitalisierung ist aus dem Gesundheitsbereich nicht mehr wegzudenken. Apps, Fitness-Tracker, Wearables, Internetrecherchen zu Erkrankungen – viele Menschen nutzen derartige Angebote. Für Ärzte stellt dies eine neue Herausforderung dar. Ein Therapiebegleitprogamm soll ihren Patienten und damit ihnen selbst einen nachhaltigen Nutzen bieten. Internetrecherchen sind bei Patienten weit verbreitet, doch sie können ihre Ärzte viel Zeit kosten, weil diese dann oft Fehlinformationen aufklären und Missverständnisse ausräumen müssen. Zugleich können gut aufbereitete, qualitätsgesicherte, didaktische Gesundheitsinformationen Ärzten Zeit sparen, indem sie die Grundlage für eine Arzt-Patienten-Beziehung auf Augenhöhe und gemeinsame Therapieentscheidungen schaffen. Aus diesem Grund hat das Unternehmen das Therapiebegleitprogramm TheraKey® entwickelt, das die Patientenführung, Therapiebegleitung und Kommunikation unterstützen und so beispielsweise Lebensstilinterventionen erleichtern und die Compliance fördern soll. Bei dem größten deutschsprachigen, indikationsübergreifenden Portal können sich die Ärzte laut Torsten Flöttmann, Marketingleiter von Berlin-Chemie Deutschland, darauf verlassen, dass ihre Patienten evidenzbasierte, regelmäßig aktualisierte, verständliche und produktneutrale Informationen erhalten. Durch den geschützten Zugangscode (dem „Key“), den der Arzt überreicht, behält dieser die Informationshoheit. Wie der in Bad Wildbad niedergelassene Diabetologe Dr. Günther Limberg erklärte, weist er seine Patienten auf das Angebot hin und bittet dann beispielsweise bis zum nächsten Besuch darum, einen bestimmten Themenbereich zu erarbeiten. Dies hält er in der Krankenakte fest, sodass er beim Folgetermin auf dieser Grundlage gezielt in das Gespräch mit seinem Patienten einsteigen kann. Das Online-Portal umfasst derzeit acht häufige chronische Erkrankungen – Diabetes, COPD, Hypertonie, Angina pectoris, Gicht, Ejaculatio praecox und Fettstoffwechselstörung. Die didaktisch optimierten Inhalte sind unter anderem als Texte, Erfahrungsberichte und Videos aufbereitet. Der Patient kann sie nach seinen individuellen Bedürfnissen und flexibel rund um die Uhr nutzen. Die ergänzende MyTherapy-App unterstützt ihn mobil bei der Therapieumsetzung, etwa indem sie an die Medikamenteneinnahme, diagnostische Messungen oder Lebensstilanpassungen erinnert. Zudem erleichtert sie die Dokumentation. Weitere Informationen sind online unter www.therakey.info abrufbar. pe Pressegespräch „Das TheraKey-Konzept: Status, Nutzen, Ausblick. Therapiebegleitung der Zukunft?“; Veranstalter: Berlin-Chemie Erste Studienergebnisse von PDM-Pro-Value Ü Pressemitteilung – Roche Diabetes Care Wie das Unternehmen mitteilt, kann integriertes personalisiertes Diabetesmanagement (iPDM) das HbA 1c deutlich senken (-0,5 Prozentpunkte vs. Baseline) und die BZ-Einstellung verbessern. Das zeigten die ersten Ergebnisse des PDM- Pro-Value-Studienprogramms. Dabei wurden über 12 Monate > 900 Patienten randomisiert einer iPDM- oder der Kontrollgruppe (Standardtherapie) zugeteilt. Zum iPDM gehörten eine bedarfsorientierte Patientenschulung, strukturierte BZ-Selbstkontrolle mit 7-Punkt-Profilen sowie elektronische Dokumentation, Auswertung und Interpretation mithilfe von Accu-Chek® Smart Pix Software. Hormontherapie doch präventiv einsetzen? Ü Pressemitteilung –Dr. Kade/Besins Mit dem harten Endpunkt der signifikant verminderten Mortalität in der Interventionsphase der WHI-Studie (Manson et al. ) bei frühem vs. spätem Beginn einer Hormontherapie (HR 0,61; 95%-KI: 0,43–0,87) stellt sich laut Pressemitteilung die Frage, ob ein präventiver Einsatz für Frauen ab 50 wieder eine Option ist. Die reduzierte Mortalität war auch nach 18 Jahren Follow-up noch nachweisbar, jedoch nicht mehr signifikant. Dabei führt die transdermale Applikation von Estradiol (z.B. Gynokadin® Dosiergel) zu günstigen Effekten u.a. auf das kardiovaskuläre System, heißt es weiter. Frühere Metaanalysen hätten zudem gezeigt, dass eine Hormontherapie das Diabetes-Risiko verringern kann.