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E_1929_Zeitung_Nr.089

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s AUTOMOBIL-REVUE

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Bern, Dienstag 15. Oktober 1929 11. Blatt der „Automobil-Revue" Nr. 89 Im heutigen „A utler-Feiera bend": Zug der Zeit Seite Jaqueline wünscht Kinder 9 Seite der Frau 11 Die Mode 11 Die kleinen Geschichten 12 Das Schicksal der 127 Zeppeline 13 Tourismus und Tourensprechsaal 14 u. 15 Unser Kreuzworträtsel 16 Von Ralph Reger. Den Deutschen zieht es nach dem Osten. Nach den unendlichen Steppen, nach den Wegen in die Ewigkeit steht sein letzter Sinn. Unmessbarkeit, Sehnsucht zum Unerreichbaren. Und je mehr der Mensch sich den romanischen Werten nähert in seiner Sinnesart, desto mehr trachtet er, Ordnung zu bringen in seine Sehnsucht, System in seine Begeisterung. Und dem Westeuropäer steht schon das Kleine, aber Vollendete höher als das fruchtbare aber unfertige Ideal. So ist denn im letzten Jahrzehnt eine grosse, eine mitreissende Welle über Europa gegangen. Sie hiess: Weise Beschränkung, Raffinement, künstlerisches Wissen, Kunstverstand. Wohl ihr gewaltigster Deuter war Thomas Mann. Seine Romane, seine Essays, seine bestrickende Novelle «Tonio Kroger» vor allem liehen dem, was sonst nur klein und dekadent geblieben wäre, tiefschürfende Bedeutung. Was er im grossen mehr noch durch seine imponierende Persönlichkeit vertrat, das brachte die faszinierende Kunst eines Kreisler, Sakharof zur bestrickenden Einzel- Wirkung. Und Ferruccio Busoni, der Mann, der der grösste Kunstverstand unserer Zeit genannt wurde und von dem das gefährliche Wort von%«Künstler, deT nie ergriffen sein soll, wenn er ergreifen will» stammt, war mit Thomas Mann vielleicht der bedeutendste Vertreter dieser dekadenten und so ungeheuer kultivierten Kunstrichtung. Wohl bäumte man sich gegen den «Untergang des Abendlandes», wohl wurde das Hohelied der idealistischen Qeisteskultur durch alle Tonarten gesungen: Das süsse Qift hatte schon zu sehr von allen Kreisen Besitz ergriffen. Und nun? Wird es anders? Immer noch bleibt diese geklärte «art pour l'art», dies losgelöste Reife schön. Aber nun wird auch' nach mehr gefragt. Junges keimt auf. Man hört leise Töne aus Russland, aus den angelsächsischen Ländern. Man besinnt sich auf sich selbst..., und man erkennt auch erschreckt, dass als Fortsetzung dieser gegenwärtigen Kunstperiode nur das Nichts folgen kann. Drum sollen wir alle stille sein und auf einen Ton neuer Geistigkeit hören, der leise von irgendwoher (vielleicht von der Jugend her?) erklingen wird, und sollen ihm helfen, laut und stärker zu erklingen. Herbstliche Impression, Ich fahre durch einen nebligen Morgen Und weiss nicht, was mein Lenkrad will. Ich fühle mich im Nebel geborgen, Beschützt und beruhigt, sicher und still. Der Wagen fährt über feinen Kies Und rauscht an vielfarbenen Wäldern vorbei. Alles ist verschleiert und ungewiss. Ich fahre davon und freue mich auch Dass mir heute so licht ist und freu' r Und der Wagen fährt weiter, einer Ferne ZU, Einem unwirklichen, nebligen Hauch... * * * Jaqueline wünscht Kinder Von Hedwig Miessen. In den Gassen des Hafens ziehen Frauen Karren mit Fischen und rufen mit tiefen lauten Stimmen die Preise. Männer arbeiten schwer an der Werft. Junge Burschen lungern überall, fluchen, würfeln oder scherzen eindeutig mit Mädchen, die kümmerliche Anmut umhertragen. Schiffssirenen schreien dumpf, wie gefesselte Tiere, Neger heulen in dunkeln Schenken zum Banjo. Japaner handeln mit Perlen und märchenhaften Dingen in wütender Freundlichkeit. Tingeltangel brennen bunte Lichter. Kastagnetten klappern. Bettler singen das Lied vom Heimweh. Die kleine Jacqueline wünscht Kinder. Ihre sechs Jahre, wach, voll lieber Lebendigkeit und vorlauter Begierde, alles zu wissen, langweilen sich mit den Puppen, die Sägemehl in den Armen haben. Und die Mutter sagt, die Kinder wären tief im Meer, nur ein starker Mann könne sie holen. Jacqueline sitzt auf dem Bordstein, stemmt ihr Kinn in die Hände. Sorgenvoll betrachtet sie die Seeleute, prüft ihre Gestalten und schätzt ihre Stärke ab. Plötzlich springt sie auf und rennt mit kleinen emsigen Beinen einem breiten Matrosen nach. Immer zwei Schritte geht sie hinter ihm her, die grossen Kinderaugen sind voll Mut, ihn anzureden. Plötzlich ist er verschwunden. Jacqueline geht langsam und in tiefer Enttäuschung dem Hafenwasser zu. Ihr kleines Gesicht heiss und rot vom Denken, und die dunkeln Haare liegen in feuchten Kringeln über der ernsten Kinderstirn. Hier und da tritt sie mit ihren nackten Füssen Hunde, die sie mit Namen kennt. Eine Katze mit ihrem säugenden Jungen betrachtet sie in neugieriger Erstauntheit. "Kinder rufen sie an, sie schaut auf, aber mit selbstverständlicher Sicherheit geht sie weiter. i. Hinter den Felsen, die die Stadt zu einem inätürJieMn Häfen mächen, hebt das^ Mädchen seinen Rock und schreitet durch das Wasser auf ein Wrack zu. Vorsichtig geht sie um das Schiff, besteigt einen kleinen Felsblock im Wasser und springt in einen Kahn, der danebenliegt. Hier ist Jacquelines Reich. Sie hebt geschäftig und mit Geschick Tücher auf, die am Boden liegen, spannt das Gestell eines alten, riesigen Schirmes und belegt es mit Zelttuch. Aus einer verborgenen Ecke nimmt sie ein grosses Tuchbündel, schlägt die Tuchstücke auseinander und holt zerbrochene Tassen, Teller, Reste von Blumen, Geschirr und eine Menge Muscheln heraus. Alles setzt sie sinnvoll geordnet auf die Bänke des Kahnes und sieht sich befriedigt ihren Haushalt an. Unter einem Brett am Boden zerrt sie zwei Puppen hervor und setzt sich mit ihnen unter den Schirm. Ganz fest legt sie den Hampelmann mit der kleinen Schiffsfrau in ihren Arm. Der Kahn schaukelt wie eine Wiege, und Jacqueline singt ihren Puppen, versichert ihnen ihre ganze Liebe, lobt eifrig ihre Artigkeit und erzählt von den kleinen Kindern im Wasser. Dann nimmt sie sie behutsamer als eine junge Mutter aus dem Schlaf, ktisst die grell bemalten Backen. Sie drückt ihnen die Augen ein, jetzt hat sie ihre Puppenkinder auf das Wasser geworfen. Vom Wrack her brüllt eine helle Knaben-i stimme entsetztes Erstaunen. Sie sieht ohne Rührung die bunten Fetzen forttreiben, dann dreht sie sich langsam mit bösem Gesicht dem Schreier zu. Sie ist zornig, gerade Jacques muss es sein. Acht Tage hat sie schon Streit mit ihm, aber immer wieder ist er da und ist dumm und frech. In Jacques Negergesicht rollen die weissen Augen mit ehrlichem Schrecken. Sein Mund ist ein grosses dunkles Loch. Er sitzt da und möchte hundert Fragen stellen. Die Kleine stemmt die Arme mit lächerlichem Ernst in die Seiten und holt tief Atem, wie die Fischerweiber tun, wenn sie, zornig sind. Mit heller, Plötzlich klappte es. Der Motor lief auf brachten ihre Ladung flussabwärts zur so hoch stand, glitschte es etwas, aber es einmal. Ich ging ans Steuer, hantierte Weser. Schwarz sind die Kähne, schwarz trug doch, er lachte zurück, und ich musste sachgemäss, und wir drängten in denfast die Segel, schwarz die Leute vom denken, dass das eigentlich das einzige Der Gänsejäger grauen Herbstmorgen hinein. Der Bäuerin Moor. Die reden auch nicht. Unerschütterlich, einprägsam leiten sie den langen Menschen kenne. Währenddem stakte ich Lachen gewesen sei, das ich von diesem wurde noch zugewinkt, aber sie erwiderte Von Karl Heinrich Bischoff. nichts, sie schaute uns nur ruhig nach, Kahn. Wie ein Totenzug mit dem bisschen meinen Kahn ruhig weiter, Enten stiegen Am Morgen ging der Motor einfach dann verschlang sie der Nebel. Geleier des einen Ruders war diese Reihe. auf, ich schoss. Wie ich den herbstlich nicht. Es war früh, fröstelig, Herbst, die Weit verteilt hinterm Deich liegen die Vorbei. Ohne Wort. . kühlen Lauf der Flinte erst mal gespürt Feuchtigkeit hatte sich in die Kleider gesetzt und machte das Gesicht ernst. Ueber zeit denn sonst, herrisch und heidnisch. einzigen Haus weit und breit wurde zuerst fielen in Scharen ein und manche torkelte Bauernhöfe. Einsamer um diese Jahres- "Darauf kamen wir ins Moor. In dem hatte, war die Leidenschaft da. Die Enten dem breiten Wasser des Flusses der Niederung zogen Nebel, jenseits, vom andern und zackig. ein wenig im Sitzen geschlafen, und dann schlag. Ein kleiner Berg weichen, feinen Die Eichen über dem Strohdach sind kahl gegessen, Grog zur Erwärmung genommen, da von oben runter — so ohne Flügel- Ufer, aus den Schilfbüschen hallten kurz Reiher stiegen in den Morgen, letzte am späten Mittag ging jeder zu seiner Gefieders lag vor mir im Kahn. Es war und dumpf die Schüsse der Bauern auf Störche flogen grossen Flugs zum Hof, Bekassinen fuhren im Zickzack über den Wir waren zu fünf gekommen und vergendwo noch Schüsse. Ich rief nach dem Flinte. genug. Von dem andern Kahn hallten ir- Enten. Der ziehende Nebel hatte die Ufer weit auseinandargerückt, aber man konnte Fluss in die Nebeldünste hinein, Enten teilten uns in zwei dunkle, flache Kähne. Gänsejäger. Im Moor verging der Ruf wie deutlich hören, wenn drüben ein Vogel matt verschwanden irgendwo im Schilf und erschraken wohl, wenn mein Freund hinten der Gegend waren** übernahm jeder ein über mir. Nochmal rief ich laut, stakte Da nur mein Freund und ich Kenner nichts. Einige Gänse flogen hoch und grau und tot aufs Wasser klatschte oder — mit einem Flügel nur noch — davonhastete. mit beim Jägerskat einen dicken Trumpf Boot, zu meinem Freund schlugen sich zu der Stelle zurück, da wir uns getrennt Mein Hund versuchte seine Nase, der Nebel nahm ihm alle Witterung, und das Tier Das Boot lief mit dem Strom gut. Kurz Mensch, den ich ins Moor stakte. Wir nach Hause. auf die Platte knallte. seine Skatbrüder. Es war ein sehr stiller hatten, und rief vergeblich. Da stakte ichl winselte leise. Doch der Motor, der war nachdem ich das Steuer scharf gedreht suchten die Gräben ab, die Kuhlen, fuhren Die Dämmerung sank rasch und schön. immer noch ein Biest! In der Frische hatte, um in die Hamme, den Nebenfluss um Schilfbüschel, vorbei an Krüppelbirklein, in ein Gewirr von Gräben. Die Luft Herbstes im Moor hin, dem eigenartigen, Ich gab mich dem seltsamen Zauber dea wollte er nicht zufassen. Man konnte wahrhaftig meinen, dass das Boot noch keine schwerer gegen die Strömung arbeitete, machte die Loden, nass. Die Farben des geheimnisvollen, starken Land, das niemals vom Moor, einzubiegen, und der Motor nun Lust hatte, den weissen Körper ins kalte tauchten vorn braune, viereckige Segel auf. Moors waren tief, satt. So nebenbei erzählte wahrer als um diese Zeit ist. Der Gänsejäger mag ja auch wohl in den andern Wasser hinauszuschieben. Eine ganze Reihe. Es schienen Kähne über ich meinem Begleiter, wie ich in der Gegend Vom nahen Hof kam jetzt eine Bäuerin, Land zu segeln, man sah inmitten der nassen Wiesen über das Gras hinweg nur Gänse gestossen sei, Graugänse, sehr scheu lich sein. Beim Haus machte ich das Boot da letzthin mal doch gut zu zweihundert Kahn gestiegen sein. Ja, das konnte mög- die dürren, nackten Arme frierend unter der Schürze, und schaute zu. Dann ging den stillen Zug kommender Segel, nichts und schwer zu kriegen. Das schlug ein. fest und ging in die Stube. Es war noch sie, anscheinend befriedigt, kehrte aber verriet einen Flusslauf da. Erst bei der Der stille Mann wachte bei dieser harmlosen Erzählung plötzlich auf, fragte, wollte und setzte sich schweigend zu .mir. Durch niemand da; der Wirt brachte steifen Grog gleich wieder und brachte wortlos warme nächsten Biegung ward man gewahr, dass Milch. Ich schaute ihr dankbar in die es doch nichts mit dem Wunder sei, die an Land und auf Gänse pirschen, Enten das Fenster kam ein unaufhörlicher Zwitscherton, grosse Scharen von Zugvögeln Augen und sah, dass sie wundervoll blau Kähne lagen, genau so auf dem Wasser wie schiesst man zu leicht. Ich riet ab. Das waren und tief und klar. Aber mein wir, und der Uebeltäter war nur der tau- gewundene Fluss mit dem brau- und seltsam stark. Man wird schwer allein Der Moorfluss glänzte zum Fenster herein, Moor ist heimlich, es ist schweigend, gross zogen über das Dämmermoor und riefen. Freund spuckte nur verächtlich aus undsendfach griff nach seiner weniger harmlosen nen Wasser. Es waren die Kähne der mit ihm fertig. Er hörte nicht und ging. und drüben in den Kuhlen glänzte es wieder. Das Wasser da wollte Flasche. Torfhauern, die uns* da begegneten. Sie Wie er an Land sprang, wo der Ginster nicht einschlafen* Cigaretten Virginias*