Aufrufe
vor 10 Monaten

E_1929_Zeitung_Nr.094

E_1929_Zeitung_Nr.094

16 AUTOMÖBTL-REVUE f

16 AUTOMÖBTL-REVUE f 02?» — einem solchen Fuder ein anderer Lastwagen entgegen, so wird sich der Fuhrmann bemühen, so viel als möglich auszuweichen. Da er die Augen nicht überall haben kann, übersieht er dann leicht, dass eine solche Stange hart an der Strasse steht. Wird die Stange umgefahren, so wird der Chauffeur dann wegen Sachbeschädigung gobiisst, obwohl or selbst am Wagen die grössten Beschädigungen erlitten hat. Wiederholt hat man schon gelesen, dass Autos an solche Stangen gefahren sind, wobei ganz schwere Unfälle mit tödlichem Ausgang entstunden. Eigentümlicherweise ist aber meines Wissens nie reklamiert worden, dass eigentlich diese Stangen am Unfall und namentlich an der Schwere des Unfalls schuld waren; der eigentliche Schuldige ist also in tliesen Fällen die Verwaltung, welche die Stange an diese gefährliche Stelle hinstellen liess. Es muss daher unbedingt verlangt werden, dass solche Standen aus der Gefahrzono entfernt und mindestens VA Meter vom Strassenrand entfernt aufgestellt worden. Vielleicht dürfte bei einem kommenden Unfall äie Haftbarerklärung der betr. Verwaltung für den Schaden bewirken, dass diese Stangen inskünftig dorthin versetzt werden, wohin sie im Interesse der Verkehrssicherheit gehören. Sogar Bäume werden von den Strassenverwaltungen hart an die Strasse gepflanzt. Bei den alten Landstrassen, die man vor hundert und mehr Jahnen gebaut hat, pflegte'man vielfach 1—2 Meter breite Rasenbänder anzulegen, die dem Fussgänger als Schutzinseln dienen konnten. Heute werden diese Rasenbänder mit einer gewissen Gedankenlosigkeit einfach zur Strasse geschlagen. Die Fussgängerliga hätte daher vielerorts ein dankbares Feld dtuch Ausarbeitung von Verbesserungsvorschlägen, denn der Autoverkehr lässt sich rieht mehr zurückdrängen — im Gegenteil — er steht mitten in der Entwicklung. Hat der Fussgänger eigene Gehwege, so bleiben damit die Klagen über zu hohe Fahrgeschwindigkeit von selber aus. Also Ausbau getrennter Verkehrswege und Anpassung an den heutigen Strassenverkehr! Zu diesem Zweck Verwendung von mindestens der Hälfte des Benzinzolls für die Strassen! E.W. Stvassen Ueber den schlechten Zustand der Strasse zwischen Ems und Chur werden immer wieder Klagen laut. Die Missstände sollen vor allem auf den schlechten Untergrund zurückzuführen sein. Es wäre zu wünschen, wenn dieses Strassenstück bald in guten Zustand gesetzt würde! rm. Um die Prageistrasse. Wir hatten in der «Automobil-Revue» schon öfters Gelegenheit, auf die Wünschbarkeit einer dem Automobilverkehr dienenden Prageistrasse hinzuweisen. Einige Male hatte es den Anschein, wie wenn sich die interessierten Kantone über baldigen Bau einer Prageistrasse einigen könnten. Es wurde Der Autobahnhof. Fahrkartenbureau einer Pulman-Autobusgesellschaft in ihrem New Yorker Hause. Hause. schon einmal in Qlarus ein Initiativkomitee gebildet, welches das Studium eines Projektes für die Prageistrasse. an die Hand nehmen sollte. Leider haben diese vielversprechenden Anfänge zu keinem Resultat geführt. Im Sommer dieses Jahres hörte man dann aus dem Kanton Schwyz, dass'man dort beabsichtige, ein Pragelsträsschen zu bauen. An der letzten Oberallmendgemeinde in Schwyz wurde nun einstimmig der Verwaltung der Auftrag erteilt, mit allen • Interessenten zu verhandeln, über die Planierung und den Bau eines Strässchens und die Zusicherung von Subventionsleistungen der Kantone Schwyz, Qlarus und des Bundes, sowie der interessierten Gemeinden von. Muotathal, : Schwyz und Ingenbohl. , Wie zu erwarten war, bestehen im Kanton Glarus gar keine Sympathien für 'die. Subvention eines kleinen Strässchens, das zwar die Verbindung des Klöntales mit dem Muotathal verbessern, den Bau' einer richtigen Autostrasse aber für viele Jähre hinausschieben würde. Glarus hat in : erster Linie Interesse an einer richtig ausgebauten Automobilstrasse, welche den Durchgangsverkehr von Glarus nach den Vierwaldstätter - Kantonen erleichtern würde. Ein Einsender in den « Glarner Nachrichten» schreibt bezüglich einer Subvention durch den Kanton Glarus: «Wer drüben (im Kanton Schwyz) derartige Hoffnungen hat, wird eine erhebliche Enttäuschung erleben.» Hoffentlich sieht man im Kanton Schwyz ein, dass ein kleines Strässchen nur eine halbe Sache wäre und einigt sich mit den Nachbarn auf den Bau einer richtigen Pragelstrasse. gr. Autostrasse Bern-Thun. Einer' Zusendung entnehmen wir : Nachdem der, ablehnende Artikel « Muri wild eich wehren» von Seite des Initiativkomitees in sachlicher Weise beantwortet worden ist, ist es wohl angezeigt, auch einmal die übrigen Teile, die an einer Automobilstrasso Bern—Thun ein vitales Interesse haben, zu Wort kommen lassen. Lange bevor Herr Dr. Nyffeler seine verdienstvolle Arbeit als Dissertation abfassle. war ganz speziell im mittleren Teil der Strecke die Anregung gemacht worden, den zur eigentlichen «Landplage » anwachsenden Motorfahrzeugverkehr auf eine separate Strassse überzuleiten, da die der Strasse entlang gelegenen Güter und Dörfer sehr unter der Staubentwicklung zu leiten' hatten. Unter anderen hervorjagenden Landwirten war es Grossrat Jakob Ingold selig, der einer derartigen Strassenführung V*Ql längs der Aare, auf meist unproduktivem Terrain da>s Wort redete. Mit dem im letzten Jahrfünft durchgefühlten neuen Belag der Staatskasse von Muri bis Thun hat die kantonale Baudirektion dem ersten Uebelstand der Staubentwicklung abgeholfen, dagegen ist die Frequenz der Motorfahrzeuge um das Mehrfache gestiegen. Wenn wir sehen, wie die Millionäre in Zürich— ; Enge dem neuen Verkehrsmittel ihre Villen opfern und die Stadt Luzcrn das Haldenquarlier « tramfrei » macht, um dem Automobilverkchr nach dem. Gotthard freie Bahn zu schaffen, so ist das Gebahren gewisser Kreise von Muri um so unverständlicher, als die kantonale Baudirektion sich seinerzeit so energisch für eine Fortführung der c Hafraba» über Bern eingesetzt hat. Ja, selbst wenn die Ausführung dieses Riesenwerkes noch in ferne Zukunft gestellt werden muss. dürfen wir nicht vergessen, dass die erste schweizerische Eisenbahnstrecke Baden—Zürich auch einen kleinen Anfang bedeutete, aus dem sich unsere Bundes-, Dekrets- und Privatbahnen entwickelten, und einen ähnlichen Entwicklungsgang wird auch die neuo Verkehrsaorta erleben, die aber nächst dem Herzen keinen Klappenfehler aufweisen darf! Wenn nun die Trasseführung bei Muri aus rein finanziellen Gründen so gewählt wurde, so steht den Wünschen einer anderen Durchführung nur die Kostenfrage entgegen, und das Initiativkomitee wird ja gerne Vorschläge entgegennehmen, wenn solche auch von den notwendigen Mitteln begleitet sind. Wenn ja die Elfenau als Spazierweg erhalten werden muss, so könnte vielleicht eine Lösung von Hintermärchligen aus gesucht, und Muri links gelassen weiden, und dann der einstmals in Aussicht genommene Bahnhofplatz als Kopfbahnhof zur Entlastung der Innerstadt dienen, unter Berücksichtigung der seither eingetretenen Ueberbauungen. Auch darf von der Verschandelung des rechten Aareufers von Hunziken bis Muri nicht gesprochen werden. Es handelt sich vielmehr darum, geeignete Massnahmen zu treffen, dort ca. 100 Jucharten unproduktives Land einer rationellen Verwendung zuzuführen. Von einer rein landwirtschaftlichen Ausnutzung dieser Sumpfgebiete kann nicht gesprochen werden, sondern die Trockenlegung verfolgt vielmehr den Zweck, die Mückenplagc, die sich speziell in Rubigen und Münsingen in hohem Masse unangenehm bemerkbar macht, auf ein möglichst bescheidenes Mass zu reduzieren. Es sind noch verschiedene Punkte, deren Erörterung hier zu weit führen würde, wenn man alle Gründe nennen wollte, die für das gewählte Tra.ve Hunziken—Muri-Bad geltend gemacht werden könnten. Wäre es nicht besser, statt sich in Zeitungsartikeln zu befehden, einmal in einer öffentlichen Versammlung Freund und Gegner der Autostrasse zu Worte kommen zu lassen, wobei natürlich rein private Interessen ausgeschaltet werden müssten, um nur auf Grund demokratischer Grundsätze zu verhandeln. Zu einer derartigen Zusammenkunft würde sich Münsingen vorzüglich eignen und Freund und Gegner könnten sich anstatt auf der Löwen- und Bärenmatte wie einst vor hundert Jahren in einem der geräumigen Gasthöfe oder in der Turnha-llo treffen, um positive Arbeit zu leisten. H. L.-K. Korrespondenz und Handelslehre Französisch für Kaufleute von Georges Vacheresse ist lür den schweizerischen Kaufmann gedacht; ähnliche, ausländische Werke für ausländische Kaufleute. Senden Sie mir sofort: von Georges Vacheresse Hauptlehrer an der Handelsschule des Kaufmännischen Vereins Bern 450 Seiten, in Ganzleinen gebunden Preis Fr. 6.50 Dieses neue Buch ist sowohl für den angehenden Kaufmann als Lehrbuch, wie für den in der Praxis stehenden Korrespondenten als Nachschlagewerk gedacht. Dem ersteren soll es die richtigen Wege zu, einem einwandfreien kaufmännischen Briefwechsel zeigen und ihn mit Handel und Verkehr im französischen Sprachgebiet vertraut machen. Dem Korrespondenten aber ist es ein zuverlässiger Ratgeber, der ihm die Aufgabe erleichtert, ihm über kleinere und grössere Schwierigkeiten hinweghilft und dazu beiträgt, seinem Briefstil das Gepräge gewählter und überzeugender Sprache zu verleihen. Verlag Hallwag A.-G., Bern, Abteilung Sprachwerke. (Als Drucksache in offenem Couvert 5 Cts.) Ex. Französisch für Kaufleuta von Georges vacheresse, in Leinen gebunden, zum Preise von Fr. 6.50. Untersclwift: •• anzosis lir Kauf leuie Bücherzettel A.-R.II GARAGE DES PAQUIS Ses super-occasions CHRYSLER 62 1928, condüite interieure, 4 places, en parfait etat, prix Fr. 5800.— CHRYSLER 70 condüite • Interieure,' 4 places, 4 portes, peu roule, modele- extraordiaaire, tres bon etat, nombreux accessoires, ' % Fr. 5200.— ESSEX super-six, 1928, grand luxe, condüite interieure, 4 places,' 4 portes, Fr. 5200.— HOTCHKISS 12 CVj modele de grande reputation, condüite interieure, 6 places, freins sur 4 roues Dewandre, pneus ballons, etat de neuf, Fr. 4500.— WILLYS KNIGHT süperbe roadster, 2 places, avec spider, voiture irreprochable sous tous les rapports, tres silencieuse grimpeuse extraordinaire, Fr. 5500.— AMILCAR 10 CV, faux-cabriolet, grand luxe, 3 places, tres rapide, 6 roues, tous les accessoires, Fr. 4500.— Garage des Päquis, Geneve Toujours un choix de 50 a 70 voitures de toutes marques. '— Demandez la liste! WEED-Schneeketten für alle Dimensionen am Lager. KÜHLERDECKEN alle gangbaren Modelle sofort lieferbar. PNEUMATIK alle ersten Marken. OGCASICNS-PCEU AUTOZUBEHÖR NEUGUMMIERÜNG Gelegenheitskauf! MÖBELTRANSPORTWAGEN Kasten 460/230, Marke SAURER, elektr. Licht und Luftbereifung, komplett Fr. 6000.—, ev. ohne Kasten Fr. 5000.—. 4252S Auskunft erteilt Garage Rebmann, Aarau.

N" 04 — 1929 ÄUTOMOBIL-REVUE Autostrasse Turin-Mailand. Sie ist jetzt definitiv beschlossen und die Arbeiten werden noch dieses Jahr beginnen und sollen im Oktober 1932 für die Feier des 10. Jahrestages des Marsches auf Rom beendet sein. Der Voranschlag beträgt 145 Millionen Lire. Unternehmer ist nicht der Staat, sondern eine ad hoc gegründete Gesellschaft «Autostrada Torino-Milano» mit einem Kapital von 30 Millionen. Diese Gesellschaft wird sich mit dem Staat und den zahlreichen Interessenten der zu konstruierenden Linie für die Realisierung des Projektes, für das sie verantwortlich ist, zusammentun. Die Regierung steuert bis zu einem dritten Teil der Ausführungskosten bei, einen weiteren Teil übernehmen die umliegenden Provinzen und Städte. Die Feststellung des Trasses der Linie war mit Schwierigkeiten verbunden, nicht wegen dem Gelände, sondern wegen der Eifersucht der Bevölkerungsgruppen. Das war ein langes Seilziehen, indem die eine Gruppe die Linie durch Biella, die andere durch Vercelli ziehen wollte. Nun wird sie zwischen diese beiden Städte gelegt. Die Strasse wird zehn Meter breit sein, wovon acht Meter gepflastert und zementiert. Sie wird also gleich gebaut wie die schon bestehenden oder im Bau befindlichen Teile der riesigen Autostrasse Turin - Venedig - Triest. Ueber tausend Kunstbauten-Brücken etc. sind herzustellen und über eine Million Quadratmeter sind zu pflastern. Die Linie ist nicht gradlinig — denn sonst hätten die Vercelleser gesiegt —^ auch nicht ein Dreieck, wie die Bielleser wollten, sondern bewegt sich in einer sanften Kurve von Turin nach Mailand zu. Sie mündet direkt in die schon bestehende Linie Mailand-Seen ein und wird 126 km lang sein. Aargaa Bein Bern Sein Bern ß«rn Ben Obwalden Soiotuuin St. Gallen St. Gallen Zürich ZOrich Zürich Zttrioh Zürich' 2ttrieh Zurieb Zürich Kontrollierte Strassen Kanton Strecke Bemerkungen Aaxgaa Zwischen Windisdi und Versteckte Stoppnhr- Gebenstorf Eontrolle »uf 200 m intn Augan Snht, Dorfaasgang Umllben bei Brugg (Eich- Versteckte Kontrolle Kontrolle tung Bözberg) Aargau Frick Kontrolle Basel Baselland Züreherstrasse-Sägeberg Bückten bei Läufelfingen Kontrolle Stoppuhrkontrolle Bern Ligerz, Dorfausgang, von Versteckte Kontrolle Bahnhof Richtung Blei durch twei Älann Bern Müncheobuchsee zwischen Auf 200 m Sattlerei Arn und Gemelndescnreiberel Bern Wengl, bei Kiutigea Versteckt* Eontrolle Qlarns Netstal Stoppuhrkontrolle d. zwei Polizisten In Uniform Giaubünden Nenenburg Zizera Chesard Kontrolle Versteckte Kontrolle auf 200 Meter Nidwaldon Emmetten. Zwischen Stoppuhr-Kontrolle Schützenhaus und Post 200 m Obwalden Lungern, vom Eibach auf Stopptihrkontrolle 250 m ins Dorf durch Zivilisten Schirj* Loweiz Kontrolle durch Gemeindepoilzist in Zivil, allein ohne Stoppuhr Schwyj Seewen Kontrolle vom Bahnhof bis Bahnübergang ohne Stoppuhr Sohwvz ünteriberg Kontrolle Thurgau Aadorl Stoppuhr - Kontrolle Thrugau Weinielden, Kengasse Aul 300 m Stoppuhrkontrolle Walis La Balma Stoppuhr - Kontrolle auf 225 m Zürich Oerlikon Kontrolle Gesperrte Strassen Kanton Strecke Bemerkungen Stttirenbrücko zwlsch. Aarau und Bohr. Lokaiverkehi tischen Aarau u.Bohr wird Übet Buche umgeleitet. Frelburgitrass» beim Engländerhubel zwischen der Holligenstr. and Friedbühlstr. Muttenstr,.v.d.Fabr. Veron b. Bethlehem für Fährverkehr von Bern Rlchtg. Güramenen Büxen &.A. Aarebrilcke Interlaken, Kugenparkstrasse Staatsstrasso Station Brienzwileriieiringen Dtemtlfrtalstrttooe von Oeybrücke bis Kattenlochtnuoke Strasse Barnen-Kerns Aare brücke Grenchen-Arch E»gaz-Landquart Über Tardisbrücke Strecke zwiach. Bach und Oberlöhren üster, Poststrasse «wischen Bahnhot und Zureherstraese Rheinbrücke Flaach- Rüdlingen Hausen a. A.: Albis- Strasse I. El Kr. 1 und 7 Hombrcchtikon: Strasse I. £1., Nr. 4 u. 6, Im Dorf Langnati a. A. Albisstr.IKl. Nr. 1, von Adliswil / Langnau bla Hausen/BUfenwll Horpn: Alte Ltnditr. Horgen: Oberdoffatr.- 6U