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E_1929_Zeitung_Nr.095

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12 'AUTOMOBIL-REVUE

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Bern, Dienstag 5. November 1929 III. Blatt der „Automobil-Revue" Nr. 95 Im heutigen „Autler-Feierabend": Seite Ce que femme veut 13 Reise in die Normandie 13 Feuilleton 13 Mensch, hilf' Dir selbst 14 Das Rennen um die Frau 1-4 Die kleinen Geschichten 14 Der Parfümmixer 14 Hüte dich vor dem Zylinderhut 14 Auf der Landstrasse spielende Löwen 14 Die Seite der Frau 15 Die Frau und das Geheimnis 15 Der Lebensabend 15 Wio Kinder sprechen 15 Der Theatersessel, der zum Kleid passt 16 Bunte Chronik aus aller Welt 16 Was von einem Autokönig nicht alles verlangt wird 16 Verdonnerte Fussgänger 16 Das Ende der weissen Rasse 16 Trottoirs anno domini 1799 17 Humor 17 Tourismus 18 Autotouristischcs aus Bulgarien 18 Tourensprechsaal 18 Ce que femme veut... Bös© Zungen behaupten, die amerikanischen Ehemänner' seien restlos Pantoffelhelden. Nun — wenn böse Zungen Mühlen haben, dann ist das neuest© Stücklein der New Yorker Frauenliga sozusagen Wasser auf diese Mühle. Die erwähnte Liga hat nämlich zehn Gebote, aufgestellt, mit denen sie für eine kommende Abstimmung die Meinung der Ehemänner beeinflussen will. Die Gebote wurden von der Vorsitzenden der Liga Öffentlich allen Hausfrauen bekanntgegeben und lauten wie folgt: 1. Hausfrau, lass den Büchsenöffner verschwinden. 2. Sprich nicht mehr von Pelzmänteln, bis die Abstimmung vorbei ist. 3. Erzählt dein Mann einen Witz, so lache, Selbst wenn der Witz alt ist. 4. Räume deinem Mann im Kleiderschrank auch etwas Platz ein, mindestens ein Viertel. 5. Rühre deinen Mann mit Handschuhen an, wenn er spät vom Geschäft heimkommt. 6. Sei ein ganz klein wenig eifersüchtig. 7. Vermeide es, zu weinen, zu viel zu reden oder zu nörgeln. 8. Lasse das Bridge-Spiel. 9. Schick' die Schwiegermutter auf's Land. 10. Verwende täglich ein© Extra-Viertelstunde auf deine Toilette. Ganz New York erwartet jetzt mit Spantnung den Effekt dieses Anschlages —hauptsächlich bei Mr. Nathan D. Perlman, dem Ehemann der Vorsitzenden der Frauenliga, a. Reise in die Normandie Nacht in Le Hävre. Es ist fast dunkel. Breite, lieblose Strassen — von ferne ragen ganz schwarz ins Dunkel, wartend© Schlote und Mäste. Missmutig streicht man durch die Gassen, sucht ©in Hotel, ein Zimmer, ein bisschen Zuhause. Am Hafen von Yport Irgendwo ein paar schrille Töne — eine Jahrmarktorgel, die nach müdem Tag wieder zu trällern beginnt. Rote, gelbe, grün© Lichtlein gebiert die Nacht. Mählich kommen Leute aus den schwarzen Gassen, reden und lachen überlaut. Von allen Seiten schon lokken die Melodien, mengen sich ins Volk. Ein rothaariger Bub summt zaghaft mit. — Das Hupen eines Autodromes, dort eine blecherne Glocke, hier die dünne Stimme eines Ausrufers, es ist ein Gleissen und Wogen, Lärmen und Kirren aus schwarzer Nacht. Und die Nacht wird zum Tag: Hafenarbeiter, Matrosen, halbwüchsige Mädchen und Dirnen drängen sich in lauten Gruppen. Zwei Arbeiter, schwarz gerusst und torkelnd, ereifern sich inmitten der Strasse. Eine Kneipe, Musik, leicht und schwer, sentimental und aufreizend zugleich — die Menge staut sich davor. Der Krüppel an der Eck© wiegt mit den Schultern wie zum Tanz. — Di© Häuser leeren, di© Strassen füllen sich. Die Leute kommen von der Arbeit und suchen das Vergnügen. Ein Einäugiger führt seinen Jungen Alter Pferdeaufzug an der Küste. Aus einem Tagebuch von Bude zu Bude, gibt dem Buben, was sein kleines Herz begehrt, gibt aus vollen Händen Freude. Noch sieht man das Meer nicht. Man spürt nur seine salzige, schwere, beängstigende Macht. Wanderung am Meer. Der lärmend© Morgen weckt mich — kein© Vögel, kein© Sonne. Rauch und Nebel über den Häusern. Auf der Strasse hasten di© Menschen. Gestrafft© Gesichter und arbeitgewohnte Arme. Fluchen und Rufen — die Marktleute ziehen ab. Karusselle und Orgeln schlucken die grossen Wagen. Bunte Fetzen und Unrat erinnern an di© nächtliche Fröhlichkeit. Wir wollen zum Hafen. .Durch den Schmutz enger Gassen gehen wir auf verbotenen Wegen an kleinen, düsteren Häuschen vorbei, in denen die Armut wohnt. Man hört di© Sirenen, das Kreischen der Kran©. Vor uns werden Schiff© beladen, ein Kohlenkutter wirft die Anker, er bringt Kohle von England und liegt bacbbord mit einem dänischen Holzdampfer. Es ist ein Geflecht von Masten und Wanten, aber alles düster und kalt. Zwei Kriegsschiffe der Unterseeoootmarine liegen im fettigen Wasser. Wir gehen hin, stellen uns an und dürfen hinein. Es ist ein kleiner Matrose, der uns führt und erklärt. Ein alter Mann, ordentlich lahm, glänzt von vaterländischer Begeisterung: «Quel beau travail — oh — magnifique!» — Und weiter laufen wir, die Mäste verschwinden, wir sind am freien Meer. Wir atmen. — Weite, unendlich und schön. Der Nebel hebt sich, die Sonne kommt und mit ihr ein Wechsel von Farben. Still steht man und schaut. Dann marschieren wir den Strand, di© Küste entlang. Zwei Meter Raum haben wir. Links das Wasser, rechts die Felsen. Aber es ist tückisches Gestein. Wir wandern, das Meer wirft sein© Wellen ans Land, immer stärker und weiter — di© Flut steigt, Kneipe in Le Havre (Zeichnungen von Nlnölert wir müssen uns retten. Es gibt nur einen Weg, die Steile vor uns. Wir klettern, klammern uns an vereinzelte Grasbüschel, gleiten aus. Was Felsen schien, wird weich und erdig. Endlich sind wir oben. — Müde und doch gestärkt, froh wie nach einer Tat. Jetzt weitet sich der Blick ins Land- Braungelb© Wiesen, kleine Waldflecken, darin Häuschen spielerisch verstreut. Dort im Rauch Le Hävre. Unter uns immer das Meer. Wir wandern weiter. Mir ist's leicht. Meine langen Beine schlenkern unter mir, kaum spüre ich den riesigen Rucksack. Zur Seite mein Mädel, fröhlich und klein. Ab und zu singe oder pfeife- ich ein Lied. Arbeitende Bauern schauen uns gross nach. Die Landschaft wird öder — wellige Heide. Braunfleckige Kühe weiden das wenige Gras zwischen den Farnkräutern. Rast. — Wir legen uns hin in die warme Sonne und ruhen. Unsere Bein© bewegen sich wieder. Noch einmal ändert sich das Bild. Disteln und Brombeerstauden bedecken den Boden, weit im Land dunkeln Wälder, hin und wieder di© Silhouette eines Kirchturms. Kleinwolkiger Himmel. Langsam legt sich die Helle. In der Ferne spielt ein Leuchtturm. Die Sonne verliert sich. Das Meer ist flüssige Glut. Ein Wind packt uns. Fester schreiten wir aus, hinein in ein Tal. Oben wieder der Leuchtturm, jetzt ganz nah. Es ist ein langer, stiller Marsch. Der Scheinwerfer narrt, flammt näher und ferner, dann immer ferner! Es ist finster, wir sehen keinen Weg mehr. Di© Disteln und Dornen stechen uns. Dann finden wir ein Dorf. Durch Aecker und Wiesen stapfen wir darauf zu. — Noch zehn Kilome- Durch die Fenster Novelle von Anna Burg. (4. Fortsetzung und Schluss) Georg sah mit einem Mal wie drüben alle Türen offen standen, er sah durch die Räume hindurch in die jenseits liegenden, er sah den Mann von einem Gemach ins andere rennen, sah, wie er in toller Wut der Kraft eines Riesen, Türen aus den Angeln hob, IMöbel zertrümmerte, Leuchter an der Erde zerschellte, kostbare Kristallvasen an den Wänden zerwarf, Decken und Kleider zerriss, sich selbst mit den Fäusten an die Stirn schlug und endlich wie vom Blitz erschlagen in einen Stuhl sank. Georg wusste mit kalter Sicherheit und teuflicher Freud© •— sie war entflohen. Si© war frei, — von seiner Haft los, dem Kerker entkommen, — wie ein Falter flog si© frei durch die Luft —. Nichts und niemand würde sie dem Tyrannen zurückbringen. Und während Georg darüber jauchzende Freude empfand, als wären Fesseln von seiner eigenen Faust gefallen, rannen ihm die Tränen über die Wangen. Der Mann drüben blieb nicht lange erschöpft. Er erhob sich, er begann sein wütendes Zerstörungswerk aufs neue; diesmal riss ©r das Fenster auf und warf Gegenstände auf den Hof hinaus, dass si© draussen zerschellten. Der Hof füllt© sich mit Leuten, die sich ängstlich den Wänden entlangdrückten. Nach einer Viertelstunde kam der Hausherr aus dem Vorderhaus. Er begab sich in den zweiten Stock zu seinem rasenden Mieter. Er brachte es dazu, dass dieser ihm folgte und dass es auf einmal ganz still wurde auf dem Schauplatz der Handlung. Um die zertrümmerten Sachen, die im Hof herumlagen, standen die Bewohner des Häuserkomplexes. Georg Wimper, der wie gebannt auf seinem Aussichtsposten blieb, sah darunter all seine Bekannten, im ersten Rang die Portiersleute, die mit lautem Schimpfen ihre Meinung über das «vornehme Pack» kundtaten, wobei man ihnen die tiefe Befriedigung über den interessanten Vorgang, der sich in ihrem Hause abspielte, anmerkte; dann die Witwe mit ihren Töchtern, die diskret etwas abseits standen, di© Beamtenfamilie, deren Kinder sich einige Bruchstück© der in Scherben gegangenen Herrlichkeiten zu erringen suchten, di© Schriftstellersleute, die sich eigentümlich eng am Arm hielten, indes die Frau mit grossen Augen und zitternden Lippen auf das Geschwätz der Umstehenden hörte, während der Mann sich mit gedankenvoller Miene das Kinn rieb und sichtlich diesen Stoff einheimste, den das Ereignis bot — ja selbst di© alte Jungfer sah Georg Wimper dort stehen; und in ihrem Gesicht las er ein so tiefes Erschrecken, dass ihm klar wurde, — auch für si© gab es Augenblicke, wo die Harmonie ihrer hochgelegenen Welt getrübt wurde. Der Hausherr hatte zwei Männer beordert, die die zertrümmerten Sachen in die verlassene Wohnung hinaufschaffen mussten. Da kehrten die Gaffer alle in ihre vier Wände zurück. Sie machten all© bedenkliche, kummervolle, empörte Gesichter, aber hinter der Maske dieser Gefühle sah man doch das Behagen, mit dem sie sich bewusst wurden, dass solch© Wetter nicht in ihre stillen Existenzen greifen würden, und dass sie bei allen kleinen Sorgen und Aergernissen doch wenigstens vor solchen furchtbaren Störungen ihres Wohlseins gesichert seien. Der als menschenscheu bekannte Georg Wimper änderte von diesem Tag© an seine Lebensweise vollständig. Vor allem bezog er eine andere Wohnung, und zwar eine solche, die ihre Fenster nach der Strasse hatte, wo er nur ewig fliessendes, ewig änderndes Leben an sich vorbeiziehen sah; dann begann er sich mit stiller, zäher Energie in das Treiben der Welt hineinzuarbeiten, so dass er schon nach Jahresfrist seinen Ruf der Menschenscheu völlig verloren hatte, vielmehr einen gemütlichen Bekanntenkreis besass, dem er sich als angenehmer Freund und Gesellschafter erwies, und in dem er auch eine zu ihm passende, fröhliche, aller Reflexion abholde Gefährtin fand. Georg Wimper hatte erkannt, dass es dem Menschen nicht gegeben ist, als Zuschauer in dieser Welt zu stehen, sondern, dass so lang© sein Herz schlägt, es ihm zukommt, mitten unter den Spielern seinen Platz auszufüllen. — ENDE — Stimmen in der Nacht KAFFEE „Ich kann nicht schlafen". „Auch ich nicht". Eine lange Pause, unterbrochen von aufgeregtem Husten - dann der ferne Klang einer Glocke, die 3 Uhr schlägt. „Werden wir jemalslernen, abends keinen Kaffee mehr zn trinken I" Kein, Sie werden es nie ... und was braucht es mehr, als zu wissen, dass Sie sich nie mehr über das Kaffeetrinken aufregen werden! Verlangen Sie heute noch bei Ihrem Kolonialwarenhändler den Kaffee Hag, dem die Coffeinwirkungen genommen sind. Wenn Sie zu jenen gehören, die des Herzens, der Nerven, des Schlafes, der Verdauung wegen das Coffein fürohten müssen — dann trinken Sie den feinen, unverfälschten, coffein - freien Kaffee Hag, Er ist gesund und gut* HAG schont HERZ UND NERVEN