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E_1929_Zeitung_Nr.096

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Vevkehi.

Vevkehi. Verkehrsunfälle. In Glarus fand auf Veranlassung des Touring-Clubs und des Automobil-Clubs am letzten Samstag ein Vortrag statt von Herrn Ingenieur Schwarz, Chef der kantonalen Motorfahrzeugkontrolle in Zürich. Anwesend waren die Baudirektion, das kantonale Polizeikorps und die Mitglieder der beiden automobilistischen Vereinigungen. Herr Schwarz sprach über die Verkehrsunfälle im Kanton Zürich und zeigte an Hand von Lichtbildern die Hauptursachen der Unfälle und wie sie zu verhüten gewesen wären. Herr Regierungsrat Hefti und Herr Dr. Büchi in Mollis begrüssten die Anwesenden und verdankten den interessanten Vortrag aufs beste. Neue Nachtfahrverbote? Der Parteivorstand der demokratischen — und Arbeiterpartei des Kantons Glarus hat kürzlich einer Anregung über einen Landsgemeindeantrag zur Erwirkung eines teilweisen Nachtfahrverbotes nicht Folge geleistet. Darüber sind nun verschiedene Herren erbost und finden, dass, wenn sogar Grossstädte so weit gehen, zu gewissen Stunden das Autohupen zu verbieten, es im Kanton Glarus zum mindesten möglich sein sollte, «die übermässigen Huper und Radauwagen auf eine Zeit zu verweisen, die man ortsüblich noch als Verkehrszeit betrachtet». Dazu können wir nur bemerken, dass zwischen dem Hupen und dem Fahren ein grosscr Unterschied besteht! Das Hupverbot zu gewissen Stunden ist ohne weiteres verständlich, jeder vernünftige Automobilist wird schon jetzt seine Hupe nur in den notwendigsten Fällen benutzen. mg. Die Aufhebung der französischen Tagestaxen wird vom französischen Touring-CIub kategorisch verlangt. Edmond Chaix, der Präsident des T. C. F., nimmt im französischen Fachblatt «Auto» Stellung zu dieser Frage. Er schreibt: «Auf den ersten Blick erscheint es gerecht, dass Ausländer, die unsere Strasen benutzen, einen Teil an den Unterhalt dieser Strasen beitragen, aber diese Theorie ist nicht unanfechtbar. Man hat zu berücksichtigen, dass die Ausländer durch das Geld, das sie ins Land bringen, unsere schnurgerade Strasse und vermeidet auch Handelsbilanz günstig beeinflussen. Man die heute bestehenden vier gefährlichen sollte deshalb mit allen Mitteln die internationale Touristik fördern. Die Taxe, die wir vom deter Aufnahme und Berechnungsarbeit über Strassenübergänge. Wir hoffen, nach vollen- Ausländer verlangen, erreicht aber das Ge- das neue Projekt mehr zu hören. genteil. Erstens macht es einen schlechten Eindruck, wenn man, kaum dass der Fremde die Grenze passiert, ihn schon zum Zahlen auffordert. Sodann sind die Formalitaten bei Erhebung der Taxe für den Ausländer sehr lästig.» E. Chaix beschreibt dann eingehend den Vorgang der Taxerhebung und kommt zum Schlüsse, dass die Tagestaxe von 10 Fr. aufgehoben werden sollte. Frankreich sollte dem belgischen Beispiel folgen und wenigstens einen Aufenthalt von einer gewissen Zeitdauer als taxfrei erklären. Wir wären sehr glücklich — schreibt der Präsident des T. C. F. — wenn die Regierung unsere Vorschläge prüfen würde und Frankreich in gleicher Weise wie unsere Nachbarländer auf die Verkehrstaxe verzichten würde. Denn ist nicht die Steuer von allen Ausgaben diejenige, der man sich am wenigstens gern unterzieht? Wir empfehlen diese Worte auch denjenigen Genfern zur Beachtung, welche glaubten, die Frage der französischen Verkehrstaxe von den übrigen Fragen ausnehmen zu sollen, die unser Bundesrat gegenwärtig mit der französischen Regierung behandelt. Stianen AUTOMOBiL-RßVUE gr. Grosszügige Strassenbauten in England. Das englische Verkehrsministerium hat für das soeben ausgearbeitete Strassenbauprogramm für die nächsten 5 Jahre 9,5 Millionen Pfund' budgetiert. Für die folgenden Jahre ist ein Programm im Kostenbetrage von 28 Millionen Pfund vorgesehen. Linksseitige Walenseestrasse. In den letzten Wochen wurde von Herrn Geometer Schmid im Auftrag der glarnerischen Baudirektion die linksseitige Walenseestrasse projektiert und ausigemessen. Die Strasse führt, von der Kirche in Mühlehorn augehend, über den Bach und oberhalb den Häusern des Hinterdorf gegen das Mühletal. Wie man vernimmt, beabsichtigt die Bahn das Geleise in einen Tunnel zu "verlegen, was den Strassenbau bedeutend erleichtern würde, indem dann auf grössere Strecke der heutige Bahnkörper mitbenutzt werden könnte. Von der Linthmündung führt das neue Projekt in gerader Richtung gegen Niederurnen-Reichenburg und erzielt damit eine Betonstrassen in Berlin. Die Stadt Berlin bevorzugte bis heute im Strassenbau den Stampfasphalt. Jedoch hat sich die Glätte und Schlüpfrigkeit dieses Materials als eine schwere Gefahr für den Autoverkehr erwiesen. Um den schlimmsten Gefährdungen abzuhelfen, hat die städtische Verwaltung an einigen Stellen die Asphaltdecke aufrauhen lassen, um dem gefürchteten Schleudern der Autos vorzubeugen. Nun wurde im Zusammenhang mit diesen Fragen die Betonierung der Strasse geprüft. Bekanntlich waren bis Ende 1925 in den Vereinigten" Staaten über 70,000 km Betonstrassen gebaut und auch England hat bereits mehr als 3500 km Betonstrassen angelegt. Im Gegensatz dazu ist in Deutschland diese Art der Strassenbefestigung noch selten zur Ausführung gekommen, hauptsächlich in Sachsen und Bayern. Die Besichtigung einer neu angelegten Strassenfläche bei Konradshöhe, mit insgesamt 16 m 2 Betonbelag, gab Gelegenheit, die Vorzüge der Betonstrasse kennen zu ler- neu. Bunt«» Chronik gr. Monopolisierung der Autoproduktion in Spanien ? Die spanische Regierung befasst sich gegenwärtig mit dem Plan, die einheimische Automobilproduktion zu monopolisieren. Der Zweck dieses Vorhabens bestände darin, die Staatseinnahmen zu erhöhen und zugleich den Bedarf des spanischen Heeres vom Ausland unabhängig zu machen, y. 1929 — N° 9b Zur Bussenpraxis im Autowesen spricht sich der letzte Jahresbericht der Sektion Graubünden des Schweizer. Automobilclubs also aus: Der wiederholt gerügt unbefriedigende mit den bezüglichen gesetzlichen Bestimmungen nicht zu vereinbarende Zustand dauert leider immer noch an, trotzdem in mehreren Eingaben und mündlichen Konferenzen auf die Tatsache hingewiesen und trotzdem mehrfach Remedur in Aussicht gestellt wurde. Es geht nun einmal nicht an, dass auch in weniger wichtigen Fällen, z. B. bei den täglich sich ereignenden Kollisionen zwischen einzelnen Fahrzeugen, die erstinstanzliche Untersuchung und Beurteilung des Falles durch das kantonale Baudepartement erfolgt, und zwar in der Regel durch Funktionäre des Amtes, die mit dem Automobilwesen sonst gar nichts zu tun haben und weder juristische noch technische Qualifikation hierfür aufweisen. In einem solchen Falle ist dem Betroffenen der Weiterzug eines Bussenurteils an den Kleinen Rat, wie ihn das Gesetz vorsieht, praktisch ausgeschlossen, da die kantonale Regierung ausser den Organen des Bauamtes keinerlei Amtsstelle besitzt, die in der Lage wäre, unparteiisch und mit Sachkunde einen derartigen Departementsentscheid zu überprüfen und über dessen Befund Bericht und Antrag zu stellen. Die hier gerügten Verhältnisse haben auch dieses Jahr wieder zu wiederholten unliebsamen Auseinandersetzungen geführt. Sie bedeuten in vielen Fällen eine ganz unzulässige Präjudizierung gewisser, mit derartigen Kollisionen oft verbundener, zivilrechtlicher Ansprüche. Sie hatten des öftern auch gänzlich unzulässige Eingriffe von Seiten der kantonalen Polizei in die Zivilrechtssphäre (Arrestierungen bei Zivilforderungen usw.) zur Folge, und wir drücken hier den dringenden Wunsch aus, dass die wiederholt gemachten Versprechungen, Gesetz und Praxis endlich miteinander in Einklang zu bringen, nun nicht mehr länger hinausgeschoben werden mögen! Aus den Verbänden Verband der Gesellschaftswagenbesitzer der Zentral- und Westschweiz. Der Vorstand dieses Verbandes bcsammelte sich unter Vorsitz seines Präsidenten, Herrn Zürcher-Wyss. letzten Dienstag im Bürgerhaus zu Bern, um zu verschiedenen wichtigen Verkehrsproblcmen Stellung zu nehmen. Ueber das Nachtfahrverbot waltete eine ausführliche Diskussion, aus der die unzweideutige Ansicht hervorging, dass das Nachtfahrverbot im Kanton Born für die Gesellschaftswagen unbedingt aufgehoben werden müsse. Ueber das weitere Vorgehen zur Behebung dieses Hissstandes wurden definitive Beschlüsse gefasst. Ebenso gründlich wurde die Preisfrage diskutiert. Leider ist es auch in der abgelaufenen Saison immer wieder vorgekommen, da'ss dem Verbände nicht angeschlossene Mitglieder sich starke Preisunterbietungen gestattet haben und damit dem ganzen Stande zum Schaden gereichten. Auch in dieser Frage wurden bestimmte Brschlüsse gefasst. Auf Anregung des Sekretärs Dr. E. Kleinert, wurde beschlossen, betreffend Aufhebung der Niveauübergänge eine Eingabe an das Eidgenössische Eisenbahndepartement zu richten und es auf die schwerwiegenden Folgen eines eventuellen Zusammenstosses zwischen Eisenbahn und Autoca-r aufmerksam zu machen. Formell halte der Vorstand noch den Eintritt des Verbandes in die bernischo Verkehrsliga gutzuheissen. Dein Gesuche, als Untersektion in den kantonal-bernischea Gewerbeverband aufgenommen zu werden, ist Folge gegeben worden. Der Vorstand hofft, dass inskünftighin auch der kantonal-bernische Gewerbeverband die Interessen der Gesellschaftswagengewerbler nach Kräften unterstützen werde. —t. Es gibt noch viele alte Zöpfe In unserm Schweizerland, Ansichten, die sich nicht vertragen mitder modernen Entwicklung unseres Geschäftslebens. Eines der unberechtigsten Vorurteile ist die Abneigung vieler, sichein Auto auf Kredit zu kaufen. Das Auto soll nicht ein Luxus sein, sondern ein Hilfsmittel im Beruf, soll nicht überflüssiges Vergnügen verschaffen, sondern ins tägliche Leben Erleichterung bringen. Ein Auto hilft verdienen, und was man durch den Wagen mehr verdient als früher, kann teilweise durch Amortisation verwendet- werden. Firmen, die nicht auf Kreditkauf angewiesen sind, bedienen sich desselben dennoch: die Raten, massige Beträge Jeden Monat, werden über Unkosten abgebucht, so dass der Wagen in weniger als zwei Jahren ganz abgeschrieben ist. ZÜRICH IM BtCfRSENGEBXUDE TELEPHON UTO 3693 GENF: 10 RUE PETITOT TELEPHON 42.4.18 Mit Riesenkraft dem Ziel entgegen C A -tfH*> Für den heutigen Lastwagen-Besitzer ist die Zeit von höchstem Wert. Sein Kunde verlangt die Lieferungen zeitgenau und sicher. Esso gibt dem Lastwagen die Kraft die nötig ist, die Lieferzeiten einzuhalten. Erhalten Sie sich Ihre Kundschaft zufrieden, fahren Sie mit Esso, und Ihr Lastwagen ist trotz schweren Lasten und schlechten Stra*> sen sicher und pünktlich am Ziel. Esso erhalten Sie nur aus der plombierten und geeichten 10 Liter Kanne. Esso ist rot gefärbt und kann nicht verwechselt werden. Esso, der Super-Brennstoff STANDARD BENZIN — ESSO — STANDARD MOTOR OIL

N°96 - 1929 AUTOMOBIL-REVUE Wird uns das Benzin ausgehen? Von Zeit zu Zeit tauchen. in der Presse immer wieder Alarmnachrichten auf, die auf ein bevorstehendes Ausgehen der Erdöllager und damit des Benzins hinweisen. Wie verhält es sich damit? Werden wir einmal auf dieses edle Nass verzichten und gar den ganzen Automobilverkehr aufgeben müssen? Oder wird der Mangel sich erst bei der nächsten Generation bemerkbar machen? Wie denkt man sich den Zukunftsverkehr ohne Benzin? Was vorerst die prophezeite Knappheit anbetrifft, können wir unseren Lesern die beruhigende Mitteilung machen, dass die entsprechenden Meldungen so gut wie ganz aus der Luft gegriffen sind. So wie die Dinge heute liegen, kann man ebenso gut, und ohne eine Widerlegung befürchten zu müssen, ein Weiterbestehen von Erdölquellen voraussagen, wie ihr baldiges Versiegen. Kein Mensch vermag heute mit einiger Sicherheit anzugeben, wieviel Oelvorräte die # Erde noch in ihrem Innern birgt. Bekannt ist nur der ungefähre Weltverbrauch. An Benzin beträgt er nach den letzten Schätzungen jährlich etwa anderthalb bis zwei Billionen Gallonen, eine Gallone ä 4,5 Liter gerechnet. Amerika allein konsumiert jährlich etwa 800000 Gallonen. In wenigen Jahren können diese Zahlen allerdings auf ein Vielfaches gestiegen sein. Wenn die Produktion von Benzin auf dem gegenwärtigen Stand verbliebe, wäre es daher mit der Herrlichkeit bald aus. Bis jetzt hat aber auch die Produktion jährlich immer noch zugenommen. Die Mindererträge, die durch das Versiegen einiger amerikanischer Erdölquellen zu verzeichnen waren, wurden durch Mehrerträge auf neu erschlossenen Gebieten mehr als wettgemacht. Und es vergeht fast kein Monat, ohne dass man von neuen Erdölfunden vernimmt. Vielfach werden dabei diese Funde an Stellen der Erde gemacht, an denen früher kein Mensch ein Vorkommen von Erdöl vermutete. Im grossen ganzen verhält es sich mit diesen Lagern ganz ähnlich wie mit der Kohle. Auch hier findet ein ständiges Versiegen alter Lager und Erschliessen neuer Vorkommen statt. Und trotzdem man nun in der Kohlenausbeutung über eine Jahrhunderte alte Erfahrung verfügt, würde auch der gewiegteste Geologe nicht zu behaupten wagen, dass in diesem oder jenem Weltteil neue Vorkommen ausgeschlossen wären. Der Verkehr ist heute schon so weit ent- wickelt, dass es schliesslich nicht mehr viel ausmacht, wenn eventuelle neue Quellen auch im Innersten Afrikas oder Australiens liegen sollten. Und wieviele Stellen in diesen und andern wenig erforschten Weltteilen gibt es nicht, die noch niemals mehr als oberflächlich geritzt wurden, sei es wissenschaftlich - theoretisch oder praktisch. Wieviel Bohrtürme hätten noch auf diesen Gebieten Platz, wenn man sich einmal notgedrungen aufs Probieren verlegen miisste? Bei alledem ist es gar nicht gesagt, dass nicht einmal ein wahrer, unerschöpflicher Erdöl-Ozean angestochen wird, der alle Sorgen auf Jahrhunderte hinaus verscheucht. Mit den bisherigen Bohrwerkzeugen, ist man auf eine gewisse maximale Bohrtiefe beschränkt. Wer weiss, ob nicht über kurz oder lang Werkzeuge geschaffen werden, die doppelt oder dreifach so grosse Bohrtiefen gestatten? Selbst wenn die Vorkommen in den grösseren Tiefen einmal erschöpft sein sollten, besteht noch einige Aussicht auf weitere Erträge. Neue Forschungen berechtigen zu der Vermutung, dass das heute gewinnbare Erdöl nicht ausschliesslich ein Jahrtausende altes Produkt darstellt, dass es vielmehr zum Teil auch durch die Einwirkung von Wasser auf karbidhaltige Gesteine immer noch von neuem entsteht. Welche Mengen jährlich so neu produziert werden, ist allerdings noch unbekannt. In den nächsten Jahrzehnten ist ein Versiegen der Erdölquellen ganz ausgeschlossen. Auf alle Fälle würde sich dann eine eintretende Knappheit nur langsam bemerkbar machen. Benzin ist bekanntlich nur eines der verschiedenen Destillationsprodukte des Rohöls. Damit es zum Betrieb unserer gegenwärtigen Fahrzeugmotoren verwendet werden kann, darf sein Siedepunkt nicht wesentlich höher liegen als 120° Celsius. Die höher siedenden « Fraktionen » stellen heute mehr oder weniger Abfallprodukte dar. Bei einer wirklich eintretenden Erdölknappheit wäre nun das erste, dass man auf die Vorteile der Leichtflüssigkeit verzichten und das Benzin mit den höher siedenden Fraktionen strecken würde. Die verfügbaren Mengen Hessen sich so- ganz bedeutend vergrössern, ohne dass allzu grosse technischen Schwierigkeiten bei der Anpassung der VeTgaser und Motoren entständen. Ein Mehrertrag von nicht allzu hochsiedendem Benzin könnte auch noch durch vermehrte Anwendung des Crack-Verfahrens erzielt werden,, das darin besteht, dass man Schweröle bei hoher Temperatur destilliert. Bis dahin wird aber der Fahrzeug-Dieselmotor so weit entwickelt sein, dass man überhaupt auf die Leichtflüssigkeit des Brennstoffes vollständig verzichten kann. Der Dieselmotor verarbeitet anstandslos Rohöl. Er nützt also nicht nur einen kleinen, teuer zuzubereitenden Bestandteil des Erdöls aus, sondern nahezu das ganze, billige Erdprodukt. Einer allgemeinen Anwendung des Dieselmotors zum Fahrzeugbetrieb steht heute nur mehr sein höheres Gewicht entgegen, das sich aber bestimmt noch stark vermindern lassen wird. Nehmen wir den schlimmsten Fall an, den, dass der Erdölertrag auch nicht mehr zum Betrieb von Dieselfahrzeugen ausreichen würde, so bestehen auch dann noch Auswege. In erster Linie käme als Ersatz Benzol in Frage. Benzol ist ein Nebenprodukt der Steinkohlenteer-Fabrikation und wird heute schon von verschiedenen Ländern in bedeutenden Mengen produziert. Dem Benzin ist es nicht nur gleichwertig, sondern in mancher Hinsicht noch überlegen. Neben Benzol könnte Alkohol als Betriebsstoff verwendet werden, der sich schon jetzt mit mehreren, grösstenteils noch nicht ausgenützten Verfahren in praktisch unbegrenzten Mengen herstellen Hesse. Abgehesen von diesen immerhin noch mehr oder weniger natürlichen Brennstoffen wird aber in kurzer Zeit auch die künstliche Herstellung neuer Brennstoffe praktisch zur Durchführung gelangen. Synthetisches Benzin wird heute schon in Deutschland unter Anwendung des Bergius-Verfahrens in beträchtlichen Mengen erzeugt. Vielleicht gelingt es mit der Zeit noch einmal, Wasser als Betriebsstoff zu benützen, indem man es zu Wasserstoff und Sauerstoff zersetzt und daraus das hochexplosible Knallgas bereitet. Die Schwierigkeit, die Zersetzung ohne grossen Leistungsaufwand durchzuführen, lässt sich sehrwahrscheinlich einmal durch einen neuen, bis jetzt allerdings noch unbekannten Katalysator beseitigen, at. Aus «I«evra Parkdtensi Ländermatch Oesterreich-Schweiz. Man schreibt uns: Gestatten Sio mir. Herr Rodakteur, ein paar Betrachtungen über den Polizeipaikdienst