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E_1929_Zeitung_Nr.097

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Transportwesens, werden

Transportwesens, werden sich mit allen Mitteln gegen den Ausbau der Eisenbahnen sträuben, denn sie verlieren ihr tägliches Brot und können es bei der engen Besiedlung Chinas nicht schnell genug auf andere Weise erwerben, müssen also untergehen.» War nun auch der Siegeszug des Autos bis heute noch nicht imstande, das menschliche «PS» aus dem asiatischen Verkehrsleben auszuschalten, so wird doch die unaufhaltsam fortschreitende Motorisierung der Welt auch die Rickscha und den Rickscha - Kuli als menschliches Beförderungsmittel aus der Verkehrsorganisation nach und nach verdrängen. Gab es beispielsweise in Kanton noch vor zwei Jahren 3000 rollende Sänften, so ist deren Zahl nach amtlicher Feststellung im Laufe des Jahres bereits auf 1000 zurückgegangen, während die Anzahl der Autos um ebensoviel zugenommen hat. H. Mattem. Die kleinen Geschichten Einer, der sich Zugsverspätungen nicht bieten lässt. Die biederen Einwohner von Tobeka in Kansas haben seit einer Woche eine Sensation. Mister James Powell hat gegen die Direktion einer Eisenbahngesellschaft die Klage angestrengt. Dem Rechtsstreit liegt folgender Sachverhalt zugrunde: Mister Powell wollte eines Tages verreisen. Er wählte seinen Zug um 9 Uhr vormittags und begab sich zehn Minuten vor der fahrplanmässigen Abfahrtszeit auf den Bahnhof. Als er den Bahnsteig betrat, fuhr gerade sein Zug ab. Mister Powell überhäufte den Verkehrsbeamten mit Vorwürfen, dass der Zug um zehn Minuten zu früh angefahren sei. Zu seinem Erstaunen erfuhr Powell, dass der verfrühte Zug gar nicht der um 9 Uhr fällige Zug gewesen sei, sondern der fahrplanmässige Train von gestern, der wohlgezählte 23 Stunden und 50 Minuten Verspätung gehabt hatte. Zu noch grösserem Erstaunen erfuhr er, dass der heute fällige Zug infolge Anordnung der Bahndirektion das vorgeschriebne 24-Stundenintervall einhalten müsse und daher erst am nächsten Tage um 9 Uhr fahrplanmässig eintreffen werde. Praktisch genommen, bedeutete das einfach den Ausfall eines fahrplanmässigen Tageszuges. Darauf ging nun der hartnäckig auf sein Recht pochende Powell nicht ein. Er sagte sich: In einem Jahre müssen auf dieser Bahnlinie 365 Züge verkehren, in einem Schaltjahr 366. Wenn sich nun ein Zug um 24 Stunden verspätet, so bedeutet das noch lange nicht, dass dieser Zug für zwei Tage zu gelten habe. Ueberdies war ja dieser Zug um zehn Minu-i ten zu früh gekommen, also nicht der fahr-, planmässige Zug des von mir gewählten Reisetages. Dieser Zug war ausgeblieben. Wenn sich die übrigen Reisenden, damit zufriedengeben, ich tue es nicht. Ich verlange den entfallenen Zug, den Zug, mit dem ich reisen wollte. Und Mister Powell verklagte die Bahngesellschaft auf die Beistellung dieses fehlenden Zuges. Und da es ausser ihm niemand in Tobeka gibt, der sich auf die Benutzung des ausgebliebenen Zuges kapriziert, so wird, wenn Powell seinen Prozess gewinnt, ihm die Bahngesellschaft einen Extrazug bestellen müssen. Die Arche Noah in U. S. A. Vor einiger Zeit hat sich in Chicago eine Gesellschaft gebildet, um ein© Expedition auszurüsten, die sich mit der Auffindung der «Arche Noahs» befassen soll. Die Berechtigung der Annahme, dass sich das im Sinne des Wortes vorsintflutliche Fahrzeug heute noch auf den Höhen des Ararat wohlbehalten befinden solle, ist zweifelhaft. Komisch — ich wollte in den Louvre gehen, und statt dessen schlendre ich schon zwei Stunden durch die Boulevards, Strassen und Gassen, stehe vor Auslagen und gaffe die •Leute an, die mir begegnen. Und gerade heute, wo ich mir doch die ägyptischen Säle ansehen wollte. Ich sage komisch, wie wenn mir das zum ersten Mal passiert wäre. Ich liebe es, in den Strassen zu schlendern. Ich liebe das geschäftige Eilen und Drängen der Grossstadt. Ich liebe die Leute in den Gassen. Heute ist's neblig und kalt, heute ist Montag. Wirklich, ich spüre, heute ist Montag. Am Sonntag ist Ruhe und Feierlichkeit. Am Montag erwacht wieder der Alltag — Arbeit und Geld bestimmen. Gestern sagte mir ein kleiner Pariser, er könne den Sonntag nicht leiden, alles wäre' dann so dumm und geziert. Ich habe ihn ausgelacht, aber sicherlich hat er recht. Da vorne drängen die Leute. Ein kleiner buckliger Mann sitzt hinter seinem Wägelchen mit Scherben zerschlagener Tassen und Krüge. Mit leuchtenden Augen und begeisterter Stimme erzählt er seine kleinen Geschichten, dazwischen kittet und leimt er mit behenden Fingern und lobt die Vorzüge seines Produktes. Man lacht und kauft. Der kleine zappelige Kerl versteht seine Kunden. Die Sous häufen sich im Teller. Er rühmt, kittet und wird furchtbar böse, wenn man an ihm zweifelt. Paris ist reich an solchen kleinen Verkäufern. Jedermann weiss, dass das, was er kauft, nichts wert ist, aber jeder gibt, weil er daran seine Freude hat. Wie gerne gehe ich dem Büchermarkt an der Seine entlang ! Kasten reiht sich da an Kasten. Ich liebe es, darin zu wühlen und zu suchen. Ich erinnere mich, wie wir als kleine Kinder, wenn die Mutter mal wegging, auf den Estrich schlichen und da in den verstaubten Kisten und Koffern stöberten. Das war besonders fein. Wie Schatzgräber auf der dunkeln niedern Diele zwischen Balken und Spinngeweben. Da fand man Kleider vom Grossvater und Grossmutter, zog sie an und sah wunderlich schön aus darin. Im Eifer hörten wir nicht, wie uns die Mutter überall suchte und rief, bis sie uns überraschte und gehörig ausschalt. Das Zurückkehren in die Wirklichkeit war jedesmal eine kalte Ernüchterung. — In diesen schwarzen Kasten auf den Seinemauern habe ich unter alten Büchern, farbigen Reproduktionen und französischen Genrebildchen, wunderlichen Münzen und Beschlägen, schon herrlich feine Dinge entdecken können. Ich liebe alte Bücher Der Unternehmungsgeist der Amerikaner scheut aber vor keinem Rekord zurück, also auch nicht vor dem, das älteste Vehikel der Welt-neben'dem neuesten Ford-Typ ausstellen zu können. Warum 'auch nicht? Uebrigens sei erwähnt, dass die Expedition mit bedeutend geringeren Kosten ein getreues Abbild der «Arche Noahs» unweit Olympias in Washington finden kann. Die dort befindliche Arche ist, so wenigstens behaupten die beiden ein wenig extravaganten Bewohner, eine genaue Kopie des aus der Religionsigeschichte wohlbekannten Bootes. Die beiden glauben übrigens an das unbedingte Eintreffen der schon längst fälligen Sintflut und haben sich deshalb zum Schutz und Trutz ein so fürsorgliches Heim geschaffen. Allerdings weichen ihre Methoden von jenen Noahs etwas ab, da sie keinesfalls irgendwelches Getier mitzunehmen gedenken, sondern ausser einigen wenigen, AUTOMOBIL-REVUE 1929 — 97 Flanerie und berausche mich an ihrem modrig trockenen Geruch. Es macht mir Freude, in vergilbten Chroniken zu blättern, mich gleichsam in vergangene dunkle Zeiten zurückzuversetzen. Es sind immer die gleichen Leutchen, die da sitzen und warten, auf dem gleichen Stuhl oder auf der gleichen Kiste. Im Sommer suchen sie den Schatten der grossen Bäume auf, und im Winter wärmen sie ihre frierenden Füsse und Hände am kleinen Koksofen. Meist Juden, zäh und hartnäckig im Feilschen. Da ist nie ein Wechsel, höchstens wenn einer erkrankt oder am armseligen Verdienst verhungert. Dieser Büchermarkt ist typisch für Paris. Die Fremden kaufen hier ihre Ansichtskarten oder ab und zu ein Buch. Diesmal gehe ich misslaunig nach Hause, ich habe nichts gefunden, was mir wert schien, heimzutragen. Dünner, feiner Regen rieselt vom Himmel. Die Lichter der Stadt glänzen in den nassen, Strassen. Ich drücke mich durch enge Gassen, über breite Plätze, vorbei an Cafes, Kinos und weittorigen Theatern. Der Verkehr pulst in den Strassen, heimwärts hasten die Menschen. Die Nacht löscht alle Bilder des Tages, Freude und Elend, alles erstirbt, um am Morgen schon wieder neu zu erstehen. Nino, Paris. auch weiblichen Angehörigen ihrer Sekte, nur einige moderne technische Ausrüstungen. Die Einrichtung ist durchaus up to date gehalten, Radioapparate, elektrische Klaviere und Kochapparate, Dieselmotoren und Dynamos sind in dem zwanzig Meter langen und sieben Meter breiten Fahrzeug, das noch etwa fünf Meter über dem Wasserspiegel hervorragt, eingebaut. Lebensmittel sind nun schon seit erheblich langer Zeit in besonderen Kühlräumen aufbewahrt, das kuriose Schiff ist also in jeder Zeit zum Empfang der Sintlut bereit. Berechtigte Zweifel an dem Wert der drahtlosen Einrichtungen kommen allerdings auf, wenn man bedenkt, dass die richtige Sintflut ausser diesen paar Heiligen die ganze Welt ertränken dürfte, also wohl kaum Gelegenheit bliebe, mit irgendjemanden drahtlos zu korrespondieren. Man hat sogar strenge Vorkehrungen getroffen, um allfälligen Schwarzfahrern den Eintritt unbedingt zu verwehren, denn schliesslich und endlich — und da mögen die beiden Neunmalweisen durchaus recht haben — jedermann kann sich ja auch eine ähnliche Arche einrichten, um künftigen Wolkenbrüchen gegenüber vollkommen gefeit zu sein. Lernen Sie Geländerrutschen! Mr. Sumington, eine prominente Persönlichkeit des amerikanischen Finanzlebens, der als einer der treuesten Anhänger Morgans bekannt ist, erzählte neulich einem New Yorker Reporter die Geschichte seiner Laufbahn, die er als Zeitungsjunge angefangen hatte. Als solcher war er vor 38 Jahren in einem Bankgebäude in New York, wo er im ersten Stock eine Zeitung abzugeben hatte, das Geländer heruntergerutscht zu schnellerer Erledigung seiner Botengänge. Eines Tages prallte er dabei einem Herrn an die Brust; es war J. P. Morgan, der an der unerschrockenen Weise, in welcher sich der Jüngling rechtfertigte, Gefallen fand und ihm eine Anstellung verschaffte. Sumingtort hat sich dann zu den höchsten Stellen in Morgans Gesellschaften emporgearbeitet. , «Gewendeter» Kommunismus. ^ Bei einem Moskauer Schneider erschien vor einiger Zeit ein Kunde und bestellte sich einen Anzug. Nachdem Mass genommen war und der Schneider nach besonderen Wünschen fragte, äusserte der Kunde nur eine einzige Bitte: «Vergessen Sie doch nicht, die Tasche im Sakko nicht links, wie sonst üblich, sondern rechts anzubringen^ Der Schneider zerbrach sich den Kopf über das sonderbare Verlangen. Als der Anzug abgeliefert wurde, hielt er es nicht länger aus und erlaubte sich die Frage: «Würden Sie mir verraten, Genosse, weshalb Sie die Tasche an der rechten Seite wünschen?» «Das ist sehr einfach», antwortete der Kunde, «iclx habe eine Stelle im Kommissariat für Volksunterricht erhalten. Erscheine ich in einem neuen Anzug, dann kann man mich leicht einer bürgerlichen Lebensanschauung und — Gott behüte — konterrevolutionärer Gesinnung verdächtigen. Bestenfalls würde man sagen, dass ich einen Griff in die Staatskasse getan habe. Deshalb muss der Anzug so aussehen, als ob er nur gewendet wäre.»: Ein schicksalshaiter Ring. Vor einem Jahre fiel der fetzigen Frau Jeanne Lasconjaras in Limoges (Frankreich) der funkelnagelneue Verlobungsring, den siesoeben von ihrem Bräutigam erhalten hatte, bei einem Spaziergang auf den Büngersteig, so dass er in den Rinnstein rollte und spurlos verschwand. Vor einigen Tagen nun stellte ein Nachbar von Frau Lasconjaras eine grosse Falle auf, um etwas gegen die Ratten, die allnächtlich in seine Wohnung: eindrangen, zu unternehmen. Die erste Ratte, die gefangen wurde, trug den von der jungen Frau vor einem Jahre verlorenen Trauring um ihren Hals. Aerzte als Märtyrer Birer Arbeit. Professor Dr. Frisch, Direktor des Rudolfiner-Spitals in Wien, ist ebenso wie sein Kollege Dr. Michalek als Opfer seines Berufs an schwerer Blutvergiftung erkrankt* Dr. Michalek hat sich bei der Hausbehandlung eines sehr renitenten achtjährigen Knaben eine Infektion zugezogen, und Professor Dr. Frisch, der Michalek daraufhin operierte, hat sich, trotz aller Vorsicht, ebenfalls infiziert. Die Professoren Eiseisberg und Breitner kämpften tagelang, um ihre beiden Kollegen am Leben zu erhalten, wofür noch Aussicht besteht. era etz haben wir verschiedene komplette Zimmer und Einzelmöbel, die im Preis besonders vorteilhaft sind J.Reller&Cie. Möbelfabrik Peterstrasse 16 Zürich Gier. 1861 Einer sagt's dem andern, dass Sie im neurenovierten ZUNFTHAUS ZUR ZIMMERLEUTEN beim neuen Zunft-Wirt CHARLES H. MICHEL die gute Butterküche und die auserwählten Spezialitäten finden. Mittags -Menn ä Fr. 3.50 and 4.50 zur Aaswahl. CHR. BERGER SACHWALTER Nepengasse 39 Tel. Christoph 17.39 Vermittlungen - Inkasso - An- und Verkauf und Verwaltung von Liegenschaften und Geschäften jeder Art - Privat- und Handels-Informationen Das vertrauenswürdige Haus! Ob für > Sport Reise oder Strasse immer finden Sie den passenden lftantel bei fi.Brändli, Zürich! z. Leonhardseck Zähringer'str. - Seilergräben

WO 07 1090 AUTOMOBIL-REVUE Die Umwälzung Der Wunsch, sich der Herrschaft des Mannes zu entringen, lebt seit undenklichen Zeiten in der Frau. Von Zeit zu Zeit wurden vereinzelte Symptome dieser Erscheinung wahrgenommen, doch als bewusste Bewegung reicht sie nicht weiter als bis zur französischen Revolution zurück. Die Wurzeln der modernen Frauenbewegung liegen in dieser Revolution und ihren allgemeinen Bestrebungen nach grösserer Freiheit. Zu diesen ideologischen Momenten tritt ein anderes, vielleicht ebenso wirkungsvolles: die wirtschaftlichen Verhältnisse, die sich aus der Mechanisierung der Industrie ergeben. Die Mechanisierung der Produktion rief eine stets wachsende Nachfrage nach weiblichen Arbeitskräften hervor, und dies© Arbeit war in vielen Fällen der der Männer gleichwertig. Diese Entwicklung wurde im Krieg ausgesprochener; sie hat heute eine Lage geschaffen, über die man nicht mehr zur Tagesordnung übergehen kann, und macht eine Rückkehr zu den Verhältnissen früherer Zeiten unmöglich. Als die Männer aus dem Kriege heimkehrten und ihre Arbeit in den Fabriken, Geschäften und Bureaux wieder aufnehmen wollten, standen sie vor einer neuen Tatsache. Und sie erkannten, dass die Frauen sich keinesfalls wieder in die Stellung zurückdrängen lassen wollten, die sie vor dem Krieg innehatten. Den Frauen war es geglückt, ihre eigenen Fähigkeiten zu entdecken und sie weigerten sich nun, wieder unter die Herrschaft der Männer zurückzukehren. (Victor Margueritte.) Eine delikate Randfrage Von fünf Frauen will nur eine Modell stehen. Frau Henriette Brunot, Herausgeberin der « Revue de la Femme » hat an fünf berühmte Pariserinnen die selbst heute eigenartige und doch nicht ganz uninteressante Frage gerichtet, ob sie einem Maler unverhüHt Modell stehen würden. Sie hat darauf, laut «B. Z. a. M.», eine beiahende und vier entschieden ablejmende Antworten erhalten. Frau Huguette Duflos, die Tragödin, würde einem bekannten Maler die « Gefälligkeit » erweisen, aber, wie sie betont, nur unter der Bedingung, dass sie nicht aufgefordert werde, das vollendete Bild anzuschauen. Aus welchem Grunde die Künstlerin ihr eigenes Bildnis nicht sehen möchte, sagt sie nicht. Frau Titayna, die viele nackte Frauen auf den Südseeinseln photographiert hat, lehnt es für ihre Person schroff und ohne Begründung ab. Den gleichen Standpunkt nehmen die Schauspielerinnen Vera Sergine und Yvonne Printemps ein; allerdings würden sie, wie sie erklären, unbekleidet erscheinen, wenn ein Dramatiker einen solchen Auftritt in seinem Stück vorschreiben würde. Zu diesem Zugeständnis der beiden Künstlerinnen weist die Zeitung «Paris-Midi» darauf hin, dass wenigstens Frau Printemps nicht in diese Verlegenheit kommen kann, da der Autor, der ihre Stücke schreibt, Herr Guitry, zugleich ihr Ehemann ist. Die fünfte Frau, die von Madame Brunot befragt wurde, die Rechtsanwältin Fräulein Miropolska, schaudert vor der blossen Idee, die ihr geradezu widerwärtig ist, zurück! Die Schule ist anderer Meinung... Die 16jährige Carmen des Barnes, die jüngste amerikanische Schriftstellerin, die sich bisher mit dem Geschlechtsproblem beschäftigt hat, ist wegen ihrer «Arbeiten ausserhalb des Unterrichts» von der Schule gejagt worden. Sie besuchte die vornehmste Anstalt für junge Mädchen in New York, die Gardner-Schule, und war allgemein beliebt, Gute Luft in der Küche ist eine sehr wichtige gesundheitliche Forderung, die leider nicht hinreichend erfüllt wird. Zahlreiche Frauen leiden, ohne dass sie die Ursache erkennen, an der schlechten Luft, die in ihrer Küche herrscht, an der ständigen Einatmung einer in der Regel übermässig feuchten Luft, die bekantlich weit empfänglicher für Krankheiten verschiedener Art macht als trockene Luft. (Feuchtes Klima: Sumpfklima; trockenes Klima: Wüstenklima, Heilmittel für Lungenkranke usw.) Dazu kommt die Belästigung durch die Gerüche. Unsre Grosseltern und Urgrosseltern haben die Wichtigkeit der Forderung offenbar schon erkannt. Die älteren Kochstätten in den Häusern hatten fast ausnahmslos einen sogenannten Dunstfang. Ueber dem Herd hing eine trichterartige Holzverschalung, die unmittelbar in den Kamin mündete. Das heisst, die Küche war an den Schornstein angeschlossen, der sowohl dem Rauchabzug bei dem früher verwendeten offenen Herdfeuer diente, wie auch gleichzeitig der Entlüftung, der Abfuhr der Speisedünste. Die Frauen unsrer Vorfahren haben es dann auch verstanden, diese Dunsthaube zu einer Zierde der Küche zu gestalten. Um sie herum führte ein Brett, auf dem •blank geputztes Kupfergeschirr Aufstellung fand. Leider haben offenbar die Baumeister den Zweck dieser Dunsthauben nicht mehr eingesehen, viele Frauen wohl auch nicht, jedenfalls verschwanden sie allmählich. Heute sind sie in grossstädtisdien Mietshäusern wohl überhaupt nicht mehr zu finden, und doch wäre diese « alte Sachlichkeit» heute noch' durchaus gerechtfertigt. Man ist in •fachmännischen Kreisen der Meinung, dass die Haube zur Lüftung vollständig genügt. Der schon von Altmeister Rietschel aufgestellte Grundsatz, dass jeder Raum, in dem. Gerüche entstehen, nur durch Säuglüftung entlüftet werden darf, wird vorangestellt. Diese Lüftung hat vor allem den Vorteil, dass die mit Gerüchen belastete Raumluft direkt ins Freie herausgesaugt wird, während bei der sogenannten Drucklüftung, die uns frische Aussenluft in den Raum hereindrückt, die verdrängte und verbrauchte Innenluft sich oft ihren Ausweg in die Nach- bis die erstaunte Schulbehörde erfuhr, dass sie die Verfasserin eines Romans «Das Schulmädel» ist, der im vergangenen Jahre erschien und die erotische Entwicklung eines jungen Mädchen während ihres Aufenthaltes in einem Schulinternat beschreibt. Die Lehrer waren darüber so entrüstet, dass sie der Mutter Carmens, Frau Diantha Jackson zu Nasville in Tennessee, mitteilten, sie tnüssten deswegen ihre Tochter von der Schule entfernen. Frau Jackson, die augenscheinlich auf einem andern Standpunkt steht, hat erklärt, sie könne nicht verstehen, wie die «einfache kleine Geschichte», die Carmen geschrieben habe, solche Aufregung in der Schule hervorrufen könne, und sie will sich bei dem Beschluss der Anstalt nicht beruhigen, sondern den Nachweis erbringen, dass der Roman ihrer Tochter sehr moralisch gemeint ist. Haben Sie eine gutgelüftete Küche? barräume sucht, d. h. binnen kurzem riecht es in der ganzen Wohnung nach Küche. Die einfachste Säuglüftung wird durch '• . . Oeffnen des oberen Fensters herbeigeführt, während die Oeffnung der unteren Flügel in der Regel als Druckluft wirkt. In vielen Küchen sind nun aber schon Lüftungsschächte eingebaut, d. h. ausser dem Schornstein für den Herd führt ein schornsteinähnlicher Schacht zum Dach. Nach der Küche zu sind Oeffnungen, die mit einstellbaren Jalousieklappen verschlossen werden. Bei richtiger Anlage sind dies© Schächte sehr wirksam, wo sie vorhanden sind, kann man auch unterhalb des Fensters eine Einströmöffnung für Frischluft legen. Dann strömt die Luft zunächst vom Freien nach dem Herd, erwärmt sich hier, steigt infolgedessen empor und verlässt die obere Klappe im Ventilationsschacht die Küche, wobei gleichzeitig eine Saugwirkung eintritt. Das gleiche kann man in vielen Fällen erzielen, wenn in der Regel mit Gas gekocht wird, aber noch ein Kohlenofen vorhanden ist. Dann wird durch Oeffnen der Feuertür dieses (unbenutzten) Ofens und die Oeffnung etwa vorhandener Schornsteinklappen ebenfalls eine wirksame Saugwirkung erzielt. Je nach der Stellung des Hauses zu seiner Umgebung und der Lage der Küche wird aber häufig mit Schornsteinen und schone steinähnlichen Röhren überhaupt keine nennenswerte Saugwirkung erreicht. Dann muss man zu mechanischen Mitteln greifen. Für die Zwecke der Küchenlüftung genügen einfache Ventilatoren, vor allem 1 die sogenannten Wandventilatoren, die in der Regel in den oberen Teil des Fensters (nach Herausnahme eines Oberfensters) eingesetzt werden oder in eine besonders gestemmte Maueröffnung. Diese Ventilatoren müssen aber, darauf ist wohl zu achten, so angeschlossen werden, dass sie nach aussen blasen, also die Küchenluft heraussaugen. Ventilatoren, die nach innen blasen, führen, wie schon gesagt, zu einer Verteilung der Küchendünste in der ganzen Wohnung. Die Oeffnung, die der Ventilator beansprucht, muss natürlich durch irgendeine Klappe geschlossen werden können. Sie wollen keine Gesichtsfalten mehr? Die Beseitigung der Altersfalten kann nur auf operativem Wege erfolgen. Es hat keinen Sinn, so führt Professor Kromayer in Berlin in der «Deutschen med. Wochenschrift» aus, gegen sie mit Massage, Bähungen, Elektrizität, Röntgenstrahlen, Lichtbehandlurfg oder Diathermie vorzugehen. Die operative Behandlung kann entweder eine direkte oder indirekte sein. Bei der direkten Operationsmethode werden Teile der in Falten liegenden Haut ausgeschnitten, durch die Vereinigung der Wundränder wird die Haut angespannt und die Falten werden ausgeglichen. Bei der indirekten Methode wird diese ausgleichende Spannung der Haut dadurch erreicht, dass das Ausschneiden nicht am Ort der Faltenbildung selbst, sondern entfernt von ihr an einer Stelle vorgenommen wird, an welcher die entstehende Narbe nicht sichtbar oder nicht auffällig ist. Um z. B. die Stirnfalten zu beseitigen, wird ein Hautlappen aus dem behaarten Kopf herausgeschnitten. Durch den Zug der Naht wird die Stirnhaut nach oben gespannt und gehoben, die Falten werden dann ausgeglichen. Für die Falten am äusseren Augenwinkel und am Mundwinkel wird das Ausschneiden des Hautlappens in die behaarte Schläfengegend und vor die Ohrmuschel verlegt. Etwas schwieriger gestaltet sich die Beseitigung der Halsfalten. Die Beseitigung der Falten an Ort und Stelle ist im Erfolg dauerhafter, hat aber den Nachteil, dass die Narbe sichtbar zutage liegt. Die Narbe muss daher möglichst den Konturen der Gesichtsoberfläche angepasst sein, damit sie unauffällig wird. Am wichtigsten ist «s, die Narbe so Auf dem Palmenwedel Sitzt Kudu, Der Papagei, Wiegt sich und singt: Ich bin Kudu Der «Schönste. Mein Gefieder Gleicht dem glänzenden Wasser, Das durch den Urwald fliesst Mein Gefieder ist der Sonn« gleich. Strahlend. Es ist wie die Lianen, Glühend. Wie der Himmel, Rein. Ich bin Kudu Der Starke. Kein andrer Misst sich mit mir. Keiner gleicht mir Im Kampfe mit Palou, Dem Aar. Wer hat Krallen So stark wie Kudu ? Ich bin Kudu Der... Kudus Lied Durch den Busch Schleicht Tipekitango, Der Häuptling. Hell ist sein Pfeil, Der Kudus Brust durchbohrt. EU. Ett Bahnhofstrassa ZÜRICH Peterstrass« Bündnerstube - Spezialitätenküche Umlidestelie für die Autos nach und von Airolo. Kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit. Auskunft über Fahr- nnd Transportverhältnisse. I«L 11. (Nicht zu verwechseln mit Hotel Bahnhof.) Höfliche Empfehlung Steiger ft Gurtner. Hexenschuss? Dann SLOAN'S L1NIMENT auf : tragen und die Schmerzen hören fast augenblicklich auf. SLOAN'S LINIMENT dringt ohne Reiben ein und bringt Ruhe und Linderung bei Rheumatismus, Hexen? schuss, Ischias, Kreuzweh, sowie bei Verstauchungen, Quetschungen und allen Muskelschmerzen. Die Flasche kostet Fr. 2.50 in der Apotheke - und reicht monatelang. SLCA/S'S IINlMEIST f* 4* 1* • !•• 4 f ^ * * _ » n ^ * l l **. _ JM GR EDIG'S GRAND CAFE ASTORIA Göscheneneumfi BÜFFET 100 abbildungen enthält meine Preisliste no. 51 über alle sanitären hilfsmittel f. hygiene u. körperpflege bekannt f. grosso auswahl nnd frische wäre. sanitäts- nnd gummiwaren-eeschäft P. Hübscher, Zürich. Währe 17. 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