Aufrufe
vor 8 Monaten

E_1929_Zeitung_Nr.097

E_1929_Zeitung_Nr.097

Norwegen als

Norwegen als Automobilmarkt. Oslo, 4. November 1929. Norwegen gehört heute noch zu denjenigen Ländern, welche eine eigene Autompbilindustne nicht aufzuweisen haben, wenn man von den wenigen Fabrikationsstätten in jenem Lande absehen will, welche der Herstellung von Karosserien für gewisse Lastkraftwagentypen obliegen. Die Deckung des norwegischen Bedarfs an Chassis sowohl als auch an Fertigwagen muss daher nach wie vor restlos durch die ausländische Industrie vorgenommen werden. Die Handelsbewegung mit Bezug auf die Einfuhr von Automobilen gibt für den Zeitraum des vergangenen Jahrfünfts eine beständig anziehende Tendenz zu erkennen, die im verflossenen Jahre besonders stark zutage getreten und im bisherigen Verlaufe dieses Jahres noch ganz bedeutend unterstrichen worden ist. In der Tat ist der norwegische Import von Personenkraftwagen von 2716 Einheiten im Jahre 1925 auf 3737 Einheiten im verflossenen Jahre gestiegen, während die Einfuhr von Lastkraftwagen in demselben Zeitraum Ha«pts,tadt Oslo, während die durch das eine Zunahme von 1154 auf 1778 Einheiten erfahren hat. Die ersten sieben Mo- infolge des starken Schneefalles einerseits Gebirgsland führenden Strassen und Wege nate des laufenden Jahres aber haben .und mit Rücksicht darauf, dass andererseits zur Zeit der Eisschmelze breite Risse einen Import von nicht weniger als 3169 Personen- und 1755 Lastautomobilen mit und Spalten im Erdboden entstehen, nur sich gebracht. während weniger Monate des Jahres für Bezüglich der Herkunft dieser Einfuhr ist bemerkenswert, dass annähernd 90% der auf den norwegischen Markt kommenden Kraftwagen aller Kategorien nichteuropäischer, also amerikanischer Provenienz sind, sei es durch unmittelbare Einfuhr aus den Vereinigten Staaten oder auf dem Wege des Transitverkehrs über die amerikanischen Montagewerkstätten in Dänemark. Diese Vormachtstellung der amerikanischen Marken erklärt sich weniger aus einer überlegenen Qualität gegenüber den Erzeugnissen des europäischen Automobilbaues als vielmehr daraus, dass die amerikanischen Fabrikanten in der Lage sind, ihre Wagen nicht nur zu einem angemessenen Preise anzubieten, sondern der norwegischen Kundschaft auch sehr fügt. Unter den europäischen Fabrikanten können lediglich die französischen, italienischen und englischen eine nennenswerte Umsatztätigkeit auf dem norwegischen Automobilmarkt buchen, während mit gelegentlichen Lieferungen nur noch Deutschland und die Schweiz an diesem Importhandel beteiligt sind. Gegenwärtig kann Norwegen von sich sagen, dass es bereits über ein ziemlich gut entwickeltes Automobilwesen verfügt. Hervorzuheben ist, dass die Motorisierung jenes Landes in Zukunft um so intensiver durchgeführt werden dürfte, als es ein ver- hältnismässig sehr wenig ausgedehntes Schienennetz aufzuweisen hat. Zu Beginn des laufenden Jahres waren in Norwegen insgesamt 38 000 Automobile in Betrieb gegen 25 000 im Jahre 1925. Fast die Hälfte dieses Bestandes setzt sich aus den Marken Ford und Chevrolet zusammen. Das norwegische Strassennetz umfasst zur Zeit ungefähr 36 000 km, doch ist dasselbe noch bei weitem nicht in seiner Gesamtheit für den Automobilverkehr geeignet. In der besten Verfassung befindet sich noch das Autostrassennetz in der Umgebung der Automobile passierbar sind. Diese Umstände bringen es mit sich, dass in jenem Lande nur wirklich leistungsfähige Maschinen brauchbar sind. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhange, dass die Provinzialgesetzgebung für leichte Lastkraftwagen in der Regel Luftreifen vorschreibt, während Vollgummireifen nur für Lastkraftwagen mit einer Tragfähigkeit von mehr als zwei Tonnen zugelassen sind. Der Automobildienst der öffentlichen AUTOMOBIL-REVUE 1929 - N" 97 Sitzung des Direktionskomitees und des Hand verfügt gegenwärtig über rund 700 Zentralkomitees in Bern. Verkehrslinien, auf welchen ungefähr 2000 A. CS. SEKTION BERN. Nächsten Samstaz, Freitag, den 8. November fand in Bern die Sitzung des Zentralkomitees des A. C. S. statt. Sie war den 16. November 1929, eröffnet die Sektion Bern Kraftwagen in Betrieb sind. Begünstigt ihr Winterprosramm mit dem traditionellen durch die allmähliche Anpassung des alten zum grössten Teil den Vorbereitungen für die Delcgiertenversammlung gewidmet, welche am 8. De- Tanzabend Strassennetzes an die neuen Bedürfnisse zember in Solothurn stattfinden soll. Das Datum einerseits und durch die Eröffnung ganz im Burgerratssaal. (Beginn 21.30 Uhr.) Dem gesellschaftlichen Event geben zwei Ereignisse das Ge- der Delegiertenversammlung, welches ursprünglich weitgehende Zahlungserleichterungen zu neuer Verkehrsadern andererseits, welche auf den 15. Dezember festgesetzt war, wurde um präge: Die Bingo-Boys. schweizerische Könige des gewähren, insbesondere aber aus der vor-dizüglichen, in jeder Hinsicht wohl vorbildtelpunkte des Landes miteinander verbin- nicht mit der Jubiläumsfeier der Sektion St. Gallen- Souper dansant. (Menü: Les Eureka ä littoral au einzelngen Industrie- und Handelsmit- eine "Woche vorgeschoben, damit die Versammlung Jazz, und das um Mitternacht servierte exquisite lichen Verkaufsorganisation, über welche Appenzell zusammenfällt. Am 7. Dezember wird in den, erscheinen die Aussichten für den foie gras, Vollaillc de Bresse flambeo aux raisins Solothurn vorgängig der Delegiertenversammlung die amerikanische Automobilindustrie ver- de i Porto, Salade Canaille, Belle Dijonnaise.) — Automobilverkehr in Norwegen auf der eine Sitzung des Zentralkomitees abgehalten. Tanzanlässe der Sektion Bern des A. C. S. sind ganzen Linie in einem durchaus günstigen Licht, was unsere Industriellen veranlassen sollte, es einmal auf eine intensive Bearbeitung jenes vielversprechenden Marktes ankommen zu lassen. Automobile für den Personenverkehr, sowie Chassis und Karosserien solcher unterliegen in Norwegen zur Zeit einem Importzoll von 37,5% vom Werte der Ware, die übrigen Kraftfahrzeuge einem solchen von 18%, während auf Einzelteile ein Wertzoll von 27 % zu entrichten ist. Zu diesen Importzöllen ist ein allgemeiner Zuschlagszoll in Höhe von 2% hinzuzurechnen. Erwähnt sei schliesslich noch, dass die Kraftfahrzeugsteuer in Norwegen vom deklarierten Wert des Wagens erhoben wird. Dieselbe beträgt: 2% der ersten 4000 Kronen, 4% auf jede weiteren 3000 Kronen oder Bruchteil, 6% auf jede weiteren 3000 Kronen oder Bruchteil, 10% auf jede weiteren 3000 Kronen und schliesslich 15% des Betrages von mehr als 13 000 Kronen. Die Verkehrssteuer wird erhoben unter Zugrundelegung des ,Gewicbts des Kraftwagens einschliesslich der Karosserie, des ge- ten für das neue Verkehrsgesetz. durch die Alpenfahrt, die zu einem reinen Rennen ausgeartet ist, wöhnlichen Zubehörs und des mit Betriebsstoff angefüllten Zylinders. Diese Abgabe die Bevölkerung gegen die Automobilisten aufhetzen. In die französische Formel, welche eine Gebeträgt pro Jahr 6 Kronen auf je 100 kgschwindigkeitslimite vorsieht, setzt man nicht volles Vertrauen. Die zulässigen Geschwindigkeiten für oder Bruchteile von 100 kg für die mitdie starken Wagen sind übrigens schon so. dass auf Luftreifen ausgerüsteten und 8 Kronen je unsern dem Verkehr geöffneten Alpenstrassen Unannehmlichkeiten hervorgerufen weiden können. 100 kg für die mit Vollgummireifen versehenen Wagen, jedoch bei einer Mindestabgabe von 30 Kronen pro Jahr. Dr. E. P. Die Jaberg-Brücke. Zwischen Kirchdorf und Kiesen bleibt am 18. und 19. November 1929 infolge der Auswechslung des Belages die Brücke für jeden Fahrverkehr gesperrt. Fussgänger worden darauf aufmerksam gemacht, dass die Brücke nur unter Beobachtung der gröseten Vorsicht und auf eigenes Risiko passiert werden kann. Sie werden ersucht, den Anordnungen des Aufsichtsorganes willig Folge zu leisten. *. c. s. Das Zentralkomitee boschloss. den Reingewinn des letzten Klausenrennens für einen speziellen «Klausenfonds» anzulegen. In Verbindung mit diesem Beschluss wurde die finanzielle Beteiligung an. der Wiederherstellung der Klausenstrasse beschlossen. Das Organisationskomitee des Klausenrennens hat nach dem letzten Rennen erklärt, dass es unmöglich sei, länger auf der Strecke des Urnerbodens eine Geschwindigkeitsprüfung abzuhalten. Diese Strassenstrecke muss verbessert werden, was einen Aufwand von 30000 Franken bedingt. Der Kanton Uri hat sich natürlich ausserstande erklärt, diese Wiederherstellung vorzunehmen, mit der Bemerkung, dass die Klausenstrasse doch nur die Automobilisten interessiere (sie!). Der A. G. S. hat nun beschlossen, die Wiederherstellung der Strasse selbst an die Hand zu nehmen; damit wird auch die Durchführung des Klausenrennens in der Zukunft möglich. Verzicht auf die Uebernahme der Alpenfahrt. Das Zentralkomitee hat beschlossen, der Delegiertenversammlung zu beantragen, dass der A. G. S. sich nicht an der Durchführung der nächsten Alpenfahrt beteilige. Das Zentralkomitee ist sich der Wichtigkeit der Alpenfahrt wohl bewusst und unterschätzt die Bedeutung dieser Prüfung nicht. Jedoch, führen politische Erwägungen dazu, die Uebernahme der Organisation durch die Schweiz abzulehnen. Man will nicht jetzt, zur Zeit der Vorarbei- Strassensignalgebung. Das Zentralkomitee hat mit Genugtuung davon Kenntnis genommen, dass der Konflikt zwischen Städteverhand und Baudirektorenkonferenz durch Vermittlung des Eidgen. Justiz- und Polizeidepartementes "beigelegt wurde. Heber den Fragebogen des Justizdepartementes und die durch die StTassenverkehrsliga getroffenen Massnabmen für die Vorbereitung des neuen Verkehrsgesetzes referierte Herr Dr. von Stürler, Delegierter des A. C. S., in der Spezialkommission der Strassenverkehrsliga. Das Zentralkomitee beschliesst, eine Kommission einzusetzen zum Studium der gemeinsamen Vorschläge, die durch die Strassenverkehrsliga beim Justizdepartement eingereicht werden sollen. Diese Kommission setzt sich zusammen aus den Herren: Dr. von Stürler (Präsident), Dr. Stadler, Dr. Meuli, Dr. Fässler und M. Niess. gr. agents et sous-agents sont en permanence au Service de nos clients. Partout du personnel competent specialisd depuis de nombreuses annäes dans l'entretien de nos mo« deles. Dans les principales villes, stock complet de pieces de rechange de tous modele* 3 mois de Service gratutt as« sures par contrat sur chagua voiture neuve. FIA r.- de le maxitnum securite* . S. A. pour le Commerce des Automobiles FIAT en Suisse QENEVE. 30-36 rue Plantamour Basel Spezial-Weiftsfätfe i Liesbergersttasse 15 E. Schwarz Garage direkt Unter dem Bärenoralen Elnstellhalle Reparaturen - Benzin und Oele. - Telephon Ch. 46 54 X. Meyer «fc Sohn, Bärenpraben 6 Schöne, helle, geheizte Räume. Modern eingerichtete Werkstätten. Peugeot-Vertretung für den Kanton Bern. Platz für 80 Wagen. Einzige Grossgarage im Kirchenfeld. Camions et Camionneltes et De'me'nageuses. BOBEBT WAE1TI fluiospenstai Unser Stolz: Zufriedene Kunden Garage m. Spezial- Reparatur-Werkstätte« Spezial-Werkstatte für Automol) ilbeleucütung Batterie-Kontrolle im Abonnement. fld. SpSrri, b; Volkshaus Tel. 4.23 W6EBR.6EISSR \_ LAMOEMTMAl Uiich« (SL Gauen) Union-Garage Telephon 116. A. Snlser, Mitglied A. CS. BERN: Grand Garage Burgernziel Colonibier Telephon 105. Telephon B. 66.13 Lanz & Co. Langenthal A-ZEITZ JBern E. SGHMID HUTTWIL Autogarage u. Keparatnrwerkstätte. — Spezial-Serrice für amerikanische Wagen. Grosser Stock inGood-Year-Pneus E r i s a u f Anfrage GRÄDEL&C2, TeL61 Weinfelden Zentral-Garage Reparatur-Werkstatt« und 1CEO- Vertretung Tel. 43. Vict. Hataer ZÜRICH 8 ^«Ct büFÖURSTR-5 Tel HGtrV4-2Ö9-4309

Die Jahresfeier der Basler Basel und die Grossschiffahrt ist ein Problem, • mit dem sich die reg- und betriebsamen Basler schon seit Jahren befassen, und so lag es denn eigentlich nahe, die Clubkollegen vom Basler T.C.S. als Abwechslung zu den Automobilfahrten zu einer genußreichen «Ozeanreise» einzuladen. Zu diesem Zwecke wurde das Staritkasino gechartert und laut Mitteilung des technischen (resp. Vergnügungs-) Komitees in einen Doppel-Schraubendampfer verwan- 1 Pämilienanlässe, zu denen alle Angehörigen herzlich delt, der trotz seiner respektablen Tonnage kaum eingeladen sind. Gäste können eingeführt werden. ausreichte, um all die Reiselustigen aufzunehmen. Die Eintrittskarten sind im Vorverkäufe bis Der Vergnügungspräsident Bischoff, der für diesen Samstag mittag, 12 Uhr auf der Berner Handelsbank, sowie im Clublokal (Du Theätre) zu Fr. 7,50 dert worden war, hatte mit einem bewährten Stab besonderen Anlass zum Werftoberingenieur beför- beziehbar; Abendkasse: Fr. 9.—. Im Eintrittspreis von Mitgliedern für eine komfortable und seetüchtige Ausstattung der zur Verfügung stehenden (reservierter Tischplatz) ist das Souper dansant inbegriffen. — Die Wagen können an der Kesslergasse Räumlichkeiten gesorgt, so dass man sich rasch ** parkiert werden. Für Bewachung ist gesorgt. wohl fühlt und auch ob der riesigen Wellenberge, «Mit Markus und Mani nach dem Strich rund um Europa», Vortrag von Herrn Ernst von Miihlei nen im Schoss der A.CS.-Sektion Bern: Der Referent ersucht uns " richtigzustellen, dass nicht der kleine Schutzpatron, ein Hündchen. Mani hiess, sondern sein Flugzeug. .'• W0Q7 — 1f)9f) A.CS.-SEKTION ZÜRICH. Die ausserordentl. Generalversammlung vom 14. Nov. bildet einen Markstein in der Geschichte der Sektion Zürich, bringt sie doch die Demission ihres langjährigen Präsidenten, Herrn H. Wtmderly-Volkart. Meilen, der nun volle 25 Jahre dem Vorstand in den mannigfachsten Aemtern, als Aktuar, Vizepräsident und nun unter langen Jahren als Präsident, angehört hat. Mit ihm scheidet eine markante Gestalt aus dem engern Vorstandskreis, die sich für die Äntwicklung des Automobilwesens im Kanton Zürich gTÖsste Verdienste errungen hat. Herr Wunderly hat sich der Sektion in zuvorkommender Weise für andere Funktionen noch weiterhin zur Verfügung gestellt und wird diese wohl stets gerne •eine wertvollen. Dienste in Anspruch nehmen. Für die Generalversammlung, die um 18 Uhr im Grand Hotel Dolder stattfindet, sind folgende Geschäfte vorgesehen: 1. Protokoll, 2. Genehmigung des Budgets pro 1930, 3. Genehmigung des Eintrittsgeldes und Jahresbeitrages pro 1930, 4. Alters- und Invaliditäts-Versicherung der iSekretariatsangestellten, 5. Neuwahl des Präsidenten. 6. Sportliche Veranstaltungen des Jahres 1930, 7. Anregungen und Mitteilungen. ' Bei den sportlichen Veranstalungen wird wohl besonders auch die Beiligung der Sektion an der Organisation des Klausenrennens 1980 zu reden geben, dessen Austragung ja in engem Zusammenhang mit der internationalen Alpenfahrt 1930 steht. Für das anschliessende Martinimahl, für das anfangs dieser Woche schon über 150 Anmeldungen vorlagen, ist ein TJnterhaltungsabend mit bunter Bühne vorgesehen. Eine 'Schnitzelbank und - ein kleiner Sketch, beides von Sektionsmitgliedern verfasst und vorgetragen, werden von Freuden und Nöten des Alltags der Sektion berichten. Weitere Darbietungen werden den Anlass, der als Herrenabend durchgeführt wird, verschönern helfen. welche in geschickter Staffage im Hintergrund sichtbar waren, nicht zu den Rettungsringen zu greifen hatte, die In groser Zahl an der Reeling bereithingen I Man muss es den Baslern lassen: Sie verstehen etwas vom Betrieb auf einem Ozeanriesen, und altes von der tüchtigen Schiffskapelle bis hinab zum Speisezettel war auf die Seefahrt eingestellt. Wie fürsorglich dabei die Schiffsleitung unter dem Kommando von Kapitän Levaillamt (zu Lande jeweilen wohlbestallter Sektionspraaident) eingestellt war, ging schon aus der Speisekarte hervor, welche neben anderen interessanten Mitteilunfcen den Vermerk trug, es würden bei hohem Seegang keine Speisen verabfolgt. In kürzester Zeit herrschte Hochbetrieb auf dem Hauptdeck, und eine glänzende Stimmung, von keiner Seekrankheit beeinflusst, machte sich allüberall geltend: Es ist eben eine alte Tatsache, dass man abgeschlossen von der übrigen Welt und auf hoher See, sich rascher näher, kommt und Freundschaft scWiesst. weil man doch während der ganzen Reise aufeinander ange» wiesen ist und sich die Zeit so angenehm wie möglich vertreiben will. Wie hoch die Anlässe dex Basler Clubkollegen allüberall im Kurs stehen, zeigte eich deutlich an der erfreulichen Zahl von Delegationen — waren doch Zürich, Bern, Thurgsu, Aargau und Luzern vertreten — zu denen sich Deputa* tionen anderer Verbände und die Presse gesellte. Eine Reihe von Glückwunschtelegrammen aus allen Teilen des Landes bewiesen den Baslern weiterhin, welches Interesse ihnen überall entgegengebracht wird. Das Programm selbst, das mit erfolgreichen Nummern, die mit der Tanzmusik abwechselten, tüchtig gespickt war, Hess bis in späte Stunde überhaupt keinen toten Punkt und «windstillen Moment> aufkommen. Gesangliche Darbietungen, Produktionen eines gewandten Komikers, ein hauptsächlich von den Seeleuten vielbeachtetes Girl-Ballett und anderes mehr lösten einander in bunter Reihenfolge ab. Eine Salonbar sowie die geheimnisvolle Matrosenkneipe wurden eifrig frequentiert und trugen mit ihren diskreten Winkeln und wohljjemixten Drinks ebenfalls zur gehobenen Stimmung bei. Der Besuch in diesen Schiffslokalitäten war zeitweise so rege, dass es nichts geschadet hätte, wenn auch für die tZwischendeck-Passagiere» noch eine ähnliche Labesstätte vorgesehen gewesen wäre. Herr Dir. Wever, der sich mit gewohnter Umsicht und Liebenswürdigkeit der Presse annahm, liess es sich angelegen sein, die Leute von der Feder als ausgesprochene Landratten, mit dem Bordleben mögliehst vertraut zu machen. (Man lässt eich zur Abwechslung recht gerne das Programm in einer Schiffsbar und mit einigen exquisiten Cocktails unterlegt, erläutern!) Schiffskapitän Levaillaint hegrüssfe im Laufe der Reise in wohlgesetzter Rede, wie es sich für einen gewandten Groserat gebührt, die frohe Gesellschaft und fand besonders liebenswürdige Worte AUTOMOBIL-REVUE für die Delegationen, der übrigen T.C.S.-Sektionen und die Presse. Er entwarf eine interessante Skizze von der Entwicklung der Basler Sektion, die anno 1923 von 23 wägen Automobilisten ins Leben gerufen wurde und heute über 2000 Mitglieder zählt 1 Mit einem Hinweis auf die demnächst in Kraft tretende neue Basler Verkehrsordnung und dem Wunsche auf frneres Gedeihen der Sektion und des Gesamtclubs schloss der Vorsitzende seine mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Ausführungen. Herr Präsident Fehr, der an der Spitze einer stattlichen Gruppe von Zürcher Clubkollegen, die Ozeanfahrt mitmachte, löste mit seinen von urchigem Zürcher Humor gewürzten Worten wahre Lachsalven aus. Mit treffendem Witz glossierte er die Wechselbeziehungen zwischen Basel und der Limmatstadt und streifte dabei aktuelle Fragen, wie Zürcher Zoo und Reparationsbank; und verfehlte nicht, den Baslern ein artiges und wohlverdientes Kompliment für ihren so gelungenen Abend zu machen. Die Aargauer Freunde hatten als • besondere Aufmerksamkeit den Gastgebern eine prächtige Radierung vom Schloss Lenzburg überreicht, die dem Clublokal entschieden zur Zierde gereichen wird. (Die andern Sektionen mögen sich die Aargauer im Hinblick auf ihre Feste deshalb warm halten!) In urchigem Bärndütsch überbrachte Herr Hofstetter die Grüsse Berns und berichtete in launigen Worten, warum er als einziges Vorstandsmitglied zum Anlass delegiert worden war! Inzwischen war die ganze Gesellschaft schiffsgemäss mit Mützen und Lotsenhüten eingekleidet worden, was dem frohen Gewoge eine weitere farbenbunte Note verlieh. Eine riesige Polonaise mit Ballons (wohl an Stelle der Rettungsringe!) fand bei Massenbeteiligung grossen Anklang. Auch der Funkdienst arbeitete auf hoher See ausgezeichnet. So erfuhr man durch den Chef der Schiffsradiostation, Hr. Wever, dass Basel endgültig als Sitz der internationalen Reparationsbank ausersehen worden war, was natürlich bei allen «Schweizern im Auslande» begeisterte Fxeude auslöste. So wlafr es denn nicht zu verwundern, dass Stunde um Stunde verrann, ohne dass auch nur ein Passagier daran dachte, an Land zu gehen, wenn das Schiff vor Anker lag. Selbst als der Dampfer wieder in Basel einlief, konnten sie sich nur sehr langsam und ratenweise dazu entschließen, die Kajüten mit den eigenen Penaten zu vertauschen. Nachdem wir wieder festen Boden unter unsern Füssen haben und unser schiffstechnisches Wissen anlässlich der genussreichen Tournee ordentlich bereichert haben, bleibt uns nichts mehr übrig, als dem Kapitän und seiner flotten Mannschaft für die gebotene angenehme Abwechslung zu danken und zum Erfolg bestens zu gratulieren! b. AUTO-SEKTION ST. GALLEN-APPENZELL. Zum erstenmal seit dem Bestehen der Sektion St. Gallen-Appenzell ladet heute die Sportkommission die Mitglieder zu einem gemeinschaftlichen Touring-Club-Abend. ein. Derselbe findet am Samstag, den 30. November, abends 8 Uhr, im grossen Saal der Uhler-Konzerthallea in St. Gallen statt. Der Club hat weder Mühe noch Kosten gescheut, um Danen einen wirklich genussreichen Abend bereiten zu können; belohnen Sie daher unsere Arbeit mit Hirem Besuch. Eintrittskarten können ab 15. November bei unserem Spartpräsidenten, Herrn H. Burk. Unionplatz, St. Gallen, bezogen werden und kosten, für Herren Fr. 3.— und für Damen Fr. 2.50. inkl. Vergnügungssteuer. (Keine Verlosung.) Wir möchten speziell die Ortsgruppen-Präsidenten ersuchen, in Ihren Reihen dafür au sorgen, dass dem Anlass ein voller Erfolg beschieden ist, um so mehr, da die Absicht besteht, in Zukunft auch andere Plätze mit der Durchführung solcher Anlässe zu betrauen. Das Programm, welches Ihnen in den nächsten Tagen per Post zugestellt wird, ist reichhaltig, und es sind ausserdem noch verschiedene humoristische Einlagen vorgesehen. Also am 30. November in Uhlers-Konzerthallen! H.B. Schweizerischer Damen-Automobil-Club, Sektion Bern. Zusammenkunft, Freitag, den 15. November 1929, abends 8 Uhr, im Clublokal, Cafö du Theätre in Bern, Hotelgasse 10, II. Stock. JkU: S. •>- A. C. n Vnbänden CHAUFFEURVEREIN ZÜ- RICH. Monatsversammlung vom 6. November 1929. Der Präsident eröffnete um 8K Uhr dia Versammlung in Anwesenheit von 29 Mitgliedern. Der Vorsitzende wies neuerdings daraufhin, dass sämtliche Anträge und Mitteilungen für die Versammlungen schriftlich eingereicht werden müssen, um den geschäftlichen Teil möglichst kurz halten zu können. Das Protokoll wurde genehmigt und verdankt.' Sodann wurden als Aktivmitglieder Fischer August, Schlauer Josef, Benz Herrn., Sprecher Max. Neukomm Hans, Beck Josef, Kammerer Chr. und als Passivmitglied Fässler & Cie. aufgenommen. — Austritte: Vieser Gust., Herrmann Ernst und Wicht Einst. — Ausschlüsse: Krattenmacher Franz. Reiser Alw. und Gut Ernst. Diese wurden ausgeschlossen, da sie den Vereinspflichten nicht mehr nachgekommen sind, — Bezüglich der Äbendunterhaltung wird folgendes festgelegt: Es werden im «Tagblatt» und im «Tasesanzeiger» diesbezügliche Voranzeigen erscheinen. Als Empfangskomitee figurieren Präs. Nägeli und Walder und als Saalkontrolleure Walder Alb. und Weber Ferd. Der Präsident weist darauf hin, dass Kollegen, welche sich momentan in einer etwas bedrängten Lage befinden, sich ungeniert beim Präs. Nägeli oder bei unserem Kassier Urech melden können, damit auch sie an unserer Ahendunterhaltunjr teilnehmen können, denn unsere Parole lautet: Einer für alle, alle für einen. Es wurde beschlossen, dieses Jahr keine Silvesterfeier zu veranstalten. Ein Antrag von- H. Müller betreffend Gründung einer Reisekasse wurde auf die nächste Generalversammlung verschoben. Der Monat November wurde als Werbemonat bestimmt, wobei jeder Kollege für jedes neueingeführte Mitglied eine Prämie erhält. Sämtliche Mitglieder werden darauf aufmerksam gemacht, dass die nächste Monatsversammlung vom 4. Dezember 1929 im Restaurant «Du Pont» stattfindet. Der Aktuar: F. W. LE HOUVEAD • INDICATEUR DE DIRECTION Visibihte accentuee par un signal clignotant Securite absolue par la suppression de toute piäce mobile Dimensions rdduites ne modifiant pas la ligne de la voiture Commande possible sans lächer le volant Contröle facile depuis le si&ge du condueteur CIIMTILLA Une bonne nouvelle! Le pnea KELLY est des aujourd'hui sur le marche suisse En vente dans tous les bons garages et maisons de pneus • ist der zuverlässige Schutz gegen das Einfrieren des Kühlwassers! ERPROBT SPARSAM UNSCHÄDLICH Hersteller: I. G. FARBENINDUSTRIE, Aktiengesellschaft, FRANKFURT a. M, VERTRIEB IN DER SCHWEIZ: ROß. JOS. JECKER, AKTIENGESELLSCHAFT, ZÜRICH 1 TELEPHON;8ELNAU 7637 — 7638 — 7639 AGENCE GENiRALE POUR LA SUISSt: SAFIA Geneve * Zürich * Berne